Der AK-Vorratsdatenspeicherung braucht Geld

Vieles kann man mit sehr viel zeitlichem Engagement von vielen Freiwilligen schaffen. Aber die Organisation einer Demonstration und der nachhaltige Aufbau eines schlagkräftigen Netzwerkes kostet viel Geld. Soviel Geld, dass die ohnehin knappe Kasse des AK-Vorratsdatenspeicherung mittlerweile fast leer ist. Die Kasse war u.a. durch den Verkauf von „Stasi 2.0“-T-Shirts und einigen Einzelspenden gefüllt worden. Damit konnte die Demonstration am vergangenen Wochenende finanziert werden, immerhin die grösste Demonstration für mehr Datenschutz seit der Volkszählung im Jahre 1987. Aber der Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung und gegen mehr Überwachung geht weiter.

Also werden Spenden und Spender gesucht, um weitere Demonstrationen zu ermöglichen und ein noch grösseres und schlagkräftigeres Netzwerk zu schaffen und auf den geschaffenen Strukturen effektiv aufbauen zu können.

Die Taz berichtet darüber: Datenschützer demonstrieren sich arm.

Ihr größter Erfolg hat die Bürgerrechtler arm gemacht. Am Wochenende haben sie mehr als 10.000 Menschen gegen die verschärften Sicherheitsgesetze auf die Straße gebracht, doch jetzt sind sie pleite. „Unsere Geldreserven sind nahezu aufgebraucht“, sagte Ricardo Remmert-Fontes, einer der Demo-Organisatoren. „Wir wissen noch nicht, wie es weitergehen soll.“

Damit geraten die Datenschutz-Protestler ausgerechnet zu einem Zeitpunkt ins Schlingern, zu dem ihre Anliegen nicht mehr die Nischenthemen zauselbärtiger Sonderlinge und aufrechter Blogger sind. Die Demonstration am Wochenende ist dafür der beste Beleg: Vor einem Jahr protestierten an gleicher Stelle in Berlin noch 300 Menschen, dieses Jahr waren es je nach Schätzung zwischen 10.000 und 15.000 Teilnehmern. […] Die Aktion kostete allerdings auch etwas. Etwa 12.000 Euro musste der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung laut Sprecher Remmert-Fontes für Bühnen, Flugblätter und Poster bezahlen. Damit war auf einen Schlag das Geld des Datenschützer-Netzwerks weg.

Wenn jemand Zeit und Lust hat, würden wir uns über Spenden-Banner freuen. Diese sollten möglichst sympathisch ausschauen und natürlich unter freien Lizenzen stehen. Damit können auch schlecht umgesetzte Banner, die aber gute Ideen enthalten, von anderen noch schöner gemacht werden. Also seid kreativ und helft!

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12 Ergänzungen

  1. Ihre Überweisung haben wir entgegengenommen.

    Zwar nur ein sehr kleiner Beitrag, aber ich hoffe es tun mir viele, viele Menschen gleich.

    Danke für den Hinweis

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