Medien

  • : Das DRM von AP erklärt
    Das DRM von AP erklärt

    Die Nachrichtenagentur AP möchte zukünftig ihre Inhalte per DRM schützen und hat dazu eine Werbe-Grafik erstellt. Davon gibt es einen Remix (Große Version), der die Buzzwords erklärt:

    (Danke an Hanno)

    Mehr zum Thema gibts bei Ed Felten.

    29. Juli 2009 12
  • : Die Ökonomie der Aufmerksamkeit
    Die Ökonomie der Aufmerksamkeit

    Interessante Sendung von hr2-kultur | Der Tag: „Das Gebabbel von heute – die Fakten von morgen: Die Ökonomie der Aufmerksamkeit“. Kam gestern im Radio und ist heute als Podcast verfügbar:

    Bundesregierung will Banken zur Kreditvergabe zwingen. Bundesbank fordert Rente ab 69. 1,5 Millionen Milchkühe sollen geschlachtet werden. Drei Schlagzeilen aus den letzten Tagen. Ihnen gemeinsam ist: Sie entstanden aus Randbemerkungen oder Überlegungen, die eigentlich nichts Handfestes waren. Jetzt aber sind sie in der Welt und auf dem besten Weg ins Faktische. Sie starten als politischer Testballon und werden – bei Gefallen – Politik. Und bei Nichtgefallen immer noch ein schönes Scheingefecht…

    24. Juli 2009 6
  • : How-To: Journalist werden
    How-To: Journalist werden

    Von Fabian Dietrich gibt es ein praktisches How-To, wie man am Besten Journalist werden kann und worauf man sich dann spezialisiert:

    Gibts hier in Groß. Und hier ist die Quelle.

    10. Juli 2009 9
  • : Hubert Burda und das Leistungsschutzrecht
    Hubert Burda und das Leistungsschutzrecht

    Beim Perlentaucher gibt es eine lesenswerte Replik von Anja Seeliger auf einen Artikel von Hubert Burda in der FAZ, wo dieser ein Leistungsschutzrecht für Verlage fordert: Die vierte Gewalt ist jetzt im Netz. Denn sonst geht die Demokratie irgendwie zu Grunde. Oder so.

    Das Thema Leistungsschutzrecht steht ja bei der CDU auf der Agenda ziemlich weit oben und man möchte es in der nächsten Legislaturperiode einführen. Aber was bedeutet es für das Netz? Das klingt etwas bedrohlich:

    Für den Leser bedeutet das zweierlei: Presseschauen wie die Feuilletonrundschau des Perlentauchers werden künftig kostenpflichtig. Der Jurist Jan Hegemann hatte im April in der FAZ angedeutet, wie weit das erträumte „Recht“ gehen soll – bis hin zu „Snippets – also die mit „großem redaktionellen Aufwand erstellten Kurzzusammenfassungen der Artikel“. Google dürfte keine Überschriften mehr zitieren ohne zu bezahlen. Und Leser – oder ihre Kinder – die im Netz zum Beispiel in Kommentaren aus Zeitungsartikeln zitieren, werden künftig ebenfalls von den Verlagen zur Kasse gebeten. Ob zu Recht, kann man dann vor Gericht mit den Anwälten der FAZ ausfechten. Gegen den Perlentaucher führen FAZ und SZ seit Jahren einen Prozess wegen seiner Berichterstattung über ihre Berichterstattung.

    Könnte auch Blogs gefährlich werden, die wie wir hier in Anreissern aus Artikeln zitieren, diese verlinken und dabei auch noch Leser zu den Artikeln bringen. Und was hat das mit mehr Transparenz zu tun, die Hubert Burda anspricht?

    1. Juli 2009 54
  • : Es war einmal die Medien
    Es war einmal die Medien

    Es gibt eine neue Monochrom-Show auf Video: „Es war einmal die Medien – Eine theatrale Nachhilfestunde in politisch aufgeladener Mediengeschichte.

    Hier klicken, um den Inhalt von blip.tv anzuzeigen.

