Aus der Reihe

  • : Netzpolitischer Jahresrückblick 2014: Februar
    Netzpolitischer Jahresrückblick 2014: Februar

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    Bald endet das Jahr 2014. Zeit, um jeden verbleibenden Tag auf je einen Monat des Jahres zurückzublicken und zu schauen, was im und um das Netz wichtig war.

    Bisherige Rückblicke:

    1. Januar

    Das Bild über die Massenüberwachung wurde im Februar wieder um einige Erkenntnisse reicher, wie etwa die wenig überraschende Information, dass vor Angela Merkels schon Gerhard Schröders Mobiltelefon abgehört wurde. Es wurde auch bekannt, dass der britische Geheimdienst GCHQ das Hackerkollektiv Anonymous mit DoS-Attacken angegriffen hat. Identifizierte Anonymous-Mitglieder wurden kontaktiert und mit Anzeigen bedroht, sollten sie ihre Tätigkeiten nicht
    einstellen. Außerdem wandte GCHQ unter dem Motto „Deny, Disrupt, Degrade, Deceive“ Strategien an, um Zielpersonen – unter anderem mit Lockvögeln – Fallen zu stellen. Ferner hat der britische Geheimdienst auch die Enthüllungsplattform Wikileaks attackiert und dabei neben den Betreibern auch die Besucher der Seite überwacht. Ein weiteres Dokument zeigte, dass in fünfminütigen Abständen Bildaufnahmen von circa 1,8 Millionen Nutzern des Yahoo Video-Chats gemacht wurden. Ohne Serverprobleme hätte nach eigener Aussage sogar noch mehr Bildmaterial gesammelt werden können.

    Um die Überwachungsaffäre in Deutschland zu behandeln, legte die Bundesregierung einen Entwurf für den NSA-Untersuchungsausschuss vor, in dem vordergründig die Tätigkeiten von NSA und GCHQ beleuchtet werden sollten – natürlich weniger die Verstrickung deutscher Geheimdienste. Der Untersuchungsausschuss des EU-Parlaments beschloss derweil, Edward Snowden schriftlich befragen zu wollen und schloss so eine persönliche Kommunikation, etwa durch einen Videochat, aus.

    Im Bundestag wurde der Ausschuss Digitale Agenda eingesetzt, zeigte sich aus netzpolitischer Sicht aber bereits zu Beginn als wenig zukunftsweisend. Die Schwerpunkte wurden zunächst fast ausschließlich auf die Wirtschaft gesetzt – Datenschutz und freies Internet spielten kaum eine Rolle. Der Ausschuss sollte außerdem nicht federführend sein und konkrete Gesetzesentwürfe wollte man lieber den Ministerien überlassen.

    Wegen Geheimnisverrats in der Edathy-Affäre trat der vormalige Innenminister und spätere Agrarminister Hans-Peter Friedrich von seinem Amt zurück. Wir mussten bedauern, dass er das nicht schon vorher in Hinblick auf sein Versagen im Umgang mit der bekannt gewordenen NSA-Überwachung getan hatte.

    Die Verwertungsgesellschaft AKM, die österreichische Version der GEMA, sprach sich für eine Vergütungspflicht für das Einbetten von Videos aus – eine wenig logische Idee, die im Prinzip nur doppelte Vergütungen desselben Werkes schafft. In der Türkei wurde ein neues Gesetz verabschiedet, welches der Regierung weitgehende Rechte zu Netzsperren und ‑überwachung einräumt. Zeitgleich kam heraus, dass die Regierung eine 6000 Personen starke Twitter-Armee beschäftigt hat, um auf der
    beliebten Plattform Meinungsmache zu betreiben.

    In eigener Sache mussten wir uns einige Zeit mit der Presseakkreditierung im Bundestag herumschlagen – weil man wohl der Auffassung war, Blogger seien „Journalisten Zweiter Klasse“ und wir würden keine parlamentarische Berichterstattung machen. Aber wir bekamen viel Zuspruch von Politikern und schließlich Anfang März auch die Akkreditierung.

    19. Dezember 2014 1
  • : Netzpolitischer Jahresrückblick 2014: Januar
    Netzpolitischer Jahresrückblick 2014: Januar

    cat_snow

    In zwölf Tagen ist der letzte Tag des Jahres 2014. Zwölf Tage, um auf je einen Monat zurückzublicken und zu schauen, was im und um das Netz wichtig war.

    Den Anfang des Jahres haben wir in guter Tradition damit verbracht, den Chaos Communication Congress aufzuarbeiten. Dort wurde unter anderem die Kampagne savetheinternet.eu gestartet, bei der man seine Abgeordneten im EU-Parlament zu den Themen Internetfreiheit und Netzneutralität kontaktieren konnte, denn die Netzneutralitätsdebatte in der EU ging in die heiße Phase. Dabei stand nicht nur zu befürchten, dass ein Zwei-Klassen-Internet entstehen könnte, sondern ein Vorschlag zur Verordnung zum “Telecom Single Market” enthielt Passagen, die es Providern gestatten sollten, Inhalte zu blockieren – natürlich im Namen der Verhinderung von Kinderpornografie und nicht näher definierten anderen „schweren Verbrechen“. Trotz all dieser Vorzeichen ging die Abstimmung der Kommissionsvorschläge letztlich besser aus als erwartet, Besserungsbedarf blieb natürlich immer noch.

