Urheberrecht
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: SonyBMG – Das wars dann wohl?
: SonyBMG – Das wars dann wohl? Die Einführungswoche von SonyBMGs Rootkit ist vorbei – mit vollem Erfolg. Jetzt hat sich wohl auch noch der Chef vom Homeland Security beschwert und es wurde ein Auslieferungsstop verkündet. Wir sollten uns trotzdem bei SonyBMG bedanken, eine so grandiose DRM-Einführung hätte ich nicht erwartet. Auch dachte ich eigentlich, ein so grosses Unternehmen hätte etwas Gespür für Krisenmanagement. Das ging wohl ziemlich in die Hose.
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: Zum Abschluss der Sony Rootkit Einführungswoche
: Zum Abschluss der Sony Rootkit Einführungswoche Zum Abschluss der SonyBMG Rootkit-Einführungswoche gibt es natürlich wieder interessante Neuheiten für Verbraucher. Nicht nur Windows-Nutzer sind betroffen, das Rootkit greift auch Apple-Rechner an. Damit verschafft SonyBMG der Apple-Welt etwas mehr Innovation, nämlich einen Trojaner. Harald Welte ist sogar der Meinung, dass das Rootkit die LGPL verletzt. Vielleicht gibt es ja demnächst noch ein Verfahren durch GPL-Violations.org: Sony Rootkit allegedly is an LGPL license violation.
Edward W. Felten hat in seinem „Freedom to tinker“-Blog ein „SonyBMG DRM Customer Survival Kit“ zusammengstellt. Hier finden sich praktische Anleitungen für Verbraucher, wie man das Ding wieder entfernt bekommt.
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: Knowledge of Future Culture
: Knowledge of Future Culture World-Information.org hat eine Zeitung zum WSIS2 gedruckt und bietet diese auch als PDF zum Download an. Thema diesmal ist „Knowledge of Future Culture“ (3,2MB). Zu den Autoren der 16-seitigen Ausgabe gehören u.a. James Love und Richard Stallman.
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: Was ist Science Commons?
: Was ist Science Commons? Während die Creative Commons Lizenzen für kulturelle Güter entwickelt wurden, gibt es mittlerweile auch das Science Commons Projekt. Hier geht es eher darum, einerseits Lizenzen für Open Access und andererseits auch beispielsweise Lizenzen für Forschungsdaten zu entwickeln. Im Creative Commons Weblog gibt es nun einen einführenden Text in den Sinn und Zweck des Science Commons Projektes:
Science Commons (SC) was launched in early 2005. SC is a part of Creative Commons – think of us as a wholly owned subsidiary – drawing on the amazing success of CC licenses, especially the CC community and iCommons. But we’re also a little different. Whereas CC focuses on the individual creators and their copyrights, SC by necessity has a broader focus. That necessity is caused by, for example, the fact that most scientists sign employee agreements that assign intellectual property rights to a host institution. Another example is that scientific journals regularly request that scientific authors sign over their copyrights, and scientists eagerly do so in return for citations in what are called „high impact“ journals. There’s a very real collective action problem here: no one individual or institution has strong incentives to change the system.
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: SonyBMG will Kopierschutz nach Europa bringen
: SonyBMG will Kopierschutz nach Europa bringen Und wieder das SonyBMG-Rootkit. Tagesschau.de berichtet, dass SonyBMG plant, ihren umstrittenen Kopierschutz nun auch in Europa einzuführen: Sony BMG will auch in Europa Kopierschutz einführen.
Passend dazu sind weitere Details aufgetaucht, dass der Kopierschutz nicht nur nach Hause telefoniert und eine Sicherheitslücke einbaut, mittlerweile geht man auch davon aus, dass bei erstellten MP3s jeder Art (nicht nur SonyBMG-CDs) automatisch Störgeräusche eingebaut werden. Und was kommt noch? Wie soll man da noch als Verbraucher ohne Bedenken CDs kaufen können?
Passend ist auch der Kommentar von Joerg-Olaf Schaefers:
Aber Manipulationen an offenbar beliebigen Audiofiles? Scheint, als habe jemand bei Sony BMG komplett den Bezug zur Realität verloren. Mir fällt gerade keine Möglichkeit ein, wie man das Vertrauen der eigenen Kundschaft noch effektiver verzocken kann. Wirklich nicht.