    22. Juni 2009 5
  • : Keine Angst! Wir beißen nur ein bisschen.
    Keine Angst! Wir beißen nur ein bisschen.

    Wenn man nur oft genug schreckliche Gefahren heraufbeschwört, fängt man vielleicht irgendwann an, an sie zu Glauben. Die Politik der Angst – vor Terroristen, Gasversorgungsunterbrechungen und Kinderfickern hat auch die politische Klasse zu Hosenscheißern werden lassen. Im Wahljahr pervertiert diese Angst jedoch vollends: die Politiker bekommen Angst vor den Bürgern, die ihnen als Schreckgespenst „Wähler“ auflauern. Und wie nehmen Politiker dieses potenziell gefährliche Wesen wahr? Durch persönliche Kontakt zum einen. Und zum anderen vor allem durch „die Medien“. Bild, BamS, Glotze regieren nach wie vor in den Köpfen der meisten Abgeordneten. Was anderes haben sie auch nicht gelernt. Davor haben sie Angst: dass in den Massenmedien etwas böses stehen könnte.

    Und wer hat Angst vorm Internet? Die SPD offensichtlich nicht. Die CDU sowieso nicht. Aber das macht nichts. Mag die große konservative Koalition dem Fortschritt auch abschwören, sterben werden sie trotzdem. Wenn sie sich nicht bald anfangen zu ändern. Etwas nervig ist es natürlich, dass wir so lange mit ihnen und ihrem gemeingefährlichen Unfug leben und die Folgen tragen müssen. Aber wir werden sie schon irgendwie überleben. Und ihnen dann zeigen: es geht auch anders. Ganz ohne Euch.

    18. Juni 2009 15
  • : Medienberichterstattung zur Zensursula-Petition wächst
    Medienberichterstattung zur Zensursula-Petition wächst

    Die ersten 50.000 Mitzeichner gegen die Netz-Sperren Pläne der Bundesregierung waren in der kurzen Zeit von nur vier Tagen ein wichtiger Meilenstein. Das Medieninteresse wächst massiv dadurch, wie man aktuell bei Google-News sehen kann. Bisher wurde die Kritik an den Plänen fast nur im Netz artikuliert. In den Medienberichten tauchten in der Regel nur die Aussagen von Bundesregierung und BKA auf. Durch den Erfolg der Petition und das schnelle Erreichen der kritischen Masse ändert sich das jetzt. Das ist wichtig und notwendig für eine gesellschaftliche Debatte, die es vorher nicht gab.

    Und es bleibt noch ausreichend Zeit, die Zahl der Mitzeichner höher zu treiben und den Protest kreativer zu gestalten, um dadurch die Medienaufmerksamkeit und damit den Druck auf die Politik aufrecht zu erhalten.

    Hier sind einige Beispiele von heute:

    Der Popkulturjunkie schreibt über die Politiker-Generation im Amt, die Angst vor vielem hat: „Ein Schrei“.
    Tagesschau.de: Petition gegen Internet-Sperren – Schalte mit Christian F. Wulff. (MP4)
    Handelsblatt: Erster Erfolg für Online-Petition gegen Internetsperre.
    Thomas Wiegold schreibt über „Die erste Schlacht ist noch kein Sieg“.
    Berliner Morgenpost: Berlinerin sagt Ursula von der Leyen die Meinung.
    Jens Scholz schreibt über „Politiker, Journalisten, alte Blogger, junge Blogger“
    dpa tickert jetzt: „Porträt: Franziska Heine – Heldin der Internetgemeinde
    FAZ hat ein Interview mit unserem „Betroffenen“ Wirtschaftsminister: „450.000 Zugriffe im Jahr verhindern“.
    Spiegel: Petition gegen Online-Sperren ist erfolgreich.
    Futurezone: Debatte über Internet-Sperren geht weiter.
    Don Dahlmann: Noch mal in Ruhe, für alle Politiker.
    Datenschutz-Blog: Überblick zum Thema Netzsperren.
    Neuer dpa-Artikel vom Nachmittag: Erfolg für Online-Petition gegen Internetsperren (Interessante neue Info: Die Vorsitzende des Petitionsausschusses, Kersten Naumann (Linke), rechnet nicht damit, dass sich das Gremium noch in dieser Legislaturperiode mit dem Antrag beschäftigt.)
    News.de: Wie mächtig ist das Netz?
    AFP: 56.000 unterstützen Initiative für Kinderporno-Netzsperren. (Zitat: Wiefelspütz sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, das Gesetzgebungsverfahren werde durch die Petition „nicht beeinträchtigt“. Zwar sei es „das gute Recht“ eines jeden, Petitionen einzureichen. Die Maßsstäbe der Internet-Gemeinde seien aber „teilweise undifferenziert“.)
    Berliner Morgenpost: Minister ziehen Wut vieler Internetnutzer auf sich.
    Handelsblatt: „Es mischen sich jetzt Online- und reale Welt“.

