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Ein Jahr Twitter-Revolution im Iran – oder so

Am Samstag ist der Jahrestag der sogenannten Twitter-Revolution im Iran. Mittlerweile sind viele Medien etwas kritischer geworden, was die eigene Berichterstattung vor einem Jahr betrifft. Auch in Deutschland werden wir vermutlich in den kommenden Tagen dazu Artikel finden. Bisher finde ich die aber nur im Ausland. Hier sind zwei empfehlenswerte Quellen dazu: Foreign Policy: The…

  • Markus Beckedahl

Am Samstag ist der Jahrestag der sogenannten Twitter-Revolution im Iran. Mittlerweile sind viele Medien etwas kritischer geworden, was die eigene Berichterstattung vor einem Jahr betrifft. Auch in Deutschland werden wir vermutlich in den kommenden Tagen dazu Artikel finden. Bisher finde ich die aber nur im Ausland. Hier sind zwei empfehlenswerte Quellen dazu:

Foreign Policy: The Twitter Devolution – Far from being a tool of revolution in Iran over the last year, the Internet, in many ways, just complicated the picture.

Before one of the major Iranian protests of the past year, a journalist in Germany showed me a list of three prominent Twitter accounts that were commenting on the events in Tehran and asked me if I know the identities of the contributors. I told her I did, but she seemed disappointed when I told her that one of them was in the United States, one was in Turkey, and the third – who specialized in urging people to „take to the streets“ – was based in Switzerland.

The Guardian: Iran’s ‚Twitter revolution’ was exaggerated, says editor.

Such hyperbole reveals more about western fantasies for new media than the reality in Iran, argues Hamid Tehrani, the Persian editor of the blogging network Global Voices. „The west was focused not on the Iranian people but on the role of western technology,“ he says. „Twitter was important in publicising what was happening, but its role was overemphasised.“

Mehr kritischen Hintergrund zur Thematik findet sich im Netzpolitik-Podcast Folge 083 mit Evgeny Morozov.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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12 Kommentare zu „Ein Jahr Twitter-Revolution im Iran – oder so“


  1. Grad eben im Frühstücksfernsehen war was dazu, aber war noch zu verpennt um richtig mitzubekommen was genau gesagt wurde.


  2. […] Internet: Ein Jahr Twitter-Revolution im Iran – oder so…Netzpolitik […]


  3. Hm, ich weiß noch, wie mich diese „Revolution“ damals mitgerissen hat. Lag hauptsächlich daran, dass man durch Twitter daran „teilhaben“ konnte, auch wenn man nicht grad in Iran ist.


  4. […] des Tages: Die “Twitter-Revolution” im Iran ist ein Jahr […]


  5. […] schreibt von einer “sogenannten Twitter-Revolution im Iran” – und verweist dabei auf englischsprachige […]


  6. Hallo Markus,
    bei mir im Blog gab es einen guten Vorschlag an Dich: Komme morgen Abend einfach mal bei der Demo vorbei – Du bist doch Berliner…
    http://nicsbloghaus.org/2010/06/11/die-demokratiebewegung-in-iran-nur-ein-hirngespinst/#comments
    Vielleicht hilft es Dir, zu erkennen, dass wir mitnichten einem Hirngespinst hinterher rennen.

    @Martin: Danke für den Link


    1. @Nic: Niemand sagt, dass die Demokratiebewegung im Iran nur ein Hirngespenst ist. Die Kritik äussert sich nur an der sogenannten Twitter-Revolution, die so dann vor Ort doch nicht stattfand.


  7. Ich weiß gar nicht so recht, was alle an Twitter so toll finden. Gut, vielleicht eine neuartige Erfinung, die das System so spannend macht, aber muss man jedem Trend hinterherlaufen?

    Sorry, ich versteh’s nicht…

    @ Martin: interessanter Link!


  8. [..]Gleichzeitig dazu wird in westlichen Medien kritisch auf die eigene Berichterstattung über die Proteste vor einem Jahr zurückgeblickt.[..]


  9. Da soll mal einer sagen das die Sozialen Medienfue nichts Taugen.


  10. Der Nahe Osten ist nichts weiter als eine Dynamitbombe. An allen sind die Amerikaner schuld.

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