Währenddessen prüft die Electronic Frontier Foundation, ob sie gegen SonyBMG Klagen kann. Bisher hat die EFF 19 CDs gefunden, die das Rootkit enthalten. Die BBC berichtet auch darüber: Sony sued over copy-protected CDs.
Update: Jetzt gibt es auch noch den ersten Trojaner, welcher die Sicherheitslücke ausnutzt. Auch die von SonyBMG bereit gestellte Software zum Entfernen des Kopierschutzes soll nicht wirklich das tun: Sony BMG: Kopierschutzpläne für Deutschland.
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: Neue Kampagne: Consumers Digital Rights
: Neue Kampagne: Consumers Digital Rights Eine neue Kampagne zum Thema „Verbraucherrechte im Urheberrecht“ hat der Dachverband der europäischen Verbraucherschutzzentralen BEUC heute gestartet: Consumers Digital Rights. Von den Vorbereitungen wusste ich schon etwas länger, aber das Ergebnis hat mich eben positiv überrascht. Die Kampagnenseite ist gut gelungen, liefert viele Informationen in englisch und französisch und man kann eine Petition unterschreiben. Viele Hintergrundinformationen zum Thema gibt es natürlich auch. Und ein Mix-Album mit freier Musik, wo 14 Stücke unter der Creative Commons NonCommercial-ShareAlike license zur Verfügung zusammengestellt wurden.
Stefan Krempl berichtet auf Heise darüber: Verbraucherschützer: Kopierende Konsumenten sind keine Verbrecher.
Und hier ist der Declaration-Text (Kann ich alles so unterschreiben):
Declaration
The time has come to guarantee consumers certain basic rights in the digital world, and to tell them what they can do with their digital hardware/content. This is our message in this campaign.
* Right to choice, knowledge and cultural diversity
* Right to the principle of “technical neutrality” – defend and maintain consumer rights in the digital environment
* Right to benefit from technological innovations without abusive restrictions
* Right to interoperability of content and devices Right to the protection of privacy
* Right not to be criminalisedWe urge policy makers to endorse the 6 Consumers Digital Rights, and demand: A legal framework that will encourage new means of exposure and distribution of digital content, while guaranteeing remuneration to artists, creators and performers and providing consumers and the public with new means of access, discovery and new uses;
A new balance between exclusive rights in the exploitation of digital content and public interest objectives in using and sharing such content, taking into account the new possibilities of content usage enabled by technical progress;
That industry desist from legal action against P2P downloaders to allow the market to find solutions for the on-line development of audio/visual distribution that takes due account of the public interest and the interest of artists, creators and performers;
Action to find solutions on how consumers can effectively exercise their private use rights and to guarantee that users of DRMs respect the legitimate interest of consumers in their personal autonomy and private sphere;
Mechanisms to ensure that TPMs or DRMs, which restrict uses legally exempted from copyright or not falling under copyright, do not benefit from legal protection;
A review of the EU legal framework on consumer protection and intellectual property in view of the 6 consumers rights demands expressed in this Declaration.
Schöne und notwendige Kampagne.
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: Interview mit Lawrence Lessig zum WSIS
: Interview mit Lawrence Lessig zum WSIS Die Zeitschrift Foreign Policy hat ein Interview mit Lawrence Lessig zum WSIS geführt: Battling for Control of the Internet. Themen sind u.a. Internet Governance, Zensurtechnologien und die politische Regulation des Internets. Interessant ist ein Punkt, wo Lessig darauf verweist, dass ihm bei einer WSIS-Vorbereitungskonferenz untersagt wurde, über eine notwendige Balance im Urheberrecht zu sprechen. Das ist eigentlich bezeichnend für den ganzen WSIS-Prozess, entscheidende Fragen einer wachsenden Informationsgesellschaft wurden gerne von den Diplomaten ausgeblendet.
LL: I question whether the [summit] is considering all the issues it needs to be. I was a speaker at one of the preparatory committees and, before my speech, I was asked about what I was going to talk about. I said I was going to talk about the need for balanced intellectual property rules in order to produce the best information society [possible]. The chairman of my session said I was not allowed to talk about intellectual property. She said that’s a problem for the World Intellectual Property Organization. It was ridiculous. It revealed a way in which the deal was struck to establish the World Summit on the Information Society, which was as long as you don’t touch intellectual property you can talk about whatever you want. The insane thing about that position is that there’s no way to strike the right balance unless you consider intellectual property. [For example,] database rights are going to fundamentally affect the future of the information society. The question remains whether the [summit] will be allowed to develop any coherent policy position about the proper balance for intellectual property. My skepticism suggests that they won’t. This issue will be negotiated off the table by those who want to keep control over that policy.
