Medien

  • : Guardian News & Media sustainability report 2010
    Guardian News & Media sustainability report 2010

    Der britische Guardian hat seinen „News & Media sustainability report 2010″. Auf der Extra-Seite guardian.co.uk/sustainability/werden Zukunftsstrategien mit Offenheit für den Guardian selbst und die Medienwelt generell vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Dazu gehört auch ein Artikel über die eigene Data-Journalism-Strategie: Our data journalism is opening up a world of information.

    6. Juli 2010
  • : Petition zur Rettung der Futurezone
    Petition zur Rettung der Futurezone

    Es gibt jetzt eine Petition zur Rettung der Futurezone. Diese kann selbstverständlich auch von Menschen unterzeichnet werden, die nicht in Österreich wohnen. Bei Taz.de wird gibts den aktuellen Hintergrund: „Retten wir die Futurezone“.

    Das renommierte Online-Portal Futurezone soll zum 30.9. eingestellt werden – das neue ORF-Gesetz schreibt das vor. Aktivisten und Politiker von ÖVP bis Grüne kämpfen weiter.

    21. Juni 2010 3
  • : The internet: Everything you ever need to know
    The internet: Everything you ever need to know

    Im britischen Guardian ist ein Essay von einem Medienprofessor namens John Naughton erschienen, was sehr lesenswert das Internet beschreibt: The internet: Everything you ever need to know.

    Einer der ansgesprochenen Punkte ist das Urheberrecht, was nicht nur Autor des Essays als überholt und stark reformbedürftig ansieht:

    Since our current intellectual property regime was conceived in an era when copying was difficult and imperfect, it’s not surprising that it seems increasingly out of sync with the networked world. To make matters worse (or better, depending on your point of view), digital technology has provided internet users with software tools which make it trivially easy to copy, edit, remix and publish anything that is available in digital form – which means nearly everything, nowadays. As a result, millions of people have become „publishers“ in the sense that their creations are globally published on platforms such as Blogger, Flickr and YouTube. So everywhere one looks, one finds things that infringe copyright in one way or another. This is a disagreeable but inescapable fact – as inescapable in its way as the fact that young adults tend to drink too much alcohol. The only way to stop copying is to shut down the net. There’s nothing wrong with intellectual property (or alcohol), per se, but our copyright laws are now so laughably out of touch with reality that they are falling into disrepute. They urgently need reforming to make them relevant to digital circumstances. The problem is that none of our legislators seems to understand this, so it won’t happen any time soon.

    Interessant ist auch der Punkt 4: THINK ECOLOGY, NOT ECONOMICS.

    21. Juni 2010 1
  • : Bye Bye Futurezone?
    Bye Bye Futurezone?

    Im März hatten wir darüber berichtet, dass das ORF-Angebot Futurezone.orf.at als Verhandlungsmasse in der Debatte über den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Österreich im Netz vor dem Aus stehen könnte. Die Befürchtung ist nun Realität geworden.

    Christiane Schultzki-Haddouti schreibt darüber auf Kooptech: ORF schießt Futurezone ab. Aus Österreich kommentiert Christoph Chorherr: Verrückt: futurezone bei orf.at soll abgedreht werden. Es wäre wirklich schade, wenn die Futurezone verschwinden würde, denn soviele Medien gibt es auch wieder nicht, die konstant über Netzpolitik berichten und dabei auch oft viel Zeit in Recherchen stecken, die andere nicht machen wollen.

    15. Juni 2010 1
  • : Zehn nach halb elf: Beliebers, Daten- und Jugendschutz
    Zehn nach halb elf: Beliebers, Daten- und Jugendschutz

    Zugegeben, ich habe von dem, was heute im Netz passiert ist, nicht wirklich viel mitbekommen. Vorhin musste ich sogar fragen, wer oder was dieser Justin Bieber ist, der ProSieben bei Twitter einen Shitstorm eingebracht hat, den selbst ein Sascha Lobo nicht ohne weiteres weggesteckt hätte.

