Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Weitere Debatte um Datenschutz-Tätigkeitsbericht
: Weitere Debatte um Datenschutz-Tätigkeitsbericht Die Debatte um den aktuellen Tätigkeitsbericht, den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar gestern vorlegte, geht weiter. Nachdem Otto Schily sich gestern schon gegen jede Kritik verwahrte, springt ihm jetzt der christdemokratische Hinterbänkler und „Sicherheitsexperte“ Hartmut Koschyk helfend beiseite: „Der von Schaar kritisierten Einführung einer Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten sowie der Forderung eines Gesetzes zur Begrenzung der Telekommunikationsüberwachung wird unter Sicherheitsaspekten eine eindeutige Absage erteilt“. Die Kritik von Schaar sei „Ausdruck seiner ideologischen Prägung“. Die Antiterrorgesetzgebung sollte nicht begrenzt, sondern gleich noch erheblich erweitert werden: „Wesentliche Kernforderungen für eine wirksame Terrorismusbekämpfung wie Kronzeugenregelung, Rasterfahndung und Erleichterungen von Abschiebungen sind nicht oder noch nicht vollständig umgesetzt worden.“
Der „Sicherheitsexperte“ Hartmut Koschyk (Die Webseite grüsst mit „Auf ihn ist Verlass!“) ist scheinbar nicht in der Lage, eine lesbare Webseite anzubieten. Mein Firefox mag sein Menü nicht lesen.
Währenddessen unterstützt der Chaos Computer Club die Kritik von Peter Schaar:
Der Chaos Computer Club begrüßt ausdrücklich die betriebene Aufklärung von Peter Schaar (BDSB) zum Datenschutz und der informationellen Selbstbestimmung, welche seit des Bundesverfassungsgerichtsurteils vom 15. Dezember 1983 Verfassungsrang besitzt. Er wirkt dem Trend der Gleichgültigkeit großer Teile der Bevölkerung entgegen, die in der Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten scheinbar keine Gefahr sieht und dem Staat dabei blind vertraut. Die Ursache dürfte darin liegen, dass die damit verbundenen Risiken durch die Politik heruntergespielt werden und eine angebliche Notwendigkeit vorgegaukelt wird, beispielsweise durch Schüren unterschiedlicher Ängste.
…
Otto Schily scheint mit einer vorschnellen Einführung ab Ende 2005 die Sicherheit der Bürger leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Durch unausgereifte Technik wird ein Missbrauch quasi vorprogrammiert; bei ausgereifter Technik verliert das Individuum nicht nur die Kontrolle über seine Daten und damit über sein Schicksal, sondern es entsteht eine Scheinsicherheit, da durch Verwaltungschaos oder Korruption weiterhin falsche Identitäten mit echten Pässen möglich sind.Der Innenminister sollte die professionelle Einschätzung des BDSB endlich ernst nehmen und nicht als vermeintlich „inkompetent“ abtun. Statt sich über die durch die Verfassung garantierten Grundrechte hinwegzusetzen um die Einführung einer unausgereiften Technik zu forcieren, sollten sämtliche Spezifikationen für einen angemessenen Überprüfungszeitraum der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
…Und auch die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen weist Schily’s Kritik zurück:
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Es ist die gesetzliche Aufgabe des Bundesbeauftragten, das Parlament über Stand und Herausforderungen des Datenschutzes zu unterrichten. Seinen Bericht übergibt er nicht dem Innenminister, sondern aus gutem Grund dem Präsidenten des Deutschen Bundestages.