Bei intern.de gibt es eine deutschsprachige Zusammenfassung des Interviews: Kontrollansprüche der EU – eine Folge der US-Außenpolitik.
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: Grokster geschlossen
: Grokster geschlossen Grokster verkauft sich gerade an die „Musikindustrie“. „Die große Zeit des File-Sharings ist vorbei“, erklärte Franz Medwenitsch, Geschäftsführer der IFPI Austria, im Gespräch mit pressetext. Ich will ja keine Illussionen zerstören, aber die Aussage erscheint echt naiv. Wer nutzte denn schon/noch Grokster? Damit ist nur eine weitere Filesharing-Börse der zweiten Generation beendet worden. Längst haben sich die Nutzer den Tools der dritten Generation, wie eMule oder Bittorrent, zugewendet. Und die Downloadzahlen der DRM-Shops stagnieren weltweit.
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: „Wirtschaftliche Ineffizienz“ dank Software-Patenten
: „Wirtschaftliche Ineffizienz“ dank Software-Patenten Die Studie des Center for Economic and Policy Research in Washington, D.C. suggeriert es bereits in seinem Titel „Open Doors and Smashing Windows“: Ökonom Dean Baker hat nicht nur alternative Finanzierungsmöglichkeiten für Software untersucht, seine Forschung beschäftigt auch sich damit, wie Copyright und Patente in Bezug auf geistiges Eigentum „zu wirtschaftlicher Ineffizienz führen“.
Die Entwicklung von Freier Software, so Baker, würde dem amerikanischen Staat und dem Endverbraucher günstigere Software und infolgedessen auch billigere Computer bescheren. Der Grund sei, wie Baker erklärt: „Die Computersoftware-Industrie wird gewöhnlich als Speerspitze der US-amerikanischen Technologie angesehen. Gleichzeitig verlässt sich die Industrie zum Großteil auf den staatlichen Protektionismus in Form von Copyright und Patenten, den Relikten eines feudalen Zunftsystems, um die Entwicklung von neuer Software zu finanzieren. Die Abhängigkeit von diesen antiquierten Mechanismen führt sowohl zu ökonomischer Unfähigkeit für die Wirtschaft als ganze, als auch zu Software von schlechterer Qualität, als in einer Umgebung möglich wäre, in der alle Software gemeinfrei [public domain] ist.“ – Also der Öffentlichkeit zur freien Verfügung und Weiterverarbeitung offen steht. Die Studie empfiehlt außerdem zur Finanzierung von Unternehmen, die Freie Software entwickeln, eine Mischung aus direkter staatlicher Unterstützung und einem System aus individuellen Belegen.
Wie CNET berichtet, ist die Entwicklung von Open Source-Software bereits für amerikanische Unternehmen attraktiver geworden: Eine Untersuchung der National Venture Capital Association besagt, dass letztes Jahr zwölf Software-Firmen unterstützt wurden, die 70 Millionen Dollar erwirtschafteten – das sind umgerechnet knapp 59 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2005 haben nun bereits 18 Firmen in Amerika eine Förderung von insgesamt 145 Millionen Dollar erhalten.
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: Raubkopierer sind Verbrecher Teil 234
: Raubkopierer sind Verbrecher Teil 234 Raubkopierer sind Verbrecher Teil 234: Heise berichtet über die weitere Kampagnen-Präsentation. Es gibt eine neue Webseite mit einem „viralen“ Spot und das „Ende der Schonfrist“ wurde mal wieder mit markigen Worten eingeleitet.
Die Message der Kampagne ist immer noch manipulierend und widersprüchlich. Mal heisst es, es würde mit der Kampagne nur das kriminelle gewerbliche Kopieren thematisiert. Dann wieder werden Falschaussagen gemacht: „Leute, das große Downloaden ist nach wie vor illegal, ihr könnt euch nicht verstecken.“ Ziel ist die ständige Manipulation, dass das private Kopieren auch schon ein Verbrechen darstellt.
