Kurzmeldungen

  • : Problemlösung durch Überwachung? Morozov über soziale Physik und schrumpfende Politik
    Problemlösung durch Überwachung? Morozov über soziale Physik und schrumpfende Politik

    Evgeny Morozov schreibt in einem Artikel in der FAZ über die Überwachungsdividende: Die Probleme der Welt, die durch Überwachung und mehr Information gelöst werden können. Und die schrumpfende politische Fantasie:

    Die Feinkörnigkeit und Verfolgbarkeit unserer digital vermittelten sozialen Beziehungen eröffnen die Möglichkeit, sie in ein weiteres Instrument der von Michel Foucault so genannten Gouvernementalität zu verwandeln. Statt an das Wohlergehen der Gemeinschaft oder das Eigeninteresse des Konsumenten zu appellieren, kann man individuelles Verhalten steuern, indem man Freundschaft als Governance-Instrument benutzt.

    29. Juli 2014
  • : Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co. – Limewire
    Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co. – Limewire

    Das Musikwirtschaftsforschungsblog erklärt heute in seiner Reihe „Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharing & Co.“ wie die Gnutella-Plattform Limewire Mitte der Nuller Jahre vom Markt geklagt wurde.

    Wie dem auch sei, die Auseinandersetzung zwischen der Musikindustrie und LimeWire zeigt, dass auf der einen Seite die Schadenersatzansprüche exzessiv hoch angesetzt werden, aber auf der anderen Seite tatsächlich auch viel Geld mit Filesharing verdient werden kann. Das lässt natürlich auch den Schluss zu, dass bei einer frühzeitigen Kooperation mit Napster, die Unternehmen der phonografischen Industrie durchaus von beträchtlichen Werbeeinnahmen hätten profitieren können. Dazu wäre es aber notwendig gewesen, Filesharing zu legalisieren und entsprechende Gesetzesänderungen zuzulassen. Das ist aber bis heute die rote Linie, die von den VertreterInnen der Musikindustrie nicht überschritten werden will. Damit war aber klar, dass es nur eine Frage der war, bis neue Filesharing-Systeme auftauchten und den Platz von KaZaa und LimeWire einnehmen würden.

    29. Juli 2014 3
  • : Smartphones treiben Jugendliche zu kreativen Höchstleistungen
    Smartphones treiben Jugendliche zu kreativen Höchstleistungen

    Aus der Kategorie „Smartphone treiben Jugendliche zu kreativen Höchstleistungen“: Handy weg: 16-Jähriger will See in Klo pumpen. Darauf muss man erstmal kommen!

    Der junge Mann hatte sein Handy in einem Anglerteich in Meppen-Rühle verloren. Dann wollte er das Wasser aus dem Teich heimlich in eine nahe gelegene Toilette pumpen, um das Gerät wiederzufinden – immerhin zwei Millionen Liter.[…] Der Jugendliche hatte den Anglerverein zunächst aufgefordert, einen Taucher für die Suche nach dem Mobiltelefon zu engagieren. Das hatte der Verein abgelehnt. Da nahm der 16-Jährige offenbar an, er könnte tatsächlich durch das Abpumpen des Wassers auf den Grund sehen und das Handy finden.

    29. Juli 2014 5
  • : Netz-Sperren in Österreich: Die vier großen Provider sollen jetzt auch The Pirate Bay sperren
    Netz-Sperren in Österreich: Die vier großen Provider sollen jetzt auch The Pirate Bay sperren

    Barbara Wimmer berichtet auf futurezone.at: Heimische Provider müssen The Pirate Bay sperren

    Die ersten Aufforderungsschreiben zu Netzsperren sind bei vier großen heimischen Internet-Providern eingetroffen. Gesperrt werden sollen thepiratebay.se, kinox.to und movie4k.to.

    Insgesamt haben am Montag vier große Provider per Boten vom Verein für Antipiraterie (VAP) ein Aufforderungsschreiben zur Zugangssperre von insgesamt drei Webseiten bekommen. Betroffen sind UPC, Drei, T‑Mobile und A1, wie die futurezone aus gut informierten Kreisen in Erfahrung bringen konnte. „Ja, ich kann Ihnen bestätigen, dass wir ein Schreiben dieser Art erhalten haben“, erklärte Sigfried Grobmann, Pressesprecher von UPC, zur futurezone.

