Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Nachrichtenüberblick 28.04.
: Nachrichtenüberblick 28.04. Netzwelt: Tauschbörsen verzeichnen stetigen Zuwachs
Netzeitung: München rüstet auf Linux um: «Microsoft versteht unsere Entscheidung nicht»
Netzeitung: Zeitungsleser wollen Interaktivität
de.internet.com: Filesharing: US-Unis dürfen der Musikindustrie keine Personendaten aushändigen
Heise: Radio zum Sehen – erster deutscher Sender startet Visual Radio
Heise: Besserer Datenschutz bei grenzüberschreitender Kriminalitätsbekämpfung gefordert
Spiegel: Phishing muss Straftatbestand werden
Futurezone: Eltern sollen Internet-Nutzung fördern
DW: European Libraries Fight Google-ization
Heise: Elektronische Fußfessel für Langzeitarbeitslose – mit Bewährungsstrafe?
Heise: Graswurzel-Lobbying gegen Softwarepatente
Heise: Sechs EU-Staaten für elektronische europäische Bibliothek
de.internet.com: Bundesregrierung verteidigt Steuersystem Elster
The Economist: Yesterday’s papers
Computerwoche: Offene Taschen für Open-Source-Firmen
Financial Times Deutschland: Computer, vereinigt Euch!
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: Schlechte Erfahrungen in Chaträumen
: Schlechte Erfahrungen in Chaträumen Mal wieder Jugendschutz. Eine neue Studie ist aufgetaucht. Und Chat-Räume kommen da laut Heise sehr schlecht weg:
„Die Hälfte der Jugendlichen, die sich regelmäßig in Chat-Räumen aufhalten, hätten dabei schon schlechte Erfahrungen gemacht und seien auf unangenehme Menschen getroffen.“
Allerdings finde ich diese Aussage sehr nichtssagend. Ebenso gut hätte man schreiben können:
„Die Hälfte der Jugendlichen, die sich regelmäßig in der in der Schule aufhalten, hätten dabei schon schlechte Erfahrungen gemacht und seien auf unangenehme Menschen getroffen.“?
Wahrscheinlich läge bei letzterem die Quote noch höher, wer erinnert sich nicht an unangenehme Menschen aus der Schulzeit?
Erfreulich ist, dass laut der Studie 85 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen das Internet benutzen, die Hälfte von ihnen sogar täglich oder mehrmals pro Woche. Na, wird doch was mit Deutschlands Zukunft.
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: Wissensspiel: Urheberrecht für Anfänger
: Wissensspiel: Urheberrecht für Anfänger Das Bundesjustizministerium macht ja seit einem halben Jahr die Kampagne „Kopien brauchen Originale“, um für das Urheberrecht zu werben. Die technischen Probleme hat man immer noch nicht im Griff, wenn man sich die URLs ansieht, die nicht besonders lesbar sind. Und immer noch muss ich darüber schmunzeln, dass das Netzwerk Neue Medien nicht bei den Akteuren der Urheberrechtsdebatte aufgelistet ist, sondern unter Fachjournalismus. Natürlich kann man unsere Pressemitteilungen zur Urheberrechtsdebatte als Fachjournalismus ansehen. Muss man aber nicht.
Aber da mich gerade die Frage per Jabber, wo man denn Argumente pro Urheberrecht für ein Uni-Planspiel finden kann, besuchte ich mal wieder die Webseite und wollte zum ersten Mal das Wissensspiel zum Urheberrecht mitmachen. Die erste Frage klappte noch prima: „Edeltraut hat sich bei Kazaa „Like a Virgin“ von Madonna heruntergeladen. Legal?“. Klar ist das legal. Aber auch nicht besonders schlau. Dafür gibts bessere Tauschbörsen.
Die zweite Frage amüsierte uns dann doch sehr:

Da keine Lösungen vorgegeben wurden, haben wir uns mal schnell was ausgedacht:
„Was ist mit Digital Rights Management gemeint?“
1) Digitale Rechteminimierung?
2) Entmündigung der Verbraucher und Kreativen?
3) Digitaler Stacheldraht im Netz?
Nummer 2 ist übrigens die richtige Lösung. Sagt das Spiel.
