Urheberrecht
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: 5. Juli: Demo gegen Softwarepatente in Strassburg
: 5. Juli: Demo gegen Softwarepatente in Strassburg Der FFII plant in Kooperation mit vielen anderen NGOs eine Demonstration gegen Softwarepatente am Vortag der Parlamentsentscheidung am kommenden Dienstag, den 5. Juli. Mehr Informationen bietet das FFII-Wiki. Fahrt hin, wenn Ihr in der Nähe wohnt!
Nett sieht mittlerweile auch das Ergebnis der Attac-Campact Online-Demo aus.
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: Das „Who is Who“ der US-Amerikanischen P2P-Debatte
: Das „Who is Who“ der US-Amerikanischen P2P-Debatte CNet hat eine Übersicht der US-Amerikanischen Player in der Debatte um Filesharing, P2P und Grokster. Sehr lesenswert, da ein guter Überblick gegeben wird: Who’s who in the P2P debates
The Supreme Court’s review of file-swapping–and by extension, of the legal protections afforded to a host of mainstream technologies–has drawn interest from all corners, and Monday’s decision won’t stop the debate.
Copyright companies are pitted against technology manufacturers; conservative Christians are allied with Hollywood; government agencies at all levels are opposing venture capitalists. Here’s a quick guide to some of the key players in the debate, what they’ve said, and why they care.
Auch spannend ist „The evolution of file swapping“, ebenfalls bei CNet, als zeitliche Zusammenfassung der Debatte.
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: Grokster-Verfahren verloren – P2P jetzt illegal in den USA?
: Grokster-Verfahren verloren – P2P jetzt illegal in den USA? Heute ist der Grokster-Fall entschieden worden. Der oberste Gerichtshof der USA hatte zu entscheiden, ob P2P-Börsen in den USA nun legal oder illegal sind. Geklagt hatte der Medienkonzern MGM. In dem Verfahren ging es darum, ob P2P-Betreiber für das Tauschen von urheberrechtlich geschütztem Content verantwortlich gemacht werden können. Verbraucher- und Bürgerrechtler hatten u.a. damit argumentiert, dass Hersteller von Brechstangen auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn mit diesen Werkzeugen Einbrüche begangen werden. Auch Waffenhersteller werden in den USA nicht dafür verantwortlich gemacht, dass mit diesen Waffen tausende von US-Amerikanern im Jahr getötet werden. Den Wortlaut der Urteilsbegründung findet man hier.
Relativ unklar ist noch, ob zukünftig auch Programme wie Bittorrent in den USA nicht mehr zum Download angeboten werden dürfen. Laut Medienberichten soll der Gang zum Gericht allerdings lediglich unter bestimmten Umständen möglich sein: „Nur wer Tausch-Technologie klar mit dem Ziel anbiete, den Bruch von Copyright-Bestimmungen zu ermöglichen, könne belangt werden, befanden die Richter.“ sagt Tagesschau.de. Die Frage ist nun, ob nur kommerzielle Tauschbörsenhersteller verklagt werden können, bzw. die nur ihr Marketing ändern müssen. Und was ist mit Herstellern von MP3-Playernund digitalen Vidiorekordern oder mit DSL-Anbietern, die Werbung machen, dass mit ihren Leitungen soundsoviele MP3s in einer Stunde herunter geladen werden können? Ich bin mal auf Meinungen von Urheberrechtsexperten gespannt, die in den nächsten Tagen mehr und mehr Stellungnahmen veröffentlichen werden.
Fakt ist, statt Rechtssicherheit wird es vermehrt Rechtsunsicherheit geben. Klagewellen werden folgen und Innovation wird von Gerichten entschieden.