    In den USA stand es zeitgleich schlimm um die Netzneutralität. Der Telekommunikations-Anbieter Verizon gewann eine Klage gegen das von der Federal Communications Commission verabschiedete Verbot der Diskriminierung und Filterung von Datenverkehr. Argumentiert wurde dabei mit der zu großen Einschränkung von Handlungsfreiheit der Internetanbieter.

    Es endete auch das Mandat Peter Hustinxs als Europäischer Datenschutzbeauftragter – er musste aber weiterhin im Amt bleiben, da kein Nachfolger gefunden, beziehungsweise von der Kommission als geeignet erachtet wurde. Derweil arbeitete die Polizeiagentur der EU fleißig daran, das Aufspüren von Peilsendern auch grenzüberschreitend betreiben zu dürfen.

    Und auch sonst war einiges los auf europäischer Ebene, so wurde der Abschlussbericht zu den NSA-Anhörungen veröffentlicht. In diesem wurde die anlasslose Massenüberwachung durch Geheimdienste scharf kritisiert und immenser diplomatischer Schaden attestiert. Als Konsequenz schlug das Parlament vor, die
    Safe-Harbor-Vereinbarung zur Übertragung personenbezogener Daten aus Europa in die USA und das SWIFT-Abkommen ausgesetzt werden. Ersteres wurde trotz deutlicher Mehrheit zunächst zugunsten „einer ausgiebigen Rechtsprüfung“ auf den Sommer vertagt, Letzteres gar nicht weiter aufgegriffen.

    Jacob Applebaum gab zuvor auf dem 30C3 neue Einsichten, wie der Geheimdienst mit Wanzen, Handyimplantate und Computerfernbedienungen unsere Privatsphäre ausspähen kann – auch offline.

    Aus den Leaks zu den Überwachungsaktivitäten der NSA wurde bekannt, dass auch Abgeordnete des US-Kongresses abgehört worden waren. Barack Obama hielt unterdessen eine Rede zur Reform der Geheimdienste, in der er zwar betonte, dass es bedauerlich sei, wie viel Unmut die Spionage ausgelöst habe, sich aber weder entschuldigte noch dahin gehend ausreichende Reformen ankündigte. Passend dazu wurde im US-Geheimdienstbericht zu Sicherheitsbedrohungen 2014 betont, dass interne Whistleblower die Sicherheitslage wesentlich verschlechtern würden. Das von der Bundesregierung geforderte No-Spy-Abkommen mit den USA scheiterte kläglich.

    Edward Snowden wagte sich immer weiter in die Öffentlichkeit, nachdem er 2013 kaum selbst in Erscheinung getreten war. Nach einem Interview auf Twitter stellte er sich einem ersten Fernsehinterview, das in geschnittener Form spätabends im Ersten ausgestrahlt wurde. Norwegische Politiker schlugen Snowden erneut für den diesjährigen Friedensnobelpreis vor, diesmal pünktlich zur Frist im Februar.

    Im Januar erschien außerdem der Tätigkeitsbericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums für das Jahr 2012. Dem kann man entnehmen, dass sich der Kompetenzbereich des Gremiums vergrößert hat. Man beschäftigt sich dort mit islamistischem Terrorismus, Reaktion auf Cyber-Bedrohungen, Spionageabwehr und der Beschneidung von Kompetenzen des  Militärischen Abschirmdienstes. Das Gremium ist darüber hinaus auch zusätzlich für die Abfrage von  Passagierdaten und erweiterte Finanzdatenermittlungen zuständig.

    Es gab aber auch Erfreuliches: Das Justizministerium verkündete, dass sie Streaming nicht für eine
    Urheberrechtsverletzung
    halte und ein Urteil des Bundesgerichtshofs bestätigte, dass Eltern nicht für ihre volljährigen Kinder haften müssen, wenn diese illegal Inhalte aus dem Internet herunterladen. Die vormals etablierten Netzsperren von „The Pirate Bay“ wurden in den Niederlanden zum Teil
    wieder aufgehoben.

    Eine zweifelhafte Abmahnaktion brachte unterdessen das Bundesinnenministerium, das die Plattform FragDenStaat abmahnte. Diese hatte eine Stellungnahme des Ministeriums veröffentlicht, die sich auf die 3%-Hürde für Europawahlen bezog, vom Bundestag entgegen der Empfehlung des BMI umgesetzt wurde. Die zugehörige Stellungnahme wurde zwar auf Anfrage herausgegeben, aber unter der Auflage, sie nicht zu veröffentlichen, was FragDenStaat dennoch tat. Die Abmahnung erfolgte nun begründet mit einer Urheberrechtsverletzung.

    19. Dezember 2014 1
  • : EDRi-Spendenkampagne: Grundrechte in Europa unterstützen
    EDRi-Spendenkampagne: Grundrechte in Europa unterstützen

    EDRi-former_banner-01European Digital Rights startet heute eine kleine Spendenkampagne, denn die Existenz des Brüsseler Büros steht auf dem Spiel. Im kommenden Jahr endet die finanzielle Hilfe zweier Stiftungen, die das Netzwerk aus 34 Bürgerrechtsorganisationen bisher sichern konnte.

    EDRi bittet daher um Unterstützung, um das kleines Team in Brüssel zu erhalten und Finanzierung für mindestens eine Stelle im kommenden Jahr zu sichern. Das Brüsseler Büro setzt sich unermüdlich dafür ein, dass unsere Rechte und Freiheiten in EU-Vorschlägen respektiert werden.

