Digital Rights

  • : Italien scheint Wahlcomputer-Experimente zu stoppen
    Italien scheint Wahlcomputer-Experimente zu stoppen

    Italien scheint alle Experimente mit Wahlcomputern zu beendigen, wie agi.it verkündet: Elections: Amato, stop to electronic voting.

    “We decided to stop the electronic voting machine“. Interior Minister Giuliano Amato announced this during a conference organised by the Assirm, the association of institutes for market research, surveys and social research.

    Amato explains: “During the 2006 elections we experimented with the machines as a voting system, and not a system that counts the sections, without any reference to the legally valid votes. Now that we arrived at the point in which we decide to continue, passing from the experimental phase to the implementation, using the machines for the counting as well, it is obvious: we decided to stop. It is a suggestion that came from the ministerial offices, I presented it to Prodi expressing my opinion as well, the Premier agreed. It will be the triumph of our ancestors, but for someone of my generation it isn’t unpleasant either. Let’s stick to voting and counting physically because less easy to falsify“.

    [via]

    30. November 2006 1
  • : Die Zukunft der Ideen – Macht und Ohnmacht der Kultur
    Die Zukunft der Ideen – Macht und Ohnmacht der Kultur

    Am kommenden Sonntag gibt es um 12 Uhr in der West-Berliner Schaubühne die Veranstaltung/Afterhour „Die Zukunft der Ideen – Macht und Ohnmacht der Kultur“.

    Das Leben im Netz beeinflusst inzwischen auch das Leben derer, die das Netz nicht nutzen. Es greift tief in unser Verständnis und unseren gemeischaftlichen Gebrauch von Kultur ein. Die politischen wie rechtlichen Antworten auf diese Veränderungen hinken dieser Entwicklung hinterher, obgleich das Internet die zentralen Werte und Praktiken unserer Lebenswelt in Frage stellt: Wem gehört das Wissen der Wissensgesellschaft? Wen schützen Eigentumsrechte im Cyberspace? Es tobt ein Kulturkampf über Anarchie und Kontrolle, über Grenzen der Freiheit im Netz. Bedeutet ein unregulierter Zugang zu Ideen anderer Piraterie und Ausbeutung von Künstlern oder ermöglicht diese Offenheit erst Innovation und Kreativität?

    Prof. Lawrence Lessig und Mercedes Bunz im Gespräch mit Carolin Emcke.

    30. November 2006 1
  • : Ausnahmeregelung vom DMCA für Internet Archive
    Ausnahmeregelung vom DMCA für Internet Archive

    Das Internet-Archiv archive.org hat einen „juristischen Sieg“ gegen den DMCA errungen und darf jetzt Computerspiele und andere Software archivieren, endlich ohne Befürchtung, verklagt zu werden. In einem Forumsbeitrag werden die Details bekanntgegeben:

    This is a happy moment, but on the other hand this exception is so limited it leaves the overall draconian nature of the DMCA in effect. […] More formally, Internet Archive has successfully advocated for an exemption to the Digital Millennium Copyright Act (“DMCA”). The DMCA prohibits circumvention of technological measures employed by or on behalf of copyright owners to protect their works (“access controls”). Specifically, 17 U.S.C. §1201(a)(1)(A) provides, in part, that “No person shall circumvent a technological measure that effectively controls access to a work protected under this title.”

    30. November 2006
  • : Seth Schoen bei der Fulbright Chair Speaker Series
    Seth Schoen bei der Fulbright Chair Speaker Series

    Gestern war Seth Schoen bei der von Cory Doctorow organisierten „Fulbright Chair Speaker Series“.

    Cory Doctorow, the U.S. – Canada Fulbright Chair in Public Diplomacy, welcomed Seth Schoen, the first ever staff technologist for the Electronic Frontier Foundation. Schoen is a polymath expert in cryptography, security, international policy, copyright, digital television, and other subjects too numerous to mention. He has testified and prepared expert evidence for many of the most important cyber law cases in the past five years. He also maintains the popular Bootable Business Card Linux distribution and is the author of the notorious DeCSS Haiku – a series of poems that added up to a technical violation of the Digital Millennium Copyright Act, for they could be used to decrypt scrambled DVDs.

    Die erste Stunde gibts als MP3 und auf der Webseite als Video.

    Seth wird auf dem 23c3 über „DRM comes to European digital TV – How the DVB project is locking down TV standards and importing U.S. mistakes.“ sprechen. Und hier ist ein Netzpolitik-Podcast mit ihm zu Trusted Computing.