Nachrichtenüberblick:
CNN: Hollywood wins Internet piracy battle
Heise: Unterhaltungsindustrie gewinnt vor dem obersten US-Gericht
The Register: Supremes down P2P software makers in unanimous decision
ars technica: Hollywood prevails in MGM v. Grokster
Spiegel: US-Gericht entscheidet gegen Internet-Tauschbörsen
BoingBoing: Blogs on today’s SCOTUS rulings; Xeni on Grokster on NPR, CNN
Tagesschau: Tauschbörsen haften künftig für Nutzer
News.com: Supreme Court rules against file swapping
Golem: Oberstes US-Gericht entscheidet gegen Tauschbörsen
Futurezone: Gericht entscheidet gegen Tauschbörsen
Slashdot: Supreme Court Rules against Grokster
Techdirt: Grokster, Brand X Lose… Sort Of
Washinton Post: Supreme Court Ruling: File-Sharing
Golem: P2P-Urteil: Schwere Bürde für Technologie-Unternehmen
Futurezone: Die Zukunft der Tauschbörsen
Netzeitung: Filesharing-Urteil in der Kritik
Blog Maverick: Kaboom !
Wired: Grokster Loss Sucks for Tech
Salon.com: Supreme Court’s unsound decision
Intern: Vollständige Niederlage für Grokster und StreamCast
Heise: Entscheidung des Supreme Court versetzt Musikindustrie in Euphorie
Netzwelt: Grokster: Ein Wendepunkt für P2P?
Spiegel: „Die Revolution ist nicht am Ende“
Slyck: MGM vs. Grokster – An Outright Entertainment Industry Win?
Taz: Tauschbörsen haften für ihre Nutzer
Taz: Ein vorschnelles Urteil
Telepolis: Grokster und das GedankenverbrechenErnest Miller war bei der Pressekonferenz der P2P-Verteidiger und hat mitgebloggt.
Die Electronic Frontier Foundation hatte vorgestern schon auf ihrer Webseite erklärt, worum es in diesem Verfahren geht:
# It’s not about P2P. The P2P genie is irreversibly out of the bottle, with the software already installed on hundreds of millions of computers and developers in countries beyond the reach of American laws. It’s the rest of America’s innovation sector that will be living with the Supreme Court’s ruling. So, as you read what they have to say, ask how it will affect not just Apple, HP, and Intel, but also the next „genius in a garage,“ like Sling Media or the kids developing urban vehicular grid technology.
# No matter what, we’ve won. From the beginning of this lawsuit, the entertainment industries pushed the lower courts to adopt extreme, outlandish interpretations of copyright law. For example, they argued that the Sony Betamax decision doesn’t apply at all to Internet technologies, and that simply knowing that somebody is using your technology to infringe triggers an obligation to redesign it. No matter what the Court may announce on Monday, it will not be adopting this extreme position. So remember what we’ve already won.
# Main Event #1: Sony Betamax. In 1984, the Supreme Court rejected contributory liability for Sony because the Betamax was „capable of substantial noninfringing uses.“ Everyone will be watching to see what this Court has to say about that phrase. What does „capable“ mean? What does „substantial“ mean? What role, if any, does the proportion of infringing and noninfringing uses play?
# Main Event #2: Vicarious liability. The Supreme Court has never spoken on the doctrine of vicarious copyright liability, which lower courts have applied where a defendant has the right and ability to control an infringer and receives a direct financial benefit from the infringement. Will the Court endorse, modify, or reject what the lower courts have fashioned?
# Main Event #3: Inducement? There has been much talk about whether any such thing as „inducement liability“ exists in copyright law and, if it does, what its scope might be. Justices Ginsburg and O’Connor asked several questions about the idea during the oral argument; Justice Scalia expressed skepticism. Don Verrilli, arguing for the entertainment industry, said that inducement liability would not be enough to address the concerns of copyright owners. What will the Court have to say about this uncharted territory?
# Next Bout: Congress. The Court’s opinion will set the stage for the inevitable fight on Capitol Hill. A big victory for either side will be characterized as an „extreme“ result, potentially strengthening the hand of the opposite side in Congress. An intermediate outcome, on the other hand, may lead Congress to „leave well enough alone.“
Hier ist die Pressmeitteilung der EFF nach dem Urteil: Supreme Court Ruling Will Chill Technology Innovation
Einen guten Überblick liefert auch die MGM v. Grokster – Seite der EFF.