    In den vergangenen Jahren konnte EDRi einige Erfolge in Brüssel feiern – von CleanIT bis hin zum Datenschutz. Ausserdem wurden wir den vergangenen fünf Jahren mit etlichen Gesetzesvorschlägen konfrontiert, die direkte Auswirkung auf unsere Rechte und Freiheiten hatten. Es gab

    • mehrere Versuche, Internetsperren einzuführen (siehe zum Beispiel die EDRi-Kampagne von 2011)
    • den Vorschlag, über das internationale Handelsabkommen ACTA eine repressivere Durchsetzung des Urheberrecht einzuführen
    • im letzten Jahr einen Vorschlag der Kommission, der die Netzneutralität abschaffen wollte
    • die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, welche die Richtlinie über die Vorratsdatenspeicherung für illegal erklärte – endlich nach 8 Jahren Grundrechtsverletzungen und einer langen langen Kampagne, die EDRi bereits im Jahre 2005 startete.

    Was EDRi sonst noch so macht, steht ausführlicher in den Jahresberichten und in der Spenden-FAQ.

    Klar ist: In den letzten fünf Jahren mussten viele netzpolitische Brände in Brüssel gelöscht werden. Und dies wird sich in naher Zukunft nicht ändern. Immer mehr Vorschläge kommen auf uns zu, die auf EU-Ebene vorentschieden werden und nur noch in deutsches Recht umgesetzt werden müssen. Daher ist es wichtig, so früh wie möglich auf EU-Ebene mitzureden und mitzuentscheiden.

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    Unter anderem ist in den kommenden Jahren aus der EU zu erwarten:

    • Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes gegen die Vorratsdatenspeicherung ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein neuer Vorschlag kommt. Einige Mitgliedstaaten machen außerdem Druck, die Datensammlung auch auf Dienste- und Hostinganbieter auszuweiten.
    • Die Verordnung für einen digitalen Binnenmarkt, mit der die Kommission im letzten Jahr die Netzneutralität abschaffen wollte, kommt zurück ins Europaparlament. Wir müssen sicherstellen, dass die Abgeordneten zu ihrer Entscheidung vom April 2014 stehen.
    • Im Bereich Urheberrecht wird so einiges passieren: Die EU-Kommission hat nun endlich eingesehen, dass das Urheberrecht nicht mehr zeitgemäß ist und an digitale Realitäten angepasst werden muss. Allerdings ist nicht sicher, ob sie die dringend notwendige, umfassende Reform vorschlagen wird.
    • Es gibt leider immer wieder Forderungen auf EU-Ebene, dass private Unternehmen im Netz mehr dazu beitrage sollten, gegen Urheberrechtsverletzungen, Terrorismus oder anderes angeblich illegales oder unerwünschtes Verhalten vorzugehen. Solche Vorschläge für eine privatisierte Rechtsdurchsetzung verstoßen klar gegen die EU-Grundrechtecharta.
    • Und dann ist da noch die Freihandelsabkommen TTIP und CETA, die genau wie ACTA im Geheimen verhandelt werden.

    Auf EU-Ebene gibt es also eine ganze Menge zu tun – wir brauchen eine professionelle Vertretung in Brüssel und diese Vertretung braucht Euch.

    10. Dezember 2014 9
  • : Rezension: Crux von Ramez Naam und ZERO von Marc Elsberg
    Rezension: Crux von Ramez Naam und ZERO von Marc Elsberg

    Ich war im Urlaub und konnte endlich wieder ein paar Bücher lesen, von denen ich euch zwei hier vorstellen möchte: Crux von Ramez Naam und Zero von Marc Elsberg. In beiden Romanen geht es um eine Jagd auf Hacker, die sich gesellschaftspolitisch engangieren. Crux konnte ich nicht zur Seite legen, von Zero war ich jedoch weniger begeistert. Aber das ist vielleicht Geschmackssache, eure Meinung könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen.

    Crux (Ramez Naam, 2013)

    crux-naam1Ramez Naam war längere Zeit bei Microsoft beschäftigt, dann Geschäftsführer eines Nanotechnologie-Unternehmens und schreibt seit 2012 tolle Tech-Thriller. Ich muss ehrlich sagen nicht gewusst zu haben, dass es sich bei Crux um den Nachfolger seines Debütromans Nexus handelt. Ein Pluspunkt daher vorne weg: Man stutzt trotzdem nie, das Buch ist in sich schlüssig. Ich habe das englische Original gelesen, auf die deutsche Übersetzung müssen wir leider noch ein wenig warten. Crux liest sich leicht und baut einen Spannungsbogen auf bis zum großen Finale im letzten Kapitel. Kein Wunder also, dass Paramount und Darren Aronofsky die Rechte für eine Verfilmung erworben haben.

    Zur Handlung: Der Roman spielt im Jahr 2040. Drei Biohacker haben die nanobasierte Substanz Nexus entwickeln, mit der man nicht nur über das Gehirn direkt ins Netz gehen, sondern auch telepathisch mit anderen Nutzern kommunizieren kann. Der Code für Nexus ist mittlerweile Open Source. Naam erzählt von den faszinierend positiven und den beängstigenden, negativen Konsequenzen. Durch direkte Gedankenkontrolle sind neue Formen von Verbrechen und Terrorismus entstanden. Andererseits entwickeln sich auch neue Arten der Kommunikation – und Jobs, wie zum Beispiel „NJs“ in Clubs:

    The Nexus Jockey. She projected her mind onto theirs like a song, projected it like dance, in time to the music, and the crowd roared its approval. (…) He looked around himself and the crowd wasn’t chaos anymore, wasn’t a mob. It was a single living thing moving in time.

