Linkschleuder

Linktipps der Redaktion

  • : 20 Jahre #Nafta: Das Netz des Geldes.
    20 Jahre #Nafta: Das Netz des Geldes.

    Der Tagesspiegel hat sich mal die Versprechungen rund um NAFTA angeschaut, das Nord-amerikanische Handelsabkommen, der Vorläufer für TTIP, und was daraus wurde: Wirtschaftsbeziehungen – 20 Jahre Nafta Das Netz des Geldes.

    Der Handel zwischen den drei Ländern hat sich seit 1994 verdreifacht, doch profitiert haben davon in der Hauptsache Großkonzerne und Vermögenseigentümer, während die Einkommensungleichheit in allen drei Ländern massiv zugenommen hat. Und so verschärft Nafta nicht nur die Spaltung zwischen einem Entwicklungsland und zwei Industrieländern. Es forciert auch eine den Neoliberalismus insgesamt charakterisierende Spaltung zwischen den vermögenden Eliten auf der einen Seite und den arbeitenden Bevölkerungen auf der anderen Seite. „Profit over People“ hat Noam Chomskys das schon damals eingängig formuliert.

    8. Dezember 2014 3
  • : Bundesregierung erklärt Netzneutralitätspläne
    Bundesregierung erklärt Netzneutralitätspläne

    Während ich am Freitag im Presse-Hintergrundgespräch im Wirtschaftsministrium sass, hat Tilo Jung in der Bundespressekonferenz den Regierungssprecher gefragt, was denn an den Netzneutralitätsplänen der Bundesregierung dran ist. Das dokumentieren wir hier auch nur, weil es die Linie der Bundesregierung zeigt: Netzneutralität ist in der Rhetorik wichtig, gegen aktuelle Verletzungen der Netzneutralität wird man nichts unternehmen und zusätzlich führt man noch das Zweiklassenetz ein und legalisiert Drosselkom-Ideen. Business as usual.

    FRAGE JUNG: Herr Seibert, warum ist die Kanzlerin gegen Netzneutralität?

    STS SEIBERT: Ich kann der Behauptung in Ihrer Frage nicht zustimmen, die Kanzlerin ist nicht gegen Netzneutralität. Es ist so und das hat sie gestern in ihrer Rede auf dem „Digitising Europe Summit“ hier in Berlin ja sehr klar gemacht , dass Fragen der Netzneutralität zurzeit in Europa verhandelt werden, und zwar im Rahmen der Verhandlungen zum sogenannten Telekommunikationsbinnenmarkt. Dazu gibt es einen Vorschlag der italienischen Ratspräsidentschaft, der auf dem Tisch liegt, der auch diese Fragen betrifft. Es gibt noch keine Einigung im Rat. Die Bundeskanzlerin hat gestern sehr deutlich gemacht, dass es ihr wichtig ist, dass wir hier Fortschritte machen. Sie hat wörtlich gesagt, dass wir hier aufs Tempo drücken. Innerhalb der Bundesregierung besteht Einigkeit, dass Anbieter elektronischer Kommunikation alle im offenen Internet übertragenen Datenpakete gleich ohne Berücksichtigung des Absenders, des Empfängers, der Art des Inhalts, Dienstes oder auch der Anwendung behandeln sollen. Das ist der Inhalt der Netzneutralität. Dieser Grundsatz steht im Einklang damit, dass man Spezialdienste ermöglicht. Für diese Spezialdienste sollen Regeln gelten, die die Wahrung der Netzneutralität sicherstellen und gleichzeitig das Innovationspotenzial des Internets ausschöpfen. Das ist das, was ich Ihnen dazu sagen kann. Die Bundeskanzlerin hat gestern Beispiele solcher Spezialdienste genannt wenn man sie haben will. In solchen Diensten besteht ein enormes Innovations- und auch ein enormes digitales wirtschaftliches Potenzial. Angesichts dessen ist es sinnvoll, das so zu organisieren. Genau darüber hat die Bundeskanzlerin gestern gesprochen. Ich kann aber, wie gesagt, nicht ihrer Behauptung zustimmen, dass sie gegen Netzneutralität sei das Gegenteil ist der Fall.

    ZUSATZFRAGE JUNG: Sie hat auch davon gesprochen, dass die Chancen der Digitalisierung genutzt werden sollten. Ist das für Sie kein Widerspruch zu dem Anliegen der Netzneutralität? Ein Vorteil der Netzneutralität ist ja, dass jeder die gleichen Chancen hat, also zum Beispiel auch Startups.

