Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Tag der Pressefreiheit
: Tag der Pressefreiheit Heute ist der 15. Internationale Tag der Pressefreiheit.
Reporter ohne Grenzen warnt vor massiven Einschränkungen der Medien- und Meinungsfreiheit weltweit:
22 Journalisten kamen allein in diesem Jahr wegen oder während ihrer Arbeit ums Leben, 103 sind derzeit hinter Gittern. Zensur und Verbot von Medien haben im vergangenen Jahr um 20 Prozent zugenommen. Über 2.000 Journalisten sind in 2004 wegen ihrer Recherchen inhaftiert, bedroht oder attackiert worden.
Und veröffentlichen ihren Jahresbericht 2004:
„Freie Meinungsäußerung und unabhängige Medien existieren in vielen Teilen der Welt nicht. Rund ein Drittel der Menschheit lebt ohne freien Zugang zu Information und damit ohne die Chance auf eine demokratische Entwicklung.“, sagt Michael Rediske, Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen. „Daher fordern wir alle Regierungen auf, sich verstärkt für das Menschenrecht auf freie Information einzusetzen.“
Desweiteren ist noch der Blog-Eintrag von raben.horst zum heutigen Tage sehr interessant: Jahrestag der Pressefreiheit
Und auch Heise berichtet: 15. Internationaler Tag der Pressefreiheit
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: Sonntag: Symposium „Datenspuren – Privatsphäre war gestern“ in Dresden
: Sonntag: Symposium „Datenspuren – Privatsphäre war gestern“ in Dresden Am 8. Mai lädt der CCC Dresden (C3D2) zu dem ganztägigem Symposium „Datenspuren – Privatsphäre war gestern“ ein, auf dem das Thema „Technik und Schutz der Persönlichkeitsrechte“ gemeinsam mit Gästen und Referenten diskutieren möchten. Die Vorträge beschäftigen sich mit Kommunikationsüberwachung, Biometrie, RFID und Anonymisierung. Veranstaltungsort ist das Kulturzentrum Scheune in der äusseren Dresdner Neustadt. Beginn ist 10 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Folgende Vorträge sind geplant:
- Aktueller Sachstand der TK Überwachung (Hannah Seiffert, eco)
- Vorratsdatenspeicherung (Hannah Seifert, eco)
- Technische Probleme und die politischen Auswirkungen von Biometrie in Ausweisdokumenten (starbug, CCC)
- AN.ON – Anonymes Surfen (Stefan Köpsell, TU Dresden)
- Identitätsmanagement als zukünftige Datenschutz für Jedermann? (Henry Krasemann, ULD)
- Strukturen des gesichtslosen Blicks (Peter Bittner, HU Berlin und AK Videoüberwachung und Bürgerrechte)
- Arbeit, Argumentationen und Strategien gegen Videoüberwachung (padeluun, FoeBuD und Big Brother Awards)
- Maut/TollCollect (Volker Birk, CCC)
- RFID – Zwischen Euphorie und Paranoia (Frank Rosengart, CCC)
- Lokalisieren und Abhören in Mobiltelefonnetzen (Frank Rieger, CCC)
Folgende Workshops sind geplant:
- Überwindung biometrischer Systeme (starbug, CCC)
- Mixmaster und Co. (Jens Kubieziel)
Die Keynote „Mit Siebenmeilenstiefeln zur Informationsgesellschaft“ wird von Reinhard Wobst gehalten.
Im Anschluss wird es eine Podiumsdiskussion geben, an der Andy Müller-Maguhn (CCC), Markus Beckedahl (netzpolitik.org), padeluun (FoeBuD) und Matthias Hannich (C3D2) teilnehmen werden. Die Moderation übernimmt Johnny Häusler von Spreeblick.
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: ELSTER in der Kritik
: ELSTER in der Kritik Das elektronische Steuersystem (Elster) erhitzt mal wieder die Gemüter. Nachdem die FDP-Fraktion eine parlamentarische Anfrage zur tatsächlichen Effizienz der Online-Abwicklung der Umsatzsteuer-Voranmeldung an die Bundesregierung richtete, verwahrte diese sich gegen jegliche Kritik.
In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung auf Einspareffekte, durch die Wegfall der Datenerfassung und die erhöhte Datenqualität entstünden. Konkrete Angaben über die tatsächliche Höhe der bisherigen Einsparungen legte die Bundesregierung jedoch nicht vor. Stattdessen unterstreicht sie die Plattformunabhängigkeit von Elster. „Es handelt sich um eine externe Schnittstelle, mit der aus verschiedenen Computeranwendungen steuerliche Daten auf elektronischem Weg an die Finanzverwaltung übermittelt werden können.“, heißt es in diesbezüglich im Dokument.