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: Heute Chaosradio 101: Wieviel für die Ewigkeit?
: Heute Chaosradio 101: Wieviel für die Ewigkeit? Heute ist wieder ein Chaosradio von 22–1h auf Fritz. Thema diesmal: Wieviel für die Ewigkeit?
Die Kapazität von Festplatten hat mittlerweile Größenordnungen angenommen, dass der Normaluser sie eigentlich nur noch mit Filmen und Musik gefüllt bekommt. Aber was passiert, wenn eine Festplatte den Geist aufgibt? Und wie vergänglich sind DVDs?
Wie kann man große Datenmengen sichern, wie behalte ich den Überblick und welche Speichertechnologien wünschen wir uns für die Zukunft? Wie verwaltet ihr eure Unmengen mp3-Filez und in welcher Qualtität wollt ihr eure Videos am liebsten archivieren?
Chaosradio möchte von euch Tipps hören, wie man am besten mit den Datenmassen umgeht und sie für die Ewigkeit konserviert.
Wie immer gibt es auch diesmal eine Mitmachseite bei Wikipedia. Via Live-Stream können auch Nicht-Berliner dem Chaosradio lauschen.
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: Nachrichtenüberblick 27.04.
: Nachrichtenüberblick 27.04. de.internet.com: Firefox erreicht heute den 50 Millionsten Download
Pro-Linux: PC-BSD macht FreeBSD anfängerfreundlich
Pro-Linux: Petition: Öffnet OS/2!
The Inquirer:Hacker deletes own hard drive
Spiegel: Neuer Wurm frisst MP3s
Heise: WinHEC: HD-Inhalte nur mit straffen DRM-Fesseln
Golem: Live-DVD auf Basis von Gentoo für PowerPC
de.internet.com: Internet dominiert zunehmend den Arbeitsalltag in Deutschland
Wired News: Podcasting Killed the Radio Star
de.internet.com: Verbraucherschützer kritisieren WM-Ticketvergabe
NYT: Bowing to Critics, U.S. to Alter Design of Electronic Passports
de.internet.com: Europas Datenschützer sehen Zusammenarbeit bei Polizei und Justiz kritisch
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: Heute-Journal subversiv?
: Heute-Journal subversiv? Kam gerade per Jabber rein:
Im Heute Journal hat der Moderator einen Beitrag von seiner Vorsendung unverändert übernommen. Zum Tage des Geistigen Eigentum. Kopieren ist die schönste Form der Würdigung, meinte er dann noch.
Wieso gibts das Heute Journal eigentlich nicht im Netz zu streamen?
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: Microsoft will Olaf’s Seele
: Microsoft will Olaf’s Seele Microsoft möchte bei seiner nächsten Windows-Version eine Blackbox integrieren, die wie im Flugzeug alles protokolliert, damit nach einem „Absturz“ der Grund besser verstanden wird. Von Microsoft, nicht vom Nutzer:
In a move that could rankle privacy advocates, Microsoft said Monday that it is adding the PC equivalent of a flight data recorder to the next version of Windows, in an effort to better understand and prevent computer crashes.
The tool will build on the existing Watson error-reporting tool in Windows but will provide Microsoft with much deeper information, including what programs were running at the time of the error and even the contents of documents that were being created. […]
Joerg Olaf Schäfers hat jetzt endgültig genug von Windows und schliesst im Medienrauschen-Blog mit seiner Windows-Vergangenheit ab. „Microsoft möchte meine Seele…“:Prima Idee, Jungs ‚) Privacy wird ja ohnehin überbewertet, nicht wahr?
Wenn ihr noch was braucht, Kreditkartennummern, Bank- und Versicherungsverbindungen, Krankenakten – oder die Liste mit meinen zu recht geheimen Vorlieben (Ich liebe Nougat-Schokolade!), – ihr holt euch das dann selber, gell?