Scheint wohl Mainstream zu sein: Gerade hat mich Spreeradio aus Berlin noch nach den Auswirkungen dieses Urteils interviewed. Das Interview wird wohl morgen Vormittag ausgesendet.
Ältere Meldungen zum Grokster-Verfahren mit vielen Links und Meinungen auf netzpolitik.org:
29.3.2005 Special zum Grokster-Fall
30.3.2005 Special zum Grokster-Fall (Teil 2) -
: Wipo Blogging Teil2
: Wipo Blogging Teil2 Diese Woche gab es mal wieder ein WIPO-Meeting in Genf. Karsten Gerloff von der Free Software Foundation Europe war vor Ort und bloggte kräftig mit.
Monika Ermert war ebenfalls für Heise vor Ort und schrieb einen Artikel darüber: WIPO: Geistiges Eigentum, Rechteschutz und Entwicklungspolitik
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: Verschiedene Artikel zu Film und Urheberrecht
: Verschiedene Artikel zu Film und Urheberrecht Heute ist Filmtag.
Die New York Times beschreibt in „Keeping Moviegoers Away From the Dark Side“ die Lobbyingstrategien der MPAA, dem US-amerikanischen Lobbyverband der Filmindustrie. Der Artikel ist sehr umfassend und thematisiert Trusted Computing ebenso wie Bittorrent. Könnte aber auch kritischer sein.
Zum Thema Trusted Computing bietet das Verbraucherportal iRights einen umfassenden Artikel: „Endlich sicher?“
In den USA ist die Broadcast-Flag auch weiterhin im Mittelpunkt der Lobbyisten. Nachdem der Supreme Court die Broadcast-Flag für ungültig erklärte, weil die Federal Communications Commission (FCC) nicht berechtigt war, diese legislativ einzuführen, wird jetzt Lobbying für eine Gesetzesänderung gemacht. Verschiedene Bürger- und Verbraucherschutzorganisationen haben dazu jetzt einen offenen Brief an die Mitglieder des Kongresses veröffentlicht, um diese auf die Auswirkungen auf Verbraucherrechte hinzuweisen.
Mehr zum Broadcast-Flag-Verfahren habe ich hier noch zusammen gefasst.
Das Wired-Magazin hat den demokratischen Kongressabgeordneten Rick Boucher interviewed. Dieser ist einer der seltenen Abgeordneten, der für Verbraucherrechte und einer fairen Balance im Urheberrecht eintritt: Lawmaker Revs Up Fair-Use Crusade
Die Taz vom 20. Juni beschäftigt sich mit der Strategie der hiesigen Filmbranche, an Multiplexkinos Nachtsichtgeräte auszuliefern, um „Raubkopierer“ zu fassen: „Das Kino schaut gnadenlos zurück“. Kollateralschaden ist die Privatsphäre der Besucher. Diese finden es gar nicht lustig, bei steigenden Preisen in Form von „Raubkopierer sind Verbrecher“-Clips und Postern beschimpft, verdächtigt und dann beim Konsum des Filmes auch noch überwacht zu werden. Bei 20 Millionen Kinogängern in Deutschland habe man bisher 2 Versuche entdeckt, einen Film mitzuschneiden…
Ausnahmsweise noch die Berliner Morgenpost: Ein Fall von Gleichtaktung – Hollywood leidet unter Kontrollverlust. Und will deshalb steuern, wann Filmkritiken erscheinen dürfen. Diese beschwert sich zu Recht über die Strategie der Paramount Studios, weltweit Medien vorschreiben zu wollen, dass Filmkritiken zu „Krieg der Welten“ erst zum Kinostart am 29. Juni. veröffentlicht werden dürfen:
Aber ein derart rigoroser Versuch der Gleichtaktung ist bislang noch nicht unternommen worden. Denn Pressefreiheit bedeutet nicht bloß, schreiben zu können, was man will, sondern auch wann und in welcher Form.
