Linkschleuder
Linktipps der Redaktion
-
: Netzneutralität für Einsteiger: Acht Schritte zu einem offenen Internet
: Netzneutralität für Einsteiger: Acht Schritte zu einem offenen Internet Das Internet, wie wir es kennen, ist in Gefahr. Der Vorschlag der EU-Kommission für eine Telekommunikationsverordnung bedroht die Netzneutralität und damit die Freiheit und Offenheit des Netzes. Werden diese Pläne umgesetzt, wird es künftig ein Zwei-Klassen-Netz geben, in dem Provider unseren Datenverkehr durchleuchten und darüber entscheiden, welche Inhalte wir uns im Netz ansehen und welche Dienste wir in welcher Qualität nutzen können.
Netzneutralität bedeutet, dass der gesamte Datenverkehr im Internet gleich behandelt wird – Unabhängig von Absender, Empfänger oder Inhalt werden sämtliche Daten stets nach der Reihenfolge ihres Eintreffens in gleicher Qualität und gleicher Geschwindigkeit von den Providern weitergeleitet.
EDRi und access haben eine Broschüre veröffentlicht, die vom Digitale Gesellschaft e.V. übersetzt wurde und in acht Schritten den Weg zu einem offenen Internet aufzeigt sowie die Vorteile von Netzneutralität erklärt und dabei auch über einige verbreitete Fehlschlüsse aufklärt. Die Broschüre gibt es hier als .pdf.
-
: Zeit-Magazin präsentiert #Nerddeutschland
: Zeit-Magazin präsentiert #Nerddeutschland
Sehr schöne Idee: Das Zeit-Magazin hat über Twitter nachgefragt, welche Ortsnamen aus Deutschland einen Bezug zu Nerd-Abkürzungen haben könnte. Über #Nerddeutschland kamen viele Namen wie KaSSL zusammen. Nicht alles ist gelungen, die Aktion aber schon. Eine Karte zeigt beim Zeit-Magazin, wo die Orte zu finden sind. -
: Chinas Internet: „Es gibt überhaupt keine Freiräume mehr“
: Chinas Internet: „Es gibt überhaupt keine Freiräume mehr“ Der Deutschlandfunk berichtete im Hintergrund über Chinas Internet: „Es gibt überhaupt keine Freiräume mehr“.
Das Internet in China, das ist vor allem ein großer Marktplatz, auf dem Milliarden-Umsätze getätigt werden. Cyber-Unternehmen werden nach Kräften gefördert, kritische Meinungsäußerungen unterdrückt. Seit Jahren läuft eine Verfolgungskampagne, die das Internet unter die Kontrolle der Kommunistischen Partei bringen soll.
-
: Die Informationsgesellschaft messen: Über drei Milliarden Menschen sind online
Am wenigsten angebundene Staaten. : Die Informationsgesellschaft messen: Über drei Milliarden Menschen sind online Die Internationale Fernmeldeunion hat ihren jährlichen Bericht „Measuring the Information Society Report“ veröffentlicht:
Encouragingly, the report notes substantial improvements in access to international bandwidth in poorer countries, with developing nations’ share of total global international bandwidth rising from just 9% in 2004 to over 30% today. But lack of sufficient international Internet bandwidth in many of the LCCs remains an important barrier to ICT uptake in these countries, and often limits the quality of Internet access.
Den 270-seitigen Bericht und die Highlights gibt’s als PDF.
-
: Ich – Du – Data – Wie Daten unser Leben verändern
: Ich – Du – Data – Wie Daten unser Leben verändern Bei WDR5 lief das Big-Data-Feature „Ich – Du – Data – Wie Daten unser Leben verändern“ und ist derzeit noch als MP3 und Transcript abrufbar.
