Twitter

  • : ZDF Morgenmagazin – Bilanz: Twitter feiert Geburtstag
    ZDF Morgenmagazin – Bilanz: Twitter feiert Geburtstag

    Das ZDF-Morgenmagazin berichtete heute Morgen über „Bilanz: Twitter feiert Geburtstag“. Das gibts in der Mediathek und auf Youtube zu sehen:

    Früher haben nur die Vögel gezwitschert, heute macht es fast die ganze Welt: Twitter, der Kurznachrichtendienst der Generation Internet, wird fünf Jahre alt. Wir blicken zurück.

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    15. Juli 2011 10
  • : Flickr- / Twitter-Streams visualisiert
    Flickr- / Twitter-Streams visualisiert

    Eric Fischer hat offensichtlich die Geo-Location-Informationen von Tweets und auf Flickr hochgeladene Bilder genommen und faszinierende Visualisierungen daraus gemacht. Diese finden sich in seinem Flickr-Account und stehen unter der CC-BY-Lizenz. Von einigen Städten gibt es auch Bilder, allerdings sind da keine deutschen Städte dabei.

    Diese Welt-Karte gibt es auch noch in einer etwas größeren Version mit 12211 x 7155 Pixel.

    12. Juli 2011 8
  • : Kurz vertweetet
    Kurz vertweetet

    Unser Regierungssprecher @regsprecher wird zukünftig mehrfach vor dem Absenden seine Tweets lesen, damit es nicht mehr zu so einer Verwechslung wie heute kommt:

    (Tweet ist mittlerweile gelöscht)

    Die bessere Überschrift twitterte @peterglaser: Regierungsversprecher.

    Update: Spiegel Online meldet dazu „und beschuldigte versehentlich den US-Präsidenten unfassbarer Taten“ um dann direkt einen Militärputsch in den USA zu verkünden:

    Update II: Der Vollständigkeit halber: tagesschau.de und das Untertitel-Team von FOX haben es auch geschafft.

    2. Mai 2011 32
  • : Innenminister kann nicht für die Sicherheit von Twitter garantieren
    Innenminister kann nicht für die Sicherheit von Twitter garantieren

    Was war das gestern für ein großes Hallo, als Familienministerin Kristina Schröder ihren Kollegen Hans-Peter Friedrich auf Twitter begrüßte:

    Ein Aufschrei der Freude und der Bekräftigung ging durch die folgewillige Twitter-Riege der Christdemokraten.

    Und auch Qualitätsjournalisten ließen nicht lange auf sich warten:

    Dabei war es doch offensichtlich, dass der Account ein Fake war: Er ist auf Nutzerfragen eingegangen.
    (das macht ein Minister doch nicht!)

    Interessant war zu beobachten, wie Twitter-Nutzer, die gestern noch laut über die Sicherheitsbedenken der Qualitätsjournalisten hinsichtlich Twitter gelacht hatten, sich nun an den Account des Regierungssprechers mit der Bitte um „Verifizierung“ wandten. Wäre ja auch noch schöner, wenn der Regierungssprecher auf Twitter nicht für Ordnung sorgen könnte.

    Und das tat @DerRegSprecher dann auch:

    Mal gucken, wie lange es dauert bis dieser Satire-Account gelöscht wird.

    30. März 2011 42
  • : Ist denn Twitter auch sicher?
    Ist denn Twitter auch sicher?

    Der Regierungssprecher Steffen Seibert twittert jetzt auch unter @regsprecher. Das ist keine große Meldung, in Deutschland sind wir mit so einem Service eher spät dran im Vergleich zu anderen Staaten. Aber der Twitter-Account verunsichert jetzt Journalisten der Bundespressekonferenz. Thomas Wiegold hat das Transcript einer Befragung in der Bundespressekonferenz online gestellt und da finden sich tatsächlich Fragen wie diese:

    ZUSATZFRAGE: Diese Twitter-Nachrichten haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Mitteilungen aufgegangen. Der Nachrichtendienst Twitter ist nicht sicher. Ich habe vorhin im Internet nachgeschaut. Es gibt zahlreiche Beispiele für Fälschungen von Schauspielern, so Beispiel Martina Gedeck bis hin zum Dalai Lama. Kann ich davon ausgehen, dass das, was dort getwittert wird, wirklich sicher ist? Das kann ja durchaus Folgen haben. Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Bundesinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer mit Twitter seine stündlichen Bewegungen der Öffentlichkeit mitteilt, kann nicht erwarten, dass der Staat ihn vor der Erstellung von privaten Bewegungsprofilen schützt.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

    Beim lesen kommt man aus dem Stauen nicht heraus. Der Medienwandel ist für viele Journalisten offensichtlich noch ganz schön weit weg.