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Mit dem Vorwurf des Bundesinnenministers, Peter Schaar habe seine Kompetenzen überschritten, zeigt Otto Schily nur, dass er sich mit Kritik offenbar schwer tut und dabei selbst die Grenzen seines eigenen
Machtbereichs verkennt. Dass ein unabhängiger Datenschutzbeauftragter sich auch kritisch mit den Vorhaben von Ministerien auseinandersetzt, liegt nicht nur in der Natur der Sache, sondern gehört zu seinen ständigen Aufgaben. Wer das für Majestätsbeleidigung hält, sollte sein Verhältnis zu parlamentarischer Kontrolle in der Demokratie und zum vom Bundestag gewählten Beauftragten überdenken und der Rechtslage anpassen.Jetzt meldete sich noch Claudia Roth für die Grüne Partei zu Wort:
„Die Kritik von Innenminister Schily, Peter Schaar würde seine Kompetenzen überschreiten, ist unangemessen und falsch. Ein einfacher Blick ins Bundesdatenschutzgesetz hätte genügt, und Otto Schily hätte wissen können: Nach § 26 Bundesdatenschutzgesetz hat der Bundesdatenschutzbeauftragte die Aufgabe, den Deutschen Bundestag und die Öffentlichkeit über wesentliche Entwicklungen des Datenschutzes zu informieren. Zugleich regelt das Gesetz, dass der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung Empfehlungen zur Verbesserung des Datenschutzes geben soll.
Statt selbstherrlichen Versuchen, einen unabhängigen Beauftragten zu maßregeln, sollte der Innenminister sich lieber mit den Vorschlägen des Datenschutzbeauftragten gründlicher auseinandersetzen.
Heise weiß von einer gemeinsamen Stellungnahme der SPD-Bundestagsabgeordneten Ulla Burchardt und Jörg Tauss, die ich aber nicht im Netz finden kann:
Die „jüngsten Auslassungen“ Schilys seien „im Ton inakzeptabel und in der Sache falsch“. Die technischen Mängel und datenschutzrechtlichen Probleme seien seit Jahr und Tag bekannt und noch immer ungelöst. Für die biometrischen Daten im Pass fehle ein zuverlässiger Sicherheitsstandard, erklären sie unter Verweis auf die Ergebnisse einer Studie des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Bei einer zehnjährigen Gültigkeit von Reisepässen könne heute niemand ernsthaft ausschließen, dass die Daten unbemerkt gelesen, kopiert oder verändert werden.
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„Reisepässe mit biometrischen Merkmalen werden immer mehr zur persönlichen Obsession des Bundesinnenministers, und dies unter souveräner Missachtung von Bundestag, Datenschützern und wissenschaftlicher Expertise. … Tatsächlich war es gerade das Bundesinnenministerium, das gegen alle Warnungen von Experten die biometrische Vermessung der Bundesbürger durch die europäische Hintertür durchgesetzt hat“.Einen Tag später wandte sich der innenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, im Gespräch mit der Netzeitung gegen die Forderung seines Fraktionskollegen Jörg Tauss, Schily solle sich bei Schaar entschuldigen. «Ich halte überhaupt nichts von einer Entschuldigungsdebatte; wir sollten zur Sache zurückkehren», sagte Wiefelspütz.
Der SPD-Innenpolitiker lehnt auch ein von Schaar gefordertes Moratorium bei der Einführung neuer Pässe mit biometrischen Merkmalen strikt ab. «Wir werden nur neue Pässe bekommen, wenn Technik und Abläufe ausgereift sind, deshalb gibt es keinen Grund etwas zu verschieben», so Wiefelspütz zur Netzeitung.
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: Das Notebook ist zurück
: Das Notebook ist zurück Vor wenigen Tagen hatte ich über meinen Frust mit der Samsung Hotline geschrieben („Samsung gibt keine Garantie für Linux“). Montag wurde das Notebook abgeholt und heute wieder zurück gebracht. Das ist schnell und ich freue mich, dass sie endlich die kaputte Festplatte ausgetauscht haben. Jetzt muss ich es zwar (mal) wieder neu installieren, aber danach läuft es dann hoffentlich sehr lange produktiv ohne Fehler.
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: Nachrichtenüberblick 20.04.
