Linkschleuder
Linktipps der Redaktion
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: Plädoyer für einen Kampagnenjournalismus
: Plädoyer für einen Kampagnenjournalismus Bei Carta macht sich Lorenz Lorenz‑Meyer, Professor für Online‑Journalismus, Gedanken darüber, ob es nicht doch Sinn machen könnte, wenn sich Journalismus für eine Sache einsetzt: Plädoyer für einen Kampagnenjournalismus.
So liefert das Verfahren letztlich nicht nur einen Beitrag zur öffentlichen Bewusstseinsbildung, es schafft auch eine Basis für den gesellschaftlichen Diskurs. Kampagnenjournalismus dieser Art ist weder einseitig noch manipulativ. Er ist ein konstruktiver Beitrag zu einer informierten Öffentlichkeit, die wiederum Voraussetzung für eine offene Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie ist.
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: Ashton Kutcher findet Schmutzkampagnen gegen Kritiker in Ordnung
: Ashton Kutcher findet Schmutzkampagnen gegen Kritiker in Ordnung Ashton Kutcher, Schauspieler und Investor bei Uber, macht sich seine eigenen Gedanken, wie man als Unternehmen mit Kritikern umgehen sollte:
Hintergrund ist, dass gestern groß durch die Medien ging, dass der Taxi-Konkurrent Uber überlegte, ob man nicht Schmutzkampagnen gegen Kritiker starten könnte.
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: Lobbyismus-Verdacht: Günther Oettinger, der aufgescheuchte Kommissar der Unternehmen.
: Lobbyismus-Verdacht: Günther Oettinger, der aufgescheuchte Kommissar der Unternehmen. Selbst das Manager-Magazin sieht schon einen Lobbyismus-Verdacht bei unserem Digitalkommissar: Günther Oettinger, der aufgescheuchte Kommissar der Unternehmen.
Jedem Politiker muss man zugestehen, dass er sich in sein neues Amt ordentlich einarbeiten darf. Das kann nicht in wenigen Tagen geschehen und binnen Wochen ist es auch schon schwierig. Günther Oettinger war vor seiner Auswahl zum EU-Digitalkommissar nicht als Digitalfuchs aufgefallen. Das Thema ist für ihn Neuland. Zeit, sich ordentlich einzuarbeiten, sollte er also haben. Das Problem bei Oettinger ist allerdings folgendes: Er lässt sich vor allem von Lobbyisten einarbeiten. Und haben sie ihm einmal etwas souffliert, kann man relativ schnell erahnen, wer soeben bei ihm war oder wer ein Briefchen geschrieben hat.
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: Das Internet ist der Brandbeschleuniger der organisierten Kriminalität
(Symbolfoto, CC-BY-SA Luc Viatour) : Das Internet ist der Brandbeschleuniger der organisierten Kriminalität Unser Bundesinnenminister Thomas de Maiziere klärt auf: „Das Internet ist der Brandbeschleuniger der organisierten Kriminalität“.
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: Was Google über Dich speichert
: Was Google über Dich speichert Spiegel-Online hat einen englischsprachigen Beitrag aufgegriffen, der fünf eher unbekannte Links zu Google-Angeboten enthält, die beschreiben sollen, was Google über einen speichert.
Für alle, die die entsprechenden Einstellungen bei Google bisher nicht gefunden haben oder noch nicht mit Anti-Tracking-Tools wie Ghostery surfen, mag das vielleicht ein Aha-Erlebnis sein.
- Wie alt ist man und welche Seiten besucht man?
- Welche Standortdaten hat Google über einen gespeichert?
- Was hat man über Google gesucht?
- Welche Computer oder mobilen Geräte greifen auf ein Google-Konto zu?
- Welchen Apps erlaubt man auf den eigenen Google-Account zuzugreifen?
Soweit, so gut. Bei mir sagt mir Google nur, dass ich zwischen 35–44 bin. Sonst will man nichts gespeichert haben. Die spannende Frage ist ja: Welche Daten speichert Google eigentlich noch über uns, was wir nicht in einer Transparenz-Simulation angezeigt bekommen und wer hat darauf Zugriff?