    30. November 2006
  • : Fahrplan für den 23. Chaos Communication Congress veröffentlicht
    Fahrplan für den 23. Chaos Communication Congress veröffentlicht

    Der Fahrplan für den 23. Chaos Communication Congress ist heute veröffentlicht worden. Der 23C3 findet zwischen Weihnachten und Neujahr vom 27.–30. Dezember in Berlin im Berlin Congress Center am Alexanderplatz statt. An den vier Tagen gibt es von Mittags bis Nachts vier parallele Tracks mit Vorträgen. Die Keynote zum Kongressmotto „Who can you trust?“ wird dieses Mal John Perry Barlow halten.

    Meine beiden Vortragsvorschläge sind leider als nicht interessant genug befunden worden. Ich wollte einerseits EU-Initiativen und Direktiven vorstellen, die derzeit abseits der öffentlichen Wahrnehmung ablaufen und digitale Bürgerrechte und Kultur betreffen und wo sich dann später immer alle wundern und beschweren, wo die denn auf einmal herkommen, wenn der Bundestag diese absegnen muss. Davon gibt es eine ganze Menge. Andererseits wollte ich in einer Session verschiedene Möglichkeiten vorstellen, wie man sich politisch auf vielerlei Wegen für digitale Bürgerrechte engagieren kann. Aber ich hab ja einen Podcast für solche Themen, das macht unabhängig, und ein 23c3 ohne Vorträge ist auch mal was entspannendes.

    30. November 2006 3
  • : Scheitert Flugdaten-Abkommen in Ungarn am Präsidenten?
    Scheitert Flugdaten-Abkommen in Ungarn am Präsidenten?

    Der ungarische Staatspräsident Laszlo Solyom hat am Mittwoch das Fluggastdaten-Abkommen zwischen den USA und der EU abgewiesen: Ungarn: Absage an Flugdaten-Abkommen.

    Solyom verweigerte dem vom ungarischen Parlament gebilligten Ratifizierungsgesetz die Unterschrift und gab es mit der Begründung an die Volksvertretung zurück, dass „nicht klar“ sei, ob der Datenschutz hinreichend gewährleistet ist. Solyom zufolge müsse gesichert sein, dass Fluggastdaten nur dann an die US-Behörden übermittelt werden, wenn die betreffenden Passagiere dem ausdrücklich zustimmen.

    29. November 2006
  • : Leicht wirres Dokument der EU-Projektgruppe zu Informations- und Kommunikationstechnologien
    Leicht wirres Dokument der EU-Projektgruppe zu Informations- und Kommunikationstechnologien

    Stefan Krempl berichtet auf Heise „EU-Task-Force kritisiert Pläne zur strafrechtlichen Durchsetzung geistigen Eigentums“.

    Die von der EU-Kommission einberufene Projektgruppe zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) konnte sich in ihrem am heutigen Dienstag veröffentlichen Abschlussbericht (PDF-Datei) nicht auf gemeinsame Vorschläge zu einer umfassenden Reform des Systems geistiger Eigentumsrechte einigen. „Gewisse Punkte sind zu diesem Zeitpunkt noch zu umstritten“, heißt es in dem 36-seitigen Report. Dennoch liebäugeln die Verfasser des Papiers, zu denen Vertreter großer Branchenfirmen wie Alcatel, Microsoft oder SAP genauso zählen wie Verbände, mit einem softwarepatentfreundlichen Kurs. So setzen sie sich etwa für die Einrichtung eines neuen, auf Patentstreitigkeiten spezialisierten EU-Gerichts ein. Kritiker fürchten, dass über diesen Weg eine Hintertür zur Sanktionierung von Patenten auf Computerprogramme geschaffen werden könnte.

    Der Report klingt ein wenig „zusammengeschustert“. Vermutlich durfte jeder „Stakeholder“ eigene Absätze beisteuern. Anders kann ich mir nicht erklären, dass z.B. die beiden folgenden Absätze dort zu finden sind. Klingt so, als ob man den beteiligten europäischen Verbraucherzentralen (BEUC) noch etwas Textraum zubilligen musste (Man mag mich auch gerne korrigieren, wenn es anders ist):

    Aus „Recommendations for the uptake of ICTs“:

    Foster consumer confidence by developing a charter of consumer rights in the digital environment including the development of labelling schemes designed to inform consumers about playability features in Digital Rights Management protected content.