: Nachrichtenüberblick 20.04. Heise: RFID jetzt auch in deutschem Krankenhaus
de.intenet.com: Deutschland: Der MP3-Boom erreicht neue Rekordhöhen
The Register: Privacy from the trenches
The Register: Privacy groups slam US passport technology
intern.de: AP verlangt Online-Gebühren
intern.de: Superwaffe gg. P2P-Tausch?
silicon.de:
Oberster Datenschützer: Heimliche Überwachung steigt schnellPro-Linux: Migrationstool MoveOver wird freie Software
Futurezone: Mitarbeiter unter ständiger Beobachtung
The Register: Denmark remains world’s „e‑readiest“ nation
silicon.de: Red Hat und MySQL gegen Softwarepatente einig
Wired: House OKs Family Copyright Bill
intern: Kino + Kamera = Knast
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: „Popecasting“ – Zeichen der Moderne?
: „Popecasting“ – Zeichen der Moderne? Ursprünglich wollte der niederländische Priester seine Hörer eigentlich vor allem auf akustische Streifzüge mitnehmen – zu den berühmten Sehenswürdigkeiten und zu den für ihn als Priester erreichbaren, aber sonst verschlossenen Ecken: „Soundseeing“ statt Sightseeing. Durch Erkrankung und Tod von Johannes Paul II. wurde aus Vonhögens Podcasting-Sendungen „Popecasting“.
Dass moderne Kommunikationstechnologien doch nicht spurlos an der katholischen Kirche vorbei gehen, beweist Roderick Vonhögen, Priester der Erzdiözese Utrecht in den Niederlanden. In seinem Podcast CatholicInsider hat er direkt von den jüngsten Ereignissen in Rom und insbesondere der Konklave berichtet. Sich selbst beschreibt er als „von der US-Popkultur beeinflusst“. Was sich auch darin zeigt, dass er sich neben den genannten Themen, auch schon mal mit Star-Trek oder Vatikan-Verschwörungstheorien beschäftigt. (Stichwort: „The Da Vinci Code“)
(via Handakte WebLAWg) -
: Schily spinnt
: Schily spinnt Der Bundesdatenschützer Peter Schaar hat heute den Tätigkeitsberichts 2003–2004 vorgelegt. Die Übergabe des 20. Tätigkeitsberichts des Bundesbeauftragten für den Datenschutz (2003/2004) an den Präsidenten des Deutschen Bundestages ist als Pressemeldung verfügbar.
Beispielsweise fordert Schaar darin zu Recht ein Moratorium für die Einführung biometrischer Merkmale in Pässen:
Biometrische Systeme und Verfahren stehen in mehreren Bereichen vor der Anwendung, um die Identifikation von Personen zu erleichtern. Sie ermöglichen es jedoch auch, den Einzelnen heimlich zu überwachen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Pässe mit biometrischen Merkmalen ausgegeben werden. Die Biometrie hält aber häufig nicht, was man sich von ihr verspricht (vgl. Nr. 4.2.2). Wissenschaftliche Untersuchungen und Anwendungstests zeigen, dass sie oft nicht so zuverlässig funktioniert, wie es für ihren flächendeckenden Einsatz erforderlich wäre. Die Reaktion auf diese Mängel kann nicht sein, die Anzahl der jeweils genutzten biometrischen Merkmale zu erhöhen. Das macht ein Verfahren nicht zuverlässiger, sondern multipliziert die Fehlerrate. Ich halte eine offene und breit geführte Diskussion über die Anwendung biometrischer Verfahren für unverzichtbar. Für die Einführung biometrischer Merkmale in Reisepässen erscheint mir ein Moratorium angebracht; zumal die entsprechenden Vorgaben der EU-Verordnung erst Mitte 2006 und nicht etwa in diesem Jahr umgesetzt werden müssen.
Otto Schily mag die Kritik erwartungsgemäss nicht:
Auch gegen Schaars Forderung nach einem Moratorium für die Einführung neuer Pässe mit biometrischen Daten wandte sich der Innenminister mit scharfen Worten. Schaar habe nicht die Aufgabe, die technischen Fragen zu beurteilen, dafür gäbe es andere Institutionen. „Er hat auch nicht die politische Entscheidung zu kommentieren oder zu beeinflussen“, so Schily.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Schily immer mehr der Realität entrückt…
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: Ratzinger wird Papst
: Ratzinger wird Papst Das wars dann wohl mit der Reformfähigkeit der Katholischen Kirche: Joseph Ratzinger ist der neue Papst und nennt sich Benedikt XVI.