    Der Roman handelt von der Jagd auf Kaden Lane, dem letzten der drei befreundeten Biohacker der sich noch auf freiem Fuß befindet, von Posthumanen, die ihr Gehirn in höchstentwickelte Systeme hochladen, von einem größenwahnsinnigen Philanthropen, der die Menschheit und den Planeten mit skrupellosen Mitteln retten will, von politischen Intrigen rund um die amerikanische Präsidentschaftswahl, von Buddhisten, von chinesischen Machthabern und brutalen Geheimdienstlern.

    Ein wirklich tolles Buch! Ich bin schon auf den nächsten Band Apex gespannt, der als DRM-freies Ebook im November erscheinen soll.

    ZERO – Sie wissen, was du tust (Marc Elsberg, 2014)

    zeroDer österreichische Schriftsteller Marc Elsberg hat sich mit ZERO – Sie wissen, was du tust an einem Thriller versucht, der vom gläsernen Menschen und der Datensammelwut der Internetriesen erzählt (Webseite zum Buch, Achtung Google Analytics!). Der Titel des Romans ist gleichzeitig der Name eines fiktiven Hackerkollektivs, das die Menschheit mit spektakulären Aktionen und Videonachrichten aufrütteln möchte. Cynthia, eine britische Journalistin, beteiligt sich an der Jagd nach Zero und fängt an, über die Methoden und Dienste der Internetplattform Freemee zu recherchieren.

    Die Plotidee ist nicht schlecht, aber der Stil ist holprig, die Dialoge sind flach. An vielen Stellen wünschte ich mir, ein wenig subtiler an die Problematik herangeführt zu werden. Stattdessen holt der Autor zu oft den Datenschutz-Zaunpfahl heraus, mit dem er nicht winkt sondern regelrecht auf einen eindrischt. Und leider bekommt man lediglich Einblick in die Gefühle und Gedanken einer einzigen Figur – und wenn man diese nicht mag ist das ganze Buch kein Genuss.

    Genervt wendet sich Cyn von ihm ab. Neben ihr wackelt Jeffs Kopf hin und her. „Wow! Geil!“
    Sie betrachtet das Brillengestell in ihrer Hand.
    „Sieht aus wie eine ganz normale Brille.“
    „Bewusst“, meint Charly. „Die meisten Leute mögen es nicht, wenn du mit einer Datenbrille in ihrer Gegenwart herumläufst. Haben Angst, dass sie beobachtet und gefilmt werden.“
    „Zu Recht“, lacht Jeff.
    „Wahrscheinlich nehmen die alles auf, was sie sehen und hören,“ mutmaßt Cyn. „Und das wird dann irgendwo gespeichert.“
    „Ja genau“, kichert Jeff.

    Neben der technophoben Cynthia erfüllen alle weiteren Figuren sämtliche Klischees: newsgeile Reporter, post-privacy Teenager, ein brillianter Programmierer mit Apserger-Syndrom. Vermutlich gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe dieses Romans.

    5. November 2014 4
  • : In eigener Sache: Wohnung im Prenzlauer-Berg oder Umgebung gesucht
    In eigener Sache: Wohnung im Prenzlauer-Berg oder Umgebung gesucht

    10377116945_77fc46cbf2_zIch brauche eine neue Wohnung. Und zwar suche ich optimalerweise eine 3‑Zimmer Wohnung im Prenzlauer Berg in Berlin oder der direkten Umgebung. Andere Bezirke sind auch toll, aber ich lebe nun mal seit Ewigkeiten dort und will das erstmal nicht ändern. Im Idealfall sollte die Wohnung bezahlbar sein, also keine New Yorker-kompatible Miete. Je nach Schnitt und Preis können es auch 2‑Zimmer mit großem Küchenwohnbereich oder 4‑Zimmer sein.

    Und bevor ich weiter erfolglos die üblichen Portale durchwühle und mich mit 50 Leuten bei einer Besichtigung in die Reihe stelle, frage ich einfach mal hier. Es soll ja gerade in der Gegend noch ausreichend Wohnungen geben, wo ein alter Mietvertrag besteht und die unter der Hand untervermietet werden. Ich nehm aber auch einen neuen Mietvertrag, wenn jemand gerade oder demnächst auszieht und einen Nachmieter sucht.

    Grundbedingung ist kein Erdgeschoss oder Hoch-Parterre. Dunkel sollte die Wohnung auch nicht sein. Nice-to-have sind Balkon, Dielen, Badewanne und hohe Wände. Die Wohnung sollte auch nicht alle Fenster zu einer dicht befahrenen Straße haben. Also das, was alle gerne wollen. Und ja, ausreichend Breitband-Internet muss vor Ort sein (und nicht in der Definition der Bundesregierung).

    Ich suche was zum 1.11., 1.12. oder 1.1. Wenn Ihr was hört oder wisst, würde ich mich über eine kurze Meldung freuen: markus et netzpolitik.org. Danke.

    20. Oktober 2014 14
  • : Stets zu Diensten: netzpolitik.org hilft der Polizei mit Kontaktdaten von anonymen Hacker
    Polizeipräsidium Bonn
    Stets zu Diensten: netzpolitik.org hilft der Polizei mit Kontaktdaten von anonymen Hacker

    Heute morgen kurz nach 6 Uhr (!) haben wir folgende Mail erhalten:

    Subject: Auskunftsersuchen der Kriminalpolizei Bonn

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Am 10.07.2014 wurde von Ihnen ein Interview mit dem Titel

    BPjM-Leaker im Interview: „Erfahre ich von Kinderpornografie, nehme ich das von der Liste und aus dem Netz“

    auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Es handelte sich um ein Interview mit einem „anonymen Hacker“.

