Linkschleuder

Linktipps der Redaktion

  • : Berliner Behörden bauen immernoch auf Windows XP
    Berliner Behörden bauen immernoch auf Windows XP

    Der rbb berichtet, dass „Hunderte Rechner“ in Berliner Senatsverwaltungen und Bezirksämtern noch mit Windows XP betrieben werden, obwohl dessen Support von Microsoft schon zum 8. April 2014 eingestellt worden ist. Der Berliner Landesdatenschutzbeauftragte Alexander Dix schätzt denn auch die Gefahr als „erheblich“ ein, dass Berliner Behörden einem ähnlich erfolgreichen Hackerangriff wie letzte Woche der französische TV-Sender TV5 Monde zum Opfer fallen könnten:

    Das Risiko ist seit mehr als einem Jahr bekannt gewesen, wir haben jetzt erneut nachgefragt, welche Maßnahmen ergriffen worden sind; Die Verwaltung reagiert äußerst schwerfällig, wir haben bisher noch keinen Überblick, wie die Situation mit der Umstellung tatsächlich ist.

    Möglicherweise könnte hier die Umstellung auf freie Betriebssysteme Abhilfe schaffen.

    13. April 2015 12
  • : Udo Ulfkotte – Gekaufte Journalisten
    Udo Ulfkotte – Gekaufte Journalisten

    Da Kommentatoren hier häufig mit Udo Ulfkotte ankommen und sich dessen Buch „Gekaufte Journalisten“ seit langer Zeit in den Bestseller-Listen befindet (Auch das ist Deutschland), sei auf dieses erhellende Portrait von Jan Fleischhauer im Spiegel verwiesen: Im Wald. Darin nähert sich Fleischhauer dem Phänomen Ulfkotte und untersucht u.a. dessen Geschichten über seine frühere Tätigkeit als Journalist und was tatsächlich dran sein könnte.

    Im Privaten nahmen die Dinge ebenfalls eine Wendung ins Dramatische. Als sich Ulfkotte wegen eines Schädelbruchs krankmeldete, gab es nacheinander drei Erklärungen für die Verletzung. Erst hieß es, er sei über die Katze gestolpert und rückwärts die Kellertreppe hinuntergefallen. Dann lief die Geschichte um, Mitglieder des pakistanischen Geheimdienstes hätten ihn durchs Haus gejagt und dabei die Treppe hinuntergestoßen. In der dritten Variante war er auf dem Weg zum Briefkasten von hinten mit einer Eisenstange niedergeschlagen worden.

    Apropos: Wieviele Nazis braucht Ulfkotte, um auf einen 15-jährigen loszugehen?

    13. April 2015 9
  • : Theater und Netz Vol. 3: Technik, Ästhetik, Politik
    Theater und Netz Vol. 3: Technik, Ästhetik, Politik

    Die Heinrich-Böll-Stiftung und das Theaterportal nachtkritik.de veranstalten unmittelbar vor der re:publica eine Konferenz unter dem Titel „Theater und Netz Vol. 3: Technik, Ästhetik, Politik“.

    Am Samstag, den 2., und Sonntag, den 3. Mai, wird in der Heinrich-Böll-Stiftung (Schumannstraße 8, 10117 Berlin) in Keynotes, Workshops und Treppengesprächen u. a. darüber diskutiert, „Wie das Netz ins Theater kommt“ und wie „Das Netz als Gedächtnisraum des Theaters“ funktionieren kann – aber auch darüber, ob Theaterblogs tatsächlich eine kritische Reflexion ermöglichen oder doch nur selbst gemachte Öffentlichkeit darstellen.

    Anmelden kann man sich unter theaterundnetz@boell.de. Die Teilnahme an der Konferenz und den Workshops ist kostenlos.

    11. April 2015
  • : e‑day am 28. April in der Staatsbibliothek zu Berlin
    e‑day am 28. April in der Staatsbibliothek zu Berlin

    Die Staatsbibliothek zu Berlin lädt für Dienstag, den 28. April von 10 bis 16 Uhr zu einem „e‑day“ in ihr Haus an der Potsdamer Str. 33 ein („Stabi West“, die aus dem Himmel über Berlin [Ausschnitt bei Youtube]). Aus der Ankündigung:

    Mit dem e‑day will die Staatsbibliothek zu Berlin allen Interessierten einen Überblick über die aktuellsten und wichtigsten wissenschaftlichen Online-Ressourcen vermitteln. Aus einer Fülle von Veranstaltungen können Sie sich Ihr individuelles Schulungsprogramm zusammenstellen.