Passend dazu der Spiegel-Artikel „Der Aufstieg der Santa Mafia“ über den Geheimbund Opus Dei.
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: Was ist Europas größte Linux-Business-Messe?
: Was ist Europas größte Linux-Business-Messe? Die Computerwoche, herausgegeben von IDG, fragt aktuell in einem „Linux Quiz“ nach der grössten Linux-Business-Messe in Europa:

Ein Schelm, wer sich böses dabei denkt, dass der LinuxTag nicht genannt wird. Klar, der wird auch nicht von IDG organisiert und zieht auch noch Jahr für Jahr mehr Menschen und Firmen an, als es der von IDG organisierten LinuxWorldExpo recht wäre. Dazu bietet der LinuxTag noch das spannendere Programm mit einer Vielzahl an freien Vorträgen und Subkonferenzen. So empfinde ich es als Manipulation, dass IDG ganz „uneigennützig“ den LinuxTag einfach ausblendet. Und die eigene LinuxWorldExpo als einzige „richtige Lösung“ bezeichnet.
Die grösste Messe für Freie Software, Linux und Open Source in Europa – der LinuxTag – findet übrigens vom 22. – 25. Juni in Karlsruhe statt.
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: Nachrichtenüberblick 19.04
: Nachrichtenüberblick 19.04 Boston Globe: Manufacturers learn from users’ creativity
Futurezone: Firmenkritik in Weblogs problematisch
Golem: GEMA-Abgaben auf CDs bestätigt
de.internet.com:USA: Richter weist Klage kalifornischer Behörden gegen Microsoft zurück
ZDNet: Internet-Pionier: Filmindustrie an Bittorrent interessiert
Telepolis: Auftragswürmer für die Mafia
Telepolis: Wie amerikanisch bleibt ICANN?
Telepolis: Die „gefährlichste Hackergruppe“ der Welt
Heise: Hintergrund: Was Adobe sich von der Macromedia-Übernahme verspricht
Heise: Schärfere Waffen gegen Spam-Versender gefordert
Futurezone: Digitalisierung krempelt Werbebranche um
de.internet.com: Schaar: Überprüfung der Beschränkungen der Grundrechte im Zuge des 11. September fällig
Pro-Linux: Australische Regierung veröffentlicht Open-Source-Guide
Heise: Verantwortlichkeit im Internet: Wer soll die Zeche zahlen?
Tagesschau: Bundesdatenschützer ruft Gesetzgeber zur Räson
Heise: Datenschutzbeauftragter fordert Moratorium bei biometrischen Pässen
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: Auf dem Weg zur Musik-Enzyklopädie
: Auf dem Weg zur Musik-Enzyklopädie Die Musikdatenbank Musicbrainz gibt es zwar schon seit sechs Jahren, jetzt allerdings überrascht sie mit einem für die Branche (bisher) ungewöhnllichen Schritt. Gestern wurde im amerikanischen San Luis Obispo der Musicbrainz-Verein gegründet, der die Geschicke der Musikdatenbank fortan lenken wird. Im Vorstand der Organisationen sitzen so illustre Leute wie Robert Kaye (Musicbrainz-Gründer), Lawrence Lessig (Creative Commons) und Cory Doctorow (EFF-Aktivist).
Über die Unterschiede zu kommerziellen Datenbanken, klärt Netzwelt auf:
Im Gegensatz zur CDDB-Datenbank (Bsp. iTunes) setzt Musicbrainz auf akustische Fingerabdrücke. Nutzer können mit der Tagger-Softare der Website beispielsweise Informationen zu einzelnen MP3s abfragen und diese automatisch ergänzen.