    Für die ein oder andere emotionale Grenzreaktion im Lager der Piratenpartei sorgte am Wochenende auch Ole Reißmanns Stück „Piraten erleiden Schiffbruch“ bei Spiegel Online. Und nein, die Demo „Freiheit statt Angst“ war keine Idee der Piraten. Haben diese aber auch nie behauptet.

    # Piraten erleiden Schiffbruch (Ole Reißmann, Spiegel Online)

    Keine Sorge, es geht noch schlimmer. Nehmen wir nur die Berichterstattung von Spiegel Online zum Tauss-Prozess. Rainer Kaufmann hat sich die Mühe gemacht und einige Artikel der letzten Tagen einem Realitätsabgleich unterzogen. Herausgekommen ist eine Analyse einer journalistischen Kapitulationserklärung. Ebenfalls lesenswert in diesem Zusammenhang: Der Aufsatz „Der Fall Tauss und seine mediale Inszenierung“ der beiden Tauss-Anwälte Jan Mönikes und Gregor Wettberg (Achtung, 23 Seiten …):

    # Tauss-Prozess: Willkommen im Boulevard (Rainer Kaufmann, bruchsal.org)
    # Der Fall Tauss und seine mediale Inszenierung (PDF) (Jan Mönikes & Gregor Wettberg)

    25. Mai 2010 20
  • : Dem Journalismus geht es erstaunlich gut
    Dem Journalismus geht es erstaunlich gut

    Wolfgang Blau, Chefredaktueur von Zeit-Online, hat für die SZ-Serie „Wozu noch Journalismus?“ einen guten Artikel über die Zukunft des Journalismus geschrieben: Dem Journalismus geht es erstaunlich gut.

    Ein Ausschnitt:

    Online-Kompetenz zu erwerben und ein zukunftsfähiges Berufsbild des Journalismus zu entwickeln, dient aber nicht nur dem Überleben etablierter Medienmarken. Wir sind es auch unseren Lesern schuldig. Das Internet entwickelt sich gerade zum Betriebssystem unserer Gesellschaft. Das Netz ist kein Nebenthema, es transformiert jeden Bereich unseres Lebens, positiv wie negativ. Die Zukunft unserer Bürgerrechte beispielsweise wird sich im Netz entscheiden. Wie aber sollen Journalisten den permanenten, digitalen Angriff auf Bürgerrechte und Privatsphäre verständlich darstellen, wenn ihnen die dafür nötigen Grundkenntnisse fehlen und sie das Netz nur durch die Brille ihrer alten Weltsicht betrachten können?

    16. Mai 2010 13
  • : Geleakt: Gesetzentwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger
    Geleakt: Gesetzentwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger

    iRights.info hat den Gesetzentwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger erhalten und veröffentlicht (PDF).

    Schon seit einiger Zeit war darüber spekuliert worden, dass die Verlage einen Gesetzesentwurf vorbereiten; aus dem Bundesjustizministerium (BMJ) war zu hören, dass man wünsche, dass Verlage und Journalistenvertreter sich auf eine Position einigen, bevor sich das Ministerium der Sache annehme. Hier muss sich das BMJ die Frage gefallen lassen, wie sinnvoll es ist, sich einen Gesetzesentwurf von Verlagslobbyisten und Gewerkschaften entwerfen zu lassen, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie ein weites Spektrum berechtigter Interessen außer Acht lassen würden. [.…]

    Beide Entwürfe sind nicht nur unausgegoren. Sie räumen auch die im Vorfeld geäußerten Bedenken der Kritiker eines Verleger-Leistungsschutzrechts in keiner Weise aus, machen zudem nicht deutlich, wie ein solches Recht überhaupt gerechtfertigt werden kann. Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie ‑beschaffung in einer Weise beeinträchtigen, die bislang nur in Ansätzen absehbar ist. Die Entwürfe machen mehr als deutlich, dass die vielfältigen Kollateralschäden mit gesetzlichen Formulierungen nicht vermieden werden können. Sie sind vielmehr eine Folge der Idee des Leistungsschutzrechts für Presseverleger selbst.

