ARD Doku fragt „Wie gefährlich wird das Netz?“

Die ARD hat am Montag die Reportage „Im Visier der Hacker – Wie gefährlich wird das Netz?“ ausgestrahlt, die es jetzt für ein Jahr in der Mediathek zu sehen gibt. Die Kernbotschaft in einem Satz: Alles ist hackbar. Egal ob Auto, Flugzeug, Schiff, Herzschrittmacher, Unternehmenssoftware, Garagentore oder auch Hefe-Zellen und Gehirnströme. Anhand von einigen etwas reißerischen, aber auch vielen lebensnahen Beispielen zeigt der Beitrag Sicherheitsrisiken verschiedener Technologien auf. Wird dabei neue Technikangst geschürt? Ein bisschen schon, aber insgesamt hält der Film die Balance zwischen Alarmismus und dem berechtigten Warnen vor Sicherheitslücken. Einige der „live“ vorgeführten Hacks wirken allerdings über-inszeniert und manchmal unfreiwillig komisch.

Auf Daimler wird etwas herumgehackt, Audi dafür prominent gefeatured. Aber auch zahlreiche Forscher US-amerikanischer und deutscher Universitäten kommen zu Wort. Die weit verbreitete Sorglosigkeit im Umgang mit vielen Systemen wird ganz gut beschrieben. Hier macht die Reportage klar: absolute Sicherheit gibt es zwar nicht, aber das sollte uns doch zumindest bei der Nutzung eines Systems bewusst sein. Ist aber nicht der Fall, und das ist problematisch. Denn ob eine Technologie lebensrettend oder lebensbedrohend wirkt, hängt schließlich immer auch von den Menschen ab, die sie einsetzen. Der Film dauert insgesamt 44 Minuten, der Abschnitt über Biohacking kommt ganz zum Schluss und einen kurzen Vorschaufilm mit ARD-Bericht gibt es hier.

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