    Erst letzte Woche hatten wir berichtet, dass der Oberst Gerichtshof die Sperre von kino.to bestätigt hat. Damit scheint jetzt der Damm gebrochen zu sein.

    Update: Zunächst war die Domain von The Pirate Bay auf futurezone mit piratebay.se angegeben. Richtig ist aber thepiratebay.se. Futurezone hat das korrigiert, wir ebenfalls.

    29. Juli 2014 5
  • : Studie fasst Auswirkungen der NSA-Überwachung auf amerikanische Wirtschaft zusammen
    Studie fasst Auswirkungen der NSA-Überwachung auf amerikanische Wirtschaft zusammen

    Das Open Technology Institute (OTI) der New America Foundation hat sich mit den Auswirkungen des NSA-Skandals beschäftigt und neben gesellschaftlichen und außenpolitischen Konsequenzen unter anderem die wirtschaftlichen Nachteile der Überwachungsaffäre beleuchtet. Einschätzungen, welche Effekte sich ergeben, gab es bereits im letzten Jahr, doch erstmals sind aktualisierte Erkenntnisse in einer ausführlichen Studie zusammengetragen.

    Beleuchtet werden im Speziellen die Auswirkungen auf Anbieter von Hosting und Cloud Computing sowie Hard- und Software-Produzenten. 25% britischer und kanadischer Kunden würden ihre Daten nun nicht mehr auf US-Servern speichern und es wird ein Verlust von 22 bis 180 Milliarden US-Dollar innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet. Auf Seiten von Cisco, Qualcomm, IBM, HP und Microsoft werde von Verkaufseinbrüchen in China berichtet. Besonders werden deutsche Unternehmen erwähnt, die bei der Auftragsvergabe teilweise amerikanische Unternehmen ausschließen. Amerikanische Firmen verlieren große Aufträge, so etwa bei der deutschen Bundesregierung im Fall Verizon und der brasilianischen Vergabe einer Neuausrüstung von Armee-Jets an Saab statt Boeing.

    Wie vom Guardian bereits letzten November berichtet, bestätigt der Bericht auch die Balkanisierung des Internets. Staaten bildeten immer mehr nationale Infrastrukturen heraus und bemühten sich darum, Daten und Dienste im eigenen Land zu halten. Die Investitionen dafür gefährdeten die amerikanische Vormachtstellung auf Seiten der Internet-Technologie. Ebenso brächten Diskussionen in  EU-Parlament um die Aufhebung von Safe Harbor und strengere Auflagen bei transatlantischen Datenübertragungen Handelsvorteile ins Wanken. All das könne zu einer Wachstumsbremse bei amerikanischen Unternehmen führen. Außerdem wird auf die gleichzeitig erwachsende Gefahr des Aufbaus nationaler Überwachungs- und Zensurinfrastruktur hingewiesen.

    Die Erkenntniss des OTI sind nicht überraschend, aber dennoch ist es wichtig, sie an einer Stelle zusammengefasst zu sehen. Denn mit rein politisch-gesellschaftlicher Diskussion ist in einer Umgebung, in der alles mit „Überwachung ist eine Anti-Terror-Maßnahme“ begründet wird – auch wenn eine frühere Studie bereits deren Unwirkamkeit demonstriert hat – und auf offzieller Seite darauf beharrt wird, dass die Geheimdienstüberwachung gesetzeskonform erfolge, traurigerweise kein Eindruck zu machen. Mit genügend wirtschaftlichem Druck könnte eine Handlungsmotivation entstehen.

    29. Juli 2014
  • : Falscher SCHUFA-Score nach Datenklau: Wie Identitätsdiebstahl die Bonität fremdbestimmt
    Falscher SCHUFA-Score nach Datenklau: Wie Identitätsdiebstahl die Bonität fremdbestimmt

    Auf Zeit Online schreibt Tina Groll über ihre persönliche Erfahrung mit Identitätsdiebstahl, Warenkreditbetrug und falschen SCHUFA-Eintragungen. Ein lesenswerter Beitrag, der einem die Bedeutung der Kontrolle darüber, was mit den eigenen Daten passiert, vor Augen führt:

    Problematisch wird der Umgang mit den Forderungen und Daten vor allem, wenn aus Unschuldigen auf einmal säumige Schuldner werden. Bei der Datenübermittlung von Inkassounternehmen an Auskunftei passierten häufig Fehler, sagt Anwalt Tintemann. „Da landen dann harte Negativ-Einträge bei Namensvettern, die gar nicht die echten Schuldner sind. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Verbraucherschutz sind rund 45 Prozent der Einträge bei der Schufa fehlerhaft oder falsch.“

    So wie in meinem Fall, in dem die Bonität abrupt auf einen geringen Wert sinkt. Vielen Verbrauchern fällt dies oft monate- oder jahrelang gar nicht auf. Denn wer seine Schufadaten nicht regelmäßig überprüft, wird erst merken, dass seine Bonität quasi nicht mehr vorhanden ist, wenn er für eine Wohnungssuche, einen Kredit- oder Mobilfunkvertrag eine Schufa-Auskunft benötigt. Schlimmer trifft es Selbstständige, Unternehmer und Arbeitgeber. Für sie kann ein negativer Eintrag schnell existenzgefährdend werden.

    29. Juli 2014
  • : Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Überwachung Misstrauen enthält.
    Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Überwachung Misstrauen enthält.

    Gute Neuigkeiten: Wir sehen uns ja immer gern als Vertreter der Zivilgesellschaft, die von der Politik Verantwortung und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung fordern. Wir sind uns bewusst, dass wir ein Thema bedienen, was in der Wahrnehmung der Gesellschaft oft noch einen Nischenstatus einnimmt. Aber die Wissenschaft hat festgestellt, dass Überwachung Misstrauen enthält.

    Dies hat der Gesellschaftsforscher Horst Opaschowski laut einer dpa-Meldung herausgefunden. Konkret hat wohl der NSA-Skandal, ausgelöst durch Veröffentlichungen des sich im russischen Asyl befindlichen Nicht-Ehrendoktors der Uni Rostock Edward Snowden, die deutsche Bevölkerung in ihrem Vertrauen in das Internet erschüttert.

    Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung (53 Prozent) und fast zwei Drittel (64 Prozent) der 20- bis 39-Jährigen erwarte jetzt vom Staat Sofortmaßnahmen, sagte der Hamburger Gesellschaftsforscher Horst Opaschowski der dpa.

    „Sie wollen, dass der Staat die Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte im Internet stärker vor Zugriffen von außen – wie beispielsweise Geheimdiensten – schützt.“

    Diese Erkenntnisse zieht er aus einer repräsentativen Studie der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren von Juni 2014. Hey. Eine Mehrheit will offenbar, was wir schon lange fordern.

    29. Juli 2014 5
  • : Die Herren der Algorithmen: Überwachung in Zeiten des Internets
    Die Herren der Algorithmen: Überwachung in Zeiten des Internets

    HR2-Der Tag berichtete gestern eine Stunde lang über „Die Herren der Algorithmen: Überwachung in Zeiten des Internets“.

    Als vor 25 Jahren die Mauer zwischen Deutschland West und Ost fiel und die DDR-Bürger die Archive ihrer Staatssicherheit stürmten, da standen sie vor Bergen von gesammeltem Material. Und bald reifte die Erkenntnis, dass die Stasi damals sehr häufig nicht wusste, was sie hätte wissen können, wenn sie in der Lage gewesen wäre, ihre Archive zu durchforsten. Aber dazu fehlte die Technik. 25 Jahre später gibt es diese Technik – und die Staatssicherheitsapparate der USA haben kein Problem mit dem Durchforsten noch viel größerer Datenmengen. Und sie sind nicht allein. Auch Privatfirmen sammeln ungezügelt unsere digitalen Spuren und entwickeln immer neue Techniken und Programme, um uns immer genauer zu verfolgen. Jeden von uns. Immer. Denn digitale Überwachung verlangt nach der Vollständigkeit der Daten und ist inzwischen auch in der Lage, diese unbegrenzt zu verarbeiten. Was bedeutet nun aber das Wörtchen „Datenschutz“ in diesen Zeiten? Hat es überhaupt noch Sinn, darüber zu sprechen?

    Hier ist die MP3.

