Datenschutz
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: ZEIT-Videoserie zum Thema Überwachung
: ZEIT-Videoserie zum Thema Überwachung Auf ZEIT-Online findet man den Auftakt zu einer Videoserie zum Thema Überwachung. Erster Beitrag ist „Die sichere Stadt“. Es geht um die Fragestellung: „Was bringen Festungsbau und Überwachungskameras?“ Leider gibt es keinen Embedded-Player.
Für eine weitere Folge wurden am vergangenen Wochenende Ralf, Wetter und ich neben einigen anderen interessanten Personen interviewt.
[Danke Roman]
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: NetzpolitikTV: Roger Dingledine über das TOR-Projekt
: NetzpolitikTV: Roger Dingledine über das TOR-Projekt Einige ältere Videointerviews können endlich mal bearbeitet werden. Und passend zur neuen Version des freien Anonymisierungsdienstes TOR-Onion-Router gibt es ein Interview mit dem Projektkoordinator Roger Dingledine. Das Interview ist auf dem 23c3 entstanden und behandelt verschiedene Themen, wie
* Was ist TOR?
* Welche Vorteile bringt anonyme Kommunikation in repressiven Regimen und der westlichen Welt?
* Wie kann man dem Tor-Projekt helfen?
* Wie gross ist das Tor-Projekt?
* Gefährdet eine Vorratsdatenspeicherung anonyme Kommunikation?In der Mitte bei 6:40 Min gibt es eine erste Verabschiedung. Uns fielen aber noch ein paar Fragen ein, die wir dann noch besprochen haben. Also nicht wundern, wie ich es gerade tat.
Das Video gibt es als OGG Theora (25MB / ca. 10 Minuten), FLV und MP3.
Oder bei Google-Video:
Bei Chaosradio gibt es die Aufzeichnung von Rogers Session auf dem 23c3: Tor and China – Design of a blocking-resistant anonymity system. (MP3)
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: SPD und Online-Durchsuchung: Ja? Nein? Doch? Später?
: SPD und Online-Durchsuchung: Ja? Nein? Doch? Später? Diese Woche schwenkt die SPD-Fraktion mal wieder in die Richtung, bei der Online-Durchsuchung erstmal das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzgesetz abzuwarten: SPD blockiert Online-Durchsuchung durch das BKA. Das soll im März 2008 vorgelegt werden. Mal schauen, wie nächste Woche die aktuelle Stimmung ist.
„Es ist ein Gebot der politischen Klugheit, jetzt nicht mit der Brechstange auch noch die Online-Durchsuchung in die BKA-Novelle hineinzunehmen“, sagte SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. In der SPD-Fraktion gebe es eine breite Skepsis und den Wunsch nach gründlicher Beratung.
Es gehe der SPD nicht darum gehe, das Verfahren gänzlich zu blockieren. „Das ist jetzt kein Verschiebebahnhof und es geht auch nicht darum, jemanden auszutricksen“, sagte er. Doch brauche die SPD-Fraktion beim Thema Online-Durchsuchungen mehr Zeit. „Wer hier zu viel Druck entwickelt, der gefährdet das zügige Zustandekommen der BKA-Novelle“, mahnte er. Es sei daher sinnvoller, den Teil Online-Durchsuchungen abzukoppeln, in Ruhe zu untersuchen und später einzuarbeiten. Die anderen Punkte des Gesetzes über die Befugnisse des Bundeskriminalamtes (BKA) im Anti-Terror-Kampf könnten dennoch zügig realisiert werden. Die Online-Durchsuchungen seien nur ein kleiner Teil.
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: Demo gegen Überwachung: 22. September in Berlin
: Demo gegen Überwachung: 22. September in Berlin Vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung initiiert, findet wieder eine bundesweite Demonstration „Freiheit statt Angst“ gegen den Überwachungswahn statt. Samstag, 22. September, ab 14:30 geht es los am Brandenburger Tor, dort ist auch die Abschlusskundgebung. Nachdem in Frankfurt im April nach unterschiedlichen Angaben zwischen 2000 und 5000 Leute auf der Straße waren, soll jetzt die fünfstellige Marke geknackt werden. In der Woche danach findet die Bundestags-Anhörung zur Vorratsdatenspeicherung statt.
