Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Was geschah beim WIPO-Meeting?
: Was geschah beim WIPO-Meeting? Donna Wentworth gibt auf Copyfight einen Überblick, was diese Woche beim WIPO Developing Meeting in Genf passiert ist:
Cory Doctorow @ BoingBoing: „A group of over a dozen poor nations (the ‚Friends of Development’) have presented a long, substantive proposal about how to reform IP in poor nations to encourage development. The US and other rich countries have come back with the ridiculous proposal that the way to help developing nations is to assign them ‚buddies’ from the developed world who will lend assistance in writing American-style copyright and patent laws in poor countries where they can barely afford to feed and shelter their citizens.
The developing nations are aggressively calling bullshit on this.“
Ren Bucholz @ Deep Links (where EFF has been posting rough transcripts of the proceedings: Day 1; Day 2): „We won big this week. First, there is a genuinely substantive policy discussion going on within WIPO about its obligations to be more than an IP-factory and instead explore its capacity as a positive force for the social and economic development of its member states. Not only was the majority of the meeting spent discussing the excellent Friends of Development proposal, but the good guys secured two more meetings to focus on reforming WIPO, defeating those who wanted to limit the process to a single additional meeting. Second, WIPO agreed to open the next two events to the 17 non-accredited non-government organizations (NGOs) that fought hard to attend this first meeting.“South-North development monitor, SUNS: „Another highlight was a presentation by India, another major proponent of the Development Agenda. …India said that much more needs to be done in WIPO to meet development challenges. In WIPO’s terminology, ‚development’ means increasing a developing country’s capacity to provide protection to IPR owners. This is quite the opposite of what developing countries understand when they refer to the ‚development dimension.’ It added that the FOD paper corrects this misconception, that the development dimension means technical assistance.
India said that the real development imperative is ensuring that the interest of IP owners is not secured at the expense of the users of IP, of consumers at large and of public policy in general. The proposal therefore seeks to incorporate into international IP law and practice what developing countries have been demanding since the TRIPS agreement was foisted on them in 1994.“
William New @ IP Watch: „Private and non-profit sector representatives generally lined up on either side of debate between developed and developing countries undertaken in an inter-sessional intergovernmental meeting (IIM) this week. …A wide range of civil society groups have joined developing countries in pushing for reform of WIPO’s treatment of development issues. …Industry representatives, meanwhile, generally support the notion in the US proposal that no fundamental transformation of WIPO is necessary. …One industry representative called the Friends of Development proposal a ‚distraction,’ and industry groups generally appeared interested in preventing the Friends of Development proposal from gaining too much traction within WIPO.“
Bridges Weekly Trade News Digest : „[The] majority of developing country members, including the groups of African and Asian countries, expressed support for many of the issues raised in the FoD submissions, and stressed the importance of ensuring that the design and implementation of intellectual property rules take into account different countries’ respective levels of development – that one size should not be made to fit all. “
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: München setzt auf Debian
: München setzt auf Debian Die Bietergemeinschaft von Softcon und Gonicus hat den Zuschlag für das LiMux-Projekt der Stadt München bekommen. Die Unternehmen sind nunmehr für die Erstellung, Konfiguration und Pflege eines auf freier (Open Source) Software basierenden Basis-Clients für die 14.000 Arbeitsplätze der Stadtverwaltung zuständig. Die nun favorisierte Lösung sieht einen auf Debian basierenden Basis-Client vor, der um eine Vielzahl von spezifizierten Anpassungen erweitert wird, die sich an den Anforderungen der Stadtverwaltung ausrichten. Über genaue Details und das weitere Vorgehen werden die Bietergemeinschaft und das LiMux-Projektteam sich zeitnah abstimmen.
LiMux-Projektleiter Peter Hofmann zeigte sich insbesondere erfreut über die breite Beteiligung an der europaweiten Ausschreibung und die hohe Qualität der eingereichten Angebote. Er wertete dies als Beweis, „dass eine Migration auf Linux am Arbeitsplatz keine Exotenlösung am Markt ist.“ Der heutigen Entscheidung vorausgegangen waren langwierige Beratungen, bei denen alle potentiellen Lösungen eingehend und objektiv geprüft wurden.