    Interessant ist auch die ausführliche Analyse von iRights.info zum Gesetzentwurf.

    7. Mai 2010 17
  • : Lorenz Lorenz-Meyer über Polit-Journalismus im Netz
    Lorenz Lorenz-Meyer über Polit-Journalismus im Netz

    Auf der re:publica 2010 hat Lorenz Lorenz-Meyer einen Vortrag über „Upgrading Political Journalism“ gehalten.

    „Das Internet stellt dem professionellen politischen Journalismus mächtige neue Instrumente zur Verfügung. Zugleich relativiert es seine Bedeutung. Der Vortrag soll das positive Potential dieser Veränderungen ausloten und mögliche Schritte zu einer verbesserten politischen Öffentlichkeit skizzieren.“

    Davon gibt es die MP3 und eine Video-Aufzeichnung auf Youtube:

    29. April 2010 1
  • : Absurdistan: ARD startet Löschaktion für Online-Inhalte
    Absurdistan: ARD startet Löschaktion für Online-Inhalte

    Als Folge des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags hat die ARD heute in einer Pressekonferenz umfangreiche Löschaktionen in den Online-Angeboten der Öffentlich-Rechtlichen Sender angekündigt bestätigt: Umfangreiche Löschungen in den Telemedienangeboten der ARD.

    Der ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust wird mit folgenden Worten zitiert:

    „Seit einem Jahr sind mehr als 100.000 Dokumente aus den ARD-Onlineangeboten genommen worden. Die von einigen Verlegern und ihren Verbänden unterstellte Expansion der ARD im Internet ist daher ein unhaltbarer Vorwurf. Was die Nutzer derzeit erleben, ist das genaue Gegenteil: Beliebte Inhalte der ARD im Internet müssen von uns aus dem Netz genommen werden. Und die Möglichkeit, unsere Sendungen zeitlich unbegrenzt abzurufen, ist bereits jetzt vielfach eingeschränkt. Das ist schade, da unsere Angebote vor allem wegen der vielen Audios und Videos für die Gebührenzahler einen deutlichen Mehrwert im Netz bieten.“

    Nach Angaben der ARD sind sie schon mitten in der Löschaktion. Tagesschau.de berichtet von zehntausenden Dokumenten, die gerade gelöscht werden.

    Hier wird die absurde Regelung des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags sichtbar. Statt einer Löschaktion sollte es anders herum sein: Die von uns finanzierten Beiträge sollten so lange wie möglich in einem offenen Format bereit gestellt werden. Wir haben schließlich dafür bezahlt!

    21. April 2010 65
  • : Wie funktioniert der Hauptstadtjournalismus?
    Wie funktioniert der Hauptstadtjournalismus?

    In der FAZ stand vorgestern ein lesenswerter Bericht über die Mechanismen des Hauptstadtjournalismus: Dauerschleife aus Berlin.

    Diese Woche sind Guido Westerwelle und Hartz IV verschwunden. Vier Wochen lang ging es um nichts anderes als die beiden, bevor es um Missbrauch in der katholische Kirche ging, und nächste Woche geht es womöglich um Kundus und Karl-Theodor zu Guttenberg, bevor wieder etwas anderes kommt. Es wird immer neue Themen geben. Nur die Art, wie an sie herangegangen wird, die bleibt.

    25. März 2010 1
  • : Verhandlungsmasse Futurezone
    Verhandlungsmasse Futurezone

    Auch in Österreich gibt es Streit zwischen dem Öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den privaten Verlegern. Und wie das immer so ist, ist im Zweifelsfall die Netzpolitik Verhandlungsmasse. In diesem Fall soll die Futurezone bedroht sein, die quasi ein Öffentlich-Rechtliches Heise-Angebot ist. Das sei ein „Special Interest-Angebot“, so wird der ORF-Finanzdirektor Richard Grasl im Standard zitiert. Er will den privaten Verlegern einen Deal über Online-Inhalte anbieten, so dass der ORF „sich auf Bewegtbild im Netz konzentrieren“ könnte, und dabei „Textinhalte auf „Überblicksberichterstattung“ und Inhalte mit Radio- und TV-Bezug“ beschränkt.