Alles weitere: Demo-Aufruf, Anreise und Mitfahrbörse, Übernachtung, Werbematerial, Mitmachen und Mithelfen. -
: Wolfgang Sofsky: Die Freiheit ist kein Idyll, sondern eine Aufgabe
: Wolfgang Sofsky: Die Freiheit ist kein Idyll, sondern eine Aufgabe Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat ein sehr interssantes INtervie wmit dem deutschen Soziologen Wolfgang Sofsky geführt. Darin geht es um die Überwachungsdiskussion, den Abbau von Freiheitsrechten für ein vermeintliches Sicherheitsgefühl und dass die deutschen keine liberale Tradition haben: „Die Freiheit ist kein Idyll, sondern eine Aufgabe“. Spannend.
FAS: Der „große Lauschangriff“ war in den neunziger Jahren noch ein Skandal. Jetzt hält es kaum noch jemand für nötig, das Private zu verteidigen. Wie kommt das? So bedroht können wir uns vom Terror doch gar nicht fühlen?
Konservative würden sagen, es sei ein Prozess der vernünftigen Gewöhnung. Natürlich gibt es eine Abstumpfung, und diese entspricht der politischen Salami-Taktik, Überwachung in kleinen, unauffälligen Schritten auszubauen. Demokratische Staaten sind ja keine sozialen Gemeinschaften, sondern Herrschaftssysteme. Demokratie heißt: Herrschaft einer politischen Elite im Namen des Volkes, manchmal für, manchmal gegen, aber immer über das Volk. Und jede Herrschaft hat die natürliche Neigung, die Observation der Untertanen auszudehnen. Das wird zeitweise durch den Rechtsstaat gezügelt, aber das Recht ist selbst nur ein Mittel der Macht. Nun gibt es etwas, was in Deutschland fehlt: ein antitotalitäres Bewusstsein. Wir hatten den Antikommunismus, wir hatten den verordneten Antifaschismus, aber wir haben keinen Antitotalitarismus, der auf beiden Augen scharf sieht. Obwohl auf deutschem Boden beide totalitären Regimes zu Hause waren, gibt es keine entwickelte Sensibilität für die Bedrohung der Freiheit. Ohnehin sieht die Freiheitstradition in Deutschland ziemlich übersichtlich aus.[…]
FAS: Sie wenden sich gegen jede Panikmache, die nach immer mehr Überwachung ruft. In Ihrem Buch „Das Prinzip Sicherheit“ haben Sie den Mechanismus beschrieben, wie der Mensch, um der Freiheit willen, dem Zwang unterliegt, sich in selbstgeschmiedete Ketten zu legen. Da die Freiheit gefährdet ist, muss sie auch gesichert werden – durch Einschränkungen der Freiheit. Wie entkommt man dieser Dialektik?
Zum einen bestreite ich, dass Sicherheit überhaupt möglich ist. Zum anderen halte ich die Vorstellung, dass es eine Balance zwischen Sicherheit und Freiheit geben sollte, für grundlegend falsch. Die Erzkonservativen gehen ja sogar so weit, zu behaupten, dass wir nur in Freiheit leben könnten, wenn wir gesicherte Verhältnisse hätten; dass wir nur in die Oper gehen und ein Kunstwerk genießen könnten, wenn wir uns sicher fühlten. Bei ihnen ist Freiheit eine staatlich befriedete Idylle. In Wahrheit ist die Freiheit eine fortdauernde Aufgabe. Man muss sich für die Freiheit starkmachen, muss Konflikte riskieren, sie erkämpfen und verteidigen. Das ist eine Dauerbeschäftigung, die anstrengend ist. Den Irrglauben an die Sicherheit sollten wir schnell verabschieden. Es gibt begrenzte Sicherheiten, aber letztlich schützt uns niemand vor dem nächsten Terroranschlag. Daher müssen wir lernen, mit einem bestimmten Angstpegel umzugehen. Dazu muss man die Gefahren kennen und darf sie nicht verleugnen. Diese Stimmen findet man in der aktuellen Schäuble-Diskussion ja auch: es sei ja alles gar nicht so schlimm.