Der Zuschlag erhielt die Bietergemeinschaft aus dem Mittelstand, da diese das beste Verhältnis von fachlicher Kompetenz und Preis bot. Es gehe im nächsten Schritt darum, möglichst rasch einen Prototypen zu erstellen, damit die tatsächliche Migration ab Jahresende beginnen kann, so Hofmann weiter.
Alfred Schröder, Geschäftsführer der GONICUS GmbH und Brigitte Stuckert, Geschäftsführerin der Softcon IT-Service GmbH „begrüßen die Entscheidung für ein Konsortium aus dem Mittelstand als wichtiges Signal der Landeshauptstadt München beim Weg in die IT-technologische Unabhängigkeit und freuen sich auf das gemeinsame Projekt mit den Linux-Fachleuten der Stadt.“
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: Nachrichtenüberblick 15.04
: Nachrichtenüberblick 15.04 tecChannel: Trend: Phisher locken Opfer in Blogs (via Handakte WebLAWg)
Netzwelt.de: Loudblog: Erstes Weblog-System für Podcaster
Telepolis: China perfektioniert die Kontrolle des Internet
Futurezone: Tauschbörsen-Nutzung steigt weiter
Futurezone: Tauschbörsen kommen auf das Handy
Intern.de: ‚Identity Theft’ nur ein Symptom…
Intern.de: Encarta auf dem Weg zum Wiki?
Heise: Suse Linux 9.3 ist da
Heise: CFP: ChoicePoint und Accenture erhalten Big Brother Awards
Heise: CFP: Lässt sich Code mit Werten wie Datenschutz aufladen?
Heise: CFP: Lotus-Gründer Mitch Kapor im Clinch mit Hollywood
Tonspion: Die Zukunft der Musik?
Golem: Deutsche Spieleentwickler fürchten um Finanzierungsquellen
Wired: China’s Filters Strong, Subtle
USA Today: Prying eyes are everywhere
News.com: Music moguls trumped by Steve Jobs?
News.com: Cerf: Hollywood interested in BitTorrent
Heise: Weiter Zoff um EU-Pläne zur Speicherung von TK-Verbindungsdaten
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: Filesharing über UMTS
: Filesharing über UMTS Deutsche Forscher haben herausgefunden, dass Filesharing-Systeme prima zu UMTS passen. Getestet wurde das eDonkey-Netzwerk:
„Vor allem UMTS-Netzbetreiber mit ihren teuren Lizenzen wünschen sich Anwendungen, die das Potenzial der Technologie ausnutzen und attraktiv für die Benutzer sind.“ Für diesen Anspruch scheinen mobile P2P-Datei-Tauschdienste geeignete Kandidaten zu sein, so die Forscher. So könnten Anwender beispielsweise selbstkomponierte Klingeltöne, Digitalfotos oder kurze Videos, die sich mit neuen Handys aufnehmen lassen, austauschen.
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: Diskussionsforum des Bundestages zum Informationsfreiheitsgesetz
: Diskussionsforum des Bundestages zum Informationsfreiheitsgesetz Der Bundestages hat ein spartanisches Diskussionsforum zum Informationsfreiheitsgesetz gestartet. Viel Diskussion gibt es noch nicht und die Technik erinnert an das letzte Jahrtausend. Trotzdem schön, dass etwas partizipative Demokratie gewagt wird:
Korruptionsvorbeugung oder Informationsquelle für Extremisten und Wirtschaftsspione?
Die Einführung eines Informationsfreiheitsgesetz (IFG) sorgt bereits vor seiner Verabschiedung für Kontroversen.Die Positionen der Bundestagsfraktionen sind der Ausgangspunkt der Diskussion. Wie lautet Ihre Meinung zum Informationsfreiheitsgesetz? Dieses Diskussionsforum bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Meinung dazu den Fraktionen mitzuteilen und sich mit anderen Bürgern auszutauschen.
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: Nachrichtenüberblick 14.04.