Die Bundesregierung geht derzeit von rund 1.300 Software-Herstellern aus, die die „Elster“-Programmschnittstelle in ihre Steuerprogramme eingebunden hätten. Zudem wird die besonders benutzerfreundliche Gestaltung des ElsterFormular hervorgehoben, die nur geringe Kenntnisse im Umgang mit der Steuererklärung vorausetzt und um ein kostengünstige Hilfe-Hotline ergänzt wird. Das von Linux-Nutzern Elster nicht ohne Weiteres nutzen können und sich in der Regel von der (eigentlich zwingenden) elektronischen Übermittlung freistellen lassen, bleibt unerwähnt.
Das diese „Schön-Wetter“-Darstellung von Elster bei Weitem zu kurz greift, macht ein Artikel in der aktuellen Ausgabe (#86) der Datenschleuder deutlich. Die Autorin, selbst mit jahrelanger Erfahrung in der Softwareentwicklung (insb. Datenbanken), bezeichnet Elster nach hinreichender Auseinandersetzung als „sicherheitstechnisch mittleren Alptraum“.
Stichwort „Unzureichende Verschlüsselung“:
Zwar haben Außenstehende keine Einsicht auf Daten und deren Übertragung, allerdings besteht kein Sichtschutz vor „Internen“, d.h. anderen Elster-Netzteilnehmern. Diese können sofern erstmal angemeldet, prinzipiell die Umsatzsteuervoranmeldung für jede verfügbare Steuernummer einreichen. Eine Authentisierung des einreichenden Teilnehmers ist nicht vorgesehen. Brisant wird dies, wenn man bedankt, dass die Angabe der Steuernummer (nur die braucht man für die UStVA) verpflichtend ins Impressum jeder Firmen-Website gehört.
Stichwort „Transparenz“:
Zwar vergibt die Finanzverwaltung auf Anfrage so genannten EntwicklerID und EntwicklerKIT an Softwareentwickler, allerdings handelt es sich dabei nicht um den Quellcode des Programms, so dass niemand überprüfen wie dieses tatsächlich funktioniert bzw. was mit den Daten passiert. Defizite in der Dokumentation sind also unübersehbar.
Stichwort „Weiterentwicklung“:
Das Entwicklungsmodell Freier Software hat sich in der Vergangenheit bewährt und zahlreiche sicherheitstechnische Entwicklungen, die heute als Standard gelten, erst vorangebracht. Um so erstaunlicher ist es, dass die Konzept der HerstellerID, nicht für Entwickler Freier Software bzw. Open Source Projekte verwendendbar ist, da die ID an Produkt und Hersteller gebunden ist. D.h. Modifizierung, Verbesserung und Weiterentwicklung von Elster-kompatibler Programme sind von vornherein ausgeschlossen. Eine GruppenID ist nicht vorgesehen.
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: LinuxTag 2005: „Linux macht Schule“
: LinuxTag 2005: „Linux macht Schule“ In Schule und Ausbildung spielt Freie Software eine zunehmend wichtige Rolle. Entscheidend für den Umstieg auf Freie Software ist oftmals die prekäre finanzielle Situation vieler Bildungseinrichtungen. Denn durch den Einsatz von Linux & Co können Lizenzkosten eingespart und Anschaffungskosten reduziert werden, da die Hardwareanforderungen Freier Software im Vergleich zu anderen Systemen eher niedrig sind. Darüber hinaus erlaubt der Einsatz Freier Software einen kreativen und effektiven Einsatz von Computern im Unterricht. Gerade der Informatikunterricht kann flexibler und anschaulicher gestaltet werden, denn die Schüler lernen mit der Software arbeiten und sie nicht nur benutzen. Aber auch andere Unterrichtsfächer können durch die zahlreichen Fachprogramme, die als Freie Software verfügbar sind, bereichert werden.
Unter dem Stichwort „Linux macht Schule“ greift der LinuxTag 2005 das Thema Freie Software in der Bildung auf und macht es zu einem Programmschwerpunkt. Lehrer, Schüler und Vertreter der Schulbehörden sind eingeladen sich über die Einsatzmöglichkeiten von Linux im Schulumfeld zu informieren. Mehrere Projekte haben sich der Förderung des Einsatzes Freier Software in Schulen verschrieben, verfolgen dabei jedoch ganz unterschiedliche Strategien. Der LinuxTag will einen Beitrag dazu leisten und bietet Projekten aus dem Schulumfeld die Gelegenheit sich auf der Fachmesse kostenlos zu präsentieren.
