Datenschutz

Disconnect Extension

Der ehemalige Google-Mitarbeiter Brian Kennish hat eine Extension für Googles Webbrowser Chrome entwickelt, die die Cookies und Javascripte von Twitter, Google, Facebook und ein paar anderer Datenkraken blockiert.
Im Gegensatz zu anderen beliebten Privacy-Extensions für z.B. Mozilla Firefox geht diese Extension aber nicht gegen eine Klasse von Programmen vor, die sich in einer bestimmten Form verhalten – sondern reagiert spezielle auf die Techniken, die die großen Datenkraken anwenden. Zusätzlich kommt mir mein Browser jetzt auch noch schneller vor.
Wer die Extension verbessern oder sie auf Mozilla portieren möchte kann das tun: Sie ist ein Open-Source-Projekt.

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17 Kommentare
  1. Das mit dem „Zusätzlich kommt mir mein Browser jetzt auch noch schneller vor.“ kann ich absolut bestätigen: Gerade bei Blogs, die in der Sidebar mit ihren Facebook-Fans prahlen und an jeden Artikel noch etliche Facebook- Twitter- Digg-Buttons (usw) kleben ist der Geschwindigkeitsgewinn teilweise deutlich spürbar.

    Übrigens: Mir wird hier grad das Kommentieren dadurch erschwert, dass Disconnect das reCAPTCHA-Widget blockiert.

  2. ich würdem ich freuen wenn du uns darüber auf dem laufendem halten würdest
    wenn jemand einen import für firefox gemacht hat
    würde ich denk auch verwenden

  3. Also ich nutze seit einiger Zeit schon „Facebook Disconnect“, das ebenfalls von Brian Kennish entwickelt wurde. „Disconnect“ ist (endlich) der nächste Schritt und auch das werde ich mir mal angucken. Bei Facebook Disconnect wurde es bei mir auf gewissen Seiten übrigens tatsächlich etwas schneller.

  4. Seit wann gibts auf Netzpolitik Werbung?
    Das hier ist reine Werbung, die großen Datenkraken, weil die kleinen Datenkraken nicht so gefährlich sind…
    Irgendwie nimmt eure Qualität in den letzten Wochen stark ab, Nazivergleiche, Werbung, was kommt als nächstes?

    1. @Horst
      Als nächstes kommen die Trolle?

      Danke für den Hinweis auf die Extension, netzpolitik. Leider wird tatsächlich der Captcha nicht angezeigt, was das Kommentieren erschwert :P
      Man hat allerdings neben der Adresszeile einen neuen Button, bei dem man die (in dem Fall Google-) Skripte wieder aktivieren kann.

  5. @5. Horst:
    Wenn man alle kleinen Datenkraken ausperren möchte, muss man über einen Proxy surfen, die NoScript Extension verwenden und/oder alle Cookies deaktivieren. Das würde das Surfvergnügen doch erheblich einschränken, würde in der breiten Masse keine Beliebtheit finden und würde wahrscheinlich nicht mal ausreichen.

    @1 lemabu und @6 Erna
    reCAPTCHA gehört schließlich Google und wenn du das reCAPTCHA benutzt, werden deine IP und die Identität deines Browsers zu Google übermittelt und Cookies gesetzt.
    http://www.google.com/recaptcha/policy
    und
    https://panopticlick.eff.org/

    Leider ist reCaptcha zur Zeit die bequemste und zugleich effektivste Möglichkeit Spam-Kommentare auszuschließen.

  6. Es ist ja gut, dass es diese Addons gibt, sie nehmen dem 08/15-Surfer die Arbeit ab. Allerdings weiß man nicht was nun geblockt oder eben nicht geblockt wird.

    Und das eigenliche Problem sind die Seitenbetreiber (auch netzpolitik.org), die die potentielle Datenkraken einbetten und damit den User zwingen die Unterscheidung zwischen guten und bösen Grafiken und Skripten vorzunehmen. Soll man sich den Code von jedem Skript anschauen?

    Nä, da tu ich mir nicht (mehr) an.

