Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Nachrichtenüberblick 04.04.
: Nachrichtenüberblick 04.04. Heise: Pädagoge stellt brutale PC-Games und Personen-Umfeld in Zusammenhang
Heise: Biometriekritiker auf staatlichem IT-Sicherheitskongress unerwünscht
The Register: Hacking Google for fun and profit
Futurezone: Frankreichs Kampf gegen Google
Futurezone: Podcasting findet immer mehr Zuspruch
Reuters: Plugged in – Next Big Tech Ideas May Be Small Ones
The Register: Civil liberty group pans EU biometrics plans
Standard: Ubuntu Linux: Zwischen „politisch korrekt“ und „cool“ liegt der Erfolg
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: Innenministerium zensiert Wissenschaft
: Innenministerium zensiert Wissenschaft Folgenden Brief habe ich eben bei „Abenteuerliche Abenteuer südlich der Elbe“ gefunden. Professor Pfitzmann von der TU Dresden (Sein Schwqerpunkt ist Privacy & Security) wurde zuerst vom BSI zum 9. IT-Sicherheitskongress mit dem Titel „IT-Sicherheit geht alle an!“ eingeladen. Nachdem er seinen Kongressbeitrag für den Tagungsband eingereicht hatte, indem er kritisch zu den Themen Biometrie und Vorratsdatenspeicherung Stellung nimmt, wurde er mit einer fadenscheinigen Begründung wieder ausgeladen.
„Herrn
Dr. Udo Helmbrecht
Präsident des BSI
Godesberger Allee 185–189
53175sowie via Cc an Journalisten, Politiker und Wissenschaftler, da Versuchen, die öffentliche wie auch fachwissenschaftliche Diskussion über Biometrie und Vorratsdatenspeicherung zu zensieren, nur durch Öffentlichkeit begegnet werden kann
Dresden, 2.4.2005
Sehr geehrter Herr Dr. Helmbrecht,den vom BSI für den 9. Deutschen IT-Sicherheitskongress (10.–12.5.2005) eingeladenen (vgl. Attachment 1) und mit Dr. Otto Ulrich und dem Programmbeirat dieses Kongresses thematisch abgestimmten Vortrag
Werden biometrische Sicherheitstechnologien die heutige IT-Sicherheitsdebatte vor neue Herausforderungen stellen? (Attachment 3)
haben Sie mit Ihrem Brief vom 18.3.2005 (Attachment 2) abgesagt.
Diesen sehr ungewöhnlichen Schritt 5 Wochen, nachdem ich die Ausarbeitung meines Vortrags ans BSI zur Aufnahme in den Tagungsband geschickt habe (am 11.2.2005), begründen Sie:
„Nun gab es in den letzten Monaten zahlreiche neue Entwicklungen und Themen, die unsere Teilnehmer beim Kongress von uns präsentiert haben möchten. Aufgrund dieser aktuellen Entwicklungen sind wir leider in der misslichen Lage, das Programm nochmals ändern zu müssen. Betroffen davon ist u.a. Ihr Vortrag, den wir, um Zeit und Raum für neue Themen zu haben, leider aus dem Programm wieder herausnehmen müssen. Es tut mir sehr leid, dass wir Ihren Beitrag trotz der von Dr. Ulrich ausgesprochenen Einladung nicht unterbringen können.“
Da sowohl das Hauptthema meines Vortrags (Biometrie) als auch die Schlussfolgerungen (u.a. keine Vorratsdatenspeicherung von Verbindungsdaten) hoch aktuell sind, kann man zusammen mit dem Timing Ihrer Absage des Vortrags auf den umgekehrten Sachverhalt schließen:
Das Thema ist so aktuell und manche Argumente der Vortragsausarbeitung sind so brisant, dass einer der Entscheidungsträger meinte, Sie zu diesem für Sie selbst offenbar peinlichen Schritt veranlassen zu müssen – man lese nur die Entschuldigung am Schluss Ihres Briefes, aus der man entnehmen muss, das BSI habe noch nicht genügend Erfahrung in der Veranstaltungsorganisation um zu wissen, dass ggf. für Unvorhergesehenes Platz von vornherein freigehalten werden muss.