    Man kann aktuell nur hoffen, dass der ePetitionsserver nicht in die Knie geht. Durch die vielen Berichte auf dpa und auch in der Tagesschau dauert das laden der Seite sehr lange.

    8. Mai 2009 57
  • : ZAPP: Von der Leyen – Viel Show und wenig Konkretes
    ZAPP: Von der Leyen – Viel Show und wenig Konkretes

    Gestern Abend sendete NDR3-Zapp einen Beitrag über unsere #Zensursula: „Von der Leyen – Viel Show und wenig Konkretes“. Dabei ging es um ihr System der medialen Inszenierung und wie sie Themen für sich besetzt, wie z.B. der symbolische Kampf gegen Kinderpornographie mit den bekannten Nebenwirkungen. Einige Journalisten kommen in dem knapp 9 Minuten langen Beitrag zu Wort, die das „System Von der Leyen“ analysieren und bewerten. Mit dabei u.a. Thomas Knüwer vom Handelsblatt. Sehenswert – und den Beitrag gibts auch bei Youtube zu finden:

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    7. Mai 2009 12
  • : SWR2: Über die Macht des Alternativ-Journalismus
    SWR2: Über die Macht des Alternativ-Journalismus

    Zum 30. Geburtstag der Taz hatte die SWR2-Sendung „kontext“ über die Vorläufer der (politischen) Blogs berichtet: „Presse-Frechheit! Über die Macht des Alternativ-Journalismus“. Davon gibt es noch eine MP3 im Podcast zu finden.

    Heute vor 30 Jahren erschein zum ersten mal die TAZ Tageszeitung. Daneben gab es Hunderte Szeneblätter, Stadtmagazine: Die 70er Jahre waren die Hoch-Zeit des Alternativ-Journalismus. Wie hat diese Gegenöffentlichkeit die Gesellschaft verändert? Vieles von dem, was früher gut und alternativ war, gibt es heute in der Form nicht mehr. Auch weil das Gute von den etablierten Medien übernommen wurde. Journalisten heute profitieren von den Barrikadenstürmen der 70er Jahre, sie waren die Vorkämpfer für journalistische Freiheiten.

    Ist auch noch etwas Sprung in die Jetzt-Zeit, wo die Deutsche Bahn Geschichte nochmal vorkommt.

    6. Mai 2009 3
  • : „Die Zeit“ und die „intellektuelle Finsternis“
    „Die Zeit“ und die „intellektuelle Finsternis“

    Lesenswert: Armin Medosch über die mediale Berichterstattung der Heidelberger Erklärung: „Die Zeit“ und die „intellektuelle Finsternis“.

    Die sogenannte Heidelberger Erklärung und die Kampagne namhafter deutschsprachiger Medien gegen Open Access und Google Books verrät nicht nur ihre Arroganz und Borniertheit gegenüber neuen Formen der Produktion und Dissemination von Kultur und Wissen, sondern offenbart auch anti-liberale, autoritäre Züge – die bürgerlichen Medien haben ihre liberalen Wurzeln wohl vergessen oder verdrängt. Die „intellektuelle Finsternis“, die von FAZ und Die Zeit auf Grund der „unheimlichen Kräfte“ des Internet befürchtet wird, ist bereits da und von ihnen selbst mitverschuldet. Was jedoch wirklich gebraucht wird, anstatt drakonischer Urteile und Netzsperren, sind neue Wege der Vergütung kultureller Produktion, die an den etablierten, im Niedergang befindlichen Instanzen vorbei gehen.