Musicbrainz setzt […] auf den aktiven Austausch mit Nutzern und Entwicklern. So erlaubt man Programmieren nichtkommerzieller Software den kostenlosen Zugriff auf mehr als drei Millionen Song-Informationen.Ziel ist es möglichst viele Zusatzinformationen zu Songs und Musikern zu sammeln, um langfristig zu einer Musikenzyklopädie im Stil von Wikipedia zu werden. (via Mix, Burn & R.I.P.)
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: Nine Inch Nails veröffentlichen Song zum Remixen
: Nine Inch Nails veröffentlichen Song zum Remixen Nine Inch Nails veröffentlichen demnächst ein neues Album. Im Vorfeld davon haben sie nun einen Song im Apple Garageband-Format online gestellt. Garageband ist eine Apple Software zum Komponieren von Musik. Mit dem 70 MB grossen Datenpaket im .sit-Format kann der Song geremixt und verändert werden. Trent Reznor, der Sänger und Kopf von NIN, begründete diesen Schritt:
„For quite some time I’ve been interested in the idea of allowing you the ability to tinker around with my tracks – to create remixes, experiment, embellish or destroy what’s there. I tried a few years ago to do this in shockwave with very limited results. After spending some quality time sitting in hotel rooms on a press tour, it dawned on me that the technology now exists and is already in the hands of some of you. I got to work experimenting and came up with something I think you’ll enjoy. What I’m giving you in this file is the actual multi-track audio session for „the hand that feeds“ in GarageBand format. This is the entire thing bounced over from the actual Pro Tools session we recorded it into. I imported and converted the tracks into AppleLoop format so the size would be reasonable and the tempo flexible.“
[Via BoingBoing]
Als Promotionsinstrument finde ich die Aktion klasse. Leider finde ich keine Informationen, welche Lizenz verwendet wird. Dies ist aber dafür entscheidend, ob ich Remixe des Werkes im Internet veröffentlichen darf oder eine Abmahnung riskiere. Ich denke aber mal, dass in diesem Fall ausdrücklich erwünscht ist. Die Wahl von Garageband ist leider sehr einschränkend, da dies nur Apple-Nutzern zur Verfügung steht. Die Unterstützung von mehr (und offenen) Formaten wäre hier sicherlich hilfreich, um mehr Menschen zu erreichen.
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: Papstwahl hacken
: Papstwahl hacken Kann man die Papst-Wahl hacken? Bruce Schneier geht dieser Frage in seinem Weblog nach:
How hard is this to hack? The first observation is that the system is entirely manual, making it immune to the sorts of technological attacks that make modern voting systems so risky. The second observation is that the small group of voters – all of whom know each other – makes it impossible for an outsider to affect the voting in any way. The chapel is cleared and locked before voting. No one is going to dress up as a cardinal and sneak into the Sistine Chapel. In effect, the voter verification process is about as perfect as you’re ever going to find.
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: Euro-Geldscheine mit RFID?
: Euro-Geldscheine mit RFID? Die Tagesschau berichtet über neue fälschungssichere Euro-Geldscheine. Nähere Angaben zu den neuen Sicherheitsmerkmalen werden zwar nicht gemacht. Ich vermute allerdings, dass man RFIDs einbauen wird. Dies würde das Aus für anonymes Bargeld bedeuten.
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: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages erklärt Softwarepatente
: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages erklärt Softwarepatente Der „Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages“ erklärt in der aktuellen Ausgabe den Begriff „Softwarepatente“. Aber irgendwie hat der Dienst immer noch nicht wirklich die Debatte verstanden: „… Sie fordern offene Standards (sog. Open Source) bei der Entwicklungs- und Vertriebsform von Software und halten einen urheberrechtlichen Schutz von Software für ausreichend.“
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: Nachrichtenüberblick 18.04.
: Nachrichtenüberblick 18.04. Heise: Abmahnwelle überrollt deutsche Songtext-Seiten
Telepolis: Schon wieder eine Revolution verschlafen?