    STS SEIBERT: Ich kann da noch einmal auf das zurückgreifen, was ich gerade gesagt habe: Es gibt ja das Bekenntnis zur Netzneutralität, und es gibt trotzdem diese Spezialdienste, die für das innovationsfreundliche Internet, für großes digitales Wertschöpfungspotenzial stehen, von dem wir alle in diesem Lande profitieren werden. Die werden zunehmen. Aber wie die Bundeskanzlerin gestern auch ausgeführt hat: Sie können sich eben nur entwickeln, wenn auch für diese Spezialdienste berechenbare und verlässliche Qualitätsstandards zur Verfügung stehen. Das sind die beiden Seiten, die man zusammenbringen muss und die die Bundesregierung in ihrem Vorschlag zusammenbringen wird.

    ZUSATZFRAGE JUNG: Diese Spezialdienste werden ja genau von denen angeboten, die nicht gerade für Innovation bekannt sind zum Beispiel der Telekom usw., also den großen Internetprovidern.

    STS SEIBERT: Das ist jetzt ein Satz. Zu welcher Frage führt er?

    ZUSATZFRAGE JUNG: Ich verstehe nicht, wie das zu Innovationen führen soll.

    STS SEIBERT: Die Bundeskanzlerin hat gestern zwei mögliche Bereiche genannt. Der eine Bereich, das fahrerlose Auto, klingt heute für manchen noch wie Zukunftsmusik, ist es in Wirklichkeit aber nicht, wie die Experten wissen. Der andere Bereich, der Bereich der telemedizinischen Anwendungen, hat für breite Teile der Bevölkerung vielleicht auch ein großes Potenzial. Das sind Beispiele, wo Innovation möglich ist und wo Innovation heißt, dass man solchen Spezialdiensten eben auch die berechenbaren Qualitätsstandards zur Verfügung stellen muss. Unser Vorschlag wird so sein, dass dies mit dem Grundsatz der Netzneutralität in Einklang gebracht wird. Vielleicht kann sich die Kollegin aus dem Bundeswirtschaftsministerium dazu noch weiter auslassen.

    MODES: Ich kann gerne noch etwas zu den Details sagen. Wie gesagt, es gibt mittlerweile eine gemeinsame Position der Bundesregierung. Es ist eben kein Widerspruch: Die Netzneutralität im offenen Internet soll erhalten bleiben; das Internet bleibt also weiter so, wie es jetzt ist, erhalten. Gleichzeitig gibt es eben diese Innovationen. Es gibt aber strenge Vorgaben: Die Spezialdienste dürfen nicht diskriminieren, sie dürfen kein Ersatz für einen offenen Internetzugang sein und sie dürfen nur bei ausreichenden Netzkapazitäten erbracht werden. Die können sozusagen jetzt auch erst beginnen. Deswegen sehe ich da jetzt auch keinen Widerspruch.

    ZUSATZFRAGE JUNG: An das Wirtschaftsministerium: Wenn die Netzneutralität erhalten werden soll, warum schreibt man das dann nicht ins Grundgesetz?

    MODES: Man findet in Europa eine europäische Regelung. Wir sind der Meinung, dass das europäisch festgesetzt werden muss.

    8. Dezember 2014 16
  • : Nächsten Montag im Bundestag: Anhörung zum geplanten CETA-Freihandelsabkommen
    Nächsten Montag im Bundestag: Anhörung zum geplanten CETA-Freihandelsabkommen

    Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag lädt kommende Woche, den 15.12., zu einer zweistündigen öffentlichen Anhörung zum geplanten CETA-Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kanada. Ganze 13 Sachverständigen dürfen ab 14 Uhr kurze Statements abgeben, die Anhörung soll auf bundestag.de gestreamt werden.

    Grundlage sind Anträge der Linken, Ceta zurückzuweisen (18/2604), und der Grünen, die sich gegen Klageprivilegien für Konzerne aussprechen und den Vertragsentwurf ablehnen (18/2620).

