Aus der Reihe

  • : Kölner Bürger will eine Edward-Snowden-Straße vor dem Verfassungsschutz
    Kölner Bürger will eine Edward-Snowden-Straße vor dem Verfassungsschutz

    Edward-Snowden-StraßeIn Köln-Chorweiler wird sich die Bezirksvertretung heute mit einem etwas ungewöhnlichen Antrag beschäftigen: Der Bürger Willie Obst fordert von der Gemeinde, Edward Snowden eine Straße zu widmen, um „ein bundesweites Zeichen für den Schutz des Brief‑, Post- und Fernmeldegeheimnis zu setzen“. Das Besondere: Als Ort für die Straße peilt er die Adresse des Verfassungsschutzes an, um den dort ansässigen Geheimdienstlern täglich ein Vorbild vor die Nase zu halten.

    Sicher, die Aktion hat wenig Aussichten auf Erfolg, schon allein deshalb weil Straßen in der Regel nur nach bereits verstorbenen Personen benannt werden dürfen. Aber Obst meint es ernst und hat sowohl angekündigt, eine Demo vor dem Bezirksrathaus durchzuführen als auch im Falle des Scheiterns ein Bürgerbegehren zu initiieren. Wie auch immer es ausgeht, eine schöne Medienaktion ist es allemal. Und falls Obst hartnäckig bleibt,sei schonmal vorsorglich eine Nominierung als „Troll des Jahres“ in den Raum gestellt. Die Auszeichnung wird seit zwei Jahren auf der Trollcon des RaumZeitLabors Mannheim vergeben und soll auf die positiven und kreativen Möglichkeiten des Trollens hinweisen.

    20. März 2014 5
  • : „Power Corrupts. Power Point Corrupts Absolutely“ – NSA Best-Of in der Washington Post
    „Power Corrupts. Power Point Corrupts Absolutely“ – NSA Best-Of in der Washington Post

    Kennt ihr das, wenn ihr eine Idee habt und dann ist jemand anderes schneller?

    So erging es mir gerade beim Lesen des Washington Post Wonkblogs. Dort haben die Autoren eine Auswahl ihrer Favoriten in Sachen NSA-Power-Point-Präsentations-Perlen zusammengestellt. Die Auswahl fiel sicher nicht leicht, denn Folien mit fragwürdiger Designqualität gab es reichlich. Schon im letzten Juni gab es an einigen Stellen des Internets Vorschläge, wie die NSA-Agenten ihr Design aufbessern könnten. Was sind eure Lieblinge aus den letzten neun Monaten? Einer meiner Top-Kandidaten ist die Google-Cloud-Folie mit dem freundlichen SSL-Stripoff-Smiley.

    googlecloud

     

    19. März 2014 3
  • : Medienkompetenz, quo vadis? Teil I: Was ist das eigentlich?
    Medienkompetenz, quo vadis? Teil I: Was ist das eigentlich?

    Der Anteil der Menschen, die durchschauen, wer Zugang zu den Bildern auf ihrem Facebook-Profil hat, ist erschreckend gering. Die Verunsicherung darüber, ob eine Abmahnung ins Haus steht, wenn man sich ein Video im Netz anschaut, ist groß. Die Aufgabe, die ständig auf uns einprasselnden Informationen zu filtern und zu verarbeiten, überfordert viele. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Kommunikationsmedien und Technik sich schneller verändern, als die meisten mit dem Verständnis hinterherkommen. Informatische Grundbildung und Medienverständnis befinden sich in einer massiven Schieflage.

    Doch was verstehen wir eigentlich unter „Medienkompetenz“? Was soll da eigentlich vermittelt werden? Und wie erreicht man das, ist etwa Informatikunterricht für alle das Allheilmittel? Oder brauchen wir einen Internetführerschein? Was kann man selbst tun, um der heranwachsenden Generation nicht nur beizubringen, moderne Medien zu konsumieren, sondern sie auch dazu anzuregen, sie aktiv mitzugestalten?

