Urheberrecht
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: Nächsten Tage viel digitaler Verbraucherschutz in Berlin
: Nächsten Tage viel digitaler Verbraucherschutz in Berlin Ganz viel Verbraucherschutz in den nächsten Tagen in Berlin: Morgen lädt die Initiative D21 um 10h in die Mercedes-Welt, Salzufer 1. Dort gibt es ein „Diskussionsforum“ zum Thema „Internet: Wohin surft der Verbraucherschutz?“ – Unternehmensfragen an die Politik“. Wie die Wirtschaft zum Thema Verbraucherschutz steht, wird ganz gut aus einem Interview ersichtlich, was Edda Müller, die Präsidentin der Verbraucherzentrale Bundesverband zuletzt der Netzeitung gab. Ich werde nicht hingehen, ist garantiert ein langweiliger Lobbyistenauflauf zur Frühstückszeit und ich hab noch genug Verbraucherschutz am Wochenende, denn:
Am Wochenende ist „Tag der offenen Tür bei der Bundesregierung“. Das Verbraucherschutzministerium hatte das Netzwerk Neue Medien angefragt, als Vertreter des digitalen Verbraucherschutzes einen Stand zu machen und wir haben unter der Bedingung zugesagt, dass wir ein freies Netz bekommen. Digitaler Verbraucherschutz lässt sich halt online und digital anschaulicher erklären, als rein analog und offline. Nun wird extra für uns eine temporäre DSL-Leitung gelegt, wir bringen einen WLAN-Router mit und stehen interessierten Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung. Ich hoffe nur, dass mein Wochenende nicht darin bestehen wird, von Morgens bis Abends unentgeldlich allen Fragenden in einfachen Worten für mich eher uninteressante Themen wie Phishing und Spam zu erklären. Das macht vielleicht ein bis zweimal Spass, danach wirds nur noch nervig. Vor allem, wenn man dafür ein Wochenende opfert, wo freie Wochenenden für mich eher selten sind. Falls jemand noch helfen möchte, bitte bei mir melden. Vor allem am Samstag könnten wir wegen Urlaubs- und Grippezeit noch Unterstützung gebrauchen.
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: Filesharing-Revolution in Grossbritanien?
: Filesharing-Revolution in Grossbritanien? Cory Doctorow berichtet auf BoingBoing von einer Musik-Revolution in Grossbritanien: Ende September geht mit Playlouder MSP ein neuer DSL Provider auf den Markt. Das alleine ist keine News, aber der Hammer ist ein Vertrag mit SonyBMG, dass die Nutzer in ihrem monatlichen DSL-Beitrag eine Lizenz zum Filesharing bekommen! Der Preis für eine 1 MBit Leitung soll vergleichbar zu Angeboten der Konkurrenz sein. Monatlich kostet der Service £26.99.
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: Cory Doctorow im Interview über WIPO-Activism
: Cory Doctorow im Interview über WIPO-Activism Die Seite Worldchanging hat Cory Doctorow zum Thema WIPO-Activism befragt. Das Interview ist sehr interessant und liefert einige Einblicke, wie man als gut vernetzte Zivilgesellschaft internationale Organisationen ein wenig aufmischen kann.
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: Sündenfall Open Hardware?
: Sündenfall Open Hardware? Manchmal verstehe ich einfach Spiegel-Online nicht. Da wird über Bestrebungen von IBM berichtet, Schritte in Richtung Open Hardware zu gehen und was ist die Headline bei SpOn? „Sündenfall: IBM liebäugelt mit Open Hardware“. Was bitte ist daran ein Sündenfall, wenn IBM verstanden hat, dass es mit der proprietären Entwicklung von Hardware ebenso vorbei ist, wie bei der Softwareentwicklung? Offene Prozesse bieten mehr Potential für Innovation als Forschung hinter verschlossenen Türen.
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: Podcasting: Interview mit John Gilmore
: Podcasting: Interview mit John Gilmore Wir hatten am Wochenende Besuch von John Gilmore in Berlin, einem Freie Software – und Digital Rights – Pionier, sowie Mitgründer der Electronic Frontier Foundation. Ich nutzte die Gelegenheit, um mit ihm ein Interview über Kopierschutz, DRM, Freier Software und Wikipedia zu machen. Leider nur über ein eingebautes Notebook-Mikrophon und mit Hintergrundlärm, was sich aber nicht vermeiden liess, und auch meine Erkältung konnte ich nicht wirklich abstellen.
