Medien

  • : Initiative Nachrichtenaufklärung stellt die vernachlässigten Themen 2006 vor
    Initiative Nachrichtenaufklärung stellt die vernachlässigten Themen 2006 vor

    Die „Initiative Nachrichtenaufklärung“ hat heute die Top10 der vernachlässigten Themen des Jahres 2006 präsentiert.

    Ziel der Initiative Nachrichtenaufklärung ist es, wichtige Nachrichten und Themen (hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Raum), die in den Medien nicht genügend berücksichtigt wurden, stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.

    Und die Gewinner sind:

    1. Fehlende Therapieplätze für Medikamentenabhängige
    2. Über eine Million politische Gefangene in China – unmenschliche Haftbedingungen und Organhandel?
    3. Stromfresser Internet
    4. Biowaffen aus dem Internet
    5. Wenn Insider Alarm schlagen – Whistleblower haben in Deutschland einen schweren Stand
    6. Keine Zukunft für die Sahrauis
    7. MEADS: Auf welche Berater verließ sich die Bundesregierung?
    8. Agrarsubventionen: EU verhindert rechtzeitige öffentliche Debatte
    9. Öl-Konzern hintertreibt Klimaschutzpolitik
    10. Pauschale Bonitätsprüfung

    [via]

    14. Februar 2007 3
  • : So wird in China zensiert
    So wird in China zensiert

    Bei der Peking Duck gibt es einen erhellenden Artikel über eine an die Öffentlichkeit gelangte Mail, die thematische „no-nos“ für die Berichterstattung über China formuliert: How not to report the news in China. Zur Einstimmung aus dem Kommentar von Jonathan Ansfield, dem die Mail zuerst zugekommen war:

    The floodgates are open. The ground rules have softened. But not all the correspondents coming to China ahead of the Olympics can take full advantage. In October last year, the Foreign Desk editor of one media outlet emailed the following memo to his Greater China staff.

    Hier die Mail:

    Subject: China Stories
    Importance: High
    Sensitivity: Confidential

    Hi All,

    I’m sure it is no surprise to all of you that XXX’s landing in China comes with several trade-offs. It was sometime ago (January) that we last talked about these issues. I know each of you has your own beliefs and perspective about what we report – but there is a channel position.

    So let me take this opportunity to remind all of you (editors, producers and correspondents) of three areas that are „off-limits“.

    1) Falungong – everything from stories about protests to showing their mike collar at press conferences
    2) Tiananmen – it has been 16 years, there is no need to link news stories to this, and no need to use phrase „massacre/crackdown“
    3) Long Hair – we do not run footage of, or sound bites from, [HK political activist] Leung Kwok Hung, especially wearing his Che Guevera T‑shirt

    These are specific no-nos and to me this makes them easier to avoid. […]

    Das ist aus der China Digital Times entnommen, nüchtern „Trade-Offs of China Entry“ betitelt. Schlußformulierung: „Appreciate if this email is not forwarded to anyone.“ Zu spät.

    Eigentlich ist diese Mail/ihr Inhalt wenig überraschend. Jetzt müssten wir noch erfahren, welche große (amerikanische) News-Firma das intern vorgegeben hat: CNN? MSNBC? Fox? Gute Ideen sind gefragt, und Anonymisierungstools und ‑proxys.

    11. Februar 2007 1
  • : Youtube will User an Einnahmen beteiligen (Revver tut das schon)
    Youtube will User an Einnahmen beteiligen (Revver tut das schon)

    Neues Bekanntes von Web 2.0‑Geschäftsmodellen: YouTubers to get ad money share berichten die BBC News. Demnach sollen User, die ihr eigenes Material bei Youtube bereitstellen, an den Werbeeinnahmen beteiligt werden:

    YouTube founder Chad Hurley confirmed to the BBC that his team was working on a revenue-sharing mechanism that would „reward creativity“.
    The system would be rolled out in a couple of months, he said, and use a mixture of adverts, including short clips shown ahead of the actual film.

