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„Open Source Special“ in der BrandEins

Heute ist hier die kommende BrandEins Ausgabe (Heft 04 /Mai 2005) angekommen. Und überrascht stelle ich fest, dass insgesamt 12 Seiten über Open Source enthalten sind. Ein längerer Artikel von Marcus Hammerschmidt beschreibt Freie Software, ein weiterer Wikipedia und die Wiki-Revolution. Hab die 12 Seiten eben mal überflogen und zwei Kritikpunkte sind mir aufgefallen. Da wird dem Geschäftsführer von Berlecon Research als Open Source Experte ziemlich viel Platz eingeräumt, der aber kritikwürdige Dinge wie „Open Source ist nichts für den Privatanwender oder für kleine Unternehmen“ schreibt. Das diskreditiert den Herren in meinen Augen als „Experte“ für Open Source. Gerade für kleine Unternehmen bietet Freie Software viele Chancen. Man denke beispielsweise an OpenOffice, welches sehr produktiv einsetzbar ist. Und im Gegensatz zu MS Office muss man keine Lizenzkosten zahlen. Auch bietet Linux mehr Sicherheit vor Viren, Trojanern und sonstigen Schädlingen. Und ist Firefox nicht auch Open Source? Bei uns im Unternehmen setzen wir nur Freie Software ein und ich kenne viele andere kleinere Unternehmen, die das auch machen und sehr zufrieden sind. Im Endeffekt muss jedes Unternehmen schauen, ob es etwas Mehraufwand für die Administration von Freier Software in Kauf nehmen möchte, dafür aber ein Vielfaches an Stabilität, Nachhaltigkeit und Sicherheit bekommt. Viele Dienstleister bieten Support an. Auf dem kommenden Linuxtag 2005 in Karlsruhe kann man sich ausführlich über die Chancen von Linux für kleine – und mittelständische Unternehmen sowie für Privatanwender informieren.


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Vollkommen missglückt ist leider der Untertitel: „Die Idee der lizenzlosen Software ist Kapitalismus pur“. Ich mag die Artikel von Marcus Hammerschmidt, die dieser für Telepolis schreibt. Der Untertitel in der BrandEins ist aber kompletter Blödsinn, wenn man sich den juristischen Unterbau von Freier Software anschaut: Lizenzen…! Erfreulich ist an dem Artikel , dass er einen Zusammenhang zwischen Freiheit, Markt und Wettbewerb herstellt und mit dem Vorurteil aufräumt, dass Freie Software kommunistisch sei.

Die Message ist vollkommen richtig: Freie Software ist gut für Wettbewerb und einen Freien Markt.