Kultur

Politiker des Tages: Wolfgang Börnsen

Der Spruch des Tages kommt von CDU-Medienpolitiker Wolfgang Börnsen, der in der Bild-Zeitung die Smartphone-Pläne der ARD kommentierte:


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„ARD und ZDF gefährden die Medienvielfalt, weil sie dabei sind, ein marktbeherrschendes Kartell zu werden!“

So, und nun überlegen wir noch mal, worum es geht: Die ARD hat Pläne für eine iPhone-/Smartphone-Applikation angekündigt. Und damit soll sie zusammen mit dem ZDF ein „marktbeherrschendes Kartell werden? Mit einer Applikation? Das ist ein guter Witz von Wolfgang Börnsen.

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36 Kommentare
  1. Bei normalen Bürgern gilt: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Bei Politikern gilt: Unwissenheit ist Voraussetzung für eine „Pressemitteilung“. Wenn Politiker ein Gesetz abnicken, weil sie Angst vor der Bild-Zeitung haben (Zensursula-Gesetz), dann weiss ich, wer Deutschland regiert: Bild und Deutsche Bank, Opel und die Hoteliers.

  2. Eine app?

    Also ich dfinde das heut jouran besser als die tagesehnmen,und außerdem hab ich kein iphone,ich erwarte als eine app für windows seven!

    Die ÖR(begründung für den schwachsin von den ör hier einfügen),ahben die pfalich auch windows seveb nutzern eine app zur verfügung zu stellen.

    Hast du eigentlich schon ein iphone,oder kommt das noch?

    Also die begründung es sei nur ein app ist wirklich lächerlich!
    Es gab mal ne zeit da waren ard und zdf radio und tv sender,und da gab es auch nur 3 sender zu emfangen,heute sind das ein paar „paar“ mehr!

  3. >Wieso eigentlich plötzlich die Aufregung, SWR contra hat so was schon länger und ist auch öffentlich rechtlich.

    Siehste dann sind es schon 2 apps!
    Aber wäre ja auch zu viel erwartet wenn die ör wenn sie schon ins internt gehen,sich wesentlich auch so verhalten!

    Aber nein,immer noch die selbe kleinsenderei wie vor 40 Jahren!

    naja,wenn das alles nichts kostet ist ja demnächst mal ne gebührensenkung!fällig!

  4. Das die (CDU-)Politiker so verhemend gegen die ÖR sind zeigt nur auf wessen Gehaltsliste sie stehen.

    Eigentlich müssten Politiker sich gerade für ÖR-Sender stark machen, um die grundlegende Versorgung zu gewährleisten UND die Rundfunkempfangsgebühren zu rechtfertigen.

    Wenn die privaten Sender kein gescheites Angebot mehr hinkriegen (wollen) kann das nicht zulasten von der ARD gehen, das ZDF ist ja eh schon unter Kontrolle der CDU.

    Bin mal gespannt wie sich das alles entwickelt, vielleicht wird ja bald gefordert das das Fernsehen kein *blödes Wort einsetzen*freier Raum sein darf.

    Aber wenn ARD + ZDF so böse sind, dann schafft es doch ab liebe Politiker. Und die Rundfunkempfangsgebühren gleich mit. Dann hätten die privaten Sender keine „Konkurrenz“ mehr und keine Probleme mit öffentlich rechtlichen Kartellen.

  5. Kann ich direkt vors Bundesverfassungsgericht gehen, wenn die App nicht auch auf Android kommt?

    Werden die GEZ-Gebühren dann von meinen Mobilprovider abgerechnet?

    Wer hilft bei der Organisation für ein Realitycamp für Politiker?

  6. Ich kriege immer mehr das Gefühl, dass Politik in einer Parallelwelt abläuft, in der andere Tatsachen und Naturgesetzte herrschen. Anders kann ich mir beim besten Willen nicht erklären, was der liebe Herr Börnsen da erzählt.

    Und mal ehrlich: Könnt ihr euch ein Szenario vorstellen, in dem die irgendeine Diskussion um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht in Frust endet? Da gibt es die Verklüngelung mit der Parteienwelt, ein bescheuertes Bezahlsystem, sinnlose Doppelungen in den Landesanstalten, einen merkwürdigen Programmauftrag (Wie werden doch gleich Wetten dass…?, Musikatenstadel und Dolles Dorf gerechtfertigt?) und natürlich die gerade diskutierte Platformbegrenzungen des ÖRs.
    Ich darf mich mit sowas einfach nicht mehr auseinandersetzen. Sonst werfe ich bald noch mit Miniatur-Replikas von Gotteshäusern um mich.

  7. > Das ist ein guter Witz von Wolfgang Börnsen.