: Nachrichtenüberblick 14.04. Pro-Linux: LinuxBiometrics eröffnet
Telepolis: Google macht Privates öffentlich
Heise: EU beharrt auf Marktöffnung bei Telekommunikation
Heise: Kommunale Breitbandangebote: US-Gemeinden schlagen zurück
Heise: Elektronische Gesundheitskarte: Ausschuss gibt grünes Licht
Heise: CFP: Zivilgesellschaft startet Projekt gegen „Politikwäsche“
Heise: CFP: Unterwachung statt Überwachung
Zeropaid Interview: Michael Weiss, CEO of Morpheus
de.internet.com: Experten über Wirksamkeit der Internet-Zensur in China überrascht
Pro-Linux: Linux ist im betrieblichen Bereich nicht mehr zu stoppen
Wired: Surveillance Works Both Ways
Wired: P2P Fuels Global Bandwidth Binge
ZDNet: Firefox-Website mit 2,6 Millionen Besuchern im März
News.com: Blog censorship gains support
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: Titanic hackt CDU
: Titanic hackt CDU Zu köstlich wie die Titanic-Redaktion die CDU gehackt hat. Sie haben bei der CDU angerufen und sich als Credit Suisse ausgegeben, die ein altes Nummernkonto mit 1,3 Millionen SFr gefunden habe. Was man denn nun damit machen solle? Die Geschichte nahm ihren Lauf…
Über 90 Minuten bleiben die Spitzenpolitiker in der Bank. Kein Wunder eigentlich: Da steht der Bundesgeschäftsführer einer politischen Partei in Deutschland mit zwei Parteikollegen und einem schlecht gefälschten Kontoauszug in einer bis dahin angesehenen Schweizer Bank und will einen Direktor sprechen, den es nicht gibt, um knappe 3 Millionen Franken abzuholen, die nur in seiner Vorstellung existieren!
Die Story ist zwar schon etwas älter, aber immer noch lesenswert.
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: BBC Creative Archiv gelauncht
: BBC Creative Archiv gelauncht Heute ist das lange erwartete Creative Archive von der BBC und Partnern gelauncht worden. Die Idee dahinter ist, öffentlich-rechtliche Archive den eigenen Bürgern zu öffnen. Zukünftig sollen viele Eigenproduktionen unter die neue Creative Archive Licence gestellt werden, eine neue Creative Commons Lizenz, die nur in Grossbritanien gilt. Mit dem Projekt soll es möglich werden, dass die britischen Bürger zum ersten Mal freien Zugang zu einem Teil der britischen Kultur haben sollen, sich davon Kopien machen und diese auch verändern und mixen dürfen.
The Creative Archive is a BBC led initiative to provide access to public service audio and video archives in a way that allows the British public to find, share, watch, listen and re-use the archive as a fuel for their own creative endeavours. In other words, you can rip, mix and share the BBC.
Die Lizenz erlaubt das nicht-kommerzielle Kopieren und Remixen des Werkes (Non-Commercial). Der Name aller an dem Werk Beteiligten muss genannt werden (Attribution), und alle Änderungen müssen wieder unter dieselbe Lizenz gestellt werden (Share-Alike). Die Werke sollen allerdings nicht für Kampagnen oder Diffamierungen verwendet werden. (No Endorsement). Diese Rechte werden auch nur britischen Staatsbürgern gewährt. Dies soll eine DRM-freie Distributionsinfrastruktur gewährleisten. Vermutlich sperren sie alle IP-Adressräume ausserhalb von Grossbritanien.

Der jetzige Launch ist erstmal ein Pilot-Projekt, um die Idee des Konzeptes sowie die Akzeptanz zu testen. Während des Piloten soll Feedback eingeholt werden, welche Genres und Formate am meisten gewünscht sind. Gleichzeitig soll getestet werden, inwiefern sich die Bürger und andere Organisationen an dem Projekt beteiligen wollen und wie an neue Lizenz angenommen wird.
Während des Pilot-Projektes wird die BBC insgesamt 100h TV- und Radioaufnahmen unter der Lizenz releasen.
