Kurzmeldungen
-
: Liebe in Zeiten des Internets
: Liebe in Zeiten des Internets hr2 der Tag erklärte gestern eine Stunde lang wie das mit der „Mit der Maus zu Mausi – Liebe in Zeiten des Internets“ funktioniert.
Der 24. Juli war wohl noch frei, und da haben ihn die Internet-Partnerbörsen flugs zum „Virtual Love Day“ ernannt, dem Tag der virtuellen Liebe. Die Marketingaktion soll nicht unbedingt Kunden werben, davon gibt es schon genug. Sie soll die Leute, die online einen Partner oder sexuellen Spielkameraden suchen und finden, ermuntern, sich offen zur Liebe aus dem Internet zu bekennen. Denn vielen ist es immer noch unangenehm, auf eine so blutarme, maschinelle, geschäftsmäßige Weise zueinander gefunden zu haben. Dabei sind professionelle Heiratsvermittler oder Kontaktanzeigen nichts Neues. Im Internet hat das Ganze aber immer noch ein Schmuddelimage. Zumindest scheint es risikoreicher: lügt mich mein Gegenüber mit der Liste seiner Interessen und Vorzüge womöglich schlicht an? Steht bei der Begegnung mit der geistreichen E‑Mailschreiberin plötzlich ein gleichaltriger Mann vor mir? Oder bin ich womöglich einer künstlichen Intelligenz auf den Leim gegangen? Der Tag begibt sich in die Abgründe der Liebe im Internet.
-
: Urheberrecht für Lernende: Häufige Fragen und Antworten
: Urheberrecht für Lernende: Häufige Fragen und Antworten Bei iRights.info kann man sich über „Urheberrecht für Lernende: Häufige Fragen und Antworten“ informieren.
Darf man Vorlesungen und andere Veranstaltungen aufzeichnen, veröffentlichen oder fremde Skripte ins Netz hochladen? Was sind Open Educational Resources, was ist Open Access? Wem gehören die Rechte an wissenschaftlichen Arbeiten? Antworten auf häufige Fragen zum Urheberrecht für Lernende.
-
: Russland: Gesetz verpflichtet Facebook & Co., Daten an russischen Standorten zu speichern
: Russland: Gesetz verpflichtet Facebook & Co., Daten an russischen Standorten zu speichern Vorratsdatenspeicherung in Russland: Ein neues Gesetz, welches bereits im April als bedenklich galt, wurde jetzt vom Präsidenten Wladimir Putin unterschrieben. Es verpflichtet Internetfirmen, personenbezogene Daten der russischen Nutzer an russischen Standorten zu speichern. Nach einem Bericht von ZDnet.com, einer Business Technology Website, könnten Firmen, die sich nicht an das Gesetz halten, in Russland blockiert werden.
Das Gesetz ist Teil der russischen Anti-Terror-Gesetzgebung und erlaubt es russischen Behörden, auf diese Daten zuzugreifen, die vorher außerhalb ihrer legalen Reichweite lagen. Firmen sollen die Daten für bis zu sechs Monate abrufbar halten.
Problematisch ist das vor allem für Blogs und soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, die häufig Plattformen für regimekritische Äußerungen darstellen. Mit dem neuen Gesetz könnte diese Kritik merklich eingedämmt werden.
-
: Der elektrische Reporter berichtet über Digitale Monopole
: Der elektrische Reporter berichtet über Digitale Monopole Der elektrische Reporter berichtet diese Woche über „Digitale Monopole“:
Das Netz ist ein Ort der Vielfalt. Nicht aber wenn es um Webdienste oder Plattformen geht.
-
: MDR: Die Rehabilitierung des Hackers
: MDR: Die Rehabilitierung des Hackers Hacker sind böse. Auf der Prämisse aufbauend, dass dies die herrschende Meinung sei, versucht der MDR sich in seiner Serie „Generation Zukunft – Junges Leben in Sachsen Anhalt“ an einer Entkräftung des Vorurteils. Und zeigt in kurzen Video- und Audiobeiträgen die netten Hacker von nebenan. Die sitzen u.a. im Netz39, dem Hackerspace in Magdeburg.
