Digital Rights

  • : Biometrische Reisepässe: Experiment auf Kosten der Bürger
    Biometrische Reisepässe: Experiment auf Kosten der Bürger

    Frank Rosengart vom Chaos Computer Club hat für die Südwest-Presse einen Kommentar zu biometrischen Pässen geschrieben:
    Fremde Federn: Experiment auf Kosten der Bürger.

    Die gesamte Technik ist bisher nicht in dieser Größenordnung getestet worden – die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Einzelkomponenten ist weitestgehend mangelhaft. Uns steht ein großes, sehr teures Experiment bevor – auf Kosten des Verhältnisses zwischen Bürger und Staat, welches durch die biometrische Totalerfassung mit Fingerabdruck und Funkchip in eine gefährliche Schieflage gerät. Aber Hauptsache, die deutsche Hightech-Branche erlebt einen Aufschwung und die Politik „hat endlich mal wieder etwas getan“.

    30. September 2007 1
  • : Panorama – Vom Rechtsstaat zum Schnüffelstaat
    Panorama – Vom Rechtsstaat zum Schnüffelstaat

    Panorama über die Vorratsdatenspeicherung: Vom Rechtsstaat zum Schnüffelstaat.

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    Die Verbindungsdaten haben sie ganz gut visualisiert in dem Beitrag.

    28. September 2007 15
  • : Jugendmedientage: Grenzenlos 2.0 – Die große Freiheit?
    Jugendmedientage: Grenzenlos 2.0 – Die große Freiheit?

    Ich bin morgen Nachmittag in Leipzig, um bei den Jugendmedientagen 2007 an einer Diskussion über „Grenzenlos 2.0 – Die große Freiheit?“ teilzunehmen. Mit dabei sind Farhad Payar von der Deutschen Welle, Ines Braune, Orient- und Medienwissenschaftlerin aus Leipzig und ein Vertreter von Reporter ohne Grenzen.

    Das Internet macht es möglich: Über Blogs und E‑Mails lassen sich Informationen rasend schnell verbreiten. Moderne Programme wie Google Earth machen sichtbar, was gut versteckt werden sollte. In der Anonymität des Netzes kann geschrieben werden, was schon immer ein Misstand war. Regimekritik im Web und die grenzenlose Fülle an Informationen, die das Internet bietet, wird autoritären Staaten immer mehr zum Dorn im Auge. Ist das viel gepriesene Web 2.0 dabei tatsächlich ein Segen für die Meinungs- und Informationsfreiheit in Staaten, die ihren Bürgern das freie Wort auf der Straße verbieten? Wie frei sind Blogger, Pod- und Videocaster wirklich in ihren Äußerungen? Sind Informationen und die Weiten des Webs für sie tatsächlich „grenzenlos“? Wir diskutieren mit Menschenrechtlern, Webaktivisten, Bloggern und Journalisten aus Ländern mit eingeschränkter Meinungs- und Pressefreiheit über die Möglichkeiten und Chancen des Web 2.0.

    Die Jugendmedientage 2007 werden von der Jugendpresse Deutschland organisiert.

    27. September 2007 5
  • : Interview zu Digital Fingerprinting und Wasserzeichen
    Interview zu Digital Fingerprinting und Wasserzeichen

    Bei Telemedicus gibt es ein interessantes Interview zum Thema „Digital Fingerprinting“:

    Die digitale Rechtsordnung entwickelt sich weiter. Mit jeder neuen Reform werden die Gesetze besser an die Herausforderungen des Internets angepasst. In dieser Hinsicht sind „Digital Fingerprinting“ und „Watermarking“ zwei Schlüsseltechnologien: Sie schaffen erst die Vorraussetzungen, an die neue Reformen anknüpfen können. Beide Techniken dienen dazu, Medieninhalte im digitalen Raum zu identifizieren – und sie auf diese Weise katalogisierbar zu machen. So nutzt z.B. Youtube eine Fingerprinting-Technologie, um illegale Videos aus seinem Portal zu entfernen, die Musiklabels erproben Watermarking als Ersatz für DRM. Mittels der „digitalen Wasserzeichen“ sollen Copyright-Verletzer identifiziert werden. Die neuen Möglichkeiten, die Digital Fingerprinting und Watermarking bieten, können Reformen in vielfältiger Weise aufgreifen: z.B. für neue Verteilschlüssel für urheberrechtliche Pauschalabgaben oder für neue Methoden des Lizenzerwerbs.

    Doch wie weit sind solche Technologien? Wann können wir mit einem massentauglichen Produkt rechnen? Und was könnte so ein Produkt effektiv leisten? Die wichtigsten Fragen zu Digital Fingerprinting beantwortet Raphael Wimmer, Dipl. Medieninformatiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Lehr- und Forschungseinheit Medieninformatik an der LMU München.

    27. September 2007
  • : Das Panoptische Prinzip – Filme über die Zeit nach der Privatsphäre
    Das Panoptische Prinzip – Filme über die Zeit nach der Privatsphäre

    Der Chaos Computer Club Cologne veranstaltet zusammen mit dem Kölner Filmhaus einen Minutenfilmwettbewerb zum Thema „Das Panoptische Prinzip – Filme über die Zeit nach der Privatsphäre“.

    Die Idee des Wettbewerbes ist:

    FilmemacherInnen und AutorInnen sollen ermutigt werden, sich mit dem Thema „Überwachung“ filmisch auseinander zu setzen. Es sollen Kurzfilme entstehen, die wachrütteln, verstören, zur Diskussion anregen und dem derzeit vorherrschenden Diskurs (um das Begriffspaar Sicherheit – Angst) weitere Perspektiven hinzufügen. Die dabei entstehenden Kurzfilme sollen innerhalb eines Wettbewerbs prämiert werden. Die von einer Fachjury ausgewählten Filme werden zum einen auf dem diesjährigen Kongress des Chaos Computer Club in Berlin (27. bis 30.12.2007), zum anderen im Kölner Filmhaus Kino einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Veröffentlichung als DVD ist geplant. Mitmachen kann jede/r!

    Mit der Teilnahme willigt man ein, dass die Creative Commons „Creative Commons Non-Commercial No-Derivates“-Lizenz verwendet wird. Das Format sollte vorzugsweise digital sein, es sind aber auch andere Formate (z.B. 8mm / 16mm, Betacam etc.) nach Absprache möglich. Die Länge des Kurzfilms sollte 3 Minuten nicht überschreiten.

    Seid kreativ, macht mit und tragt die Botschaft weiter.

    27. September 2007 2
  • : WIPO diskutiert Zukunft des geistigen Eigentums
    WIPO diskutiert Zukunft des geistigen Eigentums

    In Genf findet gerade die Generalversammlung der World Intellectual Property Organisation statt. Heise berichtet darüber: WIPO diskutiert Zukunft des geistigen Eigentums.

    Der internationalen Debatte über die künftige Entwicklung des Patentsystems müsse neues Leben eingehaucht werden: So lautet einer der Vorschläge, die das Sekretariat der World Intellectual Property Organisation (WIPO) seiner Generalversammlung vorlegt, die diese Woche in Genf tagt. Die Arbeit an der „Blaupause für die weitere Entwicklung des Patentsystems“ sei unverzichtbar, wenn das System sich auch künftig positiv auf Innovation und Kreativität auswirken solle, heißt es in dem Papier. Es ist eine von zahlreichen Tischvorlagen, über die die Vertreter der WIPO-Mitgliedsländer bis zum 3. Oktober zu befinden haben. Die Generalversammlung beschließt neben dem Arbeitsprogramm für das kommende Jahr auch das dazugehörige Budget.

