Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani

Bei den Ruhrbaronen gibt es „Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani“ zu lesen, ein Lehrstück über das Versagen der Medien und der “Social Networks” in der Iran-Berichterstattung, wodurch eine unschuldige Frau unfreiwillig politisches Asyl in Deutschland beantragen musste.


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Mir gegenüber sitzt die Todgesagte. Sie redet, sie lacht, manchmal merke ich, dass sie Angst hat. Neda Soltani musste flüchten, sie hat ihre Heimat verlassen. Sie sagt, hier in diesem Kaff bei Frankfurt am Main sei alles anders. Schnee, Frost, Regen und kalte Straßen mit kalten Gesichtern. Ein fremdes Land für die jungen Frau.

Toll geschrieben und sehr traurig.

4 Kommentare
  1. „…hier in diesem Kaff bei Frankfurt am Main“

    Hoffentlich nur die auf schlechter Übersetzung fußenden Worte des Autors und nicht ihre eigenen.
    Denn ansonsten sollte die mondäne, junge Dame, wenn es ihr hier zu provinziell ist, vielleicht lieber in Rumänien oder Polen um Asyl ansuchen.
    Sicher vor dem Zorn der Mullahs, ist sie dort allemal.

    Sich über den Unterbringungsort zu beschweren, weil dieser nicht weltstädtisch genug erscheint und auch nicht den klimatischen Wünschen entspricht, wäre jedenfalls ein an Unverschämtheit nur mehr schwer zu unterbietendes Verhalten – und das ausgerechnet von jemandem, der um Schutz bzw. Asyl bittet.

    Grober Undank wie dieser, sollte gegebenenfalls zu einer sofortigen Ausweisung führen (sie ist sowieso über ein sicheres Drittland eingereist), da dieses Verhalten eine Geisteshaltung an den Tag legt, die hier schon von eindeutig zu vielen Zuwanderern orientalischer Herkunft stolz zur Schau getragen wird.

    Die Tatsache, dass ihr irgendwelche westlichen Medien, aufgrund von Schlamperei Unrecht taten, kann als Entschuldigung für solche unbedachten Aussagen jedenfalls nicht gelten.
    Soll Sie diese unsäglichen Typen doch verklagen, wenn ihr danach ist – aber bitte von Polen oder Rumänien aus…

  2. @Martis:

    > Denn ansonsten sollte die mondäne, junge Dame, wenn es ihr hier zu provinziell ist, vielleicht lieber in Rumänien oder Polen um Asyl ansuchen.

    Selbst wenn das ihre eigenen Worte waren, rechtfertigt das noch lange nicht diese Unverschämtheit. Irgendwie wünsche ich mir bei solchen Sprüchen immer, man könnte die Urheber zwangsweise in die Lage der Angegriffenen versetzen, so für zwei, drei Monate. Wenigstens den Wohnsitz tauschen solltest du mit ihr müssen.

    > Sicher vor dem Zorn der Mullahs, ist sie dort allemal.

    Das sagt dir was oder wer?

    > Sich über den Unterbringungsort zu beschweren, weil dieser nicht weltstädtisch genug erscheint und auch nicht den klimatischen Wünschen entspricht, …

    Lesen bildet. Weiter unten im Artikel beschreibt sie die Wohnsituation genauer. Da geht es um wesentlich mehr.

    > wäre jedenfalls ein an Unverschämtheit nur mehr schwer zu unterbietendes Verhalten – und das ausgerechnet von jemandem, der um Schutz bzw. Asyl bittet.

    Wenn man nach diesen Erlebnissen jetzt endlich einmal die Gelegenheit einer eigenen Darstellung bekommt, wo ist da das Problem, wenn man obligatorisch-kniefällige Dankesbekundungen vergisst? Es ist ja nicht so, dass sie hier her oder überhaupt aus dem Iran gewollt hätte. Sie wurde zur Flucht gezwungen und westliche (sic!) Medien trugen wesentlich dazu bei.

    > Grober Undank wie dieser, sollte gegebenenfalls zu einer sofortigen Ausweisung führen (sie ist sowieso über ein sicheres Drittland eingereist), …

    Grober Undank, das ich nicht lache! s.o. Und auch hier: Wieso sicheres Drittland? Weshalb solltest gerade du beurteilen können, wo die betroffene sicher ist/sich ausreichend sicher fühlt?

    > da dieses Verhalten eine Geisteshaltung an den Tag legt, die hier schon von eindeutig zu vielen Zuwanderern orientalischer Herkunft stolz zur Schau getragen wird.

    Alles klar. Populistische Hetze gegen Ausländer, sogar mit der üblichen Wortwahl. Verwendet ihr eigentlich Textbausteine?

    Finaler Tipp an dich: Geh wieder zurück zu PI und Konsorten, da wird dein Fremdenhass befriedigt.

    Was mich abschließend wirklich aufregt, wieso bin ich hier der erste, der Martis widerspricht? Stillschweigende Zustimmung?

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