Medien

  • : Die richtige Nutzung der CC-NC – Lizenz
    Die richtige Nutzung der CC-NC – Lizenz

    Ich weiß ja nicht, ob Spiegel-Online weitere Nutzungsrechte für die Verwendung der Bildergalerie aus der Wahlnacht von Barack Obama bekommen hat. Aber auf den ersten Blick erscheint die Übernahme der Bilder von Flickr als eine Urheberrechtsverletzung. Die Bilder sind nämlich unter der Creative Commons BY-NC-SA – Lizenz veröffentlicht und das schließt eine Nutzung zu kommerziellen Zwecken ohne weitere Zusatzvereinbarung aus.

    8. November 2008 21
  • : Journalismus und Schweigegeld in China
    Journalismus und Schweigegeld in China

    Beim China Media Project an der Universität in Hong Kong berichtet die italienische Journalistin Emma Lupano über die herbe Richtung, die Berichterstattung über heikle Themen in China eingeschlagen hat. In Linfen “gag fees” spark media ethics debate in China wird das Verhalten von Journalisten und die Berichterstattung über einen Minenunfall in Shanxi berichtet, bei dem ein Arbeiter starb. Der Unfall selbst geschah am 21. September 2008. „Gag fees“ heißt auf Chinesisch 封口费, ich habe es als „Schweigegeld“ übersetzt – und genau das haben reihenweise Journalisten bezogen, die zum Unglücksort kamen. Und das ist die eigentliche News in all den Artikeln.

    Der Unfall wurde zuerst bei China Youth Daily (中国青年报) berichtet, die eigentlich zu einer staatlichen Jugendorganisation gehört. Der Artikel über die Schlange bei der Geldausgabe ist noch hier: 真假记者排队领“封口费” (Print).

    Eine Übersetzung gibt es hier: Shanxi scandal: coal mine „shut up“ cash. Der von Cam MacMurchy übersetzte Bericht schildert neben dem Unfall auch bizarre Einzelheiten zum Verhalten der (echten und falschen) Medienvertreter vor Ort:

    Dai has been in the news business for twenty years; still, what he saw shocked him: There were more than ten offices in the building. All the offices were filled with „reporters“ who were chatting with each other. In the hallway, there were other „reporters“ lining up.

    Dai took pictures of the most humiliating scene in the news industry in China: this was happening after a coal mine disaster. Real and fake „reporters“ were lining up not to report the disaster, but to collect their „shut up“ money.

    Dai received a message from a worker in this coal mine a couple of days ago, which said 41-year old worker Ji Xinhong suffocated to death in the mine. Ji is from Zhenbei village, and was buried on September 22. The coal mine company didn’t report the incident to higher-level leaders. Instead, they handed out „shut up“ money to reporters who arrived. The amount of money varied. At most, it was tens of thousands, at the least, only a few thousand.

    Ein Bericht erschien auch bei Hexun.com (sprich „He-schün“), einem Wirtschaftsinformationsdienst für Finanzmärkte: 山西矿难真假记者排队领“封口费”(组图) am 28.10.2008.

    Mich machte das erst einmal sprachlos. Offenbar ist das endemisch und schon länger bekannt.
    Das Prinzip, positive Nachrichten zu betonen und schlechte Nachrichten zu vermeiden („正面报导为主“) scheint regelmäßig eine total kranke und organisierte Infrastruktur der Vertuschung und Trittbrettfahrerei hervorzubringen, was bei den relativ häufigen Minenunfällen bittere Ausmaße hat. Brrr.

    (Ich wollte schon am Donnerstag darüber schreiben, kam aber nicht recht dazu. Derweil berichten u.a. auch die chinablätter)

    4. November 2008 3
  • : 60% aller Deutschen in Sozialen Netzwerken?
    60% aller Deutschen in Sozialen Netzwerken?

    60% aller Deutschen in Sozialen Netzwerken“ titelt die Plattform Meedia mit Verweis auf eine Pressemeldung eines Marktforschungsinstituts.

    Als Hauptgrund, Sozialen Netzwerken fern zu bleiben, wurden Datenschutzbedenken angegeben, wobei Frauen kritischer sind als Männer und Ostdeutsche kritischer als Westdeutsche.

    Irgendwas ist da beim Abschreiben der Pressemeldung aber schief gegangen, da laut verschiedener Umfragen nur ca. 60–70% der Deutschen überhaupt im Internet sind. Vielleicht war es die fehlende journalistische Recherche?

    30. Oktober 2008 11
  • : Münchener Medientage zu Blogs und Open Source
    Münchener Medientage zu Blogs und Open Source

    Meine newthinking-Kollegin (und leider viel zu seltene Mitbloggerin) Andrea Goetzke ist Morgen Nachmittag auf den Münchener Medientage Teilnehmerin einer Podiumsdiskussion über „Blogs, Open Source Medien und social Networks – Zwischen Selbstüberschätzung und Beitrag zur Pluralen Meinungsbildung“.

