Biometrie
Biometrie ist die automatisierte Erkennung von Personen anhand einzigartiger körperlicher oder verhaltensbezogener Merkmale.
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: BKA testet biometrische Videoüberachung in Mainz
: BKA testet biometrische Videoüberachung in Mainz SWR: 200 Probanden testen Video-Überwachungssystem
Dabei werden sie von drei verschiedenen Kamerasystemen gefilmt. Nach BKA-Angaben werden die aufgenommenen Bilder mit einer internen Fotodatei verglichen, in der alle 200 Probanden gespeichert sind. Dabei handelt es sich um 150 Mainzer Bürger und 50 Mitarbeiter von Behörden, die freiwillig an dem Test teilnehmen. Der Mainzer Bahnhof wurde wegen seiner guten Lichtverhältnisse und Übersichtlichkeit ausgewählt. Denn die Kameras und die Technologie seien sehr sensibel und auf gute Lichtverhältnisse angewiesen, so das BKA.
ZDF.heute: In den Augen des Gesetzes
Skeptiker der biometrischen Videoüberwachung bezweifeln den Erfolg des Mainzer Projektes. Verdächtige könnten durch eine simple Verkleidung wie Perücke oder Sonnenbrille schnell dem Zugriff der Kameras entwischen. Zudem funktioniert das System nur, wenn die Bilder von verdächtigen Personen bereits im System gespeichert sind. Das ist jedoch insbesondere bei Terrorangriffen selten der Fall, da es sich oft um Ersttäter handelt – wie die Männer, die im Juli Kofferbomben in Personalzügen deponierten.
Von einem ZDF.Morganmagazin Beitrag gibt es ein 11MB grosses Torrent-Backup.
Eine kleine Medienschau gibt es auch schon beim rabenhorst: Umschau zur Vorstellung des BKA Projekts Foto-Fahndung.
Heise: Foto-Fahndung im Mainzer Hauptbahnhof
Täglich frequentieren bis zu 20.000 Menschen den gut beleuchteten Mainzer Hauptbahnhof. Dabei passieren sie eine Doppeltreppe, deren unterer Teil von Kamerasystemen erfasst wird, die auf Gesichtserkennung und Gesichtsanalyse spezialisiert sind. Jeweils zwei Kameras (für Treppe und Rolltreppe) der Firmen L1-ID/Bosch Sicherheitssysteme, Cognitec und Crossmatch/Vitronic Dr. Stein versuchen, unter den Passanten die 200 Testkandidaten zu finden, deren Templates nach einem Enrolment in einer Facecheck-Datenbank gespeichert sind. Die Rolltreppenkameras haben etwa 20 Sekunden Zeit, die meistens stehen bleibenden Menschen zu analysieren. Die Treppenkameras haben etwas mehr Zeit, müssen aber mit sich bewegenden Körpern klarkommen. Die Testkandidaten tragen einen RFID-Chip mit sich, dessen ID-Nummer jeweils am oberen Treppenabsatz und am Fuß der Treppe ausgelesen wird. So kann festgestellt werden, ob eine Testperson von den biometrischen Systemen „übersehen“ wurde.
Update: Bericht des ZDF heute Journal vom 10.10.2006 ueber das Pilotprojekt des BKA mit biometrisches Fahndungssystem mittels Videoueberwachung im Mainzer Hbf (Torrent).
Es gibt wenig Orte, die harmloser wirken als der Bahnhof von Mainz. Aber wenn es ganz schlimm kommt, dann ist das, was da seit heute ausprobiert wird, der Anfang des perfekten Ueberwachungsstaates.
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: Neu im Angebot: Die elektronische Ausländerkarte
: Neu im Angebot: Die elektronische Ausländerkarte Jeder Tag mal was neues. Die elektronische Ausländerkarte hatten wir noch nicht. Aber bald schon, denn die Bundesregierung hält sie für eine tolle Idee. Und warum? Na, ist doch klar: It´ s the Industriepolitik, stupid. War doch auch schon bei den biometrischen Pässen und den meisten anderen Karten so.