    28. März 2011 62
  • : Neues Twitter-Feature: Immer https
    Neues Twitter-Feature: Immer https

    Twitter hat als neues Feature die Funktion eingeführt, dass man optional immer mit SSL auf die Seite zugreifen kann. Dazu muss man in den Settings in die Account-Einstellungen gehen und ganz am Ende findet man eine Möglichkeit, dies einzuschalten. Warum das nicht als Standardeinstellung einfach mal für alle Nutzer eingeschaltet wird, erschließt sich mir gerade nicht. Aber so ist das immer noch besser als nichts.

    Twitter hat zwar schon vorher die SSL-Option immer geboten, aber viele nutzten sie (leicht fahrläßig) einfach nicht. Jetzt kann man sie einschalten und braucht nicht mehr dran zu denken.

    Gibt es eigentlich noch populäre Twitter-Clients, die ohne SSL laufen?

    16. März 2011 19
  • : Neues vom Fall USA vs. Twitter/Wikileaks/Follower/EFF/ACLU
    Neues vom Fall USA vs. Twitter/Wikileaks/Follower/EFF/ACLU

    Vor einem Monat wurde bekannt, dass das US-Justizministerium alles Nutzerdaten von @rop_g@birgittaj@ioerror@wikileaks, Bradley Manning und allen Followern derer Accounts von Twitter ausgehändigt haben wollte.

    Twitter informierte – entgegen der Anordnung – die Nutzer, um Ihnen Gelegenheit zur juristischen Gegenwehr zu geben. EFF und ACLU kümmerten sich sofort um die Angelegenheit und stellten 3 Anträge an. Diese 3 Anträge wurden – wohl weil sie sich gegen etwas richteten, das eigentlich geheim sein sollte – unter Verschluss gehalten.

    Nun sind die 3 Anträge (und damit die Argumentation der Kläger) öffentlich gemacht worden.

    Der erste Antrag verlangt die Veröffentlichung aller Dokumente, in denen die Regierung von Twitter oder anderen Firmen die Veröffentlichung von privaten Nutzerdaten verlangt. Was dies für die PR-Abteilungen der US-Regierung und aller Firmen, die eventuellen Anträgen sang- und klanglos entsprochen haben, bedeuten würde, kann man sich ausmalen.

    Der zweite richtet sich gegen den Gerichtsbeschluss, der von Twitter die Herausgabe der Daten verlangt.

    Der dritte ist der Antrag, der sich auf die Offenlegung der ersten beiden bezog.

    Bezüglich der ersten beiden Anträge findet am 15 Februar eine (erste?) Anhörung im U.S. District Court in Alexandria, Virginia statt.

    9. Februar 2011 7
  • : +++ Eil & Kurz +++ (Update) JMStV in NRW vor dem Aus
    +++ Eil & Kurz +++ (Update) JMStV in NRW vor dem Aus

    Noch ist es ein Gerücht, aber als Apple-Nutzer kann ich nicht anders. Derzeit mehren sich die Stimmen im Flurfunk des Landtags Inzwischen gibt es eine offizielle Bestätigung, dass auch SPD und Grüne in NRW am Donnerstag gegen den JMStV stimmen wollen. Unter anderem twittert mit Sven Wolf aus Remscheid ein Abgeordneter der SPD:

    @svenwolf svenwolf
    #Jmstv wird von keiner Fraktion im Landtag #nrw mehr getragen. (fr)

    Weitere Details/eine Bestätigung dürfte auf einer eigens angesetzten Pressekonferenz um 11 Uhr geben.