    Damit holt Youtube nach, was Revver schon seit 2005 macht, und was die Gründer von Youtube damals verworfen hatten (zitiert nach Wired) – bei ~70 Millionen Usern kann man seine Meinung schon mal ändern):

    Hurley said that when YouTube started, he and the site’s other co-founders – Steve Chen and Jawed Karim – felt revenue-sharing would build a community of users motivated by making money, rather than their love of videos.

    Youtube diskutiert etwa 3sekündige Werbeeinblendungen vor dem eigentlichen Material, Revver generiert ihre Einnahmen aus der kontextuell eingeblendeten Werbung und schüttet 50% davon aus.

    Ich bin nicht sicher, ob das eigentlich eine News wert ist, oder ob das eine ausschließlich gute Entwicklung ist. Nachdem „wir“ (statt „Du“) Personen des Jahres sind und als aktive User und Communitymitglieder den Verkaufspreis von Youtube mitbestimmt haben, sind solche Geschäftsmodelle ja nur konsequent. Aber per Terms and Conditions haben wir vermutlich fast überall unseren Rechtsanspruch darauf abgegeben. Zusätzlich treten damit rechtliche Implikationen ins Spiel: werden alle die möglichen Empfänger von Werbeeinnahmen-Anteilen zu kommerziellen, „unwissend geschäftsmäßigen“ Inhalteanbietern? So war das mit dem Netz für alle ja nicht gedacht.

    28. Januar 2007 5
  • : Freie Software für Radios
    Freie Software für Radios

    Campcaster ist eine freie Software für den Betrieb von Radio-Stationen auf einem Computer

    Campcaster is the first free and open radio management software that provides live studio broadcast capabilities as well as remote automation in one integrated system.

    Die BBC berichtet darüber: Radio goes the open source route.

    Campcaster takes a regular PC and turns it into a tool for managing every aspect of a radio station broadcast. The software is the idea of the non-profit Media Development Loan Fund, which aims to support independent news media in emerging democracies.

    12. Januar 2007 3
  • : Get creative with the BBC
    Get creative with the BBC

    Die BBC hat 47 einzelne Projekte in ihrem Onlineangebot, wo Nutzer sich kreativ mit Medien auseinandersetzen können: „Unleash your filmmaking, writing, artistic, or musical talents – get creative with the BBC“.

    [via]

    2. Januar 2007
  • : Theorien und Thesen zu Medien und Gewalt
    Theorien und Thesen zu Medien und Gewalt

    Anja Habermehl hat drüben bei Medienrauschen eine schöne Liste verschiedener Theorien und Thesen zu Medien und Gewalt zusammengestellt.

    Aber die Frage von besorgten Eltern und Wissenschaft gleichermaßen bleibt: Haben PC- und Videospiele einen Effekt auf unsere Bereitschaft zu gewalttätigem Verhalten? Ich kann und will diese Frage hier nicht beantworten, daran sind schon klügere Köpfe gescheitert, als ich es bin, aber ich möchte einen kleinen Einblick zum Forschungstand geben. Oder besser gesagt zum Forschungskonflikt. In der Medienpsychologie gibt es nämlich eine Unmenge von Theorien zum Zusammenhang von Medien und Gewalt, von denen ich exemplarisch einige herausgreifen werde.

    6. Dezember 2006
  • : Bild.de zu blöd für Content-Klau bei Wikipedia?
    Bild.de zu blöd für Content-Klau bei Wikipedia?

    Bild.de klaut bei Wikipedia, verletzt die FDL-Lizenz und ist auch noch so blöd, einen Fehler einzubauen: Bild.de falscher als „Wiki-Fehlia“.

    Erstaunlicherweise gleicht die Bild.de-Antwort in großen Teilen einem entsprechenden Eintrag im Online-Lexikon Wikipedia, das von „Bild“ und Bild.de unlängst mehrere Tage „Wiki-Fehlia“ genannt und als „unzuverlässig“ dargestellt wurde. Genauer gesagt, weicht die Bild.de-Erklärung nur an einer einzigen Stelle vom Wikipedia-Text ab.