    Liste der geladenen Sachverständigen

    Felix Neugart, Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
    Tomas Nieber, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)
    Rupert Schlegelmilch, Europäische Kommission
    Prof. Gabriel Felbermayr, ifo-Institut, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
    Prof. Dr. Franz Mayer, Universität Bielefeld, Fakultät Rechtswissenschaft
    Thomas Fritz, PowerShift E.V.
    N.N.
    Prof. Dr. Rainhard Quick, Verband der Chemischen Industrie e.V. in Brüssel (VCI)
    Prof. Dr. Steffen Hindelang, Freie Universität Berlin, Fachbereich Rechtswissenschaft
    Prof. Dr. Ursula Kriebaum, Universität Wien, Abteilung für Völkerrecht und Internationale Beziehungen
    Pia Eberhardt, Corporate Europe Observatory (CEO)
    Dr. Stephan Schill, Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
    N.N.

    8. Dezember 2014 1
  • : NSA-Ausschuss: Bundesregierung will Snowden-Dokument nicht herausgeben
    NSA-Ausschuss: Bundesregierung will Snowden-Dokument nicht herausgeben

    Die Bundesregierung hat offensichtlich Angst, dass herauskommt, dass sie Edward Snowden Asyl gewähren könnte und ihre Notlüge zusammen bricht: Bundesregierung will Snowden-Dokument nicht herausgeben.

    Die Bundesregierung verweigert dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags Auskunft über die konkreten Vorwürfe der USA gegen den NSA-Enthüller Edward Snowden. Ein entsprechendes Schreiben des Bundesjustizministeriums (Pdf) veröffentlichte Linke-Ausschussmitglied André Hahn am Sonntag in Berlin. Dort heißt es, der betreffende Brief des US-Justizministeriums vom 5. September umfasse nicht den Gegenstand des Ausschusses.

    7. Dezember 2014 3
  • : Taz-Interview mit Duncan Campbell: „Ich beneide Sie“
    Taz-Interview mit Duncan Campbell: „Ich beneide Sie“

    Die Taz hat ein Interview mit dem britsichen Investigativjournalisten Duncan Campbell über das, was sich nach Snowdens Enthüllungen politisch getan hat und was ihn frustriert: „Ich beneide Sie“.

    taz: Herr Campbell, sie haben schon vor Jahrzehnten die Existenz weltweiter Überwachungssysteme enthüllt. Konnte Edward Snowden Sie überhaupt noch schocken?

    Duncan Campbell: Wer die Technologie verstand, wusste bereits vor Enthüllungen von Snowden, was alles möglich war. Was aber auch mich wirklich überraschte, war das tatsächliche Ausmaß der Überwachung. Wir konnten ja nicht ernsthaft davon ausgehen, dass sich die massenhafte Überwachung durch westliche Geheimdienste mehr oder weniger gegen alle Menschen richtet. Das ist ein Schock, ein ernster.

    7. Dezember 2014 1
  • : Vietnam: Blogger Nguyen Quang Lap festgenommen
    Vietnam: Blogger Nguyen Quang Lap festgenommen

    Nach einer Hausdurchsuchung wurde gestern der vietnamesische Blogger Nguyen Quang Lap festgenommen. Laut seiner Frau und seinem Bruder beschuldigt die Polizei ihn Artikel veröffentlicht zu haben, die sich gegen die staatlichen Autoritäten richten. Doch wie es bei der BBC heißt schrieb Nguyen Quang Lap, anders als die anderen in den vergangenen Monaten festgenommenen Aktivist_innen, auch für die etablierten Medien, tauchte im staatlichen Fernsehen auf und erhielt bereits staatlich unterstützte Preise. Auf seinem Blog veröffentlichte er jedoch gemeinsam mit Freund_innen teilweise auch kritische Artikel über Vietnam. Zuletzt wurde am 29. November Hong Le Tho aufgrund der Veröffentlichung China-kritischer Artikel festgenommen.

    7. Dezember 2014
  • : Sendung mit der Maus erklärt Taschenrechner und Touchscreens
    Sendung mit der Maus erklärt Taschenrechner und Touchscreens

    Die Sendung mit der Maus hat heute Digitalthemen erklärt, konkret ging es darum, wie Taschenrechner und ein Touchscreen funktonieren. Waren wohl beides Wiederholungen, trotzdem interessant.