    Sofern Ihnen Personalien dieses „Hackers“ oder Kontaktdaten bekannt sind, bitte ich um Mitteilung dieser Daten.

    Mit freundlichen Grüßen

    <Name entfernt>
    Polizeipräsidium Bonn

    (Der Link ist von uns, war auch in der HTML-Version nicht)

    Als rechtschaffene Bürger antworten wir selbstverständlich der Polizei. Im Sinne der Transparenz tun wir das mal öffentlich:

    Sehr geehrte<Anrede>

    Vielen Dank für ihre Mail. Da der Hacker oder die Hackerin anonym ist, sind uns die Personalien nicht bekannt. Aber da wir mit dem Hacker oder der Hackerin kommuniziert haben, können wir ihnen selbstverständlich die Kontaktdaten mitteilen.

    Die Webseite des Hackers oder der Hackerin, auf der der Hack publik gemacht wurde ist: http://bpjmleak.neocities.org/. (Den Link dahin mussten wir zwischenzeitlich entfernen, weil uns mit Klage gedroht wurde.) Auf dieser Seite steht ganz unten auch eine Kontaktinformation:

    > I’d prefer to stay anonymous for now, but if you feel the need to contact me you can send an email to bpjmleak@riseup.net

    Ich hoffe, ihnen weitergeholfen zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andre Meister
    Redaktion netzpolitik.org

    Stets zu Diensten.

    5. September 2014 94
  • : Neuer Anstrich ist da: Unser Blog ist schöner geworden
    Neuer Anstrich ist da: Unser Blog ist schöner geworden

    Wir hatten es bereits vor einem Jahr geplant, dann kam uns Edward Snowden dazwischen: Nach drei Jahren gibt es hier einen neuen Anstrich durch ein neues Design. Wir haben uns diesmal für ein Magazine-artiges Theme entschieden, das einige neue Features bringt.

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    Hauptnews, Artikel und Kurzmeldungen

    Eine Herausforderung war, dass wir gerne mehr bloggen wollten aber Viele bereits von unserem jetzigen Output überfordert waren. Durch das neue Design glauben wir einen Weg gefunden zu haben, wie wir trotzdem mehr bloggen können und es übersichtlich bleibt. Erstmal haben wir drei Hauptnews („Topthema“), die aus den chronologisch aufgebauten Artikeln rausgenommen werden. Kennt Ihr von anderen News-Seiten, das ist keine Revolution, aber eine kleine sinnvolle Evolution. Die chronologische Liste aller News findet sich darunter („Aktuell“), hier gibt es automatisch generierte Teaser der Texte. Ebenfalls neu sind die Kurzmeldungen, die rechts von den Hauptnews erscheinen und kurze Verweise auf andere Orte im Netz darstellen. Unser Anspruch ist, für Euch als Service möglich umfassend auf netzpolitik.org über alles Relevante berichten zu können und sei es nur durch einen Linkhinweis woanders hin. Die Kurzmeldungen kommen nicht in der chronologischen Liste der News, allerdings wird alles im RSS-Feed zusammengefasst. Dieser bleibt natürlich weiterhin offen, wir werden da nur demnächst einen Werbebanner-Platz einbauen. Auch neu ist der chronologische 7‑Tages-Überblick aller Headlines inklusive aller Artikel und Kurzmeldungen. Und dann sind die Artikel breiter geworden, von 590px hin zu 730px. Und lesbarer. Glauben wir zumindest.

    Jetzt neu: Mit Newsletter!

    Ebenfalls neu ist der Newsletter: In diesen könnt Ihr Euch oben rechts eintragen. Wir haben diverse Ideen, aber spielen derzeit noch mit Konzepten herum, wie dieser aussehen soll. Im Idealfall erscheint er täglich, aber dafür brauchen wir noch Abläufe. Der Newsletter eignet sich vor allem für diejenigen, die hier nicht ständig vorbei schauen und trotzdem auf dem Laufenden bleiben wollen, was die relevanten Themen und Artikel sind.

    Hervorheben der Autoren

    Auch neu ist das Hervorheben des jeweiligen Autors/der Autorin. Es soll ja noch Menschen geben, die glauben, ich würde hier alle Artikel alleine schreiben. Das ist zum Glück nicht mehr der Fall und im Idealfall findet Ihr unter jedem Artikel eine kurze Autor/in-Bio und Kontaktdaten. Wenn alle das nachgetragen haben.

    Neu: Stellenanzeigen und Veranstaltungstermine

    Um weitere Möglichkeiten zur Refinanzierung auszuprobieren bieten wir jetzt auch einen kleinen Stellenmarkt und einen Veranstaltungskalender an. Es gibt ja immer mehr Stellenangebote rund um Netzpolitik und wir haben zudem viele IT-kompetente Leserinnen und Leser. Also eine interessante Zielgruppe für einige Stellenangebote.

    Die Veranstaltungstermine sind vielleicht interessant für die vielen Veranstaltungen rund um unser Thema, die bei uns dafür werben wollen. Selbstverständlich bloggen wir weiterhin aus unserer Sicht spannende Veranstaltungen als Terminhinweise.

    Bei beiden gilt: Die Plätze sind begrenzt.

    Endlich: Reponsives Design für mobile Endgeräte

    Wir hatten mal ein mobiles Theme, das funktionierte aber nicht richtig. Dafür gibt es jetzt ein Design für Alle. Auf Smartphones komprimiert sich alles etwas zusammen, auf Tabletts und Computern sieht es feiner aus.