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: GI: IT-Sicherheitsgesetz schafft Unsicherheit
: GI: IT-Sicherheitsgesetz schafft Unsicherheit Der Präsidiumsarbeitskreises „Datenschutz und IT-Sicherheit“ der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) erklärt: IT-Sicherheitsgesetz schafft Unsicherheit.
Bisher unveröffentlichte Sicherheitslücken (Zero-Day-Vulnerabilities) sollen auch künftig nicht veröffentlicht werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat nach dem Gesetz zwar die Aufgabe, Sicherheitslücken zu sammeln und auszuwerten, muss sie aber nicht veröffentlichen[…] Arbeitskreissprecher Pohl dazu: „Zur Erreichung eines angemessenen Sicherheitsniveaus – insbesondere in den Unternehmen der Kritischen Infrastrukturen – ist die Veröffentlichung der den Sicherheitsbehörden bekannten bislang unveröffentlichten Sicherheitslücken unverzichtbar. Nur so können sich Unternehmen und Privatpersonen nachhaltig gegen die ständig zunehmenden IT-Angriffe schützen.“
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: Netzzensur: China sperrt jetzt auch Firefox und Drupal
: Netzzensur: China sperrt jetzt auch Firefox und Drupal In China wird mal wieder die Netzzensur ausgeweitet. Betroffen sind davon gerade auch die freien Projekte Firefox (zumindest die Erweiterungen, vll wegen Proxys) und Drupal, die die NZZ berichtet: China sperrt noch mehr Internetseiten
Konkret betroffen ist unter vielen anderen die Seite mit dem Katalog der Erweiterungen für den populären Webbrowser Firefox. Auch die Site des Online-Projekts Drupal, einem freien Redaktionssystem für das Erstellen von Websites, kann in weiten Teilen nicht mehr in China erreicht werden. Auch Sony Mobile und «The Atlantic» werden geblockt.
In China beginnt morgen die erste World Internet Conference. Amnesty International kritisiert aus deren Anlass die immer größer werdende Netzzensur: Internet freedom faces new attack as China seeks to shape global web rules.
“Internet freedom is under attack by governments across the world. Now China appears eager to promote its own domestic internet rules as a model for global regulation. This should send a chill down the spine of anyone that values online freedom,” said William Nee, China researcher at Amnesty International. “China’s internet model is one of extreme control and suppression. The authorities use an army of censors to target individuals and imprison many activists solely for exercising their right to free expression online.”
Zum Thema passt auch das neueste Küchenradio-Gespräch mit Markus Rimmele über China:
“Wo Chinas Einfluss wächst, leidet die Freiheit”, sagt Markus Rimmele, ARD-Hörfunk-Korrespondent in Shanghai. Er hat über die aktuellen Proteste un Hongkong berichtet, wo er mehrere Jahre gelebt hat (darüber hat er in KR173 berichtet). DocPhil spricht mit Markus über die aktuellen Proteste, das chinesische Internet, Pekings Zensur, seine Arbeit als Journalist und den wachsenden Machtanspruch Chinas in der Welt.
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: BND möchte sich vor Gesichtserkennung schützen
: BND möchte sich vor Gesichtserkennung schützen Der ganze Biometrie-Wahn frisst jetzt die Kinder, die ihn riefen: BND möchte sich vor Gesichtserkennung schützen. Und fördert nun eine Machbarkeitsstudie für 100.000 Euro.
Denn Biometrie enttarnt nicht nur kriminelle Passfälscher, Biometrie enttarnt auch Agenten und Spione, die mit falschem Namen unterwegs sind. „Gerade Agenten haben echte Probleme mit der Einführung der Biometrie bei Grenzkontrollen, da fallen ihre Zweitidentitäten plötzlich auf“, sagt Jan Krissler.[…]Um glaubwürdig zu sein, schreibt der BND, müssten die falschen Lebensläufe von Agenten heute auch mit Internetseiten belegt werden. Gemeint sind wahrscheinlich Facebook-Profile und gefälschte Firmenwebsites. Darauf veröffentlichte Porträtfotos aber würden die Gefahr bergen, dass Gesichtserkennungssoftware sie findet und mit bestehenden Fotodatenbanken vergleicht. Mit dem Risiko, dass die Agenten dem BND zugeordnet würden, oder dass gar ihr richtiger Namen identifiziert werde.