    Der US-Präsidentschaftswahlkampf wird an breiter Front im Internet geführt, Barack Obama wirbt für sich mit einem Profil auf MySpace, die Initiative ‚Off the Bus’ arbeitet mit tausenden Laien-Berichterstattern, die über die Kandidaten im ganzen Land informieren. ‚Das Internet demokratisiert die Macht’, sagte Arianna Huffington, Chefin der ´The Huffington Post‚ einmal in einem Interview. Die vereinfachte Technik, die es in Mediendemokratien grundsätzlich jedem ermöglicht, im Internet zu publizieren und zu interagieren, weckt Hoffnungen auf mehr politische Partizipation und größere Transparenz. Doch anders als in den USA scheint die politische Debattenkultur in deutschen Blogs noch nicht so richtig angekommen. Für die deutschen Parteien könnte der Bundestagswahlkampf 2009 ein Anlass sein, die neuen Möglichkeiten besser auszuloten. Oder sind Weblogs für deutsche Parlamentarier, die nicht auf Direktstimmen setzen müssen, unattraktiv? Beeinflusst die Logik von Weblogs politische Partizipation? Wie kann eine gewisse Qualität und Glaubwürdigkeit gesichert werden?

    28. Oktober 2008 1
  • : Guardian bietet jetzt Full-Feeds
    Guardian bietet jetzt Full-Feeds

    Der britische Guardian zeigt mal wieder, was Innovation im traditionellen Medienbereich ist: Jetzt gibt es die ganzen Artikel im RSS-Feed. Und nicht nur die Überschriften, wie es in der Regel deutsche Medienhäuser anbieten. Eine weitere Innovation, wo man von Blogs gelernt hat und ein Angebot schafft, was dem Medienkonsum von immer mehr Nutzern entgegen kommt. Mein Medienkonsum wird im wesentlichen von meinem RSS-Reader gesteuert. Das Öffnen eines Artikels von Heise, Spiegel & Co im Browser aufgrund der Überschrift im RSS-Feed empfinde ich dabei als unnötigen Medienbruch.

    Der Wechsel beim Guardian entspricht daher auch der veränderten Medienwelt: Vom Pull- zum Push-Medium. Mal schauen, welches deutsche Medium irgendwann mal als erstes folgen wird.

    Upgrading our RSS feeds
    Today guardian.co.uk rolled out a major upgrade to the RSS feeds. Our feeds now contain the full content of each article so that you can take guardian.co.uk with you wherever you prefer to get your news.

    Zwei Ausnahmen soll es geben:

    * Comics und Bilder will man wohl in der Regel erstmal nicht integrieren
    * Und auch Inhalte, wo man sich unsicher über die Rechte ist, sollen erstmal nicht gesendet werden.

    24. Oktober 2008 1
  • : Creative Commons in Medienhäusern – eine Chance?
    Creative Commons in Medienhäusern – eine Chance?

    Markus Huendgen vom Video-Podcast „Das fliegende Auge“ auf „Der Westen“ hat ein Interview mit mir zu „Creative Commons in Medienhäusern – eine Chance?“ auf der Web 2.0 Expo in Berlin gemacht.

    Link: Creative Commons in deutschen Medien: Eine Chance?

    24. Oktober 2008 2
  • : 10 Jahre Google? – 1 Jahr BREITBAND!
    10 Jahre Google? – 1 Jahr BREITBAND!

    Die Deutschlandradio Kultur Sendung Breitband hat heute Jubiläum gefeiert und ich war als Studiogast eingeladen: 10 Jahre Google? – 1 Jahr BREITBAND! Eine Sondersendung mit Abrechnungen, Aussichten, Alternativen..

    Was ist geblieben vom Social Web?: „Hallo, ich bin die Susi, mag gerne Parties und hier sind die Fotos meiner Katze…“ War der Web‑2.0‑Hype nur ein Medienphänomen? Wie lebendig sind die ewig tot geredeten traditionellen Medien? Inwieweit sind Offline-Sichtweisen eins zu eins auf das Netz übertragen worden? Fragen an Steffen Grimberg, Medienredakteur bei der taz. Man könnte ja annehmen, die Möglichkeiten der digitalen Partizipation würden auch neue politische und gesellschaftliche Entwürfe nach sich ziehen. Bis jetzt – bis auf wenige Ausnahmen – Fehlanzeige. Die deutschen Blogger verrennen sich in Eitelkeiten, die Politik ist nicht in der Lage, Innovationen zu nutzen. Wie kann heutige Netzpolitik aussehen? Mit Marcus Beckedahl von Netzpolitik.org ziehen wir eine Zwischenbilanz. Ist Google in fünf Jahren das Betriebssystem des Internets? Wie sieht das Netz der Zukunft aus? Verstaatlicht? Kommunistisch? Mobil? Was Anton Waldt, Chefredakteur der debug für Morgen vorsieht…

    Das war eine äusserst nette und entspannte Runde eben im Studio. Leider hat man im Radio in einer Stunde nicht allzuviel Zeit, um die angesprochenen Themen aus verschiedenen Seiten tief zu diskutieren. Denn es werden ja auch noch Musik und Nachrichten gespielt. Aber dafür gibts die MP3 schon.

