Kurzmeldungen

  • : Hidden From Google: Webseite archiviert Suchergebnisse, die Google entfernen muss
    Hidden From Google: Webseite archiviert Suchergebnisse, die Google entfernen muss

    Das EuGH-Urteil über personenbezogenen Daten und Suchmaschinen haben wir kontrovers diskutiert. Während Google einen Arbeitskreis zum Thema eingerichtet hat, gibt es mit HiddenFromGoogle.com ein Archiv der entfernten Links:

    The purpose of this site is to list all links which are being censored by search engines due to the recent ruling of „Right to be forgotten“ in the EU.

    This list is a way of archiving the actions of censorship on the Internet. It is up to the reader to decide whether our liberties are being upheld or violated by the recent rulings by the EU.

    15. Juli 2014 4
  • : Der Transatlantiker der Bundesregierung – Jung & Naiv: Folge 180
    Der Transatlantiker der Bundesregierung – Jung & Naiv: Folge 180

    Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber in der Bundesregierung gibt es einen Neuen: Jürgen Hardt von der CDU. Jürgen ist seit April der „Koordinator für die transatlantischen Beziehungen“, nachdem Philipp Mißfelder den Job aus irgendeinem Grund nicht mehr haben wollte… Jürgen hat sich vergangene Woche für Jung & Naiv und euren naiven Fragen Zeit genommen.

    Wie geht’s den „transatlantischen Beziehungen“ zwischen Amerika und Deutschland? Welchen Aufgaben hat der damit Beauftragte der Bundesregierung? Wann kommt Edward Snowden nach Deutschland? Wann hört die Totalüberwachung von NSA & Co auf? Wie ist das mit unseren Grundrechten?

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    In der Folge zuvor haben wir uns mit diesem Journalismus befasst. Hans Leyendecker war zu Gast und ich habe mit ihm auf der Netzwerk-Recherche-Konferenz in Hamburg gesprochen: Was macht heutzutage noch diesen Journalismus aus? War früher alles besser? Was ist der Unterschied zwischen Journalismus und „investigativen“ Journalismus? Was können die jungen Journalisten von heute, was die Jungen von damals nicht konnten? Ist dank der digitalen Revolution nun alles anders? Sollte ich heute noch den SPIEGEL lesen?

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    Bonusfolge mit Q&A an Hans & mich.

    15. Juli 2014 3
  • : Bundesedit: Anonyme Änderungen von Wikipedia-Einträgen aus Bundesbehörden
    Bundesedit: Anonyme Änderungen von Wikipedia-Einträgen aus Bundesbehörden

    @bundesedit ist ein Twitterbot der Änderungen an Wikipedia Artikeln durch anonyme Benutzer aus den Netzwerken der Bundesregierung, des Bundestages, der Bundesministerien und Bundesämter veröffentlicht.

    Das System basiert auf dem Projekt von edsu/anon, welches das gleiche für @congressedits realisiert hat. Das System basiert auf der Auswertung des Wikipedia IRC Channels in dem die Systeme der Wikipedia alle Änderungen an Aritkel automatisiert einstellen. Alle Änderungen, die nicht durch einen registrierten Benutzer durchgeführt werden, werden mit der IP-Adresse gespeichert. Diese wird dann mit den hier gepflegten Netzwerken abgegelichen. Sobald es eine Übereinstimmung gibt, wird ein Tweet erzeugt.

    15. Juli 2014 8
  • : Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co.
    Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co.

    Einen spannenden Rückblick auf den Kampf Kazaa vs. Musikindustrie bietet das Musikwirtschaftsforschung-Blog: Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co. – Teil 1.

    Vereinfacht gesagt standen die VertreterInnen der Rechteverwertungsindustrien sowie die BewahrerInnen des bestehenden Urheberrechtssystems den Technologiefirmen, KonsumentInnenschutzorganisationen und RisikokapitalgeberInnen in diesem gerichtlichen Showdown gegenüber, unterstützt von WissenschafterInnen, die mit ihren Forschungsergebnissen die jeweilige Position unterstützten. Die Mobilmachung vor dem Oberstgerichtsentscheid spiegelte also gut die Interessensgegensätze, die sich durch die Digitalisierung aufgetan hatten, wider.