Telepolis: „I don’t email“
Pro-Linux: Debian GNU/Linux 3.0r5 freigegeben
de.internet.com: EU-Kommission will Datenspeicherung von Telefon und E‑Mail bis maximal ein Jahr
de.internet.com: Film- und Musikindustrie will europäische Internet Provider zur Herausgabe der Kundendaten verpflichten
de.internet.com: Konsumenten kaufen iPod aus Protesthaltung
Futurezone: Strenge Gesetze gegen Datendiebstahl
Futurezone: Microsoft wirbt wieder für Windows
VDI: Streit um Biometrie findet auf IT-Sicherheitskongress nicht statt
Wired: Flexible Copyrights Hop the Pond
Wired: U.S. Military’s Elite Hacker Crew
AZCentral: Brazil is pressing for free software
Tagesschau: Spezialist für verdeckte Ermittlungen
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: Mein Horror mit der Samsung-Kundenhotline
: Mein Horror mit der Samsung-Kundenhotline Die Stiftung Warentest hat Notebook-Hotlines getestet. Das erinnerte mich nochmal daran, dass ich meine Erlebnisse mit der Samsung Hotline gerne mal aufschreiben wollte. Denn Kundenservice wird bei Samsung anscheinend nicht gross geschrieben. Angefangen hat alles mit dem Kauf eines Samsung P35 im Herbst vergangenen Jahres. Mein altes Notebook hatte endgültig den Geist aufgegeben und nach einiger Recherchezeit entschied ich mich für das Samsung Notebook. IBM war leider immer noch um einiges teurer und eigentlich gefällt mir das Design von Samsung und die Ausstattung des Notebooks. Wenn denn mal alles funktioniert…
Das tut es natürlich nicht, bzw. immer noch nicht. Als erstes wurde selbstverständlicherweise das vorinstallierte Windows XP herunter formatiert. Was will ich denn mit einem unsicheren Betriebssystem für das ich dank der Bundle-Verträge trotzdem bezahlen musste? SuSE 9.1 wurde installiert und verabschiedete sich innerhalb von zwei Wochen ins Daten-Nirvana. Kein Problem , dachte ich, denn 9.2 war soeben erschienen und alle Daten werden immer noch im Büro gebackuped. Aber das SuSE 9.2 lief auch nicht so, wie ich mir das vorstellte, irgendwas schien immer mit der Festplatte kaputt zu sein, was ich meist bemerkte, wenn ich grössere Dateien kopierte oder bestimmte Musik hörte, die dann unverständlicherweise ruckelte. Aber da ich ständig unterwegs war und Internet einwandfrei funktionierte, verschob ich das einschicken auf meinen letzten Urlaub.
Bei Samsung angerufen, das Problem mit der Festplatte kommuniziert und beruhigt in Urlaub gefahren. Vorher natürlich noch ausgiebig die Festplatte formatiert und mit Nullen überschrieben. Ich möchte ja nicht, dass irgendwelche Samsung Mitarbeiter sich meine Daten anschauen. Das Notebook wurde schnell abgeholt und nach meiner Wiederkehr stand es schon gereinigt im Büro. Ich wunderte mich zwar, dass es nur zwei Tage weg war, war aber glücklich. Dann erstmal Slackware drauf installiert und komischerweise tauchten wieder ähnliche Probleme auf. Man wundert sich schon, wenn das System frisch installiert ist und beim starten sofort wieder Fehler auf den Partitionen gefunden werden. Also erstmal bei Samsung angerufen, denen mit geteilt, dass ich mich über die Displayreinigung zwar gefreut habe, was denn aber mit der Festplatte gemacht worden sei?
Und da fiel ich das erste Mal vom Hocker. Am Telefon wurde mir nämlich erklärt, dass die Service-Mitarbeiter feststellten, dass da kein Windows drauf war und einfach nur die Festplatte nochmal formatierten und Windows XP installierten. Das lief dann und sie haben es zurück geschickt. Hallo?