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: Knapp ein Jahr im Amt: Die Datenschutzbeauftragte ist ein Desaster
: Knapp ein Jahr im Amt: Die Datenschutzbeauftragte ist ein Desaster Constanze Kurz kritisiert in der FAZ unsere Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff:
Die fehlende Stimme der Mahnerin, die sich qua Amt für den Datenschutz einzusetzen hat, gehört einer Frau, die weithin unbekannt ist: Unionschristin Andrea Voßhoff, als Bundesbeauftragte für den Datenschutz zugleich Behördenchefin der Kontrollinstanz. Kein flammendes Plädoyer für den Datenschutz kam ihr seit ihrem Amtsantritt über die Lippen, kein ernstzunehmender Beitrag oder auch nur Denkanstoß im Zeitalter der Überwachung, das von technischen, juristischen und gesellschaftspolitischen Fragen überquillt. Die Bilanz ihres ersten Amtsjahres ist desaströs: Sie blieb in allen Diskussionen zurückhaltend und konnte in bald einem Jahr im Amt keinerlei Akzente setzen, was schon fast als Leistung anzusehen ist, da doch jede Woche eine neue heikle Datenproblemlage die Gemüter bewegt.
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: Promo-Video des Auswärtigen Amt zu 25 Jahre WWW – Was erwarten die Deutschen vom Internet?
: Promo-Video des Auswärtigen Amt zu 25 Jahre WWW – Was erwarten die Deutschen vom Internet? Das Auswärige Amt hat ein Promo-Video zu „25 Jahre WWW – Was erwarten die Deutschen vom Internet?“ gemacht und erklärt darüber auch etwas Netzpolitik für Einsteiger.
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: News Organizations & Digital Security: Solutions to Surveillance Post-Snowden
: News Organizations & Digital Security: Solutions to Surveillance Post-Snowden In Washington fand vergangene Woche eine spannende Konferenz von Freedom of the Press Foundation, Reporters Committee for Freedom of the Press und dem Open Technology Institute über Journalismus und Sicherheit statt: News Organizations & Digital Security: Solutions to Surveillance Post-Snowden. Davon gibt es jetzt Videos zu sehen:
Real-World Encryption Problems
Beyond PGP: Protecting Reporters on an Institutional Level
Security Lessons from the Snowden Files
Edward Snowden Q&A with Trevor Timm and Christopher Soghoian
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: Youtube: Das hat die Welt noch nicht gesehen
: Youtube: Das hat die Welt noch nicht gesehen Eike Kühl schreibt bei Zeit-Online über die bunte Welt der ungeklickten Videos und Songs: Das hat die Welt noch nicht gesehen.
Doch es gibt Möglichkeiten, sie zu finden: Die Websites Petit Tube und Underviewed suchen automatisch YouTube-Videos, die keine oder nur wenige Abrufe haben. Im Reddit-Unterforum Deep into YouTube teilen dagegen die Nutzer ihre eigenen Entdeckungen – je älter das Video ist und je weniger Abrufe es hat, desto besser. Vor allem aber sollte es reichlich kurios sein. Auf reddit.tv gibt es die Fundstücke in der Dauerschleife; ein beständiger Stream aus den Tiefen von YouTube.
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: 27.11. ist nächste Sitzung des Geheimdienst-Untersuchungsausschuss
: 27.11. ist nächste Sitzung des Geheimdienst-Untersuchungsausschuss Nächste Woche Donnerstag kann man sich wieder live im Bundestag die Arbeit des Geheimdienst-untersuchungsauschuss anschauen. Diesmal im Verhör:
Das öffentliche Treffen unter Vorsitz von Prof. Dr. Patrick Sensburg (CDU/CSU) beginnt am Donnerstag, 27. November 2014, um 10 Uhr im Europasaal 4.900 des Paul-Löbe-Hauses in Berlin. Als Zeuge geladen ist mit Stefan Burbaum, ein ehemaliger „G‑10-Jurist“ des BND. Zu dessen Aufgabengebiet gehören die Konsequenzen, die sich im Zusammenhang mit Artikel 10 des Grundgesetzes für die Arbeit der Nachrichtendienste ergeben.