    @spd_fraktion_nw SPD Fraktion NRW
    11.00 Uhr PK von SPD und Grüne im Presseclub der SPD-Fraktion – Landtag NRW #jmstv
    PS: Einen Livestream wird es nicht geben. Livetweets hingegen sind mehr als wahrscheinlich ‚)
    15. Dezember 2010 37
  • : Disconnect Extension
    Disconnect Extension

    Der ehemalige Google-Mitarbeiter Brian Kennish hat eine Extension für Googles Webbrowser Chrome entwickelt, die die Cookies und Javascripte von Twitter, Google, Facebook und ein paar anderer Datenkraken blockiert.
    Im Gegensatz zu anderen beliebten Privacy-Extensions für z.B. Mozilla Firefox geht diese Extension aber nicht gegen eine Klasse von Programmen vor, die sich in einer bestimmten Form verhalten – sondern reagiert spezielle auf die Techniken, die die großen Datenkraken anwenden. Zusätzlich kommt mir mein Browser jetzt auch noch schneller vor.
    Wer die Extension verbessern oder sie auf Mozilla portieren möchte kann das tun: Sie ist ein Open-Source-Projekt.

    13. Dezember 2010 17
  • : Twitters Antwort zu Zensurvorwürfen
    Twitters Antwort zu Zensurvorwürfen

    Als ich mich wunderte, warum denn Wikileaks nicht Trending Topic bei Twitter ist, war ich nicht allein. Die Antwort, die ich heute von Twitter-Mitarbeiter Matt Graves erhielt, ging an 18 weitere Empfänger. Einige Blogposts zum Thema hatte ich verlinkt. Die offizielle Antwort auf meine Anfrage lautet:

    Thanks for your inquiry about Twitter and #wikileaks – I’ve enclosed a statement below:

    Twitter is not censoring #wikileaks, #cablegate or other related terms from the Trends list of trending topics.

    Our Trends list is designed to help people discover the ‘most breaking’ breaking news from across the world, in real-time. The list is generated by an algorithm that identifies topics that are being talked about more right now than they were previously.

    There’s a number of factors that may come into play when seemingly popular terms don’t make the Trends list. Sometimes topics that are popular don’t break into the Trends list because the current velocity of conversation (volume of Tweets at a given moment) isn’t greater than in previous hours and days. Sometimes topics that are genuinely popular simply aren’t widespread enough to make the list of top Trends. And, on occasion, topics just aren’t as popular as people believe.


    matt graves
    communications director | twitter
    follow me: http://www.twitter.com/mgrooves
    mgraves@twitter.com

    Mehr dazu gibt es auch hier

    7. Dezember 2010 14
  • : Twitter-Kanal als Rundfunk anmelden
    Twitter-Kanal als Rundfunk anmelden

    Spannende Aktion: Die Isarrunde, eine „Video-Gesprächsrunde Münchner Medienschaffender über den Einfluss digitaler Entwicklungen auf unser tägliches Leben“, hat bei der bayrischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) ihren Twitterkanal als Rundfunkangebot im Internet angemeldet. Diese will (und muss) jetzt den Sachverhalt klären, ob es sich bei einem Twitterkanal um Rundfunk handelt. Sollte die BLM dies bestätigen, kommen auf die Isarrunde und wahrscheinlich viele Andere eventuell Kosten von bis zu 5.000 Euro für die Medienaufsicht zu.

    Hintergrund ist folgender:

    Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hatte bei der Eröffnungsrede der Münchner Medientage am Mittwoch erklärt, Internet sei Rundfunk. Privater Rundfunk wird in Deutschland durch die Landesmedienanstalten reguliert. Der Geschäftsführer der Bayerischen Landesmedienanstalt BLM, Martin Gebrande, relativierte die Aussage des Ministerpräsidenten am Mittwoch auf einer Podiumsdiskussion dahingehend, dass Rundfunk ein lineares Medium sei, das suggestiv wirken müsse. Zudem gäbe es in Bayern nur eine Informationspflicht für rundfunkähnliche Online-Angebote wie bisher Webradio oder WebTV, wenn diese mehr als 500 Nutzer in ihren Streams erreichen würden. Sollte die Bayerische Staatsregierung bei der Aussage von Horst Seehofer bleiben und versteht man die Aussagen des BLM-Geschäftsführers, Martin Gebrande, richtig, so müsste etwa ein Twitter-Account mit mehr als 500 Followern ein Rundfunkangebot sein. Um also nicht gegen bestehende Bestimmungen zu verstoßen, erfüllen wir die von der BLM geforderte Anzeigepflicht für Rundfunkangebote im Internet.