Ich erklärte dann dem Servicemitarbeiter, dass ich verschiedene Linux-Distributionen installiert habe und keine einwandfrei funktionierte. Und wir haben wir im Büro verschiedenste Linux-Distributionen auf verschiedensten Rechnern – alle funktionieren ohne Problem, nur nicht mein teures Samsung-Notebook. Das sei ja nicht ihr Problem, wenn ich Linux einsetzen würde, unter Windows würde das Notebook richtig funktionieren!! Letzte Woche wechselte ich dann von Slackware zu Kubuntu und wieder dasselbe Problem: Fehler auf den Partitionen. Da habe ich erstmal verschiedene Tools zur Analyse von Festplatte recherchiert und diese mal drüberlaufen lassen. Alle zeigten Fehler an und zwar am Ende der Festplattensektoren. Dies erklärte endlich mal, weshalb das System meist funktionierte, denn es wird am Anfang der Sektoren installiert. Und die grossen Daten am Ende der 60 GB grossen Festplatte immer Probleme bereiteten.Also direkt wieder beim Samsung – Support angerufen und was mir da erklärt wurde, war echt der Hammer: „Wir geben für unsere Hardware nur Garantie unter Windows XP“. Ich dachte zuerst, die Frau wolle mich verarschen und erklärte ihr, dass mich a) beim Kauf niemand darauf hingewiesen habe und b) so eine Aussage technisch totaler Schwachsinn sei, denn wenn die Hardware kaputt ist, dann ist die Hardware eben Schrott und nicht die Software. Aber die Frau blieb bei ihrer Aussage und betete mir wieder die Daten aus ihrem CRM-System vor, vor sie schon lesen konnte, dass ich schonmal nachfragte, was denn ihre Techniker mit meinem Notebook getan hätten, bzw. was nicht.
Jetzt wird das Notebook am Montag wieder abgeholt, ich darf wieder alles formatieren und wenn ich Pech habe, installieren die Techniker wieder nur ein Windows XP drauf (Auf die vorderen Sektoren) und stellen fest, dass es funktioniert. Ich habe mich ja noch bemüht, am Telefon freundlich zu sein, auch wenn Aussagen wie „Wir geben für unsere Hardware nur Garantie unter Windows XP“ mich eher dazu verleiten zu sagen „Wenn Du Linux nutzen willst, kauf alles nur bloss nicht Samsung!“. Ich bin mal gespannt, wie lange es jetzt wieder weg ist und bedanke mich schonmal bei Samsung für den „freundlichen Service“, die Ressourcenverschwendung für mehrmalige Installieren und die Aussage, dass sie keinen Garantie geben wollen, wenn man Linux einsetzt. Mein nächstes Notebook wird wohl kein Samsung mehr werden. Scheint ja eh nicht mit Linux zu laufen…
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: Nachrichtenüberblick 16.04.
: Nachrichtenüberblick 16.04. BBC: US politicians embrace podcasts
BBC: BBC Radio podcasts 20 more shows
The Village Voice: PH.Dotcom
Futurezone: Religiöse Botschaften im MP3-Format
de.internet.com: ICANN lehnt Regulierung von VoIP ab
Heise: CFP: US-Teenager und Datenschutz im Zeitalter der Alarmstufe 1
Heise: CFP: Unheilige Allianzen zum Schutz der Privatsphäre gesucht
Heise: CFP: Bürgerrechtler fordern Reform des US-Antiterrorgesetzes Patriot Act
MichaelMoore.com: Bush Says His Privacy Must Be Protected
Futurezone: Musikindustrie mahnt Songtext-Sites ab
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: Propaganda der US-Regierung
: Propaganda der US-Regierung Spiegel berichtet über Propaganda der Bush-Regierung:
Washington – Manchmal ist der Weg in die Wohnzimmer der Nation gar nicht so beschwerlich. Die US-Regierung hat es vorgemacht: Sie kauften Schauspieler ein, die Journalisten mimten und vor laufender Kamera in investigativer Manier Regierungsbeamte zu Themen wie Drogenkontrolle oder Gesundheit befragten. Die fertigen Beiträge, die selbstverständlich frei von regierungskritischen Tönen waren, wurden noch mit fetzigen Zusatztexten versehen und an alle TV-Stationen des Landes verschickt.