Wozu brauchen wir Hacker?
Hacker helfen uns in vielen Punkten: sie entwickeln Technik weiter, machen sie bedienbarer und sicherer. Denn Hacker machen es sich zur Aufgabe, technische Systeme zu verstehen und daraus neue Dinge zu kreieren – zum Beispiel die Geräte, die wir jeden Tag selbstverständlich benutzen. Hacker erkennen und beheben zudem oft Sicherheitslücken im Internet, bevor sie von Kriminellen verwendet werden. Viele Hacker werden mittlerweile sogar von Firmen angeworben, um bei Entwicklungen von Firewalls und anderen Programmen zur Sicherung von Computern mitzuwirken.
-
: Diskussion zwischen Edward Snowden und Daniel Ellsberg auf der HOPEX
: Diskussion zwischen Edward Snowden und Daniel Ellsberg auf der HOPEX Am Wochenende diskutierten Daniel Ellsberg, Whistleblower der Pentagon-Papers und Edward Snowden auf der HopeX in New York über Whistleblowing, Überwachung und Kontrolle. Das war mehr als sehenswert. Mittlerweile gibt es eine MP3 und ein Video bei Youtube. Weitere Schaumöglichkeiten ohne Google-Kontakt können gerne in den Kommentaren ergänzt werden.
-
: Department of Dirty – Kampagne gegen Internetfilter in Großbritannien
: Department of Dirty – Kampagne gegen Internetfilter in Großbritannien Finde heraus ob du Zugang zumSchmutzigen Internet hast – ruf beim Kundendienst deiner „Abteilung für Schmutz“ an. Dein Mobiltelefon sollte standardmäßig Internetfilter aktiviert haben – triff heute die richtige Wahl.
So lautet der Slogan der neuen „Department of Dirty“-Kampagne der Open Rights Group. Sie hat zum Ziel, mit einem unterhaltsamen Video auf den Unsinn von Internetfiltern hinzuweisen, die in Großbritannien großflächig propagiert und von jedem größeren Internetanbieter umgesetzt werden. Sie sollen den Zugang zu nicht jugendfreien Inhalten blocken. Dazu gehören neben Pornographie auch Inhalte zu Alkohol, Selbstmord, Magersucht und Politik, wobei nicht selten Aufklärungs- und Informationsseiten ins Raster fallen. Die Plattform „Blocked!“, auf der man testen kann, ob eine Webseite von der Filterung eines oder mehrerer britischer Provider betroffen ist, zeigt, dass momentan 7% aller bisher getesteten Webseiten betroffen sind.
Es ergeben sich die üblichen Probleme wie Overblocking, ein zu generalisierende Einschätzung von unliebsamen Inhalten und die Grundlage einer Zensurinfrastruktur. Zum tatsächlichen Jugendschutz tragen sie aber kaum bei, wie dieser ironische Kommentar verdeutlicht:
Und nun, da alle Filter angeschaltet sind können die Kinder nichts mehr finden, was sie nicht sehen sollen, oder? Und Kinder tun immer alles, was ihre Eltern ihnen sagen. Sie würden niemals versuchen, einen Filter zu umgehen oder Dinge über USB-Sticks zu teilen. Also wenn wir die Filter anschalten müssen wir nicht mehr mit unseren Kindern über diese verzwickten Themen reden. Was für eine Hilfe!
Viel wichtiger also: Vermittlung von Medienkompetenz und Aufklärung. Dann braucht man auch keine Zensurmaßnahmen mehr.