Die fortwährende, allumfassende Auswertung riesiger Datenmengen verändert unser Wohnen, das öffentliche Leben, unsere Arbeit, ja sogar unsere Gesundheit. „Big Data“ krempelt unser Leben um – und zwar tiefgreifend. Wenn wir die Tür morgens hinter uns ins Schloss ziehen, weiß unser Haus, was zu tun ist: Türen und Fenster sichern, Temperatur im Wohnzimmer senken und pünktlich zum Feierabend wieder anheben zum Beispiel. Unser Auto findet den Weg zur Arbeit allein, natürlich ohne Staus. Und wie gesund wir sind, kann uns zum Beispiel ein Pflaster mitteilen, das 5.000 Körperwerte pro Minute erfasst. Alltag im Daten-Kokon. Kritiker warnen: Wegen „Big Data“ werden wir unsere Freiheit verlieren.Nutzer wissen zu schätzen, dass Daten unser Leben bequemer machen. Und Manager sind überzeugt: Dank „Big Data“ werden wir Milliarden verdienen. Wie richten wir uns ein zwischen Algorithmen und Analysen?
-
Generalbundesanwalt Range: Bundesanwaltschaft stellt Ermittlungen wegen Merkelfon ein
Generalbundesanwalt Harald Range. Generalbundesanwalt Range: Bundesanwaltschaft stellt Ermittlungen wegen Merkelfon ein Der Focus berichtet in der aktuellen Ausgabe:
Die Bundesanwaltschaft will nach Informationen des Nachrichtenmagazins FOCUS das Ermittlungsverfahren wegen des angeblich abgehörten Mobiltelefons von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einstellen. Das Fachreferat Cyberspionage habe jetzt im Verfahren gegen den US-Geheimdienst NSA eine entsprechende Einstellungsverfügung verfasst, berichtet FOCUS unter Berufung auf Quellen im Bundesjustizministerium. Auch sechs Monate nach Beginn der Spionage-Ermittlungen gebe es keinen seriösen Beweis für einen gezielten Lauschangriff der NSA auf Merkels Handy.
Ist ja nur konsequent, nachdem Ermittlungen gegen das massenhafte Abhören aller anderen Bundesbürger noch nichtmal eingeleitet wurden.
Bei der Pressestelle des Generalbundesanwalts geht heute leider niemand mehr ans Telefon.
-
: Vorverkauf für den #31c3 ist gestartet
: Vorverkauf für den #31c3 ist gestartet Vom 27. bis 30. Dezember findet der 31. Chaos Communication Congress in Hamburg statt. Dazu wurde jetzt der Vorverkauf gestartet. Mitglieder des Chaos Computer Clubs kommen für 80 Euro rein, die günstigen Standardtickets starten bei 100 Euro und dann gehts Soli-mäßig immer weiter rauf. Wer bei einer Firma arbeitet, die problemlos teure Tickets für sinnlosere Veranstaltungen bezahlt, kann auch bis zu 750 Euro bezahlen lassen.
-
: Stuttgarter Friedenspreis 2014 geht an Edward Snowden
: Stuttgarter Friedenspreis 2014 geht an Edward Snowden Gestern hat Edward Snowden den Stuttgarter Friedenspreis der AnStifter 2014 bekommen:
Der Whistleblower wird dafür geehrt, die weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken von Geheimdiensten öffentlich gemacht zu haben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird mittlerweile im zwölften Jahr verliehen.
Die Laudatio hielt Ines Pohl, Chefredakteurin der taz:
Meine Damen und Herren, wir stehen alle in der Schuld von Edward Snowden und seiner four citizens – in der Bringschuld, uns selbst immer wieder in den Hintern zu treten und unsere Verantwortung zu übernehmen für einen echten Frieden und eine Freiheit, die den Namen wieder verdient. In unserem Denken und in unserem Handeln.
Wer den Video-Mitschitt von Edward findet: bitte in den Kommentaren posten.
-
: Die Formel: Wenn die Welt auf einen Code zusammenschrumpft
: Die Formel: Wenn die Welt auf einen Code zusammenschrumpft Interessantes Feature im Deutschlandfunk über Algorithmen: Die Formel – Wenn die Welt auf einen Code zusammenschrumpft.