    Hier ist ein Video dazu, wo das Formular der BLM überreicht wird:

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    Jetzt muss die BLM reagieren und danach weiß man mehr. Wenn Twittern mit mehr als 500 Followern also demnächst unverschämt teuer wird, bedankt Euch bei der Isarrunde. ;-)

    15. Oktober 2010 41
  • : Twitter-Problem bei Nutzung im Browser
    Twitter-Problem bei Nutzung im Browser

    Twitter hat gerade ein kleines Security-Problem mit einem Loch, das sich rasant verbreitet. Wer Twitter im Browser nutzt sollte bei Links in den Tweets aufpassen, die anscheinend auch ein „onmouseover“ im Text dabei haben. Da wird wohl eine Javascript-Lücke mit MouseOver ausgenutzt. Wer mit der Maus darüber geht, verschickt Tweets, die dann (zumindest bei mir im Client) so aussehen (und vermutlich im Browser als normale Links erscheinen):

    http://t.co/@„onmouseover=“[Ausführbarer Code]

    oder so:

    http://a.no/@„onmouseover=“[Ausführbarer Code]

    Hier finden sich erste Details. Nutzer von Twitter-Clients können sich entspannt zurücklehnen. Betroffen ist wohl nur die Browser-Variante.

    (Update: Am Anfang war das wohl harmlos, mittlerweile wird auch Schadsoftware nachgeladen)

    Nochmal Update: Neuerdings sieht man viele Tweets von Usern der Browser-Variante, wo nur „tbubbaloo“ als String drin steht.

    21. September 2010 31
  • : Ein Jahr Twitter-Revolution im Iran – oder so
    Ein Jahr Twitter-Revolution im Iran – oder so

    Am Samstag ist der Jahrestag der sogenannten Twitter-Revolution im Iran. Mittlerweile sind viele Medien etwas kritischer geworden, was die eigene Berichterstattung vor einem Jahr betrifft. Auch in Deutschland werden wir vermutlich in den kommenden Tagen dazu Artikel finden. Bisher finde ich die aber nur im Ausland. Hier sind zwei empfehlenswerte Quellen dazu:

    Foreign Policy: The Twitter Devolution – Far from being a tool of revolution in Iran over the last year, the Internet, in many ways, just complicated the picture.

    Before one of the major Iranian protests of the past year, a journalist in Germany showed me a list of three prominent Twitter accounts that were commenting on the events in Tehran and asked me if I know the identities of the contributors. I told her I did, but she seemed disappointed when I told her that one of them was in the United States, one was in Turkey, and the third – who specialized in urging people to „take to the streets“ – was based in Switzerland.

    The Guardian: Iran’s ‚Twitter revolution’ was exaggerated, says editor.

    10. Juni 2010 12
  • : Twitter-Aktionsform: #mygauck als Mosaik
    Twitter-Aktionsform: #mygauck als Mosaik

    Eine schöne Kampagnenidee für Joachim Gauck haben die Webevangelisten entwickelt: Auf der Seite der-gute-tweet.de/mygauck/ werden aus Twitter-Avatare, von deren Accounts der Hastag „#mygauck“ getwittert wurde, zur Ausmalung einer Portrait-Zeichnung von Joachim Gauck genutzt.

    Die Aktionsform ist nicht ganz neu, früher mussten NUtzer bei solchen Aktionen noch Bilder von sich hochladen, die dann ein großes Mosaikbild ergaben. Neu ist aber die interessante Weiterentwicklung, die ich gut gelungen finde. Je mehr Twitter-Nutzer mitmachen, umso ausgemalter wird das Mosaikbild.

    Update: Mittlerweile (Sonntag 19:28) haben schon rund 1140 Twitter-Nutzer mitgemacht und das Mosaik-Portrait ist schon viel bunter geworden.

    6. Juni 2010 39
  • : Internet-Enquete: Die sachverständige Frau Simon (Update!)
    Internet-Enquete: Die sachverständige Frau Simon (Update!)

    Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, vorerst nichts mehr zur Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” zu schreiben. Ich wollte der Runde einfach eine Chance geben, und sie nicht schon im Vorfeld runterschreiben, wie es Fefe heute tut:

    Wow, diese Enquete-Kommission, die sie da gerade einrichten, scheint sich zu einer Popcorn-Veranstaltung sondergleichen zu entwickeln.  […] Für meinen Geschmack sind da jedenfalls deutlich zu viele denkende Menschen vertreten, als dass ich glauben könnte, dass man der Kommission wirklich Einfluss geben wird. Das ist ein Knochen, den sie der Netzgemeinde hinwerfen, damit wir endlich die Klappe halten, weil wir ja jetzt vertreten werden.