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: James Boyle zum 15. Jahrestag des WWW
: James Boyle zum 15. Jahrestag des WWW James Boyle hat eine Kolumne in der Financial Times zum 15. Geburtstag der ersten Webseite geschrieben. Seiner Meinung nach würde das Netz, wenn es heute erschaffen werden würde, keine Chance haben: Web’s never-to-be-repeated revolution.
That is a shame, because there are three things that we need to understand about the web. First, it is more amazing than we think. Second, the conjunction of technologies that made the web successful was extremely unlikely. Third, we probably would not create it, or any technology like it, today. In fact, we would be more likely to cripple it, or declare it illegal.
Schuld daran sind seiner Meinung nach u.a. Anwälte, Interessensverbände wie die Musik- und Filmindustrie und internationale Organisationen wie die WIPO, welche massiv versuchen, das Netz zu regulieren.
Sein Fazit:
And of course it is. But it is also much, much more. The lawyers have learnt their lesson now. The regulation of technological development proceeds apace. When the next disruptive communications technology – the next worldwide web – is thought up, the lawyers and the logic of control will be much more evident. That is not a happy thought.
Aber zum Glück wurde das Netz vor 15 Jahren erschaffen. Hoffnung bleibt also noch.
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: SonyBMG reagiert auf Kopierschutz-Kritik
: SonyBMG reagiert auf Kopierschutz-Kritik SonyBMG reagierte nun auf das massive PR-Desaster rund um seinen neuen Kopierschutz. Allerdings ist die Antwort nicht gerade befriedigend und hält das Thema sicherlich noch weiter in den internationalen Medien. Wie die BBC und Heise berichten, können Kunden zwar über ein Kontaktformular eine Software anfordern, welches das „Rootkit“ wieder rückstandsfrei vom System entfernt. Aber die gekaufte CD ist dann auch nicht mehr abspielbar. Tolle Sache, da fühlt man sich als Verbraucher richtig ernst genommen.
Mehr zu dem Thema gibt es auch beim Register und der Futurezone.
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: Interview mit Cory Doctorow als OGG
: Interview mit Cory Doctorow als OGG Mein Interview mit Cory Doctorow auf der EuroOSCON letzte Woche in Amsterdam ist jetzt Dank dem Wetterfrosch geschnitten und als OGG (19MB) verfügbar. In dem Interview geht es um die Entstehung von BoingBoing, welche Gefahren die Broadcast-Flag zukünftig für Innovation, Wettbewerb und Distribution im Internet bedeutet, wieso Cory für sein neuestes Science Fiction Buch die von Richard Stallman scharf kritisierte Creative Commons Development Licence verwendet, den Sturm auf die WIPO und über Digital Rights-Activism.
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: CC in Review Teil3: Fair Use
: CC in Review Teil3: Fair Use Lwarence Lessig hat mittlerweile den dritten Teil über Creative Commons veröffentlicht: CC in Review: Lawrence Lessig on CC & Fair Use.
That’s the problem that DRM creates for „fair use.“ How can Creative Commons help solve this problem?
In two important ways:
1. By building a layer of Creative Commons marked creativity, we increase the range of creative work that doesn’t need the locks of DRM.
2. By banning the use of DRM that interferes with the freedoms guaranteed by our license, we assure that the freedoms we’ve built into our license are not restricted by DRM. Among these freedoms, the very first is „fair use.“ As section 2 of every license says, „Creative Commons licenses do not modify or restrict ‚fair use.’ “Thus we use our licenses to build the freedoms authors want upon a reinforced layer of „fair use“ freedoms. Creative Commons is thus „fair use“-plus: a promise that any freedoms given are always in addition to the freedoms guaranteed by the law.
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: Baumwolle gegen Urheberrecht
: Baumwolle gegen Urheberrecht Coole Aktion:
Interessant: Die USA haben sich nicht an einen Beschluss der WTO gehalten, Baumwoll-Subventionen im eigenen Land abzubauen. Als Vergeltungsmaßnahme will Brasilien nun den Urheberrechtsschutz von Hollywood-Filmen aussetzen, weiß die Washington Post zu berichten.
[via MixBurnRip]
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: ARD-Schleichwerbung für die GVU?
: ARD-Schleichwerbung für die GVU? Na, wenn das mal nicht der ARD Probleme mit Schleichwerbung macht: Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsdelikten (GVU) weist laut Heise in ihrem aktuellen Newsletter (nicht auf deren Seite zu finden) daraufhin, dass sich eine ARD-Serie im nächsten Monat des Themas „Raubkopien“ annimmt.