    Ich erlaube Skripte der Seite auf der ich bin, falls ich die Seite für seriös halte. Das ist mein Kompromiss zwischen Komfort, Vertrauen und Sicherheit.

    Aber ich erlaube schon länger keine Skripte von Dittseiten (hier google.com, googleadservices.com, flattr.com, recaptcha.net, twittermeme.com, doubleclick.net, elektrischer-reporter.de blinkenfilme.de). Die sind für die Funktion der Seite zu 99% nicht wichtig.

    Genauso lade ich keine externen Grafiken von Datenkraken (z.B. etracker, facebook, flattr usw…).

    Die Betreiber haben ja die Wahl, ob sie einfach ein die externen Skripte und Grafiken verwenden oder eben nicht.

    Daher kann ich zwar bei z.B. alternativlos.org flattrn hier aber nicht. Zumindest der Flattr-den-ganzen-Blog-Button sollte statisch und lokal abgespeichert sein. Oh, dann sieht man nicht mehr, dass schon x-mal geflattrt wurde? Tragisch, tragisch …

    Und mal ehrlich, ist es nicht ambivalent einerseits ein Browser-Addon, dass Datenkraken blocken soll, hier in diesem Blog anzupreisen und gleichzeitig ein halbes Dutzend potentieller Datenkraken in den selben Blog einzubetten? Ist das eine Test? Habe ich bestanden?

    Werbung zur Finanzierung muss sein, ja. Aber wenn man dafür potentielle Datenkraken ins Boot holt muss man sich nicht wundern, wenn die komplett geblockt werden.

  7. War nicht das generelle Problem beim Blockieren von Inhalten im Chrome das die Inhalte zwar nicht angezeigt wurden aber trotzdem im Hintergrund vom Server abgerufen wurden?

    Das mag zwar dann optisch alles ganz schön sein, die Datenkraken bekommen aber trotzdem bei jedem Seitenaufruf mit eingebetteten Bildern & Skripten meine IP Adresse. Und die langt schon für ein nettes Profil. Man kann sie ja später, wenn man sich z.B. bei gmail einloggt, mit einem Userprofil verknüpfen.

    Zumindest war das der Grund warum ich trotz AdBlock für Chrome weiter auf die Kombination AdBlock + Firefox setze.

  8. „@1 lemabu und @6 Erna
    reCAPTCHA gehört schließlich Google und wenn du das reCAPTCHA benutzt, werden deine IP und die Identität deines Browsers zu Google übermittelt und Cookies gesetzt.[…]
    Leider ist reCaptcha zur Zeit die bequemste und zugleich effektivste Möglichkeit Spam-Kommentare auszuschließen.“

    Na klasse. Du bewirbst also einerseits ein Plugin, was die Privatsphäre steigern soll, gibst aber andererseits zu, dass netzpolitik.org ohne Google-Skripte nicht leben kann? Oder ist der Link zum Plugin eine Inkarnation der „Selbstmord-Kabine“, damit sich die Nörgler nicht mehr in den Comments beschweren?

    Nicht böse gemeint, aber dieser Blogpost kombiniert mit der obrigen Aussage ist schon… bizarr!

  9. Ach ja, noch was (gibt ja hier immer noch kein edit – wie schaffen das andere Blogs nur.. :P)
    Die Ladezeit der Hauptseite ist im augenblick wirklich qualvoll. Geschlagene eineinhalb Minuten saß ich da, mit einem „Warten auf api.flattr.com“ und einem eingefrorenen Tab.
    Man sollte bei der Extension auch flattr mal dazu setzen, da verkürzen sich auch Ladezeiten noch mehr :P

  10. @Erna: Dafür habe ich ein gewisses Verständnis, denn brauchbare _und_ sichere Erweiterungen um das Editieren von Kommentaren zu ermöglichen sind leider rar.

  11. Ich nutze Firefox und Ghostery.
    Soweit ich weiss macht das genau dasselbe (Tracker blockieren).
    Dazu AdblockPlus und NoScript und alles ist in Butter. Mnachmal muss mna halt einzelne Hosts freigeben damit die Seite gescheit aussieht aber meistens gehts ganz gut.

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