    Abgesehen davon, dass man die unnötigen und nicht akzeptablen Einschränkungen durch DRM als „playability features“ bezeichnet, klingt das so, als ob man einen Warnhinweis fordert. Finde ich gut, sollte man dick kennzeichnen in dem Text.

    Oder Seite 24: „Recommodations for a single regulatory environment“:

    In the context of the 2007 Reviews of the Copyright and Consumer Acquis, take the opportunity to review the balance between the interests of the public and that of right holders, and strengthen and clarify consumer rights in the digital environment

    Finde ich auch prima, ganz meine Meinung. Aber das passt dann wiederum nicht zu einigen anderen Absätzen in dem Report, die eigentlich genau in die andere Richtung gehen und mehr DRM fordern.

    Lustig ist dann noch dieses:

    Insgesamt sei es eine „Herausforderung“, positiv eine direkte Verbindung zwischen dem Schutz etwa von Urheber- oder Patentrechten und der Innovationsstärkung nachzuweisen, schwächt der Gesamtbericht die Analyse eines vorläufigen Reports der Arbeitsgruppe zu geistigen Eigentumsrechten etwas ab. Man habe aber „empirische Daten“ für diese These gefunden.

    Das kann ich mir echt vorstellen, wie schwierig das sein dürfte, da eine „positive Verbindung“ zu Innovation herzustellen.

    28. November 2006 1
  • : Stellungnahme der EU-Datenschützer zur SWIFT-Affäre
    Stellungnahme der EU-Datenschützer zur SWIFT-Affäre

    Heise: EU-Datenschützer fordern sofortiges Handeln in der SWIFT-Affäre

    Der zentrale Dienstleister und die angeschlossenen Finanzinstitute müssen laut einer Stellungnahme der so genannten „Artikel 29“-Gruppe der EU-Datenschutzbeauftragten die gegenwärtige „unrechtmäßige Übermittlung personenbezogener Daten“ vollständig stoppen und damit ihre Verpflichtungen nach nationalen und europäischen Rechtsvorgaben einhalten. Andernfalls müssen die für die Datenverarbeitung verantwortlichen Stellen mit Sanktionen durch die zuständigen Aufsichtsbehörden rechnen.

    24. November 2006
  • : Mash-Up Video zum Thema Netzneutralität
    Mash-Up Video zum Thema Netzneutralität

    Hier ist ein cooles zehn Minuten langes Mash-Up Video zum Thema Netzneutralität:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    23. November 2006 1
  • : Perlentaucher gewinnt Aggregierungs-Rechtsstreit
    Perlentaucher gewinnt Aggregierungs-Rechtsstreit

    Herzlichen Glückwunsch: FAZ und SZ scheitern mit Perlentaucher-Klage.

    Das Online-Magazin «Perlentaucher» darf Auszüge aus Buchbesprechungen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ) und der «Süddeutschen Zeitung» kommerziell verwerten. Das hat das Landgericht Frankfurt am Donnerstag in zwei getrennten Verfahren entschieden. Die Richter wiesen damit die Unterlassungsklagen der beiden Zeitungsverlage zurück. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig (Az. in der Klage der «FAZ»: 2–03 O 172/06).

    Laut Netzeitung erklärte der Vorsitzende Richter in der mündlichen Urteilsbegründung, dass es sich bei den veräußerten Texten nicht um «eins zu eins»- Dokumentationen der Original-Artikel handle, sondern um stark verkürzte Zusammenfassungen. Daran bestehe kein Urheberrecht der Verlage mehr. Auch die Autoren könnten laut Gericht keine Rechte mehr an den Texten geltend machen, da nach der Erstveröffentlichung in der jeweiligen Zeitung keine Mitteilungspflicht über weitere Veröffentlichungen mehr bestehe.

    Freut mich.

    23. November 2006
  • : NetzpolitikTV: Das Interview mit Lawrence Lessig bei Google Video
    NetzpolitikTV: Das Interview mit Lawrence Lessig bei Google Video

    Hier ist das komplette NetzpolitikTV-Interview mit Lawrence Lessig im komfortablen Player-Format zum sofort im hier und Netz anschauen, ohne die Dateien herunter laden zu müssen. Die einzelnen Dateien stehen hier auch einzeln zum Download zur Verfügung. Nachdem meine Versuche gescheitert sind, OGG Theora Files bei Sevenload hochzuladen, hab ich diese nun bei Google Video geparkt. Die Plattform ist mir eigentlich auch sympathischer, da sie zugleich Downloads im OGG-Format anbietet und über eine Fullscreen-Option verfügt.