-
: Gerichtsurteil: Wikipedia in Italien nicht haftbar für konkrete Inhalte
: Gerichtsurteil: Wikipedia in Italien nicht haftbar für konkrete Inhalte
Wie die Wikimedia Foundation gestern mitteilte, hat die Wikipedia in Italien einen wichtigen gerichtlichen Sieg errungen. Das seit vier Jahren laufende Gerichtsverfahren um 20 Millionen Euro beschäftigte sich mit der Frage, ob die Wikipedia haftbar ist für angeblich diffamierende Aussagen über den italienischen Politiker Antonio Angelucci (in der italienischen Version). Am 9. Juli wurde nun vom Roman Civil Tribunal entschieden: Nein. Wikipedia ist nicht haftbar und nicht rechtlich verantwortlich für Inhalte, die ihre Nutzer frei einstellen und bearbeiten können. Es handle sich nicht um einen Inhalteanbieter oder gar ein Online Journal, wie die Kläger forderten, sondern um einen Hosting-Anbieter. Im Unterschied zu einem Inhalteanbieter ist dieser nur dann haftbar, wenn er von unpassenden Inhalten Meldung erhält und diese dann nicht löscht. Das Gericht wendete hier die generellen Prinzipien der Richtlinie über Elektronischen Handel der EU an (2000/31/EG), auch wenn Wikipedia als nicht europäisches Unternehmen nicht direkt darunter fällt.Freude über dieses Urteil ist auch deswegen angebracht, da es über den einzelnen Fall hinausgeht, da Wikipedias Stand in Italien zum ersten Mal vollständig beurteilt wird. Darüber hinaus kann es besseren Schutz freier Meinungsäußerung in Italien nach sich ziehen.
Ein Aspekt freilich sorgt noch für Verwunderung, auf den auch die Wikimedia Foundation vor Gericht hinwies: Jeder kann bei Wikipedia Artikel bearbeiten. Angelucci hätte seinen eigenen einfach selbst ändern und die ihn störenden Aspekte entfernen können.
-
: Schweden: Tele2 erleidet Rückschlag im Prozess um Abschaffung der Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung
: Schweden: Tele2 erleidet Rückschlag im Prozess um Abschaffung der Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung Der schwedischen Regierung fällt es, wie in Großbritannien und anderen EU-Ländern auch, schwer das Kippen der Vorratsdatenspeicherung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu akzeptieren. Nach der Aufhebung der EU-Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie hatten die schwedischen ISPs Tele2, Telia, Three und Bahnhof damit begonnen, die Speicherung von Kommunikationsdaten zu stoppen und teilweise zuvor erhobene Daten gelöscht. Die schwedische Post- und Telekommunikationsbehörde (PTS) berief sich auf weiterhin geltende nationale Gesetzgebung und verlangte mittels einer einstweiligen Verfügung eine Fortsetzung der Speicherung, woraufhin Tele2 sich an das Verwaltungsgericht Stockholm wandte.
Diese Woche bekam der Provider einen negativen Bescheid hinsichtlich seiner Forderung, eine Stellungnahme des EuGH zu der Frage anzufordern, ob das schwedische Telekommunikationsgesetz kompatibel zu deren Urteil sei. Der Prozess ist jedoch noch nicht beendet, ein abschließendes Urteil ist im Herbst zu erwarten und dann bleibt immer noch die Möglichkeit Einspruch einzulegen und sich an den Obersten Verwaltungsgerichtshof zu wenden. In Ländern wie Österreich ist man mittlerweile zu anderen Ergebnissen gekommen und hat das anlasslose Speichern von Kommunikationsdaten abgestellt.
-
: Snowden wird möglicherweise in der Schweiz befragt
: Snowden wird möglicherweise in der Schweiz befragt
Wie die NZZ berichtet, prüft derzeit Snowdens Zürcher Anwalt Marcel Bossonet, ob eine Befragung Snowdens in der Schweiz möglich ist. Schweizer Parlamentarier würden gern Snowden treffen, und es entsteht gerade eine Snowden-Kommission, die ebenfalls Interesse an einer Befragung haben wird. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass Snowden absolute Sicherheit gewährleistet werden kann, also garantiert keine Auslieferung an die USA stattfindet. -
: Parlamentarier und NGOs gehen gegen Notstands-Überwachungsgesetz in Großbritannien vor (Update)
: Parlamentarier und NGOs gehen gegen Notstands-Überwachungsgesetz in Großbritannien vor (Update) Letzte Woche wurde im Eilverfahren der Data Retention and Investigatory Powers Act (DRIP) in Großbritannien verabschiedet. Mittlerweile wollen mehrere NGOs und Parlamentarier gegen das Notstandsgesetz vorgehen, dass nicht nur wie behauptet die Vorratsdatenspeicherung weiter aufrecht erhalten soll, sondern außerdem die Überwachungsbefugnisse Großbritanniens massiv ausweitet. Eine der Organisationen ist Liberty, die David Davis und Tom Watson dabei vertreten, eine richterliche Nachprüfung zu beantragen. Sie berufen sich auf das Recht auf Privatsphäre in der EU-Menschenrechtskonvention und der Grundrechtecharta. Libertys juristischer Vorstand James Welch begründet:
It’s as ridiculous as it is offensive to introduce an “emergency” law in response to an essay crisis. The court ruling that blanket data retention breached the privacy of every man, woman and child in the UK was more than three months ago. The Government has shown contempt for both the rule of law and Parliamentary Sovereignty, and this private cross party stitch-up, railroaded onto the statute book inside three days, is ripe for challenge in the Courts.