    Nun ja, über einen guten Witz müsste man lachen können, das fehlt mir hier. Herr Börnsen wiederholt hier doch nur eine Meinung, die ihm von anderer Seite eingeredet wurde.

    Man könnte auch sagen: Hier wurde offensichtlich mal wieder eine Meinung „verstandkostenfrei“ weitergeleitet.

    ;-)

  8. Ich versteh die ganze Aufregung nicht.
    Tagesschau gibt es schon ewig als Video-podcast. Dazu noch die 100Sekunden Version.
    Tagesschau.de ist auch mit dem I-Phone erreichbar.
    Gut, jetzt ist vllt. mit der „App“likation nochmal alles zusammengefasst. Aber doch im Prinzip nichts, was es nicht shcon vorher gab. — Woher also die Aufregung?
    Nur weil Springer eine „App“likation herausgebracht hat die Geld kostet muss jetzt alles, auch das wofür schon gezahlt worden ist, nochmal Geld kosten? —

  9. Ich bin mal gespannt wann rauskommt, dass die Privatwirtschaft und Boulevardverlage dem Börnsen ein paar Scheinchen zugesteckt hat.

    Kein Politiker kann so blöd s-

    Moment da war doch was!

  10. Das ist beinharte Interessenspolitik die da abläuft. Auf beiden Seiten – ÖR und Privatsender/Verlage. Der ARD geht es doch nicht um ein App. Das war ein taktischer Versuch ein wenig Boden zu gewinnen, nachdemsie im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag in Sachen Internet einige Kröten schlucken mussten.

    Die Äusserungen von Politikern oder Verlergern, aber auch aus den Kreisen des ÖR darf man nur taktisch interpretieren, nicht inhaltlich.

    Es macht sicher Spass, den Beteiligten ihre Unwissenheit um die Ohren zu hauen, aber hilfreicher wäre, das politisch zu interpretieren und zu kommentieren. Aber das überfordert netzpolitik.org und seine Leser.

  11. @Tim: „Es macht sicher Spass, den Beteiligten ihre Unwissenheit um die Ohren zu hauen, aber hilfreicher wäre, das politisch zu interpretieren und zu kommentieren. Aber das überfordert netzpolitik.org und seine Leser.“
    Es macht nicht nur Spass sondern es ist Vorraussetzung für eine annehmbare Diskussion. Du kannst uns hier ja gerne die politischen Dimensionen erläutern, die sind jedoch nicht zu hoch, sondern schlicht unwürdig einer näheren Betrachtung. Ich für meinen Teil werde nicht meine Energie mit derartigem Gewichse verschwenden und mich weiter mit Inhalten beschäftigen. Auf das Niveau dieser Politiker mag ich mich nicht begeben.

  12. Die Aussage ist doch korrekt. Das Staatsfernsehen wirft Milliarden Euro blöden Unsinn aus dem Fenster: Eine Unzahl an Telenovelas, Musikantenstadl, schlechte Magazine (Brisant), politisch beeinflusste Nachrichten (ZDF-> Koch, Monitor, Frontal 21 und Killerspiele, gekürztes Interview mit Putin). Dass ich dafür bezahlen muss ist an sich schon eine absolute Frechheit…Jetzt auch noch für eine Anwendung, die ich als nicht Iphone (oder vergleichbares) garnicht benutzen kann?

    Na vielen Dank!

  13. Au Weia
    – die Fragen „wer zahlt“ und „wer profitiert“ werden bislang nicht einmal gestellt!

    Wer sich ein iPhone leisten kann, braucht sicher keine sozialen Zuwendungen.
    Die Portation von Pfründen des 20.Jahrhunderts ins 21. ist zumindest mir keine Herzensangelegenheit:
    Die Rundfunkgebühren sind unverschämt hoch – man stelle die Entwicklung der Telefonkosten der der Rundfunkgebühren gegenüber!
    Die beständige Suche nach „neuen Aufgaben“, vulgo Ausreden für mehr Transferleistungen der Restgesellschaft, verhindert das Entstehen von Märkten: iPhone Besitzer sind eher nicht durch sozial Bedürftige dominiert – der Preis von „Apps“ orientiert sich auch seltener an der Kostendeckung …

    Der ÖR Rundfunk gefährdet seine Daseinsberechtigung durch aggressive Unbescheidenheit

  14. Marktbeherrschende Kartelle sind doch in der Medienbranche ganz normal. Über Bertelsmann, Holtzbrinck und Konsorten macht sich Herr Börnsen scheinbar keine Gedanken.