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: Peter Schaar über Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchungen
: Peter Schaar über Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchungen Der data-epi-spacing Elektrische data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing hat data-epi-spacing den data-epi-spacing Bundesdatenschützer data-epi-spacing Peter data-epi-spacing Schaar data-epi-spacing über data-epi-spacing „Vorratsdatenspeicherung data-epi-spacing und data-epi-spacing Online-Durchsuchungen“ data-epi-spacing interviewt:
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Und data-epi-spacing hier data-epi-spacing ist data-epi-spacing der data-epi-spacing Quicktime-Download.
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: Online-Durchsuchung ist Chefinnen-Sache
: Online-Durchsuchung ist Chefinnen-Sache Unsere Bundeskanzlerin hat in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ die Online-Durchsuchung zur Chefinnen-Sache erklärt. Das komplette Interview findet sich auf tagesschau.de als Flash (Embedded-Funktion wäre ja auch noch toll). Der Punkt mit der Online-Durchsuchung kommt ab ca. 10:30 Min. Konkret hat sie nur die Online-Durchsuchung als Werkzeug angesprochen. Dies soll im Herbst mit der SPD sehr intensiv beraten werden. Das BKA brauche „die richtigen Möglichkeiten auf einer gesetzlichen Grundlage“. Das einzige mehrfach erwähnte Instrument blieb dabei die Online-Durchsuchung.
Zitatbeispiel (ca.12:30):
„Ansonsten ist es wichtig, dass wir nicht überrascht werden von Bedrohungen, von denen wir uns wünschen dass es sie nicht gibt, sondern den Bedohungen einfach ins Auge sehen und uns vorbereiten. Deshalb auch die rechtlichen Grundlagen, z.B. bei der Online-Durchsuchung.“
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: EU-Generalanwältin gegen Vorratsdatenspeicherung und Musikindustrie
: EU-Generalanwältin gegen Vorratsdatenspeicherung und Musikindustrie Eine grandiose Ohrfeige für Zypries, den Bundesrat, die Musikindustrie und alle anderen aus dieser Ecke – und ausgerechnet von der obersten EU-Anklägerin Juliane Kokott, nicht von irgendeinem Verteidiger. In dem Verfahren geht es um die Herausgabe von IP-Adressen von Tauschbörsennutzern, aber das Abschlussplädoyer von Frau Kokott geht in vielen Punkten darüber hinaus und ist wirklich ein Lichtblick.
Heise gibt leider nur eine knappe Zusammenfassung des Sachverhaltes und der Stellungnahme. Ich empfehle die Lektüre des Originals oder die knackige Zusammenstellung von Patrick Breyer. Ein paar Ausschnitte:
Man kann daran zweifeln, ob die Speicherung von Verkehrsdaten aller Nutzer– gewissermaßen auf Vorrat – mit Grundrechten vereinbar ist, insbesondere da dies ohne konkreten Verdacht geschieht. (…)
Es ist allerdings nicht sicher, dass privates filesharing, insbesondere wenn es ohne Gewinnerzielungsabsicht geschieht, den Schutz von Urheberrechten hinreichend schwer gefährdet, um eine Inanspruchnahme dieser Ausnahme zu rechtfertigen. Inwieweit privates filesharing einen echten Schaden verursacht, ist nämlich umstritten. (…)
Es ist bereits zweifelhaft, ob diese Ausnahme es überhaupt erlaubt, zu speichern, wem zu welcher Zeit eine dynamische IP-Adresse zugewiesen wurde. Regelmäßig bedarf es dieser Information nicht, um Gebühren des Zugangsanbieters abzurechnen. Die gängigen Abrechnungsverfahren beruhen auf der Dauer der Einwahl beim Zugangsanbieter oder auf dem Volumen des vom Nutzer erzeugten Datenverkehrs, falls nicht sogar die uneingeschränkte Nutzung des Zugangs gegen einen Pauschalbetrag vereinbart wurde. Wenn aber die Verarbeitung der IP-Adresse für die Abrechnung nicht nötig ist, darf sie auch dafür nicht gespeichert werden.
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: Mit Exe-Dateien gegen den Bundestrojaner?