    5. Dezember 2006 3
  • : Ausnahmeregelung vom DMCA für Internet Archive
    Ausnahmeregelung vom DMCA für Internet Archive

    Das Internet-Archiv archive.org hat einen „juristischen Sieg“ gegen den DMCA errungen und darf jetzt Computerspiele und andere Software archivieren, endlich ohne Befürchtung, verklagt zu werden. In einem Forumsbeitrag werden die Details bekanntgegeben:

    This is a happy moment, but on the other hand this exception is so limited it leaves the overall draconian nature of the DMCA in effect. […] More formally, Internet Archive has successfully advocated for an exemption to the Digital Millennium Copyright Act (“DMCA”). The DMCA prohibits circumvention of technological measures employed by or on behalf of copyright owners to protect their works (“access controls”). Specifically, 17 U.S.C. §1201(a)(1)(A) provides, in part, that “No person shall circumvent a technological measure that effectively controls access to a work protected under this title.”

    30. November 2006
  • : Perlentaucher gewinnt Aggregierungs-Rechtsstreit
    Perlentaucher gewinnt Aggregierungs-Rechtsstreit

    Herzlichen Glückwunsch: FAZ und SZ scheitern mit Perlentaucher-Klage.

    Das Online-Magazin «Perlentaucher» darf Auszüge aus Buchbesprechungen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ) und der «Süddeutschen Zeitung» kommerziell verwerten. Das hat das Landgericht Frankfurt am Donnerstag in zwei getrennten Verfahren entschieden. Die Richter wiesen damit die Unterlassungsklagen der beiden Zeitungsverlage zurück. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig (Az. in der Klage der «FAZ»: 2–03 O 172/06).

    Laut Netzeitung erklärte der Vorsitzende Richter in der mündlichen Urteilsbegründung, dass es sich bei den veräußerten Texten nicht um «eins zu eins»- Dokumentationen der Original-Artikel handle, sondern um stark verkürzte Zusammenfassungen. Daran bestehe kein Urheberrecht der Verlage mehr. Auch die Autoren könnten laut Gericht keine Rechte mehr an den Texten geltend machen, da nach der Erstveröffentlichung in der jeweiligen Zeitung keine Mitteilungspflicht über weitere Veröffentlichungen mehr bestehe.

    Freut mich.

    23. November 2006
  • : Das ZDF freut sich auf Web 2.0
    Das ZDF freut sich auf Web 2.0

    Beim Handelsblatt gibt es ein Interview mit Nikolaus Brender, dem Chefredakteur des ZDF: „Web 2.0 ist für den Journalismus eine große Chance“.

    Glauben Sie nicht, dass die Nutzung von Podcasts und Weblogs zulasten beispielsweise des Fernsehens gehen wird?

    Jetzt warten wir mal ab. Die Sendermarken im Relevant Set eines jeden Zuschauers werden sicherlich ein wenig verlieren, aber wir werden auch Menschen aus dem Web gewinnen, da sie nach einer Zeit der Zerstreuung wieder handfeste Informationen suchen werden.

    Ist das jetzt eine Ankündigung, dass man bald endlich wieder mehr handfeste Informationen beim ZDF zu erwarten hat?

    Interessant ist aber folgendes:

    Aber das Zeitbudget jedes einzelnen für die jeweilige Mediengattung wird immer kleiner.

    Natürlich, es ist ein Kampf um Zeit. Daher müssen wir auch mit unseren Inhalten bis in die Weblogs kommen.

    Wäre ja wünschenswert, wenn es bald nette kleine Player für jeden ZDF-Schnipsel gäbe, die man in Blogs einbinden könnte.

    23. November 2006 4
  • : Das Jahrhundert der Denkmaschinen – Wo bleibt der Mensch?
    Das Jahrhundert der Denkmaschinen – Wo bleibt der Mensch?

    Sonntag Abend hab es im ZDF-nachtstudio eine spannende Diskussion zum Thema „Das Jahrhundert der Denkmaschinen – Wo bleibt der Mensch?“.

    Werden wir einst Szenarien wie in den einschlägigen Science-Fiction-Filmen erleben, wo Computer alles lahm legen und die Menschheit bedrohen, oder ist der Computer doch eher unser „Freund und Helfer“, auf den keiner verzichten will?