    4. Mai 2009 1
  • : Rémi Gaillard – mit Medien rumspielen
    Rémi Gaillard – mit Medien rumspielen

    Rémi Gaillard ist ein französisches Kulturphänomen. Der ehemalige Schuh-Verkäufer ist mittlerweile der berühmteste Internet-Comedian aus Frankreich und nutzt dabei Video-Equipment und Plattformen wie Youtube zur Distribution seiner Aktionen. Im weitesten Sinne kann man ihn auch einen Medienhacker nennen, da er sich kreativ mit Medien auseinandersetzt und mit Video und kulturellen Einflüssen herumspielt. Sein Motto ist dabei: „C’est en faisant n’importe quoi qu’on devient n’importe qui“ – „Indem man irgendetwas macht, wird man irgendwer“.

    Deutsche Welle TV hat einen Bericht über ihn: Vom Schuhverkäufer zum Videoclown.

    „Vor ihm ist keiner sicher: Rémi Gaillard. Er interpretiert ein bekanntes Genre ganz neu – Streiche mit versteckter Kamera. Ohne Lockvogel, ohne aufwendige Technik und ohne Rücksicht auf Verluste. Am liebsten dreht der 33-jährige Franzose in aller Öffentlichkeit. Spontane Aktionen sind sein Markenzeichen. Und die Hauptrolle spielt dabei immer er selbst. “

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    Hier ist eine Auswahl seiner Filme auf Youtube, die teilweise schon einige Millionen Mal angesehen wurden:

    Super Mario in Real:

    20. April 2009 11
  • : Urheberrecht: Die Probleme von heute, beschrieben vor über 25 Jahren
    Urheberrecht: Die Probleme von heute, beschrieben vor über 25 Jahren

    Nerdcore ist gerade über das 1983 erschienene Buch „Electronic Life“ von Michael Crichton gestolpert. Vor allem zwei Seiten zum Thema Zukunft des Urheberrechts sind auch heute noch lesenswert: Crichton beschriebt mit verblüffender Genauigkeit die Probleme, die die Digitalisierung von Medien und das Entstehen von Austauschplattformen mit sich bringen werden.

    Die Schöpfer eines Films, einer Komposition oder eines Computerprogramms werden bald nur noch zwei Existenzphasen ihres Werkes unterscheiden können: absolutes privates Eigentum während der Entwicklung und totales öffentliches Eigentum vom Augenblik der Freigabe an. Die Grenzlinie wird sehr scharf gezogen sein und der Verfasser sein gesamtes Honorar erhalten, sobald er sie überschreitet.

    Wie der Autor des Artikels treffend bemerkt, ist es für die Film- und Musikindustrie nicht gerade vorteilhaft, dass schon zu dieser Zeit so konkrete Überlegungen und auch Lösungsansätze durchdacht wurden. Der sinnlose Wettlauf mit dem technischen Fortschritt ist somit nicht nur ein gescheitertes Experiment, vielmehr wurde gegen besseres Wissen ein Machtkampf begonnen, dessen abstruse Auswirkungen wir wohl noch ein paar Jahre ertragen werden müssen.

    Wer mehr Beispiele kennt, in denen schon früh auf die Sinnlosigkeit eines restriktiven Medienhandels hingewiesen wird, kann diese gern in den Kommentaren teilen.

    6. März 2009 2
  • : Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

    Die aktuelle Ausgabe von „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 9–10/2009)“ hat den Schwerpunkt „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

    Seit 25 Jahren ist das bundesdeutsche Rundfunksystem „dual“: Neben den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gibt es seit Anfang 1984 auch privatwirtschaftlich-kommerzielle Sender. Während Letztere keinem speziellen Programmauftrag verpflichtet sind, werden die Öffentlich-Rechtlichen zu etwa 80 Prozent durch Rundfunkgebühren finanziert und sind dem Gemeinwohl verpflichtet.

    Angesichts der über sieben Milliarden Euro, die den Öffentlich-Rechtlichen aus den Gebühren jährlich zufließen, geraten sie immer wieder unter Rechtfertigungsdruck: Ist Ihr Programm die 17,98 Euro Monatsgebühr wert? Ist die von ihnen zu gewährleistende „Grundversorgung“ an Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung nicht schon durch die Vielzahl der privaten Sender gesichert? Bieten die Öffentlich-Rechtlichen wirklich mehr Qualität, oder achten auch sie nicht nur auf „die Quote“? Wie weit darf ihre „Expansion ins Internet“ gehen?