Schade, dass eine solche Initiative in Deutschland unmöglich erscheint. Ich würde auch gerne auf öffentlich-rechtliches Material übers Internet zugreifen können. Und wieso sollten Bürger nicht das Recht haben, z.B. die Tagesschau zu remixen oder bedeutende Augenblicke der Geschichte aus Fernseh- oder Radioaufnahmen aus öffentlich-rechtlichem Material zu nicht-kommerziellen Zwecken zusammen zu stellen? Und sie über das Internet mit anderen Bürgern teilen? Aber die politische Debatte zeigt, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten aus dem Internet heraus gehalten werden sollen, um den „Wettbewerb zu sichern“. Hingegen finde ich die Herangehensweise der BBC und die Vision von „Creative Archive“ für sehr gelungen, ihren Bürgern freien Zugang zu ihren Archiven zu verschaffen und ihnen das Recht zu geben, sich Kopien zu machen und diese auch zu verändern. So wird Kreativität gefördert und der Anschluss an das digitale Zeitalter geschafft.
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: WIPO – Bloggen Teil 2
: WIPO – Bloggen Teil 2 Karsten Gerloff von der Free Software Foundation Europe bloggt engagiert vom WIPO-Developing Agenda-Meeting aus Genf.
Aktuellster Beitrag: Wednesday morning at WIPO: NGO statements
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: OpenNet-Report zu China
: OpenNet-Report zu China Morgen wird die OpenNet Initiative (ONI) im Rahmen der öffentlichen Anhörung der U.S.-China Economic and Security Review Commission ihren Bericht „Internet Filtering in China 2004–2005“ vorstellen. Der erste Bericht dieser Art wurde im Jahr 2002 veröffentlicht. Das ONI ist eine gemeinsame Initiative des Citizen Lab des Munk Centre for International Studies (University of Toronto), des Berkman Center for Internet & Society (Harvard Law School) und der Advanced Network Research Group des Cambridge Security Programme (University of Cambridge).
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: Nachrichtenüberblick 13.04.
: Nachrichtenüberblick 13.04. Heise: Bundesregierung rüstet weiter für die Vorratsdatenspeicherung
Heise: CFP: Vom kafkaesken Schwinden der Anonymität
Futurezone: Musikindustrie nimmt „Internet2“ ins Visier
de.internet.com: Filmindustrie klagt gegen Studenten wegen Filesharing über Internet2
Wired: Daily Kos Swings for the Fences
Telepolis: Vorzensur, Schnellgerichtsverfahren und Internetpolizei
Spiegel: Spione auf dem Desktop
Netzeitung: Berlusconi gibt Mediaset-Mehrheit ab
Tagesschau: Zeitung: Rot-Grün will DNA-Analyse ausweiten
Heise: Ministerium prüft Protokollierung von Verbindungsdaten bei Anonymisierungsdiensten
Heise: RegTP soll zur Bundesnetzagentur werden
Golem: Ausländische Forscher in Deutschland nicht willkommen?
Futurezone: Ars Electronica 2005 stellt Programm vor
LA-Times: Testing Copyright Limits
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: CCC: Fragebogen zur Vorratsdatenspeicherung
: CCC: Fragebogen zur Vorratsdatenspeicherung Die neuste Meldung vom Chaos Computer Club:
Bundesinnenministerium: Zugriffsgelueste auf Telekommunikationsverkehrsdaten hinter verschlossenen Tueren
12. April 2005
Das Bundesinnenministerium versucht offenbar eine oeffentliche Diskussion der sogenannten Anforderungen der Sicherheitsbehoerden an Datenumfang und Mindestspeicherungsfristen fuer Telekommunikationsverkehrsdaten zu vermeiden. Zumindest hat man vergessen, die Anforderungen zu begruenden und sie der Oeffentlichkeit ueberhaupt mitzuteilen..
Laut einem bislang nicht oeffentlichen Papier der Regulierungsbehoerde fuer Telekommunikation und Post haben die deutschen Sicherheitsbehoerden Ihre Anforderungen an Datenumfang und Mindestspeicherungsfristen fuer Telekommunikationsverkehrsdaten definiert. Schade nur, dass sie es offenbar versaeumt haben, diese der oeffentlichen Diskussion und somit der demokratischen Meinungsfindung zuzufuehren.