    Sehr ausführlich begleitet auch IP-Watch die Generalversammlung:

    WIPO Assembly Strikes Short-Term Deal On Director General Issue.
    Development Agenda Tops Policy Issues For WIPO General Assembly

    Georg Greve ist auch vor Ortund bloggt hoffentlich noch mehr: WIPO GA: Starting off by grinding to a halt.

    Thiru Balasubramaniam bloggt für Knowledge Ecology International: WIPO General Assembly 2007 document: Brief note on allegations against the Organization and its Director General.

    Hat jemand noch mehr interessante Quellen?

    27. September 2007
  • : Das Internet und der Terrorismus
    Das Internet und der Terrorismus

    Das hatten wir wohl noch nicht, oder?

    „Das Internet“, so Schäuble, „ist heute so etwas wie die universelle Plattform des heiligen Krieges gegen die westliche Welt. Es ist Kommunikationsmedium, Werbeträger, Fernuniversität, Trainingscamp und Think Tank der Islamisten zugleich.“ Im Cyberspace sei eine „virtuelle und exterritoriale, zugleich aber reale und höchst gewalttätige Gegenbewegung zur westlichen Demokratie“ entstanden. Irgendwann sei ein Punkt erreicht, wo die „von realen Menschen programmierte virtuelle Welt Macht über Menschen in unserer Mitte“ gewinnt, sagt Schäuble. An diesem Punkt „wird die absolute Offenheit des virtuellen Raums zur Gefahr für die offene Gesellschaft und ihre Verfassung als freiheitlicher Demokratie.“

    Stand am 14. September im Handelsblatt als Bericht über eine Rede von Wolfgang Schäuble bei der Konrad-Adenauer-Stiftung: Angst vor dem virtuellen Raum. Das Internet sollte man sofort schliessen und wegschmeissen. Wird eh überbewertet.

    27. September 2007 8
  • : Niederlande wählt wieder auf Papier
    Niederlande wählt wieder auf Papier

    Andreas berichtet, dass den Wahlcomputern des Herstellers Nedap die Zulassung zu Wahlen in den Niederlanden entzogen wurde. Damit verbleiben Stift und Zettel als zulässige Technologien für die nächsten Wahlen. Und wann reagieren unsere Politiker endlich?

    Die niederländische Originalquelle ist hier: Schaf stemcomputers af.

    Update: Der Chaos Computer Club hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht: Wahlcomputer ausgemustert: Niederlande wählt wieder auf Papier.

    Aus den vielschichtigen Problemen hinsichtlich möglicher Manipulationsmethoden an Wahlcomputern in den Niederlanden und Deutschland und dem daraus folgende Verlust des Wählervertrauens in die Computer hat die niederländische Regierung nun also die Konzequenz gezogen.

    „Dass selbst im Mutterland der NEDAP-Wahlcomputer die Bedenken über die bekannt gewordenen prinzipiellen Probleme mit Computer-Wahlen zu entschiedenem Handeln der Regierung führen, verdeutlicht, wie ernst die Situation ist. Die Bundesregierung sollte die niederländische Entscheidung zum Anlass nehmen, die Zulassung der Wahlcomputer noch vor den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen zurückzuziehen, auch um eine internationale Blamage zu vermeiden“, sagte Dirk Engling, Sprecher des Chaos Computer Club.

    27. September 2007 8
  • : Internetzensur in Burma
    Internetzensur in Burma

    Während in Burma die Mönche gegen das Regime demonstrieren, sorgen fleissige Blogger an den Universitäten erfolgreich dafür, dass Informationen darüber in die Aussenwelt dringen. Mehr dazu hat der Inquirer: Myanmar boggers outwit censors und ausführlicher die BBC: Burma cyber-dissidents crack censorship. Mehr Informationen über die Internet-Zensur in Burma hat wie immer die OpenNet-Initiative. Ausführlich über die Proteste berichtet das Deutschlandradio im „Hintergrund Politik“. Das ist als MP3 verfügbar: Barfuß gegen die Diktatur – der Kampf für Demokratie in Myanmar.

    Update: Spiegel berichtet jetzt auch und orientiert sich an der BBC: Bloggen für die Freiheit.

    Nochmal Update:

    GlobalVoicesOnline: Myanmar: Voices from the Region.
    Heise: Menschenrechtler beklagen schwierige Informationsbeschaffung über Lage in Burma.
    Time.com: Exclusive: Monks vs. Police in Burma.
    Tagesschau: Militär droht Demonstranten mit „extremen Aktionen“.
    OpenNetInitiative: Myanmar: a difference between movements.
    Reporter ohne Grenzen: News blackout accompanies military crackdown on protests.

    26. September 2007 4
  • : Sonys Vizepräsident: „Ich kopiere DVDs!“
    Sonys Vizepräsident: „Ich kopiere DVDs!“

    Dieses Zitat steht für sich alleine:

    Als Fan des – von Gesetz wegen illegalen – DVD-Rippens outete sich auf der Konferenz auch Sony-Vizepräsident Scott Smyers: „Meine Kinder haben einen Haufen DVDs, die sie im Auto abspielen, die nach ein paar Fahrten kaputt sind. Also rippe ich die DVDs und kopiere sie, um die Originale zu schonen.“ Myers weiter: „Man kann nicht abstreiten, dass Verbraucher ihre Investitionen schützen wollen.“

    Warum schützen dann Unternehmen wie Sony ihre DVDs mit Kopierschutz, wenn diesen die eigenen hohen Mitarbeiter brechen? Warum setzen sich diese Unternehmen für schräfere Gesetze ein, um die eigenen Kunden zu kriminalisieren, die das auch gerne tun wollen?

    26. September 2007 3
  • : Ein Nachrichtenüberblick
    Ein Nachrichtenüberblick

    Es gibt drei neue Mitglieder im ICANN-Vorstand: Google bleibt im Vorstand der Internet-Verwaltung ICANN vertreten. Alle Änderungen in den ICANN-Gremien finden sich hier: Nominating Committee Announces New Board Members and Supporting Organisation Roles.

    Der „Open-Source-Videocodec Ogg Theora erreicht Betastadium“. Wir setzen den Codec schon länger für unsere NetzpolitikTV-Videos ein und sind zufrieden.

    Überraschung: Die NSA hat „vielleicht unbemerkt“ Kommunikation von US-Bürgern abgehört und gespeichert. Der oberste Geheimdienstchef McConnell begründete das vor dem Rechtsausschuss:

    Zum Vertrauen trug sicherlich nicht bei, dass McConnell während der Anhörung erklärte, dass durchaus auch „unbemerkt“ Daten von unverdächtigen US-Bürgern beim Abhören gesammelt worden und in die NSA-Datenbank eingeflossen sein können: „Man bemerkt vielleicht nicht einmal, dass es in der Datenbank ist, weil man eine so große Menge speichert.“ So könnte eine nicht genannte Zahl von Logfiles in der Datenbank sein, die durch das Abhören von sich im Ausland aufhaltenden Personen gesammelt wurden, weil die NSA nicht den Inhalt jeder Kommunikation anschaue, wenn es keinen Grund dafür gebe. Falls man aber zufällig gespeicherte Daten entdecke, lösche man sie, versicherte McConnell. Eine offene Aussprache über die genauen Ausführungen des Protect American Act lehnte McConnell zum wiederholten Male mit der Begründung ab, dass sie das Leben von Amerikanern gefährden könne.