    Inhalt

    Editorial (Johannes Piepenbrink)
    Selbstbewusst anders sein – Essay (Stefan Niggemeier)
    Integration als Programmauftrag (Volker Lilienthal)
    Die zweite Säule des „dualen Systems“: Privater Rundfunk (Jürgen Wilke)
    Das Ende der Rundfunkpolitik (Lutz Hachmeister / Kai Burkhardt / Claudia K. Huber)
    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in der Demokratie (Jens Lucht)
    Die BBC, das Internet und „Public Value“ (Richard Collins)

    Hier ist das PDF.

    4. März 2009 1
  • : Spiegel-Titelstory über soziale Medien
    Spiegel-Titelstory über soziale Medien

    Soziale Medien haben es jetzt auch auf die Titelstory des Spiegel geschafft: „Fremde Freunde – Vom zweifelhaften Wert digitaler Beziehungen“. Der Titel ist natürlich gewohnt überspitzt formuliert. Trotzdem ist der Text an sich nicht so schlecht, wie man es nach lesen des Titels denken würde. Verschiedenste Ereignisse wie Mumbai, Gaza-Krieg, etc. kommen darin vor. Und noch mehr Wissenschaftler, vor allem aus den USA werden zitiert. Nach dem lesen bleibt trotzdem eine Frage: „So what?“

    Wie das so üblich ist, werden vor allem die negativen Seiten beleuchtet: Menschen exhibitionieren sich im Netz, man bekommt viele Informationen nicht mehr heraus, wenn sie mal im Netz stehen. Und auch der Datenschutz spielt keine große Rolle in sozialen Netzwerken (Was sich ändern muss). Das sind gesellschaftliche Fragen, die thematisiert und diskutiert werden müssen. Aber alles ist auch nicht schlecht daran. Und die zitierten „Trivialitäten“ und „Peinlichkeiten“ füllen natürlich auch mit das Internet. Aber diese sind auch Bestandteil von zwischenmenschlicher Kommunikation in der analogen Welt. Und nichts anderes ist die zwischenmenschliche Kommunikation in der digitalen Welt. Sie wird nur offensichtlich, wenn man die eigenen Datenschutzeinstellungen nicht scharf stellt.

    Nach dem lesen des Artikels bin ich trotzdem etwas enttäuscht. Wo bleiben die Antworten? Wer wundert sich noch daran, dass (junge) Menschen teilweise etwas hilflos reagieren und kommunizieren, wenn ihnen niemand die notwendige Medienkompetenz beibringt? Das muss schon früh im Unterricht erfolgen. Aber wer schult die Lehrer und Eltern? Das Problem muss gelöst werden. Besser früher als später.

    Kleiner Spass am Rande: Der Tagesspiegel hat heute ein kurzes Interview mit Dirk Kurbjuweit, dem Leiter des Hauptstadtbüros des „Spiegel“ veröffentlicht. Eine der Fragen und Antworten:

    Welche Website können Sie empfehlen?

    Ich bin so gut wie gar nicht im Netz unterwegs und kann deshalb keine Website empfehlen. Stattdessen empfehle ich die Monatszeitschrift „Merkur“. Dort finden sich immer ausgeruhte, kluge Essays.

    1. März 2009 12
  • : Taz-Titelseite: Blogwart Mehdorn
    Taz-Titelseite: Blogwart Mehdorn

    Die TAZ hat die Abmahnung durch die Deutsche Bahn auf die Titelseite genommen und zum Thema des Tages gemacht. In insgesamt drei Beiträgen inklusive dem Kommentar auf der Startseite geht es um die Geschichte. Danke für die Unterstützung.

    Kommentar: Ein Bahn-Chef von gestern.
    Interview mit dem Abgeordneten Anton Hofreiter: „Es gab weitere Fälle“.
    Brisantes Bahn-Memo: Hart bleiben gegen Mehdorn.

    Heute Morgen war ich auch Gast beim Deutschlandradio Kultur, um im Radiofeuilleton über den Fall zu sprechen.

