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Bundesedit: Anonyme Änderungen von Wikipedia-Einträgen aus Bundesbehörden

bundesedit

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@bundesedit ist ein Twitterbot der Änderungen an Wikipedia Artikeln durch anonyme Benutzer aus den Netzwerken der Bundesregierung, des Bundestages, der Bundesministerien und Bundesämter veröffentlicht.

Das System basiert auf dem Projekt von edsu/anon, welches das gleiche für @congressedits realisiert hat. Das System basiert auf der Auswertung des Wikipedia IRC Channels in dem die Systeme der Wikipedia alle Änderungen an Aritkel automatisiert einstellen. Alle Änderungen, die nicht durch einen registrierten Benutzer durchgeführt werden, werden mit der IP-Adresse gespeichert. Diese wird dann mit den hier gepflegten Netzwerken abgegelichen. Sobald es eine Übereinstimmung gibt, wird ein Tweet erzeugt.

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8 Kommentare
  1. Kann mir Irgendjemand noch halbwegs substantiiert erklären, was der Zweck des Ganzen sein soll? Da wird nur zusätzlicher Datenmüll produziert.
    Naja, in Twitter, der Abwasserkanalisation des Internets, ist’s ja gut aufgehoben.

  2. @PurpleRain: Der Zweck sollte doch mehr oder weniger klar sein. Ist es nicht toll wenn „wir“ mal die Regierung „überwachen“, und nicht umgekehrt?

    Datenmüll bleibt da wohl bedeutsam wenig hängen.

    1. „überwachen“ als Selbstzweck oder wie? Gegen 10 Uhr hat jemand aus dem Netz des BSI den Artikel von Per Mertesacker um zwei Wörter ergänzt – toll, die Information bringt uns natürlich weiter.
      Falls aus dem Netz des BND jemand mit einem seiner Sockenpuppen-Accounts den NSU-Artikel verfälscht, sehen wir das nicht – ist ja kein anonymer Zugriff.
      Auch wenn es etwas beleidigend klingen sollte, für mich ist das einfach hirnloser Aktivismus.

      1. 1. Nein, nicht viele wissen das mit den Adressbereichen, geschweige denn, was eine WHOIS-Abfrage ist. Das mag den Lesern hier komisch vorkommen, aber ist Realität. Insofern ist das mit dem „Wissen, sich anzumelden“ nicht vorgedrungen.

        2. Ja, natürlich ist da viel Datenmüll dabei. Beim Prinzip eines durchlaufenden Tickers (wie bei Twitter) ist das aber egal. Wer sich die Informationen geben will, kann das machen. Wer nicht, lässt es eh sein.

        3. Weil dort unwichtiges auftaucht, heißt das nicht, dass dort nicht auch interessante Änderungen auftauchen. Sei es im Positiven die Korrektur/Ergänzung von Artikeln oder wie zuletzt, als jemand aus dem Netz der Bundeswehr mal eben ein paar Dinge aus dem Balkankrieg „wegkorrigieren“ wollte.
        Nun könnte man sich theoretisch für jede Seite anmelden (eigentlich nicht für „jede“, da immer wieder neue eröffnet werden können und man zuvor wohl kaum alle kennt) und man wird mit Meldungen zugeschüttet. Oder man greift auf solch Tool zurück, wenn man es denn selber will.

        4. Es ist ein zusätzliches Tool/Skript, das einen Teil der Änderungen anzeigt. Das entfernt nicht die anderen und niemand ist verpflichtet zur Nutzung. So what?

  3. Ja, ist total toll! Man sieht an den bisherigen tweets, dass dort offensichtlich Menschen arbeiten. Spannend! Interessanter wäre es, wenn man kritische Änderungen aus der Vergangenheit zusammengestellt hätte, die es sicher gab. Aber das hätte Arbeit bedeutet. Nach Veröffentlichung der Ips ist in Zunkunft wohl eher nicht mehr mit Fauxpas zu rechnen.

    1. „Nach Veröffentlichung der Ips“
      Mit einer einfachen Whois abfrage kann die Organisation die hinter dem Adressbereich steht festgestellt werden. Die waren also schon alle längst bekannt – in diesem sinne…

  4. Danke, für die Aufklärung. Nach diesem kurzen Aufruhr weiß selbst der letzte, dass ein Anmelden in der wikipedia selbst für Kommakorrekturen zu empfehlen ist – in diesem Sinne …

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