    Gäste im Studio waren u.a. Joseph Weizenbaum und Constanze Kurz. Hat zufällig jemand die Sendung digital aufgenommen und kann mir einen Link zur Verfügung zum Download schicken? Danke, das ging ja schnell.

    21. November 2006 6
  • : Berlusconis will ProSiebenSat.1?
    Berlusconis will ProSiebenSat.1?

    Der Medienkonzern von Berlusconi, Mediaset, prüft eine Mehrheitsbeteiligung von ProSiebenSat.1. Ich sehe es schon kommen: Am Ende biegt der Springer-Konzern als der grosse Retter um die Ecke, um Deutschlands Medienlandschaft vor Berlusconi zu schützen.

    3. November 2006 1
  • : US-Zeitungen fürchten sich vorm Netz
    US-Zeitungen fürchten sich vorm Netz

    Lustige Sache: Die US-Verlage auf der verzweifelten Suche nach der Zeitung von morgen

    „Künftig erhalten die Menschen ihr Weltbild von irgendwelchen irren Bloggern, die aus ihrer Unterwäsche schöpfen“, malte der US-Publizist Michael Kinsley im Time-Magazin die düstere Zukunft in den USA an die Wand. In der Washington Post sorgte sich der Kommentator, dass bald „die vorderste Front“ im Kampf gegen die Korruption im Staat zusammenzubrechen drohe. Und Kolumnist Tim Rutten beschwörte in der Los Angeles Times die „Gefahren für die Demokratie“. Die Journalisten sehen in der Krise der US-Zeitungen weit mehr als die Probleme einer Branche – sie fürchten um die politische Kultur im Land. Während Internet-Medien wie Slate sich über die „Selbstüberschätzung“ der Zeitungsleute lustig machen, befinden sich die Verlage selbst auf der fieberhaften Suche nach der „Zeitung von morgen“.

    Ich will mich ja aus meiner privilegierten deutschen Sicht nicht wirklich beschweren, aber was ist an „irgendwelchen irren Bloggern, die aus ihrer Unterwäsche schöpfen“ schlimmer als Fox-News?

    2. November 2006 3
  • : Al-Dschasira wird zehn
    Al-Dschasira wird zehn

    Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira wird heute zehn Jahre alt. Aus diesem Grund hat der Deutschlandfunk den Medienwissenschaftler Oliver Hahn dazu befragt: „Nachrichtenrevolution in der arabischen Welt“.

    Oliver Hahn: Also als Al-Dschasira vor zehn Jahren eingeführt wurde, war das sozusagen eine Art Revolution, eine journalistische Revolution, eine Nachrichtenrevolution in der arabischen Welt, weil man bis dato eigentlich nur Staatsfernsehen kannte. Staatsfernsehen zu 100 Prozent gelenkt von den jeweiligen Regierungen und Machthabern hatte den Zuschauern auch nicht mehr zu bieten als Protokollnachrichten, Verlautbarungsjournalismus, gleichsam welcher Emir hat welchem Scheich wann und wo die Hand geschüttelt, also kein Journalismus, kein Nachrichtenverständnis nach unserem westlichen Verständnis, und als Al-Dschasira eben vor zehn Jahren eingeführt wurde, wurden sozusagen westliche Nachrichtenstandards auch in der arabischen Welt eingeführt, denn die meisten Redakteurinnen und Redakteure der ersten Stunde von Al-Dschasira kamen ja von dem damaligen arabischen Fernsehdienst der BBC in London, waren also beruflich im Westen ausgebildet, sozialisiert, und sind dann sozusagen mit ihrem arabischen Background, mit ihrem arabischen kulturellen Hintergrund nach Doha in Qatar gegangen, um da den ersten relativ politisch unabhängigen Sender der arabischen Welt aufzubauen.

    Das Interview gibt es auch als acht Minuten langes MP3.

    1. November 2006
  • : Freie Software Wochen bei ZDF.Online?
    Freie Software Wochen bei ZDF.Online?

    Im Online-Angebot von ZDF.Heute gab e sin den vergangenen Tagen vermehrt Artikel und Videobeiträge rund um Freie Software.