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: Infochaos beim Musikmarkt
: Infochaos beim Musikmarkt Gerade via Google-News gefunden: Etwas verwirrt berichtet mal wieder der Musikmarkt über einen Auftritt von Frau Zypries bei der Jahrestagung des Deutschen Musikverleger-Verbandes:
Schließlich kündigte Zypries eine Kampagne unter dem Motto „Kopien brauchen Originale“ an, mit der für ein stärkeres Bewusstsein des Urheberrechtsgesetzes in der breiten Öffentlichkeit geworben werden soll.
Lieber Musikmarkt, ich weiss ja nicht, woher ihr Eure Informationen bezieht, aber diese Kampagne gibt es schon seit einem Jahr. Zwar nicht besonders erfolgreich, aber das liegt wohl auch an der verwendeten Technik und am lieblos vermittelten Thema. Vermutlich macht Euer CMS mal wieder etwas Voodoo, oder?
Besser als die Zypries-Kampagne bringt übrigens iRights.info das Thema der Bevölkerung näher.
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: EFF: Rechtlicher Leitfaden für Blogger
: EFF: Rechtlicher Leitfaden für Blogger 
Heute zum zweiten Mal die Electronic Frontier Foundation. Diese hat einen „Legal Guide for Bloggers“ in Form verschiedener FAQs veröffentlicht. Darin finden sich zahlreiche rechtliche Hinweise zu den unterschiedlichsten Fragestellungen, die Blogger betreffen. Von Intellectual Property bis hin zu Privacy. Tolle Sache!
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: EFF White-Paper zu Universitäten und Filesharing
: EFF White-Paper zu Universitäten und Filesharing Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat ein neues White-Paper veröffentlicht, welches an Entscheider in den Universitäten gerichtet. Diese stehen immer mehr unter Druck durch die Contentindustrie, Filesharing technisch und juristisch zu verbieten. Die EFF will Entscheidungshilfen bieten und Lösungen aufzeigen:
When Push Comes to Shove: A Hype-Free Guide to Evaluating Technical Solutions to Copyright Infringement on Campus Networks
For years, university administrators have faced a growing challenge: fighting copyright infringement on campus networks. Confronting this challenge has not been easy and neither has choosing the right tool for the job. Universities that choose to take on this task have employed a range of strategies, from education in the residence halls, to increased enforcement of network use policies, to cooperating with the recording industry in its controversial litigation campaign against peer-to-peer (P2P) file sharers. Others have chosen to resist these tactics and stand with their students in motions to quash record industry subpoenas for student identities. Others are looking at adopting a different strategy: implementing technical solutions such as Audible Magic, Packeteer, or ICARUS. Some combine aspects of all the above.
[…]
This paper is intended to help institutions of higher education critically evaluate the principal technological tools and policies being used to enforce copyright on campus networks.1 It first explores where the goals of copyright holders and universities overlap and where they conflict. It then discusses the pros and cons of the major solutions and explores alternatives. Finally, it offers a series of questions designed to help university IT professionals develop criteria for evaluating future tools as they come to market.[…] -
: Morgen beginnt „Berlin05 – Das Festival für junge Politik “
: Morgen beginnt „Berlin05 – Das Festival für junge Politik “ Jetzt steht der endgültige Veranstaltungsplan für „Berlin 05 – Das Festival für junge Politik“, welches am Wochenende in der Berliner Wuhlheide stattfindet. Das Festival wird noch grösser als geplant. Statt 5000–8000 Besuchern gibt es jetzt schon mehr als 10000 Anmeldungen. Der Vorverkauf ist abgeschlossen, es wird aber wohl noch für jeden Karten zum Preis von 15 Euro an der „Abendkasse“ geben.