    Die Verleger-Lobby macht in den USA gegen Open-Access mobil. Dumm nur für die Verleger, dass jetzt ein zweiseitiges Strategiepapier davon an die Öffentlichkeit gelangt ist: Anti-Open-Access-Strategie von US-Verlagen enthüllt.

    Die Supermarktkette Plus ist unserer Zeit weit voraus. Daher gibts jetzt den ersten Supermarkt in SecondLife: Keine Satire: „Plus“ in Second Life.

    Wurde auch mal Zeit: Ubuntu wird Mainstream. Das erkennt man u.a. daran, dass Massenmedien über den Umstieg berichten. So die NZZ am vergangenen Sonntag: Ubuntu als ebenbürtige Alternative zu Windows. Und Spiegel-Online kontert die Medienoffensive gleich mit einem Tagebuch: Das bunte Linux für jedermann. (K)Ubuntu kann man jedem nur ans Herz legen. Es funktioniert und ist weitgehend unkompliziert. Ausnahmen bestätigen die Regel und finden sich auch bei Windows.

    In den USA scheitert die Musikindustrie immer noch daran, die Mutter eine Kindes wegen den Downloads von Gangster-Rap vor Gericht zu verklagen. Die Mutter bestreitet erolgreich die Downloads und die „Musikindustrie muss erneut Anwaltsgebühren übernehmen“.

    26. September 2007
  • : Vorratsdatenspeicherung im Fernsehen
    Vorratsdatenspeicherung im Fernsehen

    (Update: data-epi-spacing Tagen data-epi-spacing waren data-epi-spacing vertauscht. data-epi-spacing Jetzt data-epi-spacing richtig.) data-epi-spacing Die data-epi-spacing Vorratsdatenspeicherung data-epi-spacing ist data-epi-spacing heute data-epi-spacing und data-epi-spacing morgen data-epi-spacing gleich data-epi-spacing zweimal data-epi-spacing im data-epi-spacing Öffentlich-Rechtlichen data-epi-spacing Fernsehen data-epi-spacing zu data-epi-spacing sehen:

    Heute data-epi-spacing gibts data-epi-spacing bei data-epi-spacing Zapp data-epi-spacing im data-epi-spacing NDR data-epi-spacing um data-epi-spacing 23:00 data-epi-spacing Uhr data-epi-spacing u.a.: data-epi-spacing Protest data-epi-spacing – data-epi-spacing Journalisten data-epi-spacing kämpfen data-epi-spacing gegen data-epi-spacing Überwachung.

    Es data-epi-spacing waren data-epi-spacing rund data-epi-spacing achttausend data-epi-spacing Menschen, data-epi-spacing die data-epi-spacing Samstag data-epi-spacing in data-epi-spacing Berlin data-epi-spacing gegen data-epi-spacing die data-epi-spacing geplante data-epi-spacing Verschärfung data-epi-spacing der data-epi-spacing Sicherheitsgesetze data-epi-spacing demonstrierten. data-epi-spacing Darunter data-epi-spacing auch data-epi-spacing viele data-epi-spacing Journalisten. data-epi-spacing Die data-epi-spacing Pläne data-epi-spacing der data-epi-spacing Bundesregierung data-epi-spacing sehen data-epi-spacing vor, data-epi-spacing dass data-epi-spacing E‑Mail‑, data-epi-spacing Handy- data-epi-spacing und data-epi-spacing Telefondaten data-epi-spacing künftig data-epi-spacing über data-epi-spacing sechs data-epi-spacing Monate data-epi-spacing gespeichert data-epi-spacing werden data-epi-spacing müssen. data-epi-spacing Und data-epi-spacing auf data-epi-spacing diese data-epi-spacing Daten data-epi-spacing könnten data-epi-spacing nach data-epi-spacing Prüfung data-epi-spacing der data-epi-spacing Verhältnismäßigkeit data-epi-spacing auch data-epi-spacing die data-epi-spacing Ermittlungsbehörden data-epi-spacing zurückgreifen, data-epi-spacing z.B. data-epi-spacing wenn data-epi-spacing ein data-epi-spacing Journalist data-epi-spacing im data-epi-spacing Umfeld data-epi-spacing der data-epi-spacing linken data-epi-spacing Szene data-epi-spacing recherchiert. data-epi-spacing Die data-epi-spacing mögliche data-epi-spacing Folge: data-epi-spacing Informanten data-epi-spacing ziehen data-epi-spacing sich data-epi-spacing zurück, data-epi-spacing Quellen data-epi-spacing versiegen. data-epi-spacing Die data-epi-spacing Pressefreiheit data-epi-spacing ist data-epi-spacing in data-epi-spacing Gefahr. data-epi-spacing Zapp data-epi-spacing über data-epi-spacing die data-epi-spacing gefährlichen data-epi-spacing Auswirkungen data-epi-spacing der data-epi-spacing Vorratsdatenspeicherung.

    Here data-epi-spacing it data-epi-spacing is:

    Hier klicken, um den Inhalt von de.sevenload.com anzuzeigen.


    Link: data-epi-spacing sevenload.com

    Morgen data-epi-spacing gibts data-epi-spacing bei data-epi-spacing Panorama data-epi-spacing um data-epi-spacing 21:45 data-epi-spacing Uhr data-epi-spacing u.a.: data-epi-spacing „Vom data-epi-spacing Rechtsstaat data-epi-spacing zum data-epi-spacing Schnüffelstaat data-epi-spacing – data-epi-spacing Bundesbürger data-epi-spacing unter data-epi-spacing Generalverdacht“.