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: Uber: Einfach mal in die Verbindungsdaten der eigenen Kunden schauen, um Dreck zu werfen?
: Uber: Einfach mal in die Verbindungsdaten der eigenen Kunden schauen, um Dreck zu werfen? Ein Manager der Taxi-Konkurrenz-App Uber soll in einer Hintergrundrunde die Idee angesprochen haben, mit privaten Detektiven gegen Kritiker vorzugehen. Dabei soll auch darüber nachgedacht worden sein, auf Bewegungsdaten zurück zu greifen, die Uber von allen Nutzern sammelt, die die App installiert haben. Ein schöner Hinweis darauf für alle Nutzer, nochmal in den eigenen Einstellungen nachzuschauen, welchen Apps man Zugriff auf seine eigenen Bewegungsdaten gewährt hat.
Ein Buzzfeed-Redakteur saß in der Hintergrundrunde dabei und hat darüber geschrieben: Uber Executive Suggests Digging Up Dirt On Journalists.
Over dinner, he outlined the notion of spending “a million dollars” to hire four top opposition researchers and four journalists. That team could, he said, help Uber fight back against the press — they’d look into “your personal lives, your families,” and give the media a taste of its own medicine.
Bei dem strategischen Campaigning von Uber sollte man aber auch die Option einschließen, dass dieses Vorhaben bewusst in einer „Unter 3“-Runde positioniert wurde, um eine virale Medienberichterstattung in Gang zu bringen und die Marke Uber wieder überall ins Gespräch zu bringen.
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: Call for Participation: Open Commons Kongress 2015
: Call for Participation: Open Commons Kongress 2015 Seit 2012 findet in Linz jährlich der Open Commons Kongress statt (vgl. Programm des Jahres 2014). Vor kurzem ist jetzt der Call for Participation (PDF)
für den OC15 gestartet, der am 29. April 2015 im Wissensturm Linz stattfinden wird. Thema des Kongresses ist „MEINES, DEINES, UNSERES – Teilen in einer individualisierten Gesellschaft“ – aus dem Call:In einer digitalen Wissensgesellschaft stellen sich neue Fragen: Welche Veränderungen bringen diese jungen Möglichkeiten des Teilens unserer individualisierten Gesellschaft? Welche neuen Formen gibt es überhaupt und welche digitalen Gemeingüter sind für Kommunen von Relevanz? Wie können wir Ressourcen gerecht verteilen? Wem steht geistiges Eigentum in einer Remixgesellschaft zu? Wird individuelles Teilen in der Share Economy privatisiert? Müssen wir auf Privatsphäre verzichten, um an einer teilenden Gesellschaft partizipieren zu können? Ist eine Smart City eine Stadt, die teilt? Und wie sieht die offene, digitale Stadt von morgen aus? uvm.
Einreichungen mit Titel und kurzem Abstract sind bis 15. Januar möglich.
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: „Pop will eat itself“ – Vom Musikmachen mit Musik
: „Pop will eat itself“ – Vom Musikmachen mit Musik Der Deutschlandfunk sendete gestern den fast einstündigen Beitrag „Pop will eat itself“ – Vom Musikmachen mit Musik – Remix, Plagiat und Copyright von Martin Butz.
Immer schon wurde in der Musik abgekupfert, erinnert, zitiert oder einfach übernommen. Wenn aus vorhandener Musik neue Musik entsteht, wird das oft ein Fall für die Gerichte. Die Motive und Absichten, bereits existierende Musik als Rohmaterial für neue Kompositionen zu nutzen, sind jedoch so vielfältig wie die Ergebnisse. Da entstehen einerseits Plagiate, bei denen man Arbeit spart und sich mit fremden Federn schmückt. Auf der anderen Seite stehen Musikzitate als Spielart der kreativen Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition. Und als Kind von Digitaltechnik und Internet entstand der Remix. Doch was sich am Ende als neu, innovativ oder originär behaupten kann, bleibt letztlich immer eine ästethische Frage.