Hier ist mal eine Auswahl von Diskussionsrunden und Workshops, wo ich teilnehmen werde:
Freitag, 16h-18h, Camp Discordia – Raum Alice:
Mit Open Source in die Informationsgesellschaft – Wie das Teilen von Wissen die Welt revolutioniertFreitag, 18h-20h, Camp Discordia – Raum Alice:
Blog your participation – Nutzung des Internets zur politischen KommunikationSamstag, 16h-18h, Camp Discordia – Raum Bob:
Filesharing nach der Digitalen Revolution – Untergang der Musikindustrie oder die neue Chance für Künstler?
Zusammen mit Janko Röttgers, Julius Mittenzwei und Matthias Mehldau.Samstag, 18h-20h, FEZ Palast:
Filesharing! – Segen für Musik oder für ihre Industrie?
Hier werde ich zusammen mit Janko Röttgers und Smudo von den Fantastischen Vier über Filesharing diskutieren.
Moderiert wird die Diskussion von Matthias Spielkamp.Den Creative Commons Workshop kann ich leider wegen der kurzfristigen Zusage von Smudo nicht machen. Dieser findet um 17h in einem der Workshop-Räume statt und Philip übernimmt für mich die Einführung in die Creative Commons Lizenzen.

Des weiteren gibt es einen interessanten iRights-Workshop:
Mit dabei:
– Valie Djordjevic, iRights-Redakteurin und Medienkünstlerin;
– Benjamin Heyer, Musiker, Produzent und Web-Designer;
– Till Kreutzer, iRights-Redakteur, Rechtsanwalt und Firmengründer;
– Matthias Spielkamp, iRights-Redakteur, Journalist und Blogger;
– Reimar Philipps, Musiker, Musikmanager, Label-Gründer (Popagenten).Der iRights.info Workshop findet statt am Samstag von 12 bis 14 Uhr in Raum 308.
Das ist jetzt nur mal ein kleiner Auszug der vielen spannenden Workshops und Diskussionsrunden. Der Chaos Computer Club hat wieder mal ein sehr spannendes Vortragsprogramm im Rahmen des Camp Discordia auf die Beine gestellt.
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: Filesharing verursacht Krebs
: Filesharing verursacht Krebs Wollte es eigentlich gestern Abend schon bloggen und wurde jetzt nochmal durch den Spiegel-Artikel daran erinnert: IFPI, der Branchenverband der Musikindustrie, hat eine Aufklärungsbroschüre für Eltern herausgegeben, indem vor den Gefahren durch Filesharing gewarnt wird. Die ist echt lustig geworden, man fragt sich zu Recht, ob es irgendwann noch peinlicher werden kann. Jetzt weiss ich auch, wieso Planetopia bei BitTorrent von einem Portal sprach. Die haben es aus der Broschüre übernommen!
Der Spiegel fasst nochmal zusammen, worum es geht:
Die Broschüre weist deutlich auf die Risiken des Pornografiezugriffes über P2P-Börsen hin, auf Viren- und Spionagerisiken, vor allem aber auf das juristische Risiko für Eltern. Die sollten ihren Nachwuchs stattdessen dazu anhalten, auf legale, kostenpflichtige Möglichkeiten zuzugreifen.
Liebe Eltern, dann zückt mal ganz schnell Eure Kreditkarten, damit Eure Kinder mal die kostenpflichtigen Downloadbörsen nutzen können.
Am coolsten ist noch folgender Satz aus der Broschüre:
Für weniger Geld als ein Busfahrschein für einen Erwachsenen können Sie einen Titel von einem legalen Musikanbieter herunterladen und ein Leben lang behalten.
Tja, wäre da nicht das DRM, was garantiert verhindert, dass man einen gekauften Song ein Leben lang behalten kann. Denn die Kopierschutzmassnahmen halten garantiert nicht ein Leben lang, vielleicht nur die nächsten drei Kopien oder die nächste Generation der Software. Dann läuft nichts mehr. Im Gegensatz zu Offenen Standards, die aber nur wenige anbieten, wie beispielsweise Finetunes.