: Mit Exe-Dateien gegen den Bundestrojaner? Die Grünen haben eine Art Bildschirmschoner mit dem Titel „Stoppt Schnüffel-Schäuble!“ auf einer eigenen Seite online gestellt. Die Idee dahinter soll sein, dass man das gezippte Exe-File herunterladen und installieren soll, um damit gegen den Bundestrojaner zu demonstrieren. Ist das Programm geladen, erscheint ein Schäuble-Gesicht auf dem eigenen Rechner. Man könnte jetzt viel über den möglichen Sinn und Unsinn dieser Aktion schreiben, aber die Zeit nutze ich lieber für andere Dinge. Für Meinungen stehen die Kommentare zur Verfügung.
Torsten hat schon passendes dazu geschrieben: Lobbyismus für Nerds – andersherum.
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: Wer hat Angst vor Google?
: Wer hat Angst vor Google? Am kommenden Samstag, den 21.07.07, kommt um 23.15 Uhr auf Phoenix der Dokumentarfilm „Wer hat Angst vor Google?“.
Google ist eine Erfolgsstory der Superlative: Innerhalb von nur sieben Jahren haben die jungen Gründer der weltweit führenden Internetsuchmaschine, Larry Page und Sergey Brin, ein Unternehmen aufgebaut, das mächtiger als General Motors ist und grenzenlos zu expandieren scheint.
Wer den Film zu einem anderen Zeitpunkt sehen möchte, wird auf Google-Video fündig. Dort gibt es die 1:27h lange Doku zum anschauen und herunterladen.
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: Stasi 2.0‑Shirt-Spendenaktion bringt >11.000 Euro
: Stasi 2.0‑Shirt-Spendenaktion bringt >11.000 Euro Die Stasi 2.0‑Shirt-Spendenaktion hat dem AK Vorratsdatenspeicherung mehr als 11.000 Euro beschert!
Spreadshirt hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben: Die Vorwahl der anderen – Spreadshirt spendet Datenschützern.
Das „Stasi 2.0“ Motiv hat eine bewegte Geschichte. Adler, Initiator der Aktion „Überwach!“, wollte mit dem Motiv auf die Gefahren durch staatliche Kontrolle aufmerksam machen – und zwar in möglichst drastischer Weise. Etwas zu drastisch, befand die Spreadshirt Rechtsabteilung, die das Motiv zunächst ablehnte. Doch Spreadshirt-Gründer und CEO Lukasz Gadowski setzte sich nachhaltig für den Druck ein: „Ich respektiere Schäuble und habe Verständis für die sensible Sicherheitslage. Aber mit Satire müssen Politiker einfach rechnen.“ Ganz unabhängig vom Missbrauchspotenzial seien die Schäuble-Pläne außerdem ineffektiv und wirtschaftlich wenig effizient. Ergebnis: das Shirt wurde nicht nur gedruckt und verkauft, sondern auch mit einer Spende von 5 Euro pro Verkauf verknüpft. Ergänzt wurde der Spreadshirt-Beitrag durch eine weitere optionale Spende seitens der Kunden, die sie über einen variablen Kaufpreis festlegten.
Die Stasi 2.0‑Shirts gibt es seit dem 30.6.2007 nicht mehr über Spreadshirt mit einer automatischen Spende an den AK Vorrat. Im AK wird gerade überlegt, die T‑Shirts künftig selber zu vertreiben. Auch an Aufkleber und andere Devotionalien wird gedacht.
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: Politische Psychologie und die Innere Sicherheit
: Politische Psychologie und die Innere Sicherheit Die Süddeutsche Zeitung hat Thomas Kliche interviewt, der Fachmann für Politische Psychologie ist: „Sicherheitsgefühl ist das Kernprodukt der Politik“.
sueddeutsche.de: Herr Kliche, wenn Innenminister Schäuble Terrorverdächtige töten lassen oder ihnen die Nutzung von Handy und Internet verbieten will, dann mag das unvernünftig und unsinnig sein. Dennoch sind solche Ideen mehrheitsfähig. Woran liegt das?
Thomas Kliche: Damit solche Vorschläge auf fruchtbaren Boden fallen, müssen bestimmte Grundbedingungen gegeben sein, die in Deutschland jetzt vorherrschen und in sich paradox sind. Es gibt in weiten Bevölkerungsteilen eine Stimmung, die geprägt ist von Resignation und Perspektivlosigkeit. Das Ergebnis ist Misstrauen in die Politik, was schnell Desorientierung zu Folge hat.
sueddeutsche.de: Und das können forsche Politiker wie Schäuble ausnutzen?