Das Interview kann hier als 16Mb grosses Ogg-File herunter geladen werden und steht unter der Creative Commons Sharealike Lizenz. Danke an Wetter für die kleine Nachbearbeitung und sein Notebook.
Sehr interessant ist übrigens ein Aufsatz von John Gilmore aus dem Jahre 2001 zum Thema Kopierschutz: ‘Was falsch ist am Kopierschutz’.
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: Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer
: Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer Die Organisatoren des Thought Thieve$-Filmwettbewerbes haben mich wegen weiterer Übersetzungen vom englischen ins deutsche angefragt. Da meine Zeitressourcen derzeit äusserst knapp sind, kann ich dies leider nicht machen. Aber vielleicht findet sich unter den Lesern jemand, der/die Lust und Zeit dafür hat?
Freiwillige melden sich bitte direkt bei Sasha Costanza-Chock, schock ADD riseup PUNKT net
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: Ein Jahr netzpolitik.org
: Ein Jahr netzpolitik.org Heute vor einem Jahr und zwei Tagen habe ich mit einem Eintrag dieses Blog begonnen, einer Pressemitteilung, welche wir über die Freie Software Presseagentur zum Thema Softwarepatente veröffentlicht hatten. Was die Wenigsten wissen ist, dass unter dieser Domain schonmal ein Blog aktiv war, nur im Jahre 2003.Damals nutzte ich noch Nucleus als Software und berichtete „Tagebuch-ähnlich“ von meinen Reisen zu UN-Konferenzen im Rahmen des ersten World Summit on the Information Society und zum Lobbying gegen Softwarepatente in Strassburg, kurz vor der ersten Abstimmung im Europaparlament. Es trug den Untertitel „Backpacking to World Politics“ und ich schilderte meine Erfahrungen und Erlebnisse als junger Mensch in Genf und Strassburg – „bewaffnet“ mit meinem Notebook, Schlafsack und Isomatte. (Hab gerade tatsächlich noch einen Teil im Google-Cache gefunden) Grosse Reisen konnte ich mir nicht leisten und glücklicherweise bekam ich wenigstens die Fahrtkosten mit der Bahn finanziert, 14h Zugfahren, bis ich endlich in Genf ankam. Hotelkosten zahlte mir leider niemand und so nächtigte ich mit dem Schlafsack in Hotelzimmern von Freunden. Die Erlebnisse waren für mich damals sehr beeindruckend, endlich mal viele Menschen persönlich zu treffen, von denen ich immer nur gelesen hatte, bzw. nur virtuell kannte. Danach konzentrierte ich mich erstmal auf andere Dinge, wie den Aufbau meiner Firma und politischem Engagement.
Bis mich letztes Jahr wieder das Bloggen packte. Eigentlich hatte ich das Konzept für dieses Blog schon seit Jahren im Kopf. Damals noch als Portal gedacht wollte ich mit vielen anderen darüber berichten, was im Bereich Netzpolitik passiert. Leider gab es nie konkrete Zusagen, dies gemeinschaftlich zu machen. Und auch die Technik war noch nicht so ausgereift. Im Endeffekt war der Overhead auch immer zu hoch, Texte zu schreiben und sich dann noch um HTML-Formatierungen zu kümmern. Bis sich Blogs durchsetzten. Und mit ihnen easy-to-use publishing Möglichkeiten. Ich liebe dieses Medium, den HTML-Overhead vergessend, kann ich einfach drauf los schreiben, Informationen remixen und neu zusammenstellen, Wissen teilen und Bewusstsein für die Themen der digitalen Welt von morgen schaffen, die leider immer noch zu wenig Beachtung finden. Und neben all den Erfahrungen, die ich dabei sammeln kann, macht es eine Menge Spass.
Im letzten Jahr ist viel passiert, hier in diesem Blog, um Netz und in der realen Welt.
Erste grössere Aufmerksamkeit kam mit dem Livebericht unseres kleinen Hacks der MSN-Promotour im Februar: Microsoft auf Promo-Tour bei uns im Büro. Ganz verwundert war ich über die Nominierung bei den Freedom Blog Awards von Reporter ohne Grenzen in der Kategorie „Internationales“. Als einziges deutschsprachiges Blog unter lauter englischsprachigen Blogs in einem internationalen Wettbewerb fühlte ich mich geehrt, machte mir aber keine Hoffnungen auf den Gewinn. Um so verwunderter war ich über die Pressemitteilung, die mich zum Gewinner erklärte. Ich musste sie zweimal lesen und mir das Ergebnis nochmal von Freunden bestätigen lassen. Danke nochmal an alle, die für mich gestimmt haben. Seitdem steigen die Zugriffszahlen konstant und pendeln sich gerade im Sommerloch bei ca. 2500 verschiedenen Besuchern am Tag ein. Als ich anfing, hätte ich nie geglaubt, dass sowas mal möglich sein würde.