Wir helfen dem mal ein bisschen nach und veroeffentlichen den ‚Fragebogen zu den Anforderungen der Sicherheitsbehoerden an Datenumfang und Mindestspeicherungsfristen fuer Telekommunikationsverkehrsdaten’ der mit kurzer Fristsetzung derzeit den Telekommunikationsunternehmen und Verbaenden zugestellt wurde.
In der Anlage sind die ‚Anforderungen’ der Sicherheitsbehoerden aufgelistet.
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: Google News in Bedrängnis
: Google News in Bedrängnis Google News verweist bekanntermaßen per verlinkter Schlagzeile und kurzen Abriss auf Nachrichten von Agenturen und Online-Medien. Als so genannter Aggregator zahlt es die in der Branche üblichen Lizenzen an die Nachrichten-Agenturen bisher nicht. Während sich allerdings die Mehrheit der Online-Medien und auch Reuters über die so gewonnen Zugriffe freuen, sehen AFP und AP die Sache anders.
Die französische Nachrichtenagentur AFP sieht durch die Listung bei Google News ihre Rechte gefährdet und hat gegen das Nachrichten-Portal Klage erhoben. Einen ähnlichen Weg schlägt nun AP ein und drängt Google News zur Erwerbung einer entspechenden Lizenz, um auch weiterhin AP-Meldungen listen zu dürfen. Gerade unter dem Stichwort Informationsfreiheit bleibt abzuwarten wie sich die Sache weiter entwickelt.
(via intern.de)
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: Open Access auf dem Vormarsch
: Open Access auf dem Vormarsch Wired News berichtet über die Open Access Bewegung, deren Ziel es ist wissenschaftliche Informationen im Internet frei zugänglich zu machen. Frei heißt in diesem Fall kostenlos und ohne Lizenzbeschränkungen.
In der 2001 gegründeten Budapest Open Access Initiative sind die dem Ziel verpflichteten, internationalen Kräfte gebündelt. Von zentraler Bedeutung für die Initiative ist die so genannte Berliner Erklärung vom 23. Oktober 2003. In dieser bekennen sich nationale und internationale Forschungsorganisationen zu den Open Access Standards, d.h. die Ergebnisse ihrer Arbeiten im Internet verfügbar zu machen, samt dem Recht zu freiem Gebrauch, Kopie und Weiterleitung der Informationen.
Das Directory of Open Access Journal liefert einen (nach Forschungsbereichen sortierten) Überblick, über die derzeit frei verfügbaren Online-Journale.
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: WIPO – Blogging
: WIPO – Blogging Gestern hat in Genf die Diskussion um die „Developing Agenda“ bei der World Intellectual Property Organisation begonnen. Das Thema schafft es leider nie in die Mainstream-Medien, trotz des Einflusses auf viele Gesetzgebungen wie Softwarepatente und das Urheberrecht. Viele Aktivisten von zivilgesellschaftlichen Organisationen sind dort und immer mehr bloggen auch.
Hier stelle ich mal verschiedene Quellen zusammen:
EFF Deep Links: Blogging WIPO’s Development Agenda Meeting – Day 1
Mediatrademonitor.org: WIPO’s Meeting on a Development Agenda (April 11 2005)
IP-Watch:
Nations Clash On Future Of WIPO Development Agenda
Ältere Beiträge von netzpolitik.org zum Thema WIPO:
Balance in der WIPO Developing Agenda?
Streit um WIPO-Partizipation
Auf dem Weg zur “World Intellectual Wealth Organisation” -
: EU fördert erneut OSS-Studie
: EU fördert erneut OSS-Studie FLOSS-POLS ist ein EU-gefördertes Forschungsprojekt der Universität Maastricht zum Themenfeld Freie Software und Open Source Software. Die erste FLOSS-Studie wurde bereits 2002 durch EU-Mittel gefördert und durchgeführt. Ergebnis dieser ersten Erhebung war, dass der Lernaspekt und der Ausbau der eigenen Fähigkeiten, die vorrangige Motivation der Entwickler zur Teilnahme an Freie Software Projekten ist.