    Das Thema dominierte ja dieses Blog vor rund zehn Jahren.

    15. Juli 2014
  • : Netzneutralität in den USA: Ein Plädoyer für ein freies Internet
    Netzneutralität in den USA: Ein Plädoyer für ein freies Internet

    In den USA tobt aktuell ein Kampf um die Netzneutralität. Die Debatte wird dort prominenter geführt als hierzulande und zum Beispiel in gleichermaßen lustigen wie informativen Videos thematisiert (College Humor, John Oliver und noch viel mehr).

    Marvin Ammori hat nun in seinem Foreign Affairs Artikel (auch als Audioversion) ein in mit vielen Beispielen versehenes Plädoyer für ein freies Internet verfasst. Anschaulich erläutert er, warum Netzneutralität eben kein „esoterisches Anliegen“ einiger internetverliebter Nerds ist, sondern ganz klar uns alle betrifft. Seine Argumentation ist klug, denn sie schlägt die Gegner der Netzneutralität mit ihren eigenen Waffen. Die Internetanbieter begründen meistens mit ökonomischen Zwängen ihre Ablehnung der Netzneutralität. Ammori erklärt dagegen, das gerade ein diskriminierungsfreies Internet die Basis für den Erfolg der Internetwirtschaft ist. Anbieter sind „gateways“, dürfen aber keinesfalls „gatekeeper“ werden, das würde die innovationsfördernde Wirkung des Internets untergraben.

    „Imagine if, years ago, MySpace had cut deals with cable and phone companies to block Facebook, if Lycos had colluded with AltaVista to crush Google, if Microsoft had contracted with service providers to protect Internet Explorer by blocking Mozilla Firefox.“

    Ein funktionierender Markt braucht fairen Wettbewerb und der wird durch ein neutrales Netz und gleiche Bedingungen für alle Teilnehmenden gesichert. „Überholspuren“ und ähnliches schaden also dem Markt und sind innovationsfeindlich.

    Unterdessen sieht die Lage der Netzneutralität in Europa allerdings auch nicht so rosig aus, wie es im Nebensatz angedeutet wird. Im Herbst wird auf EU-Ebene weiter über die Richtlinie zur Netzneutralität debattiert. Noch ist nichts endgültig beschlossen. Und was die mächtigen Anbieter-Lobbys von dem gegenwärtigen Entwurf halten, hat sich z.B. auf dem letzten „Fachdialog Netzneutralität“ im Wirtschaftsministerium gezeigt.

    15. Juli 2014 1
  • : Dagger Complex: Luftaufnahmen und Drohnen-Video von US-Stützpunkt
    Dagger Complex: Luftaufnahmen und Drohnen-Video von US-Stützpunkt

    In seinem Deutschland-Dossier schrieb der Spiegel über den Dagger Complex:

    Der Standort spielte schon immer eine große Rolle für die NSA, zunächst als European Security Center (ESC), dann zwischenzeitlich unter dem Namen European Security Operations Center (ESOC) und mittlerweile als European Cryptologic Center (ECC). Die Analysten können dort offenbar „Skilz“-Punkte erwerben, indem sie sich im Umgang mit dem Spähwerkzeug XKeyscore schulen lassen: ein Wettbewerb unter Spionen.

    Seit 2011 ist dort auch das Threat Operations Center der NSA untergebracht. Schon 2009 arbeiteten dort 240 Geheimdienstmitarbeiter, wie interne Dokumente zeigen, die der SPIEGEL enthüllt. Sie zeigen: Der Dagger-Komplex ist mittlerweile die größte und wichtigste Außenstelle der NSA in Europa.

    Ein anonymer Blogger hat „mal ein paar Recherchen bezüglich des Dagger Komplexes in Griesheim angestellt.“ Auf einem Tumblr hat er ein paar Luftaufnahmen mit Erklärungen veröffentlicht.

    Dazu gibt’s noch ein Video mit einem Quadcopter über dem Gelände:

    Hier klicken, um den Inhalt von www.youtube-nocookie.com anzuzeigen.