    29. Juli 2014 1
  • : AccessNow-Petition gegen Vodafone – Keep our Data safe
    AccessNow-Petition gegen Vodafone – Keep our Data safe

    Über ein Jahr ist vergangen, seit Edward Snowden mit seinen Leaks an die Öffentlichkeit gegangen ist. Seither sind bekanntlich immer noch keine politischen Konsequenzen gezogen worden. Die NGO AccessNow.org nimmt nun mit einer Petition Vodafone ins Visier, um Druck auf den größten Mobilfunkanbieter der Welt aufzubauen. Sie wollen auf der Hauptversammlung des Unternehmens folgende Fragen stellen und sammeln dafür Unterstützung:

    1. Will Vodafone support reforming Britain’s Regulation of Investigatory Powers Act (RIPA), ending secret warrants and bulk surveillance?
    2. How does Vodafone plan to stop unfettered government access to telecom networks?
    3. What steps is Vodafone taking to protect customers from surveillance-driven bulk data retention laws?

    Eine umfassende Reform von RIPA, dem Gesetz, dass die Überwachung von Telekommunikation in Großbritannien regelt, wird seit längerem gefordert. Da sich von alleine nichts bewegt, will AccessNow insbesondere die über 400 Mio. Kunden des Konzerns ansprechen und so Vodafone Beine machen.

    28. Juli 2014
  • : Privacy International analysiert den UN Privatsphäre-Bericht
    Privacy International analysiert den UN Privatsphäre-Bericht

    Die britische NGO Privacy International hat den Bericht über Privatsphäre im digitalen Zeitalter, den die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen (UNHCHR) erstellt hat, analysiert und kommentiert. Ihr Fazit: der Bericht könnte ein Wendepunkt in der internationalen Debatte über das Recht auf Privatsphäre darstellen. Denn der Bericht stellt eindeutig fest, dass Massenüberwachungsprogramme Menschenrechte brechen. Privacy International hat insgesamt folgende fünf Kernaussagen herausgearbeitet:humanrightslogo_Goodies_14_LogoVorlagen

    1. Massenüberwachung beschneidet die Privatsphäre, egal ob die gesammelten Daten auch genutzt werden.
    2. Vorratsdatenspeicherung ist weder notwendig noch verhältnismäßig.
    3. Datenaustausch-Systeme zwischen Geheimdiensten sind nicht mit Menschenrechten vereinbar.
    4. Jeder staatliche Eingriff in digitale Kommunikation muss mit Menschenrechten in Einklang stehen, egal wo er stattfindet.
    5. Der Privatsektor spielt eine zentrale Rolle darin, Überwachung zu ermöglichen, und er muss eine größere Rolle im Schutz der Privatsphäre spielen.

    Den ganzen Bericht auf Englisch gibt es hier.

    28. Juli 2014
  • : Kabel Drosselland: Gericht verurteilt Drosselung bei Filesharing wegen irreführender Werbung
    Kabel Drosselland: Gericht verurteilt Drosselung bei Filesharing wegen irreführender Werbung

    Sie werben mit besonders schnellem Internet, um dann bei Filesharing-Aktivitäten die Geschwindigkeit zu drosseln. Wenn mehr als 10 Gigabyte an einem Tag erreicht werden. Diese Einschränkung, die seit den Mai 2012 geänderten AGB von Kabel Deutschland besteht und nicht nur Neukunden, sondern auch bestehende Verträge berührt, findet sich in der Werbung nur in einer – falsch zugeordneten – Fußnote. Aus diesem Grund wurde die Werbung nun vom Landgericht München als irreführend verurteilt.

    Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte gegen die missverständliche Werbung geklagt und Recht bekommen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. In der Pressemitteilung der vzbv heißt es:

    Von einer Internet-Flatrate im Festnetz erwarteten Verbraucher einen uneingeschränkten Internetzugang, bei dem sie nicht dauernd prüfen müssten, ob eine bestimmte Datenmenge erreicht ist. Deshalb hätte Kabel Deutschland auf die Einschränkung für die inzwischen weit verbreiteten Filesharing-Anwendungen deutlich hinweisen müssen – zumal das Limit von 10 Gigabyte am Tag bereits bei normaler Internetnutzung häufig überschritten werde.

