Gute Neuigkeiten: Wir sehen uns ja immer gern als Vertreter der Zivilgesellschaft, die von der Politik Verantwortung und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung fordern. Wir sind uns bewusst, dass wir ein Thema bedienen, was in der Wahrnehmung der Gesellschaft oft noch einen Nischenstatus einnimmt. Aber die Wissenschaft hat festgestellt, dass Überwachung Misstrauen enthält.
Dies hat der Gesellschaftsforscher Horst Opaschowski laut einer dpa-Meldung herausgefunden. Konkret hat wohl der NSA-Skandal, ausgelöst durch Veröffentlichungen des sich im russischen Asyl befindlichen Nicht-Ehrendoktors der Uni Rostock Edward Snowden, die deutsche Bevölkerung in ihrem Vertrauen in das Internet erschüttert.
Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung (53 Prozent) und fast zwei Drittel (64 Prozent) der 20- bis 39-Jährigen erwarte jetzt vom Staat Sofortmaßnahmen, sagte der Hamburger Gesellschaftsforscher Horst Opaschowski der dpa.
„Sie wollen, dass der Staat die Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte im Internet stärker vor Zugriffen von außen – wie beispielsweise Geheimdiensten – schützt.“
Diese Erkenntnisse zieht er aus einer repräsentativen Studie der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren von Juni 2014. Hey. Eine Mehrheit will offenbar, was wir schon lange fordern.