    4. Oktober 2008 1
  • : report München mit Falschinformationen gegen Datenschutz
    report München mit Falschinformationen gegen Datenschutz

    Ich habe ja schon drauf gewartet. Nachdem sich fast alle Politiker in den letzten Tagen für stärkeren Datenschutz ausgesprochen haben und lediglich Wolfgang Schäuble und ein paar andere eher defensiv behaupteten, beim Staat wären die Daten ja sicher (China-Trojaner oder Großbritannien, anyone?), kam heute Abend der Gegenangriff der Überwachungsfreunde in der ARD. Genau die selbe Redaktion hatte vor ein paar Monaten übrigens die Datenlecks bei den Meldebehörden aufgedeckt. Die können und wissen das also eigentlich besser, was darauf hindeutet, dass dieser Beitrag eine politisch-strategische Entscheidung war. Es ging um die anstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Vorratsdatenspeicherung, wozu die Bundesregierung in Kürze ihre Stellungnahme abliefern muss. Die zentrale Message war jetzt: „Datenschutz ist Täterschutz“. Leider war der Beitrag so tendenziös gemacht, dass sich eine ernsthafte Auseinandersetzung kaum lohnt. Daher hier nur drei Punkte, die ich dort auch schon ins Forum geschrieben habe, die aber noch der Moderation harren.

    Der Bericht enthält eine Reihe von falschen Informationen:

    1) Vergewaltigung ist auch nach der Eilentscheidung des BVerfG noch ein Straftatbestand, der eine Nutzung von Vorratsdaten erlaubt. In dem im Beitrag genannten Fall ist der Zusammenhang offenbar ohnehin nur „wenn das Handy nicht geklaut worden wäre, hätte man den Täter nicht fassen können“. Und? Wenn man bei einer Straftat keine Telekommunikation nutzt, greift diese natürlich nicht.

    2) Die U‑Bahn-Schläger aus München im Dezember 2007 sind nicht wegen der Vorratsdatenspeicherung gefasst worden. Diese trat nämlich erst im Januar 2008 in Kraft.

    3) Die Verfassungsklage gegen die Vorratsdatenspeicherung ist nicht „nur“ „von einer Bürgerinitiative“ eingereicht worden, sondern von mehr als 34.000 Bundesbürgern. Sie ist damit die größte Verfassungsbeschwerde der BRD.

    Fazit: Schlecht recherchierte, plumpe Meinungsmache. Schade. Interessant und investigativ herausfordernder wäre es zum Beispiel, mal zu recherchieren, wie diese Daten, die immerhin auch bei privaten Firmen lagern, vor Missbrauch und Weiterverkauf geschützt werden können, bzw. ob das überhaupt möglich ist.

    Update: Zwei Tage nach der Sendung sind endlich bei report München die ersten Forenbeiträge freigeschaltet. Mein eigener, der direkt nach der Ausstrahlung dort eingestellt wurde, findet sich leider nicht darunter. Statt dessen gibt es bisher nur zustimmende Meinungen bzw. Datenschutz-Bashing.

    26. August 2008 48
  • : Interview zu Datenschutz
    Interview zu Datenschutz

    Ich habe Stern.de gerade ein längeres Interview gegeben, das einige Aspekte der aktuellen Debatte um die Datenskandale anspricht. Daneben geht es unter anderem darum, dass wir alle zu Borgs werden und warum wir dennoch etwas zu verbergen haben. Feedback ist natürlich gern gesehen.

    Update: Ich habe gerade erst gesehen, dass sie Constanze Kurz vom CCC vor ein paar Tagen auch schon befragt haben, vor allem zu Möglichkeiten, sich zu selber schützen.

    24. August 2008 2
  • : Feature zu China: Innenpolitik und Krisenmanagement
    Feature zu China: Innenpolitik und Krisenmanagement

    Läuft seit ca. 15 Minuten im Deutschlandradio Kultur: die Weltzeit über „China vor den Olympischen Spielen“, von Petra Aldenrath. Ankündigungstext:

    Für China sind die Olympischen Spiele das nationale Prestigeobjekt schlechthin. Als Gastgeber wollte sich China als ein Land präsentieren, das wundervolle und unvergessliche Spiele inszenieren kann. Jubelnde Zuschauer, glückliche Athleten und viel internationale Anerkennung, das alles haben sich die Chinesen von der Ausrichtung der Spiele erhofft, die unter dem Motto „Eine Welt – Ein Traum“ stehen.