Kliche: Sagen wir so: Desorientierung kann umschlagen in einen Wunsch, von der Politik starke und klare Lösungen präsentiert zu bekommen.
Spannendes Interview.
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: Breaking News: Polizei macht Handys zu Wanzen?
: Breaking News: Polizei macht Handys zu Wanzen? Hat es eigentlich grossen Neuigkeitswert, dass die Polizei Handys zu Wanzen umfunktionieren kann? Der Spiegel verkündet das in der aktuellen Ausgabe, und die meisten News-Portale ziehen mit. Allerdings ist das schon seit Jahren bekannt und ich frag mich gerade, was der aktuelle Anlass für die Meldungen ist. Ist das jetzt mal offiziell von der Polizei bestätigt worden?
Nochmal die kurze Geschichte: Sicherheitsbehörden können Handys manipulieren, so dass diese zur akustischen Raumüberwachung eingesetzt werden können. Das Handy scheint dabei ausgeschaltet zu sein, sendet aber alles zur Polizei. Davor kann man sich schützen, wenn man den Akku rausnimmt. Alternativ kann man auch einen teuren Handy-Blocker verwenden, der aber in Deutschland nicht zugelassen ist. Einfach nur das Handy ausschalten hilft nicht.
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: Grundrechteabbau in wenigen Akten
: Grundrechteabbau in wenigen Akten Hie rmal nur ein paar Artikel von gestern und heute zum Grundrechteabbau:
Netzeitung: Urteil zu Kontoabfragen: Datenschützer warnt vor gläsernem Bankkunden.
Karlsruhe habe klar definiert, wann Kontoabfragen zulässig sind, meint Datenschützer Dix im Gespräch mit Markus Scheffler. Die Terror-Angst dürfe nicht zu einem gläsernen Bankkunden führen.
Futurezone: EU-Parlament verurteilt Flugdaten-Deal.
Der Konsens in der Kritik des EU-Parlaments am Passagierdatenabkommen mit den USA ist am Donnerstag von der Vereinigten Linken über die grünen, liberalen und sozialdemokratischen Parlamentarier gegangen. Die Konservativen zogen ihren Gegenentwurf überraschend zurück und stimmten ebenfalls mit.
Heise: EU-Parlament bemängelt Abkommen zum Fluggastdatentransfer.
Das EU-Parlament hat in seiner Sitzung heute in Straßburg das EU-US-Abkommen zur Weitergabe von Fluggastdaten (Passenger Name Records, PNR) an US-Behörden äußerst kritisch gewürdigt. In einer gemeinsamen Resolution aller Fraktionen, dem sich nach einigen Ergänzungen zum Schluss auch die Europäischen Christdemokraten (EVP/ED) anschlossen, werden die nationalen Parlamente aufgefordert, „den vorliegenden Entwurf sorgfältig im Licht der in dieser Resolution angestellten Beobachtungen zu überprüfen“.
Spiegel: Passagierdaten: Neuregelung erweist sich als Mogelpackung.
Auch wenn ab August weniger Datensätze an US-Sicherheitsbehörden übermittelt werden müssen: Das neue Flugpassagier-Abkommen bringt weniger Veränderungen, als viele erhofft hatten – für besonders sensible Daten wurden die Regeln sogar verschärft.
Heise: Neue Details zu Schäubles umstrittenen Anti-Terrorkatalog.
Die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble geplanten Präventivbefugnisse für das Bundeskriminalamt (BKA) umfassen einem Bericht der taz zufolge neben den heftig umstrittenen Online-Durchsuchungen auch eine deutliche Ausweitung des großen Lauschangriffs und tief greifende Mittel gegen potenzielle Terroristen. Aufgegriffen hat der CDU-Politiker demnach etwa die alte Forderung der Union, die akustische Wohnraumüberwachung auch dann zuzulassen, wenn möglicherweise intime Gespräche geführt werden und der vom Bundesverfassungsgericht besonders geschützte Kernbereich der privaten Lebensgestaltung berührt wird. Schäuble will in solchen Fällen die von der SPD lange Zeit strikt abgelehnte Lösung durchsetzen, ein „Richterband“ mitlaufen zu lassen. In insgesamt 25 Paragrafen werden dem BKA neue „vorsorgliche“ Ermächtigungen eingeräumt. So soll es auch „Gefährder“ vorübergehend in Gewahrsam nehmen oder deren Wohnungen durchforsten können.
