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: Schäuble – Watch
: Schäuble – Watch Die Zeit hat eine ausführliche Auzzählung von „Schäubles Schreckensliste“:
Der Innenminister sagt gern, dass Deutschland „zu den sichersten Ländern der Welt gehört“. Trotzdem unterbreitet er ständig neue Vorschläge, ohne die sich der Kampf gegen Terroristen angeblich nicht gewinnen lasse. Alle zusammen ergeben das gespenstische Bild eines Staates, der niemandem mehr vertraut.
Beim Zeit-Zünder gibt es ein Quiz, wo man markante Äusserungen diversen Politikern zuordnen muss: Wer fordert mehr?
Online-Überwachung, Speicherung von Fingerabdrücken, finaler Rettungsschuss für Osama bin Laden. Und jetzt fordert Wolfgang Schäuble auch noch die Diktatur. Oder war das jemand anderes?
[via]
Telepolis berichtet über das politische Vorbild von Schäuble: „Sicherheitspolitik nach dem Vorbild der USA“.
Die Parlamentsferien haben begonnen und schon ist der alljährliche Run auf den ersten Platz im Besetzen der so genannten Sommerlochthemen angebrochen. Dabei kann Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble vorerst als eindeutiger Gewinner gelten. Mit seinem Interview im Spiegel hat er ein Thema vorgegeben, das die Öffentlichkeit sicherlich noch in den nächsten Monaten beschäftigen und auch in den kommenden Wahlkämpfen eine wichtige Rolle spielen dürfte: die innere Sicherheit.
Dabei sind es nicht die einzelnen Vorschläge, die überraschen. Schließlich haben wir sie so oder ähnlich von Schäuble seit seiner Amtszeit immer wieder gehört. Das Neue an dem aktuellen Vorstoß ist die Formulierung eines neuen Sicherheitskonzepts, das seine Vorbilder in der Heimatschutz-Politik der USA nach dem 11.September 2001 hat.
Der Völkerrechtler Christian Tomuschat hält in der TAZ gezielte Tötungen für unvertretbar, denn zivile Opfer wären unvermeidlich: „Ein Rechtsstaat darf sich nicht so aufgeben“.
Jetzt.de hat einen SZ-Artikel von Heribert Prantl: „Der Angstmach-Minister“.
Deutschland muss sich Sorgen machen um seine innere Sicherheit. Gewiss: Es gibt eine gute Polizei; es gibt eine effektive Justiz; es gibt ein Straf- und Polizeirecht, das mit einer Vielzahl von Terrorismusbekämpfungsgesetzen so massiv aufgerüstet worden ist, dass das höchste Gericht immer wieder mäßigend eingreifen musste. Kurz: Es gibt ein wachsames System der inneren Sicherheit, welches die rechtsstaatlichen Möglichkeiten bis auf den Grund (und manchmal darüber hinaus) ausschöpft. Es gibt aber leider einen Bundesinnenminister, dessen zunehmende Maßlosigkeit nicht für Sicherheit, sondern für Unsicherheit sorgt. Wolfgang Schäuble macht einem Angst.
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: Schäuble und das Stasi 2.0 T‑Shirt
: Schäuble und das Stasi 2.0 T‑Shirt Danke für den Kommentar. Schäuble im Spiegel-Interview:
SPIEGEL: Ein Verkaufsschlager im Internet ist ein T‑Shirt mit Ihrem Konterfei und der Unterschrift “Stasi 2.0″. Kennen Sie es?
Schäuble: Bisher nicht. Da hat sich, wenn ich das ironisch sagen darf, wenigstens die Marktwirtschaft durchgesetzt. Im Ernst: Das ist das Ergebnis von unseriösen öffentlichen Debatten und unseriöser Berichterstattung, und das ärgert mich. Wenn ich mit 15- oder 16-jährigen Schülern diskutiere, dann tut es mir schon weh, wenn ich die Folgewirkungen dieser Debatten sehe. Diese Kinder, die überhaupt keine Hemmungen haben, alle ihre Daten im Internet zu verbreiten, glauben jetzt, sie würden in einem Staat leben, wo sie der Innenminister rund um die Uhr überwacht.