Gegeben die faktischen Machtverhältnisse ist dieser Entscheidungsträger nur im BMI zu suchen, das sich in den letzten Monaten sowohl pro Biometrie als auch pro Vorratsdatenspeicherung in einer Weise engagiert, dass hier offensichtlich jedes abwägende Augenmaß fehlt und nun die Gegenargumente meines Vortrags für die politische Position des BMI als so bedrohlich empfunden werden (weil eben nicht widerlegbar), dass Ihnen als Präsident des BSI der untaugliche Versuch aufgebürdet wird, diese Argumente aus der Welt zu schaffen, in dem man sie nicht
hören will. Zumindest nicht hören will in so leicht verständlicher Weise und von einem der drei Gutachter, die Innenminister Schily vor wenigen Jahren mit der Ausarbeitung eines umfangreichen Gutachtens zur „Modernisierung des Datenschutzrechts“ beauftragt hat.Kurzum:
Statt sich den Überlegungen und Argumenten der Wissenschaft zu stellen, meint das BMI, seine teilweise fragwürdigen, teilweise unhaltbaren Positionen durch einen Zensurversuch halten zu können. Wie intellektuell verzweifelt und weit abgerückt von einer demokratischen pluralistischen Gesellschaft muss dieser Entscheidungsträger im BMI sein, dass er so etwas meint versuchen zu müssen?
Wie rücksichtslos sind solche Kräfte im BMI bereit, Reputation und Glaubwürdigkeit des dem BMI untergeordneten BSI zu beschädigen, nur um sachlichen Argumenten auszuweichen?
Es ergeben sich hiermit aus meiner Sicht folgende Handlungsnotwendigkeiten:
1. Die Argumente meines Vortrags sollten ausserhalb der vom BSI (und damit mittelbar vom BMI) kontrollierten Foren offen diskutiert werden.
2. Um eine weitere Beschädigung der Reputation und Arbeit des BSI zu vermeiden, muss das BSI aus der Abhängigkeit des BMI befreit werden. Teile des BMI sind mittlerweile in Fragen der inneren Sicherheit so voreingenommen, dass sie die Arbeit einer der Objektivität verpflichteten obersten Bundesbehörde beeinträchtigen. Diese objektive, erkenntnisgeleitete Arbeit ist aber für eine demokratische Wissensgesellschaft unverzichtbar.
Ich sende diesen Brief bewusst so, dass Sie (wie auch das BMI) nicht nur mir, sondern allen Adressaten antworten können. Ich halte es für dringend notwendig, die aufgezeigten Probleme öffentlich zu diskutieren.
Diesen kritischen Brief möchte ich nicht beschließen, ohne Ihnen dafür zu danken, dass Sie nicht versucht haben, diesen Vorgang besser zu verschleiern: Beispielsweise wurde der Programmbeirat des 9. Deutschen IT-Sicherheitskongresses vor Ihrer Entscheidung nicht konsultiert; er wurde auch hinterher nicht informiert. Bis heute wird auf der Webseite des BSI kein drängendes Ersatzthema, auch keine Ersatzperson für meinen Vortrag genannt. Damit haben Sie – aus meiner Sicht – dem BSI wie auch der politischen Diskussion in Deutschland einen grossen Dienst erwiesen.
Mit freundlichen Gruessen
Prof. Dr. Andreas Pfitzmann“
* Attachment 1: Schreiben des BSI von 2005-03-09, Anforderung PPT-Folien
* Attachment 2: Ausladung durch BSI-Präsident Helmbrecht von 2005-03-18
raben.horst hat zu dem Thema auch einen interessanten Beitrag gepostet: Dunkles Zeitalter 2. Teil
Ich denke, es dürfte jetzt jedem Leser nachvollziehbar sein, warum man seitens des BSI und BMI gegen Pfitzmann die Keule der verschleierten Zensur schwenkt und man auf der Seite der Sicherheitspolitiker und ‑industrie die Ohren vor solchen Ausführungen verschließt, denn diese Leute sind schon lange in eine ganz andere Richtung unterwegs. Jeder Leser sollte sich den Vortrag von Andreas Pfitzmann genau durchlesen und sich an ihn in 5, 10, 15 Jahren erinnern.
Das Bundesinnenministerium scheint nervöser zu werden. Schade, dass ein konstruktiver und kritischer Dialog rund um die ganzen neuen „Sicherheitsmassnahmen“ in Deutschland nicht möglich scheint.
Bei „Die wunderbare Welt von Isotopp“ gibt es auch schon eine Diskussion: Biometrie revisited
Auch der Chaos Computer Club hat mittlerweile dazu Stellung genommen: BSI lädt kritischen Wissenschaftler von Kongreß aus.