Mit einer elektronischen Ausländerkarte, die vom Umfang her einer digitalen Aufentshaltsgenehmigung entspricht, aber auch biometrische Merkmale wie Bild und Fingerabdruck enthalten soll, würde Deutschland innerhalb der EU eine Vorreiterrolle spielen. Denn eine solche Karte ist innerhalb der EU-Konsultationen noch nicht über das Entwurfsstadium hinausgekommen. „Industriepolitisch ergibt die Karte eine Menge Sinn. Derjenige, der zuerst kommt, setzt die Standards. Und der Sicherheitsbereich ist eine große Wachstumsindustrie“, führte Hanning weiter aus. Außerdem sei dem Bürger nicht vermittelbar, wenn im Kampf gegen den Terror die schnelle Identitätsüberprüfung nur bei deutschen Staatsbürgern möglich sei.
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: Only in UK: Mit Lautsprechern gegen antisoziales Verhalten?
: Only in UK: Mit Lautsprechern gegen antisoziales Verhalten? In Grossbritanien ist die Diskussion um eine flächendeckende Videoüberwachung schon weiter als in Deutschland. Dort schaut man sich nach weiteren Nutzungsmöglichkeiten der Überwachungsinfrastruktur um und hat die Bekämpfung des „antisozialen Verhaltens“ entdeckt. Ja, richtig gelesen. Wahrlich eine grössere Herausforderung als der „War on Terror“. Und um beides zu bekämpfen und dabei grossartig „Synergieeffekte“ zu erzielen, sollen jetzt die Überwachungsinfrastrukturen zusätzlich einen Feedbackkanal bekommen – durch Laustsprecher: Überwachen und Befehlen. Das hat auch den positiven Effekt, dass man einen Terroristen durch gutes Zureden an seiner Tat hindern kann, wenn zufällig eine Kamera die Tat filmt.
Noch sind es wenige Überwachungskameras, die mit Lautsprechern ausgerüstet wurden. Von den 158 Kameras in Middlesbrough kann das Sicherheitspersonal nun in einem Test bei sieben Kameras im Stadtzentrum die beobachteten Menschen, wenn sie sich ungebührlich verhalten, ermahnen. Dabei geht es weniger um die Bekämpfung von Kriminalität, sondern um die während der Blair-Regierung immer höher geschraubte Eindämmung des sogenannten antisozialen Verhaltens, das mit den anti-social behaviour orders (ASBOs) belangt werden kann (Blair will „antisoziales Verhalten“ ausrotten). Wer nun betrunken des Nachts herumgrölt oder Abfall auf die Straße wirft, muss damit rechnen, öffentlich bloßgestellt zu werden. Die Kommune meldet stolz: „A new sound is hitting the streets of Middlesbrough…the sound of CCTV.“
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: Netzeitung-Interview mit Peter Schaar
: Netzeitung-Interview mit Peter Schaar Die Netzeitung hat ein längeres Interview mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar: «Seit 9/11 wird deutlich mehr überwacht».
Netzeitung: Sehen Sie Anzeichen dafür, dass sich Deutschland nach und nach zu einem Überwachungsstaat entwickelt?
Schaar: Wir entwickeln uns zu einer Gesellschaft, in der immer mehr Überwachung stattfindet. Ich habe den Eindruck, dass die Diskussion vielfach verkürzt geführt wird. Bisweilen wird ausgeblendet, was die jeweilige Maßnahme bewirken kann und ob es Alternativen gibt, die angestrebten Ziele, insbesondere mehr Sicherheit im öffentlichen Raum, zu erreichen. Das sehe ich außerordentlich kritisch, zumal die Überwachung ganz überwiegend Unverdächtige betrifft. Das ziellose Erheben und Auswerten von Daten halte ich nicht nur für einen wenig effizienten, sondern auch für einen verfassungsrechtlich höchst problematischen Weg.
Netzeitung: Was kann man dagegen tun?
Schaar: Ich setze auf eine kritische Öffentlichkeit und auf die politisch Verantwortlichen. Die Politik sollte immer eine genaue Vorstellung davon entwickeln, was effektive Maßnahmen sind und wie die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger gewahrt werden können.