Ein anderer Höhepunkt seiner Argumentation:
„Ich bin ein glühender Anhänger der freiheitlichen, rechttstaatlichen Verfassung. Aber wenn wir sie uns von Terroristen nicht nehmen lassen wollen, müssen wir handeln.“
Ich wusste gar nicht, dass Terroristen unser Grundgesetz verändern können…
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: Morgen in Dresden: „Was tun, wenn die Bombe tickt?“
: Morgen in Dresden: „Was tun, wenn die Bombe tickt?“ Morgen findet an der TU-Dresden die Abschlussveranstaltung zur Ringvorlesung „Menschenrechte – Wen interessierts?“ statt:
Unter dem Motto „Was tun, wenn die Bombe tickt?“ haben wir verschiedene Experten der Innen- und Sicherheitspolitik sowie der Menschenrechte eingeladen, um die Frage zu diskutieren, welche Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung zulässig sind und wo die Grenzen staatlichen Handelns liegen.
Folgende Referenten sind eingeladen:
* Staatssekretär Klaus Fleischmann (Sächsisches Staatsministerium des
Inneren
* Wolfgang Gunkel (MdB, SPD, Innen- und Menschenrechtsausschuss des
Bundestags
* Jan Arend (amnesty international)
* Oberst i.G. Wolfgang Geist (Bundesakademie für Sicherheitspolitik)
* Johannes Lichdi (MdL, Bündnis 90/Die Grünen
* Moderation: Prof. Dr. Ulrich Fastenrath (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht)Podiumsdiskussion :: 10. Juli 2007 :: 16.40 – 18.10Uhr :: TU-Dresden, Heinz-Schönfeld-Hörsaal (BAR,SCHÖ), Barkhausen-Bau, Eingang
Georg-Schumann-Str. 13 -
: Überraschungs-Interview
: Überraschungs-Interview Manchmal passieren überraschende Dinge. Beispielsweise wenn man morgens um 9:30h einem Radiosender per Telefon ein Interview zum Urheberrecht geben soll und wenn es dann live geht, die Moderatorin im Vorwort von der Vorratsdatenspeicherung spricht. Man fragt sich dann, ob der Zugriff der Musikindustrie auf diese Daten die Überleitung zum Urheberrecht darstellt und wie man dort ansetzt. Und stellt dann fest, dass der Begriff Urheberrecht nicht einmal fällt, stattdessen alle Fragen zur Vorratsdatenspeicherung kommen.
Glücklicherweise kann ich zu beiden Themen spontan Stellung nehmen. Das hatte gerade trotzdem was von Powerpoint Karaoke.
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: Und zum Sommerloch ein Lesetip
: Und zum Sommerloch ein Lesetip Das wollte ich mir dann doch noch geben: Am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause findet im mitlerweile zweitätigen Plenum mit nur noch etwa siebzig reisewilligen Abgeordneten noch schnell die erste Lesung des neuen Gesetzes zur Vorratsdatespeicherung und Telekommunikationüberwachung statt. Vereinzelt fahren im Hintergrund auf der Plenarebene die ersten Kofferkullis vor, als der knapp vorletzte Tagsordnungspunkt aufgerufen wird. Erst der Staatssekretär, dann hat jede Fraktion vier-fünf Minuten.
Weder Zypries noch Schäuble waren da. Die FDP gabs sich ähnlich kritisch wie später Ströbele von den Grünen, wenn auch Tauss manchmal dazwischen brabbelte. Der einzige Befürworter aus Parlamentsreihen, von der CDU/CSU-Fraktion, begann mit einer absurden, Blutdruck-steigernden Argumentation, verheddert sich dann aber in ein für ihn unschönes Zwiegespräche mit Ströbele und Jerzy Montag. Am Ende klatschte nicht mal wer aus den eigenen Reihen.
Ich weiss nicht mehr genau, welche rote Fraktion ihre Rede zu Protokoll gab, glaube aber überrascht darüber gewesen zu sein, dass der redende SPD-Mann (?) doch sehr gut Kontra redete.Der SPD Mann legte seine Pro-Erklärung schriftlich zu Protokoll.Die ganze Slapstick lässt sich im Protokoll nachlesen.
Aber auf dem langen Weg bis zum nächsten Verfassungsgerichtsurteil heissts erstmal; ab in die Ausschüsse und vorher in die Sommerpause. Schreibt doch mal eine kleine Karte, liebe BerichterstatterInnen, nachdem ihr vielleicht folgendes Buch gelesen oder Film gesehen habt …
ps.: Ja, das Bild ist zum Distributieren gedacht ;)
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: Internetnetverbot für potentielle Terroristen
: Internetnetverbot für potentielle Terroristen Schäuble setzt zum Sommerlochtheater an. Internetverbot für potentielle Terroristen, gezielte Tötungen und Guantanamo könnten wir auch hier gebrauchen. Was leider noch etwas stört, ist der Rechtsstaat: Schäuble fordert Handy- und Internetverbot für Terrorverdächtige.