Tagesschau.de: Entwurf für neues BKA-Gesetz – Lauschangriff bald ganz privat?
Im Zuge der Reform des BKA-Gesetzes will Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble dem Bundeskriminalamt (BKA) offenbar weitreichende Befugnisse zur Abwehr terroristischer Bedrohungen erteilen. Laut Schäubles Novelle zum BKA-Gesetz sollen BKA-Beamte künftig präventiv Wohnungen mit technischen Mitteln verwanzen können. Zudem wolle der Innenminister dann auch das Abhörverbot von Privatgesprächen aufheben.Das Bundesverfassungsgericht hatte 2004 geurteilt, dass der „Kernbereich privater Lebensgestaltung“ tabu sei für die Ermittler. Lauschaktionen müssten sofort abgebrochen werden, wenn Gespräche mit engen Angehörigen geführt werden und es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass diese Tatbeteiligte sind.
Heise: Forderung nach Begrenzung der EU-weiten Überwachung.
Die grüne Bundestagsfraktion ist besorgt über den geplanten Erweiterung der EU-weiten Überwachung. Insbesondere ist ihr das Vorhaben zum Ausbau des Schengener Informationssystems für die Kontrollen von Reisenden in weiten Teilen des EU-Binnenraums zum SIS II suspekt. Hier sei die strenge Zweckbindung der Daten, die in dem überarbeiteten Computersystem gespeichert werden sollen, sicherzustellen, fordert die Oppositionspartei in einem jetzt veröffentlichten Antrag (PDF-Datei). Gleichzeitig soll die Bundesregierung aufgefordert werden, ihre Pläne aufzugeben, Geheimdiensten Zugang auf die umfangreichen Datenbestände im SIS II zu geben. Vielmehr sei die Entscheidung des EU-Parlaments zur Eingrenzung des Datenverbunds zu unterstützen und dafür Sorge zu tragen, dass dieser „nicht zu einem umfassenden polizeilichen Informationssystem und Geheimdienstwerkzeug wird“.
Heise: Union: Technik für heimliche Online-Durchsuchungen einsatzbereit.
Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Hans-Peter Uhl, hat die Technik für verdeckte Online-Durchsuchungen als startklar bezeichnet. Die Software für die Durchführung der heftig umstrittenen Maßnahme existiere bereits und könne auch eingesetzt werden, sagte der CSU-Politiker der Tagesschau. Sicherheitsbehörden würden ihm zufolge dabei heimlich ein Programm auf einen Zielcomputer übertragen, die dort gespeicherten Dateien auf Stichworte hin durchsuchen und die so aufgefundenen Informationen online zurück übertragen. Auf technische Details – wie etwa dieser „Bundestrojaner“ auf die PCs der Verdächtigen gelangt und wie er beispielsweise vor Schutzsoftware wie Intrusion Detection Systems oder Antiviren-Software versteckt wird – ging Uhl allerdings nicht ein.
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: Heute Abend in Berlin: Podiumsdiskussion über Vorratsdatenspeicherung
: Heute Abend in Berlin: Podiumsdiskussion über Vorratsdatenspeicherung Auf der gemeinsamen Podiumsveranstaltung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung und des Seminars für angewandte Unsicherheit werden wir die technischen, rechtlichen und politischen Implikationen dieser Massnahme und mögliche Schritte dagegen diskutieren.
TeilnehmerInnen auf dem Podium sind:
* Constanze Kurz (Chaos Computer Club) zum Bereich techn. Aspekte und IT
* Sönke Hilbrans (Republikanischer Anwaltsverein, Deutsche Vereinigung für Datenschutz) zum Bereich Strafrecht und juristische Aspekte
* Prof. Dr. Norbert Pütter (CILIP/Bürgerrechte und Polizei, FU Berlin) zum Bereich Rechtsstaat, gesellschaftliche Entwicklung
* Ricardo Cristof Remmert-Fontes (Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung) zum Bereich Politik, Vernetzungdo 12.7.07, Audimax im Ostflügel der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, 19 Uhr
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: BKA begräbt die 2D-Foto-Fahndung – vorerst
: BKA begräbt die 2D-Foto-Fahndung – vorerst Das BKA hat gestern den Feldversuch am Mainzer HBF für gescheitert erklärt: Video-Erkennung zur Fahndung ungeeignet.