    11. April 2015
  • : #rp15: Das Wissenschaftsjahr verschenkt 25 Tickets für unsere re:publica
    #rp15: Das Wissenschaftsjahr verschenkt 25 Tickets für unsere re:publica

    rp15_banner_2Im Rahmen unserer kommenden re:publica – Konferenz, die vom 05.–07. Mai 2015 in Berlin stattfindet, gibt es auch eine Subkonferenz #Zukunftsstadt. Diese wird vom Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt gefördert. Und im Rahmen der Förderung werden jetzt 25 Tickets verschenkt. Um eines zu bekommen, muss man drüben in den Kommentaren schreiben, warum man unbedingt an der Subkonferenz #Zukunftsstadt teilnehmen möchte. Das Ticket gilt für die gesamte re:publica.

    Über die Subkonferenz: We built this City on Rock ’n’ Roll.

    Wie sieht sie aus, die Stadt von morgen und welche Komponenten benötigt sie, um zu blühen? Im Rahmen der #rp15-Subkonferenz „#Zukunftsstadt“ nimmt das Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt sich der Herausforderung an, Stadt neu zu betrachten – aus so unterschiedlichen und doch untrennbar miteinander verbundenen Blickwinkeln wie technologischen und raumplanerischen Grundlagen, Partizipationsformen, (künstlerischen) Interventionen und klassischer ästhetischer Architekturtheorie.

    Viele Vorträge und Diskussionen der kommenden re:publica´15 sind bereits online. Das ganze Programm wird wohl nächste Woche fertig sein und dann veröffentlicht.

    11. April 2015 10
  • : NRW-Regierung lehnt Gabriels Pläne zur „Störerhaftung“ ab
    NRW-Regierung lehnt Gabriels Pläne zur „Störerhaftung“ ab

    Die Waz berichtet über Kritik der NRW-Medienministerin Angelika Schwall-Düren (SPD) an dem Regierungsvorschlag zur Verschlimmbesserung der Störerhaftung: NRW-Regierung lehnt Gabriels Pläne zur „Störerhaftung“ ab.

    NRW-Medienministerin Angelika Schwall-Düren (SPD) hat zudem „große Sorge“, dass der Gesetzentwurf „das rechtliche Umfeld für Freifunk und freies WLAN komplizierter macht“. Denn auch die Freifunker sollen ermitteln, welche Nutzer ihr Angebot annehmen. Bei der Unübersichtlichkeit des Freifunks ist dies wohl unmöglich. Möglicherweise, so die Ministerin gegenüber dieser Redaktion, führe ein solches Gesetz sogar dazu, dass es künftig weniger statt mehr öffentliche WLAN-Angebote gebe.

    Mit dieser Kritik reiht sich die NRW-Regierung in die Linie von Verbraucherschützern, Bürgerrechtlern, der Internet-Wirtschaft und Medienanstalten ein. Die einzigen Befürworter kommen von der Abmahnindustrie.

    NRW-Medienministerin Angelica Schwall-Düren (SPD) erinnert an den Koalitionsvertrag des Bundes und das darin formulierte Ziel: mobiles Internet über WLAN für jeden Bürger. Die Berliner Pläne machten „Freifunk und freies WLAN komplizierter“. Der Gesetzentwurf werde dem Anspruch, das freie Internet auszubauen, „noch nicht gerecht“. Die Ministerin erkennt eine Benachteiligung gerade der privaten Anbieter.

    11. April 2015 2
  • : Datenschutz und der amerikanische „War on Drugs“
    Datenschutz und der amerikanische „War on Drugs“

    Nachdem vor wenigen Tagen bekannt wurde, in welchem Umfang die amerikanische Drogenvollzugsbehörde DEA Metadaten Verdächtiger sammelt (Telefondaten schon länger als die NSA), erläutert nun wired in einem ausgezeichneten Stück, welche Bedeutung die Datensammelei bei Drogendelikten (hier Daten zur deutschen Situation) noch so hat:

    To be clear, the DEA and local drug-fighting cops likely aren’t pushing the technological limits of surveillance as much as the NSA, intercepting router shipments to plant bugs, or secretly rewriting the hard drive firmware of their spying targets. But drug-related surveillance, which is far more domestic in its focus, does push the legal limits of that spying.