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: Kerry Unterstützer bitte draussen bleiben
: Kerry Unterstützer bitte draussen bleiben Die „Inter-American Telecommunication Commission“ der Vereinigten Staaten trifft sich dreimal im Jahr, um über die Regulierung von Telekommunikation zu reden. Bisher durfte jede Firma aus dem Telekommunikationsbereich an den offenen Sitzungen teilnehmen und auch reden. Mit der zweiten Legislaturperiode unter George W. Bush scheint nun eine Zeit eingebrochen zu sein. Anhänger von John Kerry, darunter die Firmen Qualcomm und Nokia, wird die Sitzung verwehrt, wie das Time Magazine berichtet. Die Begründung:
The White House admits as much: „We wanted people who would represent the Administration positively, and–call us nutty–it seemed like those who wanted to kick this Administration out of town last November would have some difficulty doing that,“ says White House spokesman Trent Duffy.
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: Bekiffter Doppelklick?
: Bekiffter Doppelklick? Ist die Computergeschichte ein Opfer von bewusstseinsverändernden Drogen und politischem Aktionismus? Der viermal für den Pulitzer-Preis nominierte Journalist John Markoff hat ein Buch darüber verfasst, indem er darauf eingeht. Der Doppelklick soll beispielsweise von einem bekifften Xerox-Ingenieur stammen und nicht nur Steve Jobs hat sein Bewusstsein mit LSD erweitert. Im Bootsektor-Weblog findet sich ein schöner Artikel darüber, der auf ein Interview eingeht, dass das Wissenschaftsmagazin „American Scientist“ mit Markoff geführt hat.
Many of the anecdotes you discuss involve drug use. Did the people you interviewed think that drugs enhanced the creativity of their work, or were they simply a form of recreation?
Some but not all of the anecdotes! My view is there is no definitive evidence on the relationship between creativity and drug use. Some of the people I talked to thought that drug use enhanced creativity, but not all of them. There are some specific anecdotes, like the fact that the idea of „double-clicking“ to select was a concept that was conceived by a stoned Xerox software designer. Beyond that, things get a bit murkier. My own belief is that the creativity of the period came from the more general cultural and political chaos of the times, which jarred people out of their day-to-day routines.
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: Echelon lebt
: Echelon lebt Erinnert sich noch jemand an Echelon, das weltumspannende Spionagenetz unter Leitung der USA? Vor dem 11. September gab es im Europaparlament einen Untersuchungsausschuss, der herausfand, dass die USA massiv Wirtschaftsspionage damit betreibt. Im Zuge der Terrorismusbekämpfung ist die allgemeine Aufmerksamkeit allerdings gesunken- Raben.Horst hat wieder einen Artikel dazu verfasst: Die NSA belauscht alle. Auch spannend ist das Echelon-Special im Raben.Horst Blog: Das globale Abhörnetzwerk.
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: Technology Review über Wikipedia
: Technology Review über Wikipedia Technology Review aus dem Heise-Verlag hat einen längeren Artikel über Wikipedia und die Chancen durch Wikis veröffentlicht: Die Kondensation des Wissens. Der Artikel wird auch im nächsten Heft in gedruckter Form erscheinen.
[via Recent Changes]
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: LinuxTag 2005 – Business- und Behördenkongress
: LinuxTag 2005 – Business- und Behördenkongress Der LinuxTag 2005 nimmt immer mehr Konturen an. Jetzt steht auch das Programm des Business- und Behördenkongress:
Die verschiedenen Vortragsveranstaltungen auf dem LinuxTag 2005 beginnen am Mittwoch, dem 22. Juni mit dem traditionellen Business- und Behördenkongress. Die Eröffnung erfolgt durch Ute Vogt, Staatssekretärin des Bundesministeriums des Inneren (BMI). Die eintägige Fachveranstaltung richtet sich explizit an IT-Entscheider aus Wirtschaft und Verwaltung. Sie liefert in verständlicher Sprache einen umfassenden Überblick über neue Technologien und Entscheidungshilfen für Investitionen in die IT-Infrastruktur. Experten informieren über das ganze Einsatzspektrum von Freier Software in Unternehmen und Behörden.
Mehrere Panels decken ein breites Themenspektrum ab: Im Infrastruktur-Track werden konkrete Fragen der IT-Verantwortlichen zu Anwendungen und Migrationskonzepten beantwortet. Das Visionarium stellt die “Fragen von Morgen” in den Mittelpunkt und skizziert Lösungen mit Freier Software. Die Rechtssicherheit Freier Software wird von Experten in einem Schwerpunkt betrachtet.