„Man könnte beispielsweise einen Straftatbestand der Verschwörung einführen, wie in Amerika“, sagte Schäuble im Gespräch mit dem SPIEGEL. Zudem denke er darüber nach, ob es Möglichkeiten gebe, „solche Gefährder zu behandeln wie Kombattanten und zu internieren“.[…]
Daneben denkt Schäuble über „Auflagen“ für Gefährder nach, die man nicht abschieben könne: „Etwa ein Kommunikationsverbot im Internet oder mit dem Handy.“
Als „rechtliches Problem“ bezeichnete der Innenminister auch die gezielte Tötung von Verdächtigen durch den Staat.
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: Computersicherheit wird kriminalisiert
: Computersicherheit wird kriminalisiert Heise: Bundesrat billigt verschärfte Hackerparagraphen.
Der Bundesrat hat in seiner Plenarsitzung am heutigen Freitag die heftig umstrittene Novelle des Strafgesetzbuches (StGB) zur Bekämpfung der Computerkriminalität ohne weitere Aussprache passieren lassen. Die Länderchefs folgten damit der Empfehlung des Rechts- und des Wirtschaftsausschusses, den Vermittlungsausschuss mit dem Parlament nicht anzurufen.
Spiegel: Gesetz kriminalisiert Programmierer.
Wenn Hartmut Pohl, Professor für Informationssicherheit, weiter forscht und lehrt, wird er sich strafbar machen. In seinen Übungen an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg spürt er mit Studenten Schwachstellen in den Computersystemen von Firmen und Behörden auf – mit Zustimmung der so Erforschten. Doch bald sind die dafür notwendigen Programme verboten. Der Bundesrat hat heute das entsprechende Gesetz beschlossen, im Bundestag ist die entsprechende Änderung des Strafrechts längst durch. Das Gesetz gilt , sobald es im Bundesgesetzblatt verkündet ist – das dürfte in wenigen Wochen geschehen. Die Folgen beschreibt Informatiker Pohl gegenüber SPIEGEL ONLINE so: „Dieses Gesetz verbietet, was ich mit meinen Studenten jeden Tag in Übungen und Seminaren mache.“
Golem: Bundesrat winkt verschärften Hacker-Paragraphen durch.
Für Kritik sorgt vor allem die Einführung des § 202c StGB „Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten“. Demnach macht sich strafbar, wer „Passworte oder sonstige Sicherungscodes, die den Zugang zu Daten (§ 202a Abs. 2) ermöglichen, oder […] Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht“ und riskiert bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe. Dabei gilt als Straftat nach § 202b, wenn jemand „sich oder einem anderen unbefugt unter Anwendung von technischen Mitteln nicht für ihn bestimmte Daten (§ 202a Abs. 2) aus einer nichtöffentlichen Datenübermittlung oder aus der elektromagnetischen Abstrahlung einer Datenverarbeitungsanlage verschafft“. Der geänderte §202a stellt unter Strafe, sich oder einem anderen unbefugt „Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung“ zu verschaffen.
Pressemeldung der Gesellschaft für Informatik vom 3. Juli: Entwurfsfassung des § 202c StGB droht Informatiker/innen zu kriminialisieren.
Problematisch ist die Einfügung des 202c StGB, weil Programme und Tools nicht nach ihrer Einsatzart, sondern vielmehr nach ihrem Aufbau definiert werden. Eine Unterscheidung in Anwendungen, die zur Begehung von Straftaten und solche, die ausschließlich für legale Zwecke hergestellt werden, ist aber nicht möglich. Der gewählte Wortlaut führt zu einer Kriminalisierung der heute in allen Unternehmen, Behörden und von Privaten verwendeten Programme zur Aufdeckung von Sicherheitslücken in IT-Systemen. Derartige Programme und Tools sind zur Absicherung gegen Angriffe jedoch unverzichtbar (Penetration Testing). Genauso wird jegliche Lehre, Forschung und Entwicklung und auch der einfache Gedankenaustausch zu Prüftools an Universitäten und Fachhochschulen mit diesem Paragrafen unter Strafe gestellt.
tagesschau.de: „Es ist sinnlos, die Tools moralisch zu bewerten“.