Update: Das Weblog „Abenteuerliche Abenteuer südlich der Elbe“ mit den Dokumenten ist gerade geheist worden und somit momentan nicht erreichbar. Es gibt eine weitere Spiegelung des Briefes.
Dort liegen auch die drei oben genannten PDF-Files:
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: Die Monopolisierung von Farben
: Die Monopolisierung von Farben David Bollier thematisiert in seinem Blog „On the Commons“ die Tendenz in Deutschland, Farben durch das Markenrecht zu monopolisieren. Er bezieht sich dabei auf einen Artikel bei Markenbusiness.com, der von 20 Farben berichtet, die sich mittlerweile in Deutschland im privaten Besitz befinden. Darunter die bekannten Beispiele „Magenta“ und „Lila“. Als Gegen-Beispiel wird die Farbe „Gelb“ genannt, welche von vielen Marken genutzt wird: Post, Gelbe Seiten, GoYellow… Wettbewerb ist mit „Gelb“ noch möglich und anscheinend schadet es ja nicht.
David Bollier macht sich um diese Tendenz zu Recht Sorgen und sieht schon den blauen Himmel im Besitz von IBM:
So here are my predictions for the brave new global market for colors. Unfair competition complaints will be filed at the World Trade Organization after a Bulgarian insurance company dares to use the color putty, owned by UPS. Economists will issue sophisticated studies showing that the sky is actually diluting the value of IBM’s trademark (“Big Blue”). Eberhard erasers and the Flamingo Hotel will litigate to control pink. And the American Color cartel – „We Decorate Your Life“ – will corner the market on tropical coral, azure blue and deep pink, and license them to Jamaica to use on its tourist souvenirs. The wealth-creating potential of the market is truly amazing.
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: Die spinnen, die Franzosen.…
: Die spinnen, die Franzosen.… Das Frankreich Googleś Plan fürchtet, mehr als 15 Millionen Büchern aus britischen und US-amerikanischen Bibliotheken zu digitalisieren und online zu stellen, ist ja keine wirklich neue News mehr. Die Begründung kann ich ja noch verstehen:
Eine „überwältigende Dominanz Amerikas“ fürchtet der Präsident der Bibliothèque Nationale, und Staatspräsident Chirac hat jetzt den Kampf gegen den Imperialismus der amerikanischen google-Kultur zur Chefsache erklärt: Eine europäische virtuelle Bibliothek, so der Wunsch Chiracs, soll dem US-Unternehmen Paroli bieten.
Aber liebe Franzosen: Wenn ihr schon gegen den „amerikanischen google-Kultur – Imperialismus“ kämpfen wollt, glaubt ihr wirklich, dass Microsoft dafür der perfekte Partner ist?
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: Koma-Drama: Unterstützer-Daten verscherbelt
: Koma-Drama: Unterstützer-Daten verscherbelt Der Tod von Terri Schiavo, der heute verstorbenen Koma-Patientin, hat für weltweites Aufsehen gesorgt. Viele wollten die Eltern in ihren Kampf für die Menschenwürde unterstützen. Wobei die Würde des Menschen von beiden Seiten als Begründung verwendet wurde.
Und was machen die Eltern sofort nach dem Tod ihrer Tochter? Laut Yahoo haben sie die Daten der Unterstützer an eine Direktmarketing-Firma verscherbelt:
Terri Schiavo’s parents have agreed to sell their list of supporters to a direct-mailing firm, Local 6 News reported. The company, „Response Unlimited“ pays about $150 a month for 6,000 names and $500 a month for 6,000 e‑mail addresses. A spokesperson for the Schindlers confirmed that they had agreed to sell the information, but won’t say for how much.
Und was ist mit der Würde der Menschen, deren Daten sich nun in Direktmarketing-Datenbanken befinden und die demnächst unerwünscht Spam erhalten? Unfassbar.
Update: bizarr mutet auch an, dass die Schiavos Eltern, als früher ihre eigenen Eltern im Sterben lagen, sich für eine würdige Beendigung des Lebens stark gemacht hatten: „Pulling the Plug: Rep. Tom DeLay and Terri Schiavo’s Dad Supported Their Own Parent’s Right to Die“. Das klingt immer mehr nach allzu heftiger Lobbyarbeit.