Das nun angekündigte Nachfolgeprojekt baut auf den Erkenntnissen der ersten Studie auf und widmet sich damals aufgeworfenen Fragen. Hauptanliegen der Wissenschaftler ist es diesmal, die Organisationsstruktur der Open Source Szene genauer zu beleuchten. Im Mittelpunkt steht dabei der Gender-Aspekt, denn im Gegensatz zur gesamten IT-Branche (Frauenanteil 25%) liegt der Anteil weiblicher Entwickler in der Open Source Szene nur bei rund 5%. Des Weiteren soll der (individuelle) Mehrwert der Mitarbeit an Open Source Projekten evaluiert sowie das Open Source Lernmodell analysiert werden.
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: Neue Märchen der Musikindustrie
: Neue Märchen der Musikindustrie Es war einmal… So klingt zumindest das Märchen von den um die Hälfte reduzierten Downloads in Deutschland, was der IFPI-Verband heute mal wieder kommuniziert. Ist ja schön, wenn sie selbst dran glauben. Ich bezweifle stark, dass sich die Downloads aus Filesharing-Börsen aufgrund der Klagewellen fast halbiert haben, wie Herr Gebhardt in der heutigen Pressemmitteilung behauptet. Grund seien die Klagewellen und die tollen neuen DRM-Angebote. Komisch nur, dass nach aktuellen Zahlen jeder iPod-Besitzer ganze 7 Songs gekauft hat, wo doch bis zu 10000 Stück auf so ein kleines Teil passen. Lustig ist auch, dass Gebhardt nur wenige Monate brauchte, um die Brennerstudie der Filmindustrie zu bewerten, die genau das aussagen soll. Aber da diese aufgrund von Interviews geführt wird, und die Interviewten nicht ganz so ehrlich mit den Angaben sind (Stichwort Klagewellen), dürfte der Grund der starken Abnahme eher dieser sein: Die Leute verschweigen einfach aus Angst, dass sie Filesharing-Börsen nutzen. Wer will schon Gebhardts Fusstruppen mit der Polizei vor der Tür stehen haben für das nicht-kommerzielle Kopieren von Musik.
Die Rhetorik wird jedes Jahr auf neue wiederholt. Vielleicht glauben die IFPI-Verantwortlichen ja tatsächlich daran, dass sie Erfolg haben. Das Problem wird allerdings nicht gelöst. Und in Filesharing-Börsen ist nichts davon zu merken, dass die Musikindustrie mit ihren Klagewellen riesigen Erfolg hat.
Und man kann es immer nur wiederholen: Der Download von Songs aus Tauschbörsen ist nicht illegal! Auch wenn die Musikindustrie dies gerne so hätte.
Update:
Ich hatte noch einen Fehler drin. Die Brenner-Studie 2004, auf die Herr Gebhardt sich bezieht, ist nicht wenige Monate alt. Sie ist sogar älter als ein Jahr und wurde am 30. März 2004 veröffentlicht. Wenn das nicht mal Rapid Response ist.
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: Nachrichtenüberblick 12.04.
: Nachrichtenüberblick 12.04. Futurezone: GPS-Überwachung Verdächtiger erlaubt
Tagesschau: Karlsruhe erlaubt Überwachung aus dem All
Golem: Urteil: Polizeiliche Überwachung per GPS erlaubt
Heise: GPS-Fahndung der Polizei durch Verfassung gedeckt
Heise: Bundesregierung hält an Entwurf für neue Lauschverordnung fest
Golem: Debian – größere Änderungen durch neuen Projektleiter?
Golem: Open Source Initiative ändert Lizenzregeln
Wired: Copyright Reform to Free Orphans?
Tonspion: Mythos Tauschbörse – Schaden P2P-Netzwerke wirklich der Tonträgerindustrie?
