Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: „Möchtegern-Internetpolizisten ohne Anzeichen von Technikverständnis“
: „Möchtegern-Internetpolizisten ohne Anzeichen von Technikverständnis“ Gegen die Hetze von Herrn Lemke, Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, gegen das Unabhängige Landeszentrums für Datenschutz, setzt sich jetzt der Leiter des ULD, Dr. Thilo Weichert mit einer Pressemitteilung zur Wehr:
„Es ist traurig und erschreckend, dass der E‑Government-Beauftragte eines Bundeslandes derart wenig Verständnis für die Internettechnik und für Bürgerrechte, insbesondere für den Datenschutz, zeigt. Eigentlich müsste er wissen, dass E‑Government- und E‑Commerce-Anwendungen, die große Einsparpotenziale für die Verwaltung bergen – ebenso wie große Verdienstmöglichkeiten für die deutsche Wirtschaft, nur dann eine Chance auf Akzeptanz bei den Menschen finden, wenn diese sich auf die Wahrung ihres Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung bei der Nutzung des Internets verlassen können.
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Ein Polizeistaatssekretär sollte sich an den geltenden Gesetzen und an dem von unserem Grundgesetz gewährleisteten Datenschutz orientieren, nicht an irgendwelchen irrealen Kontroll- und Überwachungsphantasien.
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Das ULD wird sich aber unzweideutig zur Wehr setzen, wenn Möchtegern-Internetpolizisten ohne Anzeichen von Technikverständnis populistisch den Datenschutz als Täterschutz diskreditieren.“ -
: Bericht über Creative Commons UK
: Bericht über Creative Commons UK Das PolicyDevCenter von O’Reilly hat einen lesenswerten Bericht von Becky Hogge über Creative Commons UK veröffentlicht.
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: UN Policy-Leitfaden zu Freier Software
: UN Policy-Leitfaden zu Freier Software Das International Open Source Network (IOSN) ist ein Gemeinschaftsinitiative des UNO-Entwicklungsprojekts (UNDP) und des Asia-Pacific Development Information Programme (APDIP). Das Kompetenzzentrum hat in der Vergangenheit bereits Reader zu verschiedenen Open Source Aspekten entwickelt, unter anderem zum Thema Freie Software und Bildung
Nun hat das Institut einen „Free/Open Source Software (FOSS) – Government Policies“ – Reader vorgestellt und gibt Regierungen damit einen Leitfaden zur Politikformulierung in die Hand. Schritt für Schritt wird aufgezeigt, warum eine staatliche Open Source Strategie notwendig ist und an welchen Prämissen sich eine entsprechende Politik orientieren sollte. Adressiert ist das Dokument an Staaten, die sich im Politikbildungsprozess befinden und an einer FOSS-Strategie arbeiten.
Es werden sowohl wirtschaftliche, strategische und soziale Bedeutung Freier Software als auch die branchenübergreifende Themen Softwarepatente, Copyright und Verbraucherrechte behandelt. Fallbeispiele zeigen, welche Schritte andere Staaten bei der Formulierung einer FOSS-Politik ergriffen haben und wie diese schließlich implementiert wurden.
Der Reader liegt auf dem Server des IOSN zum Download bereit. Kopieren ist ausdrücklich erlaubt, da er unter der Creative Commons Attribution Lizenz 2.0 steht. Konzipiert wurde der Leitfaden als „lebendes“ Dokument, d.h. er wird permanent weiterentwickelt und neue Erkenntnisse sollen fortlaufend eingebaut werden.
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: Mehr Wikipedia-Server durch Yahoo
: Mehr Wikipedia-Server durch Yahoo Was macht Yahoo gerade? Eigentlich müsste man fragen, was sie nicht machen. Im Rennen um die künftige Top-Position im Suchmaschinenmarkt hatte ich sie schon fast abgeschrieben, zu gross erschien die Marktmacht von Google und Microsoft. Aber die letzten Wochen lassen aufhorchen. Erst der Kauf von Flickr, dann Yahoo 360, nicht zu vergessen die Suche nach Creative Commons Werken. Und nun? Nun sponsert Yahoo als erstes Wikipedia einige Server und nicht Google, wie es vor wenigen Wochen durch die internationale Presse geisterte. Google muss nun nachziehen. Ich bin mal gespannt, wann ich dort explizit Creative Commons Werke suchen kann und auch Wikipedia kann mehr Unterstützung gebrauchen.