    19. März 2014 7
  • : Narrative Übergänge, vom Netz ins Theater
    Narrative Übergänge, vom Netz ins Theater

    An einem Sonntag Nachmittag lockte das Soho-Haus,  ‚From Hacking to digital storytelling’. Auf grün gepolsterten Samtsesseln stiftet das ddaynetwork dazu an danach zu fragen, wie denn Kulturschaffende eigentlich auf die ‚Post-Snowden-Welt’ reagieren können. Zum Gespräch wurden dafür Angela Richter und Jacob Applebaum eingeladen. In der (klassischen) Theaterwelt ist Angela Richter leider momentan eine der sehr wenigen, die versucht mit Inszenierungen eine Seite der digitalen Situation zu zeichnen, indem sie das repressive Vorgehen gegen Whistleblower thematisiert.

    Gelangweilt von dem klassischen Wiedergekäue auf den deutschen Staatstheatern ersteigerte sie sich vor einigen Jahren ein Abendessen mit Julian Assange, woraus sich eine Freundschaft entwickelte, aus deren fortwährenden Gesprächen der Stoff für die Inszenierung „Assassinate Assange“ wuchs. Die Nerds seien die neue Avantgarde, ist eines der bekannten Statements aus diesem Stück. Kunst hat Gesellschaft immer schon beeinflusst, aber Paradigmenwechsel werden heute auf anderen Ebenen eingeleitet – in der Technologie. Darüber lernte Richter Jacob Applebaum kennen, mit dem sie nun gemeinsam am Schauspielhaus Köln ‚Überleben unter Überwachung’ aufgeführt hat.

    17. März 2014
  • : Russland, Europa & Revolutionen – Jung & Naiv 119 mit Alexander Rahr
    Russland, Europa & Revolutionen – Jung & Naiv 119 mit Alexander Rahr

    Ich habe mich letzte Woche mit dem Putin-Kenner & Russland-Experten Alexander Rahr getroffen. Ich wollte mir ein paar Hintergründe sowie die russische Perspektive erklären lassen. Alexander kann das ziemlich gut. Darum ist die Folge auch so lang geworden.

    Der Gesprächsverlauf war in etwa so: Ob Russland zu Europa und in die EU gehört. Putin – ob er schwul, ob er ein lupenreiner Autokrat ist („Er ist ein Zar.“), warum er eine besondere Beziehung zu Deutschland hat. Warum Russland sich dem westlichen gesellschaftlichen Wandel nicht anschließen will, was gute und was schlechte Oligarchen sind. Außerdem: Alexander Rahrs Rolle an der Seite Genschers bei der Chordorkowski-Freilassung. Pussy Riot, Greenpeace.

    Und dann ausführlich: die Lage in der Ukraine. Wie konnte dieser Janukowitsch das Ding so gegen die Wand fahren? Wie geht es nun weiter? Rahr zeigt drei Szenarien auf. Außerdem: Zieht die Revolution um die Welt? Wie konnte es dazu kommen? Könnte Merkel Russland und Putin Deutschland regieren?

    4. März 2014 5
  • : Katrin Göring-Eckardt (Die Grünen) – Jung & Naiv: Folge 118
    Katrin Göring-Eckardt (Die Grünen) – Jung & Naiv: Folge 118

    Ich weiß nicht, ob ihr’s mitbekommen habt: Diese grüne Partei hat es bei den letzten Wahlen nicht in die Regierung geschafft. Knapp daneben oder so. Die einen wollten anschließend mit ihnen nicht koalieren, mit anderen wollten wiederum die Grünen nicht… Nun ist man in der Opposition und Katrin Göring-Eckardt ist ihre Chefin im Bundestag. Im Wahlkampf war sie gemeinsam mit Jürgen Trittin noch Spitzenkandidatin.

    Ich habe Katrin getroffen und sie sollte mir jungundnaiv erklären, was sie jetzt macht. Wie sie dazu gekommen ist. Wie das damals in der DDR war. Wie das heute mit Deutschland ist. Wie es mit Europa aussieht. Was sie für ein Bildungskonzept hat. Und ob sie, wie Bundespräsident Joachim, findet, dass sich Deutschland mehr in der Welt engagieren soll. Und ob die Grünen Sebastian Edathy nun auch rausschmeißen würden.

    25. Februar 2014 5
  • : Interview: Die neuen Genderoptionen auf Facebook
    Interview: Die neuen Genderoptionen auf Facebook

    In diesem Monat hat Facebook damit Schlagzeilen gemacht, die binäre Geschlechtsdefinition aufzubrechen und – bei englischer Spracheinstellung – insgesamt 58 Optionen für die Definition der persönlichen Genderidentität anzubieten. Agender, Cisgender Woman, Genderqueer, Neutrois und Trans Person sind nur eine kleine Auswahl. Der Vorstoß hat sowohl positive als auch skeptische Reaktionen mit sich gebracht. Revolutionärer Vorstoß, PR-Masche oder die Möglichkeit, noch mehr persönliche Daten zu sammeln?