Ergänzt wird das Businessprogramm um einen ganztägigen Workshop der EU-Kommission zum Themen “Datenaustausch zwischen Behörden” am 23. Juni. Auch für diese Veranstaltung wird um vorherige Anmeldung gebeten. Weitere Informationen hierzu werden in Kürze bekannt gegeben.
Der LinuxTag 2005 findet vom 22. bis 25. Juni im Messe- und Kongresszentrum Karlsruhe statt. Informationen zum Konferenzprogramm und zur LinuxTag-Fachmesse sind auf der Webseite vom LinuxTag 2005 zu finden.
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: Nachrichtenüberblick 26.04.
: Nachrichtenüberblick 26.04. The Register: Open source makes school appointment
Pro-Linux: Open-Source-Projekte für Langzeitarbeitslose
Heise: Unix für den Desktop
Heise: Les Blogs: Soziale Software, Firmen-Wikis und bezahlte Blogger
Golem: OMN – Kostenlose Fernsehübertragung für jedermann
Silicon.de: Geschäftsberichte können jetzt mit Open Source erstellt werden
Wired: Feds Rethinking RFID Passport
PC World: Ubuntu Linux: Free and Fabulous
Futurezone: TV-Tauschbörse weiter unter Beschuss
The Register: Data protection charges for sale of police data
Heise: Neuer GEMA-Tarif für die Musikverwertung in Videospielen
Telepolis: Gruppenblog mit Prominenten
Siliconrepublic: E‑government on agenda of most European cities
Heise: Justizministerin Zypries fordert mehr Respekt vor dem geistigen Eigentum
Heise: Französisches Gericht verlangt Entfernung von DVD-Kopierschutz
FirstMonday: The democratic divide
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: Hurra zum Tag des Geistigen Eigentums!
: Hurra zum Tag des Geistigen Eigentums! Nach dem „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ gibt es wieder einen Grund zu feiern: Heute ist der Tag des Geistigen Eigentums! (TdGE) Schon gestern meldete sich Dr. Günter Krings von der CDU/CSU-Fraktion mal wieder zu Wort und erzählte nur dasselbe wie in seiner Pressemitteilung von vergangener Woche: Weg mit dem störenden Datenschutz durch ein Auskunftsrecht für Rechteinhaber, damit diese effektiver und schneller Bürger verklagen können, die zu privaten Zwecken Kulturgüter im Internet tauschen. Und weg mit der Bagatellgrenze, damit auch jeder schnell verklagt werden kann, der mal den „neuesten Robbie Williams Song“ herunterlädt. Diese Woche findet er aber ausnahmsweise nicht die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Kampagne toll, sondern die WIPO. Diese hat den „TdGE“ ausgerufen, um „den Wert des geistigen Eigentums der Öffentlichkeit stärker bewusst zu machen“. Der Phonoverband feiert gleich öfters im Jahr den „TdGE“ mit denselben hehren Zielen: Immer dann, wenn neue Klagewellen kommuniziert werden. Das passt ja passend, da dessen internationaler Dachverband bei der WIPO als Nicht-Regierungsorganisation registriert ist und die halt nur einen Tag im Jahr haben. Die Verbände der Filmindustrie feiern immer den „TdGE“. Immer, wenn man im Kino für einen Film bezahlt hat und immer öfters auch im Werbefernsehen. Und hier schliesst sich wieder der Kreis, weil Herr Krings immer genau das fordert, was die Verbände und Firmen der Unterhaltungsindustrie wünschen.
Passend zum „TdGE“, biegt dann die SPD mit einer vollkommen unerwarteten Botschaft in Form eines Online-Banners um die Ecke: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen. Artikel 14, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“. Ein medialer Ausdruck der Frühlingsgefühle von Müntefering und Schröder, die derzeit wieder massiv versuchen sich zu ihren Idealen bekennen, um ihre Kernwählerschaft für NRW mobilisiert zu bekommen?