    Das wäre echt schade aus Sicht der Netzpolitik, bietet doch die Futurezone zuverlässige und oft sehr ausführlich recherchierte Beiträge – nicht nur über österreichische Themen.

    12. März 2010 11
  • : Leistungsschutzrecht wird konkretisiert
    Leistungsschutzrecht wird konkretisiert

    Das ominöse Leistungsschutzrecht schaffte es ohne jegliche Konkretisierung in den Koalitionsvertrag von Schwarz-Gelb. Monatelang fragten nicht nur wir uns, was denn so genau dahinter stecken kann und was die Politik darüber weiß, was der Öffentlichkeit vorenthalten wird. Die Lobbyisten der Verlagsbranche, vor allem der laute und omnipräsente Springer-Lobbyist Christoph Keese, gaben nur Nebelkerzen ab.

    Auf dem Kölner Medienrechtsforum wurde er laut Heise heute etwas konkreter als sonst: Leistungsschutzrecht: Nicht nur Google soll zahlen. Die Vorstellung der Verleger (Lauthals vorgetragen von einer armen Firma wie Springer) ist, dass eine Art neue VG Wort alle PCs in deutschen Unternehmen zur Kasse bittet. Die Idee hatte Keese schon in groben Zügen auf einer Diskussion in Berlin vorgetragen, die ich hier kommentiert habe. Eine neue Verwertungsgesellschaft soll geschaffen werden, weil man ja in der VG Wort mit den Urhebern/Journalisten teilen müsste.

    Demnach planen die Verleger in Kürze eine Kartellausnahmegenehmigung zu stellen, um eine neue Verwertungsgesellschaft zu gründen. Zahlen sollen in Zukunft nicht nur Portale wie Google, die kostenfrei abrufbare Inhalte systematisch auswerten, sondern jeder gewerbliche Nutzer der Verlagsangebote im Internet. Dabei nannte Keese explizit die schätzungsweise 20 Millionen gewerblich eingesetzten PCs in Deutschland.

    Weil:

    „Wir sehen, dass die Abonnements von Zeitungen und Zeitschriften in den meisten Unternehmen zurückgehen – das hängt natürlich auch damit zusammen, dass wir so gute Webseiten machen“, begründete Keese die Notwendigkeit einer neuen Zahlungspflicht.

    Man muss sich das jetzt mal konkret anschauen: Springer & Co wollen, dass rund 20 Millionen gewerblich genutzte PCs zur Kasse gebeten werden, damit sie mehr Geld haben. Als nächstes kommt dann die Musikindustrie, weil auf gewerblich genutzten PCs auch Musik gehört werden kann und wer folgt als nächstes? Und wozu wird das noch führen könnte: Arbeitnehmern wird der Internetzugang gekappt, damit die Unternehmen Geld sparen, falls es Sonderregelungen gibt. Und wer kontrolliert eigentlich, wieviele PCs in Unternehmen stehen?

    Hoffen wir mal, dass die Politik einen solchen Unsinn nicht mit macht und Springer & Co den Vogel zeigt. Bei einer Schwarz-Gelben Regierung mit engen Verbindungen zu Springer bleibt zwar noch ein Restrisiko, aber in einer Güterabwägung zwischen der kompletten Wirtschaft und einer kleinen (wenn auch mächtigen) Branche sollte einer Ablehnung bei dieser konkreten Vorstellung nichts im Wege stehen.