    Wir wollten dazu die Meinung von jemandem hören, der sich mit dem Thema auskennt und haben mit Faustin Vierrath von TransInterQueer e.V. gesprochen. TransInterQueer ist ein Verein von und für trans‑, intergeschlechtliche und queer lebende Menschen. Er bietet psychosoziale und rechtliche Beratung, Fortbildungsangebote und kulturelle Veranstaltungen, betreibt ein Radio und ein Archiv. Auf politischer Ebene und in Wissenschaftskontexten setzt er sich für die Selbstbestimmung, Entpathologisierung und Gleichberechtigung trans- und intergeschlechtlicher sowie queer lebender Menschen in Berlin und darüber hinaus ein und kooperiert dabei u.a. mit der Internationalen Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen (OII-Deutschland), Queer Leben e.V. und Transgender Europe (TGEU).

    25. Februar 2014 33
  • : How-To Analyze Everyone – Teil IV: Kunden, die diese Feueraxt gekauft haben, mögen Zombiefilme
    How-To Analyze Everyone – Teil IV: Kunden, die diese Feueraxt gekauft haben, mögen Zombiefilme

    Willkommen zum vierten Teil von How-To Analyze Everyone – der Erklärserie zu den Verfahren, die unser Verhalten und unsere Persönlichkeit analysieren sollen. Wir bleiben heute im Zombiefilm-Genre, das schon im zweiten Teil dieser Serie als Beispiel herhalten musste. Diesmal soll es aber nicht darum gehen, anhand einer Bewertung herauszufinden, ob uns ein Film gefallen hat, sondern darum, im Voraus zu bestimmen, ob uns ein Film gefallen könnte. Solche Empfehlungssysteme begegnen uns ständig und jeder kennt sie von Online-Shops – das prominenteste Beispiel in diesem Bereich ist sicherlich Amazon mit seinen Vorschlägen aus den Kategorien „Wird oft zusammen gekauft“, „Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?“, „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ und „Ihnen gefällt bestimmt auch…“

    24. Februar 2014 8
  • : Homosexualität in Sport & Gesellschaft – Jung & Naiv: Folge 117
    Homosexualität in Sport & Gesellschaft – Jung & Naiv: Folge 117

    Ich wollte, nachdem ich vergangene Woche mit Jens Weinreich Putins Spiele in Sotschi beleuchtet habe, diesmal über Homosexualität und Homophobie in Sport und Gesellschaft sprechen und habe mich mit Imke Duplitzer getroffen. Imke ist Fechterin, war schon mehrfach bei Olympia dabei und ist lesbisch. Ergebnis ist eine grandiose Folge

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Auszüge:

    18. Februar 2014
  • : How-To Analyze Everyone – Teil III: Ich weiß, wo du heute abend sein wirst
    How-To Analyze Everyone – Teil III: Ich weiß, wo du heute abend sein wirst

    Bisher haben wir erfahren, dass die NSA auswertet, wo wir gerade sind und mit wem wir dort wahrscheinlich in Kontakt stehen. Aber die Forschung strebt nach höherem und möchte aufgrund unserer Bewegungen in der Vergangenheit am liebsten wissen, wo wir uns in Zukunft aufhalten werden. Gründe dafür gibt es viele. Die netteren darunter sind Möglichkeiten von Energieeinsparungen. Beispielsweise wenn ein Smartphone berechnen kann, ob es sich „lohnt“, sich bei einem anderen W‑Lan einzuwählen, wenn wir sowieso schnurstracks am Access Point vorbeilaufen. Weniger nette sind Marketingzwecke. Denn wenn mein Smartphone weiß, dass ich bald auf dem Weg ins Stadtzentrum sein werde, kann es mir noch schnell Werbung zu verschiedenen Sonderangeboten schicken.

    Entwickelt man in der Forschung Algorithmen, die Daten auswerten und daraus Schlüsse ziehen sollen, ist immer ein großes Problem, geeignete realistische Datensätze zu finden.  In Laborumgebung und mit Testdaten mag vieles optimal funktionieren, in der Realität sieht das meist schon ganz anders aus.