Wenn sich Wissen in Formeln verdichtet, wird es unantastbar: E = mc². Wer kann das bezweifeln? Zunächst einmal schüchtert die formale Notation von Algorithmen ein. Zugleich aber ziehen Formeln den Menschen magisch an. Ob Waschmittelformel, Underberg- oder Coca-Cola-Mixtur – wer die Formel hat, der hat die Macht. Jenseits trivialer Mythen fragt das Feature: Was können Formeln überhaupt? Wo stoßen sie an ihre Grenzen, wann werden sie unsinnig? Wann dienen sie der Verschleierung von Unwissen? Die Sendung versammelt kuriose Beispiele aus allen Lebensbereichen und durchforstet den Formelwald auf brauchbare Algorithmen zur Lebensbewältigung. Wie wäre es mit der Glücksformel von Moses Mendelssohn aus dem 18. Jahrhundert: G = (m⋅p)/t? Wie viele andere Formeln funktioniert sie ausgezeichnet, weil ihre Variablen ausreichend schwammig definiert worden sind. Sogar die ‚Weltformel’ wartet in der Berliner Staatsbibliothek auf ihre Entdecker, allerdings mit einer Einschränkung versehen: „Benutzung nur im Lesesaal erlaubt!“
-
: UN-Menschenrechts-Kommissarin: „Vorratsdatenspeicherung ist weder erforderlich noch verhältnismäßig“
: UN-Menschenrechts-Kommissarin: „Vorratsdatenspeicherung ist weder erforderlich noch verhältnismäßig“ Flavia Pansieri, die stellvertrende UN-Kommissarin für Menschenrechte, sagte bei einer Veranstaltung des UN-Menschenrechtsrats in Genf:
Verpflichtende Vorratsdatenspeicherungen – wenn Telefongesellschaften und Internet-Anbieter verpflichtet werden, Metadaten über Kommunikation von ihren Kunden für den späteren Zugriff durch Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste zu speichern – erscheinen weder erforderlich noch verhältnismäßig.
Ihre Chefin, UN-Menschenrechts-Kommissarin Navanethem Pillay krisitierte bereits im Juni das Ausmaß staatlicher Überwachungals „beunruhigend“ und veröffentlichte einen Bericht „The right to privacy in the digital age“. Müsste man nur noch drauf hören.
-
: Berlin: Chef der Senatskanzlei bleibt Björn Böhning.
: Berlin: Chef der Senatskanzlei bleibt Björn Böhning. In Berlin bleibt Björn Böhning (SPD) Chef der Senatskanzlei. Das berichtet der Tagespiegel. Es war etwas unklar, ob der neue Berliner Bürgermeister Michael Müller diesen Posten auswechseln wird. Der Posten ist insofern netzpolitsich relevant weil die Medien- und Netzpolitik des Landes Berlin darüber läuft.
-
: Hamburg: CCC sucht Sofas für den #31c3 – Congress
: Hamburg: CCC sucht Sofas für den #31c3 – Congress Du willst Nerds mal arbeiten sehen? Bei Dir zuhause? Zwischen Weihnachten und Neujahr findet in Hamburg der 31. Chaos Communications Congress statt. Wie in jedem Jahr sucht der CCC Hamburg wieder Sofas, die am Wochenende abgeholt werden, um sie dann vor Ort einzusetzen, damit alle bequemer sitzen können. Wer ein Sofa abzugeben hat und vielleicht bisher nur faul war, das selber auf die Straße zu stellen, meldet sich am Besten beim CCC Hamburg oder @zuendelkind auf Twitter.
-
: BR-Puls: Warum haten wir so viel im Netz?
: BR-Puls: Warum haten wir so viel im Netz? BR-Puls geht in einer halben Stunden ZV-Programm der Frage nach: Warum haten wir so viel im Netz?
-
: ARD Monitor – Vodafone, der lange Arm der Geheimdienste
: ARD Monitor – Vodafone, der lange Arm der Geheimdienste Tagesschau.de berichtete gestern über neue Snowden-Enthüllungen, nach denen Vodafone tiefer in das System des GCHQ verstrickt ist, als es bisher bekannt war. ARD-Monitor lieferte gestern noch den passenden TV-Beitrag dazu: Vodafone, der lange Arm der Geheimdienste
. -
: Verkaufte Rezeptdaten: „Keine Verschlüsselung, sondern Verschleierung“
: Verkaufte Rezeptdaten: „Keine Verschlüsselung, sondern Verschleierung“ Hilmar Schmundt schreibt auf Spiegel-Online über unzureichend verschlüsselte Rezeptdaten, die von Rechenzentren weiterverkauft werden: Verkaufte Rezeptdaten: „Keine Verschlüsselung, sondern Verschleierung“.