    Vorratsdatenspeicherung data-epi-spacing – data-epi-spacing ein data-epi-spacing eher data-epi-spacing harmlos data-epi-spacing klingendes data-epi-spacing Wortungetüm. data-epi-spacing Doch data-epi-spacing dahinter data-epi-spacing verbirgt data-epi-spacing sich data-epi-spacing die data-epi-spacing totale data-epi-spacing Überwachung data-epi-spacing der data-epi-spacing Telekommunikation. data-epi-spacing Per data-epi-spacing Gesetz data-epi-spacing sollen data-epi-spacing von data-epi-spacing Januar data-epi-spacing 2008 data-epi-spacing an data-epi-spacing alle data-epi-spacing Verbindungsdaten data-epi-spacing von data-epi-spacing Mobil- data-epi-spacing und data-epi-spacing Festnetztelefonen data-epi-spacing sowie data-epi-spacing alle data-epi-spacing Verbindungsdaten data-epi-spacing via data-epi-spacing E‑Mail data-epi-spacing und data-epi-spacing Internet data-epi-spacing für data-epi-spacing ein data-epi-spacing halbes data-epi-spacing Jahr data-epi-spacing gespeichert data-epi-spacing werden data-epi-spacing – data-epi-spacing angeblich data-epi-spacing um data-epi-spacing Terroristen data-epi-spacing und data-epi-spacing Kriminelle data-epi-spacing verfolgen data-epi-spacing zu data-epi-spacing können. data-epi-spacing Doch data-epi-spacing gerade data-epi-spacing die data-epi-spacing können data-epi-spacing leicht data-epi-spacing durch data-epi-spacing das data-epi-spacing Netz data-epi-spacing dieser data-epi-spacing Überwachung data-epi-spacing schlüpfen, data-epi-spacing während data-epi-spacing der data-epi-spacing unschuldige data-epi-spacing Bürger data-epi-spacing unter data-epi-spacing Generalverdacht data-epi-spacing gerät. data-epi-spacing Denn data-epi-spacing das data-epi-spacing Gesetz data-epi-spacing greift data-epi-spacing eher data-epi-spacing bei data-epi-spacing Internet-Betrügereien data-epi-spacing wie data-epi-spacing illegalen data-epi-spacing Musik-Downloads data-epi-spacing als data-epi-spacing dass data-epi-spacing es data-epi-spacing hilft, data-epi-spacing terroristische data-epi-spacing Straftaten data-epi-spacing aufzudecken. data-epi-spacing Die data-epi-spacing Überwachung data-epi-spacing ohne data-epi-spacing konkreten data-epi-spacing Verdacht data-epi-spacing – data-epi-spacing das data-epi-spacing sei data-epi-spacing der data-epi-spacing entscheidende data-epi-spacing Schritt data-epi-spacing vom data-epi-spacing Bürger- data-epi-spacing zum data-epi-spacing präventiven data-epi-spacing Überwachungsstaat, data-epi-spacing warnen data-epi-spacing Kritiker data-epi-spacing der data-epi-spacing Vorratsdatenspeicherung. data-epi-spacing Stoppen data-epi-spacing kann data-epi-spacing sie data-epi-spacing nur data-epi-spacing noch data-epi-spacing das data-epi-spacing Bundesverfassungsgericht. data-epi-spacing Panorama data-epi-spacing über data-epi-spacing ein data-epi-spacing Gesetz, data-epi-spacing das data-epi-spacing Bundesbürger data-epi-spacing unter data-epi-spacing Generalverdacht data-epi-spacing stellt.

    Wie data-epi-spacing immer data-epi-spacing bei data-epi-spacing einem data-epi-spacing Fernsehtipp: data-epi-spacing Bitte data-epi-spacing aufzeichnen, data-epi-spacing online data-epi-spacing stellen data-epi-spacing und data-epi-spacing im data-epi-spacing Optimalfall data-epi-spacing den data-epi-spacing Link data-epi-spacing hier data-epi-spacing posten. data-epi-spacing Danke.

    26. September 2007 9
  • : Der AK-Vorratsdatenspeicherung braucht Geld
    Der AK-Vorratsdatenspeicherung braucht Geld

    Vieles kann man mit sehr viel zeitlichem Engagement von vielen Freiwilligen schaffen. Aber die Organisation einer Demonstration und der nachhaltige Aufbau eines schlagkräftigen Netzwerkes kostet viel Geld. Soviel Geld, dass die ohnehin knappe Kasse des AK-Vorratsdatenspeicherung mittlerweile fast leer ist. Die Kasse war u.a. durch den Verkauf von „Stasi 2.0“-T-Shirts und einigen Einzelspenden gefüllt worden. Damit konnte die Demonstration am vergangenen Wochenende finanziert werden, immerhin die grösste Demonstration für mehr Datenschutz seit der Volkszählung im Jahre 1987. Aber der Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung und gegen mehr Überwachung geht weiter.

    Also werden Spenden und Spender gesucht, um weitere Demonstrationen zu ermöglichen und ein noch grösseres und schlagkräftigeres Netzwerk zu schaffen und auf den geschaffenen Strukturen effektiv aufbauen zu können.

    Die Taz berichtet darüber: Datenschützer demonstrieren sich arm.

    Ihr größter Erfolg hat die Bürgerrechtler arm gemacht. Am Wochenende haben sie mehr als 10.000 Menschen gegen die verschärften Sicherheitsgesetze auf die Straße gebracht, doch jetzt sind sie pleite. „Unsere Geldreserven sind nahezu aufgebraucht“, sagte Ricardo Remmert-Fontes, einer der Demo-Organisatoren. „Wir wissen noch nicht, wie es weitergehen soll.“

    Damit geraten die Datenschutz-Protestler ausgerechnet zu einem Zeitpunkt ins Schlingern, zu dem ihre Anliegen nicht mehr die Nischenthemen zauselbärtiger Sonderlinge und aufrechter Blogger sind. Die Demonstration am Wochenende ist dafür der beste Beleg: Vor einem Jahr protestierten an gleicher Stelle in Berlin noch 300 Menschen, dieses Jahr waren es je nach Schätzung zwischen 10.000 und 15.000 Teilnehmern. […] Die Aktion kostete allerdings auch etwas. Etwa 12.000 Euro musste der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung laut Sprecher Remmert-Fontes für Bühnen, Flugblätter und Poster bezahlen. Damit war auf einen Schlag das Geld des Datenschützer-Netzwerks weg.

    Wenn jemand Zeit und Lust hat, würden wir uns über Spenden-Banner freuen. Diese sollten möglichst sympathisch ausschauen und natürlich unter freien Lizenzen stehen. Damit können auch schlecht umgesetzte Banner, die aber gute Ideen enthalten, von anderen noch schöner gemacht werden. Also seid kreativ und helft!

    26. September 2007 12
  • : EU-PCs sollten ohne Windows verkauft werden
    EU-PCs sollten ohne Windows verkauft werden

    Diese Forderung erhebt das Brüsseler Globalisation Institute, nachdem der Europäische Gerichtshof die Sanktionen gegen Microsoft bestätigt hat. Nach Ansicht des Instituts könnten sich günstigere Alternativen nicht durchsetzen, da der Verbraucher in der Regel gar keine Wahlmöglichkeit habe. Außerdem habe die Dominanz von Windows dazu geführt, dass technische Entwicklungen insgesamt verlangsamt wurden. Das “Bundling” von PCs mit Windows stehe also weder im öffentlichen Interesse, noch führe es zu einem gesunden Wettbewerb. Die Hardware-Brance hingegen mache vor, wie eine große Zahl von Herstellern, dennoch Kompatibilität auf breiter Basis erreichen könne. Die Kommission soll nun dafür sorgen, dass auch bei Desktop-Betriebssystemen offene Standards und Interoperabilität Einzug halten.

    Das Globalisation Insitute hat unterschiedliche Möglichkeiten untersucht, an dieses Ziel zu gelangen. Eine Möglichkeit wäre, dass Online-Anbieter dem Kunden die Auswahl unterschiedlicher Betriebssysteme ermöglichen, was man jedoch mit logistischen Problemen verbunden sieht. Eine andere Möglichkeit könnte darin bestehen, PCs weiterhin mit Windows auszuliefern, jedoch den Kunden eine Rückerstattung anzubieten, wenn sie sich letztlich für ein anderes Betriebssystem entscheiden. Die Folge davon, sei aber nur bürokratischer Aufwand, der ohne wesentliche Auswirkungen für den Betriebssystemmarkt bliebe.

    Die beste Lösung ist nach Ansicht des Instituts nur konsequentes “Unbundling”. PC-Hersteller könnten mit der Zertifizierung möglichst vieler Systeme werben und einfachen Nutzern sollte es möglich sein mit einer DVD und menügeleiteter Installtion das gewünschte Betriebsystem zu installieren.