Mittlerweile bekomme ich auch immer mehr Hinweise per Mail, für die ich danken will. Ebenso Andreas und Carsten, die mir mit der Technik etwas den Rücken freihalten. Dazu noch Bea, meiner „Assistentin“, die unter „Blu“ öfters schöne Texte hier reinstellt, die bei uns im Büro entstanden sind, sowie Philipp und Wetter, die partiell auch Artikel dazu liefern. Vor allem, wenn ich wieder mal zu lange unterwegs bin. Und meiner Freundin, der ich manchmal weniger Aufmerksamkeit schenken kann, als sie verdient, wenn ich Abends noch vorm Notebook sitzend schnell etwas schreiben will. Mal schauen, wie es sich weiter entwickelt. Ich will eigentlich noch viel mehr Interviews mit interessanten Menschen aus dem Netzpolitik-Kontext machen. Und vielleicht finden sich noch mehr Mitschreiber. Was auch noch auf der To-Do Liste steht, ist ein richtiges Logo für netzpolitik.org. Vielelicht findet sich ja mal jemand, der mir eines macht, was mir dann auch gefällt.
Abschliessend kann ich nur sagen: Uns gehört das Netz!
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: iRights: US-Lehrbücher mit Verfallsdatum
: iRights: US-Lehrbücher mit Verfallsdatum Vor drei Tagen geisterte die Meldung über ermässigte wissenschaftliche DRM-Textbooks durch zumeist US-amerikanische Medien und Blogs. Ich wollte dazu auch was schreiben (Danke auch an Stefan für die Mail) , hatte aber leider nicht die gewünschte Zeit. Also nutze ich jetzt mal das Potential der Creative Commons Lizenzen und nehme einen schönen Text von Matthias Spielkamp, den dieser für das Verbraucherportal iRights.info geschrieben hat:
US-Lehrbücher mit Verfallsdatum
Der US-Buchgroßhändler MBS Textbook Exchange plant gemeinsam mit fünf großen Verlagen Lehrbücher für Universitäten als E‑Books anzubieten. Die digitalen Ausgaben sollen ein Drittel weniger kosten als ihre gedruckten Pendants, können jedoch durch den Einsatz von digitalem Rechtekontroll-Management (DRM) nur auf einem Computer gespeichert werden und laufen nach fünf Monaten ab.
„Universal Digital Textbooks“ nennt MBS das Programm, an dem die Verlage McGraw-Hill Higher Education, Houghton Mifflin Company, John Wiley & Sons, Thomson Learning und SAGE Publications teilnehmen. In einem ersten Schritt sollen die E‑Books in Buchläden an zehn US-Universitäten verkauft werden. Die E‑Books im Adobe-PDF-Format werden mit einem DRM-System versehen, das kontrolliert, dass die Bücher nur auf einen Computer geladen werden können. Nach fünf Monaten – einem US-Semester – sind die Dateien nicht mehr lesbar. Außerdem können die E‑Books nicht weiter verkauft werden.
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: USA: RIAA Strassenkampagne für stärkeres Urheberrecht
: USA: RIAA Strassenkampagne für stärkeres Urheberrecht
In den USA macht die „Music United Coalition“ (RIAA) eine Posteraktion mit dem Slogan „Füttert die Musiker durch legale Downloads“ (Feed a musician, download legally) und will sich für ein stärkeres Urheberrecht einsetzen. Verwundert frage ich mich, was denn da noch stärker werden kann? Meine Antwort: „Respektiert die Nutzer und verzichtet auf DRM!“. [via BoingBoing]
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: Film: Gimme the Mermaid
: Film: Gimme the Mermaid Einen Film, den ich schon seit einiger Zeit wiederfinden wollte, habe ich gerade noch bei Thought Thieve$ verlinkt gefunden:

„Gimme the Mermaid“:
by Negativland and Tim Maloney
A new short from the band Negativland, with help from Disney animator Tim Maloney, who created this using his employer’s equipment after hours. „Mermaid“ combines the sound of a music industry lawyer with the voice of the Little Mermaid and Negativland’s helium-tinged cover of Black Flag’s „Gimme Gimme Gimme.“ The video appears on the band’s release, No Business, available via Stay Free!Während des ersten World Summit on the Information Society im Dezember 2003 in Genf gab es eine kleine Guerilla-Aktion der WSIS? We Seize! Gegen-Gipfel – Aktivisten vor der WIPO. Auf dem Gipfel selbst wurden gefakte Einladungen verteilt, wonach die WIPO Abends einen Film zum Thema Intellectual Property in ihrem Gebäude, nicht weit weg vom Gipfel, zeigen wollte. (Muss mal zuhause schauen, ob ich die „Einladung“ noch finde) Den gab es dann nicht im Gebäude und auch nicht offiziell von der WIPO, sondern Medienaktivisten beamten den Film an die Aussenwand der WIPO. War eine coole Aktion. Sowas wird es wohl beim zweiten WSIS im November diesen Jahres in Tunis vermutlich nicht geben.