Aber so schön das ja alles ist, sollte man eines nicht vergessen: Dies sind börsennotierte Firmen, die nicht aufgrund ihres Herzens „Gutes“ tun, sondern ihren Aktienbesitzern verpflichtet sind. Und die wollen Geld verdienen. Deswegen ist es notwendig, über Alternativen nachzudenken.
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: Nachrichtenüberblick 07.04.
: Nachrichtenüberblick 07.04. Pro-Linux: Licht und Schatten in Lateinamerika
Golem: OpenOffice.org 2.0 mit verbessertem PDF-Export
Telepolis: MP3 und Filme zum Download über Satellit
News.com: IBM: Proprietary technology not enough
Futurezone: Keine Zukunft für proprietäre Systeme
intern: Geheimabsprachen bei der ICANN?
Heise: Biometrische Pässe kommen vermutlich mit Verzögerung
Golem: Deutsche Spielebranche mit neuer Interessenvertretung
PCWorld: Microsoft Expands Anti-Linux Campaign
The Register: German news site fined for publishing links
Pro-Linux: Richard Stallman warnt vor der Java-Falle
de.internet.com: Berliner Polizei: Neues Computer-System „POLIKS“ bricht zeitweise zusammen
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: GPL für Anfänger und Fortgeschrittene erklärt
: GPL für Anfänger und Fortgeschrittene erklärt Das Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software (ifrOSS) hat im O’Reilly Verlag einen Kommentar zur GPL in Form eines 182 Seiten umfassenden Buches veröffentlicht: „Die GPL kommentiert und erklärt“.
Das Buch erläutert die Bestimmungen der GPL in der Form eines juristischen Kommentars, d.h., die Vertragsbestimmungen der GPL werden jeweils im Einzelnen erläutert. Vorangestellt ist ein FAQ, in dem die wichtigsten Fragen beantwortet werden. Im Anhang findet sich ein Kapitel zum anwendbaren Recht. Autoren sind die ifrOSS-Mitglieder Till Jaeger, Olaf Koglin, Till Kreutzer, Axel Metzger und Carsten Schulz. Das Buch richtet sich in erster Linie an Nicht-Juristen, enthält aber auch für Juristen einige hier erstmals untersuchte Aspekte.
Das Buch kostet 22 €. (ISBN 3–89721–389–3)
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: Protestaktionen gegen Klagewellen
: Protestaktionen gegen Klagewellen Janko Röttgers schreibt bei MotorFM über die Klagewellen der Musikindustrie und Proteste dagegen. Seine Empfehlung sind Protestaktionen gegen einzelne Konzerne der Musikindustrie anstatt die Musikbranche als Ganzes zu dämonisieren. Immerhin zählen zu dieser auch eine Vielzahl an Künstlern und Labels, die mit den Klagewellen nicht einverstanden sind.
Lektion Nummer zwei: Erfolgreiche Boykott-Aktionen drehen sich nicht ums Geld. Jedenfalls nicht um die paar Kröten, die eine Hand voll kritische Verbraucher in der Tasche haben. Was zählt, ist auch hier das Signal. Die Schlagzeile. Das beschmutzte Image. Das wachsende Misstrauen der Shareholder. Wer will schon gerne in eine Firma investieren, die so verzweifelt ist, dass sie Universitäten drangsaliert, Rentner ruiniert und kleine Kinder frisst?
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: EDRi-gram: Number 3.7, 6 April 2005
: EDRi-gram: Number 3.7, 6 April 2005 Und wieder ist ein neues EDRi-gram erschienen: Number 3.7, 6 April 2005
1. Secret minutes EU data retention meeting
2. No delay for EU biometric passports
3. German court confirms ISP blocking order
4. Rapporteur EU parliament: more liability for ISPs
5. First P2P prosecution case in Sweden
6. ISP self-regulation proposal film industry
7. Bulgarian ISPs ordered to remove websites
8. Germany: meta search engine responsible for hyperlinks
9. EDRI-member nominated in Blog contest
10. Recommended reading: DRM
11. Agenda
12. About -
: Fake-TV
: Fake-TV Infoganda titelt die taz in ihrer heutigen Ausgabe und berichtet über die wachsenden Anteil so genannter „Fake TV-News“ in US-amerikanischen Fernsehnachrichten. Dabei handelt es sich um eine Art visuelle Pressemeldungen, die von Ministerien und Behörden im Stile „echter Nachrichten-Reports“ produziert und an TV-Stationen vertrieben werden. Die Sender strahlen die staatlichen Beiträge in der Regel unkommentiert aus. Als „illegale versteckte Propaganda“ bezeichnet die General Accountability Office (GAO), ein unabhängiges Untersuchungsgremium diese Praxis.