Ursprünglich in Norwegen beheimatet, ist das Skolelinux-Projekt mittlerweile in ganz Europa zu Hause. Die Distribution basiert auf Debian 3.0 und bringt Freie Software nicht nur auf die Schulserver. Als Live-CD kann Skolelinux direkt auf den Schülerarbeitsplätze eingesetzt und da es sich um Freie Software handelt, den Schülern auch mit nach Hause gegeben werden. Bereichert wird das Skolelinux-Spektrum zudem durch zahlreiche Lernprogramme.
PingOS ist hingegen eine virtuelle Initiative der deutschen GNU/Linux-Gemeinde, deren Ziel es ist, den Einsatz des Freien Betriebssystem an Schulen zu fördern. Versierte Linux-Anwendern haben sich darum zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und stehen bereit, um Schulen bei der Einrichtung und Wartung von Linux-Rechnern zu unterstützen.
SelfLinux hat sich die Erstellung eines umfassenden Hypertext-Tutorials über das Betriebssystem Linux zur Aufgabe gemacht. Die derzeit verfügbare Dokumentation des Betriebssystems wird als ungenügend empfunden, da diese aus isolierten, nicht immer logisch verknüpften Dokumenten besteht, die noch dazu mehrheitlich englisch verfasst und nur mangelhaft illustriert sind. Um Ein- und Umsteigern aber auch erfahrenen Administratoren den Umgang mit Linux zu erleichtern, arbeitet SelfLinux an einem Linux-Nachschlagewerk. Dieses gibt einerseits einen systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Linux-Entwicklung, anderseits hilft es bei der schnelle Einarbeitung in neue Themen oder der Suche nach speziellen Informationen.
Arktur ist eine spezielle Schulserver-Lösung, die in Zusammenarbeit von Offenes Deutsches Schulnetz (ODS) und der c’t entwickelt wurde. Insbesondere unerfahrene Administratoren ohne Linuxkenntnisse sind mit Arktur in der Lage, einen Server selbständig zu installieren, ans Internet zu bringen und auch fortlaufend zu betreuen. Natürlich steht für Rückfragen ein Team aus langjährigen Linux-Experten bereit.
„Eine gute schulische Ausbildung ist für den Standort Deutschland besonders wichtig und sollte allen Schülern gleichermaßen zuteil werden. Freie Software kann zur effektiv zur Chancengleichheit in der Bildung beitragen. Der LinuxTag e.V. hat sich daher entschlossen, das Thema Linux in der Schule in diesem Jahr zu einem Programmschwerpunkt zu machen.“ so Nils Magnus, Vorsitzender des LinuxTag e.V.. Schulverwaltungen, Lehrer und interessierte Schüler können sich auf http://www.linuxtag.org/2005/de/schule über das Programm und einzelne Projekte informieren. Für Fragen und Auskünfte stehen die Veranstalter jederzeit zur Verfügung. Drei Beiträge widmen sich am 25. Juni auf dem Freien Kongress ebenfalls dem Thema Linux und Bildung. Das Panel Education and Research findet von 10.00 bis 13.00 Uhr statt.
Das Open Source Course Management System (CMS) „Moodle“ gehört zu den erfolgreichsten Umgebungen für Online-Lernprozesse. Moodle ist eine flexible Lernumgebung und wurde insbesondere für interaktive Gruppenarbeit konzipiert. Ralf Hilgenstock (Dialog Beratungsgesellschaft) informiert über den Einsatz von Moodle in Unternehmen und Verwaltungen. Marcus Denker (Squeak Deutschland e.V.) stellt Squeak, eine auf Smalltalk aufsetzende Entwicklungsumgebung Squeak für Kinder jeden Alters, vor. Es handelt sich um Freie Software, die plattformunabhängig und kostenlos erhältlich ist. Auch in Schulen kommt Squeak zunehmend zum Einsatz. Freie Software eignet sich besonders für den Einsatz an Schulen. Die Gründe erläutert Mario Fux (ALIS – Arbeitsgruppe Linux an Schulen) und stellt dabei verschiedene freie Lernsoftwareprojekte aus Europa vor. Ein Migrationsbericht einer Grundschule rundet den Beitrag ab.