    7. Dezember 2014 1
  • : Morgen Kino-Premiere von „Du bist Terrorist“ (neue Version) in Berlin
    Morgen Kino-Premiere von „Du bist Terrorist“ (neue Version) in Berlin

    Morgen um 12 Uhr gibt es im Moviemento-Kino in Berlin-Kreuzberg um 12 Uhr die Premiere der neuen Version von „Du bist Terrorist“. Alexander Lehmann hat dafür das Kino angemietet und lädt zur Prmeiere ein. Der Eintritt ist frei, über Spenden freut sich Alexander, um die Miete zu finanzieren. Und wir freuen uns über den Nachfolger von „Du bist Terrorist“ und sind gespannt.

    Premierenfeier_Nachfolger_DuBistTerrorist

    Und das ist die erste Version:

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    5. Dezember 2014 2
  • : Government open standards – the curious case of Microsoft and the minister.
    Government open standards – the curious case of Microsoft and the minister.

    Computerweekly.com berichtet, wie Microsoft in Großbritannien Politiker unter Druck setzte, gegen richtige Offene Standards und für Microsoft-Standards zu stimmen: Government open standards – the curious case of Microsoft and the minister.

    “A day or two before we were going to give the speech, a couple of backbench MPs called the office. They said Microsoft had called them, saying that – if we went ahead with the speech on open standards, open architecture and open source – they would cut spending or maybe close altogether on research and development centres in the constituencies of the MPs they called up,” Silva said in a speech to the CDO Summit event in London, on Wednesday 29 October 2014. “I was pretty worried about this to be honest. I went to see George – he said if Microsoft has a problem with the speech they should call us directly, so I relayed that back to the MPs. We never got a call from Microsoft, so we went ahead with the speech.”

    5. Dezember 2014
  • : Free Software Foundation Europe sucht Unterstützung fürs nächste Jahr
    Free Software Foundation Europe sucht Unterstützung fürs nächste Jahr

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    Das Ende des Jahres naht und nicht nur wir planen gerade unsere Aktivitäten und Finanzierung im nächsten Jahr. Auch die Free Software Foundation Europe will ihre Arbeit fortsetzen und ausbauen, um die Verbreitung von Freier Software zu fördern, und ist dafür auf Unterstützung angewiesen.

    Die neue Europäische Kommission stellt zur Zeit die Weichen für die nächsten fünf Jahre. Dies bietet viele Chancen für Freie Software. Die FSFE will Änderungen bei der öffentlichen Beschaffung und Auftragsvergabe bewirken, Standardisierungsprozesse öffnen und die Nutzerhoheit stärken.

    Gleichzeitig wird die FSFE im nächsten Jahr noch mehr Menschen ansprechen, die Freie Software noch nicht kennen. Die Organisation wird ihr Netzwerk von lokalen Gruppen in ganz Europa weiter ausbauen. FSFE übersetzt gegenwärtig ihr Informationsmaterial in viele europäische Sprachen. Ehrenamtliche können Informationen über Freie Software kostenfrei bestellen, um diese Materialien in Bibliotheken, Kinos, Geschäften und anderen Orten zu verteilen und damit das Wissen über Freier Software in ihrer Umgebung verbreiten.

    Das ist dringend notwendig. Wenn ihr die FSFE dabei unterstützen wollt, könnt ihr zum Beispiel Fördermitglied werden – und dafür eine Smartcard zum sicheren Abspeichern von Schlüsseln geschenkt bekommen –, aber auch einmalige Spenden sind willkommen. Als Ziel hat die FSFE sich gesetzt, noch 190.000€ zu sammeln. Das braucht sie noch, um die nötigen 420.000€ für ein Jahr Arbeit zu komplettieren. Wir drücken die Daumen.

    3. Dezember 2014
  • : Wurde auch Zeit: Glenn Greenwald will Snowden-Dokumente anderen Journalisten zur Verfügung stellen
    Wurde auch Zeit: Glenn Greenwald will Snowden-Dokumente anderen Journalisten zur Verfügung stellen

    Im Interview mit dem Münchener Merkur erklärt Glenn Greenwald, dass er die Snowden-Dokumente in einem Datenraum in New York anderen Journalisten zur Auswertung zur Verfügung stellen will. Das klingt etwas merkwürdig, denn auf die konkrete Realisierung unter den Augen der NSA sind wir gespannt.