Das die Bush-Regierung sich an dieser Abmahnung wenig stören dürfte, zeigt die Aussage von Andy Card, Stabschef im Weißen Haus. Demnach ist die Presse nicht länger eine der Grundfesten einer Demokratie und hat im System des „checks-and-balance“ ausgedient.
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: Hessisches Innenministerium hetzt gegen Datenschutz
: Hessisches Innenministerium hetzt gegen Datenschutz Harald Lemke, Staatssekretär im hessischen Innenministerium, fürchtet sich vor Datenschutz und Verschlüsselung. Auf dem 8. Europäischen Polizeikongress in Berlin, über den Heise berichtet, erklärte er sein Horror-Szenario für die Zukunft: „Das Internet 2010 ist anonym, alles ist verschlüsselt“. Ein großer Dorn im Auge sei Lemke daher insbesondere, dass vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierte Forschungsprojekte wie AN.ON nur „das einzige Ziel haben, anonymes Surfen zu erlauben“. Da hat er wohl GnuPG vergessen, auch ein sehr wichtiges und ehemals vom Wirtschaftsministerium gefördertes Verschlüsselungsprojekt zum Schutz der eigenen Privatsphäre.
Die Polemik gegen AN.ON ging noch weiter. Sämtliche Totschlagsargumente wie Kinderpornographie, Rechtsextremismus und Terrorismus wurden angeführt, um kräftig gegen das unabhängige Landesdatenschutzzentrum (ULD) in Schleswig Holstein zu wettern. Denn das ULD liefert Informationen, wie die eigene Privatsphäre geschützt werden könne und ist Projektpartner beim AN.ON-Projekt. Unerhört für mich ist, dass er zwischen den Zeilen das ULD, welches eine sehr gute Arbeit für den Erhalt von Bürgerrechten im digitalen Raum leistet, als Handlanger für Terroristen, Kinderschänder und Nazis darstellt.
Aber es geht noch weiter: „Wer den globalen Cyberspace 2010 nur unter den Blickwinkel Privacy betrachtet, verabschiedet sich von jeder ernsthaften Debatte“. Lemke will sich wohl als neuer Scharfmacher in der CDU profilieren. Und das auf Kosten von Bürgerrechten und Datenschutz.
Neben AN.ON kann ich übrigens noch das TOR-Netzwerk empfehlen. Dazu noch die Seite des ULD zum Thema „Selbstschutz – Sicher im Internet“ und die Faltblätter vom ULD.
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: Die Wikipedia DVD ist raus
: Die Wikipedia DVD ist raus Die Wikipedia-DVD ist veröffentlich worden:
Ab sofort gibt es wieder eine aktuelle Ausgabe der Wikipedia zur Offline-Nutzung. Angespornt durch den großen Erfolg seiner CD-Ausgabe im Herbst 2004, hat der Verlag Directmedia Publishing mit Unterstützung der Wikipedia-Gemeinschaft jetzt eine DVD-Version herausgegeben, auf der nun über 200.000 Artikel (Inhalte der deutschsprachigen Wikipedia vom 3. März 2005) enthalten sind. Die DVD ist unter Windows, Linux und Mac nutzbar und enthält darüber hinaus auch Ausgaben der freien Enzyklopädie für PDAs und moderne Mobiltelefone. Zusätzlich liegt eine startfähige CD-Rom bei, die einen schnellen Zugang zur Offline-Wikipedia ermöglicht, wenn der Computer gerade ausgeschaltet ist oder keine Software installiert werden soll. Das Paket aus DVD und CD ist unter dem Titel „Wikipedia. Ausgabe Frühjahr 2005“ ab sofort im Buchhandel erhältlich. Ein Euro je verkauftem Exemplar kommt dem Verein Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. zugute.