    Goliath kann nicht gewinnen – Die Solidarisierungswelle für netzpolitik.org nach Abmahnung durch die Deutsche Bahn zeigt, wie das Web 2.0 die Öffentlichkeit verändert hat.

    Davon gibt es jetzt schon die MP3. Und hier ist das Transcript: „Notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht durchfechten“.

    Update:

    Unterstützung gibt es jetzt auch in einer Pressemitteilung des Deutschen Journalistenverbandes: DJV fordert von Bahn Transparenz.

    In dem Zusammenhang kritisierte Konken das Vorgehen der Bahn gegen den Betreiber des Internetportals netzpolitik.org. Dort war ein Sitzungsprotokoll der Bahn im Original veröffentlicht worden, in dem es um die Überwachungen ging. Das Verkehrsunternehmen drohte dem Portalbetreiber daraufhin mit rechtlichen Konsequenzen, wenn er das Dokument nicht unverzüglich entferne. „Angesichts der immensen gesellschaftlichen und politischen Bedeutung des Datenskandals gehörte das Papier in die Öffentlichkeit“, sagte Konken. In diesem Fall könne das Unternehmen nicht damit argumentieren, dass Sitzungsprotokolle aus Wettbewerbsgründen stets geheim seien. Wenn das Papier in einem engen Zusammenhang mit den Bespitzelungen bei der Bahn stehe, gebe es sogar ein Recht zum Vollzitat. „Im Zweifel hat das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit und damit letztlich die Pressefreiheit Vorrang.“

    Und Stern.de berichtet auch: Bahn vs. Blogger – „Die müssen uns ernst nehmen“

    5. Februar 2009 27
  • : Willkommen im Medienwandel
    Willkommen im Medienwandel

    Lesenswerte Vorhersagen von Clay Shirky im Guardian über den Medienwandel: The shape of things to come.

    What does the next decade hold? Mobile tools will certainly change the landscape, open spectrum will unleash the kind of creativity we’ve seen on the wired internet, and of course there will be many more YouTube/Facebook-class applications. But the underlying change was the basic tools of the internet. The job of the next decade is mostly going to be taking the raw revolutionary capability that’s now apparent and really seeing what we can do with it.

    Besonders amüsant fand ich die Antwort auf die Frage, ob es die New York Times zukünftig immer noch gedruckt geben wird: Klar, weil Menschen auf den Druck-Button klicken werden.

    8. Januar 2009
  • : Die Online-Strategie des ZEIT-Verlags
    Die Online-Strategie des ZEIT-Verlags

    Die Sendung Breitband bei Deutschlandradio Kultur hat den Zeit Digital Chefredakteur Wolfgang Blau zur neuen Online-Verlagsstrategie interviewt.

    Bei der ZEIT wird umgeräumt. Mit der Zusammenführung der Portale Tagesspiegel.de, Zoomer.de und vor allem der Webräpresentanz der Wochenzeitung Die ZEIT in die neue Berliner Tochterfirma „ZEIT Digital“, geht der Hamburger Verlag (Tochter der Holtzbrinck-Gruppe) neue Internetwege. Der kommende Chefredakteur aller drei Portale, Wolfgang Blau, war live zu Gast im Breitband Studio und plauderte über neue Strategien und Publikationsformen im Schatten der globalen Zeitungskrise.

    Hier ist die MP3.

    22. Dezember 2008
  • : Media Re:public – Papiere zum Medienwandel
    Media Re:public – Papiere zum Medienwandel

    Das Media Re:public Projekt vom Berkman Center hat nun verschiedene Aufsätze zum Medienwandel veröffentlicht: Appraising the state of digital news media.

    The transformation of the media world is well underway, facilitated by the spread of digital tools. A myriad of innovative new media organizations have sprung up to take advantage of the opportunities that stem from low-cost distribution networks. Meanwhile the economic base of many of the large media companies continues to erode. Despite the demonstrated success of many new media enterprises, the euphoria over the rise of participatory media has been tempered by concerns over the quality and credibility of online media, the possible fragmentation of audiences, a decline in editorial standards and the persistent challenge of effectively reporting the news. Over the past year, researchers at the Berkman Center for Internet & Society have reached out to a broad range of media experts to help in this assessment of the changes in new media over the past several years and to take a sober look at the successes and ongoing challenges. The Media Re:public series comprises an overview paper, seven issue papers and four case studies

    Und hier sind die Papiere als PDF:

    News and Information as Digital Media Come of Age – Ten years since the word „blog“ was coined, we evaluate the state of participatory media, assess its potential for serving the public interest and describe likely interventions.

