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Knast ersteigern?

Den „Raubkopierer sind Verbrecher“-Machern fällt auch nichts Neues mehr ein, um mit ihrer manipulierenden Kampagne in die Öffentlichkeit zu kommen. Hab mir ja erstmal überlegt, ob ich überhaupt was zu ihrer neuesten Presseverlautbarung sagen soll. Andererseits ist eine ihrer Kampagnenideen sowas von bescheuert, dass ich da gar nicht drumherum komme. Und zwar gehts um ihre…

  • Markus Beckedahl

Den „Raubkopierer sind Verbrecher“-Machern fällt auch nichts Neues mehr ein, um mit ihrer manipulierenden Kampagne in die Öffentlichkeit zu kommen. Hab mir ja erstmal überlegt, ob ich überhaupt was zu ihrer neuesten Presseverlautbarung sagen soll. Andererseits ist eine ihrer Kampagnenideen sowas von bescheuert, dass ich da gar nicht drumherum komme. Und zwar gehts um ihre „erfolgreiche Knast-On-Tour“-Sache. Den Knast wird man bei eBay für einen Tag ersteigern können.

„Der Knast wird an einem von ihnen gewünschten Ort aufgebaut, sie können ihre Freunde einladen und werden mit Wasser und Brot, aber auch mit Kinokarten versorgt“. Zusätzliches Schmankerl: Schauspieler aus der RTL-Fernsehserie „Hinter Gittern“ sollen als Aufseherpersonal fungieren.

Hey, so ein Feature wollte ich immer schon auf meiner Party haben. Die Schauspieler kann man dann in den „Knast“ sperren und mit Torten beschmeissen, während sie die Werbeflyer aufessen müssen. Aber ich vermute mal, das wird nach 5min langweilig. Und Torten müssten sie schon selbst mitbringen… Vermutlich werden die Macher der Kampagne selbst bei eBay mitsteigern, damit sich überhaupt ein Dummer dafür findet.

Der Moment, wo ich zum ersten Mal ein Nachtsichtgerät im Kino auf mich gerichtet sehe oder Taschenkontrollen am Eingang durchgeführt werden, wird übrigens mein letztes Mal in einem (Mainstream-) Kino sein. Save Privacy!

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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