Digital Rights

  • : Einführung in den WIPO-Broadcast-Völkervertrag
    Einführung in den WIPO-Broadcast-Völkervertrag

    Vor zwei Wochen erschien bei Ars Technica der empfehlenswerte Artikel „Understanding the WIPO Broadcast Treaty“. Der Titel sagt schon einiges über den Inhalt aus.

    Your rights are in danger. That’s the message that activist groups have been spreading as the World Intellectual Property Organization moves tortoise-like towards the completion of a new broadcasting treaty that could curtail the ways that consumers use media and could create a broad new intellectual property right over electromagnetic transmissions that could last for 50 years.

    That’s a scary story, but it’s not the complete one. WIPO has been working on this treaty for almost a decade, but thanks to pressure from certain countries and from the activist groups who have worked tirelessly to alter a treaty that the public cared little about, significant new changes were made in the last few weeks that will affect the ultimate shape of the treaty.

    This is the story of where that treaty came from, what it says, how it has been altered, and where it’s going next. While it sounds esoteric, the treaty could have immediate real-world effects on everything from recording TV sitcoms to producing the Daily Show to limiting the public domain. So strap yourselves in, and let’s take a tour of WIPO.

    14. November 2006
  • : Kanzlerinnen-Podcasts müssen nicht logisch sein
    Kanzlerinnen-Podcasts müssen nicht logisch sein

    Unsere Kanzlerin liefert endlich mal mit ihrem Video-Podcast prima Material für Datenschutz-Mash-Ups. Heise fasst die aktuelle Folge kurz zusammen: Merkel plädiert für mehr Überwachung trotz hoher Sicherheit.

    „Eigentlich läuft alles ganz prima, aber trotzdem brauchen wir mehr Überwachung“, lautet die saloppe Kurzfassung des aktuellen Video-Podcasts der Bundeskanzlerin (Textversion).

    14. November 2006 3
  • : Chronologie der Wahlcomputer-Geschichte
    Chronologie der Wahlcomputer-Geschichte

    FH hat in seinem Blog eine Chronologie der aktuellen Wahlcomputer-Geschichte beginnend Anfang Oktober in Holland erstellt: “Der Wahlcomputer eröffnete mit d2-d4.” Sehr schön.

    Und Andreas widerspricht in seinem Blog die Darstellung der PTB, der Chaos Computer Club sei unkooperativ gewesen.

    14. November 2006 2
  • : Interview zu Wahlcomputern in der c´t
    Interview zu Wahlcomputern in der c´t

    Richard Sietmann hat für die c´ t den Direktor der Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Dieter Richter, zu den Wahlcomputern befragt. Die PTB ist für die Prüfung der Wahlcomputer zuständig. Und das Interview ist grossartig, die haben echt ein kleines grosses Problem: „Eine neue Situation“.

    c’t: Glauben Sie, dass das E‑Voting für politische Wahlen noch zu retten ist?

    Richter: Das geht jetzt über die Ebene hinaus, auf der ich aus Sicht der PTB antworten kann. Denn E‑Voting – in welchen Formen auch immer – ist nicht nur eine technische Frage, sondern auch eine Frage des Vertrauens in das, was für den Wähler nicht mehr transparent nachvollziehbar ist. Dieses Vertrauen muss vermittelt werden können. Es reicht nicht, ein von Spezialisten nachvollziehbares, sicheres technisches System zu haben. Wenn es nicht gelingt, dieses Vertrauen zu vermitteln, dann stellt sich in der Tat die grundsätzliche Frage der sozialen Akzeptanz und des politischen Willens, wo man hinwill.

    Im Moment gibt es noch nicht mal ein „von Spezialisten nachvollziehbares, sicheres technisches System“.

    12. November 2006 9
  • : Remix Lessig (english version)
    Remix Lessig (english version)

    Beginning of last week we had the opportunity to interview Lawrence Lessig in Berlin. Lawrence Lessig is author of several books, US-American law professor at the Stanford Law School and joint founder of Creative Commons. At present for the timespan of a year he resides as Fellow at the American Academy in Berlin. He withdrew himself to write two further books. Despite a cold and some coughs he reserved nearly one hour to explain different topics in detail.

    10. November 2006 4
  • : Mogeln mit Wahlcomputern
    Mogeln mit Wahlcomputern

    Telepolis hat einen gut geschriebenen Artikel über die Wahlcomputerthematik: E‑Mogling – Warum Computer nicht das „Mittel der Wahl“ sind.