    18. Februar 2014 4
  • : Die Putin-Spiele in Sotschi – Jung & Naiv: Folge 114
    Die Putin-Spiele in Sotschi – Jung & Naiv: Folge 114

    Vielleicht habt ihr’s mitbekommen: Die Olympischen Brot & Spiele laufen seit dem Wochenende in Sotschi. Russlands attraktivster Bäcker Wladimir hat geladen und versprochen nicht nur die teuersten, sondern auch sichersten und freudlosesten Wettbewerbe zu veranstalten. In der neuen Folge Jung & Naiv geht’s mit dem „Sportjournalisten des Jahres 2013“ (medium magazin) Jens Weinreich um Sotschi:

    11. Februar 2014 2
  • : Cory Doctorows „Little Brother“ als Theaterfassung
    Cory Doctorows „Little Brother“ als Theaterfassung

    Cory Doctorow ist sicher Vielen hier bekannt, zum Beispiel als Co-Autor auf boingboing.net und Verfasser von Science-Fiction-Büchern. Eines dieser Bücher, „Little Brother“, wird nun als Theaterfassung zu sehen sein. Inszeniert von Josh Costello bringt ARGEKultur Salzburg im Februar und April das Stück auf die Bühne.

    In „Little Brother“, einem Jugendroman, der für Erwachsene jedoch gleichermaßen lesenswert ist, geht es um den Jugendlichen „Hacker“ Markus und seine Freunde, die durch einen Zufall in den Fokus von Terrorermittlungen geraten und vom Department of Homeland Security festgehalten, befragt und in Folge überwacht werden. Markus entscheidet sich, mit technischen Lösungen gegen diese Schickanierung seiner Freiheitsrechte vorzugehen, was einen ständigen Kampf mit dem DHS auslöst, der darin gipfelt, dass Markus unter Folter vernommen wird. [Spoiler entfernt]

    Das Thema ist brandaktuell und es wird spannend sein, wie die Materie auf der Bühne in Szene gesetzt werden kann. Deshalb sind wir auch ein bisschen traurig, dass Salzburg soweit weg ist. Aber wer wie wir nicht so weit im Süden wohnt, sollte trotzdem die Buchgrundlage lesen. Die gibt es nämlich, wie alle Werke von Doctorow, unter CC-Lizenz zum freien Download.

    29. Januar 2014 4
  • : How-To Analyze Everyone – Teil II: Wie findest du eigentlich Zombiefilme?
    How-To Analyze Everyone – Teil II: Wie findest du eigentlich Zombiefilme?

    Lange hat es gedauert, endlich bin ich zum zweiten Teil gekommen. Aber ich gelobe Besserung und nächste Woche einen Ausflug in die Welt der Zukunftsvoraussagen.

    Wie schaffen es Firmen und Werbeunternehmen eigentlich, einen Überblick darüber zu haben, wie ihr Produkt oder ihre Werbekampagne in der Welt ankommt? Klassischerweise indem Menschen damit beschäftigt sind, vor den Bildschirmen zu sitzen und Kommentare und Reviews zu lesen. Diese Daten werden dann dazu genutzt, Produkte anzupassen und besser zu bewerben. Klingt nach viel Arbeit – ist es auch. Und in der heutigen Zeit, in der man von Informationen, Reviews, Tweets, Kommentaren, Blogs und Facebook-Posts zu allen möglichen Produkten erschlagen wird, gelangt man an die Grenzen personeller (und damit finanzieller) Effizienz.

    16. Januar 2014 4
  • : Akzelerationismus: Kapitalismus beschleunigen? – Jung & Naiv: Folge 101
    Akzelerationismus: Kapitalismus beschleunigen? – Jung & Naiv: Folge 101

    Neulich habe ich mich in Berlin verlaufen und bin auf einer Konferenz gelandet, wo man sich mit einem sonderbaren Thema

    beschäftigte: Akzelerationismus. Das soll eine neue politische Denkrichtung sein, die diesen ominösen Kapitalismus „beschleunigen“ will. Doch was ist darunter zu verstehen? Wie soll diese Beschleunigung funktionieren?