Auch die Open Rights Group will vor Gericht ziehen und bittet um Spenden, den Prozess und weitere Aktionen gegen Massenüberwachung zu finanzieren:
[A] major legal battle like this is going to be tough. The more resources we have, the more we’ll be able to do to stand up to DRIP.
Update Andre: Access, EDRi, Digitale Gesellschaft und andere NGOs haben einen offenen Brief an die EU-Kommissare für Binnenmarkt und Dienstleistungen Michel Barnier sowie die EU-Kommissarin für Innenpolitik Cecilia Malmström geschickt:
While the UK denies that the DRIP is a new instrument, despite the new elements it adds to the legislation, the UK has, nonetheless, claimed that there are additional safeguards. Consequently, even by the UK’s own analysis, this is a new instrument and therefore must go through the TRIS procedure as required by the Technical Standards Directive 98/34/EC.
The UK Government failed in its obligation to notify the European Commission of relevant impending legislation, a requirement that applies even if legislation is adopted under emergency procedure. The notification was filed on July 17, the same day it was adopted, directly violating the provisions of the Directive.
Furthermore, the UK Government’s request for emergency procedures to bypass the standstill period has neither a logical nor a legal basis. The UK was aware of the Advocate General’s opinion from December 12, 2013 that the Directive was likely to be overturned, and had known for the past 3 months that the CJEU in fact overturned the Directive. The Government’s claim that there was an emergency is false, and indeed manifestly absurd.
Additionally, it is difficult to imagine how the DRIP would be in line with the CJEU ruling.
-
: „purrrr-vacy“ – Katzen helfen, die Wichtigkeit von Privatsphäre zu verstehen
Auch in unsrer Nachbarschaft gibt es niedliche Katzen zu finden : „purrrr-vacy“ – Katzen helfen, die Wichtigkeit von Privatsphäre zu verstehen Owen Mundy, Lehrbeauftragter an der Florida State University hat die Webseite „I know where your cat lives“ ins Leben gerufen. Die Plattform extrahiert Metadaten aus Katzenfotos von Flickr und Instagram und zeigt die Stubentiger auf einer Karte an. Das Projekt ist amüsant, illustriert aber auch, wie leicht sich Ortsinformationen extrahieren lassen und so zeigen können, wo nicht nur Katzen sondern auch Realpersonen sich aufhalten – gepaart mit immer besser funktionierender Gesichtserkennung eine ernsthafte Gefährdung der Privatsphäre. Mundy will auf humoristische Art und ohne erhobenen Zeigefinger darauf aufmerksam machen:
The only person who knows it’s your cat is you, and it’s easy to remove your cat from the map. You just increase your privacy settings on the photo-sharing website. It’s so easy to get your cat off the map, no one has complained. I think a lot of people appreciate how tangible it makes the privacy issue because of the creepy factor, while on the other hand it offers the data in such an enjoyable way that I’ve actually had many requests from people to add their cat to the map!
Auf Kickstarter kann man Mundy übrigens bei der Finanzierung der Hostingkosten des Projektes unterstützen. Mehr Katzen, die das Bewusstsein für Privatsphäre, Open Source und Kryptographie schaffen, gibt es auf tumblr.