    Bei den US-Wahlen sind die Macken der Wahlcomputer bereits ein Running Gag, in Holland kann man darüber weit weniger lachen. Dass auch deutsche Wahlen bereits per Computer stattfinden, erstmals am 13. Juni 2004, ist den meisten Bundesbürgern dagegen gar nicht bewusst geworden. Doch sind die computerunterstützten Wahlen prinzipiell nicht gegen unbemerkt bleibende Manipulationen zu schützen.

    10. November 2006 2
  • : Was bedeuten die neuen Mehrheitsverhältnisse für US-Netzpolitik?
    Was bedeuten die neuen Mehrheitsverhältnisse für US-Netzpolitik?

    Bei CNet gibt es einen Report über die neuen Mehrheitsverhältnisse im US-Senat und Repräsentantenhaus nach den Wahlen in dieser Woche und was dies für Technologie-relevante Debatten bedeutet: What the Democrats’ win means for tech.

    But now that this week’s elections have switched control of the House back to the Democrats–and they appear to have seized the Senate as well–the outlook for technology-related legislation has changed dramatically overnight. On a wealth of topics–Net neutrality, digital copyright, merger approval, data retention, Internet censorship–a Capitol Hill controlled by Democrats should yield a shift in priorities on technology-related legislation.

    […]

    Hollywood tends to be solidly Democratic: Employees of companies like Viacom, Walt Disney and Vivendi Universal consistently write checks to Democratic politicians over Republicans, by a 2‑to‑1 margin. But in practice, Republican politicians have been nearly as enthusiastic about helping Hollywood. It was Sen. Ted Stevens, an Alaska Republican, who endorsed the so-called broadcast flag for television in January. It was a New Jersey Republican, Rep. Mike Ferguson, who introduced the legislation for digital radio two months later, and another from North Carolina, Rep. Howard Coble, who co-sponsored a plan in mid-2002 to let copyright holders disable PCs used for illicit file trading. And Sen. Orrin Hatch, a Republican, once called for remotely destroying pirates’ computers.

    10. November 2006
  • : Aktion:Remixt Lessig!
    Aktion:Remixt Lessig!

    Anfang letzter Woche hatten wir die Chance, ein Interview mit Lawrence Lessig in Berlin zu machen. Lawrence Lessig ist Autor mehrerer Bücher, ein US-amerikanischer Jura-Professor an der Stanford Law School und Mitgründer von Creative Commons. Im Moment ist er für ein Jahr Fellow an der American Academy in Berlin und hat sich hierher zurückgezogen, um zwei weitere Bücher zu schreiben. Trotz Erkältung und Husten hatte er sich fast eine Stunde Zeit genommen, verschiedene Themen ausführlich zu erklären. Auch wenn wir gerne noch viel mehr Themen angeschnitten hätten.

    Das Ergebnis ist hier zu sehen. Ich habe das ganze Interview in kleine Teile geschnitten, so dass immer ein Block aus Frage und Antwort besteht. Beim schneiden kam die Idee, das ganze Interview gleich unter die Creative Commons Lizenz zu stellen, die am meisten Freiheit gewährt und alles zum Remixen unter der CC-Namensnennung auch zur kommerziellen Nutzung frei zu geben. Die einzelnen Blöcke sind alle als .dv-Dateien in einem beinahe unkomprimierten Zustand (Vorsicht: Teilweise sind die Dateien über 1 GB gross!**). Gleichzeitig finden sich hier bearbeitete Versionen in OGG Theora und weitgehend als AVI mit dem NetzpolitikTV-Intro, was der Wetterfrosch mal erstellt hatte.***

    Es gibt sicherlich viele Leser und Leserinnen, die begnadeter im Videomixen sind als ich es mit meiner knappen Zeit im Moment bin und wahrscheinlich jemals sein werde. Deshalb macht damit, was Ihr wollt: Die einzige Regel ist, die Creative Commons Namensnennungs-Lizenz zu befolgen. Alle Remixe müssen einen Verweis auf netzpolitik.org haben*. Das ist alles. Das Videomaterial kann mit Unterstiteln versehen werden, anders zusammengestellt werden, man kann meine Rolle als Interviewer einnehmen und bessere Fragen stellen, man kann Musik unterlegen, Special-Effects einfügen, einzelne Teil-Aspekte in eigene Videoproduktionen eingebunden werden oder wieso nicht eine Best-of-Zusammenfassung machen? Ich bin gespannt, was dabei kreatives herauskommt. Ergebnisse können und sollen am besten in den Kommentaren verewigt werden.

    Und hier ist das Interview:

    9. November 2006 10
  • : DRM: What is it good for
    DRM: What is it good for

    Fred von Lohmann von der EFF war zu Gast bei Cory Doctorows Univorlesung und es gibt jetzt eine MP3-Datei des Vortrages zum Thema „DRM: What is it good for“.

