Democracy ist nicht nur ein Freies und offenes Abspielprogramm und Webbrowser in einem für TV-Sendungen, Videocasts, Podcasts und Audio-/Video-Quellen über BitTorrent, es steckt noch viel mehr in ihm: Durch die Integration von RSS-Feeds kann der Benutzer aus einer Liste mit den verschiedenen Videocast- oder Sendungen von Fernsehsendern auswählen. Die Open-Source-Applikation ist ein Projekt der Participatory Culture Foundation: Diese gemeinnützige Organisation entwickelt und fördert mehrere Freie Video-Sharing- und TV-Projekte im Internet, um bei dem Massenmedium Internet-TV vor allem auch die Meinungsfreiheit online zu garantieren. Ihre Hauptprojekte sind der Player Democracy, die Suchmaschine Videobomb und die Videocast-Software Broadcast Machine. Allesamt werden sie als Freie Software entwickelt, wobei Programmierer aus aller Welt dazu aufgerufen werden, im eigenen Wiki mitzuhelfen und so zur Verbreitung von Tools und Sendungen beizutragen.
Der so genannte Channel Guide von Democracy bietet derzeit eine Auswahl an 400 verschiedenen Podcast- und anderen Kanälen. Alternativ können einzelne Programme wiederum über die Feeds abonniert und automatisch herunter geladen werden. Als „TV auf dem Desktop“ preist sich Democracy an und hat auch wirklich die Fähigkeiten hierfür. Democracy betont, dass die Clips, Filme und Sendungen auch im Vollbildformat abspielbar sind. Damit die Clips nicht zu viel Platz auf der Festplatte des Rechners einnehmen, wird jedes Video automatisch fünf Tage nach dem Ansehen oder nach einer beliebigen Dauer gelöscht – es sei denn, man möchte es abspeichern und behalten.
An den Player gekoppelt ist die eigene Suchmaschinenseite Videobomb, „einem demokratischen Spielplatz für Internet-Video“. Als gelungenes Beispiel für eine Web 2.0‑Applikation können Nutzer hier ihre Lieblingsvideos vorstellen und bewerten und sich eigene „Sende-Kanäle“ zusammenstellen. Die Suchmaschine erleichtert das Finden einzelner Videos nach Themen und präsentiert herausragende Clips.
Der Player ist sowohl für das Windows- wie auch das OSX-Betriebssystem erhältlich und als Beta-Version für die Linux-Distributionen Fedora, Ubuntu und Debian .
Ergänzungen
Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
3 Kommentare zu „Democracy ‑Die Evolution des Internet-Fernsehens“
,
[…] Ist mir egal ob der Channel in Democracy komisch aussieht – aber endlich brauche ich nicht mehr auf die Webseite zu gehen um Ehrensenf oder Rocketboom anzuschauen sondern bekomme das wie bei einem TIVO dank RSS-Feed bequem auf die Platte. Und nach einigen Tagen löscht sich das Ganze auch noch von selbst, was bei tagesaktuellen Sendungen auch durchaus Sinn macht. Muss mal eben Itunes entrümpeln gehen. Oh – ob das mit der Tagesschau auch so funktioniert? Mal gucken. *g* […]
,
[…] Aufgrund seiner überzeugenden Bedienung und Qualität wurde der Democracy Player schon mehrmals vorgestellt, seine Vorzüge als Podcast-Player gepriesen und als die „Evolution des Internet-Fernsehens“ angekündigt. Die neue Version 0.9 des handlich zu bedienenden Players soll „Entertainment garantieren“. Er spielt natürlich weiterhin Videocasts und Podcasts ab, allerdings jetzt mit einer neu gestalteten Oberfläche und ist in schon 30 Sprachen verfügbar. […]
,
[…] Wer von Democracy noch nichts gehört hat – hier ist einer von mehreren Artikeln in diesem Blog dazu: Democracy ‑Die Evolution des Internet-Fernsehens. von markus um 22:49 | abgelegt in General, Freie Software, Digitalkultur Trackback URL | Comment RSS Feed Tag at del.icio.us | Incoming links […]
Dieser Artikel ist älter als 19 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.