    10. April 2015 1
  • : Die Redaktion der New York Times plädiert für Netzneutralität in der EU (und in Indien)
    Die Redaktion der New York Times plädiert für Netzneutralität in der EU (und in Indien)

    Das Editorial Board der New York Times plädiert auf der Meinungsseite für Netzneutralitätsregeln in der EU und in Indien: Global Threats to Net Neutrality.

    One of the main reasons the Internet has been so successful is that people have generally been able to use it how they wish. The worst thing policy makers could do to the network would be to allow telecom companies to mess with that.

    Ein bisschen schade ist es ja schon, dass damit das deutlichste Signal für starke Netzneutralitätsregeln in der EU aus einem großen Medium aus den USA kommt. Während das Thema in unseren großen Medien in Deutschland kaum eine Rolle spielt. Wie wäre es mal mit einem Plädoyer der Spiegel-Redaktion?

    10. April 2015 5
  • : Politikverdrossenheit: Die Parteien und die digitale Welt
    Politikverdrossenheit: Die Parteien und die digitale Welt

    Der Deutschlandfunk hat gestern über „Politikverdrossenheit: Die Parteien und die digitale Welt“ berichtet:

    Vielerorts sinkt die Wahlbeteiligung, und auch die Parteien verlieren stetig Mitglieder. Das Netz ist ein Ort des modernen Austausches und der Partizipation. Politiker verschenken in dieser digitalen Welt Potenzial, um in den Kontakt mit Wählern zu treten.

    Hier ist die MP3.

    10. April 2015 2
  • : Wie Avaaz und Change.org den Online-Aktivismus prägen
    Wie Avaaz und Change.org den Online-Aktivismus prägen

    Johannes Kuhn hat für sz.de die beiden Petitionsplattformen Avaaz und Change.org portraitiert und schließt mit der richtigen Frage:

    Beiden Plattformen ist gemein, dass sie im Zeitalter der viralen Link-Verbreitung weiter wachsen, aber in den Regeln der Aufmerksamkeitsökonomie gefangen zu sein scheinen: Je plakativer die Botschaft und je größer die Konsensmasse, desto mehr Unterstützer finden die Forderungen. Weil das Ziel ist, Druck aufzubauen, bleibt für Nuancen und Diskurs wenig Platz. Dabei sehen sowohl Patel, als auch Rattray in zivilgesellschaftlichen Debatten die Zukunft des Online-Aktivismus. Die Frage aber bleibt, ob Change.org und Avaaz die richtigen Orte dafür sein werden.

    10. April 2015
  • : IFG-Anfrage zeigt: Kanzleramt weiß nicht, wo BND-Leute in Parlamenten und Verwaltung sitzen
    IFG-Anfrage zeigt: Kanzleramt weiß nicht, wo BND-Leute in Parlamenten und Verwaltung sitzen

    Die Mitarbeit von Nachrichtendienstlern in Parlamenten und Kommunalverwaltungen ist nicht verboten, aber dennoch fragwürdig. Transparenz, die Abgeordnete und Vertreter den Bürgern gegenüber vorweisen sollten, ist mit der Geheimhaltung einer BND-Tätigkeit nicht zu vereinbaren. Auf der anderen Seite steht das Persönlichkeitsrecht der Person. Diese Diskussion kam auf, als im März der Bürgermeister der Gmeinde Seddiner See den Arbeitgeber einer Gemeindevertreterin verriet.

    Die Berichte um den konkreten Fall hat Anlass zu einer IFG-Anfrage an das Bundeskanzleramt gegeben, “ wieviele Mitarbeiter des BND bundesweit in Parlamenten oder Kommunalverwaltungen“ tätig seien. Das Bundeskanzleramt, dem der BND als Dienststelle unterstellt ist, gibt an, das nicht zu wissen und lehnt die Anfrage ab:

    Die Tätigkeit in einer kommunalen Vertretungskörperschaft oder einem Parlament ist keine Nebentätigkeit gem. §§97 ff Bundesbeamtengesetz und weder genehmigungs- noch anzeigepflichtig. Dem Bundeskanzleramtes [sic] liegen deshalb keine für ihre Anfrage relevanten Informationen vor.

    10. April 2015 3
  • : John Oliver und Edward Snowden: Krypto-Party für Einsteiger
    John Oliver und Edward Snowden: Krypto-Party für Einsteiger

    Nachdem John Olivers Late-Night-Talk Last Week Tonight bereits Anfang der Woche einen Coup mit einem Edward-Snowden-Interview landete, wurden jetzt noch weitere drei Minuten des Gesprächs veröffentlicht. Darin wird erklärt, warum Passwörter überhaupt so wichtig sind und welche überhaupt etwas bringen und welche nicht.