    Macht inhaltlich einen guten Eindruck. Gibts wie immer als Live-Stream, z.B. als Flash oder Ogg.

    Update: der Beitrag war natürlich schon fast vorbei; da rächt sich das Nebenbeihören. Allerdings sollte sich der Beitrag veon heute bald im Archiv oder über die Suche finden lassen.

    4. August 2008
  • : Klare Trennung zwischen Artikel und Werbung?
    Klare Trennung zwischen Artikel und Werbung?

    Ziffer 7 des Pressekodexes besagt: „Verleger und Redakteure … achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken“. Dieser gilt derzeit nicht für Onlineerzeugnisse:. Ein schönes Beispiel liefert Tagesspiegel.de: Wer kann das hier von dem hier unterscheiden?

    25. Juli 2008 6
  • : Fernsehen und Internet für Einsteiger
    Fernsehen und Internet für Einsteiger

    Mario Sixtus beschreibt auf Sueddeutsche.de, wie das Internet das Fernsehen analog zur Musikindustrie verändern wird: Fernsehen, sei umschlungen!

    Für die meisten TV-Sender ist der Ausflug ins Internet ein Kulturschock. Man sieht’s. Können oder wollen die das nicht besser? Eine Tour d’Horizon durch das Netz der Möglichkeiten. [.…] Ob legal gestreamt oder illegal heruntergeladen: Was bleibt also vom Fernseh-Erlebnis unserer Elterngeneration, wenn die Sender konsequent den Weg ins Web beschreiten? Nicht viel, wenn man bedenkt, dass die Entgleichzeitigung die TV-Sender in Videotheken verwandelt und sie durch die Entbündelung auch noch ihre Wahrnehmbarkeit verlieren. Zugespitzt könnte man sagen: Das Fernsehen löst sich auf, zumindest das lineare, immobile.

    8. Juli 2008
  • : Rundfunkänderungsstaatsvertrag: Gegen ARD & ZDF im Netz
    Rundfunkänderungsstaatsvertrag: Gegen ARD & ZDF im Netz

    Der Rundfunkänderungs-Staatsvertrag soll zwar erst im Herbst nach einer weiteren Konsultationsphase in Kraft treten, aber die Ministerpräsidenten der Bundesländer stimmten heute darüber ab, was die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten künftig im Internet anbieten dürfen.

    Tagesschau.de berichtet: Was ARD und ZDF im Internet dürfen.

    Nach dem Entwurf der Rundfunkkommission sollen größere Sportereignisse wie Olympische Spiele oder DFB-Pokalspiele grundsätzlich 24 Stunden im Internet bereitgestellt werden. Andere Angebote dürfen Koch zufolge in der Regel nur sieben Tage im Archiv abrufbar sein. Diese Regel soll bei Informations- und Bildungsangeboten abgeschwächt werden, an denen ein öffentliches Interesse besteht. Das Tagesschau-Archiv soll nach Ansicht der Ministerpräsidenten uneingeschränkt nutzbar bleiben.

    Positiv ist wenigstens, dass die künstliche Deckelung von 0,75% des Budgets aufgehoben werden soll. Genau jetzt ist die Chance da, mehr Inhalte des Öffentlich-Rechltichen Rundfunks unter Creative Commons Lizenzen zu veröffentlichen. Denn wenn viel Inhalte nur noch sieben Tage im Archiv stehen dürfen, wozu im schlechtesten Fall auch Text-Beiträge von tagesschau.de gehören, bietet eine offene Lizenzierung die Möglichkeit, einfach Mirrors an anderen Orten von den Bürgern anlegen zu lassen.

    Es gibt viele offene Fragen. Jörg Sadrozinski von tagesschau.de kommentiert dies: Das Gezerre geht weiter.

    Auf was Sie künftig bei tagesschau.de verzichten müssen, ist nach dem vorliegenden Entwurf noch nicht klar. Der von einigen Zeitungen ins Spiel gebrachte Kampfbegriff der „elektronischen Presse“ ist nicht eindeutig formuliert. Übrigens basiert er nicht auf einer Forderung der EU-Kommission an eine Neuregelung des Onlineauftrags der Öffentlich-Rechtlichen, sondern fand über die Verlegerlobby Eingang in den Entwurf. Ebenso ist unklar, was mit „sendungsbegleitend“ gemeint ist. Und inwieweit Unterhaltung in öffentlich-rechtlichen Internetangeboten gestattet wird, darüber sind sich die Länder noch nicht einig.[…]

    Was haben wir aus dem Konflikt bis hierher gelernt? Ich fürchte: nichts. In den kommenden Wochen und Monaten wird das Gezerre, das Keifen und Zetern weitergehen. Was nicht verwundert, denn eigentlich geht es um einen fundamentalen Konflikt: Medien (egal ob alt oder neu) werden mehr und mehr als Wirtschafts- denn als Kulturgut angesehen. Es geht um den Kampf Kommerz gegen Allgemeingut.

