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Netzzensur: China sperrt jetzt auch Firefox und Drupal

In China wird mal wieder die Netzzensur ausgeweitet. Betroffen sind davon gerade auch die freien Projekte Firefox (zumindest die Erweiterungen, vll wegen Proxys) und Drupal, die die NZZ berichtet: China sperrt noch mehr Internetseiten Konkret betroffen ist unter vielen anderen die Seite mit dem Katalog der Erweiterungen für den populären Webbrowser Firefox. Auch die Site…

  • Markus Beckedahl

In China wird mal wieder die Netzzensur ausgeweitet. Betroffen sind davon gerade auch die freien Projekte Firefox (zumindest die Erweiterungen, vll wegen Proxys) und Drupal, die die NZZ berichtet: China sperrt noch mehr Internetseiten

Konkret betroffen ist unter vielen anderen die Seite mit dem Katalog der Erweiterungen für den populären Webbrowser Firefox. Auch die Site des Online-Projekts Drupal, einem freien Redaktionssystem für das Erstellen von Websites, kann in weiten Teilen nicht mehr in China erreicht werden. Auch Sony Mobile und «The Atlantic» werden geblockt.

In China beginnt morgen die erste World Internet Conference. Amnesty International kritisiert aus deren Anlass die immer größer werdende Netzzensur: Internet freedom faces new attack as China seeks to shape global web rules.

“Internet freedom is under attack by governments across the world. Now China appears eager to promote its own domestic internet rules as a model for global regulation. This should send a chill down the spine of anyone that values online freedom,” said William Nee, China researcher at Amnesty International. “China’s internet model is one of extreme control and suppression. The authorities use an army of censors to target individuals and imprison many activists solely for exercising their right to free expression online.”

Zum Thema passt auch das neueste Küchenradio-Gespräch mit Markus Rimmele über China:

“Wo Chinas Einfluss wächst, leidet die Freiheit”, sagt Markus Rimmele, ARD-Hörfunk-Korrespondent in Shanghai. Er hat über die aktuellen Proteste un Hongkong berichtet, wo er mehrere Jahre gelebt hat (darüber hat er in KR173 berichtet). DocPhil spricht mit Markus über die aktuellen Proteste, das chinesische Internet, Pekings Zensur, seine Arbeit als Journalist und den wachsenden Machtanspruch Chinas in der Welt.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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5 Kommentare zu „Netzzensur: China sperrt jetzt auch Firefox und Drupal“


  1. wie siehts mit dem Bridge-protokoll meek aus ? Oder wird genau dieses damit gesperrt ?


    1. Um meek zu sperren, müsste man bestimmte CDN-Server von Amazon und Google’s blockieren. Das machen sie wohl noch nicht. Obfs3 und so gehen im Prinzip auch noch in China, allerdings versucht der Staat auch möglichst viele Bridgeadressen abzurufen und dann zu sperren.

      OONI sammelt Bridges-Errechbarkeitsdaten, guck mal hier:

      https://lists.torproject.org/pipermail/ooni-dev/2014-November/000187.html


  2. Firefox würde ich auch sperren. Geldgeier.

    Vorher aber definitiv den IE und MS usw usf


  3. […] Till glänzt durch Abwesenheit […]

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