    11. März 2010 44
  • : Leistungsschutzrecht politisch bereits halbtot
    Leistungsschutzrecht politisch bereits halbtot

    Bei einer Diskussionsveranstaltung am 25. Februar auf Einladung des Providerverbandes Eco mit Vertretern von Google, Axel Springer und 1&1 in der Britischen Botschaft in Berlin äußerte sich der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag Siegfried Kauder: ein Leistungsschutzrecht sei offenbar nicht notwendig. Er sehe zwar die Probleme der Verlage im Netz, aber: „Sind wir aufgerufen, da was zu regulieren?“

    Die Debatte finde derzeit zurecht zwischen denen statt, denen es im Netz gut geht, und denen, bei denen die Einnahmen nicht ausreichten. „Compliance heisst das neue Wort – und dafür braucht es kein Gesetz.“ Kauder zu Christoph Keese von Axel Springer: „Fühlen Sie sich bitte nicht zu sehr auf der sicheren Seite, nur weil es im Koalitionsvertrag steht.“ Es sei nicht so, dass derjenige schon gewonnen habe, der die besseren Lobbyisten ins Feld führe.

    Diese klare Ansage ist ein harter Rückschlag für Springers Bemühungen. Zuständig für das Urheberrecht ist der Rechtsausschuss des Bundestages, dem CDU-Politiker Kauder vorsitzt.

    Der am Montag in der ‚Zensursula’-Anhörung wegen seiner Fragen an Franziska Heine noch scharf kritisierte Kauder sagte zudem, dass er sich dafür einsetze, Politik zu entschleunigen. Denn derzeit sei es so: ‚Wir führen Phantomdiskussionen mit Experten im Bundestag’, lang nachdem der Entwurf schon auf dem Tisch legen würde. Was kaum zu übersehen ist.

    26. Februar 2010 22
  • : Die obskure Debatte um ARD und ZDF im Netz
    Die obskure Debatte um ARD und ZDF im Netz

    Die Debatte um die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen Sender nimmt immer weiter obskure Züge an. Heute gibt es dazu zwei interessante Beiträge zu lesen: Stefan Niggemeier schaut sich ausführlich „Das Elend der Debatte um ARD und ZDF“ an und der Evangelische Pressedienst (epd) schreibt über „Kalter Medienkrieg – Wie der Drei-Stufen-Test instrumentalisiert wird“.

    23. Februar 2010 6
  • : TAZ-Interview über Extremismus
    TAZ-Interview über Extremismus

    Die Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert heute in Bremen eine Veranstaltung mit dem umstrittenen Extremismus-Forscher Eckhard Jesse über „Extremismus von links und rechts“. Die Taz hat dazu den Leiter des Bremer Büros der Adenauer-Stiftung interviewt. Dieser wollte seine in dem Interview geäußerten Aussagen nicht abgedruckt sehen und so wurde das Interview etwas anders abgedruckt: „XXXX XX XXXXX XXXXXX“.

    10. Februar 2010 12
  • : Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani
    Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani

    Bei den Ruhrbaronen gibt es „Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani“ zu lesen, ein Lehrstück über das Versagen der Medien und der “Social Networks” in der Iran-Berichterstattung, wodurch eine unschuldige Frau unfreiwillig politisches Asyl in Deutschland beantragen musste.

    Mir gegenüber sitzt die Todgesagte. Sie redet, sie lacht, manchmal merke ich, dass sie Angst hat. Neda Soltani musste flüchten, sie hat ihre Heimat verlassen. Sie sagt, hier in diesem Kaff bei Frankfurt am Main sei alles anders. Schnee, Frost, Regen und kalte Straßen mit kalten Gesichtern. Ein fremdes Land für die jungen Frau.

    Toll geschrieben und sehr traurig.

    5. Februar 2010 4
  • : Vernachlässigte Themen 2009
    Vernachlässigte Themen 2009

    Die Initiative Nachrichtenaufklärung hat die Top-Themen für das 2009 ermittelt, die in der Medienberichterstattung vernachlässigt wurden. Auf Platz 1 kommt „Notstand im Krankenhaus: Pflegebedürftige allein gelassen“.