Der LinuxTag 2005 findet vom 22. bis 25. Juni im Messe- und Kongresszentrum Karlsruhe statt. Informationen zum Konferenzprogramm und zur LinuxTag-Fachmesse sind auf der Webseite vom LinuxTag 2005 zu finden.
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: Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien anrufen?
: Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien anrufen? Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat jetzt ein Servicetelefon. Heute kann man noch bis 15h unter der Nummer 0228–376631 anrufen und deren Wissen testen! Probiert es mal aus, mich würde ja schon interessieren, wie kompetent die Herren und Frauen am Telefon die neuen Medien und ihre Risiken und Chancen erklären wollen.
Die Aufgabe der Bundesprüfstelle bestand bislang vorrangig darin, Medien auf ihre Jugendgefährdung zu prüfen und ggf. zu indizieren. Seit Anfang 2005 stehen dort zusätzliche Mitarbeiter zu Verfügung, die Kindern und Eltern durch entsprechende Informationen dabei helfen wollen, Risiken und Chancen im Umgang mit den neuen Medien bewusst wahrzunehmen und eine verantwortungsvolle Mediennutzung zu erlernen.
Die Orientierung im Medienalltag will die BPjM mit Fachkräften aus Jugendschutz und Medienpädagogik geben, die unter der Service-Nummer 0228–376631 montags, dienstags und donnerstags in der Zeit von 11:00 bis 15:00 Uhr und mittwochs in der Zeit von 17:00 bis 19:30 Uhr (außer an Feiertagen) Anrufe entgegennimmt.
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: Nachrichtenüberblick 03.05.
: Nachrichtenüberblick 03.05. FAZ: Unsere Wurzeln sind unsere Fernsehantennen
Telepolis: Macht Fernsehen klüger?
Tagesschau: Freie Information – in China ein Fremdwort
n24: Die „Große Firewall“ in China hat Löcher
Heise: Standard für offenes OASIS-Dokumentformat verabschiedet
Heise: Time Warner vermisst 600.000 Personal-Datensätze
Telepolis: Gibt es bald raubkopierte Burger bei Mc Donalds?
Golem: Medienkompetenz: BPjM berät nun Eltern und Kinder
Tagesspiegel: Kein Anschluss unter dieser Nummer
de.internet.com: EU will Digitalisierung des europäischen Kulturerbes vorantreiben
Heise: Neue Linux-Version des P2P-Client aMule
Golem: Azureus 2.3.0 unterstützt Trackerless Torrents
Telepolis: Für immer an die elektronische Leine
Heise: Datenschützer kritisieren späte Einbindung in IT-Projekte
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: Für eigene Dummheit die GPL verklagen?
: Für eigene Dummheit die GPL verklagen? Ein US-Amerikaner verklagt die Free Software Foundation, weil die GPL seiner Ansicht nach einen Preis für Software festschreibe. Und dadurch verringere sie die Möglichkeit für individuelle Entwickler, mit der Entwicklung oder dem Verkauf von Software im freien Wettbewerb konkurrieren zu können, schreibt Golem. Ich verstehe gerade immer noch nicht, was der Herr denn wünscht, bzw. was sein rationales Anliegen ist. Wahrscheinlich hat er die GPL nicht wirklich verstanden und denkt an Freibier statt an Freiheit. Software unter der GPL muss nicht kostenlos sein, sie kann. Man kann Freie Software unter der GPL auch verkaufen, muss es aber nicht.
Die Free Software Foundation (FSF) sei Verträge mit individuellen Software-Entwicklern sowie kommerziellen Distributoren wie Red Hat oder Novell eingegangen bzw. habe mit diesen konspiriert, um die Preise für Computersoftware künstlich festzuschreiben, heißt es in der Klageschrift von Wallace, die auf Groklaw veröffentlicht wurde. Um dies zu erreichen, habe die FSF zum Einsatz der GNU General Public License aufgerufen.
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: Fort Culture – What’s at stake in the fight for digital rights
: Fort Culture – What’s at stake in the fight for digital rights Downhill Battle leisten in den USA echt grossartiges. Fast jeden Monat gibt es neue Aktionen und Webseiten zum Thema Copyright&Culture. Gestern erschien: „Fort Culture – What’s at stake in the fight for digital rights“.
Who will be in charge of culture?