Thematisch passen dazu auch:
tagesschau.de: Ministerrunde berät über innere Sicherheit – Einigung über Anti-Terror-Datei erwartet
tagesschau.de: Hintergrund – Die geplante Anti-Terror-Dateirabenhorst: Das Trennungsgebot
rabenhorst: Überlegungen zur Anti-Terror-Datei -
: DisneyWorld nimmt Fingerabdrücke der Besucher
: DisneyWorld nimmt Fingerabdrücke der Besucher Und der Konzern gibt nicht einmal vernüftige Informationen heraus, was mit den Daten passiert. Grusel. Das gilt wohl erstmal nur für den Vergnügungspark in Florida, was in Paris passiert ist unklar. Da müssten wohl auch die französischen Datenschutzbehörden erstmal zustimmen. Mehr bei Boingboing und hier.
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: John Gilmore reicht Klage vor Supreme Court ein
: John Gilmore reicht Klage vor Supreme Court ein Ars Technica berichtet, dass John Gilmore mittlerweile beim Supreme Court angelangt ist:John Gilmore wants to board planes without showing ID. Er klagt seit 2002 auf das Recht, innerhalb der USA fliegen zu können, ohne dabei seinen Ausweis vorlegen zu müssen. Die US-Regierung hatte ein Gesetz dagegen verabschiedet, was „aus Sicherheitsgründen“ aber nicht kommuniziert worden war…
His court battle now goes before the highest court in the country, where a petition was filed by lawyers at Akin Gump. Supreme Court cases present a larger question that will be argued before the justices. In this case, the question is: „May the government keep secret a directive that is generally applicable to millions of passengers every day notwithstanding that it (i) has acknowledged both the directive’s existence and its contents, and moreover (ii) has identified no special circumstance that nonetheless justifies secrecy.“
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: Schily verteidigt seine Biometrie-Geschäfte
: Schily verteidigt seine Biometrie-Geschäfte Na denn: „Schily verteidigt Einstieg bei Sicherheitstechnik-Unternehmen“, es sei ja nicht nur ein Sitz im Aufsichtsrat, sondern er habe auch Anteile erworben.
Gegenüber dem stern erklärte Schily, er habe eine Beteiligung an der SAFE ID Solutions AG erworben. Die genaue Höhe wollte er nicht nennen, sein Anteil sei aber minimal. Das Unternehmen mit Sitz in Unterhaching bietet Hard- und Software-Lösungen für die Personalisierung elektronischer Ausweisdokumente an. Schily war während seiner Amtszeit als deutscher Innenminister maßgeblich an der Einführung des biometrisch gesicherten Reisepasses (ePass) beteiligt, der seit Ende 2005 ausgestellt wird. Interessenkonflikte zwischen seiner früheren Tätigkeit und künftigen Aufgaben sieht der SPD-Politiker jedoch nicht.
Bei den Iriserkennungs-Spezialisten der Firma Byometric Systems hat er keine Anteile gekauft, sondern sitzt nur so im Aufsichtsrat und erhält dafür eine Aufwandsentschädigung in ungenannter Höhe. Glücklicherweise hat er als eine seiner letzten offiziellen Amtshandlungen die Laufzeit des Pilotprojektes am Frankfurter Flughafen verlängert.
Schade, dass der Bundestag sich immer noch gegen eine grössere Transparenz bei den Nebeneinkünften der Abgeordneten wehrt. Sonst könnte man spätestens im nächsten Jahr mal transparent nachvollziehen, wie hoch die Aufwandsentschädigung bei Bymetric Systems ist und evtl. wie hoch die Anteile bei SAFE ID Solutions sind.
