Kultur

Phonoline gescheitert?

Phonoline, „das“ deutsche Portal für den Musikvertrieb über das Internet, steht mal wieder in der Kritik. Der deutsche Phonoverband, der die Infrastruktur zusammen mit der Telekom bereitstellt, lobt immer noch sein „Kind“. Aber laut Spiegel.de erwägt die Plattenfirma BMG bereits den Ausstieg:

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Maarten Steinkamp, Chef bei BMG Deutschland, hat eine ganz andere Meinung von dem Branchenportal. „Wir sehen Phonoline äußerst kritisch“, sagte er in einem Interview mit dem Fachblatt „Musikwoche“. „Wir müssten eigentlich das Geld, das wir in Phonoline gesteckt haben, zurückbekommen. Es ist ein Wahnsinn.“

Wahnsinn ist auch das Angebot – viel ist nicht zu finden – und die Nutzerführung ist grottenschlecht. Von Anfang an versprühte Phonoline keineswegs den Charme des Aufbruchs ins digitale Zeitalter. Kein Wunder, dass niemand Phonoline nutzen will.

Erst wenn es Angebote gibt, die einfach zu nutzen sind, offene Standards bei den Musikdateien bieten (MP3 oder Ogg), der Preis nicht zu hoch ist, Vielfalt geboten wird und die die Vorteile von Filesharing-Netzen nutzen, wird Online-Musikvertrieb überhaupt eine Chance haben.

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