    Andererseits, ich kann meine Finger einfach nicht stillhalten. Einmal, weil ich merke, wie bereits jetzt die Schere im Kopf greift (Mit Markus, Alvar, Padeluun, Constanze und Jeanette Hoffmann sind bekanntlich 5 ausgewiesene Netzler dabei).

    31. März 2010 52
  • : Vorsicht, Freund hört mit!
    Vorsicht, Freund hört mit!

    Die FAZ hat einen Artikel des Internet-Forschers Evgeny Morozov übersetzt: Vorsicht, Freund hört mit!

    Sollten wir also die Finanzierung von Projekten der Demokratieförderung mittels Internet einstellen? Natürlich nicht. Selbst für einen Skeptiker wie mich sind die Vorteile unübersehbar. Nur sollten die Bemühungen um digitale Demokratie verbessert werden. Eine Möglichkeit bestünde darin, den Plattformen des digitalen Aktivismus – Twitter, Facebook und so weiter – ihre neuen globalen Verpflichtungen bewusstzumachen, zu denen die Notwendigkeit zählt, die ihnen von Regimegegnern anvertrauten Daten zu schützen. Andernfalls werden Cyberangriffe auf NGOs zunehmen. Wir im Westen sollten darauf vorbereitet sein, uns in solchen Fällen einzuschalten und die kritischen Stimmen zu unterstützen, indem wir ihnen unentgeltlich helfen, so schnell und sicher wie möglich wieder online zu sein.

    Evgeny Morozov wird auch eine der Keynotes auf der re:publica 2010 halten. Das Thema lautet dafür: „A Twitter Revolution without revoluationaries? What we know and what we don’t know about the impact of the Internet on authoritarian states.“

    18. März 2010 4
  • : Feste Regeln beim Twittern für Politiker
    Feste Regeln beim Twittern für Politiker

    In dieser Woche hatte der niedersächsische Grünen-Landtagsabgeordnete Helge Limburg in einer Plenardebatte rund um Flüchtlinge und Bleiberecht den gerade sprechenden CDU-Innenminister Uwe Schünemann (CDU) auf Twitter als „unerträglichen Hetzer“ und „unverschämten Rechtsausleger“ bezeichnet. Das führte zu Tumulten im Landtag, die ich gerne auf Video sehen würde. (Gibt es das zufällig?) Ein Vertreter der FDP las dann noch der versammelten Mannschaft die Tweets vor und so war Twitter im Landtag angekommen. Limburg entschuldigte sich dann noch für die Wortwahl, aber nicht in der Sache. Soweit, so gut. Das war jetzt nicht unbedingt eine News für dieses Blog, obwohl der neue Backkanal in der parlamentarischen Debatte natürlich spannend ist.

    Richtig lustig wird die Geschichte heute. Die Bild-Zeitung bleibt natürlich am Ball, weil ein junger Grünen-Politiker einen Rechtsaußen der CDU angegriffen hat und die Hannover-Bild-CDU-Connection kennt man ja spätestens seit Ursula von der Leyen. Also hat die Bild-Zeitung vermutlich keine Mühen gescheut und hat in der Unions-Fraktion solange die Abgeordneten durch telefoniert, bis sie Hinterbänkler gefunden hat, die die passenden Kommentare abliefern. Und so präsentieren wir gleich zwei Politiker der Unions-Fraktion. Der Preis für den „rechtsfreien Raum des Tages“ geht an den CSU-Innenpolitiker Stefan Müller für das Zitat:

    „Das Gesetz muss auch beim Twittern gelten. Es kann nicht sein, dass es da einen rechtsfreien Raum gibt.“

    Und als Sonderpreis wird der CDU-Obmann im Medienausschuss, Marco Wanderwitz, als „Politiker des Tages“ ausgezeichnet. Er fordert „feste Regeln beim Twittern“:

    „Wenn es nicht anders geht, müssen da in der Geschäftsordnung des Bundestages klare Regeln vorgegeben werden. Es darf nicht sein, dass es wegen Twitter ständig Auseinandersetzungen gibt.“

    Das wird sicher im Bundestag ein Running-Gag.