In der besagten Folge stellt sich ein Toter als „ehemaliger Raubkopierer“ heraus, dessen Wohnung von einem Musiker „aus Zorn über Raubkopien“ verwüstet wurde.
In der Folge sollen auch GVU-Angestellte zu sehen sein. Ich gehe mal davon aus, dass die GVU kein Geld dafür gezahlt hat, dass die ARD sich des Themas annimmt. Zumindest wäre die ARD sehr dumm, dies gerade jetzt zu machen. Trotzdem hege ich den Verdacht, dass man juristisch gesehen das Bereitstellen von Arbeitszeit (der GVU-Angestellten) durchaus als geldwerte Leistung betrachten kann und damit evtl. durchaus als „Schleichwerbung“. Juristen mögen mich hier bitte korrigieren.
Abgesehen davon finde ich es bedenklich, dass ein Interessenverband mit sowas Einfluss auf die öffentliche Meinung in einem öffentlich-rechtlichen Sender nehmen darf.
Wird aber garantiert eine coole Show, der „Plot“ verheisst schon richtig viel Spass.
Heise bringt heute ein Update dazu:
Die zuständige NDR-Redakteurin Diana Schulte-Kellinghaus korrigiert die Darstellung der GVU. Wohl sei die Gesellschaft bei der Erstellung des Drehbuchs beratend tätig gewesen, es würden aber in der Folge der Fernsehserie keine Ermittler auftreten. Auch werde das Thema „Raubkopien“ nur am Rande behandelt.
Hat jemand vielleicht den nicht im Netz verfügbaren GVU-Newsletter und kann mir diesen weiterleiten?
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: OpenBusiness durch Offene Kollaborationen
: OpenBusiness durch Offene Kollaborationen Freie Software hat gezeigt, dass sich das Teilen von Wissen und der Aufbau von erfolgreichen Geschäftsmodellen nicht ausschliessen. OpenBusiness ist ein neues Projekt aus dem Umfeld von Creative Commons. Das Ziel der Plattform ist es, zu analysieren und zu erklären, wie erfolgreiche Businessmodelle aufgebaut werden können, die auf das Teilen von Wissen und Kreativität basieren.
Later, the plan is the publish this resource in hardcopy as The OpenBusiness Guide. Examples and ideas of open business models, being entrepreneurial ideas which are built around openness, free services and free access, are invited and will then be ‚peer reviewed’ by comments and through collaboration with other contributors to the wiki.
Die OpenBusiness-Plattform ist als Blog mit statischen Seiten aufgebaut, dazu gibt es auch ein Wiki.
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: Cory Doctorow über Europas Broadcast-Flag
: Cory Doctorow über Europas Broadcast-Flag Gerade redet Cory Doctorow (EFF / BoingBoing) über „Europe’s Coming Broadcast Flag“. Eigentlich die beste Show bisher auf der Eurooscon. Zeichne sie gerade auch auf und muss gleichmal die Aufnahme nach der Rede checken. Ich habe mich eben lange mit ihm unterhalten und u.a. ein 30min Interview über BoingBoing, WIPO, Creative Commons und EFF aufgezeichnet.
Hier ist das Interview schonmal in einer Quick&Dirty Version. Werde es später nochmal bearbeiten. (28MB) Wenn jemand das Hosten über Bittorrent übernehmen könnte, wenn das Interview fertig bearbeitet ist, bitte melden! Das Interview steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Lizenz.
Update: Ich habe eine MP3-Aufzeichnung der Rede, allerdings muss diese noch durch ein paar Filter gejagt werden, weil ich mit Aufnahmegerät im Publikum sass. Habs mir eben mal angehört und hat im rohen Zustand doch eher das Format „experimentiell“. Wird also erst am Wochenende was. Mein Audacity macht gerade etwas Probleme, weil ich nochmal was am System rumkonfigurieren muss. Wenn jemand Lust und Zeit hat, das Interview für mich zu bearbeiten (Anfang bitte rausschneiden und um die Minute 16 klingelte bei Cory das Telefon), nur zu – ich würd mich freuen. Könnte auch noch ein paar Filter gebrauchen. Danach einfach online stellen und mir einen Link schicken (markus add nnm-ev.de). Ich lads dann runter und ersetze auf dem derzeitigen Server die Rohversion.