    26. September 2007 2
  • : Warum Microsoft den Fortschritt bremst
    Warum Microsoft den Fortschritt bremst

    Guter Kommentar in der Süddeutschen: Warum Microsoft den Fortschritt bremst.

    Man stelle sich vor, es gebe auf der Welt nur einen Autohersteller, der zugleich alle Tankstellen kontrolliert. Der den Motor zum Auto nur liefert, wenn der Kunde auch eine Garage mitbestellt, einen Wohnanhänger, Winterreifen und einen Dachgepäckträger, selbst wenn er solches Zubehör nicht braucht. Neue Modelle gäbe es nur unregelmäßig. Die Käufer könnten aber nie sicher sein, ob die neue Autogeneration auch zuverlässig funktioniert, und alle paar Jahre wird die Qualität des Monopol-Treibstoffs so geändert, dass älterere Modelle auf den Schrott müssen. Eine absurde Welt, natürlich unrealistisch. Aber es gibt einen Markt, auf dem es so ähnlich zugeht. Das ist der Weltmarkt der Software für Büro- oder Laptop-Computer, den der amerikanische Konzern Microsoft zu über 90 Prozent beherrscht. […] Bill Gates und Microsoft haben eine globale Machtstellung erreicht, die zuvor kein Unternehmen hatte. Im Software-Sektor versagen sowohl die regulierenden Kräfte des Marktes wie die politischen und juristischen Kontrollen, die eine marktbeherrschende Stellung dieser Größenordnung verhindern müssten. […] Der Aufstieg des Hightech-Unternehmens Microsoft beruht in erster Linie auf dem systematischen Ausgrenzen der Konkurrenz. Doch wer zielstrebig den Wettbewerb behindert, trägt nicht zur Steigerung des allgemeinen Wohlstands bei, sondern zu seiner Minderung. Er bereichert sich zu Lasten anderer. So steht es in jedem Wirtschaftslehrbuch.

    23. September 2007 24
  • : Ein kleiner Nachrichtenüberblick der letzten Tage
    Ein kleiner Nachrichtenüberblick der letzten Tage

    Heise: Bundesrat billigt Urheberrechtsnovelle.

    Der Bundesrat hat heute das Zweite Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft entsprechend der Empfehlungen der Ausschüsse gebilligt. Bei der Reform geht es um die Neufassung der künftig von Wirtschafts- und Urhebervertretern in Eigenregie festzulegenden Vergütungspauschale für private Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken, die grundsätzlich möglich bleiben sollen. Die Möglichkeiten für Vervielfältigungen zum Eigengebrauch aus Tauschbörsen werden gleichzeitig beschränkt, indem auch Kopien von „rechtswidrig zugänglich gemachten Vorlagen“ verboten werden. Weitere Punkte sind restriktive Regelungen zur Einrichtung elektronischer Leseplätze in Bibliotheken, Museen und Archiven sowie zum Versand elektronischer Kopien in engen Grenzen. Wenn das Gesetz noch im Oktober veröffentlicht wird, tritt es Anfang 2008 in Kraft.

    Heise: Rufe nach „drittem Korb“ der Urheberrechtsreform werden lauter.

    Der Bundesrat hat die heftig umstrittene zweite Stufe der Urheberrechtsnovelle zwar gebilligt, aber auch eine rasche weitere Anpassung der Kopierregeln an die Belange von Bildung, Wissenschaft und Forschung angemahnt. Im Rahmen eines sogenannten 3. Korbs der Urheberrechtsreform sollen laut den Ländern unter anderem neue Verwertungsmodelle gemäß dem „Open Access“- und dem „Open Source“-Ansatz sowie die Wiedergabe von Werken an elektronische Leseplätze in sämtlichen Bildungseinrichtungen geregelt werden. Die Länderchefs folgten mit der Forderung einer Empfehlung des Kulturausschusses des Gremiums. Vergleichbare Forderungen erhoben Bildungs- und Forschungspolitiker aus dem Bundestag direkt im Rahmen der Verabschiedung des 2. Korbs durch das Parlament vor der Sommerpause.

    Heise: Grüne und FDP fordern Nachbesserungen beim Telemediengesetz.

    Die Grünen und die FDP im Bundestag haben die große Koalition an ihr Vorhaben erinnert, das aufgrund von EU-Vorgaben im Januar unter Zeitdruck verabschiedete Telemediengesetz (TMG) rasch einer gründlichen Novelle zu unterziehen. Beide Oppositionsparteien haben dazu Anträge im Parlament eingebracht, mit denen sie sich für umfangreiche Nachbesserungen an der Neuordnung der Rechtsgrundlagen für digitalen Mediendienste stark machen. Die Ausrichtung der jeweiligen Forderungskataloge ist aber unterschiedlich. Während die Grünen unter anderem auf einen besseren Verbraucherschutz, eine Verschärfung der Spam-Klausel sowie eine Einschränkung staatlicher Zugriffsmöglichkeiten auf Nutzerdaten pochen, rufen die Liberalen vor allem nach Klarstellungen bei den Haftungsregeln für Internetprovider.

    Welt: Das Internet ist der wahre Klimakiller.

    Die Internetnutzung wächst rasant – und das ist schlecht fürs Klima. Denn der Energiehunger des Datennetzes ist kaum zu stillen: Besonders die Großrechner von Firmen verbrauchen Unmengen an Strom. Der CO2-Ausstoß des gesamten Internets ist inzwischen so groß wie der des weltweiten Flugverkehrs.

    Wolfgang Kleinwächter schreibt auf Telepolis einen Ausblick auf das zweite Internet Governance Forum (IGF) der Vereinten Nationen, das im November 2007 in Rio de Janeiro stattfindet: Bei der Verwaltung des Internet sollen Grabenkämpfe des Kalten Krieges vermieden werden.

    Unlängst fand in Genf die dritte und letzte IGF-Vorbereitungsrunde statt. Man einigte sich mehr oder weniger auf das Programm der viertägigen Internet-Olympiade. Demnach werden 14 Plenarsitzungen und über 75 Workshops stattfinden und man wird über alles reden, was es zum Thema Internet zu diskutieren gibt: vom Zugang zu WiMax bis zur Cyberkriminalität, vom Web 2.0 bis zu multilingualen Domainnamen. Man erwartet mehr als 2000 Teilnehmer: Minister, CEOs und die ‚Crème de la Crème’ der Internetwelt.

    Zeit: Der entzauberte Pop

    Kunst kommt von Rechnen: Auf der Popkomm spielen Idealisten keine Rolle mehr. Aus Künstlern werden Geschäftsleute der sogenannten Kreativindustrie.

    Ö1-Inforadio: Korinek warnt vor Überwachungsstaat

    Der Präsident des Verfassungsgerichtshofes, Karl Korinek, warnt im Zusammenhang mit der Terror-Bekämpfung vor einem Abrutschen in einen totalen Überwachungsstaat. Im Ö1-„Journal zu Gast“ sagte Korinek heute, es bestehe die Gefahr, dass in der Sicherheitsdebatte grundrechtliche Grenzen überschritten würden. Konkrete Gesetzesentwürfe in diese Richtung gebe es aber noch nicht. Korinek zeigte sich über die Debatte um mehr Sicherheit nach der Verhaftung von Terror-Verdächtigen „beunruhigt“. Es bestehe die Gefahr, dass Grundwerte beiseite geschoben würden und die Grenze zum Überwachungsstaat überschritten werde. „Ich habe manchmal den Eindruck, wir werden ähnlich stark überwacht wie seinerzeit die DDR-Bürger von der Stasi.“ Der Wunsch nach Sicherheit verdränge die Grundrechte, wie das Briefgeheimnis, das Fernmeldegeheimnis und den Datenschutz, die seit der Revolution von 1848 die private Kommunikation schützen. Die Sensibilität für die Gefahren fehle offenkundig.