Computergestützte Gesichtserkennung eignet sich nach Ansicht des Bundeskriminalamts (BKA) derzeit nicht zur Fahndung nach Terroristen. Die Trefferrate heutiger biometrischer Systeme sei zu niedrig, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke in Wiesbaden. Er werde das System Innenminister Wolfgang Schäuble nicht empfehlen. Ziercke berief sich dabei auf einen Feldversuch seiner Behörde am Mainzer Hauptbahnhof. Dort waren Kameras installiert worden, die 200 Testpersonen aus dem Strom der täglich rund 23.000 Passanten herausfiltern sollten. Selbst bei besten Lichtverhältnissen habe keines der drei erprobten Systeme eine Trefferquote von mehr als 60 Prozent erreicht, sagte Ziercke. Das Ziel, eine Gefahr zu verhindern, erreiche man damit nicht. Erforderlich seien nahezu 100 Prozent. Dies werde in den nächsten fünf Jahren technisch nicht zu erreichen sein, so Ziercke.
Kai Raven hat sich den 28-seitigen Abschlussbericht genauer angeschaut: Nach der Foto-Fahndung.
Aber es geht weiter, denn im Grunde hat man mit dem Versuch nur definitv festgestellt, dass 2D-Bildverarbeitung, frontal installierte, statische und analoge Videoüberwachungskameras ohne zusätzliche Kapazitäten wie Infrarot und Radar-Vermessung, wie sie andere Kamertypen bereits liefern, nicht ausreichen. Der Wahrheitsgehalt von Zierkes Behauptung, das Foto-Fahndung Projekt „wiederlege alle Befürchtungen, dass wir auf dem Weg in einen Überwachungsstaat sind, in dem der Einzelne jederzeit erkannt wird“ muss erneut überprüft werden, wenn andere Feldtests mit digitalen Videoüberwachungskamerasystemen, die mit voll beweglichen Kameras, Infrarot, Radar und Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven arbeiten und voll auf die 3D-Gesichtserkennung setzen, durchgeführt werden.
Ansonsten gibt es noch Heise als Quelle: BKA: 2D-Foto-Fahndung ist nicht einsatzfähig.
Beim weltweit ersten Forschungsprojekt unter einigermaßen realistischen Alltagsbedingungen stellte sich heraus, dass die Beleuchtung im Treppenbereich die größte Rolle spielte. Während bei Tageslicht auf der herabführenden Rolltreppe Erkennungsraten von über 60 Prozent erzielt wurden, sank die Rate nachts auf 10 bis 20 Prozent. In der dunklen Jahreszeit funktionierte die Foto-Fahndung praktisch nur von 9:00 bis 16:00. Entsprechend nüchtern urteilte BKA-Präsident Jörg Ziercke zur Präsentation der Forschungsdaten in Wiesbaden: „Biometrische Gesichtserkennungssysteme im öffentlichen Raum sind derzeit nicht einsatzfähig, ihre Erkennungsleistung ist nicht ausreichend genug. Außerdem ist das Potenzial einer Falscherkennung zu hoch.“ Für Ziercke ergibt sich damit die Konsequenz, dass biometrische Systeme wohl zu Verifikationszwecken etwa bei Zugangskontrollsystemen ihre Berechtigung haben und bei entsprechendem technischen Fortschritt hin zur 3D-Biometrie neu geprüft werden müssen. „Unser Projekt widerlegt alle Befürchtungen, dass wir auf dem Weg in einen Überwachungsstaat sind, in dem der Einzelne jederzeit erkannt wird.“
Und neu: Zwiespältige Reaktionen auf BKA-Projekt Foto-Fahndung.