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: Britannica takeover of Wikimedia
: Britannica takeover of Wikimedia Auch Wikipedia hat gemeinschaftlich einen April-Scherz getextet: Britannica takeover of Wikimedia. Der Text ist das Ergebniss eines kollektiven Prozesses und hat es nun auch schon auf Slashdot geschafft.
Die Botschaft ist, dass die Enzyklopädie Britannica für ca. 667 Millionen Dollar die ganze Wikimedia-Stiftung inkl. Inventar und Personen gekauft und quasi „übernommen“ hat.
Update: auch die chinesische Wikipedia berichtet über den Fall, allerdings hat hier die volkschinesische Regierung den chinesischprachigen Teil der Enzyklopädie gekauft, und das taiwanesische Erziehungsministerium gleich dazu.
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: SonyBMG will keine Musik mehr verschenken?
: SonyBMG will keine Musik mehr verschenken? Hab ich was verpasst? Sony und BMG sind heute offiziell fusioniert worden und Maarten Steinkamp, der neue Vorsitzende von Sony BMG in Deutschland und Europa, verkündet folgendes:
Gleichzeitig machte er klar, dass es von Sony BMG keine Musik mehr „geschenkt“ geben werde. Der Wert von Musik müsse wieder mehr geschätzt und geschützt werden, forderte er.
Also noch höhere CD Preise? Keine Gewinnspiele und keine Promotionaktionen mehr? Oder was ist damit gemeint? Mir haben weder Sony noch BMG je was geschenkt…
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: Nachrichtenüberblick 01.04.
: Nachrichtenüberblick 01.04. Golem: Samba-Entwickler fordern Schnittstellen-Infos von Microsoft
Futurezone: EU-Bürgern droht Visumpflicht für USA
Futurezone: Missbrauchsgefahr bei Visa- und Asyldaten
Heise: Microsoft über kritische Lücken im Internet Explorer und Outlook informiert
Wired: FEC Eyes Bloggers’ Political Ties
Telepolis: „Analphabeten haben in der Wissensgesellschaft keine Chance“
Urheberrecht.org: Japanische Musikbranche siegt im Rechtsstreit um Tauschbörsenhandel
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: Die Pro-Linux LoveBox
: Die Pro-Linux LoveBox Pro Linux hat zum ersten April gleich eine ganze LoveBox ins Netz gestellt, denn „Nichtsdestotrotz fühlt sich die Redaktion von Pro-Linux als eine sozial bildende Einrichtung ihrer Verantwortung“:
Mirko Lindner dazu: »Natürlich sind uns die Singles ein besonderes Anliegen. Durch die Bindung vieler Angehöriger der Gruppe der Hacker und Open-Source-Aktivisten an eine Familie erhoffen wir uns, eine rasante Steigerung des Besucherzahlen erreichen zu können. Die paar Jahre, bis der Nachwuchs ins Schulalter kommt, können wir auch noch warten.«
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: April, April mit Heise
: April, April mit Heise Der heutige Aprilscherz vom Heise-Newsticker ist diese Meldung: Wettrennen um MMS vom Mond. Vodafone und China Mobile im Wettrennen um die erste MMS vom Mond.
Die NASA begrüßte aber auch das chinesische Projekt, erhofft sie sich doch davon einen Schub für ihr Projekt eines interplanetaren IP-Netzes. Auch TCP/IP-Vater Vint Cerf zeigte sich hoffnungsvoll, nun werde endlich der erste Schritte zu einem interstellaren Netzwerk getan, mahnte aber die Einhaltung offener Standards ein.
Auch Telepolis hat einen eigenen Beitrag zum kollektiven Massenwahn und bespricht ein „neues Lizenzierungssystem für preiswerteren Musik- und Filmgenuss“:
„PPP“ sorgt für mehr Gerechtigkeit bei der Vergütung von Künstlern
Bisher zahlt man für CDs und DVDs pro gekauften Datenträger. Dieses System ist hoffnungslos veraltet, denn man kann schamlos die ganze Verwandtschaft einladen oder die Aufnahmen an Freunde verleihen. Dementsprechend teuer sind die Silberscheiben. Singles müssen dagegen für die hemmungslosen sozialen Kontakte von Großfamilien mitzahlen. Nun ist mehr Fairness angesagt.
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: Softwarepatente im Europaparlament
: Softwarepatente im Europaparlament ZDNet UK berichtet über einen Sprecher des EU-Parlaments, der heute Neuigkeiten zu den Softwarepatenten verkündigt hat. Das Parlament hat anscheinend keine „gravierenden“ prozeduralen Fehler beim umstrittenen Vorgehen des EU Ministerrates erkannt.