Hier ist das Transcript und hier die MP3.
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: Vorratsdatenspeicherung in Schweden: Provider bietet Kunden kostenloses VPN an
: Vorratsdatenspeicherung in Schweden: Provider bietet Kunden kostenloses VPN an Nach dem Ende der europaweiten Vorratsdatenspeicherung durch den EuGH schaffen viele Länder ihre nationalen VDS-Gesetze ab. In Schweden wollen Provider nicht mehr speichern, werden aber weiterhin dazu gezwungen. Jetzt wollen manche Internet-Anbieter das technisch umgehen,wie Andy auf TorrentFreak berichtet:
„One week remains before PTS requires a fine of five million krona ($676,500) from Bahnhof, as the company has not yet begun to store customer traffic data. Therefore, Bahnhof has chosen to activate ‚Plan B’,“ Karlung announced today.
The plan involves Bahnhof reactivating data storage on November 24 as required. However, the ISP will thwart the collection of meaningful data by providing every customer with access to an anonymizing VPN service free of charge.
„The EU Court of Justice has held that it is a human right for people not to have their traffic data stored. We therefore believe that the time is ripe for VPN services become popular,“ Karlung says.
The service, called LEX Integrity, is a no-logging provider so it will be impossible for any entity to get useful information about its users.
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: Vollkommen neue Verbündete: Udo Jürgens über Privatsphäre
: Vollkommen neue Verbündete: Udo Jürgens über Privatsphäre Alles wird gut: Wie der Tagesspiegel berichtet, setzt sich Udo Jürgens bei seinen Konzerten für Privatsphäre und gegen Überwachung ein. Damit sind gesellschaftliche Mehrheiten möglich: Am Ende siegt der Bademantel.
„Eine faschistoide Regierung“, sagt er, „kann immer wieder passieren. Es kann sehr nahe kommen.“ Daher gehe unsere Privatsphäre keinen Menschen, schon gar keinen Staat etwas an. Sein gut frisierter Kopf erscheint auf der Riesenleinwand nun in Schwarz-Weiß – im Sucher einer fiktiven Überwachungskamera namens „Predator Sky Eye Delta“. Nun füllt eine Stimme aus flüssigem Karamell die Halle: „Die Welt im Apple- und iPhone-Wahn / Und Rechner wissen mehr als wir. / Sie sind gnadenlos auf der Datenspur. / Wo du auch bist – sie folgen dir.“ Was geht hier vor? Ist dies die Jahreshauptversammlung des Chaos Computer Clubs? Nein. Hier tragen die Damen ihre schönste Feinwäsche, die Herren Krawattennadel.
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: Überwachung: Was der BND wirklich will
: Überwachung: Was der BND wirklich will Frank Rieger und Constanze Kurz beschreiben in der FAZ die neuen Überwachungswünsche des Bundesnachrichtendiensts und ordnen das ein: Was der BND wirklich will
Dass eine „strategische Fernmeldeüberwachung“ überhaupt im Rahmen des Grundgesetzes stattfinden kann, begründete das Bundesverfassungsgericht einst damit, dass die belauschten Menschen nicht namentlich registriert würden; dass nicht permanent festgehalten würde, wer da eigentlich mit wem kommuniziert. Das Urteil wurde 1984 für das Analog-Zeitalter geschrieben, als es noch um Kupfer-Telefonleitungen, Aktenbewegungen und leistungsarme Rechner ging und um das „gelegentliche Lesen der Briefe, das Abhören und Mitschneiden von Ferngesprächen“. Damals wurden Telefonate und Faxe in einer Menge stichprobenartig überwacht, die heute lächerlich erscheint. Diese Ära der relativ begrenzten technischen Abhörmöglichkeiten ist längst vorüber, die Zuordnung der Kommunikation zu den beteiligten Personen, die möglichst umfangreiche Erfassung der Metadaten – wer kommuniziert wann von wo aus wie lange über welche Geräte mit wem – ist gerade der Kern der heutigen Überwachungsorgien.
