Urheberrecht
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: Schulen ans Netz e.V. fordert ein bildungsgerechtes Urheberrecht
: Schulen ans Netz e.V. fordert ein bildungsgerechtes Urheberrecht Mal wieder was erfreuliches von der immer stärker wachsenden Urheberrechts-Kritiker Front. Schulen ans Netz e.V., der Verein, der den Einsatz von Neuen Medien in Schulen und Bildung propagiert, hat ein Memorandum vorgestellt, um eine bildungsgerechte Urheberrechtsreform zu fordern:
Die aktuelle Diskussion um eine erneute Reform des Urheberrechtsgesetzes – der so genannte „zweite Korb“ – wird vor allem von den Trägern wirtschaftlicher Interessen geprägt. Die Bedürfnisse von Bildung und Wissenschaft wurden und werden dabei bisher nur am Rande berücksichtigt. Ein privilegierter Zugang zu Informationen ist jedoch, für eine zukunftsfähige Wissensgesellschaft, in der die neuen Medien effektiv genutzt werden können, unerlässlich.
Das Fazit des Momorandums fällt dementsprechend hart aus:
„Durch einen sinnvollen Einsatz der neuen Medien können wir den Unterricht in Schulen und Universitäten sehr viel effektiver gestalten. Es ist für mich deswegen unverständlich, wenn wir uns einerseits überschlechte Ergebnisse bei den Pisa-Studien wundern, andererseits aber unseren Lehrkräften aufgrund von rechtlichen Unzulänglichkeiten nicht die Möglichkeit geben, einen modernen und medieneffektiven Unterricht zu gestalten.“, so Prof. Sieber.
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: Spiegel: Der Aufstand gegen die Hüter des Wissens
: Spiegel: Der Aufstand gegen die Hüter des Wissens Im Spiegel wirft Thorsten Dambeck einen Blick in die Zukunft und kritisiert die Stellung der Verlage im Wissensschaftsbereich. Wissen wird zunehmend künstlich verknappt und auch öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse landen in privatem Besitz. Hoffnung gibt die immer stärker werdende OpenAccess-Bewegung, die einen freien Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen fordert. Vor einigen Monaten wurde die Berliner Erklärung zu Open Access veröffentlicht, die u.a. von der Max Planck Gesellschaft mitunterzeichnet wurde.
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: Musikbranche versucht sich am viralen Marketing
: Musikbranche versucht sich am viralen Marketing Telepolis berichtet in einem interessanten Artikel von Wolf-Dieter Roth über missglückte Versuche der Musikindustrie, Virales Marketing zum Selbstlob zu nutzen. Der Fall von WarnerBrothers machte nun schon ein paar Mal die Runde durch die Medien der letzten Tage. WarnerBrothers stellten MP3s einer zu promotenden Band in ein MP3-Weblog und ein fleissiger Mitarbeiter schrieb verschiedene fantastische „Hörerkommentare“. Dumm nur, dass alles von derselben IP-Nummer kam.
Interessanter ist aber, dass die Band Marillion, die Mitte der 80er ihren kreativen Höhepunkte hatte, ihre Fanbasis nutzte, um mit einer Vielzahl von Vorbestellungen ihrer neuen Werke bis ganz nach oben in die britischen Charts kam. Wenn sie es noch geschafft hätten, dass dabei kaum Spam entsteht, könnte man diese Vorgehensweise fast schon ein wenig revolutionär bezeichnen.
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: FSFE & LinuxTag e.V.: Softwareentwicklung durch Patente bedroht
: FSFE & LinuxTag e.V.: Softwareentwicklung durch Patente bedroht Softwarepatente sind Waffen zur psychologischen Kriegsführung
Als Reaktion auf die Entscheidung der Stadt München, ihre Pläne zur Umstellung auf Freie Software erneut zu prüfen, warnen die FSFE und der LinuxTag e.V. gemeinsam vor dem Missbrauch von Softwarepatenten zur psychologischen Kriegsführung zwischen Unternehmen.
„Derzeit werden Mechanismen aus dem kalten Krieg zur Wahrung von Unternehmensinteressen adaptiert.“, so Oliver Zendel, Vorsitzender des LinuxTag e.V. „Das Prinzip der atomaren Abschreckung wird durch die Aufrüstung von Patentportfolios ersetzt, Nichtangriffspakte zwischen Unternehmen entstehen durch Crosslicencing der eigenen Patente. Leidtragende sind dabei Programmierer, Klein- und Mittelständische Betriebe und somit der Wirtschaftsstandort Europa.“
Die Vertreter Freier Software begründen ihre Haltung mit der verheerenden psychologischen Wirkung der Projektverzögerung in München. „In der derzeitigen wirtschaftlichen Lage brauchen wir eigentlich Investitionsanreize für die Unternehmen. Tatsächlich aber schaffen wir allein durch die Diskussion über Softwarepatente Investitionsunsicherheit. Die Unternehmen müssten Lawinen von Rechtsstreitigkeiten zwischen Portugal und Estland fürchten wenn diese Patente in Europa eingeführt werden. So wie LiMux in München ein paar Tage orientierungslos war, werden dann tausende von Projekten Wochen und Monate, unter Umständen Jahre auf der Stelle treten!“, so die Befürchtung von Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe. „Das Beunruhigende ist, es braucht noch nicht einmal prozessiert zu werden – ein wirres Gerücht ist völlig ausreichend, um ein komplexes und aufwendiges Projekt für Tage aus der Spur zu bringen. Es wäre interessant, den volkswirtschaftlichen Schaden zu berechnen.“
„Der LinuxTag und die FSFE bestärken die Stadt München, ihren Migrationsprozess nicht zu verlangsamen. Softwarepatente sind ein generelles Problem für Software im Allgemeinen. Freie Software, worunter auch GNU/Linux fällt, wird ebenso darunter leiden, wie die sogenannte proprietäre Software“, so Georg Greve. „Wir begrüssen die klare Aussage des Münchener Oberbürgermeisters Christian Ude, bei der visionären Entscheidung hin zur Freiheit und Vielfalt in der kommunalen IT-Infrastruktur zu bleiben. Die Ablehnung von Softwarepatenten ist eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den IT Einsatz auf kommunaler Ebene. Bei der Auswahl von Computerprogrammen sollte deswegen grundsätzlich Freie Software ausgewählt werden, da damit die größte Flexibilität und Kosteneinsparung erzielt werden kann.“, so Georg Greve abschliessend.
http://www.germany.fsfeurope.org/index.de.html
http://www.linuxtag.org