This is not a philosophical question, it’s a practical one and it could be decided in the next few years. The internet is making a new kind of culture possible: one where individuals can be a part of creating the mainstream. Hollywood is doing everything it can to stop that from happening and the next few years could define the next few decades. Fort Culture is a homebase for understanding and discussing this fightFort Culture enthät zum Start schon eine Menge Artikel zu den verschiedenen Aspekten des Themas. Eine neue Idee ist, mehr Menschen in die Kampagne dadurch einzubinden, dass die Verwaltung von relevanten Artikeln zum Thema via del.icio.us gemanaged wird. Mitmachen ausdrücklich erwünscht.
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: Knast ersteigern?
: Knast ersteigern? Den „Raubkopierer sind Verbrecher“-Machern fällt auch nichts Neues mehr ein, um mit ihrer manipulierenden Kampagne in die Öffentlichkeit zu kommen. Hab mir ja erstmal überlegt, ob ich überhaupt was zu ihrer neuesten Presseverlautbarung sagen soll. Andererseits ist eine ihrer Kampagnenideen sowas von bescheuert, dass ich da gar nicht drumherum komme. Und zwar gehts um ihre „erfolgreiche Knast-On-Tour“-Sache. Den Knast wird man bei eBay für einen Tag ersteigern können.
„Der Knast wird an einem von ihnen gewünschten Ort aufgebaut, sie können ihre Freunde einladen und werden mit Wasser und Brot, aber auch mit Kinokarten versorgt“. Zusätzliches Schmankerl: Schauspieler aus der RTL-Fernsehserie „Hinter Gittern“ sollen als Aufseherpersonal fungieren.
Hey, so ein Feature wollte ich immer schon auf meiner Party haben. Die Schauspieler kann man dann in den „Knast“ sperren und mit Torten beschmeissen, während sie die Werbeflyer aufessen müssen. Aber ich vermute mal, das wird nach 5min langweilig. Und Torten müssten sie schon selbst mitbringen… Vermutlich werden die Macher der Kampagne selbst bei eBay mitsteigern, damit sich überhaupt ein Dummer dafür findet.
Der Moment, wo ich zum ersten Mal ein Nachtsichtgerät im Kino auf mich gerichtet sehe oder Taschenkontrollen am Eingang durchgeführt werden, wird übrigens mein letztes Mal in einem (Mainstream-) Kino sein. Save Privacy!
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: „Linux in BERLIN“ am 12. Mai
: „Linux in BERLIN“ am 12. Mai
Nächste Woche findet am 12. Mai erstmals die von newthinking communications organisierte „Linux in BERLIN“ statt. Ziel der Veranstaltung ist, eine Kommunikationsplattform und ein Branchennetzwerk zu den Themen Freie Software, Open Source, Linux und Open Content in Berlin zu etablieren. Im Rahmen der halbtägigen Veranstaltung wird es zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen „Linux in Berlin“ und „Linux in Öffentlichen Verwaltungen“ geben. Verschiedene Firmen und Projekte stellen sich mit Ständen vor und wahrscheinlich gibt es noch diverse Workshops zu einzelnen Themen. Eigentlich hatte ich noch angedacht, netzpolitik.org auf einem Stand zu präsentieren, aber da ich die Veranstaltung organisiere, wird das wohl nicht klappen. Aber ich bin physisch anwesend. Abends wirds noch eine kleine Party geben. Das Berliner Label „Brothers in Music“, welches seine Platten und Live-Mixe unter Creative Commons-Lizenzen veröffentlicht, wird live mit Computern Musik machen. Mehr Informationen finden sich auf der Webseite von „Linux in BERLIN“. -
: Nachrichtenüberblick 02.05.
