Auf dem Weg zur Musik-Enzyklopädie

Die Musikdatenbank Musicbrainz gibt es zwar schon seit sechs Jahren, jetzt allerdings überrascht sie mit einem für die Branche (bisher) ungewöhnllichen Schritt. Gestern wurde im amerikanischen San Luis Obispo der Musicbrainz-Verein gegründet, der die Geschicke der Musikdatenbank fortan lenken wird. Im Vorstand der Organisationen sitzen so illustre Leute wie Robert Kaye (Musicbrainz-Gründer), Lawrence Lessig (Creative Commons) und Cory Doctorow (EFF-Aktivist).

Über die Unterschiede zu kommerziellen Datenbanken, klärt Netzwelt auf:

Im Gegensatz zur CDDB-Datenbank (Bsp. iTunes) setzt Musicbrainz auf akustische Fingerabdrücke. Nutzer können mit der Tagger-Softare der Website beispielsweise Informationen zu einzelnen MP3s abfragen und diese automatisch ergänzen.
Musicbrainz setzt […] auf den aktiven Austausch mit Nutzern und Entwicklern. So erlaubt man Programmieren nichtkommerzieller Software den kostenlosen Zugriff auf mehr als drei Millionen Song-Informationen.

Ziel ist es möglichst viele Zusatzinformationen zu Songs und Musikern zu sammeln, um langfristig zu einer Musikenzyklopädie im Stil von Wikipedia zu werden. (via Mix, Burn & R.I.P.)

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