    15. Juli 2014 4
  • : College Humor erklärt: Why Net Neutrality Matters (And What You Can Do To Help)
    College Humor erklärt: Why Net Neutrality Matters (And What You Can Do To Help)

    Popkultur, die uns in Deutschland fehlt: Die Youtuber von College Humor erklären massentauglich die Debatte um Netzneutralität (in den USA) – Why Net Neutrality Matters (And What You Can Do To Help).

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    15. Juli 2014 2
  • : ARD Doku fragt „Wie gefährlich wird das Netz?“
    ARD Doku fragt „Wie gefährlich wird das Netz?“

    Die ARD hat am Montag die Reportage „Im Visier der Hacker – Wie gefährlich wird das Netz?“ ausgestrahlt, die es jetzt für ein Jahr in der Mediathek zu sehen gibt. Die Kernbotschaft in einem Satz: Alles ist hackbar. Egal ob Auto, Flugzeug, Schiff, Herzschrittmacher, Unternehmenssoftware, Garagentore oder auch Hefe-Zellen und Gehirnströme. Anhand von einigen etwas reißerischen, aber auch vielen lebensnahen Beispielen zeigt der Beitrag Sicherheitsrisiken verschiedener Technologien auf. Wird dabei neue Technikangst geschürt? Ein bisschen schon, aber insgesamt hält der Film die Balance zwischen Alarmismus und dem berechtigten Warnen vor Sicherheitslücken. Einige der „live“ vorgeführten Hacks wirken allerdings über-inszeniert und manchmal unfreiwillig komisch.

    Auf Daimler wird etwas herumgehackt, Audi dafür prominent gefeatured. Aber auch zahlreiche Forscher US-amerikanischer und deutscher Universitäten kommen zu Wort. Die weit verbreitete Sorglosigkeit im Umgang mit vielen Systemen wird ganz gut beschrieben. Hier macht die Reportage klar: absolute Sicherheit gibt es zwar nicht, aber das sollte uns doch zumindest bei der Nutzung eines Systems bewusst sein. Ist aber nicht der Fall, und das ist problematisch. Denn ob eine Technologie lebensrettend oder lebensbedrohend wirkt, hängt schließlich immer auch von den Menschen ab, die sie einsetzen. Der Film dauert insgesamt 44 Minuten, der Abschnitt über Biohacking kommt ganz zum Schluss und einen kurzen Vorschaufilm mit ARD-Bericht gibt es hier.

    15. Juli 2014
  • : Umfrage: Einstellungen zur Internetnutzung und Datensicherheit im Kontext des NSA-Skandals
    Umfrage: Einstellungen zur Internetnutzung und Datensicherheit im Kontext des NSA-Skandals

    Bilder kleben heute nicht mehr in Fotoalben, Nachrichten stehen nicht mehr in Briefen und Treffen sind inzwischen Hangouts. Neue Möglichkeiten bergen aber immer Risiken: Das zeigt sich im Fall von Internetkommunikation anhand der Relevanz des Themas Datensicherheit. Gerade im Laufe des vergangenen Jahres wurde deutlich, wie aktiv – und kontrovers – die Diskussion um den verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit Daten geführt wird.

    Wie aktuell das Thema ist, zeigt jüngst die Debatte um die Spionageaffäre und die Ausweisung des höchsten CIA-Repräsentanten der USA. Die Medien sprechen an vielen Stellen von einer “Erschütterung der transatlantischen Freundschaft”. Und dabei zeigt sich: Geheimdienstmaßnahmen betreffen nicht “nur” mehr Internetnutzer, deren Daten ausspioniert werden. Vielmehr sind die Aktivitäten von NSA und Co. ein Politikum geworden.

    Eine Gruppe von Forschern der Universität Passau untersucht dazu in einer Studie Einstellungen zur Internetnutzung und Datensicherheit im Kontext des NSA-Skandals. Das Projekt wird kulturübergreifend in Deutschland, dem Vereinigten Königreich (UK) und den USA durchgeführt. Heimatinsitutionen sind dabei das DFG-Graduiertenkolleg ‘Privatheit’ und der Lehrstuhl für Computervermittelte Kommunikation (CvK) der Universität Passau.