    Verleger und private Rundfunkanbieter wollen die Öffentlich-Rechtlichen im Leitmedium der Zukunft marginalisieren, um dort ungestört Geschäfte machen zu können. Dabei wäre es sehr leicht möglich, das Beste aus beiden Systemen zu nutzen: XML- (RSS-) Feeds machen es möglich, Inhalte zu integrieren und zu kooperieren. Alle reden vom Web 2.0, vom partizipatorischen Internet, dem „Mitmach-Netz“. Dass das Internet neue Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten bietet, sozusagen „public-private partnerships“, haben leider nur wenige kapiert.

    Roland Koch sprach dann auch bei der Vorstellung des neuen Rundfunkänderungsstaatsvertrag von „einer Art Neufassung des Grundgesetzes der öffentlich-rechtlichen Medien“.

    Etwas verwundert bin ich über ein Zitat unseres Berliner SPD-Ministerpräsidenten bei Spiegel-Online: Ministerpräsidenten bremsen ARD und ZDF im Netz.

    Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hielt den zum Teil konsterniert wirkenden Vertretern öffentlich-rechtlicher Sender entgegen: „Uns leitet das Interesse der Bürgerinnen und Bürger und der Zuschauerinnen und Zuschauer.“

    Und dann kommt eine solche Entscheidung? Mein Interesse als Bürger und Zuschauer ist es, dass ich die von mir bezahlten Inhalte auch in meiner bevorzugten Medienform (aka Internet) nutzen kann. Und nicht in der traditionellen Medienform, die ältere Menschen und Politiker am liebsten nutzen.

    12. Juni 2008 7
  • : Medienforum.nrw und Grimme Online Award
    Medienforum.nrw und Grimme Online Award

    Ich bin gerade in Köln, wo das Medienforum.NRW bald zu Ende geht. Heute ist Konvergenztag und der ist etwas interessanter als gestern, wo es um Film und Print ging. Aber da das Internet leider nicht mal annähernd ISDN-Geschwindigkeit erreicht, blogge ich auch nicht soviel mit. Und Interviews gibts auch erstmal keine, das hochladen würde wohl gar nicht gehen. Internet spielt hier auch keine grosse Rolle. Es kommt einem so vor, als ob die einzigen Notebook-Besitzer die handvoll Blogger sind. Dafür gab es zumindest eine interessante Diskussion rund um Datenschutz, die Wolfgang Blau von Zeit-Online moderierte. Mit dem dem Podium waren u.a. Padeluun, Gerhard Baum und Norbert Schneider. Letzterer ist der Präsident der Landesanstalt für Medien NRW. Ich hab ja schon viel von ihm gehört, u.a. stammt die grandiose Idee von ihm, dass man doch Podcasts bei einer Behörde anmelden müsste. Seine Präsenz auf dem Panel war sogar noch komischer als erwartet. Soviel Unsinn hört man selten.

    Mit Gerhard Baum konnte ich noch ein kurzes Interview zur Online-Durchsuchung machen, das gibts später. Sonst ist das Essen gut und ein paar nette Menschen sind auch hier. Viel mehr gibts auch nicht zu schreiben. Mehr Internet wäre praktisch. Sonst läuft das hier teilweise auf dem Niveau ab, dass z.B. ein Vertreter der Telekom in einem Panel zu Web 2.0 zeigt, wie man im eigenen T‑Online Mailclient das Adressbuch anlegt. Und Freibier auf Medienkongressen scheint auch die Regel zu sein – Ab morgens… Über sowas wundere ich mich nicht mehr.

    Später gibts noch die Verleihung der Grimme Online Award, wo dieses Blog für nominiert ist. Bei der Nominierung bleibst wohl auch, weil ich sonst nichts gehört habe. Daniel Fiene hat die Gewinner schon gefunden. Freue mich für Hobnox, die es verdient haben. Und ansonsten warte ich immer noch auf Informationen, wie das mit dem versprochenen Limousinen-Shuttle-Service ist, woran ich mich noch erinnerte. Das wurde bei der Vorstellung der Nominierungen angekündigt, aber bei der Ankündigung blieb es dann auch. Fahrtkostenerstattung für die Nominierten gibts wohl auch nicht, was etwas schade ist.