    23. November 2006 6
  • : Cyberdissidenten im Spiegel
    Cyberdissidenten im Spiegel

    Im aktuellen Print-Spiegel ist ein Artikel über Blogger in repressiven Regimen, der jetzt auch bei SpOn zu finden ist: Rebellen im Netz.

    Die riesige Zahl kritischer Online-Tagebücher macht autoritären Staaten wie China, Iran oder Ägypten schwer zu schaffen. Denn solche „Blogs“, die sich im Sekundentakt vermehren, stellen Öffentlichkeit über totgeschwiegene Ereignisse her.

    23. November 2006
  • : Erfahrungsbericht eVoting bei niederländischer Wahl
    Erfahrungsbericht eVoting bei niederländischer Wahl

    Im Metablocker erklärt Bas Bergervoet mit Screenshots, wie er als niederländischer Staatsbürger übers Internet gewählt hat: Erfahrungsbericht eVoting.

    22. November 2006 2
  • : Sammelklage gegen Vorratsdatenspeicherung
    Sammelklage gegen Vorratsdatenspeicherung

    Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ruft zur Teilnahme an einer „Sammel-Verfassungsbeschwerde“ gegen die von der Bundesregierung geplante Protokollierung der Nutzung von Telefon, Handy, Email und Internet auf.
    Frau Zypries will vorsorglich Informationen über unsere Telefonate, Bewegungen und Internetnutzung sammeln lassen für den Fall, dass wir zu Verbrechern werden. Wir sammeln vorsorglich Beschwerdeführer für den Fall, dass SPD und Union dieses verfassungswidrige Vorhaben tatsächlich umsetzen sollten. Wenn die Koalition unzählige Menschen bespitzeln lassen will, dann werden sich auch unzählige Menschen in Karlsruhe dagegen zur Wehr setzen.
    An der Verfassungsbeschwerde kann sich jedermann beteiligen. Auf der Internetseite des Arbeitskreises befindet sich ein Meldeformular. Die Vertretung der Beschwerdeführer vor dem Bundesverfassungsgericht wird der Berliner Rechtsanwalt Meinhard Starostik übernehmen, der Mitglied in dem Verein „RAV – Anwält/innen für Menschenrechte“ ist.

    Weil es dazu im heise-Forum schon besorgte Diskussionen gab: Die ganze Sache ist komplett kostenfrei. Klagen in Karlsruhe kosten nichts, und Herr Starostik übernimmt die Vertretung pro bono (auf deutsch: kostenlos). Man muss nur einmal 55 Cent investieren, um ihm eine Vollmacht zuzuschicken.

    Mit Dr. Rolf Gössner und Prof. Dr. Christoph Gusy unterstützen prominente Erstkläger die Verfassungsbeschwerde. Der Bremer Rechtsanwalt und Bürgerrechtler Rolf Gössner ist Präsident der Internationalen Liga für Menschenrechte (ILMR). Christoph Gusy ist Professor der Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld. Er begründet seine Teilnahme an der Verfassungsbeschwerde wie folgt: „Das geplante Gesetz begründet eine allgemeine, anlassunabhängige Duldungspflicht der Bürger im Hinblick auf mögliche polizeiliche Maßnahmen, welche ohne Wissen des Betroffenen und damit gleichfalls ohne Kontroll- oder Rechtsschutzmöglichkeit durchgeführt werden können. Eine derart allgemeine, breit angelegte Datenerhebung ist mit dem Grundrechtsschutz aus Artikel 10 des Grundgesetzes, dem Fernmeldegeheimnis, unvereinbar.“

    Die Pressemitteilung | Der Heise-Bericht

    22. November 2006 7
  • : Anti-DRM in der Newsweek
    Anti-DRM in der Newsweek

    Die Newsweek hat einen Artikel über die (us-amerikanische) Anti-DRM Bewegung: Down with DRM?

    Now, an increasingly vocal grassroots resistance to DRM is cropping up. An anti-DRM campaign called “Defective by Design,” which is organized by the Free Software Foundation, has 15,000 registered members; the Electronic Frontier Foundation argues that DRM places limits on “your ability to make lawful use of the music you purchase.” Web sites like stopdrmnow.org and digitalfreedom.org have been launched “to protect individuals’ right to use new digital technologies” and urge boycotts on DRM-tagged content. David Berlind, executive editor of tech trade journal ZDNet, coined his own term for DRM: “Content Restriction, Annulment and Protection.” (Figure out the acronym).