    Ziel der Studie ist es, Einblicke in den länderspezifischen Umgang mit diesen Themen zu gewinnen und ein tiefergreifendes Verständnis spezifischer Einstellungen und Argumente zu skizzieren. Die Umfrage ist unter folgendem Link zu erreichen: http://ww2.unipark.de/uc/NSA/

    Die beteiligten Forscher:

    15. Juli 2014 7
  • : Studie bestätigt: Niemand mag von den USA überwacht werden
    Studie bestätigt: Niemand mag von den USA überwacht werden

    Das US-amerikanische Pew Research Center hat eine Umfrage durchgeführt, ob Menschen die Überwachung durch die NSA und andere amerikanische Dienste akzeptabel finden. Das wenig überraschende Ergebnis: Die Mehrheit findet, dass das nicht der Fall ist. In der nach Ländern aufgeteilten Studie ergab sich, dass im Durchschnitt 73% der Menschen die Überwachung der eigenen Staatsoberhäupter und 81% die der Bürger des eigenen Landes als inakzeptabel beurteilen. Bei amerikanischen Bürgern und Terrorismusverdächtigen widersprachen nur 62% bzw. 29% den Überwachungspraktiken. In Deutschland sieht die Statistik ein wenig anders aus, hier wird die Überwachung von Regierungsmitgliedern stärker abgelehnt als die der Bevölkerung:

    pew_surveil_opinion

    In den USA empfinden interessanterweise nur 61% die Ausspähung der eigenen und 47% die der übrigen Bevölkerung als nicht hinnehmbar.

     

    15. Juli 2014 5
  • : Was die Bundespolizei macht, wenn Edward Snowden urplötzlich im Flugzeug aus Moskau sitzt
    Dieser Mann telefoniert nicht Putin oder Merkel, sondern seinem "Mutterhaus".
    Dieser Mann telefoniert nicht Putin oder Merkel, sondern seinem "Mutterhaus".
    Was die Bundespolizei macht, wenn Edward Snowden urplötzlich im Flugzeug aus Moskau sitzt

    Dieter Romann, derzeit amtierender Präsident der Bundespolizei, kritisiert in einem Interview in der Zeitung „Welt“ die europäische Migrationspolitik. Er empfiehlt dem Innenministerium Verschärfungen.

    Der Text gibt einen guten Eindruck über zukünftige deutsche Maßnahmen: Kürzlich haben Deutschland und Frankreich durchgesetzt, dass jede Regierung der EU-Mitgliedstaaten ihre Grenzen wieder kontrollieren darf, wenn über ein anderes Mitglied zu viele MigrantInnen in die EU gelangen. Romann meint, dass Italien gerade vertragsbrüchig wird weil zu viele unerwünschte Asylsuchende in Berlin angetroffen würden.

    Am Ende wird er gefragt, was die Bundespolizei tut wenn der Whistleblower Edward Snowden „überraschend in Frankfurt am Main landen“ würde, da womöglich „Präsident Putin“ Deutschland ärgern wolle:

    Die Welt: Rufen Sie zuerst die Kanzlerin an?

    Romann: Nein, mein Mutterhaus, das Bundesministerium des Innern. Aber das fällt jetzt wirklich unter das Fernmeldegeheimnis. Wir sind jedenfalls auf solche Szenarien vorbereitet.

    13. Juli 2014 8
  • : Geoblocking der eigenen Crowdfunder: Zach Braffs neuer Film „Wish I was here“
    Geoblocking der eigenen Crowdfunder: Zach Braffs neuer Film „Wish I was here“

    Schon rund um die erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne für Zach Braffs („Scrubs“) neuen Film „Wish I was here“  war Kritik laut geworden, dass solche Stars Crowdfunding nur aus Marketingsgründen nutzen, weil sie das Geld zur Finanzierung ihrer Filme gar nicht benötigen würden. An der erfolgreichen Finanzierung mit über drei Millionen Dollar änderte das nichts.

