Schon rund um die erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne für Zach Braffs („Scrubs“) neuen Film „Wish I was here“ war Kritik laut geworden, dass solche Stars Crowdfunding nur aus Marketingsgründen nutzen, weil sie das Geld zur Finanzierung ihrer Filme gar nicht benötigen würden. An der erfolgreichen Finanzierung mit über drei Millionen Dollar änderte das nichts.
Die damalige Kritik ist aber gar nichts, verglichen mit dem aktuellen PR-Desaster rund um das Geoblocking der eigenen Crowdfunder. Dirk von Gehlen, der selbst sein Buch „Eine Neue Version ist verfügbar“ mittels Crowdfunding finanziert hatte, in einem lesenswerten Beitrag auf seinem Blog dazu:
[N]iemand hatte den Unterstützern des Projekts vor diesem Wochenende gesagt, dass die groß angekündigte Option, den Film schon vor dem US-Start im Stream zu sehen, in Wahrheit gar nicht für jeden Unterstützer des Projekts gilt. […] Wer versucht die Seite aus einem Land aufzurufen, das laut Nutzerkommentaren bei Kickstarter nicht USA, Großbritannien oder Australien heißt, erhält keinen Zugang.
Die Moral von der Geschicht: Auch Crowdfunding schützt vor Geoblocking nicht.