    [via]

    22. November 2006
  • : Podcast: John Perry Barlow und John Gilmore
    Podcast: John Perry Barlow und John Gilmore

    Letzte Woche waren die beiden Mitgründer der Electronic Frontier Foundation, John Perry Barlow und John Gilmore, zu Gast bei Cory Doctorows „Fulbright Chair Speaker Series“. Die gesamte Veranstaltung gibt es jetzt als MP3 zum Download.

    Both a living legend many times over; Gilmore founded the first dial-up ISP, wrote the world’s most widely used compiler, and funds legal campaigns from marijuana law reform to Constitutional challenges to Transport Security Agency regulations; and Barlow is the mad poet who wrote the Grateful Dead’s best-loved lyrics and followed that up by penning seminal philosophical documents about the Internet, including the notorious Declaration of Independence of Cyberspace.

    Beide alleine sind schon äusserst interessant. Zusammen ist das ein Ereignis. Ich hatte das Glück, mit beiden schonmal Interviews im Rahmen des Netzpolitik-Podcasts machen zu können. Diese findet ihr hier: John Perry Barlow und John Gilmore.

    22. November 2006 2
  • : Zweiter Anhörungsmarathon zum Urheberrecht im Rechtsausschuss
    Zweiter Anhörungsmarathon zum Urheberrecht im Rechtsausschuss

    Gestern gabs den zweiten Anhörungsmarathon zum Urheberrecht im Rechtsausschuss des Bundestages. Hier sind mal ein paar Links:

    Heute im Bundestag: Urheberrechtsnovelle für Bildung und Wissenschaft unterschiedlich bewertet.

    Heise: Wissenschaftsfreundlicheres Urheberrecht gefordert.

    „Wissenschaft findet dort statt, wo der Wettbewerb stimmt“, erklärte Reto Hilty, Direktor am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum in München. Dieser würde aber zum einen durch den zusätzlichen rechtlichen Schutz technischer Kopierschutzmaßnahmen „vollends ausgeschaltet“. Zum anderen dürfte das Urheberrecht auch nicht etwa durch das Verbot von Vorabveröffentlichung wissenschaftlicher Werke durch die Urheber im Internet allein auf die deutschen Verlage ausgerichtet werden, die noch keine „Mehrwertdienste“ durch einfach zu nutzende und qualitativ hochwertige elektronische Publikationsangebote aufgebaut hätten.

    Hilty machte sich in diesem Sinne im Einklang mit einer Forderung des Bundesrats für die Aufnahme einer Öffnungsklausel ins Urheberrechtsgesetz (UrhG) auf. Demnach sollen Autoren das Recht erhalten, den Inhalt eines Fachwerks im nicht-kommerziellen Umfeld und in einer gesonderten Formatierung nach Ablauf einer Mindestfrist von sechs Monaten seit Erstveröffentlichung „anderweitig öffentlich zugänglich zu machen“. Das Ziel dieser eingeschränkten Regelung sei es nicht direkt, offene Publikationsmodelle gemäß dem „Open Access“-Prinzip zu befördern, ging Hilty auf Sorgen der Verleger ein. Diese sollten vielmehr „ihre Geschäfte machen können“, müssten dafür aber „eine substanzielle Eigenleistung“ erbringen. Sollte eine solche Klausel nicht kommen, werde dies trotzdem nicht das Überleben deutscher Verlage angesichts „Traumrenditen“ internationaler Publikationsgrößen befördern. „Heimatschutz“ mache an dieser Stelle auch keinen Sinn, da die Wissenschaftler sonst eigene Modelle entwickeln oder in Länder ausweichen würden, an denen sie ihren Informationsbedarf besser decken könnten.

    Heise: Zukunft der Privatkopie weiter heftig umstritten.

    Durch das derzeitige Urheberrechtsgesetz sei die digitale Privatkopie faktisch abgeschafft worden, monierte Patrick von Braunmühl vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv). Die vom Gesetzgeber eigentlich vorgenommene Einschränkung des alleinigen Anspruchs eines Urhebers oder Verwerters auf die Verbreitung seines Werks werde durch technische „Zwangsjacken“ unterlaufen. Die legitimen Erwartungen der Nutzer beim Erwerb digitaler Inhalte bezögen sich dagegen darauf, eine Sicherheitskopie anfertigen, die Dateien auf allen möglichen verschiedenen Geräten abspielen und umformatieren sowie auf neue Player übertragen zu können. Die Verbraucher würden ferner von einer lebenslangen Lizenz ausgehen und wären nicht bereit, für denselben Inhalt mehrfach zu bezahlen.