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: Adelphi Charter on Creativity, Innovation and Intellectual Property
: Adelphi Charter on Creativity, Innovation and Intellectual Property Am Donnerstag wurde in London die sogenannte „Adelphi Charter on Creativity, Innovation and Intellectual Property“ herausgegeben. Sie richtet sich an die Regierungen aller Länder und umfaßt neun Punkte mit Empfehlungen und Forderungen, die die Zukunft von geistigem Eigentum betreffen. Die Liste wurde von einer internationalen Gruppe aus Künstlern, Wissenschaftlern, Juristen, Politikern und Wirtschaftsexperten geschrieben, darunter u. a. Cory Doctorow von der EFF, Lawrence Lessig von Creative Commons und der brasilianische Kulturminister Gilberto Gil.
Die Punkte der Adelphi Charter im Einzelnen:
- Gesetze zur Regelung von geistigem Eigentum müssen zur Erreichung kreativer, sozialer und wirtschaftlicher Ziele dienen, anstelle selbst das Ziel zu sein.
- Diese Gesetze und Regelungen müssen den grundlegenden Menschenrechten auf Gesundheit, Bildung, Arbeit und kulturellem Leben dienen. Sie dürfen sie nicht untergraben.
- Das öffentliche Interesse benötigt eine Ausgewogenheit zwischen Gemeinfreiheit und privaten Rechten. Es benötigt ebenso eine Ausgewogenheit zwischen dem freien Wettbewerb, der für eine wirtschaftliche Dynamik unverzichtbar ist, und den Monopolen, die durch Gesetze zum geistigen Eigentum gewährt werden.
- Der Schutz von geistigem Eigentum darf nicht auf abstrakte Ideen, Fakten oder Daten ausgedehnt werden.
- Patente dürfen nicht auf mathematische Modelle, wissenschaftliche Theorien, Computercode, Lehrmethoden, Geschäftsprozesse, medizinische Diagnose‑, Therapie- und Operationsmethoden ausgedehnt werden.
- Urheberrechte und Patente müssen befristet sein und ihre Geltungsdauer darf nicht darüber hinausreichen, was angebracht und notwendig ist.
- Regierungen müssen auf breiter Basis politische Regelungen schaffen, um Zugang und Innovation zu stimulieren, einschließlich nicht-proprietärer Modelle wie Lizenzen von Open-Source-Software und dem freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur.
- Gesetze über geistiges Eigentum müssen die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umstände von Entwicklungsländern berücksichtigen
- Regierungen sollten sich in der Debatte über Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums an diese Regeln halten:
- Es muss eine automatische Vermutung gegen die Schaffung neuer Bereiche im Schutz geistigen Eigentums, der Ausweitung bestehender Privilegien oder der Verlängerung der Schutzdauer geben.
- Die Beweispflicht in solchen Fällen muss den Vertretern der Gesetzesänderung auferlegt werden.
- Änderungen dürfen nur erlaubt sein, wenn eine strenge Analyse deutlich aufzeigt, dass diese die grundlegenden Rechte des Volks und das wirtschaftliche Wohl verbessern.
- Es sollte dabei eine durchgängige Einbeziehung der Öffentlichkeit und eine verständliche, objektive und transparente Einschätzung von öffentlichem Nutzen und Schaden geben.
Wir rufen die Regierungen und die internationale Gemeinschaft dazu auf, diese Prinzipien anzuwenden.
(Entschuldigt die vielleicht nicht immer optimale Übersetzung.)
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: Cultural Freedom: International Herald Tribune erwähnt Creative Commons nicht
: Cultural Freedom: International Herald Tribune erwähnt Creative Commons nicht Vor einigen Tagen fiel mir die Wochenend-Ausgabe der International Herald Tribune in die Hände, wo auf Seite 6 ein ausführlicher Artikel über Copyright und Digitale Kultur und ihre Freiheiten spricht: „Imagine a world without copyright“ ist eine verkürzte Version dieses Essays von Joost Smiers und Marieke van Schijndel mit dem gleichen Titel (pdf hier). Die Industrie wird dabei ganz treffend als Willkürherrscher dargestellt, gegen den auch Millionäre machtlos sind. Gegen die bösen Folgen wendet sich der Entwurf.