    Fast ohne Tracking!

    Eines der Ziele beim Relaunch war zudem, weitgehend ohne Tracking auszukommen. Wir haben weiterhin den Tracker der VG Wort eingebaut. Das liegt auch daran, dass wir Mitschreibende haben, die das hier ehrenamtlich machen, aber von der VG Wort für erfolgreiche Artikel vergütet werden. Und wenn wir unser zustehendes Geld nicht abrufen, dann bekommen es andere. Warum sollten wir das wegwerfen? Natürlich könnt Ihr Anti-Tracking-Tools nutzen, wir würden uns in diesem Fall aber auch über eine Ausnahme für die VG Wort freuen.

    Natürlich kann es in Einzelfällen auch zu temporären Trackern durch eingebaute VIdeos, etc. führen. Das versuchen wir aber weitgehend zu vermeiden. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Alles Beta!

    Wie immer gilt: Das ist alles Beta, wir sind gerade damit live gegangen. Es können also noch Fehler auftreten. Wenn Ihr was findet, dann sagt uns das doch bitte in den Kommentaren.

    27. Juni 2014 73
  • : „No Place to Hide“ – Rezension zum Buch von Glenn Greenwald
    „No Place to Hide“ – Rezension zum Buch von Glenn Greenwald

    No_Place_to_Hide,_Edward_Snowden,_the_NSA,_and_the_U.S._Surveillance_State„Die globale Überwachung“ oder im Originaltitel „No Place to Hide“ heißt das neue Buch von Glenn Greenwald, das sich mit den NSA-Enthüllungen und deren Auswirkungen auf die Öffentlichkeit beschäftigt.  Wer wenn nicht Greenwald, der Journalist, der die ersten Dokumente von Edward Snowden an die Öffentlichkeit brachte, wäre prädestiniert dafür ein solches Buch zu schreiben?

    „Edward Snowden, the NSA, and the U.S. Surveillance State“ – der Untertitel legt es nahe: Der Inhalt von Greenwalds Veröffentlichung lässt sich in drei Bereiche unterteilen: Einer, der sich mit Greenwalds Kontaktaufnahme mit Snowden beschäftigt, einer, der sich noch einmal mit einigen ausgewählten NSA-Dokumenten beschäftigt und einer, der die Bedeutung der Enthüllungen für die Gesellschaft und vor allem auch den Journalismus reflektiert. Dreigeteilt ist ebenso meine subjektive Einschätzung, wobei ich eine gewisse Voreingenommenheit nicht leugnen kann.

    26. Mai 2014 5
  • : Was hat eigentlich die Netzneutralität mit Boarding-Prozessen am Flughafen zu tun?
    CC BY 2.0 Angelo DeSantis from Berkeley, US
    Was hat eigentlich die Netzneutralität mit Boarding-Prozessen am Flughafen zu tun?

    Wir hatten erst vor kurzem wichtige Entscheidungen auf EU-Ebene und die dazu gehörigen Nörgeleien von den großen Telekommunikationsunternehmen wie der Telekom, die lieber ein Zwei-(oder eher gesagt Mehr-)Klassen-Internet einführen möchten. Hier in Europa läuft die Diskussion um die Netzneutralität seit ein paar Jahren, in den Vereinigten Staaten läuft sie noch viel länger. Einen großartigen Hintergrundartikel über Prof. Tim Wu, der bereits 2002 den Begriff Netzwerkneutralität prägte und vor vier Jahren auf der re:publica sprach, gab es am Wochenende in der New York Times zu lesen. Jedenfalls bestehen die großen Netzwerkbetreiber auf beiden Seiten des Atlantiks darauf, einigen Diensten, Anwendungen oder Inhalten Priorität geben und andere dafür diskriminieren zu müssen.

    Für Techdirt hat Mike Masnik vor kurzem einen wirklich lesenswerten Artikel geschrieben, den wir hier einfach mal nacherzählen müssen. Er erklärt dort die Gemeinsamkeiten zwischen der Netzneutralität und theoretisch existierenden(!) effizienten Boarding-Methoden am Flughafen. Denn wie „Vox“ berichtet, machen derzeitige Einsteige-Prozesse überhaupt keinen Sinn, obwohl das Internet voll von Strategien und Studien ist. Die schnellste Methode hat der Astrophysiker Steffen (nämlich den „Markow Chain Monte Carlo Algorithmus“) entwickelt. Andere denken, dass man Flieger einfach von aussen nach innen, also vom Fensterplatz Richtung Gang, füllen sollte.

    Und diese Studien – sowie Unmengen an Daten – stehen den Fluggesellschaften natürlich zur Verfügung. Doch warum nutzen sie sie nicht?

    13. Mai 2014 10
  • : Die Wirklichkeit kommt: Preview in Berlin
    Die Wirklichkeit kommt: Preview in Berlin

    DWK_RZ.inddHeute Abend um 20 Uhr findet im Hackesche Höfe Kino ein Preview des Dokumentarfilms „Die Wirklichkeit kommt“ von Niels Bolbrinker statt, der am 15. Mai in die Kinos kommt. Der Film dreht sich um das Ausmaß von Überwachung, dem wir heute begegnen und in Zukunft begegnen werden. Und um diejenigen, die wir noch als paranoide abstempeln, die aber in der Vergangenheit erschreckend oft mit ihren teils aberwitzigen Überwachungsvisionen richtig lagen. Strahlenkanonen, mikroskopisch kleine Wanzen, getarnte Drohnen und andere Schreckensvorstellungen sind längst nicht mehr nur eine Erfindung derer, die mit Aluhüten ausgestattet ein Leben im Wald führen.