    28. Juli 2014 5
  • : Wie redet man Überwachung schön? NSA sucht „Leiter der strategischen Kommunikation“
    Wie redet man Überwachung schön? NSA sucht „Leiter der strategischen Kommunikation“

    Wie der Spiegel berichtet ist bei der NSA die Stelle eines Pressesprechers zu vergeben, oder wie der Geheimdienst es nennt: „Director of Strategic Communications“. Dabei gibt es einiges zu tun, Kernaufgabe wird sein:

    The NSA Director of Strategic Communications is accountable to the Director of NSA for developing strategies and products to disseminate key messages to the internal workforce, members of the media, the general public and other interested stakeholders.  The incumbent will be the principal architect of external outreach designed to meet the President’s expectations for greater transparency as expressed in his 17 January 2014 speech.

    Wer also US-amerikanischer Staatsbürger ist, „nachweisbare, glaubhafte Erfahrungen im Krisenmanagement“, mindestens 10 Jahre Erfahrung in Öffentlichkeitsarbeit für US-Regierung oder bei einschlägigen privaten Stellen hat und sich für die nächste Zeit auf viele Überstunden und Krisensituationen einlassen will, sollte sich bewerben. Teil des Bewerbungsvorganges ist dann natürlich auch ein ausführlicher Hintergrundcheck und ein Lügendetektortest. Näheres zu NSA-Rekrutierungs- und Einstellungsmechanismen hatten wir bereits im letzten Jahr beschrieben.

     

    28. Juli 2014 2
  • : Spanien führt Besteuerung von Web-Links ein
    Spanien führt Besteuerung von Web-Links ein

    Wie Heise berichtet, wurde letzten Freitag vom spanischen Parlament eine Urheberrechtsreform (LPI, Ley de Propriedad Intelectual) nach Vorbild des deutschen Leistungsschutzrechts (LSR) verabschiedet. Wie auch hierzulande habe sich die Verlagsbranche stark für die Gesetzesreform eingesetzt. Das Gesetz gehe aber noch weiter als das LSR:

    „Darin werden auch beliebig geringfügige Textzitate bis hinab zu bloßen Hyperlinks unter Urheberrechtsschutz gestellt. Zuwiderhandelnden drohen Strafen bis zu 300 000 Euro oder sechs Jahren Haft.“

    Aktuelle Originalquellen sind leider nicht verlinkt, konnten wir auch bisher keine finden. Wer genaueres weiß, kann gerne in den Kommentaren ergänzen.

    28. Juli 2014 3
  • : 21 Books That Changed Science Fiction And Fantasy Forever
    21 Books That Changed Science Fiction And Fantasy Forever

    Bei io9 gibt es eine detaillierte Liste mit „21 Books That Changed Science Fiction And Fantasy Forever“.

    Speculative fiction is the literature of change and discovery. But every now and then, a book comes along that changes the rules of science fiction and fantasy for everybody. Certain great books inspire scores of authors to create something new. Here are 21 of the most influential science fiction and fantasy books.

    28. Juli 2014
  • : Meinungsforschung: Wie Homer Simpsons unsere politische Meinung formt
    Meinungsforschung: Wie Homer Simpsons unsere politische Meinung formt

    Hörenswert bei DRadioWissen: Meinungsforschung – Wie Homer unsere politische Meinung formt.

    Der trottelige, phlegmatische und meist völlig inkompetente Homer Simpson ist alles andere als eine politische Leitfigur. Und dennoch beeinflusst er uns mehr, als wir glauben. Nachrichten beeinflussen unser politisches Denken. So weit so schlüssig und auch medienwissenschaftlich belegt – „Priming“ nennt sich die dazugehörige Theorie. Viel mehr als Nachrichten konsumieren wir aber Unterhaltungssendungen. Haben sie auch Einfluss auf unsere politische Meinung? Der Medienwirkungsforscher Carsten Wünsch untersucht, ob und wie fiktionale Medieninhalte sich auf unsere Denken und unsere Meinung auswirken. Im Experiment untersucht er das unter anderem mithilfe der Comicserie „Die Simpsons“.

    Hier ist die MP3.

    27. Juli 2014 6
  • : SZ erklärt Programmiersprachen: Sprechen Sie Cobol?
    SZ erklärt Programmiersprachen: Sprechen Sie Cobol?

    In der Süddeutschen Zeitung werden Programmiersprachen fürs breite Publikum erklärt: Sprechen Sie Cobol?