„Es ist sinnlos, diese Tools moralisch zu bewerten“, sagt der Systemadministrator und IT-Sicherheitsexperte Serge Königsmann gegenüber tagesschau.de. Die Programme seien schlicht und einfach Werkzeuge. Entscheidend sei, wie sie eingesetzt würden. „Das ist wie mit einem scharfen Messer: Damit kann ich eine Scheibe Brot abschneiden oder aber jemanden umbringen.“ Den Besitz von „Hacker Tools“ unter Strafe zu stellen, sei weltfremd, meint Königsmann. „Sollte dieser Paragraf Realität werden, können Systemadministratoren ihre Arbeit nicht mehr machen.“ Der Sicherheitsexperte befürchtet zudem, dass das Gesetz Ansätze torpedieren wird, mehr Transparenz in Sicherheitssysteme zu bringen.
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: Deutschlandfunk über das „Abhören und Sammeln“
: Deutschlandfunk über das „Abhören und Sammeln“ Heute findet im Bundestag die erste Lesung zur Vorratsdatenspeicherung statt. Passend dazu fasst der Deutschlandfunk die „Diskussion über Telefonüberwachung und Datenspeicherung auf Vorrat“ in einem längeren Beitrag zusammen: Abhören und Sammeln.
Sechs Monate lang sollen in Zukunft Verbindungsdaten gespeichert werden, von allen Festnetz- und Mobiltelefonen, von Computern, die ans Internet angeschlossen sind, E‑Mail-Daten inklusive. Morgen wird sich der Bundestag in erster Lesung mit dieser so genannten Vorratsdatenspeicherung befassen. Einem Projekt, das über europäisches Recht weitgehend vorgezeichnet ist. Trotzdem erregen sich nicht nur Datenschützer und Oppositionspolitiker. Vor allem unter Internet-Nutzern sprechen viele von einem Generalverdacht gegen die gesamte Bevölkerung, von einer neuen Qualität der Überwachung.
Hier ist die 18 Minuten lange MP3.
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: Datenschutz – Jobs
: Datenschutz – Jobs Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein sucht gerne auch ab sofort für seine Aufgabenbereiche der Kontrolle, Beratung sowie zur Durchführung von Modellprojekten im Bereich des proaktiven Datenschutzes für die Dauer von ca. 12 bis 36 Monaten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kompetenzen in mindestens einem der folgenden vier Felder:
* Datenschutztechniken
* Zertifizierung und Evaluierung von Informationstechnik
oder verwandter Gebiete
* Entwicklung von Geschäftsmodellen
* DatenschutzrechtGesucht werden:
1. ein(e) oder mehrere Dipl.-Informatikerinnen/Dipl.-Informatiker
2. eine Dipl.-Betriebswirtin/ein Dipl.-Betriebswirt
3. ein(e) oder mehrere Volljuristinnen/Volljuristen -
: Bundestag kann transparenter werden
: Bundestag kann transparenter werden Das Bundesverfassungsgericht hat in Sachen Politiker-Nebeneinkünfte entschieden. Mit jeweils vier Stimmen hab es ein Patt. In diesem Fall gilt die Klage von Friedrich Merz & Co als abgewiesen: Bundesverfassungsgericht lässt die neun Geheimniskrämer abblitzen.
Das freie Mandat der Abgeordneten sei nicht verletzt, entschied das Gericht. Demnach gehen von Nebentätigkeiten wie etwa in Aufsichtsräten „besondere Gefahren für die Unabhängigkeit“ der Abgeordneten aus. Das Volk habe deshalb „Anspruch darauf“ zu wissen, von wem und in welcher Größenordnung seine Vertreter Geld entgegennehmen, heißt es im Urteil. Das Interesse der Abgeordneten an einer Vertraulichkeit der Daten sei demgegenüber „nachrangig“.
Mal schauen, wie lange es dauert, bis mal verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen für die Transparenz der Nebeneinkünfte im Bundestag geschaffen werden. Der Weg ist ja jetzt verfassungsrechtlich frei.
Die Vorgeschichte und die Beteiligten: Friedrich Merz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Gemeinsam mit acht weiteren Abgeordneten klagt Finanzfachmann Merz heute vor dem Bundesverfassungsgericht gegen diese neu auferlegten Pflichten. Die Beschwerdeführer kommen aus verschiedenen Fraktionen: Merz, Siegfried Kauder und Marco Wanderwitz (CDU), Wolfgang Götzer und Max Straubinger (CSU), Hans-Joachim Otto, Sybille Laurischk und Hans-Heinrich Kolb (FDP) sowie Peter Danckert (SPD). Sie alle fühlen sich in ihren Grundrechten auf informationelle Selbstbestimmung und Berufsfreiheit verletzt und fürchten eine Einschränkung der in Artikel 38 des Grundgesetzes garantierten Unabhängigkeit des Abgeordneten.