    9. November 2006 2
  • : PrivacyDongle
    PrivacyDongle

    Der Foebud e.V. bietet in seinem Shop jetzt auch den PrivacyDongle an. Das ist die Software Torpark auf einem USB-Stick gepackt. Ob der 20 Euro teure USB-Stick auch Foebud-gebrandet ist, war der Webseite und der Pressemitteilung nicht zu entnehmen.

    9. November 2006 3
  • : nerdalert zu Videoüberwachung
    nerdalert zu Videoüberwachung

    Gestern gab es wieder den nerdalert im freien Hamburger Radio FSK. Hauptthema der Sendung war Videoüberwachung und als Gast im Studio war Nils Zurawski vom Institut für kriminologische Sozialforschung und Mitblogger beim Surveillance Studies Blog.

    Die Sendung ist im Ogg-Format in zwei Teilen verfügbar.

    [Danke an Serge]

    9. November 2006
  • : Schäuble: Die innenpolitischen Schwerpunkte für das erste Halbjahr 2007
    Schäuble: Die innenpolitischen Schwerpunkte für das erste Halbjahr 2007

    Unser Innenminister Wolfgang Schäuble hat im Innenausschuss des Bundestages die „innenpolitischen Schwerpunkte für das erste Halbjahr 2007″ vorgestellt. Vor allem die folgende Formulierung bei „Heute im Bundestag“ ist durchaus interessant, offenbart sie doch eine grandiose Logik:

    Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft stelle sich auch die Aufgabe eines neuen Passagier-Daten-Abkommens mit den USA. Hier setze er auf eine vertrauliche Zusammenarbeit. Wer dagegen die USA auf die Anklagebank und sich selbst auf den Richterstuhl setze, mache die Situation hoffnungslos. Außerdem könnten die Vereinigten Staaten darauf verweisen, dass mit ihrer Regelung dort seit dem 11. September 2001 nichts Gravierendes mehr passiert sei.

    Eine super Legitimation für alles, was an Bürgerrechtsabbau bisher stattgefunden hat.

    9. November 2006
  • : Release The Music
    Release The Music

    Die britische Open Rights Group hat eine Kampagne gegen die Verlängerung der Urheberrechtsschutzfristen gestartet: Release The Music.

    Term extension would:

    * Starve the public domain, stopping people from reusing, remixing and mashing up old recordings
    * Stop performers and composers from re-releasing their own public domain out-of-print works
    * Stop businesses from conserving and re-releasing old material
    * Give the major labels more power over our musical culture
    * Stifle innovation in the distribution of recorded music

    We believe that any extension to the term of copyright protection for sound recordings would be highly damaging to artists and the public good. We hereby request that you publicly reject all demands from all parties for any extension, retrospective or prospective, to the term of copyright protection for sound recordings.

    8. November 2006 2
  • : Zypries im Deutschlandradio zum zweiten Korb
    Zypries im Deutschlandradio zum zweiten Korb

    Bundesjustizministerin Zypries hat die aktuelle Urheberrechts-Gesetzesnovelle im Deutschlandradio Kultur verteidigt: „Urheberrecht muss fit werden für die digitale Gesellschaft“.

    Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat die geplante Gesetzesnovelle zum Urheberrecht verteidigt. Im Deutschlandradio Kultur sagte sie am Dienstag, die „digitale Welt“ sei im geltenden Gesetz noch nicht abgebildet: „Es war unser Hauptansatzpunkt zu sagen, das Urheberrecht muss fit werden für die digitale Gesellschaft“.

    Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man die Formulierung auch dahin deuten, dass nach dem 2.Korb endlich mal eine dritte Urheberrechtsreform gestartet wird, um das Urheberrecht tatsächlich für das digitale Zeitalter fit zu machen. Im Moment gibt es ja nur Kosmetikkorrekturen des ersten Korbes.

    Das Gespräch gibt es hier als MP3.

    8. November 2006
  • : Hacking Democracy
    Hacking Democracy

    Vor wenigen Tagen lief im US-Fernsehsender HBO eine Dokumentation zum Thema Wahlcomputer: Hacking Democracy. Diese findet sich jetzt bei Google-Video in gross und hier in klein:

    Hier klicken, um den Inhalt von video.google.com anzuzeigen.

    Bei Google-Video kann man auch gleich die ganze Dokumentation herunterladen.