    Golem: Urheberrecht: „Wissenschaftsparagraf“ verlängert.

    21. November 2006 1
  • : Verbindungsdaten bei T‑Online löschen lassen?
    Verbindungsdaten bei T‑Online löschen lassen?

    Heise berichtetet, dass T‑Online Verbindungsdaten teilweise auf Antrag löscht. Unklar ist, wann das der Fall ist. Aber wer dort Kunde ist, sollte das einfach mal ausprobieren: Schreibt denen Mails und bittet darum!

    Doch der Weg über das Gericht ist offenbar nicht unbedingt nötig: Ein Student aus Potsdam konnte jetzt beim Datenschutzbeauftragten von T‑Online eine Löschung seiner Daten erreichen. Nach einem kurzen Mailwechsel erhielt er die gewünschte Auskunft: „Wir bestätigen Ihnen hiermit, dass die Ihnen zugeteilten IP-Adressen sowie die erfassten Datenvolumina sofort nach Beendigung Ihrer Verbindung gelöscht werden“, teilte der Provider dem Kunden mit.

    Doch diese Option steht nur wenigen Kunden offen, wie Pressesprecher Ralf Sauerzapf gegenüber heise online klarstellte: „Aus technischen Gründen steht diese Lösung nur für eine begrenzte Anzahl an Kunden zur Verfügung. Sie beruht auf derselben Technik, die auch bei der Löschung der IP-Adressen für Herrn Voss zum Einsatz kommt.“ Sprich: Die IP-Daten werden noch weitgehend manuell gelöscht. Eine generelle Lösung zur Trennung von Flatrate-Kunden, deren Daten sofort nach Verbindungstrennung gelöscht werden, und anderen Kunden, deren Daten noch 80 Tage nach Rechnungslegung aufbewahrt werden, steht noch aus.

    21. November 2006
  • : J!Cast 20: IPTV – Fernsehen aus dem DSL-Netz
    J!Cast 20: IPTV – Fernsehen aus dem DSL-Netz

    Der J!Cast Nummer 20 beschäftigt sich mit „IPTV – Fernsehen aus dem DSL-Netz“.

    Digitales Fernsehen ist ein alter Hut, das neue Fernsehprogramm kommt über das Internet zu uns: IPTV. Doch nicht irgendeine Internetverbindung sorgt für garantiert ruckelfreie Übertragung sondern ein abgeschlossenes VDSL-Netz. Wird also die Telekom demnächst unser Fernsehprogramm bestimmen?

    Welche rundfunk- und telekommunikationsrechtlichen Regelungen können dann dafür sorgen, dass dennoch weiterhin Meinungsvielfalt besteht? Inwieweit passen die derzeitigen „Fernseh-Gesetze“ auch auf die neue Übertragungsform und wo müsste nachgebessert werden?

    All dies erläutert Sebastian Neurauter, studentischer Mitarbeiter am ITM.

    Und hie rgibt es die 15 MB grosse MP3-Datei zum Download.

    21. November 2006 1
  • : China, Wikipedia: wieder unzensierter Zugang?
    China, Wikipedia: wieder unzensierter Zugang?

    Dass die Wikipedia in China nur eingeschränkt zugänglich ist galt fast schon als Gemeinplatz. Details konnte man teils hier nachlesen. Doch ich lese gerade verwundert, dass offenbar wieder alles unzensiert zugänglich sein soll, sowohl auf chinesisch wie auch auf englisch:

    „Nobody knows what the Wikipedia unblocking means and how long it’s going to last,“ Berkman fellow Rebecca MacKinnon said in an article in today’s Boston Globe. The article continues, „[i]ndeed, the Chinese government denies censoring the Internet at all, despite widespread complaints that many Western news and information services are inaccessible. Because of these official denials, said MacKinnon, ‚it makes it difficult to figure out why anything happens.’ “

    Womöglich war das auch nur ein Test oder ein Versehen, denn inzwischen soll die Aufhebung der Blockade selbst schon wieder aufgehoben worden sein.

    Bei so einer Informationslage möchte man gerne eine Außenstelle China haben oder sowas.

    [via]

    19. November 2006 4