: Nachrichtenüberblick 02.05. Golem: Erste .eu-Domain erreichbar
Golem: Filmwirtschaft verstärkt Vorgehen gegen Raubkopierer
de.internet.com: Pressefreiheit contra Geschäftsgeheimnis: Intel und BSA unterstützen Apple
de.internet.com: Anti-Spyware: Mehr Sicherheit erfordert Handarbeit
intern.de: Rechtliche Grauzone RSS
Pro-Linux: Internationale Open-Source-Kongressreihe startet am Wochenende in Stuttgart
Pro-Linux: Neues Projekt Launchpad soll weltweite Zusammenarbeit unter Linux Entwicklern erleichtern
ZDNet: Studie: IT-Technik hat die Wohnzimmer bereits erobert
Heise: Brandenburg: Bilanz zum Informationsfreiheitsgesetz
Heise: Europa auf dem Weg zur Koregulierung der Wissensgesellschaft
Heise:Microsoft will Brücken zur Open-Source-Gemeinde bauen
Golem: Postbank ergreift Maßnahmen gegen Phishing
Netzeitung: China: Journalist darf UN-Preis nicht abholen
Pro-Linux: Linux Netzwerk für Berlin und Brandenburg
de.internet.com: Grüne gegen drittes Sicherheitspaket Schilys
de.internet.com: Union: Sicherheitspaket III muss Vorratsdatenspeicherung für sechs Monate enthalten
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: p2p-Nutzerzahlen verdoppelt
: p2p-Nutzerzahlen verdoppelt Dass sich seit Beginn der IFPI-Klagewellen die p2p Nutzerzahlen verdoppelt haben, ging ja schon diese Woche durch die Medien. Die dazu passende Grafik hatte ich aber noch nicht:

Sieht wachsend aus, oder? Dabei fehlen noch viele Filesharing-Dienste wie BitTorrent, WinMX, SoulSeek, Sharaza, FileTopia oder OpenFT! Vielleicht ist die Klagewellen-Kampagne ja doch eine versteckte Marketing-Kampagne für p2p-Dienste, um dann in den nächsten Jahren die passenden Geschäftsmodelle seitens der Industrie zu präsentieren? Die schrottigen DRM-Downloadplattformen werden ja verständlicherweise nicht so von den Verbrauchern angenommen wie erhofft. Aber vermutlich wird die IFPI die Zahlen wieder vollkommen anders interpretieren, in ihrer Glaubenswelt sind die Nutzerzahlen ja fast um die Hälfte gesunken.
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: Animation: Wie Softwarepatente wirken
: Animation: Wie Softwarepatente wirken Softwarepatente sind für Laien ein sehr komplexes Thema. Jetzt gibt es beim FFII eine von Gavin Hill erstellte Animation, die in 4min erklärt, wie das System funktioniert und was daran schädlich für Innovation, Wettbewerb und Verbraucher ist. (In Englisch)

* Quicktime/MPEG4, 12.7 MB
* MPEG1, 17.4 MB – lower qualityPrädikat: Pädagogisch wertvoll. Bitte weiterverteilen!
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: Golem zur Frontal21-Debatte
: Golem zur Frontal21-Debatte Golem hat einen sehr ausführlichen Artikel zur Frontal21-Debatte: Killerspiele? Frontal21-Bericht macht Spieler aggressiv.
Nach vier Seiten zur Debatte folgt der Kommentar:
Auch der neue Frontal21-Bericht zeigt ein altes Dilemma von Computerspielen: Berichte in Massenmedien nehmen sich dem Thema vornehmlich dann an, wenn es entsprechend reißerisch präsentiert werden kann. Eine möglichst nüchterne und unvoreingenommene Berichterstattung liegt wohl nicht im Interesse der großen Publikumsmedien, denn das verspricht weder hohe Auflage noch Quote. Leider gewinnt man Zuschauer in der Prime-Time wohl eher durch Angst einflößende und Verunsicherung schürende Beiträge als durch aufklärende Dokumentationen.
Solch einseitige Berichterstattung wie bei Frontal21 erzürnt dann nicht nur die Spiele-Branche, sondern natürlich auch ihre Kunden, die sich nicht grundlos kriminalisieren lassen wollen. Derweil können sich solche Berichte der Zustimmung einer großen Zielgruppe sicher sein, die sich nur selten mit diesem Thema befasst und sich über einfache Lösungen freut, wie sie dort präsentiert werden. Nach Lesart des Frontal21-Berichts verschwinden Gewaltprobleme unter Jugendlichen schlagartig, wenn nur keine Gewalt mehr in Computerspielen gezeigt wird. Das Thema Gewalt in der Gesellschaft ist allerdings zu komplex, als dass man dafür nur jeweils einen Verursacher verantwortlich machen kann.
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: Petition an Frontal21 wegen „Killerspielen“
: Petition an Frontal21 wegen „Killerspielen“ Die Zeitschrift Gamestar hat eine Online-Petition gestartet, die sich an Frontal21 richtet. Auf der Webseite kann die Petition unterzeichnet werden.
Offener Brief an Nikolaus Brender, Chefredakteur des ZDF
Sehr geehrter Herr Brender,
ihr Magazin Frontal 21 hat in bisher zwei Beiträgen (am 9.11.2004: »Gemetzel im Kinderzimmer« sowie am 26.4.2005: »Gewalt ohne Grenzen«) über Gewalt in Computerspielen berichtet. In beiden Sendungen wurden Spiele als Gewalt erzeugend dargestellt; Gegenpositionen kamen kaum vor oder wurden durch Verkürzung der Redebeiträge oder die gezielte Auswahl von medienunerfahrenen Repräsentanten abgeschwächt.