    […]Das Material von Snowden ist ziemlich kompliziert, ich beschäftige mich jetzt seit eineinhalb Jahren damit. Und trotzdem werde ich nie alle Geschichten finden, die sich darin verstecken. Wir werden deshalb einen Datenraum in New York einrichten, wo wir die Dokumente anderen Journalisten zugänglich machen.[…] Ich komme langsam an den Punkt, an dem ich sage: Ich habe meinen Teil der Arbeit erledigt. Es wird Zeit, dass sich andere Leute mit einem unverbrauchten Blick daran machen. Wenn man in Besitz eines solchen Datenschatzes ist, fühlt man sich nicht nur der Quelle verpflichtet, sondern der ganzen Welt. Immer wenn ich mich mit etwas anderem beschäftige oder mir einen freien Tag nehme, fühle ich mich ein bisschen schuldig. Diese Last trage ich seit langem mit mir herum, ich bin jetzt bereit, sie zu teilen. Es ist Zeit loszulassen.

    Wir hätten gerne noch einen weiteren Datenraum in Berlin, um uns auch mal die Deutschland-relevanten Dokumente genauer anzuschauen.

    3. Dezember 2014 8
  • : Zwei Netzpolitik-Dokus auf der Oscar-Shortlist
    Zwei Netzpolitik-Dokus auf der Oscar-Shortlist

    Netzpolitik goes Mainstream. Mit „Citizenfour“ von Laura Poitras und „The Internet’s Own Boy“ von Brian Knappenberger haben es gleich zwei Dokumentationen über politische Nerds auf die Shortlista> für die kommende Oscar-Verleihung in der Kategorie Dokumentation geschafft.

    „The Internet’s Own Boy“ gibts schon im Netz, Citizenfour läuft derzeit noch in Kinos. Wir wünschen beiden viel Erfolg.

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    Update: Wie @gernot mir gerade auf Twitter erklärte, ist das die Shortlist für die Nominierung. Also noch einen Schritt vorher. (Ich kenne mich mit Oscars nicht so aus).

    3. Dezember 2014 1
  • : Anhörung im Bundestag zur Unabhängigkeit der Datenschutzbeauftragten
    Anhörung im Bundestag zur Unabhängigkeit der Datenschutzbeauftragten

    Gestern fand eine Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung für die Unabhängigkeit der Bundesdatenschutzbeauftragten im Innenausschuss im Deutschen Bundestag statt.

    Bislang untersteht die Bundesdatenschutzbeauftragte der Dienstaufsicht des Innenministeriums. Der EuGH hat schon mehrmals bemängelt, dass diese Praxis nicht mit der Europäischen Datenschutzrichtlinie vereinbar ist. Im Bundeshaushalt wurden für die für die Bundesbeauftragte im kommenden Jahr 275.000 Euro mehr Geld bewilligt. Im Vergleich zur Aufstockung des Bundesnachrichtendienst ist es wenig. Der soll bis 2018 insgesamt 300 Millionen erhalten, also umgerechnet 75 Millionen im kommenden Jahr.

    In der Anhörung wurden sechs Gutachter angehört, Andrea Voßhoff selbst kam auch zu Wort. Von drei Sachverständigen gibt es Stellungnahmen online.

    Ohne die Zustimmung der Bundesregierung darf sie nicht als Zeugin aussagen. Der ehemalige Datenschutzbeauftragte Peter Schaar hat diesen Maulkorb insbesondere in Hinblick auf die Aussagebefähigung vor dem NSA-Untersuchungsausschuss beanstandet.

    Prof. Dr. Klaus Gärditz von der Universiät Bonn stellte dazu fest, dass Zeugenaussagen nicht zum Aufgabenfeld der Datenschutzbeauftragten gehören und die bisherige Regelung das Amt somit nicht in seiner Unabhängigkeit beschneidet. Er kritisierte aber das Aufstellungsverfahren der Datenschutzbeauftragten durch die Bundesregierung. Die Kontrollinstanz wird durch die Kontrollierten selbst aufgestellt.

    Professor Dirk Heckmann von der Universität Passau erklärte laut Heute im Bundestag, dass „die Beschränkung der Aussagefreiheit der Beauftragten „problematisch“ sei. Wenn bestimmte Aussagen nur im Einvernehmen mit der Bundesregierung erfolgen dürften, bekomme „der potenziell Kontrollierte gleichsam ein Vetorecht.“

    Der Tagesspiegel schrieb:

    Die Bundesregierung versucht zu verhindern, dass die Datenschutzbeauftragte unabhängig wird und vor Gericht oder vor Untersuchungsausschüssen aussagen darf. Das ist die Quintessenz einer Anhörung zum sogenannten „Unabhängigkeitsgesetz“, bei der der Innenausschuss des Bundestags am Montag mehrere Rechtsexperten befragte.