    Ich habe auf der „Accelerationism“-Konferenz Spiegel-Autor Georg Diez getroffen, der schon in seiner Kolumne darüber schrieb. Georg sollte mir es dann nochmal ganz jungundnaiv erklären. Außerdem fand ich Armen Avanessian, der das erste Manifest der Akzelerationalisten schrieb.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Den „Jung & Naiv“-Youtubekanal könnt ihr abonnieren und dadurch keine neue Folge mehr verpassen. Kostet auch nix. Außerdem findet ihr dort alle bisherigen Episoden.

    16. Januar 2014 2
  • : Leseempfehlung: Datenjournalismus at its best – Pornhub Insights
    Leseempfehlung: Datenjournalismus at its best – Pornhub Insights

    Kurze Zeit kam mir die Assoziation eines Sommerlochs in der falschen Jahreszeit, als ich den Titel Wenn die Temperatur sinkt, steigt der (Porno)-Traffic auf dem Data Blog der Zeit las. Aber in dem amüsanten Artikel stecken Statistiken von Pornhub über diverse Eigenschaften der Pornonutzung ihrer Zuschauer, die auf dem Blog Pornhub Insights veröffentlicht werden.  Anlass für die neuesten statistischen Ermittlungen war die Kältewelle in den USA, die in Maine zu dem Spitzenwert von 43,8% Anstieg im Pornokonsum führten.

    Also: Wer noch amüsante Lektüre für die Mittagspause sucht, kann sich darüber informieren, nach was Leute in verschiedenen Bundesstaaten so suchen, wie sich Einkommen auf den Konsum auswirkt und welches der beste Wochentag fürs Pornoschauen ist. Und sich fragen, warum in Städten mit hohem Durchschnittseinkommen zwar mehr verschiedene Seiten besucht werden, der Gesamtaufenthalt dafür aber weniger lange dauert.

    Was aber wirklich für Deutschland interessant wäre: Wie waren  eigentlich die Auswirkungen der Streaming-Abmahnungen auf das Nutzerverhalten auf Redtube? An einer internationalen Traffic-Statistik lässt sich das leider nicht ablesen.

    14. Januar 2014
  • : Mittwoch in Berlin: Vortrag über Mobilfunk-Unsicherheit
    Mittwoch in Berlin: Vortrag über Mobilfunk-Unsicherheit

    Lauschen ohne Rauschen – Vortrag von Linus Neumann über Sicherheit und Unsicherheit im MobilfunkAm Mittwoch halte ich beim Spreeforum Informationsgesellschaft einen kleinen Vortrag über Sicherheitsprobleme in Mobilfunk-Netzwerken.

    Ich habe es mir sehr zum Ziel gesetzt, die Schwächen und Angriffe laienfreundlich zu präsentieren, besonderes Fachwissen wird daher nicht vorausgesetzt.

    Seit vor vier Jahren erstmals unabhängige Forscher den Verschlüsselungsalgorithmus A5/1 brachen, ist öffentlich bekannt, dass das Abhören mobiler Telefonate mit einfachen Mitteln möglich ist. Die Schwächen von GSM gehen über das einfache Abhören hinaus: Anrufer können weltweit lokalisiert werden – vom Schreibtisch aus.
    Doch was sind eigentlich die Gegenmaßnahmen der Netzbetreiber?

    Das Ganze findet statt im Gebäude des Exzellenzclusters Bild Wissen Gestaltung in Berlin-Mitte (Wegbeschreibung).
    Beginn ist im 17:00h.

    13. Januar 2014 14
  • : #Strandforschung
    #Strandforschung

    Ich verlagere heute Abend für die kommenden vier Wochen meinen Lebensmittelpunkt und werde versuchen, etwas Urlaub zu machen, mich zu erholen und dabei mehr Bücher zu lesen als Zeug im Netz. Aber keine Sorge, hier schreiben ja ausreichend andere Menschen mit, so dass meine Abwesenheit kaum auffallen wird. Und vielleicht blog ich ja vom Strand aus, wenn es da Netz gibt, aber ich hab gerade eher Lust, mir wieder mehr konzeptionelle Gedanken zu machen, was man dieses Jahr alles tun könnte.