Meiner Meinung nach sollte es Ex-Ministern, die immer noch Mitglied des Bundestages sind, verboten werden, nebenbei in einer Branche privatwirtlich zu arbieten, für die sie vorher regulativ verantwortlich waren. Dann würde man auch die Probleme der scharfen Kritik vermeiden. Man könnte auch darüber diskutieren, dass Ex-Minister eine Karenzzeit von mindestens 24 Monaten einhalten müssen, um in ein Feld der Privatwirtschaft zu wechseln, wo man vorher regulativ verantwortlich war. Das ist natürlich etwas kompliziert beim Wirtschaftsminister. Aber da sollte man klar sagen: Wenn weiterhin Mitglied des Bundestag, dann Verzicht auf diese Art von privatwirtschaftlichem Engagement. Ausnahmen sollte es höchstens geben, wenn Ex.Minister vor ihrer Minister-(Politiker)-tätigkeit in der Privatwirtschaft in der jeweiligen Branche aktiv wird.
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: Ashcroft macht jetzt in Homeland Security
: Ashcroft macht jetzt in Homeland Security Erinnert sich noch jemand an John D. Ashcraft? Der war US-Justizminister vor und nach dem 11. September und ist mit verantwortlich für den Aufbau der Homeland Security und der ausufernden Überwachung in den USA. Seit zwei Jahren ist er nicht mehr Teil der Regierung und war wohl Vorbild für Otto Schily und seine Biometrie-Beratungstätigkeiten, wie ein Artikel in der Washington Post zeigt: Ashcroft Finds Private-Sector Niche.
Nearly two years after he left the Justice Department for a glass-and-marble office tower six blocks away, Ashcroft is building a lucrative consulting company helping security and other firms find business with federal agencies. Federal spending on homeland security is expected to reach nearly $60 billion in fiscal 2007, according to the Office of Management and Budget.
[Danke Falk]
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: Schily wird Biometrie-Berater
: Schily wird Biometrie-Berater Heise berichtet gerade, dass Otto Schily jetzt Biometrie-Berater wird: Ex-Innenminister Schily berät künftig Biometrie-Firmen.
Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily hat Aufsichtsratsmandate bei zwei Firmen angenommen, die auf dem Gebiet der biometrischen Sicherheitstechnik aktiv sind. Während die Byometric Systems AG mit Sitz im bayerischen Mitterfelden auf die Iris-Erkennung spezialisiert ist, bietet SAFE ID Solutions AG (Unterhaching) Hard- und Software-Lösungen für die Personalisierung elektronischer Ausweisdokumente an.
„Als Sicherheitsexperte und treibende Kraft hinter der weltweiten Einführung elektronischer Reisepässe, speziell des deutschen ePasses, wird Otto Schily durch seine fundierten Marktkenntnisse die Positionierung der SAFE ID weiter stärken“, teilte die SAFE ID Solutions AG am heutigen Donnerstag mit.
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: Bundesdruckerei schaut in die Zukunft
: Bundesdruckerei schaut in die Zukunft Die privatisierte Bundesdruckerei hat auf ihrer Homepage eine Chronik zu „125 Jahre Bundesdruckerei“ veröffentlicht. Auf der letzten Seite geht es vom Jahr 2000 bis in die Zukunft des Jahres 2010. Und da steht dann prognostizierend:
Die Grenzen der Industriestaaten werden von der Bundesdruckerei mit automatischen Erkennungssystemen ausgestattet, die Personen quasi im Vorbeigehen identifizieren. Dazu gehören auch Identitätskarten mit Chips, die dreidimensionale biometrische Merkmale speichern. Zehn Jahre später sind solche Ausweise nicht mehr nötig. Maschinen sind in der Lage, Menschen zweifelsfrei zu erkennen. Vollelektronische Systeme ermöglichen vielfältige Zugangskontrollen im privaten und staatlichen Bereich.
Das ist doch Realsatire, oder?
Update: Dank für den Hinweis in den Kommentaren. Steht da wohl schon seit zwei Jahren so auf der Seite.
[Danke an Torsten]
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: Europas Jugend biometrisch erfassen?
: Europas Jugend biometrisch erfassen? Auf EU-Ebene wird wohl gerade darüber diskutiert, die Fingerabdrücke der europäischen Jugend zu erfassen.