    Hans-Hermann Schild, Richter am Verwaltungsgericht Wiesbaden, verlangte eine ausreichende personelle Aufstellung, ohne die das Amt seinen Ansprüchen auf Unabhängigkeit nicht gerecht werden könne.

    Da der Zuwachs an Aufgaben um ein Vielfaches gestiegen ist, sind die im Gesetzentwurf
    angedachten vier zusätzlichen Planstellen – allein schon in der Außenwirkung – weniger als
    der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

    Zur Überwachung der Geheimdienste durch die Bundesdatenschutzbeauftragte steht auf heise online:

    Die Kontrollmöglichkeiten insbesondere im Bereich der Geheimdienste blieben zudem lückenhaft. So sei für die Überwachung der strategischen Auslandsaufklärung des Bundesnachrichtendienstes (BND) zwar die parlamentarische G10-Kommission zuständig. Sollten im Anschluss auf Basis gewonnener BND-Erkenntnisse andere Behörden wie der Verfassungsschutz oder Strafverfolger tätig (werden), falle die Kontrolle in ihr Ressort. Eine Einsichtnahme würde aber oft verwehrt unter dem Hinweis, dass die G10-Kommission doch schon involviert gewesen sei.

    2. Dezember 2014 1
  • : Die Relaismotte: Eine Geschichte des Programmierfehlers
    Die Relaismotte: Eine Geschichte des Programmierfehlers

    Der Radiojournlaist Christian Grasse hat mit Systemfehler einen neuen Podcast gestartet. In Folge 1 geht es um „Die Relaismotte: Eine Geschichte des Programmierfehlers“.

    Grafikfehler in Computerspielen, Programmdefekte, die den Akku im Smartphone auf unerklärliche Weise leersaugen oder fehlerhafte Codeschnipsel, die die Sicherheit des gesamten Internets gefährden; so genannte Bugs, also Computerfehler sind mittlerweile überall, denn wir leben in einer Welt, die zunehmend von Software und Rechnersystemen bestimmt wird. Aber warum nennt man diese Art von Fehler eigentlich “Bug”? Was haben Insekten damit zu tun, wenn sich Programmfehler in Computersysteme einschleichen? Die erste Folge dieses Podcasts geht genau dieser Frage nach und erzählt eine Geschichte des Programmierfehlers. Protagonisten sind: Grace Hopper, die wohl erste Systemadministratorin der Welt, eine meterlange, tonnenschwere und aus hunderttausenden Einzelteilen zusammengesetzte Relais-Rechenmaschine der 40er Jahre und ein mumifiziertes und sorgfältig dokumentiertes Exemplar aus der Gattung der Kleinschmetterlingsfamilie. Die Hintergrundinformationen über die frühe Computerära kommen vom Medienwissenschaftler und Computerarcheologen Stefan Höltgen.

    Hier ist die MP3. (110 MB)

    2. Dezember 2014 2
  • : Meet the Pirate who wants to reform Europe’s copyright laws
    Meet the Pirate who wants to reform Europe’s copyright laws

    Bei ZDnet gibt es ein Portrait über die Piraten-MdEP Julia Reda: Meet the Pirate who wants to reform Europe’s copyright laws.

    However, though these tools have proved effective for the Pirate Party, which is made up of a lot of technologically-engaged, passionate members, Reda does not think that liquid democracy – which relies on volunteers to work – will ever replace the EU’s parliamentary decision-making process, which can be subject to influence by lobbyists. „You need to have people doing this full-time. If you try to outsource [the decision-making process] entirely to volunteers, I feel there would be a huge structural advantage to companies or other organizations that manage to pay people to do that kind of thing,“ she said. „Companies are not going to stop having full-time lobbyists.“

    2. Dezember 2014
  • : Call for Papers: Werdet Teil der #rp15 – erobert unsere Bühnen!
    Call for Papers: Werdet Teil der #rp15 – erobert unsere Bühnen!

    Der Call for Papers für die kommenden re:publica’15 mit dem Motto „finding europe“ ist gestartet. Wie immer gilt: Nur weil wir ein Motto haben muss man nicht jede Einreichung unbedingt mit dem Motto verbinden. Aber man kann (wenn es tatsächlich Sinn macht).