    Was Ihr in der Zwischenzeit tun könnt, ist unser Buch „Überwachtes Netz – Edward Snowden und der größte Überwachungsskandal in der Geschichte der Menschheit“ zu kaufen, zu lesen und weiter zu verteilen. Wir haben das ja im Eigenverlag in Kooperation mit epubli rausgebracht und es wäre schön, wenn neben der digitalen Ausgabe zumindest die gedruckte Erstauflage von 1000 Stück ausverkauft werden könnte. Spätestens dann releasen wir das Buch auch für alle frei zum herunterladen. Und mit einem Kauf bekommt Ihr nicht nur tolle Inhalte, sondern unterstützt auch unsere Redaktion.

    6. Januar 2014 5
  • : Chelsea Manning: Der Mut zur Wahrheit
    Chelsea Manning: Der Mut zur Wahrheit

    Happy Birthday, etwas Zynischeres ließe sich wohl kaum sagen. Und dennoch: Alles Gute, Chelsea Manning und danke, denn das kann man wohl nicht oft genug wiederholen, danke für deine Courage und deinen Willen, die Wahrheit mit uns zu teilen.

    17. Dezember 2013 11
  • : Alles Gute zum 30. Geburtstag des Volkszählungsurteils
    Alles Gute zum 30. Geburtstag des Volkszählungsurteils

    Am morgigen Sonntag, dem 15. Dezember, jährt sich das Volkszählungsurteil und damit die Anerkennung der informationellen Selbstbestimmung – dem Recht, selbst über die Verbreitung und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen zu dürfen. Ein ironisch scheinendes Jahr für solch einen runden Geburtstag, aber gerade jetzt ist es wichtig, sich an die Wurzeln zu erinnern. Ein kurzer Rückblick:

    Eigentlich war eine Volkszählung in Deutschland schon für 1981 geplant, offizielle Begründung war damals die Veränderung der Sozialstruktur in Deutschland, die man mit den bisherigen Melderegistern abgleichen und erfassen wollte. Mit diesen statistischen Daten plante man, gesellschaftspolitische, soziale, wirtschaftliche und ökologische Maßnahmen ergreifen zu können, die der veränderten Struktur gerecht würden, beispielsweise durch den Bau neuer Straßen auf viel frequentierten Pendelstrecken.

    VolkszaehlungDer angelegte Fragebogen umfasste 36 Fragen zu Wohnung, den im Haushalt lebenden Personen, dem Arbeitsplatz sowie Bildungsstand. Als Unklarheiten zur Finanzierung der Erhebungen auftraten, wurde der ursprünglich geplante Termin 1981 in dem Anfang 1982 verabschiedeten Volkszählungsgesetz auf den 18. bis zum 27. April 1983 verschoben.

    Doch im Vorfeld des Orwellschen Jahres 1984, in dem der Überwachungsstaat aus Sicht des Schriftstellers Realität hätte werden können, regte sich Protest in der Bevölkerung: Im Gegensatz zu vorherigen Zählungen war nun der Einsatz von Rechentechnik vorgesehen, um die Daten zu speichern und zu verarbeiten, was in den Augen vieler ein Missbrauchsrisiko darstellte. Es wurde leichter, Angaben zu deanonymisieren und für die Datenbanken von Verfassungsschutz- und Kriminalbehörden, aber auch privaten Firmen nutzbar zu machen.

    14. Dezember 2013 2
  • : Verspätete Ankündigung: Überwachungs-Adventskalender
    Verspätete Ankündigung: Überwachungs-Adventskalender

    Letztes Jahr gab es von der DigiGes den Adventskalender „Die Liga der Internetschurken“. Dieses Jahr hat der AK Vorratsdatenspeicherung einen NSA-Adventskalender gebastelt, um uns täglich unter anderem mit unterhaltsam-abschreckenden Politikerzitaten zur Spähaffäre und Anti-Überwachungs-Tipps zu erfreuen. Denn der AK Vorrat hat allen Widrigkeiten zum Trotz seinen Wunschzettel noch nicht aufgegeben:

    Vielleicht wird die Adventszeit damit wirklich besinnlich und ein paar Politiker und Politikerinnen schenken uns tatsächlich etwas zu Weihnachten. Auf unserer Wunschliste stehen starke Bürgerrechte, starker Datenschutz und weniger Überwachung jedenfalls ganz oben!

    Frohes Türchenöffnen euch allen!

    Ein Gutes hat unsere Verspätung: Endlich darf man mal mehrere Türchen auf einmal aufmachen.

     

    5. Dezember 2013 1