    Hier sind auf jeden Fall anscheinend die Gewinner:

    * Störungsmelder
    * WDR Mediathek regional
    * kids-hotline
    * Zeitzeugengeschichte.de
    * Intro.de
    * Literaturport
    * Hobnox
    * Publikumspreis: “Sandra Schadek – ALS”

    Bis auf dem Publikumspreis sind das eigentlich alles grosse Redaktionen. Freue mich aber über die Nominierung und das tolle Feedback. „Grimme Online Award der Herzen“ klingt auch besser als eine Kategorie.

    11. Juni 2008 5
  • : Nachrichtenüberblick China, Erdbeben in Sichuan, Twitter und die Medien
    Nachrichtenüberblick China, Erdbeben in Sichuan, Twitter und die Medien

    Kleiner Nachrichtenüberblick, für alle die es noch nicht gehört haben: China bemüht sich wohl um Offenheit in Bezug auf das Erdbeben vom 12.5. in Sichuan. Doch so ganz freiwillig und eilfertig ging das nicht, wie die Howard French in der New York Times zu berichten weiß: Earthquake Opens Gap in Controls on Media:

    Two and a half hours after a huge earthquake struck Sichuan Province on Monday, an order went out from the powerful Central Propaganda Department to newspapers throughout China. “No media is allowed to send reporters to the disaster zone,” it read, according to Chinese journalists who are familiar with it.

    When the order arrived, many reporters were already waiting at a Shanghai airport for a flight to Sichuan’s provincial capital, Chengdu. A few were immediately recalled by their editors, but two reporters from the Shanghai newspaper The Oriental Morning Post, Yu Song and Wang Juliang, boarded a plane anyway. Soon, they were reporting from the heart of the disaster zone.

    Their article filled an entire page of the next day’s Post, one of the first unofficial accounts of the tragedy by Chinese journalists. It included a graphic description of the scene and pictures of a mourning mother, a rescued child and corpses wrapped in white bunting. The paper further risked offending censors by printing an all-black front page that day, stressing the scale of the catastrophe.

    Damit war die Nachricht raus. Twitter spielte bereits in den ersten Minuten nach dem Beben eine große Rolle, weiß das Blog ‚China Herald’:

    … updated me fast on the social networks he was using, and it appeared he relied mostly on Facebook, after having dumped twitter. For me, Twitter had developed in a few hours time into an excellent information tool, combining different sources of information and I knew more about the earthquake than many people in China. On the ground, in Chengdu, at least three twitterati were on their way – as one called it – to their 15 minutes f world fame.

    casperodj slightly dizzy after being shaken around by the Chengdu earthquake for several hours now.
    inwalkedbud @casperodj at home in fact, cooking dinner and getting on with things. Just had another aftershock though.

    Others kept an eye on what the traditional media were doing, and sometimes worked as a bridge between the Chengdu-based Twitterati and those media.

    Der Artikel enthält weitere Links, auch zu venturebeat.com.

    The Standard aus Hong Kong bringt heute eine thematisch ähnliche Meldung von AP: Censors fall victim to Sichuan quake:

    Almost nonstop, the uncensored opinions of Chinese citizens are popping up online, sent by text and instant message across a country shaken by its worst earthquake in three decades.

    „Why were most of those killed in the earthquake children?“ one post asked on FanFou, a microblogging site.

    Another reads: „How many donations will really reach the disaster area? This is doubtful.“

    China is now home to the world’s largest number of internet and mobile phone users, and their hunger for quake news is forcing the government to let information flow in ways it has not before. A fast-moving network of text messages, instant messages and blogs has been a powerful source of firsthand accounts of the disaster, as well as pleas for help and even passionate criticism of rescue efforts.

    Der Artikel ist ausführlich und betont auch die Rolle der Lokalregierung der Präfektur Aba, die aus Eigeninitiative Informationen online gestellt haben. Erstaunlicherweise war diese Seite online und konnte fast als einzige Quelle online berichten.

    Bei aller wünschenswerten Öffnung bleiben schlechte Nachrichten hier nicht unerwähnt. Die Reporter ohne Grenzen berichten: Journalist gets four years for exposing Communist Party corruption in Shandong. Gemeint ist Qi Chonghuai, der behördenkritisch z.B. über Korruption und den pompösen Neubau der Tengzhou Stadtverwaltung berichtet hatte.

    Reporters Without Borders condemns the four-year prison sentence that a court in Tengzhou, in the eastern province of Shandong, imposed on journalist Qi Chonghuai on 13 May on charges fraud and extorting money. Qi, who spent 11 months in pretrial detention, used to work for Fazhi Zaobao (Legal Rule Morning Post), a newspaper owned by the justice ministry.

    One of his lawyers, Li Xiongbing, who pleaded for his acquittal in court, said that this decision violates press freedom.