    (Kommt mir das eigentlich nur so vor, oder haben die bei der Bild-Zeitung keine Rechtschreibprüfung mehr? Ich hab mindestens drei Rechtschreibfehler im Text gefunden)

    17. Dezember 2009 32
  • : HR2-Kultur über Blogs und Twitter
    HR2-Kultur über Blogs und Twitter

    Die Radiosendung „hr2-kultur-Wissenswert“ hat am Dienstag über „Twittern und Bloggen“ berichtet und u.a. mich als Protagonisten verwendet, um der etwas älteren Zielgruppe Blogs und Twitter zu erklären.

    Während der letzten zehn Jahre hat sich der traditionelle Journalismus gewandelt. Heute übernehmen immer mehr Menschen eine aktive Rolle im Berichten, Analysieren und Verbreiten von Nachrichten und Informationen. Hauptursache dafür ist das Internet, das spezielle Plattformen und Foren dafür bietet. In Weblogs kann jedermann Online-Tagebuch führen, Klatsch und Tratsch verbreiten, aber eben auch Informationen und kritische Analysen veröffentlichen. Die neueste Form des Bloggens nennt sich Twittern. Der Mikro-Blog bietet seinen Benutzern 140 Zeichen Platz, um eigene Textnachrichten zu veröffentlichen. Oftmals schneller als die traditionellen Medien „zwitschert“ auf diesem Weg so mancher aber auch mal die Unwahrheit.

    Hier ist die MP3.

    23. Oktober 2009 2
  • : Wir waren Franz Müntefering
    Wir waren Franz Müntefering

    Franz Müntefering tritt zurück. Irgendwie auf Twitter. Was wir schon berichteten, ist jetzt als Chonologie auf Metronaut.de erschienen: Wir waren Franz Müntefering.

    Mehr als ein Jahr hat Franz Müntefering getwittert. 236 Tweets hat er abgesetzt und 5.337 Follower gesammelt. Es ging los als Kurt Beck vom SPD-Vorsitz zurücktrat und Müntefering das Ruder in der SPD übernahm. Mit dem jetzt angekündigten Rückzug von Franz Müntefering endet auch die Geschichte seines Twitter-Accounts, den wir Metronauten einfach mal gekapert hatten. Wir haben SPD-Ortsvereine an der Nase herumgeführt, Medienforschungsinstituten die Studien versaut, Robert Basic reingelegt und zahlreichen Medien falsche Zitate in den Block diktiert. Doch nun einmal alles von Anfang an – die Chronik unseres ganz persönlichen Onlinewahlkampfes.

    2. Oktober 2009 11
  • : Müntefering-Rücktritt auf Twitter
    Müntefering-Rücktritt auf Twitter

    Mit 5332 Followern ist der Account von @muentefering ziemlich erfolgreich. Vor zwei Stunden kündigte der Twitter-Account einen Rücktritt an:

    „Erneuerung heißt konsequent sein. Ich trage politische Verantwortung für das Ergebnis vom Sonntag und mache den Weg nun für andere frei.“

    muenteruecktritt2

    Und anschließend konnte man bewundern, wie schnell die Ankündigung eines Rücktritts von @muentefering in der Medienlandschaft angekommen ist, z.B. bei n‑tv:

    „Der SPD-Chef bestätigte seinen Rückzug vom Parteivorsitz. „Erneuerung heißt konsequent sein. Ich trage politische Verantwortung für das Ergebnis vom Sonntag und mache den Weg nun für andere frei“, schrieb er beim Kurznachrichtendienst Twitter.“

    muenteruecktritt_twitter

    Aber nicht nur n‑tv hielt den Twitter-Account für real, auch die SPD-Münster fiel prompt rein.

    Der Twitter-Account @muentefering kann dabei auf eine lange Karriere zurück blicken. Nicht nur angesehene Marktforschungsunternehmen verkündeten in Studien, dass Franz Müntefering wohl der bekannteste deutsche Politiker auf Twitter sei, auch dpa berichtete darüber und einige andere Medien. Anfang Februar hatten wir etwas Spaß, indem wir das erste Interview mit @muentefering in diesem Blog präsentierten.

    Update: Bei der Berliner Morgenpost hat es der Rücktritt (oder schreibt man Rücktweet?) sogar in die Printausgabe geschafft.

    29. September 2009 21