-
: Netz-Sperren in Österreich: Oberster Gerichtshof bestätigt kino.to Sperre (Update)
Sitz des Obersten Gerichtshofs: Justizpalast, Wien. : Netz-Sperren in Österreich: Oberster Gerichtshof bestätigt kino.to Sperre (Update) Barbara Wimmer berichtet auf futurezone.at:
In dem von österreichischen und deutschen Filmproduzenten seit 2010 mit Unterstützung des Vereins für Anti-Piraterie (VAP) gegen den Internet-Provider UPC geführten Musterprozess hat nun der Oberste Gerichtshof (OGH) entschieden, dass die gegen UPC angeordnete einstweilige Verfügung zur Sperre des Zugangs zum Portal kino.to zu Recht erlassen wurde.
Über die Hintergründe hatten wir im März berichtet.
Update: Jetzt gibt es auch eine Pressemitteilung des Gerichtshofs:
Aufgrund dieser Entscheidung bestätigte der Oberste Gerichthof nun eine entsprechende Anordnung des Oberlandesgerichts Wien. Access-Providern kann demnach untersagt werden, ihren Kunden den Zugang zu einer Website zu vermitteln, auf der Schutzgegenstände ohne Zustimmung der Rechteinhaber zugänglich gemacht werden. Das gilt aber nicht, wenn dadurch auch der rechtmäßige Zugang zu Informationen verhindert würde. Bestimmte technische Maßnahmen kann das Gericht nicht anordnen; die Auswahl obliegt dem Provider.
-
: US Regierung: Online gespeicherte Daten fallen nicht unter den Schutz des 4th Amendment
: US Regierung: Online gespeicherte Daten fallen nicht unter den Schutz des 4th Amendment In einem Streit mit Microsoft um die Herausgabe von Nutzerdaten, die auf einem Server in Irland gespeichert sind, ließ die US-Regierung jetzt verlauten, online gespeicherte Daten fielen nicht unter den Schutz des 4. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten, dem Fourth Amendment. Dieser regelt den Schutz amerikanischer Bürger und deren Eigentum vor staatlichen Übergriffen.
Microsoft hatte sich unter Berufung auf diesen Zusatzartikel gegen die geforderte Herausgabe zur Wehr gesetzt: Der Schutz für physisches Gut solle auf digitale Inhalte ausgedehnt werden. Engadget zitiert nun die Reaktion der US-Regierung:
Im Ausland gespeicherte Daten müssen im Inland offengelegt werden, wenn eine gültige Vorladung, Ordnung oder Options dies erzwingt. Die Offenlegung von Datensätzen unter solchen Umständen wurde noch nie gleichbedeutend mit einer physischen Durchsuchung im Sinne des 4th Amendment betrachtet, und Microsoft hat Unrecht damit, der SCA (Stored Communication Act) würde hier für eine ausländische Durchsuchung greifen. Da es keine ausländische Durchsuchung oder Beschlagnahme gibt, liegt Microsoft mit dem Vertrauen auf Prinzipien der Exterritorialität und Höflichkeit weit daneben.
Es sei also, mit anderen Worten, schlicht keine Durchsuchung oder Beschlagnahme, einfach online gespeicherte Daten zu kopieren.
Sowohl Microsoft als auch andere Firmen wie Verizon, Apple und Cisco halten dies für eine Gefährdung internationaler Beziehungen, da eine solche Interpretation mit nationalen Datenschutzbestimmungen kollidieren wird.
-
: “Cognitive Hacking”: Wie Geheimdienste demokratische Prozesse manipulieren
: “Cognitive Hacking”: Wie Geheimdienste demokratische Prozesse manipulieren Vergangene Woche haben wir darüber berichtet, dass auch der britische Geheimdienst GCHQ Öffentlichkeiten im Netz manipulieren kann. Die Sendung Breitband bei Deutschlandradio Kultur hat sich nochmal genauer damit beschäftigt: “Cognitive Hacking”: Wie Geheimdienste demokratische Prozesse manipulieren.