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    Die damalige Kritik ist aber gar nichts, verglichen mit dem aktuellen PR-Desaster rund um das Geoblocking der eigenen Crowdfunder. Dirk von Gehlen, der selbst sein Buch „Eine Neue Version ist verfügbar“ mittels Crowdfunding finanziert hatte, in einem lesenswerten Beitrag auf seinem Blog dazu:

    [N]iemand hatte den Unterstützern des Projekts vor diesem Wochenende gesagt, dass die groß angekündigte Option, den Film schon vor dem US-Start im Stream zu sehen, in Wahrheit gar nicht für jeden Unterstützer des Projekts gilt. […] Wer versucht die Seite aus einem Land aufzurufen, das laut Nutzerkommentaren bei Kickstarter nicht USA, Großbritannien oder Australien heißt, erhält keinen Zugang.

    Die Moral von der Geschicht: Auch Crowdfunding schützt vor Geoblocking nicht.

    13. Juli 2014 6
  • : Noch mehr Spione, noch mehr abgehörte Handys
    Noch mehr Spione, noch mehr abgehörte Handys

    Auch nachdem man in BND und Verteidigungsministerium zwei mutmaßliche amerikanische Spione gefunden hat, sein Missfallen ausgedrückt, den Repräsentanten der amerikanischen Geheimdienste gebeten hat, das Land zu verlassen und diplomatische Verstimmtheit auf amerikanischer Seite erzeugt hat, reißen die Spion-Geschichten nicht ab:

    Der Spiegel berichtet es gebe noch mehr neue Fälle als den des CDU-Mann Kiesewetter, bei denen wahrscheinlich Handys ausgespäht wurden. So wie Steffen Bockhahn, Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium der letzten Legislatur:

    Die engste Mitarbeiterin des Linken-Politikers Steffen Bockhahn bemerkte demnach am 30. Juli 2013 Manipulationen an ihrem Handy. Unbekannte sollen den gesamten SMS-Verkehr zwischen ihr und Bockhahn durchforstet haben. Außerdem sollen die unbekannten Angreifer gezielt nach Dienst-E-Mails mit Bezug zum Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages gesucht haben.

    Außerdem verkündet die Bild am Sonntag unter Berufung auf „US-Geheimdienstkreise“, es gebe noch weitaus mehr als die beiden bisher aufgedeckten Spione. Über ein Dutzend sollen für die CIA in deutschen Einrichtungen tätig sein, vor allem in den Ministerien Verteidigung, Wirtschaft, Inneres und Entwicklungshilfe.

    Ob irgendwann außer der Ausweisung amerikanischer Diplomaten noch wirksame Konsequenzen gezogen werden, wie etwa die Aussetzungen der TTIP-Verhandlungen, bleibt zu bezweifeln. Merkel steht immer noch hinter den Verhandlungen und macht im ZDF-Sommerinterview auch deutlich, dass Deutschland mehr von dessen Zustandekommen profitieren würde als die USA. Heute werden sich der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein amerikanischer Kollege John Kerry zu Gesprächen treffen, dabei setzt Steinmeier auf gute Partnerschaft und die „tatkräftige Mitarbeit“ der USA:

    Ich setze darauf, auch in den Gesprächen, die wir jetzt führen, dass alle Verantwortlichen bereit sind, dabei mitzumachen, und die transatlantische Freundschaft zwischen Deutschland und den USA ehrlich neu beleben.

    13. Juli 2014 1
  • : EU-Datenschutzreform und das „Recht auf Vergessen“
    EU-Datenschutzreform und das „Recht auf Vergessen“

    Golem berichtet über die aktuelle Diskussion zur EU-Datenschutzverordnung im Lichte des sogenannten „Recht auf Vergessen“. Während die meisten Beteiligten lediglich von „Klarstellungsbedarf“ im Nachgang des EuGH-Urteils sprechen, haben die Briten wohl eine neue Ausrede zur Blockade des gesamten Gesetzes-Vorhabens gefunden:

    Scharfe Kritik an der geplanten Datenschutzreform und dem „Recht auf Vergessen“ kam am Mittwoch auch von der britischen Regierung. Justizminister Simon Hughes zeigte sich in einer Parlamentsanhörung „besorgt“ über den Entwurf, wie der Guardian berichtete. „Wir wollen das Gesetz nicht in eine Richtung entwickeln, wie sie das EuGH-Urteil voraussetzt. Dieses bedeutet eine Sperrung vom Zugang zu Informationen innerhalb der EU, während dieser für den Rest der Welt offenbleibt. Dem aktuellen Text können wir nicht zustimmen“, sagte der Liberaldemokrat.

