Datenspuren in Dresden: Privatsphäre war gestern

Am 13. und am 14. Mai 2006 findet im Kulturzentrum Scheune in Dresden das nächste Datenspuren-Symposium mit dem Motto „Privatsphäre war gestern“ statt. Der Chaos Computer Club Dresden organisiert wieder die jährliche Veranstaltung.

Das Programm soll morgen stehen, bisher gibt es eine Übersicht der Vorträge und Workshops.

Vorträge:

Constanze Kurz: „Biometrics in Science Fiction“.
Gezeigt und kommentiert werden Ausschnitte und Szenen biometrischer Techniken aus Film und Fernsehen.

starbug: „Biometrie und ePass“.
Vortrag über den elektronischen Pass und die darin verwendete Technik

Lutz Donnerhacke: „Chancen und Risiken von DNSSEC“.
Vortrag über ein Sicherheitsprotokoll für DNS (Domain Name System)

Markus Beckedahl: „Die digitale Zukunft verspielen“.
Vortrag zum Thema Urheberrechte, zweiter Korb und den damit zusammenhängenden Konfliktfeldern

Thomas Maus: „Elektronische Gesundheitskarte und Gesundheitstelematik – 1984 reloaded?“.
Vortrag zur Gesundheitskarte, deren technischem Hintergrund und existierenden Problemen

Jörg Tauss: „Informationsfreiheitsgesetz“.
Der Bundestagsabgeordnete wird über ein Gesetz referieren, das es Bürgern ermöglicht, Einsicht in behördliche Unterlagen zu erhalten

Jens Ohlig: „Netzzensur am Beispiel China“.
Vortrag über die Probleme der Netzzensur anhand eines realen Beispiels

Frank Rieger und Rop Gonggrijp: “We lost the war – revisited“.
Vortrag über den massiven Verlust von Bürgerrechten

Prof. Dr. Roland Hefendehl: Daten-Dammbrüche – Lust auf Mehr, Lust am Ertrinken.
Bei Daten ist eine unheilvolle Allianz auszumachen: Nicht nur der Staat, sondern auch die Wirtschaft haben Lust auf Mehr, der Träger der Daten gibt sie auch noch ohne zu zögern her.

Workshops:

starbug: „Biometrie überwinden“.
Hier werden biometrische Verfahren genauer beleuchtet. Der Workshop baut auf dem Vortrag „Biometrie in Ausweisdokumenten“ auf.

Jens Kubiziel: „Einrichtung von Tor“.
In diesem Workshop geht es um Tor, ein System zum anonymisierten Zugriff auf das Internet.

Alvar Freude: „Workshop zum Telemediengesetz“.
In dem Workshop soll über Forderungen an ein anstehendes Gesetz diskutiert werden.

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