Nicorola, wo ich die News gestern schon las, kommentiert die Broschüre so:
In der Broschüre wird vor allem eines getan: Angst gemacht. Und zwar nicht zu knapp. Die P2P-Programme sind der Antichrist. Sie infizieren den Rechner mit Viren, Spyware, eröffnen Zugang zu pornografischen Dateien, öffnen den Rechner wie ein Scheunentor,
Aber eigentlich ist alles lustig. Sollte man sich mal durchlesen! Was mir persönlich noch fehlt, ist der Hinweis, dass Filesharing Krebs verursacht.
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: Fairsharing erklärt Bittorrent
: Fairsharing erklärt Bittorrent Bittorrent ist schon eine schwierige Sache. Eine neue Definition, die knapp an Planetopia heran kommt, stammt aus einer aktuellen Pressemitteilung der Fairsharing-Kampagne:
Aktuell ist das Thema durch die Medien-Berichte über den Filesharing Provider BittTorrent (u.a. stern und WDR): Auf dem Computerkunst-Festival Prix Ars Electronica wird der Filesharing Provider BitTorrent mit einen Sonderpreis in der Kategorie Digital Communities ausgezeichnet. Begründet wurde die Preisverleihung mit dem einfachen Prinzip der Superdistribution (d.h. eine Zusammenstellung von Software, die direkt über Peer to Peer weitergegeben wird. Viele einzelne Programme werden in dieser Software gebündelt), die den ‚Künstlern auf gemeinschaftliche Art und Weise helfen würde‚, ihre Arbeit auch weiterhin im Sinne der “free software”-Idee zur Verfügung stellen zu können. Dies ist überraschend im Hinblick auf die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Kampagne, die im völligen Gegensatz dazu steht.
Ich glaube, der Text erklärt sich von selbst…
Es finden sich übrigens noch diverse andere Fehler in der PM.Update: Die PM wurde gerade verbessert.
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: Professionell aussehende Fotos drucken wir nicht
: Professionell aussehende Fotos drucken wir nicht Digitalkameras sind ein praktisches Werkzeug, um Fotos zu machen. Mit einem passenden Bildbearbeitungsprogramm können diese dann noch bequem und einfach am heimischen PC nachbearbeitet werden. Dann noch schnell zur Drogerie um die Ecke, um sie professionell ausdrucken zu lassen. Allerdings dürfen die Bilder in den USA nicht zu professionell aussehen, sonst weigern sich Firmen wie Wal-Mart, diese zu drucken. Begründung: Könnte ja eine Copyright-Verletzung sein…
There are a growing number of stories of amateur photographers being turned away by photofinishers for having photos that looked, at least in the eyes of a store clerk, too good to have been taken by anyone other than a professional.
Their photos have become collateral damage in the war on digital copyright infringement.
SignOnSanDiego hat eine nette Story darüber: Digital photos can look great, but some labs won’t print those that appear too professional
[via Julian-Finn]
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: Die Medienkompetenz der Planetopia-Redaktion
: Die Medienkompetenz der Planetopia-Redaktion Die Planetopia-Redaktion beweisst ein weiteres Mal ihre nicht vorhandene Medienkompetenz:
Napster, Kazaa & Co sind out. Der neuste Kick im Internet heißt „BitTorrent“. Auf dieser Internettauschseite lassen sich brandaktuelle Filme runterladen. Super schnell, in super Qualität, aber auch super illegal. Hinzu kommt, dass gerade die schnellen Downloads extrem hohe Datenvolumen verursachen. Zudem schätzen Experten, dass mittlerweile ein Drittel des weltweiten Internet-Datenverkehrs über diese eine Seite läuft!
Ist ja nicht das erste Mal, dass sie neue Techniken nicht verstehen. Ein Blick nach Wikipedia würde ja schon reichen, um sich über Bittorrent zu informieren.Dort lernt man u.a., dass Bittorrent keine Internetseite ist, über die ein Drittel des Internetverkehrs gehen soll. Und nicht alles, was über Bittorrent läuft, ist „super illegal“. Sehr vieles ist sogar „super legal“.