Den Film gibt es neben anderen interessanten Sachen als 11MB grosse MP4-Datei bei Illegal-Art. Sehr empfehlenswert!
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: Thought Thieve$ Filmwettbewerb
: Thought Thieve$ Filmwettbewerb Eine witzige Idee ist der Gegenwettbewerb zur Microsoft UK-Kampagne über „Gedankendiebe“. Junge Menschen werden da aufgefordert, Filme zum Thema Intellectual Property hinzuschicken. Kritische sind natürlich nicht erwünscht. Seit heute gibt es aber „THOUGHT THIEVE$“, um allen kritisch denkenden die Gelegenheit zu geben, auch bei einem Wettbewerb mit zu machen:

Ausschreibung: THOUGHT THIEVE$ Kurz-Film-Schau
THOUGHT THIEVE$ ist eine Kurz-Film-Schau darüber, wie Konzerne sich Wissen, Kultur und Kreativität unter den Nagel reißen und die Antwort der Basis auf die Micro$oft-Wettbewebspropaganda gleichen Namens [siehe http://www.msn.co.uk/thoughtthieves/Default.asp].
Bei unserer Version von THOUGHT THIEVE$ geht es um große Konzerne, um den von ihnen begangenen Diebstahl und ihren Profit am Wissen des gewöhnlichen Volkes. Einfach gefragt: was löst es wohl für eine Reaktion aus, wenn die eigene traditionelle Kultur, die gemeinsame Kreativität, die tausende von Jahre alten Samen-Bestände, das althergebrachte medizinische Wissen oder gar das eigene genetische Muster als Eigentum eines multinationalen Konzerns angesehen wird? Was würdet Ihr tun?
Wir wollen es wissen!
Schickt uns Euren Kurzfilm über Konzern-Piraterie bis zum 16. September, 2005. Damit hat Euer Film die Chance, an einer internationalen Aufführungs-Tour teilzunehmen. Steht noch nicht fest: die Macher der kreativsten Filme der Publikumswertung werden zu einer Premierenaufführung ihres Filmes in Tunis, Genf oder London eingeladen.
Wir können auch alle eine riesige Auswahl neuester Gratis-Software gewinnen; massig Recherche-Material zu Public Domain, Fair Use, Creative Commons, und Copyleft; nicht genveränderte Nahrung; erschwingliche Allgemeinmedizin … und weitere tolle Sachen, die wir bald bekanntgeben werden.
TERMIN: Abgabeschluss 16. September 2005.
Ein Poster zum Wettbewerb zum selber ausdrucken und aufhängen gibt es hier als PDF.
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: Womit verdient Hollywood sein Geld?
: Womit verdient Hollywood sein Geld? Eine interessante Frage beantwortet Edward Jay Epstein im Slate-Magazin: Womit verdient Hollywood sein Geld?
a) Im Kino?
b) DVDs?
c) Fernsehen?Der grosse Gewinner ist das Fernsehen, bzw. Lizenzen fürs Senden von Filmen. Epstein nennt die Fernsehlizenzen „das Eldorado“ von Hollywood. 90% der Lizenzgebühren ist Profit. Währenddessen bringen DVD-Verkäufe nur ca. 2/3 an Profit rein. Die Produktions- und Vertriebskosten für DVDs liegen bei ca. 5$. Bei den gegenwärtigen Verkaufspreisen wird dabei zwischen 100–400% Gewinn gemacht. Ein dickes Minusgeschäft ist allerdings das Kino, hier zahlt Hollywood sogar noch drauf. Und das bei ständig steigenden Kinopreisen, die zudem wiederum Schwund bei den Kinobesuchern mit sich bringen. Marketing und PR kosten halt eine ganze Menge für die Erstverwertung. Grosse Verlierer sind laut Epstein die unabhängigen Filmemacher, die nicht so leicht Zugang zum TV-Geschäft finden.