[via IT&W]
Die DVD wird auch bald zum Download frei gegeben. Ich freu mich schon. Gesucht werden noch FTP-Server:
In wenigen Tagen werden auch die Dateien zum Selbstbrennen verfügbar sein. Gerne sind noch Besitzer von größeren FTP-Servern mit entsprechender Bandbreite und einem großen Herz für Wikipedia gesucht, die beim Verteilen der Dateien helfen. Mails an info@wikipedia.de mit dem Subject “Wikipedia-DVD-mirror” sind gerne gesehen.
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: netzpolitik.org bei „Freedom blog awards“ von „Reporter ohne Grenzen“ nominiert
: netzpolitik.org bei „Freedom blog awards“ von „Reporter ohne Grenzen“ nominiert
netzpolitik.org ist bei den „Freedom blog awards“ von „Reporter ohne Grenzen“ in der Kategorie „Best international Blog“ nominiert. Die Gewinn-Chancen sind zwar als einziges (weitgehend) deutschsprachiges Blog sehr gering, aber wer trotzdem abstimmen möchte, kann dies hier tun. Vote for freedom of expression blog award-winners!
Reporters Without Borders is calling on Internet-users to vote online for award-winners from among 60 blogs defending freedom of expression. There are six categories: Africa and the Middle East, the Americas, Asia, Europe, Iran and International.
Reporters Without Borders has made a first selection of blogs, according to their interest and some basic criteria. There are blogs in English, French, Russian, Arabic, Farsi, Spanish and German.
Die Deutsche Welle ist Medienpartner des Wettbewerbes und hat jetzt auch einen eigenen Artikel dazu veröffentlicht:
Die internationale Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ ruft Internetnutzer in aller Welt zur Wahl der besten Weblogs auf. Weblogs sind eine Form von Tagebüchern im Netz, in denen User Themen ihrer Wahl kommentieren. Der Weblog-Preis der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ soll Blogs auszeichnen, die sich besonders für die freie Meinungsäußerung einsetzen. 60 Weblogs in sechs Regional-Kategorien (Afrika und Naher Osten, Amerikanischer Kontinent, Asien, Europa, Iran und International) stehen bis zum 1. Juni zur Auswahl.
Anscheinend ist netzpolitik.org auch das einzige nominierte deutschsprachige Weblog.
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: Nachrichtenüberblick 06.04.
: Nachrichtenüberblick 06.04. eWeek: Get the Facts Right on Linux, Microsoft
Futurezone: Desktop-Suche als Sicherheitsrisiko
Telepolis: Übersetzungen können „geistiger Diebstahl“ sein
Telepolis: eGypt: Internet in der Wüste?
Heise: Nationales Recht im Widerspruch zu ICANN-Verträgen
Heise: E‑Mail-Aktion zur Offenlegung von Politiker-Nebeneinkünften
Heise: US-Justizbehörden fordern Verlängerung des Patriot Act
Heise: Angriffe auf DNS-Server analysiert
Pro-Linux: Free Software Foundation Europe geht in die Offensive
Silicon: IT als Zukunftsmarkt: EU verdoppelt Finanzspritze
Heise: Vom Terrorbekämpfer zum RFID-Lobbyisten
Golem: Allianz gegen Microsoft
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: DVD-Jon im Interview
: DVD-Jon im Interview Jon Lech Johansen, der der Legende nach als 15-jähriger nach der Schule den DVD-Kopierschutz geknackt hat und danach jahrelang von der Filmindustrie in Norwegen vergeblich verklagt wurde, ist von Slyck.com zu DRM, De-CSS, iTunes-Hack, etc. interviewed worden.
Update:
Jörg-Olaf Schäfers schreibt in seinem Weblog yamb über „Die Legende von “DVD Jon” (re-reloaded)“
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: 3. Internationale Linux Audio-Konferenz in Karlsruhe
: 3. Internationale Linux Audio-Konferenz in Karlsruhe Die „3. Internationale Linux Audio-Konferenz“ (LAC) findet vom 21. bis 24. April am ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe statt. In 24 Einzelbeiträgen wird über aktuelle Trends und neue Projekte aus dem Audio- und MIDI-Bereich informiert. Dabei werden sowohl entwicklungs- als auch anwendungsorientierte Fragestellungen diskutiert. Die Linux-Audio-Distribution AGNULA, im vergangenen Jahr Schwerpunkt auf dem LinuxTag, wird auch auf der LAC ein wichtiges Thema sein. Angekündigt, wenn auch unter Vorbehalt, ist zudem die erste stabile Version von „Ardour“, der Harddisk Recording-Applikation von Paul Davis, die sich seit über 4 Jahren in der Entwicklung befindet.