    Von ein paar Spezialfällen mal abgesehen, kämen zum Beispiel Linguisten kaum auf die Idee, eine neue Sprache entwickeln zu wollen. Ungeduldigen Informatikern ist das hingegen durchaus zuzutrauen. Schneller, besser, eleganter, mächtiger, höher, weiter und nicht zuletzt cooler soll die neue Programmiersprache sein. Das heißt: Sie soll es ermöglichen, komplizierte Anweisungen in weniger und verständlicherem Code zu schreiben. Und weil sie auch noch mehr können soll als andere Programmiersprachen, ist sie – in den Worten der Informatiker – auch „mächtiger“.

    27. Juli 2014 11
  • : Russland lobt 3,9 Millionen Rubel für die De-Anonymisierung von Tor aus
    Russland lobt 3,9 Millionen Rubel für die De-Anonymisierung von Tor aus

    Umgerechnet sollen es 83.000 Euro sein, die das russische Innenministerium demjenigen als Prämie verspricht, der eine Technik zur Enttarnung des Tor-Netzwerks bieten kann. Das berichtet Heise Online und beruft sich dabei auf die Moscow Times.torrorists

    „Erst kürzlich wurde bekannt, dass es möglicherweise eine Lücke im Dienst gibt. Worin genau sie besteht, ist aber noch nicht publik – Anwälte der Carnegie Mellon Universität haben den dazu angekündigten Vortrag bei der Hackerkonferenz Black Hat verhindert. […] Das Tor-Projekt weiß offenbar von dem Problem und arbeitet an einer Lösung.“

    Auf diese Lücke scheint es die russische Regierung jetzt abgesehen zu haben. Tor ist eine freie Software, die anonymes Surfen im Netz ermöglicht und erfreut sich seit den Snowden Enthüllungen immer größerer Beliebtheit.

    25. Juli 2014 6
  • : Unbescholten überwacht – im Visier des Verfassungsschutzes
    Unbescholten überwacht – im Visier des Verfassungsschutzes

    Die Kampagne Verfassungsschutz abschaffen, verbandelt mit der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union, hat eine neue Videoreihe gestartet: Unbescholten überwacht – im Visier des Verfassungsschutzes. In dieser möchte sie Betroffene zu Wort kommen lassen, die vom Verfassungsschutz überwacht wurden und über die Folgen berichten.

    Ronny Blaschke ist Sportjournalist mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus – und geriet ins Visier des niedersächsischen Verfassungschutzes. Warum das am Ende eine Verwechslungsgeschichte und ungewollte Satire war, erzählt er im Video. Und er berichtet, welche realen Folgen er davon bis heute zu spüren hat.

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    25. Juli 2014 2
  • : Deutschlandfunk-Hintergrund zu Datensicherheit: Wie Hacker den Mittelstand beraten
    Deutschlandfunk-Hintergrund zu Datensicherheit: Wie Hacker den Mittelstand beraten

    In der Sendung Hintergrund hat der Deutschlandfunk sich mit Datensicherheit beschäftigt: Wie Hacker den Mittelstand beraten. Das behandelte Thema ist dabei größer als der Titel verspricht, es geht auch um Totalüberwachung durch Geheimdienste und wir kommen dabei auch zu Wort.

    Die Denker- und Ingenieurnation Deutschland konzentriert sich auf die Entwicklung von neuen Technologien, kümmert sich aber nicht darum, diese Technologien auch zu schützen. Gerade bei mittelständischen Unternehmen sind die Sicherheitslücken enorm. So haben Kriminelle und Wirtschaftsspione ein leichtes Spiel.

    Hier ist die MP3.

    25. Juli 2014
  • : YouTube: Polit-Channels mit respektloser Neugier
    YouTube: Polit-Channels mit respektloser Neugier

    Der Deutschlandfunk berichtete über „Polit-Channels mit respektloser Neugier“ auf Youtube. Mit dabei ist Tilo Jung und Stör/element.

    Auf YouTube finden sich immer mehr Kanäle, die jungen Leuten Politik nahebringen wollen. Die Magazine werden von Nachwuchsjournalisten realisiert, die sich selbst finanzieren. Sie wollen Politik einfach erklären, zum Teil unter Mitwirkung ihrer Nutzer.

    Hier ist die MP3.

    25. Juli 2014 2