Damit startet der Prozess der „Zweiten Lesung“ im EU-Parlament. Das Parlament kann nun entscheiden, ob der Direktiven-Text vom EU-Rat angenommen oder abgewiesen wird. Formal wird der EU-Rat im April in einer Sitzung seine Position endgültig annehmen. Danach folgt der Gang in den JURI-Ausschuss im EU-Parlament. Bis zum 1. Mai können Änderungsanträge gestellt werden. Diese sollen am 24. Mai in JURI diskutiert werden. Dort wird am 6. Juni abgestimmt und dann folgt die Empfehlung ins Parlament. Dieses soll in einer Plenarsitzung im Juli in Strassburg darüber entscheiden. 366 Abgeordnete ist die Mehrheit für Änderungen wie bei der ersten Lesung im Herbst 2003.
Update: Jetzt gibts auch den passenden Heise-Artikel dazu:
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: Nachrichtenüberblick 31.03
: Nachrichtenüberblick 31.03 News.com: FBI reportedly targets anarchist Web site
Futurezone: Wie Biometrie den Alltag verändern soll
de.internet.com: Open Source-Berater der EU-Kommission fordern weitere Zugeständnisse von Microsoft
ZDNet: Microsoft weitet Programm gegen Piraterie aus
Telepolis: „Wir wollen die Welt verbessern“
SiliconRepublic: Open arms for open source
Wired: The Cuban Revolution
CNN: Terrorism on the Web
Golem: BMWA zu Softwarepatenten: Die Kirche im Dorf lassen
Wired: Passport Chip Criticism Grows
eWeek: Linux Breaks Through to the Mainstream, Panelists Say
Heise: Bundesregierung sieht „neue Innovationskultur“ in Deutschland
Heise: Biometrische Erkennungsverfahren für eine sichere Wissensgesellschaft
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: Wiefelspütz erkennt Terroristen an Karies
: Wiefelspütz erkennt Terroristen an Karies Wiefelspütz will wohl Nachfolger von Schily werden und bringt sich die letzten Tage dazu in Stellung. Der Chaos Computer Club kommentiert das in einer Pressemeldung mit: Wiefelspütz erkennt Terroristen an Karies.
March 31, 2005
Während Datenschützer vor dem ständig zunehmenden Verlust an Privatsphäre warnen, arbeitet der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, weiter an deren Abbau.In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau lehnt er eine Verwendung der Daten der Gesundheitskarte zu Zwecken der Terrorismusbekämpfung nicht grundsätzlich ab:
„Wenn die Gesundheitskarte ein Schlüsselinstrument wäre, um terroristische Straftaten abzuwenden, würde ich einen Zugriff auf diese Daten nicht problematisieren wollen, dann müssten die Eingriffsrechte geschaffen werden.“
Im gleichen Zitat schließt er jedoch Maßnahmen aus, die die Menschenwürde verletzen. Für Wiefelspütz stellt der Zugriff auf die komplette Krankengeschichte einer Person also keine Verletzung der Menschenwürde dar.
Nach der Preisgabe des Bankgeheimnisses und sämtlicher Reise- und Telekommunikationsdaten scheint es nun kein Halten mehr zu geben: Unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung machen Politiker wie Wiefelspütz dem Rechtsstaat den Garaus.
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: Digitaler Widerstand in der Golfregion
: Digitaler Widerstand in der Golfregion Die Washington Post hat einen Artikel veröffentlicht, der die Organisation von politischem Widerstand via Handy & Co. in den Golfstaaten beschreibt:
In the Gulf, Dissidence Goes Digital – Text Messaging Is New Tool Of Political UndergroundIn this roiling political spring of protest and debate about democracy in repressive Arab countries, cell phone text messaging has become a powerful underground channel of free and often impolite speech, especially in the oil-rich Persian Gulf monarchies, where mobile phones are common but candid public talk about politics is not.
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: Microsoft Training für 300.000 Lehrer
: Microsoft Training für 300.000 Lehrer Intel macht PR für sein Lehrer-Training:
In Deutschland haben sich bereits 300.000 Lehrer an einem Fortbildungsprogramm zum Umgang mit Computer und Internet beteiligt. Die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Brandenburgs Ressortchefin Johanna Wanka (CDU), lobte das Projekt am Mittwoch in Berlin als Musterbeispiel für die Zusammenarbeit zwischen Staat und Industrie.