    31. Januar 2010 4
  • : Medienaktivisten faken WEF
    Medienaktivisten faken WEF

    In Davos findet gerade das World Economic Forum statt. Davon gibt es auch eine offizielle Webseite unter weforum.org. Aber es gibt auch we-forum.org. Eine Webseite, die fast genauso heißt und fast genauso aussieht. Aber jeweils nur fast. Von dieser Domain wurde heute um 16:50 von einem Helmut Limnander eine Mail mit einer Pressemitteilung verschickt. „World Leaders Pledge to Shift Strategy to End Poverty Now“ verkündete diese und enthielt zudem verschiedene Links auf die we-forum.org Webseite, wo Video-Grussworte zu finden sind, u.a. von der Queen, Sarkozy und Angela Merkel. In der Pressemitteilung wurde aus Angela Merkels Grusswort zitiert:

    „Today, we are at a moment of societal crisis when dramatic change is inevitable,“ said Chancellor Merkel. „The only question is: will we help to usher in that change, or will we be its victims?“

    World Economic Forum - Home_1264608207528Die Aussagen und vor allem die Grußworte ließen Zweifel aufkommen, ob das die richtige Seite ist. Ein Ping an we-forum.org lieferte goofball.mayfirst.org als Server, wo die Seite gehostet ist. mayfirst.org gehört einem politischen ISP-Kollektiv, was u.a. für die Yes Men arbeitet, wie man an Meldungen sehen kann.

    Wir haben mal zwei Stunden gewartet, ob jemand auf die Meldung rein fällt. Zumindest in Deutschland ist es nicht mehr zu erwarten. Die Umsetzung ist aber gut und professionell. Das Design ist fast gleich und viele Inhalte auch. Aber nicht alle Inhalte. Auch ist das Einfallstor riesig, weil das WEF sehr ähnliche diese Domain nicht gesichert hat.

    Die Frage ist nur, ob eine solche riesige Überzeichnung von Positionen sinnvoll ist, um Medien zu hacken und ob das mit dieser Aktion gemacht werden sollte. Oder ob die Webseite eher einen Wunsch darstellt, wie ein solches Weltwirtschaftsforum auch sein könnte: Nämlich eine Versammlung von Menschen, die Menschenrechte weltweit stärken und Armut global effektiv bekämpfen will.

    27. Januar 2010 3
  • : „Gottes Werk und Googles Beitrag“: Diskussion über Leistungsschutzrechte
    „Gottes Werk und Googles Beitrag“: Diskussion über Leistungsschutzrechte

    Gestern hatte die Heinrich-Böll-Stiftung zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Gottes Werk und Googles Beitrag“ geladen. Um den „Teufel“ Google ging es bei der Diskussion um Leistungsschutzrechte für Verlage allerdings nur selten.

    Christoph Keese, der oberste Öffentlichkeitsarbeiter beim Axel-Springer-Verlag, hatte sichtlich Mühe zu erklären, was sich die Verlage unter einem Leistungsschutzrecht vorstellen. Und das, obwohl nach seiner Aussage alle deutschen „Werkmittler“ solche Rechte haben – nur eben nicht die Presse- und Buchverlage (letztere wollen allerdings auch keines).

    Obwohl mit dem Urheberrecht verwandt, hätten Leistungsschutzrechte einen anderen Schutzgegenstand. Während das Urheberrecht die kreative Leistung des Autors schütze, schützten Leistungsschutzrechte die organisatorischen und finanziellen Vor- und Nachleistungen des Verlegers, so Keese.

    21. Januar 2010 10
  • : Politiker des Tages: Wolfgang Börnsen
    Politiker des Tages: Wolfgang Börnsen

    Der Spruch des Tages kommt von CDU-Medienpolitiker Wolfgang Börnsen, der in der Bild-Zeitung die Smartphone-Pläne der ARD kommentierte:

    „ARD und ZDF gefährden die Medienvielfalt, weil sie dabei sind, ein marktbeherrschendes Kartell zu werden!“

    So, und nun überlegen wir noch mal, worum es geht: Die ARD hat Pläne für eine iPhone-/Smartphone-Applikation angekündigt. Und damit soll sie zusammen mit dem ZDF ein „marktbeherrschendes Kartell werden? Mit einer Applikation? Das ist ein guter Witz von Wolfgang Börnsen.

    25. Dezember 2009 36