    Zur Erinnerung: Passwörter, die nur aus einem Wort oder dessen Abwandlungen bestehen, bringen nicht viel (Es gibt automatisierte Lexika für alles, auch Jugendsprache schützt nicht). Komplexere, aber zu kurze Passwörter bringen auch nichts (acht Zeichen sind zu wenig, 20 wären besser). Daher empfiehlt sich das Denken in Passphrasen: Snowden wählt dafür im Video das Beispiel „margaretthatcheris110%SEXY“, was im Klartext eine sinnhafte Aussage ist und also als Passwort gut gemerkt werden kann, das aber wegen der Länge und Verschiedenartigkeit der verwendeten Zeichen nicht gut ohne weitere Informationen geknackt werden kann.

    John Oliver gibt im Video unterdessen weiterhin den fragenden Durchschnittsbürger, der überhaupt nicht mit Passwörtern kann, während Edward Snowden hin und wieder nur noch mit „This is a joke, right?“ oder „You’re killing me“ reagiert. Viel Spaß bei der Krypo-Party für Einsteiger.

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    10. April 2015 14
  • : Laura Poitras: The Woman Who Hacked Hollywood
    Laura Poitras: The Woman Who Hacked Hollywood

    Flore Vasseur hat für Backchannel (bzw. vorher für Society in Frankreich) Laura Poitras portraitiert: The Woman Who Hacked Hollywood. Das Portrait beschäftigt sich mit ihrem Werdegang, von einer Köchin hin zum Film, bis sie schließlich Edward Snowden kennenlernt und ihre Kamera draufhält.

    It’s been almost ten years since Laura Poitras’ name has been on the NSA Watch List. Every time she returns to her home country, security agents wait for her, somewhere between the gate of the plane and the US Immigration booth. They take her away to a room, confiscate her gear, her notebooks, and her videos. They question her and copy her hard drives. This has happened to her at least forty times since 2006. Her crime? To document history, the signs of our troubled times.

    10. April 2015 1
  • : Cornelia Ernst ruft zu Widerstand gegen Speicherung von EU-Fluggastdaten auf
    Cornelia Ernst ruft zu Widerstand gegen Speicherung von EU-Fluggastdaten auf

    Gegen die Speicherung von EU-Fluggastdaten und für ein starkes EU-Datenschutzpaket spricht sich die Europaabgeordnete Cornelia Ernst (Die Linke) in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung neues deutschland aus. Daten bezeichnet sie als das „Öl des 21. Jahrhunderts“, mit dem entscheidenen Unterschied, dass diese „faktisch unsterblich“ seien und dadurch neue Begehrlichkeiten wecken würden:

    Big Data, die Erfassung und Verarbeitung gewaltiger Datenschwärme, ist zum Geschäft mit der Zukunft geworden. Voraussagen berechnen, Verhalten aufspüren, das noch gar nicht erfolgt ist, einen Markt dazu entwickeln. Dagegen scheinen Datenschützer Rufer in der Wüste zu sein.

    Sie verweist auf die in den USA laufende Verarbeitung von Fluggastdaten, die täglich etwa 2000 Treffer liefern und gravierende Konsequenzen für betroffene Passagiere nach sich ziehen würde. „Verhältnismäßigkeit und Zweckbestimmtheit“ sei dabei nicht gewährleistet, zumal im Dunklen bleibe, zu wie vielen rechtskräftigen Verurteilungen diese Maßnahmen führen würden. Eine solche lückenlose Überwachung und damit einhergehende Paranoia dürfe nicht auf Europa überschwappen, weshalb sie die nationalen Parlamente sowie die Zivilgesellschaft dazu aufruft, Druck gegen entsprechende Bemühungen aufzubauen.

    Dem können wir uns nur anschließen und beispielsweise die Aktion der Initiative Verfolgungsprofile in Erinnerung rufen, die am 11. April zu einer bundesweiten Aktion an Flughäfen gegen die Fluggastdatenspeicherung aufruft.

    9. April 2015 1
  • : Hillary Clinton stellt Ex-Google-Führungskraft als Chief Technology Officer ein
    Hillary Clinton stellt Ex-Google-Führungskraft als Chief Technology Officer ein

    Laut Washington Post wird Stephanie Hannon, bislang „director of product management for civic innovation and social impact“ bei Google, Hillary Clintons CTO für ihre sehr wahrscheinliche Präsidentschaftskampagne.