    [Danke blogophob]

    8. November 2006 6
  • : Netzpolitik-Podcast über das Internet Governance Forum
    Netzpolitik-Podcast über das Internet Governance Forum

    Letzte Woche fand in Athen das erste Internet Governance Forum statt. Das IGF ist der offizielle Nachfolgeprozess zum UN Weltgipfel zur Informationsgesellschaft und soll ein offenes Multistakeholder-Forum für die globalen Diskussionen rund um Netzpolitik sein. Mein Mitblogger Ralf Bendrath war vor Ort, hat hier ein wenig darüber geschrieben und gestern haben wir dieses ca. 20 Minuten lange Interview aufgezeichnet, wo Ralf nochmal ausführlicher beschreibt, wie das erste Internet Governance Forum war.

    Das Interview gibt es als MP3 (112kb/s, 20MB) und OGG (12MB)

    7. November 2006 4
  • : 24 Stunden klicken gegen Internetzensur
    24 Stunden klicken gegen Internetzensur

    Noch bis morgen früh 11 Uhr läuft die Aktion „24 Stunden klicken gegen Internetzensur“ von „Reporter ohne Grenzen“. Mit der Aktion sollen die „schwarzen Löcher des Internet“ geschlossen werden. „Jeder Klick zählt,“ so Reporter ohne Grenzen, „Und jeder Klick hilft Reporter ohne Grenzen, sich noch nachdrücklicher für einen freien Informationsfluss im Internet einzusetzen.“ Im Visier der Menschenrechtsorganisation sind 13 Länder, in denen das Recht auf freie Meinunsäußerung massiv verletzt wird: Ägypten, China, Iran, Kuba, Myanmar, Nordkorea, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, Vietnam und Weißrussland. Abgestimmt werden kann auf http://www.rsf.org/24h/

    Gleichzeitig startet die Organisation eine eigene Blog-Plattform. Die Preise für ein Blog auf der Plattform http://www.rsfblog.org bewegen sich zwischen 5,90 und 14,90 Euro, wählbar sind zahlreiche Optionen, beispielsweise MoBlog- und Podcasting-Funktionen oder besonders viel Speicher. Ein Teil des Geldes geht an „Reporter ohne Grenzen“ und deren Hilfsfonds: „Der Hilfs-Fond der Organisation unterstützt Familien von Internetnutzern, die in repressiven Ländern für das, was sie online veröffentlicht haben, hinter Gittern sind.“ Außerdem ist es möglich, eine Patenschaft für einen inhaftierten Internet-Dissidenten zu übernehmen: „Foto, sowie Lebenslauf des Inhaftierten erscheinen dann automatisch rechts neben ihrem Blog.“ Das Schicksal der Gefangenen öffentlich zu machen, erhöhe dessen Chance, frei zu kommen.

    7. November 2006 1
  • : Netzpolitik-Podcast: Interview mit Lawrence Lessig
    Netzpolitik-Podcast: Interview mit Lawrence Lessig

    Hier ist ein ca. 50 Minuten langes Interview mit Lawrence Lessig über Creative Commons, Netzneutralität, Kopierschutz, Web 2.0, Free Culture und vielen mehr. Megr über Lawrence Lessig gibt es auch in der deutschen und englischen Wikipedia.

    Das Interview gibts als MP3 (112kb/s, 40 MB) und OGG (32 MB).

    Etwas mehr Inhalt gibt es morgen dazu. Die Videorohdateien sind irgendwann diese Woche mal hochgeladen. Ich wollte ein paar bearbeitete Ogg-Theora Schnipsel bei Sevenload reinstellen, die werden da aber nicht akzeptiert. Schade.

    6. November 2006 2
  • : Daily Show thematisiert Wahlcomputer
    Daily Show thematisiert Wahlcomputer

    Wahlcomputer haben es im Rahmen der US-Wahlen in die Daily Show geschafft. Da die Daily Show Mitschnitte vom Rechteinhaber Comedy Central aus Youtube entfernt wurden, gibts hier eine MP4-Datei damit.

    [via]

    6. November 2006 2
  • : BGH-Entscheidung: T‑Online darf Verbindungsdaten nicht mehr speichern
    BGH-Entscheidung: T‑Online darf Verbindungsdaten nicht mehr speichern

    Herzlichen Glückwunsch: Holger Voss hat vor dem Bundesgerichtshof gewonnen. Hier ist die Pressemitteilung dazu:

    Der Bundesgerichtshof hat am 26. Oktober eine Beschwerde der Deutschen Telekom AG zurückgewiesen 1). Damit wird ein Urteil des Landgerichts Darmstadt 2) rechtskräftig, das T‑Online verpflichtet, die jeweils dynamisch vergebene Internetadresse (IP-Adresse) des Klägers unmittelbar nach Verbindungsende zu löschen.

    6. November 2006 6