    Die Zeit berichtet auch über die TOR-Razzia in Düsseldorf und hat weitere Infos: Vermummt im Internet.

    So war es auch im Fall von Alexander J. . Statt den eigentlichen Verfasser der Drohbotschaft zu finden, drangen die Beamten nur bis zum Server von Janßen vor – und hielten ihn für den Autor. „Letztendlich wäre das Vorgehen der Polizei ja korrekt gewesen“, sagt J. im Rückblick – dass die Polizisten einen Amoklauf verhindern wollten und dabei eilig gehandelt hatten, kann er verstehen. Dass aber zwischen der Anzeige und der Hausdurchsuchung fast eine Woche vergangen ist, stößt bei ihm auf Unverständnis. Bei der langen Ermittlungszeit hätten die Beamten von selbst erkennen können, dass es sich bei J.´s IP nicht um den Täter gehandelt habe.

    Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf erklärt dies mit dem langwierigen Behördengang. Die Anzeige war zwar schon am Montag morgens bei der Online-Wache in Kiel eingegangen und dann an die Polizei in Osterrönfeld weitergegeben worden. Doch dort benötigte man mehr als drei Tage, um den Eigentümer der IP-Adresse festzustellen. Was für geübte Internet-Rechercheure eine Sache von wenigen Sekunden ist, ging in Schleswig-Holstein noch den alt gewohnten Gang: Statt den Inhaber der IP selbst per Internet zu recherchieren, fragten die Beamten schriftlich beim Provider an. Als die Ergebnisse dann am Samstagabend bei den Düsseldorfer Behörden eingingen, sahen die Beamten aufgrund der massiven Drohungen Handlungsbedarf und beantragten eine sofortige Durchsuchung – „Gefahr im Verzug“.

    Heise: Bürgerrechtler diskutieren mit BKA-Chef über Online-Durchsuchung.

    Zum Auftakt der Jahreskonferenz der Humanistischen Union diskutierten die Bürgerrechtler in einem Hörsaal der Universität Hannover mit Jörg Ziercke, dem Chef des Bundeskriminalamtes über die umstrittene heimliche Online-Durchsuchung. Dabei prallten juristische und polizeitaktische Argumente ziemlich unvermittelt aufeinander. […] Insgesamt litt die lebhaft geführte Debatte darunter, das beide Seiten mit ihren mangelhaften IT-Kenntnissen kokettierten. Während sich der BKA-Chef wiederholt auf seine Experten berief, die ihm die Machbarkeit einer Online-Durchsuchung attestiert hätten, nutzte Roggan einen Artikel der Richterzeitung als technische Basis. Als ein anwesender Informatiker in der Diskussion anmerkte, dass es sehr wohl möglich sei, Computersysteme zu bauen, an die man nicht heran komme, entgegnete der oberste deutsche Polizist mit der Feststellung, dass es das perfekte Verbrechen nicht geben könne.

    Heise: Große Koalition ringt um Einigung beim elektronischen Personalausweis.

    Die Regierungsfraktionen haben am Donnerstag Eckpunkte zur Änderung des Personalausweisgesetzes besprochen. Fest steht danach, dass gemäß den Plänen des Bundesinnenministeriums der elektronische Personalausweis im brieftaschenfreundlichen Scheckkarten-Format ID‑1 ausgegeben und mit Funktionen für digitale Signaturen sowie einfachere Online-Authentisierungen ausgestattet sein soll.

    de.internet.com: Microsofts Lobbywühlarbeit gegen Google aufgeflogen.

    Das Software-Unternehmen Microsoft versucht derzeit durch intensive Lobbyarbeit die Übernahme von DoubleClick durch Google zu verhindern. Jonathan Dinkeldein, Director bei Burson-Marsteller, versendet derzeit E‑Mails an die Aufsichtsräte und Topmanager von führenden britischen Unternehmen, um sie zu ermuntern, Politiker, Wettbewerbshüter und Medienvertretern gegen das Geschäft in Stellung zu bringen. Das berichtet die britische Tageszeitung ‚The Observer’ (Sonntagsausgabe), der das Schreiben vorliegt. […] Dinkeldein will die Opposition in den nächsten Wochen in der neuen Organisation – Initiative für Wettbewerbsfähige Online Marktplätze – sammeln. 30 Organisationen aus zehn Ländern hätten schon Interesse an einem gemeinsamen Kreuzzug gegen Google signalisiert. Dinkeldein hat gegenüber dem Blatt eingeräumt, mit dem Redmonder Software-Konzern zusammenzuarbeiten. Eine Microsoft-Vertreterin gab an, laufende Geschäftsbeziehungen mit Burson-Marsteller zu unterhalten.

    Tagesschau.de: Umstrittene lebenslange Steuernummer kommt später.

    Die umstrittene Einführung der lebenslang gültigen Steuernummern verzögert sich um mehrere Wochen und wird nun erst im Laufe des nächsten Jahres erwartet. Die Ausgabe der Nummern könne nicht wie ursprünglich geplant im Oktober beginnen, teilte das Bundesfinanzministerium mit und bestätigte damit einen Bericht des Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“.„Es zeigt sich, dass das Projekt sehr umfangreich ist. Dafür müssen wir uns genügend Zeit nehmen“, sagte ein Ministeriumssprecher. Die neuen Steuernummern würden erst im kommenden Jahr an die Bürger versandt. Der Vorsitzende der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, sagte dem „Tagesspiegel“, für ihre Steuererklärung 2007 müssten die Bürger möglicherweise noch auf die alte Nummer zurückgreifen. Das Bundeszentralamt für Steuern verfüge nicht über die Kapazität, die Daten von mehr als 82 Millionen Einwohnern in der angestrebten Zeit zu verarbeiten, sagte Ondracek dem Blatt.

    Heise: US-Regierung will wissen, wer mit wem reist und was man liest.

    Das US-Heimatministerium sammelt wesentlich mehr Daten über Reisende und wertet sie mit dem Automated Targeting System aus, als bislang bekannt gewesen ist. Nach einem Bericht der Washington Post, der sich auf Dokumente stützt, die das Identity Project über Eingaben nach dem Informationsfreiheitsgesetz erhalten hat, wurde die Datensammlung seit 2002 wesentlich erweitert. Die Daten werden bis zu 15 Jahre gespeichert. Dabei werden nicht nur die grenzüberschreitenden Reisemuster von amerikanischen Bürgern und Ausländern im Luft‑, See- und Fahrzeugverkehr und bei Flugreisenden die PNR-Daten erfasst, sondern beispielsweise auch, wer mit wem reist, wer wen besucht und welche Gegenstände die Reisenden mit sich führen. Auch mitgeführte Bücher scheinen die Sicherheitskräfte zu interessieren.

    23. September 2007 5
  • : Grösste Demonstration für mehr Datenschutz seit 20 Jahren!
    Grösste Demonstration für mehr Datenschutz seit 20 Jahren!