    At Clinton’s New York campaign headquarters, Hannon will serve on the senior staff and oversee a team of engineers and developers, which could include outside consultants, to devise Web sites, apps and other tools for the former secretary of state and her staff to engage with supporters and voters.

    Damit wäre Frau Hannon der erste weibliche CTO einer „major presidential campaign“. Interessanterweise scheint sie keinerlei Erfahrungen im Bereich von politischen Kampagnen zu haben. Die nötigen Kompetenzen für ihren neuen Arbeitsplatz sammelte sie in den letzten zwei Dekaden bei Tätigkeiten im Sillicon Valley, wo sie neben Google auch für Facebook, Ciso und Intel arbeitete. Unter anderem war sie bei Google dafür zuständig, die Google Maps-App zu entwickeln.

    9. April 2015 3
  • : „Fight 215“ kämpft gegen Grundlagen der Massenüberwachung für US-Geheimdienste
    „Fight 215“ kämpft gegen Grundlagen der Massenüberwachung für US-Geheimdienste

    Am gestrigen Mittwoch hat das Bündnis Fight 215 einen Aufruf gegen die Massenüberwachung in den USA auf Basis des Patriot Act veröffentlicht. Das Bündnis besteht aus 34 US-Bürgerrechtsgruppen und Technologiefirmen, wie der ACLU und der EFF. Es wendet sich mit dem Kontaktieren von Abgeordneten im Speziellen gegen Abschnitt 215 des Patriot Act, der für die Legitimierung vieler NSA-Überwachungsprogramme herangezogen wird. Es regelt die Pflichten von Unternehmen zur Herausgabe von Daten an die Geheimdienste durch Anordnungen des FISA-Gerichts. Diese Anordnungen, so wissen wir mittlerweile, werden in der Praxis beinahe mit Blankounterschriften versehen.

    In den kommenden Wochen wird die Wiederbewilligung der massenhaften Telefondatensammlung durch die NSA fällig. Genau hier setzt das Bündnis an und auch Snowden lieferte eine hoffnungsvolle Nachricht auf der Webseite, man könne das blinde Bewilligen des FISA-Gerichts diesmal stoppen:

    Suspicionless surveillance has no place in a democracy. The next 60 days are a historic opportunity to rein in the NSA, but the only one who can end the worst of its abuses is you. Call your representatives and tell them that the unconstitutional ‚bulk collection’ of Americans’ private records under Section 215 of the Patriot Act must end.

    Hilfreich könnte bei diesem Anliegen sein, dass vor Kurzem publik wurde, wie die NSA selbst an dem Nutzen dieser Vorratsdatenspeicherung zweifelte, aber nach den Snowden-Enthüllungen keinen argumentativen Boden verlieren wollte und diese Diskussion abwürgte.

    9. April 2015
  • : Open Commons Kongress 2015: „Meines, Deines, Unseres“
    Open Commons Kongress 2015: „Meines, Deines, Unseres“

    Seit kurzem steht das Programm des diesjährigen Open Commons Kongresses zum Thema „Meines, Deines, Unseres – Teilen in einer individualisierten Gesellschaft“, der am 29. April im Linzer Wissensturm stattfinden wird (PDF des Veranstaltungsflyers):oc15-logo

    KEYNOTE
    Duncan McLaren „Sharing Cities“ (in englischer Sprache)

    TRACK 1 – Digitale Stadtentwicklung
    • Yannick Haan „Die neue gespaltene Stadt
    • Airi Lampinen „Herausforderungen für Partizipation in der Sharing Economy“ (in englischer Sprache)
    • Marcus Dapp „Civic Innovation Labs
    • Gerin Trautenberger „Open Data und Daseinsvorsorge

    TRACK 2 – In Gemeinschaft investieren – Gemeingüter finanzieren
    • Lucia Malfent und Johanna Stieblehner „Open Innovation in Science“
    • Simone Mathys-Parnreiter „Crowdfunding the Commons – ja, nein, wie?
    • Lars Zimmermann „Open Source Kreislaufwirtschaft
    • Podiumsdiskussion

    Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten unter open.commons@linz.at.