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: Mailbox-Dokumentation unter Creative Commons
: Mailbox-Dokumentation unter Creative Commons Jason Scott hat eine 5‑stündige Dokumentation über die goldene Ära der BBS/Mailboxsysteme gedreht. Die Dokumentation ist als DVD erhältlich und der Regisseur erklärt, warum er eine Creative Commons Lizenz gewählt hat:
Even if you are honest, open, friendly, making a kick-ass product and totally changing the world with your little whooziz, some people, on principle, do not pay for media. This is what they do and they have tools to get media for free, tools that are better than your tools are and which are much more ubiquitous and better updated. In realizing this, perhaps you will stop treating every single person who purchases your product like a scumbag, guilty until proven innocent, beneath and below you. A number of people do not pay. This happens at the circus, the rock concert, your local supermarket and at your job. To turn your customer base into a constantly-on-alert totalitarian wasteland is not the effective solution. Instead, assume that if you’ve actually made a unique, interesting product and put your heart into it and made something that can’t truly be duplicated, people will pay. And if you treat them like they’re human beings, they’ll ask other people to pay too.
Result: You save a lot of lawyers fees, and people feel like customers and not shotgun targets. Also, your breath will smell better.
[via BoingBoing]
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: Tolles Comic über Filesharing, Piraten und Künstler
: Tolles Comic über Filesharing, Piraten und Künstler Passend zu den Themen Klagewellen, Piraten und fehlende Innovation gibt es hier ein tolles Comic zur Thematik:

Gefällt mir, schön umgesetzt. Und das Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt.
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: Mal wieder Klagewellen der Filmindustrie
: Mal wieder Klagewellen der Filmindustrie Aus Heise: US-Filmindustrie klagt erneut gegen Tauschbörsen-Teilnehmer:
„Wir würden natürlich lieber sehen, dass die Leute Kinokarten oder DVDs im Laden kaufen als ihr Geld für Anwälte auszugeben“, fügt Malcolm hinzu. „Doch wir werden nicht eher ruhen, bis auch der letzte Internet-Filmdieb außer Gefecht gesetzt wurde.“
Vielleicht sollte die Filmindustrie mal lieber in neue Technologien investieren, wonach sich die Verbraucher sehnen. Also beispielsweise On-Demand mit Offenen Standards statt die nächste Videothek aufzusuchen. Aber die Strategie scheint wohl eher zu sein, das Geld in Anwälte zu stecken anstatt in neue Technologien. So wird das nichts, denn irgendwann sind sie pleite, können sich keine Anwälte mehr leisten und die Verbraucher ziehen sich Filme und Serien immer noch über Tauschbörsen, weil ihnen keine Alternativen zur Verfügung gestellt werden. Bittorrent würde sich anbieten, damit scheinen ja viele schon gute Erfahrungen gemacht zu haben.
Naja, passend zu den Innovationen gibt die MPAA ihre Pressemitteilungen in einem DOC-Format raus…
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: Konferenz-Marathon rund um Softwarepatente
: Konferenz-Marathon rund um Softwarepatente Schade, dass ich nicht in Brüssel sein kann. Dort ist gerade ein Konferenz-Marathon zum Thema Softwarepatente im Europaparlament. Die Grünen veranstalteten heute eine Konferenz zusammen mit der Free Software Foundation durch, wo sich die Softwarepatente-Gegner trafen. Parallel dazu luden die Christdemokraten die Patentbefürworter ein. Aber da Stefan Krempl vor Ort ist, können wir das alles bei Heise nachlesen: Softwarepatente als Test für die EU-Demokratie. Auch The Register hat einen Artikel dazu: Free software fans take a stand against software patents.
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: Spiegel über BBC: Revolution im Auftrag ihrer Majestät
: Spiegel über BBC: Revolution im Auftrag ihrer Majestät Spiegel Online berichtet über die BBC-Internetstrategie: Revolution im Auftrag ihrer Majestät
Mit einem revolutionären Projekt präsentiert die BBC „ein Modell für den öffentlichen Rundfunk des 21. Jahrhunderts“. Ab sofort dürfen Privatpersonen Nachrichten, Sport, Wetterinfos und andere Daten übernehmen, sie verändern und beliebig mit anderen Inhalten kombinieren. Kostenlos.