    Heute fand in Berlin die grösste Demonstration für mehr Datenschutz und Freiheit seit mehr als 20 Jahren statt. Mehr als 15.000 Menschen demonstrierten mit uns bei sehr sonnigem Wetter. Das ist ein riesen Erfolg! Vor einem Jahr waren es nur 200 Menschen, die gegen die Vorratsdatenspeicherung demonstrierten. Mehr Infos, einen detaillierten Bericht und vor allem Fotos gibt es morgen. Ich gehe jetzt erstmal in die c‑Base, den Erfolg feiern.

    Update:

    Mittlerweile gibt es auch eine Pressemitteilung des Foebud e.V.: Freiheit statt Angst: Über 15.000 Teilnehmer/innen: Groesste Datenschutzdemo seit 20 Jahren.

    „Das ist die größte Demonstration für Bürgerrechte und Datenschutz seit der Volkszählung 1987“, sagte der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, gegenüber tagesschau.de. Rena Tangens vom FoeBuD e.V.: „Der überwältigende Erfolg dieser Demo zeigt, dass inzwischen weite Teile der Bevölkerung in Sorge um unseren Rechtsstaat sind. Die Bürger wollen nicht, dass unsere Demokratie in einem Überwachungsstaat umgebaut wird. Der Bundestags muss das geplante Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung ablehnen.“

    Deutlich kritisieren die Veranstalter die Vorgehensweise der Polizei und von Teilen der linksradikalen Demo-Teilnehmer: „Ein Block einiger linksradikaler Demonstranten hat sich nicht an die Auflagen der Polizei gehalten. Die Polizei hat ihrerseits unverhältnismäßig auf Verstöße wie z.B. Vermummung und zu große Transparente reagiert, und wirkte nicht in allen Situationen deeskalierend. Auch der massive Einsatz von Videokameras war gerade bei dieser Demonstration eine Provokation durch die Polizei. Insgesamt waren dies jedoch Vorfälle am Rande, die den Verlauf der Demonstration nicht beeinträchtigt haben.“ Rena Tangens sagte, „Insgesamt war es eine sehr positive, kreative und bunte Demonstration, auf der die Hacker neben Ärzten und die Julis

    neben der Linkspartei einträchtig demonstriert haben.“ Besondere Highlights der Demo waren die Riesen-Datenkrake des FoeBuD, der ‚gläserne Patient’ auf dem Wagen der freien Ärzteschaft und verschiedene Trojanische Pferde. Patrick Breyer, vom AK Vorratsdatenspeicherung kündigt weitere Aktionen an: „Wir wehren uns gegen die Vorratsdatenspeicherung mit allen legalen Mitteln.“ Nach Angaben des AK bereits haben rund 20.000 Bürgerinnen und Bürger erklärt, die vorbereitete Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung zu unterstützen.

    Der Foebud hat auch eine kleine Foto-Galerie.

    Für die ausgelebten Aggressionen von Teilen des „schwarzen Blocks“ habe ich wenig Verständnis. Am Anfang verzögerte sich die Demonstration um eine gute Stunde, weil es am Pariser Platz vor dem Adlon leider ein Baustellen-Nadelöhr gab und es zum üblichen Demonstrations-Ritual „schwarz gegen grün“ kam. Und leider hat sich die Polizei auch mal wieder provozieren lassen.

    Ich war zum Schluss regelrecht geschockt, als Padeluun die Abschlusskundgebung einleitete, und einige „schwarze“ Vertreter vor der Bühne mit kurzen Holzstangen und Stahlknüppeln standen und damit auf den Bühnenbau knüppelten. Sie beschwerten sich dabei, dass man nicht ihrer „PR-Linie“ folgte. Leider sorgen solche Aggressionen von vergleichbar wenigen Personen bei einigen Medien immer für die üblichen Bilder von Krawall. Da hätte ich mir lieber nur die Bilder einer tollen, grossen und sehr bunten Demonstration gewünscht.

    Einige Medienberichte:

    Heise: Polizeizugriffe bei Demo gegen den Überwachungsstaat.

    Heise: Tausende Bürger demonstrieren für „Freiheit statt Angst“.

    SWR: Berlin: Tausende demonstrieren gegen Überwachung.

    Deutschlandradio: Wider den Überwachungsstaat. (MP3)

    Taz: Generation Internet protestiert.

    Schade ist, dass viele grössere Medien über die Demonstration gar nicht berichtet haben.

    Die RBB-Abendschau brachte einen kurzen Bericht:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Eine grandiose journalistische Fehlleistung lieferte sich Stern.de mit Material von AP und dpa:

    Rund 2000 Menschen haben am Samstag in Berlin gegen eine Verschärfung von Sicherheitsgesetzen protestiert. Der Demonstrationszug setzte sich am Nachmittag unter dem Motto „Freiheit statt Angst: Stoppt den Überwachungswahn“ am Brandenburger Tor in Bewegung, teilte eine Polizeisprecherin mit. Der von rund 20 Bürgerrechtsorganisationen und politischen Gruppen organisierte Protestmarsch wurde nach Veranstalterangaben von der Berliner FDP- Fraktion, der Berliner Linken und dem Grünen-Bundesvorstand unterstützt. Der Protestumzug blieb allerdings nicht friedlich: Acht Festnahmen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und ein verletzter Polizist waren die vorläufige Bilanz der Ordnungshüter. Die Veranstalter, die der Polizei Übergriffe vorwarfen, brachen die am Brandenburger Tor gestartete Demonstration auf Höhe der Friedrichstraße ab.

    .

    Der kurze Text wimmelt nur so von Fehlern. Es waren mehr als 50 Organisationen, die zur Demonstration aufgerufen haben. In der Einleitung schrieben sie die Zahl auch korrekt. Es waren nach Polizeiangaben 8000 Menschen, was später gegenüber Heise auf 15.000 Menschen ausgeweitet wurde. Und die Veranstalter haben die Demonstration nicht abgebrochen, sondern der „schwarze Block“ hat zum Schluss seinen Austritt aus der Demonstration erklärt. Das ist was ganz anderes.

    Der Wetterfrosch hat einen ausführlichen Bericht verfasst: Freiheitsbewegung: Jetzt auch groß und friedlich.

    Spreeblick: Bilder von der Demo gegen Vorratsdatenspeicherung.

    Fefe hat auch viele Bilder gemacht.

    Schön ist auch die Zusammenfassung von Meike: Berlin – Plus und Minus.

    Weitere Links zu Bildergalerien und Berichten können gerne in den Kommentaren gepostet werden. Ich setz die dann hier noch rein.

    Das Radio-Netzwerk funktionierte auch prima. Hier finden sich eine Menge Beiträge als MP3-Download: Radio 1984 – Live von der Demo „Freiheit statt Angst“.

    Einen ausführlicheren Pressespiegel gibt es im Wiki des AK-Vorratsdatenspeicherung.

    22. September 2007 77
  • : Meine Rede bei der „Freiheit statt Angst“-Demonstration
    Meine Rede bei der „Freiheit statt Angst“-Demonstration

    Hier ist mal die vorläufige Endversion meiner Rede bei der „Freiheit statt Angst“-Demonstration in Berlin. Wie das so immer ist, hat man nur begrenzte Redezeit und viele Punkte werden schon von anderen Rednern abgedeckt. Ausserdem gilt das gesprochene Wort…

    Hallo, ich bin Markus Beckedahl vom Netzwerk Neue Medien und ich betreibe das Weblog netzpolitik.org.