Mehr gibts hier:
Statewatch: EU states will be free to fingerprint children from day one of their life as soon as it is technologically possible.
Tony Bunyan, Statewatch editor, comments:
„All the discussions by EU governments in the Council about the age at which children should be subject to compulsory fingerprinting are based on the technological possibilities – not on the moral and political questions of whether it is right or desirable. There will be special cases for the taking of fingerprints where a child is „at risk“ in order to ensure their safety. But this does not in any way justify submitting all young children to this intrusive process.
The decisions are being made in secret meetings based on secret documents – people and parliaments are to have no say in the decision. Under this proposal EU states will be free to fingerprint children from day one of their life as soon as it is technologically possible“
The Observer: Millions of children to be fingerprinted.
Update:
Bei Telepolis gibts dazu jetzt auch einen deutschsprachigen Artikel: Fingerabdruck ab Geburt?
Wie britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch berichtet, wird in der EU darüber nachgedacht, Fingerabdrücke auch bereits von Kindern für die EU-Pässe abzunehmen. Beraten über die Gesetzesvorlage wird hinter verschlossenen Türen in einem Komitee verhandelt, das nach Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1683/95 eingerichtet wurde und technische Standards zunächst für Visas und nun auch für Ausweise beschließt. Im Augenblick geht es um die Festlegung des Mindestalters, ab dem ein digitales Passfoto und zwei Fingerabdrücke im Chip eines Reisepasses gespeichert werden müssen.
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: Podcasting-Interview: eStudio Livre
: Podcasting-Interview: eStudio Livre Hier ist ein kurzes sieben Minuten langes Interview mit Alexandre vom eStudio Livre Projekt aus Brasilien über das Konzept der Cultural HotSpots (Ponta de Cultura) und die eStudio Livre Community.
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: Mal wieder: G8 gegen Terror
: Mal wieder: G8 gegen Terror Wenn die G8-Staaten gemeinsam gegen den Terrorismus vorgehen wollen, sieht es eigentlich immer schlecht für Bürger- und Menschenrechte aus. Jetzt ist wieder ein neues Meeting geplant, diesmal in Russland: G8-Staaten planen enge Kooperation gegen Terrorismus. Und Schäuble droht schonmal mit einem Schwerpunkt auf Cyber-Kriminalität, wenn Deutschland nächstes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft hat. Was gibts denn noch alles als Schwerpunkt in Sachen Wissensgesellschaft? Merkel drohte ja zuletzt schon mit mehr Schutz von geistigem Eigentum für diese Zeit.
Ansonsten soll u.a. das hier behandelt werden:
Der Kampf gegen die illegale Migration solle verstärkt werden, um den Menschen- und Drogenhandel und das Vordringen des Extremismus einzudämmen. Dazu sollten die G8-Staaten die Möglichkeiten der internationalen Polizeiorganisation Interpol besser nutzen. Der Einsatz biometrischer Daten in Reisedokumenten zur zweifelsfreien Identifizierung von Reisenden solle ausgebaut werden, hieß es im Entwurf des Abschlussdokuments für Freitag.
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: Mann lässt sich Fingerabdrücke transplantieren
: Mann lässt sich Fingerabdrücke transplantieren Um in die USA einreisen zu können hat sich ein Jamaikaner Haut seiner Füsse auf die Finger transplantieren lassen. Der Gesuchte wollte damit die biometrischen Kontrollen überlisten, wurde aber gefasst, als einem Beamten die entstellten Finger auffiehlen. Deutlich schmerzfreier, billiger und wahrscheinlich erfolgreicher wäre wohl das Verfahren des Chaos Computer Clubs gewesen, der schon vor längerer Zeit beschrieb, wie sich Fingerabdrücke kopieren lassen.
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: Japan testet Überwachungssystem zur Gesichtserkennung
: Japan testet Überwachungssystem zur Gesichtserkennung Im Bahnhof des Regierungsvirtels von Tokio wird derzeit ein Überwachungssystem mit Gesichtserkennung getestet. Beim passieren der Fahrkartensperre nehmen Kameras dabei die Gesichter auf und vergleichen diese gegen eine Datenbank von Gesuchten. Überprüft werden soll ebenfalls die Erkennungsleistung bei der Verwendung von Sonnenbrillen und Masken.
