Kultur

Kann mal passieren: Erotiklinks von der Bundesregierung (Update)

Update: Auflösen am Ende des Artikels.


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Das Blog chriszim.com berichtet, dass unser Regierungssprecher bei Twitter wohl versehentlich einen Link zu einem Erotikangebot getwittert hat. Ich kann das nicht verifizieren, da der Tweet gelöscht wurde. Aber in der Twitter-Suche findet man einige Nutzer, die das auch lustig fanden.

Hier ist ein Screenshot:

(Ich hab wohl chriszim.com abgeschossen. Der Server war eben noch da)

Update:

Eine mögliche Erklärung: l und I sehen gleich aus, wie in den Kommentaren erklärt wurde:

Glyphenkompetenz! https://bitly.com/pQI13G+ vs https://bitly.com/pQl13G+

Der eine Link geht zur Bundesregierung, der andere zu dem Erotikangebot. Da ich nicht dabei war, kann ich jetzt nicht sagen, wie das genau abgelaufen ist. Vielleicht machen die im Bundespresseamt kein Copy&Paste, sondern tippen die Kurz-URLs noch händisch ab?

Hier ist noch ein Screenshot von @rauskucker:

Aber skandalisieren sollte man das nicht. Es ist aber trotzdem eine lustige Geschichte, die einen weiteren Aspekt zeigt, was alles im Netz schief gehen kann. Auch bei Profis.

Update: Alles etwas anders gelaufen. @regsprecher hat einen falschen bit.ly-Link getwittert, der wohl fehlerhaft abgeschrieben wurde. Jemand hat das gesehen und den Pornolink bei bit.ly unter dem Kürzel gepostet, so dass der vom @regsprcher falsch getwitterte Link darauf zeigte. Kann mal passieren.

25 Kommentare
    1. OH GOTT LEUTE: Pornolink, „bit.ly/q9KTQd was added by willyberlin“ bei Statistik auf 24hr-Ansicht klicken, das hat erst um 19 Uhr Klicks bekommen, der Bundesregierungslink https://bitly.com/pQI13G aber schon um 18 Uhr und wurde anonym erstellt (wie üblich).

      Man kann an bitly-URLs ein Plus anhängen, dann sieht man Statistiken zum Link.

  1. Wobei sich nun die Frage stellt: Werden beim @RegSprecher bitly-Links von Hand abgetippt? Oder hat man beim Bundespresseamt den korrekten Link (mit dem großen i) hinterher erzeugt, um eine Ausrede zu haben?

      1. Wenn man sich die Klickstatistiken für beide Links ansieht (durch Anfügen von +), scheint (leider?) doch die langweiligere Variante 1 korrekt zu sein: auf den Link mit dem großen i wurde um 18:00 Uhr einmal geklickt, auf den Link mit dem kleinen L erst ab 19:00 Uhr. Der erste Klick um 18:00 Uhr dürfte derjenige gewesen sein, der diesen (korrekten) Link erzeugt hat. Warum Links per Hand abgetippt werden, und warum die dann nicht vor dem Abschicken getestet werden, ist natürlich trotzdem äußerst kurios. Dass der falsch abgetippte Link dann ausgerechnet auf eine Pornoseite führte, zeigt, dass die Wege des Herrn Internet unergründlich sind.

  2. Naja, wisst Ihr nicht, wie das dort im Kanzleramt läuft? Also Referent A bereitet handschriftlich den Entwurf eines Tweets vor. Dieser wird dann von Referent B geprüft, geändert und diktiert um dann von Sekretärin A nach Band getippt zu werden (in Word) damit dies dann erneut ausgedruckt von Referent B als geprüft gezeichnet und an Referent A weitergeben wird. Dieser zeichnet für die Akten ebenfalls gegen um es dann in dir Vorlagenmappe des Regierungssprechers einzusortieren. Der liest drüber und lässt es von Sekretärin B abtippen – in Twitter. Zur Kontrolle wird es im als Screenshot nochmals vorgelegt und wenn dann alles paletti ist geht das Ding raus ….

  3. Also mich wundert das garnicht. Es wird doch alles ausgedruckt und dann abgetippt. Und das ist nicht verunglimpfend gemeint, das ist wirklich so.
    Beispiel: Ich habe einen Nachnamen in ungewöhnlicher Schreibweise. Lustigerweise habe ich einen Kollegen mit dessen Nachname sich genauso spricht, aber intuitiver schreibt. Die Geschäfts-email-Adressen beinhalten denn Nachnamen. Wann immer ich mit Behörden emails austausche bekommt grundsätzlich er die mails an mich, weil die Sekretärinnen zu blöd zum abtippen (oder „reply“-Button klicken) sind.

  4. Bin sicher die schreiben den bit.ly link von einem anderen PC Bildschirm ab – denn Copy & Paste ist seit dem Ende der Ära zu Guttenberg im Bundestag verboten. Da wird alles abgeschrieben – sicher ist sicher.

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