    “Coming just a few months before the Olympic Games, this sentences is yet another example of the Chinese government’s lack of tolerance for critical writers and journalists.” Reporters Without Borders said. “Qi’s trial was not fair. It lasted only 11 hours, the defence was unable to call any witness and no written proof of the alleged fraud was produced. Local Chinese justice had yet again displayed a complete lack of transparency.”

    Aged 42, Qi had worked for 13 years as a journalist for Fazhi Zaobao and other media outlets, and often wrote about corruption in political and financial circles. He was arrested on 25 June after posting an article about Communist Party corruption in Tengzhou on a forum on Xinhuanet, the website of the official news agency. He was formally charged with “fraud and extorting money” on 2 August.

    20. Mai 2008 1
  • : re:publica08: Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter?
    re:publica08: Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter?

    Auf data-epi-spacing der data-epi-spacing re:publica’ data-epi-spacing 08 data-epi-spacing hatten data-epi-spacing wir data-epi-spacing eine data-epi-spacing Diskussion data-epi-spacing zum data-epi-spacing Thema data-epi-spacing „Was data-epi-spacing ist data-epi-spacing öffentlich-rechtlich data-epi-spacing im data-epi-spacing digitalen data-epi-spacing Zeitalter?“ data-epi-spacing Mit data-epi-spacing dabei data-epi-spacing war data-epi-spacing die data-epi-spacing ARD-Generalsekretärin data-epi-spacing Verena data-epi-spacing Wiedemann. data-epi-spacing Aufgrund data-epi-spacing der data-epi-spacing immer data-epi-spacing noch data-epi-spacing aktuellen data-epi-spacing Diskussion data-epi-spacing rund data-epi-spacing um data-epi-spacing die data-epi-spacing Neuverhandlung data-epi-spacing des data-epi-spacing Rundfunkstaatsvertrages data-epi-spacing packe data-epi-spacing ich data-epi-spacing das data-epi-spacing Video data-epi-spacing mal data-epi-spacing in data-epi-spacing den data-epi-spacing NetzpolitikTV-Feed.

    Während data-epi-spacing sich data-epi-spacing die data-epi-spacing öffentlich-rechtlichen data-epi-spacing Sender data-epi-spacing ins data-epi-spacing Netz data-epi-spacing bewegen, data-epi-spacing sind data-epi-spacing viele data-epi-spacing Bürger data-epi-spacing dort data-epi-spacing längst data-epi-spacing angekommen. data-epi-spacing Was data-epi-spacing bedeutet data-epi-spacing die data-epi-spacing Digitalisierung data-epi-spacing des data-epi-spacing öffentlich-rechtlichen data-epi-spacing Rundfunks data-epi-spacing für data-epi-spacing unsere data-epi-spacing Demokratie? data-epi-spacing Leistet data-epi-spacing die data-epi-spacing Digitalisierung data-epi-spacing die data-epi-spacing Aufgabe data-epi-spacing des data-epi-spacing öffentlich-rechtlichen data-epi-spacing Rundfunks data-epi-spacing in data-epi-spacing einer data-epi-spacing Informationsgesellschaft? data-epi-spacing Wie data-epi-spacing werden data-epi-spacing diese data-epi-spacing Pläne data-epi-spacing angenommen? data-epi-spacing Brauchen data-epi-spacing wir data-epi-spacing ein data-epi-spacing öffentlich-rechtliches data-epi-spacing Youtube?

    Die data-epi-spacing Diskussion data-epi-spacing gibt data-epi-spacing es data-epi-spacing in data-epi-spacing hoher data-epi-spacing Auflösung data-epi-spacing bei data-epi-spacing Hobnox data-epi-spacing oder data-epi-spacing hier data-epi-spacing in data-epi-spacing kleinerer data-epi-spacing Auflösung data-epi-spacing als data-epi-spacing MP4.

    Hier klicken, um den Inhalt von embed.hobnox.com anzuzeigen.

    18. Mai 2008 2
  • : ARD-Mediathek startet Alpha-Version
    ARD-Mediathek startet Alpha-Version

    Die ARD-Mediathek ist in einer Alpha-Version gestartet. Das Angebot ist noch sehr rudimentär und längst sind nicht mal alle Sendeanstalten dabei. Mal schauen, was da noch entsteht.

    Die Hilfe-Rubrik verkündet über den aktuellen Programm-Stand:

    “Über die ARD Mediathek können nahezu alle Spielarten audiovisueller Formate abgerufen werden. Schon heute liegen mehr als 600 Radio- sowie rund 60 TV-Angebote als abonnierbare RSS-Feeds vor. (…) Außerdem lassen sich rund 80 Sendungen aus dem Ersten und den Dritten Fernseh-Programmen als Video-on-Demand in verbesserter Qualität und Auflösung abrufen.”