Eigentlich ist es ja erfreulich und notwendig, dass auch Lehrer Anschluss finden an das Internetzeitalter. Allerdings scheinen die Trainingkurse reine Microsoft-Werbeveranstaltungen zu sein. Webseiten erstellen lernen die Lehrer mit MS Frontpage (Macht das nicht eher die Lehrer lächerlich?), Präsentationen mit Powerpoint, Layouten mit Publisher, usw.
Ich finde, dass dies der falsche Weg ist. Schüler sollten Alternativen zum Monopol kennenlernen und gerade Freie Software bietet viele Chancen, Kosten im Bildungsbereich zu sparen und nachhaltige PC-Infrastrukturen in den Schulen zu schaffen. Wieso also nicht Bilder mit Gimp bearbeiten (Das gibts auch für Windows und es kostet noch nicht einmal was) und für Webseiten rudimentäres HTML vermitteln und nicht das Krüppel-HTML, was Frontpage ausspuckt. Und was ist mit OpenOffice?
Diese Programme können die Schüler dann auch problemlos in ihrer Freizeit nutzen, ohne sofort für die gebrannten Microsoft-Programme als Raubkopierer bezeichnet zu werden. Und die Schüler würden was für die Zukunft lernen. Denn es kommt nicht drauf an, zu wissen, welche Tastenkombination bei MS Word das drucken auslöst, sondern wie man eine Textverarbeitung bedient.
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: Heute: Chaosradio100 zum Thema Stromverbrauch
: Heute: Chaosradio100 zum Thema Stromverbrauch
Heute ab 22h gibt es bei Fritz-Radio die 100. Chaosradio-Sendung des Chaos Computer Club. Thema diesmal ist Stromverbrauch.Wie im Chaos üblich werden wir die 100. Sendung nicht – wie sicher von euch erwartet – großartig feiern. Dafür wird es dieses Jahr noch eine bessere Gelegenheit geben. Stattdessen werden wir über die Nebenwirkungen von den ganzen Gadgets on ‚always on’ Technologien sprechen. Heute, 22 Uhr auf Radio Fritz.
Nach dem sogenannten Moore’s Law verdoppelt sich die Rechenleistung der Computer alle zwei Jahre. Leider steigt mit der Geschwindigkeit auch regelmäßig der Energieverbrauch deutlich. Und mehr Energie bedeutet mehr Wärme, die im PC entsteht. Und das bedeutet meist auch mehr Lärm auf dem Schreibtisch.
Dazu kommt, dass sich in typischen Haushalten immer mehr Elektronik ansammelt: PCs, Server, Router, DSL-Modems, ISDN-Anlagen, DVB-Receiver, etc.
Die Infrastruktur der modernen Kommunikationsnetze tut ihr übriges: Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland 3–5% des gesamten jährlichen Strombedarfs alleine für die Infrastruktur des Internets verbraucht wird.
Nicht zu vergessen ist auch die bereits bei der Produktion der Mikrolektronik notwendige Energiemenge, welche umgelegt auf die kurzen Produktlebenszyklen deutlich ins Gewicht fällt.
Chaosradio 100 macht eine Bestandsaufnahme des Stromverbrauchs moderner IT-Elektronik und versucht besonders gute wie schlechte Beispiele herauszuarbeiten. Wie haltet ihr es mit dem Standby-Modus, wie wichtig sind euch energiesparende Geräte?
Eine Mitmachseite bei Wikipedia enthält viele Links zum Thema sowie ein Brainstorming und Fragen und Antworten.
Besucht die chaosradio Homepage für Infos, wie ihr die Sendung auch empfangen könnt, wenn ihr nicht in Berlin/Brandenburg wohnt.
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: Bundeszentrale für politische Bildung setzt Linux ein
: Bundeszentrale für politische Bildung setzt Linux ein Die Bundeszentrale für politische Bildung setzt seit vergangenem Wochenende auf ihren Servern Linux ein. Herzlichen Glückwunsch.
Für die Zukunft wünsche ich mir noch von der BpB, dass sie ihren Content in Form von Büchern, Publikationen und Online-Medien unter Creative Commons Lizenzen stellen. Kopieren ausdrücklich erlaubt…
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: Nachrichtenüberblick 30.03.