Durch die Frontal-21-Reportagen wird billigend in Kauf genommen, dass bei Außenstehenden der Eindruck entsteht, sämtliche Käufer von PC- und Video-Spielen »ab 18« wären in der Regel gewaltbereite, potenzielle Amokläufer. So sinnvoll es ist, Erziehungsberechtigte über den Medienumgang von Kindern und Jugendlichen aufzuklären, so verletzend sind solche pauschal verurteilenden Beiträge für den einzelnen Spieler. Viele Spieler berichten bereits von Rechtfertigungszwang und sozialer Ausgrenzung in Schule und Familie, verursacht auch durch Ihre Berichterstattung.
Wir, die Unterzeichnenden, sind der Meinung, dass die Frontal-21-Berichterstattung eine bewusste, mit Absicht zugespitzte Kampagne gegen das Hobby »Elektronische Unterhaltung« ist. In dieser Form erwarten wir Berichterstattung allenfalls von der Yellow Press, keinesfalls aber von einem öffentlich-rechtlichen Medium. Von einem öffentlich-rechtlichen Sender – immerhin unterhalten auch von unseren Gebühren – erwarten wir ausgewogene Darstellung der Sachverhalte.
Wir fordern Sie auf, in Zukunft das Themenfeld PC- und Videospiele mit Fairness zu behandeln. Eine Unterhaltungsform, die von Millionen Deutschen friedlich genutzt wird, verdient eine differenzierte Betrachtung, keine Stammtisch-Polemik.
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: Nachrichtenüberblick 29.04.
: Nachrichtenüberblick 29.04. Golem: FDP: Was bringt die elektronische Steuerklärung Elster?
de.internet.com: 80 Prozent der Verbraucher wollen Preisansage vor jedem Telefongespräch
The Register: Creative Commons prez asks for some lurv
silicon.de: Spyware im Kinderzimmer – wenn der Teddy die Nanny überwacht
Pro-Linux: »Stoppt Softwarepatente!« gestartet
Telepolis: Auf dem Weg zu einer „Internet UNO++“?
Golem: KDE-Entwickler verärgert über Apple
de.internet.com: Eltern für Internet-Wissenskluft mitverantwortlich
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: Frontal21 auf dem Kreuzzug gegen „Killerspiele“
: Frontal21 auf dem Kreuzzug gegen „Killerspiele“ Frontal21 kann es nicht lassen. Nachdem die ZDF-Sendung im vergangenen November schonmal über „Killerspiele“ berichtet hatte, setzen sie nun nach. In den Tagen nach der November-Sendung gab es eine grosse mediale Aufmerksamkeit, in der sich Innenminister wie Beckstein und Schönbohm verbal in der Öffentlichkeit überboten, dass man jetzt radikal handeln müsste, um die Jugend vor dem Bösen zu bewahren. Auch von Herstellungsverboten war die Rede.
Tausende von Zuschauern beschwerten sich im Internet und in E‑Mails und Briefen an die Redaktion über den Ton und die Art des Berichtes. Diese Kritik wurde nun von der Redaktion aufgenommen und dient ihr jetzt als „Beweis“, dass Spiele Gewalt und Aggression auslösen…:
Gewalt ohne Grenzen – Brutale Computerspiele im Kinderzimmer
Eine riesige Fangemeinde Jugendlicher verbringt ihre Freizeit mit Prügeln und Töten am PC. Über eine Million Kinder und Jugendliche nutzen Killerspiele regelmäßig. Das Problem: Die meisten Brutalspiele sind nicht indiziert und dürfen frei verkauft werden.
Viel objektiver schafft es hingegen „Die Welt“, sich dem komplexen Thema „Jugendschutz, Computerspiele, Kultur“ zu nähern: Wenn „Killer-Spiele“ die Massen verzaubern
Dabei sind sich die meisten Forscher einig, daß Computerspiele nicht die Ursache für Gewalt sind. „Setze einen Jugendlichen drei Tage vor einen Ego-Shooter und er wird gewalttätig – das ist Quatsch“, sagt Andreas Kirchhoff, medienpädagogischer Referent beim Münchner Medienpädagogikinstitut JFF. Wissenschaftlich sei ein Zusammenhang zwischen Gewalt und Computerspielen unhaltbar. Er stuft die politische Diskussion seit dem Erfurt-Massaker als polemisch und von Aktionismus geprägt ein.