Neben dem kostenlosen Vortragsprogramm lockt die Veranstaltung mit abendlichen Programmhighlights, die zugleich zeigen wie existierende Anwendungen und Werkzeuge für Komposition und Aufführungen verwendet werden. Verschiedene Konzerte, die „Linux Sound Night“ und die „Linux Jam Night“ laden die Besucher zum zuhören, entspannen und mitmachen ein.
Dem Bereich Multimedia widmet auch der LinuxTag 2005 vom 22. – 25. Juni in Karlsruhe besondere Aufmerksamkeit und richtet eine ganze Vortragsreihe zum Thema „Video“ aus. Projektentwickler der verschiedener Videoplayer und ‑anwendungen werden dabei über technischen Möglichkeiten und zukünftige Trends informieren. Parallel zur Veranstaltung erscheint der Sammelband „Video“, ein Gemeinschaftsprojekt vom LinuxTag e.V. und der Open Source Press.
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: Wikimania 2005 vom 4.–8. August in Frankfurt
: Wikimania 2005 vom 4.–8. August in Frankfurt 
Wikimania 2005: Die erste internationale Wikimedia Konferenz wird in Frankfurt am Main, Deutschland vom 4. bis 8. August 2005 stattfinden.
Wikimania ist eine einzigartige Gelegenheit, die Leute zu treffen, die an „vorderster Front“ in den Wikimedia-Projekten arbeiten. Prominente Vertreter aus der Welt des freien Wissens, Mitglieder der Community und Wissenschaftler werden ihre Studien und ihre Erfahrungen mit der Wikipedia und anderen Projekten der Wikimedia Foundation (http://wikimediafoundation.org/) präsentieren. Zentrale Themen der Konferenz sind die Wiki-Kultur, deren Technologie und die Welt des freien Wissens. Das Programm umfasst Vorträge, Workshops und Tutorials sowohl für Newcomer als auch für „alte Hasen“.
Alle aktive Wikipedianer und interessierten Nutzer der Wikimedia-Projekte sind eingeladen, sich ein Bild von der weltweiten Wikimedia-Gemeinschaft und der theoretischen und praktischen Anwendung von Wikis zu machen. Die Konferenz soll den Teilnehmern einen Überblick über die Wikimedia-Projekte geben und die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Projekten fördern.
Viele Vorträge und Diskussionen werden in Englisch stattfinden, die Konferenz wird aber simultan in verschiedene offizielle Sprachen übersetzt und auch Vorträge in anderen Sprachen sind ausdrücklich erwünscht.
Passend dazu ist heute die Webseite in Form eines Wikis veröffentlicht worden.
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: Nachrichtenüberblick 05.04.
: Nachrichtenüberblick 05.04. Pro-Linux: New South Wales gründet Gremium zur Förderung von Open Source
AsutralienIT: Linux advances on NSW
News.com: Impatient TV viewers turn to BitTorrent
Heise: Innenministerium rätselt über Herkunft der versteigerten Polizei-Festplatte
Heise: Microsoft verspricht im EU-Kartellverfahren Zugeständnisse
Telepolis: Kehrt Orwell zurück?
Telepolis: Schwedische Raubkopierer
News.com: Al Gore jumps on video blogging
de.internet.com: Digitales Rathaus: An- und Ummelden zukünftig beliebtester Online-Service
Futurezone: Vorerst kein Linux an Wiens Schulen
Golem: Mobile-P2P – der Esel kommt aufs Handy
Heise: Urteil in Sachen Musikindustrie gegen heise online
de.internet.com: Bankengeheimnis: Schnüffelstaat kommt Verbraucher teuer zu stehen
de.internet.com: BSI weist Vorwurf der Unterdrückung von Biometrie-Kritikern zurück
News.com: Open-source companies chase steady money
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: Musikmarkt verkündet neues Urheberrecht
: Musikmarkt verkündet neues Urheberrecht
Es gibt Nachrichten, wo ich mich morgens frage, ob ich schon ausreichend Kaffee getrunken habe. Eine davon ist mir heute wieder bei Musikmarkt.de über den Weg gelaufen: „Neue Änderungen im Urheberrecht treten in Kraft“. Dort wird das neue Urheberrecht verkündet, welches am 9. April in Kraft treten soll. Ist natürlich kompletter Blödsinn, weil der Kabinettsentwurf zum „Zweiten Korb“ noch auf sich warten lässt – übrigens schon seit bald zwei Monaten. Und nach zweimaligem Lesen kommt dann die Erkenntnis: Johannes Rau ist gar nicht mehr der Bundespräsident, der die Gesetze unterschreibt! Genau, und die Änderungen im Urheberrecht klingen genauso wie im „Ersten Korb“ inkl. den „offensichtlich illegalen Quellen“ in Bezug auf Tauschbörsennutzung.Aber wieso der Musikmarkt, nach eigenen Angaben das ”führende Fachmagazin für die Musikbranche” heute so einen Blödsinn online stellt, ist mir etwas unklar. Verspäteter Aprilscherz? Neues Content-Management-System? Neuer Praktikant?