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: Interviews mit Peter Schaar zum Datenschutz
: Interviews mit Peter Schaar zum Datenschutz Niels Boeing hat für Technology Review ein Interview mit Peter Schaar, dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gemacht: „Jede Überwachungsbefugnis stellt eine Grundrechtseinschränkung dar“.
Gestern gabs schon ein Interview mit Peter Schaar im Deutschlandradio: Schaar gegen zentrale Einsicht in biometrische Daten. Dieses kann man sich auch noch im Stream anhören.
In diesem Zusammenhang auch interessant: Bürgerrechtler: EU munitioniert Big Brother. Der Heise-Artikel schreibt über einen Statewatch-Bericht mit dem Titel „Arming Big Brother“.
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: Datenspuren in Dresden: Privatsphäre war gestern
: Datenspuren in Dresden: Privatsphäre war gestern Am 13. und am 14. Mai 2006 findet im Kulturzentrum Scheune in Dresden das nächste Datenspuren-Symposium mit dem Motto „Privatsphäre war gestern“ statt. Der Chaos Computer Club Dresden organisiert wieder die jährliche Veranstaltung.
Das Programm soll morgen stehen, bisher gibt es eine Übersicht der Vorträge und Workshops.
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: 250 Franken für vielleicht 5 Jahre haltbare Biometrie-Pässe
: 250 Franken für vielleicht 5 Jahre haltbare Biometrie-Pässe In der Schweiz wird es künftig, wenig überraschend, biometrische Pässe geben. Der „Pass 06“ wird ab September ausgegeben und muss wie anderswo extra teuer bezahlt werden: 250 Franken (etwa 160 Euro) kostet das Teil, dessen Nutzen nicht nur fragwürdig, sondern dessen technische Haltbarkeit auch offiziell ungeklärt ist:
Das 250 Franken (etwa 160 Euro) teure Dokument gilt zunächst nur für fünf Jahre, weil nicht klar ist, wie lange der eingebaute Chip hält. Er enthält ein digitales Passbild als biometrisches Merkmal sowie alle Informationen seines bereits maschinenlesbaren Vorläufers „Pass 03“. Fingerabdrücke sollen erst später erfasst werden.
Interessantes Konzept, klingt nach „Produkt reift erst beim Kunden“-Versuchsballon. Zumal die alten Pässe zehn Jahre, also doppelt so lange gültig sind und preiswerter sind. Ich würde ja schätzen, dass man genaueres erst in 10 Jahren weiß, und zwar weil erst dann signifikante Anzahlen von neuen Biometriepässen in Umlauf sein werden.
Mehr bei heise.de.
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: Lesetipp in der Zeit: Wie bei James Bond
: Lesetipp in der Zeit: Wie bei James Bond Einen wie üblich gut geschriebenen Artikel zu den Stimmungen und Stimmen und rum die Etablierung von Biometrie ist am 9. März in der Zeit erschienen. Daraus ein Absatz über das Biometrieunternehmen „Dermalog“ aus Hamburg:
50 Angestellte arbeiten hier, mittlerweile erwirtschaften sie ein jährliches Umsatzvolumen im zweistelligen Millionenbereich. […] »99 Prozent unserer Umsätze erwirtschaften wir im Regierungsbereich«, sagt Oliver von Treuenfels. In Brasilien betreut Dermalog eine staatliche Datenbank mit über 5 Millionen Personen, täglich kommen 6000 hinzu.
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: ePass jetzt auch für Österreich
: ePass jetzt auch für Österreich Bereits Ende vergangener Woche billigte der Innenausschuss des österreichischen Nationalrates die Aufrüstung des Reisepasses mit einem Chip. Neben den Passdaten enthält dieser auch ein Foto. Dieses wird dann auch auf den Pass aufgedruckt, und nicht wie bisher üblich geklebt. Die Gebühr bleibt mit 69 Euro konstant.