    13. Juli 2014
  • : 31. Chaos Communication Congress 31C3: Call for Participation gestartet
    31. Chaos Communication Congress 31C3: Call for Participation gestartet

    Der Call for Participation für die Jahresendveranstaltung des CCC ist online:

    Der Chaos Communication Congress ist die jährliche Fachkonferenz und Hackerparty des Chaos Computer Clubs (CCC). An vier Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr kommen tausende Hacker, Technikfreaks, Bastler, Künstler und Utopisten in Hamburg zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und miteinander zu feiern. Wir beschäftigen uns mit Themen rund um Informationstechnologie, Computersicherheit, die Make- und Break-Szene, dem kritisch-schöpferischen Umgang mit Technologie und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

    Wir freuen uns auf Eure Einreichungen in den Tracks:

    • Art & Culture
    • Ethics, Society & Politics
    • Making & Crafting
    • Security & Hacking
    • Science

    Jenseits des Konferenzprogramms bietet der 31C3 Raum für Community-Villages (bei uns Assemblies genannt), Entwickler- und Projektgruppentreffen, Installationen, Lightning Talks sowie zahlreiche Workshops.

    12. Juli 2014 2
  • : NSA und Weißes Haus wussten von Festplattenzerstörung bei The Guardian
    NSA und Weißes Haus wussten von Festplattenzerstörung bei The Guardian

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    Eine Informationsfreiheitsanfrage in den USA hat eine E‑Mail-Konversation öffentlich gemacht, die das Wissen der NSA und des Weißen Hauses von der Festplattenzerstörung beim Guardian belegt. Als im letzten Juli durch den britischen Geheimdienst GCHQ mit roher Gewalt Festplatten mit Materialien aus dem Bestand von Snowden zerstört wurden, distanzierte sich das Weiße Haus noch ausdrücklich und verkündete , es sei „sehr schwierig, sich ein Szenario vorzustellen, in dem das angemessen wäre“ .

    Die Mails an sich sind beinahe vollständig unkenntlich gemacht – eine Deklassifikation ist für 2038 vermerkt – , doch der Betreff „Guardian data being destroyed“ und das zugehörige Absendedatum einen Tag vor der Aktion belegen, dass der damalige NSA-Direktor Keith Alexander Bescheid gewusst haben muss. Auch, dass man den Ausgang der Aktion willkommen hieß sieht man an der Grußformel des NSA-Vizedirektors in einer späteren Mail:

    Gute Neuigkeiten, zumindest an dieser Front.

    Dass nicht nur die NSA, sondern auch das Weiße Haus Bescheid gewusst haben muss, wird spätestens an dem Punkt klar, wo auch James Clapper in der Konversation auftaucht. Er ist Direktor der nationalen Nachrichtendienste und in dieser Rolle Regierungsbeamter. Der Guardian selbst hat seine Enttäuschung zum Ausdruck gebracht:

    We’re disappointed to learn that cross-Atlantic conversations were taking place at the very highest levels of government ahead of the bizarre destruction of journalistic material that took place in the Guardian’s basement last July […] What’s perhaps most concerning is that the disclosure of these emails appears to contradict the White House’s comments about these events last year, when they questioned the appropriateness of the UK government’s intervention.