Update:
Die Seite ist nun nicht mehr auffindbar.
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: England fördert Freie Software
: England fördert Freie Software Heute hat das Kabinett von Tony Blair ein Massnahmenpaket zur Überwindung der digitalen Spaltung beschlossen. Ziel ist, das erste Land in der Welt zu werden, dem diese Aufgabe gelingt. Klingt sehr nach Wahlkampf und ähnliche Verlautbarungen hören wir auch regelmässig in Deutschland. Wenngleich auch nicht in dieser Zuversicht.
Viel interessanter ist allerdings die „Open Source Academy“, die nun von der englischen Regierung massiv gefördert werden soll. Die Open Source Academy ist ein Programm zur Förderung von Freier Software in England, insbesondere in der Öffentlichen Verwaltung. Neben den üblichen Migrations-Studien zu Linux auf dem Desktop gibt es weitere sehr interessante Teilprojekte, die in Teilen dem Open Source Kompetenzzentrum des Bundesinnenministerium ähneln. Es sollen Best-Practive Beispiele, Trainingsmaterialien, Leitlinien und Services wie eine Anbieterdatenbank geschaffen werden.
Ein neuer Weg wird bei der Schaffung eines „national open development environment“ (NODE) gegangen. eGovernment-Anwendungen für die Öffentliche Verwaltung sollen in den Bereichen als Open Source Software finanziert werden, die von proprietärer Software nur unzureichend abgedeckt werden. Eine solche Initaitive gibt es auch in Deutschland von der Stadt Mühlheim an der Ruhr. Andere Verwaltungen werden eingeladen, gemeinsam eGovernment-Anwendungen als Freie Software zu entwickeln. Ziel der Mühlheimer Initiative ist es, durch einen Netzwerk-Effekt nachhaltige IT-Infrastrukturen zu schaffen und Kosten zu reduzieren.
Das Programm soll zugleich als Vorbereitung für die kommende englische EU-Präsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres dienen, um das Thema „Linux in die Öffentlichen Verwaltungen“ europaweit voran zu bringen. Das klingt spannend und zugleich unerwartet. Ich bin gespannt, ob die Ankündigung auch in reale europäische Politik umgesetzt wird.
Nach Brasilien, China, Süd-Korea, etc. nun auch noch England? Deutschland wird reihenweise bei der Förderung Freier Software überholt. Eigentlich schade, da wir bei diesem Thema vor wenigen Jahren noch globaler Trendsetter und Vorreiter waren.
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: Toter Papst in China unerwünscht
: Toter Papst in China unerwünscht Auch der tote Papst ist in China unerwünscht. Alle Online-Berichte über seinen Tod inkl. Würdigungen und Gebete werden seit Montag durch die „grosse Internet-Mauer“ gefiltert und zensiert.
Begründung:
„Religiöse Themen sind eine Besonderheit. Wir befürchten Probleme“, sagte ein Verantwortlicher in Peking.
Dazu passend ist auch noch ein heute bei dw-online erschienener Artikel über die Zensur von Hochschulforen in China.
Update:
Der Futurezone-Artikel bezieht sich auf eine Meldung der Nachrichtenagentur AP, die im englischen dieselben Informationen enthält. Im Futurezone-Forum widerspricht allerdings eine Person vehement diesen Berichten und ist der Meinung, dass keine Zensur des Papst-Todes in China erfolgt.