    An die Vorstellung schließt sich ein Podiumsgespräch mit Constanze Kurz, der Sprecherin des Chaos Computer Club, dem Politologen und Kriminologen Lars Ostermeier, dem Berliner Polizeipressesprecher Stefan Redlich und mir an.

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    5. Mai 2014
  • : How-To Analyze Everyone – Teil VII: Zeig mir dein Gesicht!
    How-To Analyze Everyone – Teil VII: Zeig mir dein Gesicht!

    Das US-amerikanische FBI plant Berichten der Electronic Frontier Foundation zufolge, bis zum nächsten  Jahr eine Datenbank mit 52 Millionen Gesichtern zu erstellen, um Gesichtserkennung wirksam bei der Verbrechensbekämpfung anwenden zu können. Die Datenbank, auf die sich die Pläne beziehen, ist Teil des Projekts „Next Generation Identification“, das bereits seit mindestens 2009 besteht. Zur Datenbank gehören noch weitere biometrische Informationen wie Irisscans oder Fingerabdrücke, die Aufstockung des Bildmaterials würde jedoch einen entscheidenden Schritt vorwärts in der praktischen Anwendbarkeit bedeuten.

    Bisher seien in der Datenbank 16 Millionen Bilder enthalten, wobei jedoch nicht eine Person einem Bild entspricht. Ausgehend von Zahlen aus dem Jahr 2012 kamen auf 13,6 Millionen Bilder etwa 6–7 Millionen Personen. Doch die Datenbank ist nicht nur aufgrund der schieren Masse an Bildern so bedenklich, es gibt noch weitere Faktoren, die sie zu einem ganz besonderen Überwachungsinstrument machen.

    28. April 2014 6
  • : How the NSA Sees the World – Interaktive Infografik
    How the NSA Sees the World – Interaktive Infografik

    Bloomberg Buisnessweek hat erkannt, dass eine Übersicht über die endlosen Namen von NSA-Spähprogrammen mehr als Not tut und eine nette Infografik erstellt, auf der man sich anschauen kann, welche Bereiche des täglichen Lebens denn von welchem Programm ausspioniert werden.

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    7. April 2014 3
  • : Schwarzfahren für Netzpolitik
    Schwarzfahren für Netzpolitik

    Was hat Schwarzfahren mit Netzpolitik zu tun? Bisher wussten wir das nicht, aber es gibt ja immer Überraschungen im Leben. Dank eines Diebstahldeliktes erhält der Netzpolitik e.V. (theoretisch) in den kommenden zehn Monaten insgesamt 1000 Euro (in monatlichen 100 Euro Raten). Hintergrund ist, dass es mindestens einen Richter gibt, der unsere Arbeit gut findet und dieser hat im Rahmen einer Bewährungsstrafe für einen Diebstahl den Beschuldigten dazu verurteilt hat, die Strafe an uns auszuzahlen.

    Wir wussten nicht, dass das geht, freuen uns aber über die ungewöhnliche Fundraising-Aktion zur Refinanzierung unserer Arbeit und bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten. Also gut zu wissen: Falls Ihr mal zu einer Geldstrafe verurteilt werdet, z.B. für wiederholtes Schwarzfahren oder anderen Delikten, denkt doch an uns. :-)

    2. April 2014 20
  • : Die NSA ist schuld: Warum der 1. April bei uns leider ausfallen muss…
    Die NSA ist schuld: Warum der 1. April bei uns leider ausfallen muss…

    Es hätte so schön sein können. Und so einfach:

    Die Reihe ließe sich unendlich fortsetzen und die NSA-Affäre macht es uns mehr als schwer, uns noch abstrusere Meldungen auszudenken. Das Lachen ist uns im letzten Jahr mehr als einmal im Halse stecken geblieben und das, was wir uns noch heute als Scherz ausdenken, könnte morgen schon unliebsame Wahrheit sein. Big Brother Watch hat sich davon nicht abgehalten und aus der Not eine Tugend gemacht. Aus zehn Meldungen sind neun echte Enthüllungen und es gilt, die Aprilmeldung zu finden. Könnt ihr noch herausfinden, welche das ist? Oder welche Schlagzeilen fallen euch noch ein?

    Wir selbst verzichten auf eigene Aprilscherze und zitieren stattdessen den wohl größten Scherz der letzten Monate:

    Niemand wird hier überwacht!

     

    1. April 2014 9
  • : IWF, der Gaspreis in der Ukraine & die NATO – Jung & Naiv
    IWF, der Gaspreis in der Ukraine & die NATO – Jung & Naiv

    Ich weiß nicht, ob ihr es schon mitbekommen habt, aber wir lassen gerade wieder den Klingelbeutel herumgehen. „Jung & Naiv goes Europe“ heißt unser Crowdfunding-Projekt. Wir brauchen mindestens 15.000 Euro um durch dieses Europa zu reisen. EU-Wahl und so. Mehr bei Krautreporter.

    Damit wir während der Fundingphase nicht aufm Hintern sitzen, haben wir letzte Woche in die Hände gespuckt und zwei wichtige Folgen produziert. Zum einen mit meinem Peng-und-Bumm-Experten Thomas Wiegold: Wir mussten endlich mal über dieses Gebilde namens NATO reden. Was soll das sein? Wer verteidigt sich da gegen wen? Seit wann gibt’s die schon und wie lange soll’s die noch geben? Eine Folge für Grundsätzliches.