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: Brasilien verpflichtet Behörden zu Open Source
: Brasilien verpflichtet Behörden zu Open Source Die Brasilianer haben verstanden:
Berichten zufolge arbeitet die brasilianische Regierung an einem Dekret, dass die Verwendung von Open-Source-Software festschreiben soll. Demnach seien die Behörden verpflichtet, quelloffene Systeme zu verwenden, wenn die Beibehaltung proprietärer Systeme nicht nachweislich wirtschaftlicher ist.
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: Radiosendung: Peer-to-Peer File Sharing
: Radiosendung: Peer-to-Peer File Sharing Der US-Radiosender NPR hat in seiner Sendung „Justice Talking“ ein Special zum Thema „Peer-to-Peer File Sharing“ gemacht. Zu Gast im Studio waren Dean Garfield, Vice President and Director, Legal Affairs, Worldwide Anti-Piracy at the Motion Picture Association of America (MPAA) und Kembrew McLeod, ein Journalist, Activist, Künstler und Professor in the department of communication studies at the University of Iowa. Er ist Autor zweier Bücher, “Owning Culture: Authorship, Ownership and Intellectual Property Law” und “Freedom of Expression®: Overzealous Copyright Bozos and Other Enemies of Creativity.” Eine sehr interessante Diskussion:
Although the recording industry claims progress with its controversial legal campaign against file swappers, its optimism may clash with evidence that peer-to-peer file sharing is at an all-time high. How far can the entertainment industry go to safeguard its ownership interests in music, movies and other digital content?
Der Stream ist 55min lang und liegt leider nur im WMA-Format vor.
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: „Open Source Special“ in der BrandEins
: „Open Source Special“ in der BrandEins Heute ist hier die kommende BrandEins Ausgabe (Heft 04 /Mai 2005) angekommen. Und überrascht stelle ich fest, dass insgesamt 12 Seiten über Open Source enthalten sind. Ein längerer Artikel von Marcus Hammerschmidt beschreibt Freie Software, ein weiterer Wikipedia und die Wiki-Revolution. Hab die 12 Seiten eben mal überflogen und zwei Kritikpunkte sind mir aufgefallen. Da wird dem Geschäftsführer von Berlecon Research als Open Source Experte ziemlich viel Platz eingeräumt, der aber kritikwürdige Dinge wie „Open Source ist nichts für den Privatanwender oder für kleine Unternehmen“ schreibt. Das diskreditiert den Herren in meinen Augen als „Experte“ für Open Source. Gerade für kleine Unternehmen bietet Freie Software viele Chancen. Man denke beispielsweise an OpenOffice, welches sehr produktiv einsetzbar ist. Und im Gegensatz zu MS Office muss man keine Lizenzkosten zahlen. Auch bietet Linux mehr Sicherheit vor Viren, Trojanern und sonstigen Schädlingen. Und ist Firefox nicht auch Open Source? Bei uns im Unternehmen setzen wir nur Freie Software ein und ich kenne viele andere kleinere Unternehmen, die das auch machen und sehr zufrieden sind. Im Endeffekt muss jedes Unternehmen schauen, ob es etwas Mehraufwand für die Administration von Freier Software in Kauf nehmen möchte, dafür aber ein Vielfaches an Stabilität, Nachhaltigkeit und Sicherheit bekommt. Viele Dienstleister bieten Support an. Auf dem kommenden Linuxtag 2005 in Karlsruhe kann man sich ausführlich über die Chancen von Linux für kleine – und mittelständische Unternehmen sowie für Privatanwender informieren.
Vollkommen missglückt ist leider der Untertitel: „Die Idee der lizenzlosen Software ist Kapitalismus pur“. Ich mag die Artikel von Marcus Hammerschmidt, die dieser für Telepolis schreibt. Der Untertitel in der BrandEins ist aber kompletter Blödsinn, wenn man sich den juristischen Unterbau von Freier Software anschaut: Lizenzen…! Erfreulich ist an dem Artikel , dass er einen Zusammenhang zwischen Freiheit, Markt und Wettbewerb herstellt und mit dem Vorurteil aufräumt, dass Freie Software kommunistisch sei.
Die Message ist vollkommen richtig: Freie Software ist gut für Wettbewerb und einen Freien Markt.