    International News: Bringing about the Golden Age – Ethan Zuckerman considers whether participatory media can help bring Americans the information they need to be true global citizens.

    Principles for a New Media Literacy – Dan Gillmor asserts that the public needs to learn the skills of journalists, especially skepticism.

    Public Broadcasting and Public Affairs: Opportunities and challenges for public broadcasting’s role in provisioning the public with news and public affair – Pat Aufderheide and Jessica Clark describe the complex system of U.S. public broadcasting, the many exciting experiments that are underway and the barriers to creating a truly public media.

    Digital Media, Democracy and Diversity: an Imperfect Discourse – Ernest Wilson III submits that our democracy is at risk if we do not get people from many different media silos to work together.

    Pride of Place: Mainstream Media and the Networked Public Sphere – John Kelly, using network analysis, demonstrates the pivotal role that institutional journalism plays in the blogosphere.

    Editors — the best is yet to come? – Tom Stites explains why networked digital journalism needs editors more than ever.

    A Typology for Media Organizations – The Media Re:public project describes a schema for categorizing media structures both traditional and new.

    19. Dezember 2008
  • : So funktioniert die Informationsgesellschaft
    So funktioniert die Informationsgesellschaft

    Da ist manchmal was wahres dran:

    Danke an Andrea für die Zusendung. Ich würde ja gerne auf die Originalquelle verlinken, finde diese aber gerade nicht beim Titanic-Magazin. Würde mich daher auf einen Hinweis in den Kommentaren freuen.
    Danke für die schnellen Kommentare. Die Grafik ist aus dem Startkarten-Archiv der Titanic.

    13. Dezember 2008 6
  • : Wie definitiert man eigentlich Professionalität?
    Wie definitiert man eigentlich Professionalität?

    Die Süddeutsche Zeitung interviewt den den Medienexperten Nicholas Lemann über alternative Konzepte und Finanzierungsquellen für den Qualitätsjournalismus: „Wir müssen noch viel dazulernen“. Lustig sind dabei vor allem die Fragen:

    SZ: Die – berechtigte – Prognose ist aber doch, dass der Qualitätsjournalismus durch den wachsenden Einfluss von Bloggern künftig überhaupt nicht mehr gefragt sein könnte.

    Lemann: Vor nicht allzu langer Zeit glaubte die Blogosphäre noch, sie könne die klassischen Medien einfach ersetzen. Blogger waren der Überzeugung, sie seien nicht nur eine willkommene Ergänzung zu den professionellen Journalisten, sondern ein Ersatz dafür. Mittlerweile hat sich die Koexistenz von Profis und Bloggern etabliert und bewährt. Man findet in den USA vermutlich keine einzige Zeitung mehr, die nicht einen oder mehrere Blogger beschäftigt.

    SZ: Welche Strategie steckt dahinter, immer weniger professionelle Schreiber zu beschäftigen?

    Lemann: Die Strategie der Zeitungsverlage ist es zunächst herauszufinden, welche Blogger in New Jersey das größte Publikum anziehen und zu einem interessanten Themengebiet schreiben können. Wenn beides gegeben ist, bieten sie ihnen einen eigenen Blog auf der Website an. Inzwischen haben Blogs eher einen lokalen Einschlag und längst nicht mehr diese Weltverbesserer-Attitüde.

    Ich frag mich ja, wie man bei der SZ „Professionalität“ definiert. Wikipedia sagt:

    Ein Profi, Kurzwort von veraltend Professionist, ist jemand, der im Gegensatz zum Amateur oder Dilettanten eine Tätigkeit beruflich oder zum Erwerb des eigenen Lebensunterhalts als Erwerbstätigkeit ausübt.

    Sind jetzt die bei Zeitungen angestellte Blogger keine Profis, bzw. was sind denn „weniger professionelle Schreiber“?

    28. November 2008 2