    31. März 2014
  • : Buchempfehlung: Der NSA-Komplex – Edward Snowden und der Weg in die totale Überwachung
    Buchempfehlung: Der NSA-Komplex – Edward Snowden und der Weg in die totale Überwachung

    nsakomplexDas heute erschienene Buch der beiden Spiegelautoren Marcel Rosenbach und Holger Stark zur Spähaffäre hat seine Schatten bereits vorausgeworfen. Die neuen Enthüllungen über Spionageaktivitäten in China, das Erscheinen Merkels auf einer Liste mit politischen Zielen der NSA und das Ausspähen dreier deutscher Firmen entstammen dem Buch, das neben diesen noch weitere neue Details über die Arbeit der amerikanischen Geheimdienste preisgibt.

    Wir erfahren unter anderem, dass Deutschland vor allem nach dem 11. September zu einer der Topprioritäten der amerikanischen Überwachung wurde und dass nach Informationen, die dem Spiegel vorlägen, noch im Juni 2013 ein Überwachungsauftrag gegen Merkel vorgelegen habe. Solche Angaben machen die Argumentationslinie, Obama sei über solche Aktivitäten nicht informiert gewesen und habe ihnen schon gar nicht zugestimmt, schwierig bis unmöglich.

    31. März 2014 2
  • : Jung & Naiv mit @NeinQuarterly & Anton Hofreiter (Die Grünen)
    Jung & Naiv mit @NeinQuarterly & Anton Hofreiter (Die Grünen)

    So, da sind wir wieder. Zurück in Deutschland. Was wir in der Ukraine alles erlebt haben, könnt Ihr Euch in der jungundnaiven Ukraine-Playlist reinziehen. 19 Videos, 15 Folgen, knapp sechs Stunden veröffentlichte Gespräche stehen zum Binge-watching bereit. Die internationale Resonanz auf unseren Road Trip war sensationell…

    Anyway, zurück in Berlin habe ich mich mit dem Chef der Grünen im Bundestag, Toni Hofreiter getroffen. Die Chefin hatte ich ja schon. Nun wollte ich mich informieren, ob er vielleicht andere Aufgaben zu erfüllen hat. Mit Toni ging es daher um seinen neuen Job, die Sache mit der NSA, Überwachung und die Haltung der deutschen Regierung, die Lösungsvorschläge der Grünen, Drogen, Meinungsfreiheit und abschließend diese Krise auf der Krim.

    26. März 2014
  • : 2048.netzpolitik.org – Auf der Suche nach der Digitalen Agenda
    2048.netzpolitik.org – Auf der Suche nach der Digitalen Agenda

    np2048
    Wir hatten gerade gestern über das virale 2048-Phänomen berichtet. Das kleine Spiel, das sich in den letzten Tagen mit rasender Geschwindigkeit verbreitet hat, kann aber nicht nur Zahlen hin- und herschieben. Wir haben für euch eine Version erstellt, mit der ihr unsere Netzpolitiker so kombinieren könnt, dass ihr – ganz am Ende – herausbekommt, wer die digitale Agenda wirklich bestimmt. Und zwischendurch ist das ganze gespickt mit den „schönsten“ netzpolitischen Meldungen aus 100 Tagen Bundesregierung. Viel Spaß!
    26. März 2014 7
  • : Wieder im Angebot: Ein Praktikum bei uns
    Wieder im Angebot: Ein Praktikum bei uns

    Wir vergeben wieder einen Praktikumsplatz ab dem 1.4. oder 1.5.2014. für 3–6 Monate.

    Was erwarten wir?

    In unserem Berliner Büro arbeitest du an der Schnittstelle zwischen Netzaktivismus und Online-Journalismus. Du solltest einen Überblick über unsere Themen haben, die Grundlagen von politischen Prozessen verstehen, außerdem macht es Dir Spaß, dich in neue Themen einzuarbeiten, eigenständig zu recherchieren und Dingen auf den Grund zu gehen.

    24. März 2014 5
  • : Medienkompetenz, quo vadis? Teil III: Interview zum Projekt „Chaos macht Schule“
    Medienkompetenz, quo vadis? Teil III: Interview zum Projekt „Chaos macht Schule“

    cmsIm letzten Beitrag ist deutlich geworden, dass Schulen beginnen, sich mit dem Thema Medienkompetenz auseinander zu setzen und es auf dem Papier oft gar nicht so schlecht aussieht, wenn man sich anschaut, welche Inhalte vermittelt werden sollen. Aber die technische Entwicklung des Internets ist schneller als die Anpassung von Lehrplänen und oftmals sind Lehrer und Eltern mit der Geschwindigkeit der Entwicklung neuer Medien überfordert. Da liegt es nahe, sich kompetente Unterstützung von außen zu holen. Die wird zum Beispiel vom Projekt „Chaos macht Schule“ angeboten, einer Initiative mehrerer Lokalgruppen des Chaos Computer Clubs mit dem Ziel, Schüler, Eltern und Lehrer in den Bereichen Medienkompetenz und Technikverständnis zu stärken.

    Wir haben dazu Marius Melzer interviewt, der sich neben seinem Informatik-Studium an der TU Dresden in diversen Projekten für einen gesellschaftlich verantwortungsvollen Umgang mit Technik engagiert. Er ist im Dresdner CCC und im lokalen „Chaos macht Schule“-Projekt aktiv. Außerdem ist er einer der Entwickler von palava.tv, dort momentan auch Vorsitzender des gemeinnützigen Trägervereins und Mitglied bei den Zwiebelfreunden / torservers.net.

    24. März 2014 2