Witzig sind auch die alten Propaganda-Filme der USA, die bei Archive.org herunter geladen werden können. Pädagogisch hochwertig sind z.B. die Aufklärungsfilme über die wilden Japaner aus der Zeit des 2. Weltkrieges. Aber auch die Sexaufklärungsfilme aus den sechziger Jahren haben mehr Aufmerksamkeit verdient.
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: Creative Archive der BBC
: Creative Archive der BBC Greg Dyke, director general of the BBC, has announced plans to give the public full access to all the corporation’s programme archives. Mr Dyke said on Sunday that everyone would in future be able to download BBC radio and TV programmes from the internet.
The service, the BBC Creative Archive, would be free and available to everyone, as long as they were not intending to use the material for commercial purposes, Mr Dyke added.Diese Meldung aus dem Jahr 2003 war der Startschuss für das als „Creative Archive“ bekannte Projekt der BBC. Archivierten Inhalte des Senders sollen den britische Steuerzahler unter Creative Commons Lizenzen zur Verfügung gestellt werden. Somit sind diese berechtigt, die Materialien auf ihre Festplatte zu speichern, zu bearbeiten, auf andere Datenträger zu kopieren und an Freunde weiterzugeben, solange dies nicht kommerziellen Zwecken dient.
Heute gut anderthalb Jahre später stellt sich die Situation ein wenig anders dar. Nachdem sich die Einführung des Creative Archive sich nun bereits um sechs Monate verschoben hat, schränkt die BBC die hohen Erwartungen nun noch weiter ein. Freigegeben werden nicht, wie urspünglich angekündigt, Beiträge aus sämtlichen Sparten, sondern zunächst nur Natur- und Dokumentarfilme der BBC. Ob und wann das inhaltliche Angebot erweitert wird, darüber machen BBC-Verantwortlichen nur sehr vage Angaben.
Nichts desto trotz sollte der Schritt der BBC nicht unterbewertet werden, da er dennoch als bisher wohl ehrgeizigstes Projekt dieser Art gelten kann und durchaus Pioniercharakter besitzt. Einen ausführlichen Bericht zum Thema gibt es hier.
netzpolitik.org berichtete vor zwei Tagen schon ausführlich: BBC Creative Archiv gelauncht
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: Beta der NMM-Oppix zum Download
: Beta der NMM-Oppix zum Download Golem berichtet zur NMM-Oppix, einer neuen Linux-Live-CD, die am Lehrstuhl für Computergrafik der Universität des Saarlandes entwickelt wurde.
Die bereits vollständig installierte und konfigurierte Multimedia-Box erlaubt unter anderem die MP3-Wiedergabe, das Erstellen von Playlisten, CD-Wiedergabe und Grabbing, DVD-Playback sowie eine Fernsehsimulation durch die Verwendung eines aufgezeichneten TV-Datenstroms einschließlich Time-Shifting. Auch der Empfang von Epg-Information via XMLTV wird experimentell unterstützt und es lassen sich beliebige Mediendateien transcodieren.
Die Distribution basiert auf Knoppix 3.7 und beinhaltet die am Lehrstuhl entwickelten Netzwerk-integrierten Multimedia Middleware (NMM). NMM-Oppix ist derzeit in der Betaversion verfügbar.
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: CCC Datenschleuder #86 ist erschienen
: CCC Datenschleuder #86 ist erschienen
Gestern ist die neue Datenschleuder #86, „das wissenschaftliche Fachblatt für Datenreisende“ des Chaos Computer Clubs, erschienen. Der Inhalt ist mal wieder sehr vielseitig. Die Eröffnungsrede von Peter Glaser vom 21. Chaos Communication Congress Ende letzten Jahres in Berlin ist ebenso vertreten wie Artikel über Biometrie, die Hash-Problematik in der Kryptographie, ein Test von Personal Firewalls, Hackerethik, Geo Information Systems, Seriennummern und Mustererkennung auf Papier und die elektronische Steuerabgabe „Elster“. Von mir ist ein Artikel über den Stand der Softwarepatente-Richtlinie dabei.