: Nachrichtenüberblick 30.03. de.internet.com: Online-Demonstration gegen Lufthansa von 2001 kommt vor Gericht
intern.de: Supreme Court entscheidet über Kabelzugänge
Golem: Microsoft: Wikipedia ist superschnell
Heise: Softwarepatentgegner richten ihre Lobby-Aktivitäten neu aus
Heise: Immer mehr Behörden in Deutschland sind online erreichbar
Netzeitung: Podcasting per Skype
Heise: LKW-Maut: Abseits der Autobahn …
Spiegel: Das Web als Waffe
ZDNet: Laptop gestohlen: Daten von fast 100.000 Personen in Gefahr
Futurezone: EU braucht mehr Zeit für Biometrie-Pässe
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: Open Source Social Bookmarking Service
: Open Source Social Bookmarking Service Gestern noch habe ich mit einem Freund darüber geredet, dass es mal an der Zeit sei, den Social Bookmarking-Service del.icio.us als Freie Software zu programmieren, um solch ein Tool beispielsweise auch produktiv in Unternehmen als Wissensmanagement-Lösung einsetzen zu können. Und einen Tag später finde ich auf Slashdot die Meldung, dass sich jemand die Mühe gemacht hat: de.lirio.us. Lustigerweise hat er wohl genau die Woche benötigt, die wir gestern für den Aufwand geschätzt haben.
Gleichzeitig ist heute Nacht die Meldung erschienen, dass der del.icio.us – Macher endlich eine Vollzeit-Finanzierung bekommen hat, um sich um die Weiterentwicklung zu kümmern.
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: Special zum Grokster-Fall (Teil 2)
: Special zum Grokster-Fall (Teil 2) Hier ist Teil 2 des Grokster-Specials:
Golem: US-Supreme-Court verhandelt über File-Sharing
The Inquirer: Intel backs Grokster in Supreme Court spat
Telepolis: Copyright, Peer-2-Peer und Innovation
TecChannel: Musikindustrie mit Klage gegen Tauschbörsen in letzter Instanz
Intern.de: Anhörung vor dem Supreme Court
Wired: File Sharing Has Supreme Moment
Heise: Tauschbörsenklage: Oberste US-Richter sorgen sich um die Innovation
iRights.info: MGM vs. Grokster: Engagierte Debatte vor dem Obersten US-Gericht
Yahoo: Streit um Internet-Tauschbörsen erreicht Obersten US-Gerichtshof
Zeit: Hollywood vs. Internet
The Economist: Grokster and StreamCast face the music
The rush into legal downloading is bound to cannibalise sales of CDs and DVDs, hitting profits. And perhaps the decline in global sales is indicative of a far greater problem for the music industry—that consumers simply think many of its products are not worth paying for.
Salon.com: Music rules
If the entertainment studios had their way, every time a format changed, you’d have to buy all your records all over again. In their ideal world, we would hold restricted licenses to our content, not ownership. Digital rights management would cripple our all-powerful computers, creating backups would be impossible, and the basic human impulse to share the wealth of information that helps define who we are would be beset with obstacles. This is not paranoia. At every step of the way, intellectual-property-right holders have resisted technological innovations that give ordinary people more scope to enjoy and consume music, television, movies or any other content.
That’s why MGM vs. Grokster is so important. The deeper we get into the digital age, the more we will be defined not by our relationships with physical objects but with the data that we have accumulated in our journeys through life. If we lose the right to own that data and do what we want with it, if the power of the computer, and the Net, is taken from us, we’re at risk of losing a lot more than a few files – we stand at risk of losing the evidence that tells us who we are.
Wired: Camping Out for the Grokster Case
WASHINGTON – Forget Star Wars premieres. A seat at the MGM Studios v. Grokster Supreme Court hearing Tuesday morning was the hottest ticket in town.
Gray skies, with intermittent rain and cold, didn’t deter a group of staunch file-sharing supporters – as well as a number of hired line-standers – from queuing up starting at around 2:30 p.m. Monday to secure a seat in court for the landmark copyright case.

Bei Flickr gibts noch mehr Fotos.
Radioberichterstattung:
NPR: Xeni Jardin – The Changing View of Downloading Music
NPR: Silicon Valley, Hollywood Square off in File-Sharing Case
Die Electronic Frontier Foundation und Public Knowledge haben jeweils auf ihren Webseiten viele Hintergrundinformationen zum Grokster-Fall.