Ja, wie wärs denn mal wieder mit mehr Balance in der Urheberrechtsgesetzgebung? Das „Recht auf Privatkopie“ wird genau mit diesem Artikel 14 aus dem Grundgesetz begründet. „Sozialbindung des Urheberrechts“ nennt man dies in der Fachdiskussion. Und die Rechte der Verbraucher könnten echt ein wenig mehr Balance vertragen. Aber noch vor wenigen Monaten hiess es von der SPD in Form von Gerhard Schröder:
“Es gibt Bestrebungen, die Privatkopie zu erlauben, also eine Regelung, die auf gut deutsch gesagt das Klauen erlaubt. Wir können die Privatkopie wohl nicht verhindern, aber wir unterstützen nicht diese Idee und tragen damit dauerhaft dazu bei, dass sich neue Geschäftsideen am Markt entwickeln können.”
Schröder hätte es damals als Jurist besser wissen müssen. Aber auch die Bagatellgrenze will er jetzt nicht mehr. Und gerade die war Justizministerin Zypries so wichtig, um eine „Kriminalisierung der Schulhöfe“ zu verhindern. Wo wir wieder bei Herrn Krings wären. Der trifft sich gerne mit den Verbänden der Unterhaltungsindustrie. Genau wie der Kanzler, nur ein wenig öfters. Der Phonoverband schreibt sogar Pressemitteilungen, wenn der Kanzler mit ihm geredet hat und verkündet die neue Linie der Bundesregierung.
Vermutlich wird sich die SPD in der Urheberrechtsdebatte nicht an ihre neue Botschaft erinnern. Oder sie anders interpretieren. Die steht ja nur im Internet. Dass ich den Banner erst heute gesehen habe, ist sicherlich reiner Zufall und hat nichts mit dem „TdGE“ zu tun. Und ist sicher ganz „Analog“ gemeint. Aus diesen und anderen Gründen wird es wohl leider nichts mit einem durchsetzungsfähigen Recht auf Privatkopie, wie wir es fordern. Am Ende werden sich dann wohl die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Rhetoriker durchsetzen.
Aber heute feiern wir erstmal den TdGE. Und die Brigitte Zypries aus dem Justizministerium feiert mit:
„Dieser Tag soll unter dem Motto „Think, Imagine, Create“ vor allem junge Menschen ermutigen, ihre Kreativität und ihr Innovationspotenzial auszuschöpfen… Alle Bürgerinnen und Bürger müssen den Wert des geistigen Eigentums achten. Nur ein effektives Recht auf geistiges Eigentum gewährleistet die Möglichkeit, aus einer Erfindung Geld zu machen, um dann, wenn es gut läuft, das Geld in weitere Erfindungen zu investieren…“
Aber das klingt auch wieder sehr analog und statt einem Recht auf Privatkopie verkündet sie ein „Recht auf Geistiges Eigentum“. Vielleicht denkt sie dabei wieder an Softwarepatente?
Und was gibt es jetzt zu feiern? Immer mehr! Die überholten Konzepte einer Industriegesellschaft verlieren auf dem globalen Weg in viele Wissensgesellschaften an Bedeutung. Neue Konzepte und Ideen wie Freie Software und Linux erobern die digitale Welt. Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia wächst fast sekündlich und auch die Anzahl an Creative Commons lizenzierten Werken geht mittlerweile in die Millionen. Immer mehr technologische Innovationen und Geschäftsmodelle entstehen auf dem Weg in die digitale Gesellschaft. Durch Social Software wie Instant-Messaging, Wikis und Weblogs wird Online-Kollaboration immer komfortabler und einfacher ermöglicht. Alles wird vernetzter miteinander. Und diese Entwicklung ist nicht mehr zu stoppen. Aber sie kann verlangsamt werden durch Softwarepatente und ein zu restriktives Urheberrecht. Auch darf der Datenschutz nicht vernachlässigt werden, damit neue Technologien von den Verbrauchern angenommen und Bürgerrechte gesichert werden.
Die Dinsosaurier der Unterhaltungsindustrie fürchten um ihre Pfründe und überholten Geschäftsmodelle. Aber in der WIPO konnte die Vormachtsstellung ihrer Industrieverbände von Entwicklungsländern und zivilgesellschaftlichen Organisationen gestoppt werden. Der Weg zu einer Developing Agenda ist frei. Eine neue Initiative in diese Richtung ist „a2k – Access to Knowledge“. Ziel ist ein internationales Abkommen über den „Zugang zu Wissen“ auf den Weg zu bringen.