The Register: IFPI drafts ‚code of conduct’ for ISPs
Pro-Linux: 2. Brandenburger Linuxinfotag – Anfassen, Ausprobieren, Anwenden
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: „Internet lernen“ mit den Landesmedienanstalten
: „Internet lernen“ mit den Landesmedienanstalten Klicksafe.de ist heute online gegangen. Eine Initiative u.a. von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation aus Rhineland-Pfalz. Letzte Woche hatte ich dazu schon eine Pressemitteilung gelesen und hätte das Thema am liebsten wieder verdrängt. Die Auflistung der anwesenden Politiker liess mal wieder das schlimmste vermuten. Und ja, Heise zitiert unsere Kulturstaatsministeriun Christina Weis, die mir schon so manchesmal wegen mangelnder Kompetenz rund um das Thema Internet aufgefallen ist: „Wir brauchen endlich eine taugliche Filtersoftware“ und lobte anschliessend den Büssow mit seiner Sperrungsinitaitive im Rheinland. Das erinnert mich an ein vergangenes Erlebnis als Sachverständiger im Berliner Abgeordnetenhaus zum Thema Jugendschutz im Internet.
Also mal die Seite angesehen, wie man jungen Menschen nun einen sicheren Umgang mit dem Internet zeigen möchte. Da gibt es also verschiedene Rubriken. „Schutz vor Schmutz“ als erstes mit ein paar Infos über Viren. Aber leider wird vergessen darüber aufzuklären, dass man mit Linuxsystem (und auch mit dem Mac) kaum oder keine Viren bekommt. Auch würde ich mir wünschen, dass bei den Browsern-Seiten nicht nur Tipps gegeben werden, was denn der Browser so über einen verrät, sondern dass man klar die sichere Alternative verlinkt. Von Firefox keine Spur. Hab dann mal die „Schuldenfalle Handy“ übersprungen, um zu lernen, wie ich sicher e‑Mails verschicke. Aber auch hier falsche Assoziationen, Verschlüsselung kommt nicht vor. Dafür sollen Kinder keine e‑Mails benutzen, die ihren eigenen Namen tragen. Um dies zu verhindern gibt es aber nur Anbieter, die für Kinder zugeschnitten sind. GMX & Co gehen wahrscheinlich nicht, weil da ja doch immer mehr „schmuddelige“ Bilder beim einloggen zu sehen sein sollen.
Pädagigisch hochwertig fand ich dann nur folgende Seite: „Was tun bei problematischen Suchergebnissen?“
Das Internet ist wie eine riesige Bibliothek, die jeder nach Lust und Laune bestücken kann. Das heißt, hier gibt es brauchbare und unbrauchbare Informationen und es gibt auch Illegales und Jugendgefährdendes. Es bleibt also nicht aus, dass man irgendwann auf Seiten mit fragwürdigen Inhalten stößt. Schnell wieder weg klicken ist eine mögliche Reaktion. Man kann aber diese Seiten auch melden, damit derlei Angebote überprüft und gegebenenfalls etwas dagegen unternommen werden kann. Viele Suchmaschinen haben einen Service eingerichtet, bei dem man diese zweifelhaften Seiten angeben kann
Wie wäre es mit dem Tip, sofort den Stromstecker zu ziehen? Würde mich ja interessieren, wieviele Kinder bild.de an die passenden Stellen melden. Kinderfrei ist die Seite, ebenso wie die Zeitung jedenfalls nicht.
Die Seite verliert aber schnell ihren Reiz, soviel zu lesen gibt es nicht. Aber ich bin eh die falsche Zielgruppe. Für Kinder ist es sicher nicht schlecht. Aber einige Punkte sind noch stark ergänzungswürdig. Wie bekomme ich jetzt nur wieder Christina Weis aus dem Kopf?
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: Süddeutsche: Von Windows zu NetBSD
: Süddeutsche: Von Windows zu NetBSD Der Schriftsteller Stephan Maus hält in der Süddeutschen ein Plädoyer für Open Source: Einmal Weltraum und zurück, bitte. Darin beschreibt er seinen Wechsel von Windows hin zu
Linux… NetBSD. Sehr ungewöhnlich, aber er hat auch ein sehr altes Notebook gebraucht gekauft. Angenehm geschrieben und lesenswert. Mal ein etwas anderer Bericht über das Umsteigen auf Freie Software.