    11. Juli 2014 1
  • : Informatikstudent muss ins Gefängnis, weil er sein Verschlüsselungs-Passwort nicht herausgibt
    I H8 PC by Des Morris Lizenz: CC BY-NC-ND 3.0
    Informatikstudent muss ins Gefängnis, weil er sein Verschlüsselungs-Passwort nicht herausgibt

    Wie The Register meldet, muss  der Brite Christopher Wilson, 22, für 6 Monate ins Gefängnis, weil er der Polizei seine Krypto-Passwörter nicht übergeben hat. Damit ist mal wieder „eine Nuss mit einem Vorschlaghammer geknackt“ worden. Die Nicht-Herausgabe ist durch das umstrittene „wiretapping law“ in Großbritannien verboten.

    11. Juli 2014 4
  • : Kein Asyl für Snowden: die offizielle Begründung des Petitionsausschusses
    Die Bundesregierung verschleppt die Klärung der Frage nach Asyl für Edward Snowden seit mehreren Jahren.
    Kein Asyl für Snowden: die offizielle Begründung des Petitionsausschusses

    440x270-asyl-snowden-aufkleber___440xDie „gesetzlichen Voraussetzungen für eine Asylgewährung“ liegt laut der Stellungnahme des Petitionsausschusses für Whistleblower Edward Snowden nicht vor. Die vollständige Begründung hat Katharina Nocun als Scan veröffentlicht. Das Petitionsverfahren ist damit beendet.

    11. Juli 2014 1
  • : DLR entwickelt hochauflösendes Kamerasystem für Crowd Management
    DLR entwickelt hochauflösendes Kamerasystem für Crowd Management

    3k

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nach eigenen Angaben ein neues, echtzeitfähiges Überwachungssystem an einem Hubschrauber getestet. Das Projekt trägt den Namen VABENE++ und ist die Fortführung eines letztes Jahr beendeten Vorhabens mit ähnlicher Zielsetzung. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes „3K Kamerasystem“, das aus handelsüblichen High End-Kameras besteht. Hochauflösende Bilder und Videos werden noch im Hubschrauber verarbeitet und dann mit einer Übertragungsrate von elf Megabit pro Sekunde an eine Bodenstation übermittelt.

    3k-1

    Die Technik wird vor allem zur Nutzung in Verkehrsleitzentralen beworben: So könnten der Verkehrsfluss aus der Luft überwacht werden, um bei höherer Dichte von Fahrzeugen Staus frühzeitig zu erkennen. Das 3K-System kann aber auch bei Großereignissen oder Katastrophen genutzt werden: Als Projektziel gilt die Unterstützung von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

    Einer der beteiligten Forscher erklärt in einer Presseaussendung weitere Details:

    Ein Hubschrauber hat den Vorteil, dass er sehr wendig ist und auch über einem Verkehrsknotenpunkt oder einer Menschenmenge in der Luft stehen kann. Außerdem entwickeln wir damit ein System, das auch auf Polizeihubschraubern zum Einsatz kommen kann.

    11. Juli 2014
  • : Erste Hilfe bei digitalen Notfällen
    Erste Hilfe bei digitalen Notfällen

    178px-E003.svgDer eigene Server wird Ziel einer DDoS-Attacke, die Mail-Adresse gehackt oder Malware auf dem Gerät? NGOs wie EFF und Access haben zusammen ein „Digital First Aid Kit“ erstellt, das Wissen zur Ersten Hilfe bietet. In dem Guide werden Fragen zur Selbstdiagnotik gestellt, die eingrenzen sollen, was wirklich passiert ist. Weiter geht es mit den ersten Schritten, um das Schlimmste zu verhindern und weiteren Maßnahmen, die getroffen werden sollten. Es folgen Hinweise, wie man verhindern kann, noch einmal in die Situation zu geraten und wie man herausbekommt, von wo die Attacke ausgegangen ist.

    Die bisher behandelten Situationen sind gehackte Accounts, der Verlust von Geräten mit persönlichen Daten, Malware-Infektion und DDoS-Attacken. Außerdem gibt es Anleitungen, wie man generell sicher und vertraulich kommunizieren kann. Eine schöne Zusammenstellung, die man [nicht nur] Journalisten, Aktivisten und Bloggern empfehlen kann. Das Ganze gibt es übrigens auf GitHub und im Hackpad, kann also erweitert und zu einem persönlichen Erste-Hilfe-Kasten umgebaut werden.

    11. Juli 2014