    Zum einen gab es am vergangenen Wochenende zwei Artikel zu FreeDOS:

    Frei wiedergeboren – Die Freie-Software-Gemeinde hat MS-DOS geklont – als „FreeDOS“

    MS-DOS hieß das Betriebssystem auf das Bill Gates seinen Erfolg gründete – und eigentlich ist es seit 12 Jahren tot. Mit Windows 95 beendete Microsoft Verkauf und Support des erfolgreichen Oldtimers. Jetzt haben Open-Source-Hacker das System nachgebaut: „FreeDOS 1.0“ ist vor wenigen Wochen erschienen – und, wie Linux, frei verfügbar.

    „Der Welt ein Debüt geben“ – FreeDOS-Erfinder Jim Hall im Interview

    Als 22-jähriger Student beschloss der Amerikaner Jim Hall, Microsofts Betriebssystem DOS als freie Software nachzubauen. Das war im Jahr 1994. Vor ein paar Wochen haben er und eine internationale Gemeinschaft von Freiwilligen mit Version 1.0 ihr Ziel erreicht. Im Interview macht er deutlich, wie Open-Source-Projekte entstehen.

    Und dann gibt es aktuell noch einen Beitrag zu Debian. Dieser kommt mir aber bekannt vor und es scheint mir, als ob er schonmal vor wenigen Wochen dort erschienen ist.

    „Das beste Linux, das es je gab“ ‑Neue Version des Community-Linux Debian bald fertig

    „Etch“ ist der Spitzname des neuen Debian GNU/Linux 4 – der einzigen großen Linux-Distribution, die ausschließlich von einer Gemeinschaft von Freiwilligen entwickelt wird. Deren basisdemokratische Organisation sorgt seit je her für lebhafte Diskussionen – und die werden umso lauter, je näher die geplante Fertigstellung im Dezember rückt.

    25. Oktober 2006 2
  • : SpOn zur Pressefreiheit in Deutschland
    SpOn zur Pressefreiheit in Deutschland

    Spiegel-Online kommentiert den deutschen Platz23 auf der Pressefreiheits-Liste von Reporter ohne Grenzen: Wie die deutsche Politik trickst, tarnt und täuscht.

    Die Informationspolitik der alten, aber auch der neuen Bundesregierung führt mittlerweile zu einer tiefen Verunsicherung. Berichterstatter müssen sich fragen: Was kann man noch glauben, was kann man den Verantwortlichen noch abnehmen? Die „Berliner Zeitung“ beantwortete diese Frage kürzlich sehr klar. Nach den „Lügen der letzten Jahre“ sei die Glaubwürdigkeit passé, schrieb der für die Geheimdienste zuständige Redakteur Andreas Förster. Förster ist gleichzeitig einer der Reporter, den der BND über längere Zeit intensiv ausgeforscht hat, um seine Quellen aufzudecken.

    Sehr interessant.

    24. Oktober 2006
  • : Deutschland fällt bei Pressefreiheit zurück
    Deutschland fällt bei Pressefreiheit zurück

    Reporter ohne Grenzen haben ihren Jahresbericht zur Pressefreiheit vorgestellt: Mit der Pressefreiheit geht es bergab. Deutschland ist von Rang 18 auf Rang 23 gerutscht. Als Gründe zitiert Tagesschau.de:

    Dafür wurden mehrere Gründe angeführt: die illegale Beobachtung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst, die Anklage zweier Journalisten des Magazins „Cicero“ wegen Beihilfe zur Weitergabe von Staatsgeheimnissen, Todesdrohungen gegen einen Karikaturisten des „Tagesspiegels“ und Probleme beim Zugang zu Informationen seit dem In-Kraft-Treten des Informationsfreiheitsgesetzes.

    Gewinner im negativen Sinne sind Nordkorea, Turkmenistan und Eritrea. Dort ist Pressefreiheit jeweils ein Fremdwort. Hier findet sich die komplette Liste.