Sehr interessanter Artikel! Einen passenden Audiobeitrag dazu gibt es auch bei NPR.
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: Richard Stallman zu Softwarepatenten in Europa
: Richard Stallman zu Softwarepatenten in Europa Richard Stallman kommentiert im Guardian die Situation rund um Softwarepatente in Europa: Soft sell
So, did consumers and programmers win anything? Yes – time, but not much.
The directive on „computer-implemented inventions“ is dead but software patents in Europe are not. We have not defeated the pro-patent forces, only driven them off. They decided to avoid a showdown at that time and place, but that does not mean they have given up. We do not know when or how they will be back, but we must not assume they will use the same methods or that we have years to prepare.
This battle has implications far beyond the software field. Our years-long fight has shown how undemocratic the EU is. It is a system in which bureaucrats can make decisions that, practically speaking, the public can never reverse.
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: Mehr Wohlfahrt durch Kopien
: Mehr Wohlfahrt durch Kopien Telepolis schreibt über die Dissertation von Jochen Haller mit dem Titel „Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie: Eine ökonomische Analyse“. Haller hat untersucht, ob stärkere Urheberrechtsschutzmaßnahmen ein Heilmittel gegen die Probleme der Musikindustrie sind. Die Antwort darauf ist, wie zu erwarten, „nein“:
Volkswirtschaftlich betrachtet sei das Kopieren von Musik sogar eine gute Sache, da es die Wohlfahrt steigere. Darüberhinaus sind Hallers Forderungen altbekannt, u. a. niedrigere Tonträgerpreise, ein differenzierteres Urheberrecht und die Erkenntnis, dass nicht jedem verkauften CD-Rohling ein entgangener Musikkauf entspricht. Aber eine weitere Studie, die zu diesen Schlüssen führt, ist ja keine schlechte Sache.
Insgesamt wird anhand der Ergebnisse der vorliegenden Analyse deutlich, daß Zweifel angebracht sind, ob weitere Erhöhungen des Urheberrechtsschutzes langfristig ein probates Mittel zur Überwindung der derzeitigen Krise der Musikindustrie darstellt. Hierzu scheint vielmehr die Entwicklung neuer Strategien seitens der Tonträgerhersteller geeignet zu sein.
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: BPB: Aus Politik und Zeitgeschichte zum Thema Netzpolitik
: BPB: Aus Politik und Zeitgeschichte zum Thema Netzpolitik Die neueste „Aus Politik und Zeitgeschichte“-Publikation der Bundeszentrale für politische Bildung ist zwar noch nicht gedruckt erhältlich, dafür schon im Netz zu finden. Die kleinen Heftchen liefern immer wieder einen Überblick zu einzelnen Themen. Diesmal ist Netzpolitik das grosse Thema, wenngleich der Titel eigentlich „Sicherheit im Internet“ lautet.
Die rasche Ausbreitung des Internets über geographische und administrative Grenzen hinweg hat ungeahnte individuelle Freiheiten eröffnet. Zugleich haben sich die Sicherheitsprobleme verschärft. Doch viele Nutzer bewegen sich sorglos im Netz – ohne individuelle Sicherheitsvorkehrungen wie Virenscanner und Firewalls. Die Vision eines zuverlässigen Netzes setzt dagegen auf verantwortliche und verlässliche Nutzer.
In der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts muss das Spannungsfeld von Copyright und seinen Schranken, von geistigem Eigentum und Kollektivgut, von Verwertungsinteressen und Bürgerrechten neu vermessen werden. Staatliche Eingriffe erscheinen indes weder zweckmäßig noch wünschenswert. Autoritär regierte Staaten haben zu drakonischen Zensurmaßnahmen gegriffen.
Die Beiträge können wahlweise einzeln im Netz gelesen werden. Empfehlenswert ist auch das ganze PDF.
Editorial
Das zuverlässige Netz
Die Zukunft der Ideen
Urheberrecht in der Wissensgesellschaft
Information Warfare
Zensur im InternetDas letzte Mal, dass ein Heft zum Thema Internet erschienen ist, war zum ersten World Summit on the Information Society (WSIS) vor knapp zwei Jahren.