    9. April 2015 3
  • : Der CfP für das CCC-Camp ist gestartet
    Der CfP für das CCC-Camp ist gestartet

    Das diesjährige Chaos Communication Camp findet vom 13.–17. August in Mildenberg nördlich von Berlin statt. Der Chaos Computer Club hat jetzt einen Call for Papers für das Programm gestartet. Gesucht werden Vorträge und Workshops für Kategorien wie „Failosophy“, „Arts & Culture“, „Ethics, Society & Politics“, „Hardware & Making“, „Security“ und „Science“. Die Deadline für Einreichungen ist der 17. Mai, Ende Juni sollen alle über eine Entscheidung informiert werden.

    Das Chaos Communication Camp ist das alle vier Jahre stattfindende Hacker-Treffen und die Open-Air-Hackerparty des Chaos Computer Clubs (CCC). An fünf Tagen im Brandenburgischen Hochsommer kommen tausende Hacker, Technikfreaks, Bastler, Künstler und Utopisten auf dem Camp-Gelände zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und miteinander zu feiern. Wir beschäftigen uns mit Themen rund um Informationstechnologie, Computersicherheit, Hacking, mit der Make- und Break-Szene, dem kritisch-schöpferischen Umgang mit Technologie und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

    9. April 2015
  • : Kampagne „Stop Trade Secrets“ für Whistleblower-Rechte
    Kampagne „Stop Trade Secrets“ für Whistleblower-Rechte

    Die Kampagne Stop Trade Secrets, die von zahlreichen NGOs unterstützt wird, ist heute gestartet. Sie möchte auf Probleme aufmerksam machen, die durch den Vorschlag des Rechtsausschusses des Europäischen Parlaments für eine Richtlinie zum Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher Geschäftsinformationen entstehen. Darüber soll im Mai im Parlament abgestimmt werden.

    Der Schutz von Informanten, aber auch Aktivisten, Journalisten und Verlegern sei in Gefahr:

    But with this proposed directive whistleblowers, journalists, publishers and activists working for the public’s right to know will risk prosecution.

    The right to freedom of expression and information could be seriously harmed. The proposal contains no general exception for investigative journalists nor for NGO researchers and whistleblowers, although their work is essential for any modern democratic society.

    Wer sich noch ein wenig für das Thema Whistleblower-Schutz sensibilisieren lassen will, dem sei die sehenswerte Dokumentation „War on Whistleblowers“ empfohlen. Sie geht den US-amerikanischen Whistleblowing-Fällen der letzten Jahre nach. Darin äußert sich übrigens auch Seymour Hersh, Journalist, Pulitzer-Preisträger und NSA-Kritiker, der schon in den 1970er Jahren für die New York Times Enthüllungsgeschichten über Einbrüche, Abhörpraktiken und Brieföffnungen der Geheimdienste bei politischen Gegnern und Journalisten schrieb und sich für die faire Behandlung von Informanten, die auf Missstände hinweisen, einsetzt. Er hat heute seinen 78. Geburtstag hat. Herzlichen Glückwunsch! :}

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    8. April 2015 2
  • : Aus Syrien fliehen, ein Text-Adventure der BBC
    Aus Syrien fliehen, ein Text-Adventure der BBC

    Die BBC hat hier ein Text-Adventure veröffentlicht, das einen kleinen Einblick in die mit einer Flucht aus Syrien verbundenen Probleme gibt. Man klickt sich im klassischen Text-Adventure-Stil durch Frage-Antwort-Kombinationen, die den Spielenden nur ansatzweise verdeutlichen können, vor was für einer nahezu unlösbaren Aufgabe die Flüchtenden stehen.

    Jede ihrer Entscheidungen kann katastrophale Folgen haben und meist liegt es nicht in der Macht der Flüchtenden, den Ausgang ihrer Flucht durch Abwägen von Pro und Contra maßgeblich zu beeinflussen. Neben den auftretenden Planungsschwierigkeiten können sich auch moralische Dilemmata ergeben:

    You reach the end of a very long bus journey, with 26 other Syrians, from Istanbul to Meric (near the Greek border).

    The river Maritsa is the natural border between Greece and Turkey. Border guards patrol parts of the area and the river is 50m wide. Abu Hassan has one inflatable boat. He separates you into groups. You’re in the first group with your family. You make it to the other side.

    The second group struggles. The inflatable boat can’t handle so many people. Panic kicks in and the boat capsizes. You see a woman and her daughter struggling to swim across.

    Do you jump in to save them or run into the woods with your family?
    You have to choose

    8. April 2015