Dieter Romann, derzeit amtierender Präsident der Bundespolizei, kritisiert in einem Interview in der Zeitung „Welt“ die europäische Migrationspolitik. Er empfiehlt dem Innenministerium Verschärfungen.
Der Text gibt einen guten Eindruck über zukünftige deutsche Maßnahmen: Kürzlich haben Deutschland und Frankreich durchgesetzt, dass jede Regierung der EU-Mitgliedstaaten ihre Grenzen wieder kontrollieren darf, wenn über ein anderes Mitglied zu viele MigrantInnen in die EU gelangen. Romann meint, dass Italien gerade vertragsbrüchig wird weil zu viele unerwünschte Asylsuchende in Berlin angetroffen würden.
Am Ende wird er gefragt, was die Bundespolizei tut wenn der Whistleblower Edward Snowden „überraschend in Frankfurt am Main landen“ würde, da womöglich „Präsident Putin“ Deutschland ärgern wolle:
Die Welt: Rufen Sie zuerst die Kanzlerin an?
Romann: Nein, mein Mutterhaus, das Bundesministerium des Innern. Aber das fällt jetzt wirklich unter das Fernmeldegeheimnis. Wir sind jedenfalls auf solche Szenarien vorbereitet.