Vielleicht gibt es irgendwann eine„World Intellectual Wealth Organisation“? Bis dahin werden aber noch viele CopyNights stattfinden müssen. Wir machen jetzt erstmal eine Flasche auf.
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: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz auf DVDs
: Französisches Gericht verbietet Kopierschutz auf DVDs Ein französisches Gericht hat entschieden, dass auf DVDs kein Kopierschutz (DRM) eingesetzt werden darf (Englische Übersetzung des französischen Artikels). Ein Mann hatte geklagt, weil er einen gekaufen Film auf VHS kopieren wollte, um den Film bei seiner Mutter zu sehen. Er wurde bei der Klage von der französischen Verbraucherschutzorganisation „UFC-Que Choisir“ unterstützt. Das Gericht entschied, dass die Filmstudios einen Monat Zeit haben, um DVDs ohne Kopierschutz auf den Markt zu bringen. Begründet wurde das Urteil mit dem Recht auf Privatkopie, einem Verbraucherrecht, welches durch den Kopierschutz verletzt wird. Dieses Urteil ist ein weiteres ermutigendes Urteil aus Frankreich. Erst vor wenigen Monaten wurde ein 22-jährigen Filesharer frei gesprochen, den die Unterhaltungsindustrie wegen Tauschbörsennutzung verklagt hatte. Hätten wir doch nur französische Richter in Deutschland.
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: Hochschulrektorenkonferenz kritisiert Urheberrechtsreform
: Hochschulrektorenkonferenz kritisiert Urheberrechtsreform Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) übt mit einem soeben erschienener Band der HRK-Schriftenreihe „Beiträge zur Hochschulpolitik“ Kritik an dem vorliegendem Referentenentwurf zum zweiten Korb des Urheberrechtsreform. Aus Sicht der Hochschulen wird der Gesetzentwurf den Bedürfnissen der Wissenschaft noch nicht ausreichend gerecht. Deshalb hat die HRK anerkannte Urheberrechtsexperten gebeten, Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Diese wurden nun unter dem Titel: „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft – Anforderungen an das Zweite Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“ veröffentlicht. Herausgeber sind Professor Dr. Ulrich Sieber, Direktor am Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht und wissenschaftlicher Leiter des Rechtsinformatikzentrums der Universität München sowie Professor Dr. Thomas Hoeren, Geschäftsführender Direktor am Institut für Informations‑, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster.
„Eine Regelung zum Eintritt in das digitale Zeitalter ist angesichts der zunehmenden Bedeutung elektronischer Publikationen dringend erforderlich“, erläuterte HRK-Präsident Professor Dr. Peter Gaehtgens am Freitag (22. April) in Berlin anlässlich der Vorstellung der Publikation. Er warnte vor den Gefahren eines Urheberrechts, welches die Interessen der Wissenschaftseinrichtungen nicht berücksichtigt. Gaehtgens dankte der Bundesministerin der Justiz für die bisher sehr konstruktive Zusammenarbeit. „Es gibt aber noch erheblichen Verbesserungsbedarf bei dem Entwurf der Novelle, damit dem besonderen Stellenwert von Bildung und Forschung für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland bei der Ausgestaltung des Urheberrechts Rechnung getragen werden kann“, sagte er.
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: Chancen für eine 3. Partei in den USA durchs Internet?
: Chancen für eine 3. Partei in den USA durchs Internet? Ermöglicht das Internet in den USA neue Chancen für eine dritte, unabhängige Partei? Ronald Brownstein geht dieser Frage in der LA Times nach und berichtet über MoveOn, Joe Trippi und die Howard Dean Kampagne: Internet, Polarized Politics Create an Opening for a Third Party.
The Internet could allow an independent candidate to more easily identify an audience and financial base, just as it has allowed blogs like the liberal Daily Kos or conservative InstaPundit to find a community of like-minded readers. More precisely, the Internet has allowed readers to find those blogs. And because the audience mostly finds the product, rather than the other way around, the cost of entering the market is radically reduced.
