Als Folge des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags hat die ARD heute in einer Pressekonferenz umfangreiche Löschaktionen in den Online-Angeboten der Öffentlich-Rechtlichen Sender angekündigt bestätigt: Umfangreiche Löschungen in den Telemedienangeboten der ARD.
Der ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust wird mit folgenden Worten zitiert:
„Seit einem Jahr sind mehr als 100.000 Dokumente aus den ARD-Onlineangeboten genommen worden. Die von einigen Verlegern und ihren Verbänden unterstellte Expansion der ARD im Internet ist daher ein unhaltbarer Vorwurf. Was die Nutzer derzeit erleben, ist das genaue Gegenteil: Beliebte Inhalte der ARD im Internet müssen von uns aus dem Netz genommen werden. Und die Möglichkeit, unsere Sendungen zeitlich unbegrenzt abzurufen, ist bereits jetzt vielfach eingeschränkt. Das ist schade, da unsere Angebote vor allem wegen der vielen Audios und Videos für die Gebührenzahler einen deutlichen Mehrwert im Netz bieten.“
Nach Angaben der ARD sind sie schon mitten in der Löschaktion. Tagesschau.de berichtet von zehntausenden Dokumenten, die gerade gelöscht werden.
Hier wird die absurde Regelung des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags sichtbar. Statt einer Löschaktion sollte es anders herum sein: Die von uns finanzierten Beiträge sollten so lange wie möglich in einem offenen Format bereit gestellt werden. Wir haben schließlich dafür bezahlt!