    Mit dem Motto Finding Europe möchten wir den Fokus auf die digitale Gesellschaft eines Kontinents legen, der in seiner kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bandbreite seinesgleichen sucht und freuen uns über Einreichungen, die zum Motto passen/sich damit beschäftigen. Ganz besonders gespannt sind wir außerdem auf viele internationale Bewerbungen. Und natürlich müsst ihr Euer Thema nicht verbiegen: Darüber hinaus findet alles Interesse, was überraschend, bereichernd oder unterhaltsam klingt, sei es Politik & Gesellschaft, Wissenschaft & Technik, Kultur & Entertainment, Business & Innovation, Bildung, Gesundheit, oder Witchcraft…

    Der CfP läuft bis zum 31. Januar 2015. Die re:publica findet vom 5. bis 7. Mai in Berlin statt.

    2. Dezember 2014
  • : Laura Poitras on Snowden’s Unrevealed Secrets
    Laura Poitras on Snowden’s Unrevealed Secrets

    Dailybeast hat ein längeres Interview mit Laura Poitras zu den Snowden-Enthüllungen: Laura Poitras on Snowden’s Unrevealed Secrets.

    Eine der News darin: Der Guardian hat wohl noch in Hongkong Material der Snowden-Leaks gelöscht.

    Actually, it hasn’t been reported yet but The Guardian did destroy some material in Hong Kong. They had a freak-out moment and destroyed some source material. So, I was copying it and getting it out, and I kept a copy on myself at all times with really, really strong passwords

    Ansonsten kündigt sie an, sich noch mehr mit den Special Source Operations (SSO) beschäftigen zu wollen:

    There’s a lot more there, though, and the thing that hasn’t been reported enough is the whole Special Source Operations program—which is the partnership between NSA and the telecoms. From their own internal documents, 80 percent of all the NSA’s collection happens through those partnerships.

    2. Dezember 2014
  • : Netzneutralität spaltet EU-Kommission und Rat
    Netzneutralität spaltet EU-Kommission und Rat

    Erich Moechel fasst bei FM4 den aktuellen Diskussionsstand im EU-Rat zu Netzneutralität zusammen: Netzneutralität spaltet EU-Kommission und Rat.

    Hier sieht das Ratspapier breite Ausnahmeregelungen von der Gleichbehandlung vor. Internetprovider sollen in den Verkehr nach eigenem Dafürhalten eingreifen und Websites selbst oder auf behördliche Aufforderung, jedenfalls aber ohne Gerichtsurteil blockieren können. Der Text ist dabei so breit und allgemein gehalten, dass aus diesen Notfallsmaßnahmen sozusagen die allgemeinen Regeln für die Behandlung der Daten abgeleitet werden.

    Widerstand gibt es von den kleinen Mitgliedsstaaten, u.a. von Slowenien und den Niederlanden, die bereits eigene Gesetze zum Schutz der Netzneutralität haben. Aber keine Panik, unser Digitalkommissar hat alles unter Kontrolle, oder?

    Die großen Differenzen im Ministerrat stehen einer baldigen Regelung für den digitalen EU-Binnenmarkt im Wege, immer fraglicher wird dabei, ob der für 2015 angestrebte Abschluss überhaupt noch realistisch ist. Viel einfacher ist es hingegen vorauszusagen, dass der Druck auf Kommissar Günther Oettinger wachsen wird, endlich klare Aussagen zum Thema Netzneutralität in irgendeine Richtung zu treffen. Bei Beobachtern des Geschehens mehren sich nämlich die Zweifel, ob der Energieexperte Oettinger seinem neuen Fachbereich digitale Kommunikation überhaupt gewachsen ist.

    Erich Moechel bezieht sich vor allem auf die Analyse von Monica Horten auf Iptegrity: EU Council divided over net neutrality law .

    The Council of Ministers is sharply divided over the net neutrality provisions in the new Telecoms Regulation. The split within the Council emerged today in a meeting of the Telecoms Council, where all 28 EU member governments gave their view on the Council’s new proposals for net neutrality. Broadly, the positions line up with the Dutch and Slovenians who are not happy with the Council’s text, and (sadly) the Brits at the diametrically opposite position, who support it.

    30. November 2014 2