[via immaterialblog]
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: Cory Doctorow im BBC-Interview
: Cory Doctorow im BBC-Interview Die BBC berichtet in einer Interview-Serie über „digitale Bürger“. Aktuell ist das Interview mit Cory Doctorow von BoingBoing und der Eletcronic Frontier Foundation über DRM, Copyright und die Arbeit der EFF: Digital Citizens: The activist.
„A little bit of copyright goes a long way. The idea that copyright should control how technology works rather than technology setting how copyright works is a really fundamentally broken one,“ said Mr Doctorow.
„The thing that’s really different in the digital world is not that copyright is rupturing under the onslaught of new technology. It’s that we are treating that like it’s a crisis.
„Instead of that, it’s just another signal that it’s time to update copyright.“
Das Quiz „Are you a digital citizen?“ halte ich für etwas misslungen. Da werden teilweise Firmengründer und Marken abgefragt.
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: WIPO: Common Public Interest NGO statement
: WIPO: Common Public Interest NGO statement Mehr als 100 NGOs, darunter auch das Netzwerk Neue Medien, haben bisher ein gemeinsames Statement für eine Reform der WIPO unterzeichnet, indem die Position der Group of Friends of Development /3,3MB PDF) unterstützt wird.
Die Hauptforderungen sind dabei:
* the development dimension should be present in all of WIPO’s work
* a treaty on Access to Knowledge (A2K for short) should be considered
* an independent WIPO Evaluation and Research Office (WERO) should be set up to monitor WIPO’s work
*there should be clear principles and guidelines for the technical assistance programmeIt also demands that WIPO’s norms and practices should be reviewed. Here, special attention should be given to:
* the respective costs and benefits of copyright, patents and trademarks
* the fact that patents, copyright and trademarks are not ends in themselves, but rather tools to foster the common good
* the issue that there can be no „one size fits all“-solutions
* the flexibilities built into copyright and patent laws
* greater transparency of WIPO and its work[via Inside, wide-eyed]
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: Urheberrecht-Aktionsbündnis hat neue Sprecher
: Urheberrecht-Aktionsbündnis hat neue Sprecher Das Aktionsbündis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ hat zwei neue Sprecher bekommen: Prof. Dr. Rainer Kuhlen und Prof. Dr. Dr. h.c. Elmar Mittler.
Das Aktionsbündnis wurde 2004 gegründet, um den Erfordernissen von Bildung und Wissenschaft für einen freizügigen Zugriff auf das publizierte Wissen gegenüber der Politik Geltung zu verschaffen und innovationsfreundliche Bedingungen für die Produktion von neuem Wissen zu erreichen.
In der Göttinger Erklärung vom Juli 2004 wird vor der Fortsetzung des gegenwärtigen Trends gewarnt, kommerzielle Verwertungsinteressen in der Urheberrechtsentwicklung zu bevorzugen. Das Urheberrecht, das die Rechte der Urheber schützen und stärken soll und faire Bedingungen für die Nutzung von publiziertem Wissen schaffen soll, ist dabei, sich zu einem Handels- und Verwerterrecht zu entwickeln – mit fatalen Folgen für Informations-möglichkeiten und ein offenes Innovationsklima. Die Göttinger Erklärung wurde von den führenden Wissenschaftsorganisationen, von über 250 Fachgesellschaften und fast 3500 Einzelpersönlichkeiten unterzeichnet.
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: WIPO-Bloggen Teil 3
: WIPO-Bloggen Teil 3 Die letzte WIPO-Runde rund um das Thema „Development Agenda“ startet morgen in Genf. Karsten Gerloff von der Free Software Foundation Europe ist wieder dabei und berichtet live in meinem Lieblings-WIPO-Blog: WIPO discussion on Development Agenda – Last round for now.
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: Comic: Wie Millionäre zu Piraten werden
: Comic: Wie Millionäre zu Piraten werden
Der „Comic How Bob the Millionaire became a pirate“ handelt davon, dass die Filmindustrie das Internet verschlafen hat und immer noch nicht in der Lage ist, die Bedürfnisse der Konsumenten zu stillen. Die wollen u.a. Filme und Serien schauen, wann sie wollen und nicht erst darauf warten, dass neue Serien oder Filme erst nach einem halben Jahr auf der anderen Seite des Globus veröffentlicht werden. Der Comic handelt von einem Millionär als Protagonisten, der trotz viel Geld nicht in der Lage ist, auf legalem Weg seine Lieblingsserien zu schauen. Und deswegen Filesharing-Börsen nutzt und zufrieden ist.