Deutsche Rechenzentren verkaufen sensible Rezeptdaten. Eigentlich sollten die Datensätze zu diesem Zweck anonymisiert werden – doch das geschah in der Vergangenheit manchmal offenbar nicht. Fachleute warnen vor vermeintlicher Verschlüsslung.
Lobenswert: Es gibt auch einen Lösungsvorschlag, wie man das Problem lösen könnte.
Eine bundeseinheitliche Regelung wäre einfach zu erreichen. Der Bundestag könnte zum Beispiel beschließen, den einen Halbsatz im Sozialgesetzbuch zu streichen, der den Handel mit den Rezeptdaten erlaubt. Er lautet: „…anonymisierte Daten dürfen auch für andere Zwecke verarbeitet und genutzt werden.“
Müsste man mal. Fragt doch mal die Experten bei Schwarz-Rot, ob denen das bewusst ist und was sie machen werden.
-
: Gibts auch: Stromausfall im Bundestag
: Gibts auch: Stromausfall im Bundestag Gibts auch: Stromausfall im Bundestag. Zumindest in einem Teil, Unter den Linden 50 hat noch Strom, Paul-Löbe-Haus nicht mehr.
Scheint nicht nur den Bundestag zu betreffen, sondern ein Problem der Umgebung zu sein:
-
: Have You Got That Right? Surveillance
: Have You Got That Right? Surveillance Nett gemachtes Video über Überwachung vom australischen Castan Centre for human rights law: Have You Got That Right? Surveillance.
-
: Aggressivität im Netz: Wenn der Leser zum Tier wird
: Aggressivität im Netz: Wenn der Leser zum Tier wird Auch bei Tagesschau.de macht man sich Gedanken, was man mit den Kommentarspalten anfangen soll: Aggressivität im Netz – Wenn der Leser zum Tier wird.
In der der Redaktion von tagesschau.de passen Moderatoren auf, dass solche Dinge nicht auf der Seite veröffentlicht werden. Bei bis zu 2000 Kommentaren täglich haben sie gut zu tun. Nicht immer stoßen sie bei ihrer Arbeit auf Verständnis: „Ihr dreckigen Minusmenschen! – Die ihr (…) BEWEISKRÄFTIGE Kommentare, die eure Lügen-Propaganda-Maschinerie ENTLARVEN, blockiert. Ihr gehört an euren Innereien an der Reichstagskuppel aufgehängt!“
-
: Lustiges Kunstprojekt: Random Darknet Shopper
: Lustiges Kunstprojekt: Random Darknet Shopper Coole Kunst-Aktion der Mediengruppe Bitnik: Random Darknet Shopper.
Taz.de: Tor zur Unterwelt
Carmen Weisskopf und Domagoj Smoljo sind hauptberuflich, sagen wir: Beleuchter. Gemeinsam haben sie ein knalloranges Moped, ein fünfjähriges Kind und ein Kunstprojekt, das zu den intelligentesten Europas zählt. Sie nennen sich „!Mediengruppe Bitnik“. Wenn sie eine Aktion planen, dann nie ohne Anwalt. Ihr Thema: Überwachung und Staatlichkeit, Widerstand und derzeit vor allem: das Darknet. Gerade wollten die beiden Schweizer ihren Rückzugsraum mit einer Ausstellung feiern – und dann das: Der Rückzugsraum scheint bedroht.
Spiegel-Online: Random Darknet Shopper: Künstler bestellen illegale Waren im Online-Schwarzmarkt
Die Künstler der „!Mediengruppe Bitnik“ nehmen Besucher einer Ausstellung in der Schweiz mit ins Darknet. Dazu haben sie ein Computerprogramm geschrieben, das automatisch in einem großen Online-Schwarzmarkt namens Agora einkauft.