Mehr zur BBC-Strategie auf netzpolitik.org:
19.5.2005: Wired erklärt die Internetstrategie der BBC
17.5.2005: BBC “interaktive Media Player”
13.5.2005: Have fun: Die BBC-Webseite remixen
15.4.2005: Creative Archive der BBC
13.4.2005: BBC Creative Archiv gelauncht
3.3.2005: BBC documents under Creative Commons licence -
: DRM-Verkaufsveranstaltung in Brüssel
: DRM-Verkaufsveranstaltung in Brüssel Die Business Software Alliance veranstaltete gestern in Brüssel einen Workshop zum Digital Restriction Management. Immerhin wollen die Mitgliedsfirmen dieser Lobbygruppe auch kräftig ihre DRM-Lösungen in Europa verkaufen. Stefan Krempl war dabei und schreibt auf Heise über den Workshop: EU will Politik zum Digital Rights Management neu ausrichten
Vertreter der Verwertungsgesellschaften oder von Verbraucherorganisationen fehlten auf dem Podium. Die ausgelegten Positionen des Bureau Européen des Union de Consommateurs (BEUC) und des Transatlantic Consumer Dialoge (TACD) fanden aber zumindest am Ende der Veranstaltung reißenden Absatz. Das in den Papieren über DRM gefällte Urteil ist vernichtend: „Diese Technologien haben in jeder Hinsicht im praktischen Einsatz versagt“, heißt es. Professionelle Urheberrechtsverletzungen würden nicht gestoppt, da noch jedes DRM-„Schloss“ gebrochen worden sei. Die Rechte der normalen Verbraucher seien dagegen „erfolgreich“ eingeschränkt worden. Es dürfe nicht so weit kommen, dass die bislang immer bevorzugten Rechtehalter bald auch noch bis ins Detail bestimmen, „wo und wer ein Stück Content nutzen kann“.
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: Ahnungslose MdEP-Webmaster?
: Ahnungslose MdEP-Webmaster? Der Schockwellenreiter setzt süffisant die Meldung des ZDF ins richtige Licht: „Webseiten deutscher EU-Parlamentarier verletzen Trivialpatente“. So deutlich war uns das bisher kaum klar, wo doch meistens nur Webshops als Beispiele herhalten. Zudem schreckt die Bezeichnung computerimplementierter Erfindungen ab und verleitet gerade Laien zu dem Irrglauben, nur die IT-Branche müsste sich damit auseinandersetzen.
Falsch, meinte die Initiative hessischer Unternehmen gegen Patentierbarkeit von Software und unterzog die Webseiten aller deutschen EU-Parlamentarier einer stichprobenartigen Patentprüfung. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Von den 99 deutschen EU-Abgeordneten besitzen 92 eine eigene Homepage. 77 dieser Webauftritte verwenden Techniken, die beim Europäischen Patentamt trotz anders lautender Rechtslage bereits patentiert wurden oder derzeit zur Patentierung angemeldet sind. Im Durchschnitt ist jede Webseite von etwa drei der zehn Patente betroffen, die zur Prüfung herangezogen wurden.
Damit steht auch die Frage von silicon.de gestern: Ob die rechte Hand der EU weiß, was die linke tut? in neuen Licht da. Jörg Kantel dazu: das mit den potentiellen Verletzungen „Sollte denen vielleicht mal jemand sagen, die wissen das vielleicht gar nicht“. Im ZDF-Beitrag kommt auch Joachim Jakobs von der Free Software Foundation Europe zu Wort, die morgen am 2.6. in Brüssel eine weitere Demonstration gegen Softwarepatente organisiert. Die Demonstranten werden sich in der Nähe des EU-Parlamentsgebäudes treffen; vielleicht bekommen die Damen und Herren MdEP dass auch inhaltlich mit.