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BBC Creative Archiv gelauncht

Heute ist das lange erwartete Creative Archive von der BBC und Partnern gelauncht worden. Die Idee dahinter ist, öffentlich-rechtliche Archive den eigenen Bürgern zu öffnen. Zukünftig sollen viele Eigenproduktionen unter die neue Creative Archive Licence gestellt werden, eine neue Creative Commons Lizenz, die nur in Grossbritanien gilt. Mit dem Projekt soll es möglich werden, dass die britischen Bürger zum ersten Mal freien Zugang zu einem Teil der britischen Kultur haben sollen, sich davon Kopien machen und diese auch verändern und mixen dürfen.


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The Creative Archive is a BBC led initiative to provide access to public service audio and video archives in a way that allows the British public to find, share, watch, listen and re-use the archive as a fuel for their own creative endeavours. In other words, you can rip, mix and share the BBC.

Die Lizenz erlaubt das nicht-kommerzielle Kopieren und Remixen des Werkes (Non-Commercial). Der Name aller an dem Werk Beteiligten muss genannt werden (Attribution), und alle Änderungen müssen wieder unter dieselbe Lizenz gestellt werden (Share-Alike). Die Werke sollen allerdings nicht für Kampagnen oder Diffamierungen verwendet werden. (No Endorsement). Diese Rechte werden auch nur britischen Staatsbürgern gewährt. Dies soll eine DRM-freie Distributionsinfrastruktur gewährleisten. Vermutlich sperren sie alle IP-Adressräume ausserhalb von Grossbritanien.

Der jetzige Launch ist erstmal ein Pilot-Projekt, um die Idee des Konzeptes sowie die Akzeptanz zu testen. Während des Piloten soll Feedback eingeholt werden, welche Genres und Formate am meisten gewünscht sind. Gleichzeitig soll getestet werden, inwiefern sich die Bürger und andere Organisationen an dem Projekt beteiligen wollen und wie an neue Lizenz angenommen wird.

Während des Pilot-Projektes wird die BBC insgesamt 100h TV- und Radioaufnahmen unter der Lizenz releasen.

Schade, dass eine solche Initiative in Deutschland unmöglich erscheint. Ich würde auch gerne auf öffentlich-rechtliches Material übers Internet zugreifen können. Und wieso sollten Bürger nicht das Recht haben, z.B. die Tagesschau zu remixen oder bedeutende Augenblicke der Geschichte aus Fernseh- oder Radioaufnahmen aus öffentlich-rechtlichem Material zu nicht-kommerziellen Zwecken zusammen zu stellen? Und sie über das Internet mit anderen Bürgern teilen? Aber die politische Debatte zeigt, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten aus dem Internet heraus gehalten werden sollen, um den „Wettbewerb zu sichern“. Hingegen finde ich die Herangehensweise der BBC und die Vision von „Creative Archive“ für sehr gelungen, ihren Bürgern freien Zugang zu ihren Archiven zu verschaffen und ihnen das Recht zu geben, sich Kopien zu machen und diese auch zu verändern. So wird Kreativität gefördert und der Anschluss an das digitale Zeitalter geschafft.

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