    Ich freue mich, dass heute so viele Menschen gekommen sind, um mit uns gegen Überwachung und für die Freiheit zu demonstrieren. Wir sind hier, weil wir Sorge um unsere Freiheit haben. Sorge davor, uns zukünftig nicht selbstbestimmt und ohne Überwachung bewegen zu können. Diese Sorge wird von Politikern geschürt, die unsere Welt nicht verstehen. Die überall im Netz Terroristen sehen und selber Angst vor der digitalen, für sie unbekannten Zukunft haben! Die ständig argumentieren, das Netz dürfe kein rechtsfreier Raum sein.

    Ja was ist denn mit der Post? Wird gespeichert, wer wem Briefe schreibt? Wird gespeichert, wer wann was im Fernsehen schaut oder wer wann welchen Artikel in einer Zeitung liest? Und was ist mit unseren privaten Gesprächen im Wohnzimmer, wird protokolliert, wer mit wem wann gesprochen hat? Das sind alles rechtsfreie Räume mit derselben bizarren Logik. Die Vorratsdatenspeicherung soll genau dies im digitalen Raum ermöglichen.

    Wir wollen keinen Staat, der uns unter Generalverdacht stellt.

    Der ständig in unserem Leben rumschnüffelt und uns in Datenbanken rastert. Der ohne Verdacht unser Kommunikationsverhalten protokollieren will. Ich möchte mich nicht mit dem Bewusstsein im Netz bewegen, dass in einer Datenbank gespeichert wird, für was ich mich interessiere und mit wem ich kommuniziere.

    Ich wünsche mir Politiker, die unsere Verfassung und unsere Freiheit respektieren. Und die nicht ständig alle Freiheiten in Frage stellen und uns unsere Freiheit nehmen wollen. Ich wünsche mir einen demokratischen Staat, der unsere Lebenswelten respektiert und nicht ständig unsere Freiheiten abbauen will. Ich wünschen mir einen Staat, der uns nicht als Feind sieht, sondern dem ich vertrauen kann.

    Dieses Vertrauen der Bürger ist das Fundament unserer Demokratie. Und dieses Fundament eines freiheitlichen und liberalen Weltbildes verlieren wir im Moment täglich mehr. Wir sind auf dem gefährlichen Weg in einen Präventionsstaat, wo jeder von uns als potentieller Feind des Staates angesehen und behandelt wird. Diesen Staat wollen wir nicht!

    Seit einiger Zeit läuft die Debatte rund um die Online-Durchsuchung. Nach den Vorstellungen von Wolfgang Schäuble sollen die Sicherheitsbehörden das Recht erhalten, heimlich auf die Computer von Verdächtigen zugreifen zu können. Aber was bedeutet das konkret? Übersetzt in die reale Welt bedeutet das, dass Sicherheitsbehörden auf den bloßen Verdacht hin heimlich in unsere Wohnung einbrechen und diese durchsuchen dürfen. Ohne demokratische Kontrolle und Transparenz wie bei einer normalen Hausdurchsuchung.

    Das läuft nach den Vorstellungen des Bundesinnenministerium dann so ab, dass man wahlweise gefälschte Behördenmails mit Trojanern verschickt oder Sicherheitslücken auf den Rechnern von Verdächtigen ausnutzt. Der Bundestrojaner soll dabei so intelligent sein, dass er Tagebücher und auch andere private Sachen, also den von der Verfassung absolut geschützten Kernbereich privater Lebensgestaltung, nicht durchsucht. Jeder mit etwas mehr IT-Kenntnissen weiß: Das ist Science Fiction!

    Auf so eine Idee kommen auch nur Menschen, die das Internet und Computer noch nicht so in ihr Leben integriert haben. Für uns sind die Daten auf unseren Rechnern privater und schützenswerter als die Schlafzimmer und Tagebücher unserer Eltern-Generation zusammen.

    Wissen das unsere Politiker? Innenminister Schäuble weiß mittlerweile, dass das Internet keine Telefonanlage ist. Justizministerin Zypries fragt sich vielleicht immer noch, was ein Browser ist. Wirtschaftsminister Glos lässt sich das Internet ausdrucken, weil das mit dem Handy schon so schwer ist. Wir werden von Politikern regiert, die noch nicht im Netz angekommen sind. Die mehr Angst vor dem Unbekannten haben, anstatt die Chancen und Freiheiten zu sehen. Wir brauchen mehr Medienkompetenz bei Politikern! Und wir brauchen mehr komptetente Leute in allen Parteien. Dann gibt es vielleicht auch bessere Gesetze für den digitalen Raum.

    Für uns sind das Netz und unsere Computer ein soziale Raum, in dem wir uns aufhalten. In dem wir leben, kommunizieren, uns austauschen, dem wir unsere privaten Gedanken anvertrauen: Der Staat und seine Sicherheitsbehörden haben in unserem Privatleben – nichts – zu – suchen.

    Es geht um unser Leben im Netz und die Gewissheit, bei unserer privaten und öffentlichen Kommunikation nicht ständig vom Staat überwacht zu werden. Es geht darum, dass man sich auch weiterhin im digitalen Leben frei und offen entfalten kann. Dass man seine Meinung weiterhin ohne Angst frei äußern kann. Dass man weiterhin freie und anonyme Kommunikationswege hat. Wie beim privaten persönlichen Gespräch zuhause im Schlafzimmer, im Park oder im Cafe. Noch kann etwas getan werden.

    Wir werden weiter für unsere Freiheiten kämpfen und wir werden täglich mehr. Wir haben unsere digitalen Tools. Und wir können die auch nutzen – um uns zu vernetzen, um stärker zu werden und eine immer lautere Stimme in der Gesellschaft zu werden, um auf den Abbau unserer aller Freiheiten hinzuweisen. Momentan müssen wir gegen den Abbau von Freiheiten kämpfen. Aber das wird sich ändern: wir wollen nicht weniger, sondern mehr Freiheit vom Staat. Meine Daten gehören mir!

    21. September 2007 56
  • : J!Cast 42 Bildrechte
    J!Cast 42 Bildrechte

    Der J!Cast-Podcast Nummer 42 beschäftigt sich mit dem Thema „Bildrechte“:

    Wenn Oliver Kahn demnächst wieder durch St. Tropez spaziert, kann er sich jetzt zumindest etwas sicherer vor Paparazzi und lustigen BILD-Reportern fühlen – zumindest, wenn es nach dem BGH geht. Dieser zeigt eine Tendenz, den Persönlichkeitsrechten gegenüber dem Medieninteresse ein immer größeres Gewicht einzuräumen. Doch was sollte auch der private Schnappschussjäger beachten, ab welchem Punkt macht er sich sogar strafbar? Und wie geht das Urheberrecht mit Bildrechten um? Mit meiner Privat-AG, Martin Gramsch, Henrik Lehment und Tom Louven habe ich einen kleinen Ausflug in die Welt der Rechte rund um Fotografien unternommen. Zum Glück haben die drei in letzter Minute diese Folge gerettet, nachdem der eigentlich geplante Podcast plötzlich von meiner Festplatte verschwunden war…

    Die MP3 ist 8 MB gross.

    21. September 2007 1