  15. Die ÖR Rundfunkanstalten kassieren mit Erpresser-Methoden und Unterstützung der Politik jedes Jahr Milliarden € von der Bevölkerung und liefern dafür die gleiche Scheisse wie die Privaten – das ist der eigentlich Skandal !
    Und weil sie den Hals nicht vollkriegen können, sollen bald auch für PCs und Mobiltelefone die vollen 17,98 € kassiert werden – bei Umkehr der Beweislast zum Gerätebesitz !
    http://www.sueddeutsche.de/politik/665/496975/text/

  16. ach es geht doch nur darum dass die GEZ einen grund hat von personen mit einem internetfähigem device aufgrund der verlagerung von tv inhalten ins web per iphone app künftig dann fernseh gebühren (und nicht bloß radio/neuartige rundfunkempfangsgeräte gebühren) von diesen zu verlangen!

  17. … also unter tatsächlich denkenden Menschen hätte dieser Politiker sich jetzt disqualifiziert. Aber wir sehen ja, von wem wir uns regieren lassen…

  18. „ARD und ZDF gefährden die Medienvielfalt, weil sie dabei sind, ein marktbeherrschendes Kartell zu werden!“

    Recht hat er! Verhindern wir marktbeherrschende Kartelle.
    Zerschlagen wir Springer, Holzmann und Bertelsmann!

  19. Dass in einigen Kommentaren hier Tagesschau.de, heute.de oder sportschau.de in einem Atemzug mit Grundversorgung genannt wird, ist bizarr.
    Abgesehen davon, dass die Grundversorgung schon vor Tagesschau.de gegeben war, sind die Angebote der Privaten auch noch qualitativ besser und hochwertiger (im Gegensatz zu Radio und Fernsehen). Und gerade dass Internet zeigt, dass auch nicht-kommerzielle Angebote ohne erpresste GEZ-Milliarden realisiert werden können.

  20. Es gibt da noch eine zweiten Fehler: ARD und ZDF sind öffentliche-rechtiche Anstalten. D.h. sie stehen nicht im wirtschaftlichen Wettbewerb zu Wirtschaftsunternehmen, selbst dann, wenn ihr Handeln die Märkte beeinflusst. Deswegen können sie auch gar keine Kartelle bilden.

  21. Auf meinem iPod gibt es Fstream für Radio Fritz! und das dradio App. Die Zeit lese ich noch auf totem Baum.

    Die Idee einfach nur den Kopf in den Sand zu stecken und dadurch der GEZ entgehen zu können ist albern. Wenn ich schon zahle dann will ich die Inhalte auch jederzeit und überall abrufen können!

  22. Mir ist es jedenfalls lieber, wenn ARD und ZDF eine marktberherrschende Stellungen haben, statt Tittensender wie RTL und Pro7. Zudem kommen auf den ÖR noch gute Dokumentationen, bei dem man auch was lernt.

    Schau ich mir an was, auf den Privaten kommt, so sind das äußerst furchtbare auf Specialfffekte getrimmte Infotainment-Sendungen, bei denen man nach ner Stunde zwar das Gefühl hatte, dass es Spaß gemacht hat, man aus der Reizüberflutung aber nichts dazu gelernt hat.

    Außerdem kommen auf dem ÖR die Nachrichten auch noch halbwegs sachlich und man braucht nicht zu erwarten, dass ein Beitrag für Guerillia-Marketing missbraucht wird.

    Ich finde es äußerst traurig, wenn die Privaten stets versuchen das ÖR anschwärzen.

  23. Ich bin bestürzt ob der drohenden medialen Übermacht von ARD und ZDF. Mit einer App für’s iPhone und andere Smartphone werden die Öffentlich-Rechtlichen nicht nur alle Privaten vom Markt verdrängen, sondern auch sicherlich 90% der Gebühren und damit unser schwer verdientes Geld verbraten.

    Börnsen hat mit seinen Äußerungen lupenreinen Sachverstand bewiesen. Konsequenterweise sollte er sich an die Ausfertigung eines Gesetzes machen, das den Öffentlich-Rechtlichen jegliche Mobil-Internet-Bestrebungen verbietet. Wo kämen wir denn hin, wenn sich die ARD und das ZDF noch intensiver im Mobilen Internet engagieren? Die BILD sollte in diesem Bereich staatlich subventioniert werden.

  24. Ich kann das durchaus nachvollziehen.
    Nicht den Kommentar von Börnsen, aber die Logik mit der gratis nachrichten app, die nur wenige tage nach dem launch der apps der großen tageszeitungen selbstverständlich einen entstehenden markt im ansatz zersetzen.

    im fernsehen und radio kann dies durch werbung ausgeglichen werden, aber niemand wird eine Zeit-App kaufen, wenn darin auch noch nervige werbeblöcke mitgeladen werden.
    Die einzige App, die hiervon profitiert dürfte die Bild-App sein, da hier das Klientel eh ein anderes ist, als bei tagesschau-guckern und (seriösen-) Zeitungslesern.

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