Der IT-Bundesverband Bitkom veröffentlichte eine Stellungnahme, die die wirtschaftliche Bedeutung der automatischen Gesichtserkennung herausstreicht. Der Umsatz auf diesem Biometrie-Markt soll dem Bitkom zufolge von heute 120 Millionen auf 300 Millionen Euro im Jahre 2010 steigen. Der Anteil der Gesichtserkennung soll dabei auf etwa 30 Prozent steigen. Diese Technik soll besonders im Bankenbereich verstärkt eingesetzt werden, heißt es beim Bitkom, der nicht direkt auf den Einsatz der automatischen Gesichtserkennung zu Fahndungszwecken eingeht, aber davon redet, das BKA habe „in einem Pilotprojekt im Mainzer Hauptbahnhof in den vergangenen Monaten erfolgreich getestet, ob Einzelpersonen mithilfe biometrischer Daten in Menschenmengen erkannt werden können“.
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: Die Ausweitung der Suchzone
: Die Ausweitung der Suchzone Mathias Schindler hat sich das Browser-Plugin „Lexiscout“ mal genauer angeschaut und einen Artkel verfasst: Die Ausweitung der Suchzone.
Der Lexikonverlag Brockhaus stellt neuerdings eine Software bereit, die sich der Suchtrefferanzeige von Google bemächtigt und alle Suchanfragen auf den eigenen Firmenserver weiterleitet. Der Benutzer bekommt davon nur wenig mit, ein Einverständnis wird erst gar nicht eingeholt. Datenschützer zeigen sich entsetzt.
[…]
Weniger begeistert zeigen sich Datenschützer. So moniert beispielsweise Markus Hansen vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein: “Weder auf den Web-Seiten von LexiScout noch im Lizenztext, der beim Download dabei war, habe ich einen Hinweis auf die Übertragung einer Nutzerkennung oder gar die personenbezogene Speicherung von Suchanfragen gefunden. Eine Einwilligung der Betroffenen kann insofern ausgeschlossen werden.“. Sprich: Eine Wahrnehmung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung scheitert alleine schon daran, dass der Benutzer keine Chance hat zu erkennen, wer welche seiner Daten speichert und was damit angestellt wird. -
: Stasi 2.0 in der NYT und bei Extra3
: Stasi 2.0 in der NYT und bei Extra3 Die Stasi 2.0 T‑Shirts sind jetzt auch in der New York Times gelandet: Debate Over Terrorist Threat Stirs Germany.
For reasons having to do with its dark history, though, since the end of World War II Germany has placed a particular emphasis on the rights of individuals. Already, Mr. Schäuble’s campaign is drawing unflattering historical parallels, though less to the Nazi era than to Communist East Germany. On the Internet, T‑shirts are sold that are emblazoned with Mr. Schäuble’s image and the slogan, “Stasi 2.0” — a reference to the nickname of the feared State Security Ministry of the former East Germany.
Und um 23 Uhr gibt es das T‑Shirt heute auch bei NDR Extra 3 zu sehen.
Schäuble 2.0
Todesschuss für Terroristen, Gefängnis für Gefährder, Handyüberwachung für Halunken – Innenminister Wolfgang Schäuble geht aufs Ganze, wenn es um Terrorbekämpfung geht. Heißt es jetzt: Schreibmaschine statt Computer, Rauchzeichen statt Handy? Klaus klärt auf.
[Danke an Niels und Meike]
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: Wirtschaftsspionage beim Deutschlandfunk
: Wirtschaftsspionage beim Deutschlandfunk Beim Deutschlandfunk gab es ein spannendes Feature in der Sendung „Hintergrund Politik“ über „Deutsche Firmen als Ausspäh-Opfer“. Das Thema ist Wirtsschaftspionage. Ein Aspekt, der bei der ganzen Überwachungsdiskussion und dem Austausch von Daten mit ausländischen Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden etwas in den Hintergrund gerückt ist.
Die Nachricht schlug wie eine Bombe ein. Letzte Woche räumte der deutsche Softwarekonzern SAP, ansonsten hochgelobt für Solidität und Seriosität, illegale Datenzugriffe seiner US-Tochter Tomorrow Now auf den amerikanischen Konkurrenten Oracle ein. Sensationell an der Nachricht ist nicht die Spionage an sich, die ist heute leider gang und gäbe.
Hier ist die MP3 dazu.
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: CCC-Camp: Erste Version des Fahrplans veröffentlicht
: CCC-Camp: Erste Version des Fahrplans veröffentlicht Eine erste frühe Version des Fahrplans ist für das Chaos Communication Camp 2007 veröffentlicht worden. Das Camp findet vom 8. – 12. August nahe Berlin statt.