    [via]

    12. Mai 2008 10
  • : Polylux antwortet auf Medien-Hack
    Polylux antwortet auf Medien-Hack

    Besser spät als nie antwortet die Moderatorin Tita von Hardenberg auf der eigenen Plattform auf den Medien-Hack der Hedonistischen Internationalen vom vergangen Donnerstag;

    Beeindruckend war nicht nur die schauspielerische Leistung des angeblichen Speed-Users, sondern auch die perfekte Mobilisierung der bundesweiten Presse noch in der Nacht der Ausstrahlung. Professionell gemacht, Hut ab! Und alle schrieben drüber. Trotzdem bleibt die leise Frage: Wozu das Ganze? Haben die Spaßguerilleros wirklich viel erreicht, wenn das Internet als Recherchemedium diskreditiert ist? Wenn Menschen jetzt fälschlicherweise denken, bei Polylux würden Praktikanten ausgebeutet? Wenn sich unsere Autoren ab sofort von ihren Interviewpartnern die Ausweise zeigen lassen? „Tim“ hat am nächsten Tag eine Mail an die Autorin des Beitrages geschrieben, darin die Worte: „ Ich hoffe, du glaubst mir, wenn ich dir sage, dass (…) es mir nie darum ging, dich persönlich zu verarschen oder zu verspotten (und) wir in keinem Moment polylux einfach nur blossstellen wollten.“ Aha. Schönen Dank auch, Tim. Aber was wollte er dann? Vielleicht die Relevanz der Droge Speed in Zweifel ziehen – und damit auch die anderen Protagonisten des Beitrags, die echt waren? Das jedenfalls ist gelungen. Wir werden diesen und andere Medienfakes am Donnerstag in der Sendung thematisieren und darüber meditieren, was dieser Funsport so alles bewirken kann. Denn, dass Medienfakes – ob sinnfrei oder nicht – Spaß machen, steht außer Frage. Am allermeisten, wenn man zufällig nicht gerade selbst betroffen ist.

    Interesannt ist die Einschätzung, dass die „perfekte Mobilisierung der bundesweiten Presse noch in der Nacht der Ausstrahlung“ passierte, welche erstmals ausschliesslich über Blogs funktionierte und die „bundesweite Presse“ erst gegen Mittag des nachfolgenden Tages mehr oder weniger zögerlich einsprang. Aber wir sind gespannt auf die Reaktion, die zugegebener Maße relativ spät funktionierte! Sicher war es im Sinne der Polylux-Redaktion, wieder mal bundesweite Presse für ein nettes Format innerhalb der ARD-Senderfamilie zu erhalten, die in der Regel mit ihrem Programmangebot eher grauhaarige Personen anspricht.

    [via]

    16. April 2008 23
  • : Hu Jia in der taz
    Hu Jia in der taz

    Die taz von heute berichtet über den chinesischen Bürgerrechtsaktivisten Hu Jia (胡佳), der zusammen mit dem Anwalt Teng Biao letzten Dezember einen offenen Brief verfasst hatte. Der Artikel Peking klagt Dissidenten an geht auch auf einige Hintergründe ein.

    Hu stand bereits seit Mai vergangenen Jahres unter Hausarrest. Weil im Internetzeitalter mutigen Dissidenten so nicht mehr der Mund zu verbieten ist, publizierte Hu weiter und nahm am 27. November sogar per Webcam an einer Anhörung des Europaparlaments teil. Dabei bezeichnete er die Olympischen Spiele in Peking als „Desaster für die Menschenrechte“.

    Zusammen mit seiner Frau Zeng Jingyan (bloggt auf 了了园) war Hu Jia vergangenes Jahr unter den Finalisten für den europäischen Sacharow-Preis für geistige Freiheit.

    Bei den China Human Rights Defenders kann man das meiste davon auf chinesisch nachlesen: 胡佳案庭审违反司法公正,因言治罪违宪侵权.

    18. März 2008 7
  • : The State of the News Media 2008
    The State of the News Media 2008

    Das Pew Research Center hat einen neuen „The State of the News Media 2008″-Report veröffentlicht:

    The State of the News Media 2008 is the fifth edition of our annual report on the health and status of American journalism. Its goal is to gather in one place as much data as possible about all the major sectors of journalism, to identify trends, mark key indicators, note areas for further inquiry and provide a resource for citizens, journalists and researchers.

    For each area we have produced original research and aggregated existing data into a narrative. Statistical data also exists in an interactive format (see our index of charts,) which allows users to customize their own graphics. This year, we also offer A Year in the News, a content analysis of more than 70,000 stories from 48 news outlets across five media sectors; a Survey of Journalists, produced with the Pew Research Center for the People and the Press; a Special Report on the Future of Advertising and a content study of Citizen Media Sites, 64 in 15 communities.

    17. März 2008 1