    24. Oktober 2006 7
  • : Das Blogspiel auf Deutschlandradio Kultur
    Das Blogspiel auf Deutschlandradio Kultur

    Ab dem 4. November 2006 soll es jeden Samstag um 16:30 Uhr auf Deutschlandradio Kultur die Sendung „Blogspiel“ geben. Das Ziel wird so beschrieben:

    Eine Verbindung zwischen Blogosphäre und Hörfunk. Ein interaktives Projekt rund um den Komplex Blogs, Hörspiel, Radio und Community. Das blogspiel soll als Membran das klassische Massenmedium mit der Formenvielfalt der Internetradioszene verbinden und in beide Richtungen durchlässig sein.

    Podcaster können eigene Beiträge einsenden und von den Nutzern auf der Seite blogspiel.de bewerten lassen. Zusätzlich soll es noch eine Blogrundschau geben. Die Sendung wird in Zusammenarbeit mit der Transmediale entwickelt. Thema der ersten Sendung ist „Radio vs Podcast – Natürliche Feinde oder komplementäre Entsprechung?“, wozu auch ein Studiogast mitmachen soll.

    Und damit wird der Samstag Nachmittag zur Blog-Zeit im Radio. Zumindest in Berlin. Dort gibt es bereits eine Sendung des Inforadio, dazu jetzt Deutschlandradio Kultur und eine weitere Sendung auf einem weiteren Kanal wird bald noch offiziell angekündigt.

    17. Oktober 2006 5
  • : Diskussion: Wie gefährdet ist die Pressefreiheit in Deutschland?
    Diskussion: Wie gefährdet ist die Pressefreiheit in Deutschland?

    BDZV und news aktuell laden zu einer Expertenrunde ein: „Abgehört, durchsucht, beschlagnahmt – Wie gefährdet ist die Pressefreiheit in Deutschland?“

    am 23.10.2006 um 18.00 Uhr im Haus der Presse, Markgrafenstraße 15, 10969 Berlin. Hier soll man sich anmelden.

    Auf dem Podium:

    * Dr. Heribert Prantl, Ressortchef für Innenpolitik bei der „Süddeutschen Zeitung“
    * Jürgen Offenbach, Chefredakteur der „Stuttgarter Nachrichten“
    * Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stellvertretende Vorsitzende und Rechtspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion
    * Jerzy Montag, Rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
    * Christoph Flügge, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Justiz
    * Moderation: Prof. Ernst Elitz, Intendant Deutschlandradio

    9. Oktober 2006 1
  • : Ich will mehr ARD im Netz
    Ich will mehr ARD im Netz

    Spiegel Online berichtet über den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk und dessen künstlichen Begrenzung der Online-Aktivitäten bei derzeit 0,75 Prozent: Gezerre um mehr Geld für Web-Auftritte. Für mich ist es nach wie vor unverständlich, weshalb ARD und ZDF politisch so gedeckelt werden. Ich will die Möglichkeit haben, Sendungen von ARD, ZDF, ARTE, etc im Netz anzuschauen – und zwar mit offenen Standards. Immerhin zahle ich Geld dafür und zukünftig sollen Computer auch noch belastet werden. Bis heute bekomme ich nur den Video-Podcast der Tagesschau und manchmal gibts schlechte Real-/WMV Streams im Netz.

    Die FDP setzt sich aus einer mir nicht nachvollziehbaren Sicht für eine „unbedingte Deckelung“ der Online-Ausgaben aus. Der Medienpolitische Sprecher der FDP, Hans-Joachim Otto, schrieb dazu in seinem Weblog:

    Zugunsten eines weiterhin offenen, wettbewerbsstarken und innovativen Internet muß die Deckelung der Online-Ausgaben von ARD, ZDF und Co. unbedingt beibehalten werden. Ansonsten wird ein starker Verdrängungseffekt durch öffentlich finanzierte Angebote stattfinden. Ich möchte Sie alle dazu aufrufen, mich in dieser Angelegenheit zu unterstützen und mir Ihre Meinung mitzuteilen.

    Ehrlich gesagt versteh ich die Logik der Argumentation nicht und so bin ich der Aufforderung nachgekommen und hab in den Kommentaren nochmal dezidiert nachgefragt. Antwort gabs bisher keine.

    5. Oktober 2006 7