Von Joe Trippi gibt es das Buch „The Revolution will not be televised“. Ich habs im vergangenen Winter gelesen und abgesehen von den biographischen Abschnitten zu seiner Person, die mich nicht sonderlich interessiert haben, ist es doch spannend und aufschlussreich.
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: Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe!
: Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe! Als Kind der Mediengesellschaft hatte ich mir ja für den heutigen Tag vorgenommen, nebenbei am Arbeitsplatz Joschka Fischer im „Visa TV“ zu schauen. Gesagt getan, morgens im Büro aufgeschlagen, den Fernseher gegriffen und strategisch günstig hingestellt. Klappte aber nicht so, wie gedacht, denn in Berlin sind wir ein Opfer von DVB‑T. Das bedeutet, dass man die letzten Sender, die man sehen will, problemlos empfangen kann, bei den Öffentlich-Rechtlichen aber gewöhnlich „in die Röhre schaut“. Bei DVB‑T heisst das dann „Sender suche“. Wie immer gabs Neun Live & Co., aber kein Phoenix. Mittlerweile haben wir uns ja daran gewöhnt, auf der Suche nach ZDF mit der Antenne durch den Raum zu laufen und zu hoffen, dass eine Position gefunden wird, die den ZDF-Empfang ermöglicht. Ist ja auch ein unbedeutender Sender… Also Fernseher wieder abgeschaltet und auf den Phoenix Livestream umgeschaltet. Klappt aber auch nicht. Ebenso wie die Streams der ARD. Problem sind jeweils die proprietären Real- und MS-Formate, für die ich jetzt umständlich die passende proprietäre Software installieren müsste. Meine Player, die normalerweise alles spielen, mögen heute die Live-Streams nicht.
Was sagt einem das? Mit Freier Software sitzen Sie bei den Öffentlich-Rechtlichen in der letzten Reihe! Wäre es nicht gerade eine Aufgabe der Öffentlich-rechtlichen Sender, niemanden auszuschliessen? Andere Länder schaffen das doch auch.
Nun gut, da mein Provider Probleme mit dem Server hatte, hatte ich jetzt mal Zeit, mir einen Real Player zu installieren. Pünktlich zur Pause ging ich dann mit dem Live-Stream online. Aber die Statements der Politiker waren gewohnt langweilig. Ich frage mich ja immer noch, warum die Öffentlich-Rechtlichen Sender nicht mal ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass es im digitalen Zeitalter auf Offene Standards ankommt und nicht darauf, die Marktführer zu unterstützen. Weder das Real- noch MS-Format entsprechen einem Offenen Standard. Wie lange wird es noch dauern, bis ein solches Bewusstsein in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen ist und dementsprechend gehandel wird?
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: Nachrichtenüberblick 25.04.
: Nachrichtenüberblick 25.04. Telepolis: Digitaler Opportunismus
Telepolis: „Keiner mag uns!“
Telepolis: Proteste gegen gläserne Kommunikation in Argentinien
Telepolis: Kritik am Chef im Weblog führt leicht zur Kündigung
Golem: Softwarepatente: Haftungsrisiken für Geschäftsführer
Heise: Softwarepatente: Industrielobbying mit gezinkten Karten?
Silicon: IBM und Israels Handelsminister fördern Open Source Start-ups
Silicon: Internet-Veteran: P2P bringt das Internet voran
Heise: Les Blogs: „Profi-Sex ist auch nicht besser als Amateur-Sex“
The Register: Software patent directive back in motion
BBC: Online music lovers ‚frustrated’
Heise: Urheberrechtsnovelle gerät aus dem Takt
The Register: Open source makes school appointment
The Inquirer: Campaign to make OS/2 open source begins
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: (UNESCO) Welttag des Buches und des Urheberrechts
: (UNESCO) Welttag des Buches und des Urheberrechts Heute ist der 1985 von der UNESCO eingeführte „Welttag des Buches und des Urheberrechts“, wie ich eben feststellte. Passend zum Thema stelle ich hier nochmal ein paar Links zusammen, um sich über das Thema Urheberrecht zu informieren:
irights.info – Urheberrecht in der digitalen Welt
Initiative „Rettet die Privatkopie!“
Argumentensammlung zum Urheberrecht in der Informationsgesellschaft (Privatkopie.net)