Der Skandal um die Geheimdienste erreicht damit neue Dimensionen. Denn Nachrichtendienste können das Netz offenbar nicht mehr nur abhören, sondern auch massenhaft beeinflussen, etwa, wenn es um die Ergebnisse von Online-Abstimmungen oder die Informationen in sozialen Netzwerken geht. Anne Berger und Vera Linß berichten über die Verhaltensmanipulation durch Onlinetools, und wie weit der britische Geheimdienst dieses “Cognitive Hacking” treibt.
-
: MashUp: Angela Merkel – Oft Betreten Wir Auch Neuland
: MashUp: Angela Merkel – Oft Betreten Wir Auch Neuland Einen Zusammenschnitt von Angela Merkel – Zitaten, unterlegt mit Musik, gibt es von Wolfgang Lohr auf Soundcloud: Oft Betreten Wir Auch Neuland.
-
: Hintergrundkreise: Exklusiv, aber vertraulich
: Hintergrundkreise: Exklusiv, aber vertraulich WDR5 berichtet in einer 6‑teiligen Serie über den Hauptstadtjournalismus. Im zweiten Teil geht es um die Hintergrundkreise: Exklusiv, aber vertraulich.
Journalisten laden Politiker zum Gespräch – hinter verschlossenen Türen. Hier werden politische Ideen diskutiert, aber auch der neueste Klatsch aus den Parteizentralen. Daniel Bouhs klärt uns über die sogenannten Hintergrundkreise in Berlin auf.
-
: Hintertüren und Überwachungsmechanismen in iOS
: Hintertüren und Überwachungsmechanismen in iOS Auf der Hacker-Konferenz Hope‑X in Ne York präsentierte der Entwickler Jonathan Zdziarski seine Forschungen bezüglich der Sicherheit von iOS7 und der Frage, wie gut Daten auf den mobilen Apple-Geräten gespeichert und gesichert sind: Identifying Back Doors, Attack Points, and Surveillance Mechanisms in iOS Devices“. Die Zusammenfassung: Zdziarski vermutet, dass einige Sicherheitsmaßnahmen explizit nicht gemacht werden, um Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten Zugriff zu gewähren. Das können andere natürlich auch ausnutzen.
Seine Fragen an Apple sind:
- Why is there a packet sniffer running on 600 million personal iOS devices instead of moved to the developer mount?
- Why are there undocumented services that bypass user backup encryption that dump mass amounts of personal data from the phone?
- Why is most of my user data still not encrypted with the PIN or passphrase, enabling the invasion of my personal privacy by YOU?
- Why is there still no mechanism to review the devices my iPhone is paired with, so I can delete ones that don’t belong?
Ebenfalls lesenswert ist sein Essay mit dem gleichen Titel aus dem Januar diesen Jahres: Identifying back doors, attack points, and surveillance mechanisms in iOS devices.
-
: Edward Snowden im Live-Stream auf der HOPE X (Update)
: Edward Snowden im Live-Stream auf der HOPE X (Update) Auf der Hacker-Konferenz HOPE X in New York City startet gleich eine Live-Schaltung zu Edward Snowden. Den Stream gibt’s hier.
[Update:] Mit Snowden diskutieren der Leaker der „Pentagon Papers“, Daniel Ellsberg, und der Gründer der Freedom of the Press Foundation, Trevor Timm, der auch auf Twitter unter #asksnowden Fragen entgegennimmt. [/Update]
-
: Lichtprojektion auf US-Botschaft in Berlin: NSA in da house
: Lichtprojektion auf US-Botschaft in Berlin: NSA in da house Vergangene Nacht gab es in Berlin wieder eine Lichtdemonstration auf die US-Botschaft: „NSA in da house“. Dahinter steckte wohl der Licht-Aktionskünstler Oliver Bienkowski, der bereits vor Monate im Auftrag von Kim Schmitz eine ähnliche Aktion auf dasselbe Ziel gemacht hat. Auf Youtube findet sich ein Video von Russia Today zur Aktion. Das hat natürlich beim Ziel einen etwas faden propagandistischen Nachgeschmack.
Und hier gibt es die Aktion als knapp fünf Minuten langes Video zu sehen:
Fotos haben wir bisher nur auf Facebook gefunden.