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: Perfide Instrumentalisierung der Sicherheitsdebatte?
: Perfide Instrumentalisierung der Sicherheitsdebatte? Heise berichtet: SPD warnt vor „perfider“ Instrumentalisierung der Sicherheitsdebatte.
Die SPD neigt angesichts von Forderungen insbesondere aus der CDU zu einer erneuten Verschärfung von Sicherheitsgesetzen und dem Ausbau der Überwachung nach den jüngsten Terrorunruhen in Großbritannien weiter zu Skepsis. Führende Vertreter der Sozialdemokraten haben sich demgemäß ablehnend gegenüber einem Ausbau der Videoüberwachung, der Einführung einer gesetzlichen Regelung für heimliche Online-Durchsuchungen sowie zur Auflösung der Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit geäußert. So beklagte etwa der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Fritz Rudolf Körper, in der Süddeutschen Zeitung, dass die Union die Terrorgefahr politisch „perfide“ instrumentalisiere. Die Sicherheit Deutschlands dürfe „nicht zum Gegenstand parteitaktischer Überlegungen werden“, ergänzte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil.
Die „perfide Instrumentalisierung“ durch die SPD präsentiert die Futurezone:
Nach dem deutschen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble [CDU] sprach sich am Montag auch SPD-Bundestagsfraktionsvize Ludwig Stiegler in Berlin für mehr Videoüberwachung in Deutschlands Städten aus. Stiegler: „Das würde das Sicherheitsgefühl der Menschen verbessern. Und es würde auch abschreckend wirken, weil man leichter erkannt und auch verfolgt werden kann.“
Ja, was denn nun?
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: Morgen in Leipzig: Salon Surveillance #1 mit „Alltag Überwachung“
: Morgen in Leipzig: Salon Surveillance #1 mit „Alltag Überwachung“ Morgen sind Roman Mischel und Fiete Stegers in Leipzig beim Salon Surveillance zu Gast, um ihren Film „Alltag Überwachung“ zu präsentieren.
Für ihren Film „Alltag Überwachung“ (2006) haben die beiden Journalisten einen Querschnitt durch aktuelle Tendenzen zur Überwachungsgesellschaft gezogen: Videoüberwachung, RFID, Vorratsdatenspeicherung. Dabei stellen sie vor allem die Fragen: Warum ist bisher großer Widerstand wie seinerzeit gegen die Volkszählung ausgeblieben? Was bedeutet das Recht auf informationelle Selbstbestimmung heute? Dafür sind sie von Hamburg, über Bielefeld, Brüssel, Leipzig und Berlin gereist, um Innenminister, Datenschutzbeauftragte, Politiker im europäischen Parlament, Polizisten und AktivistInnen gegen Überwachung zu interviewen. Im Salon stellen sie Filmausschnitte vor und wollen einen Anstoß zur weiteren Diskussion geben.
Mittwoch, 4. Juli 2007, 19 Uhr, Horns Erben (Arndtstraße 33)
Und für alle Nicht-Leipziger gibt es hier den Film zum Download (350MB / MP4).
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: Linksfraktion gegen Wahlcomputer
: Linksfraktion gegen Wahlcomputer Die Ablehnung von Wahlcomputern ist jetzt auch bei der Linksfraktion angekommen. In einem Bundestags-Antrag fordern sie: „Wahlmanipulationen wirksam verhindern“ (PDF). Bisher hatte sich der grüne Bundesparteitag gegen Wahlcomputer ausgesprochen.
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: FDP und die Online-Durchsuchung: Ja, was denn nun?
: FDP und die Online-Durchsuchung: Ja, was denn nun? FDP-Generalsekretär Dirk Niebel war im Tagesschau-Chat und äusserte sich dort auch sehr eloquent über die Online-Durchsuchung.
Frage : Herr Niebel – Bundestrojaner hin oder her – Herr Schäuble will den Beweis für die Unschuld von dem einzelnen Bürger, anstatt der Beweispflicht des Staates. Wie geht das mit der FDP zusammen?
Dirk Niebel : Überhaupt nicht. …Die Unschuldsvermutung in der Strafprozeßordnung ist ein Fundament unserer Rechtsordnung. …Beim öffentlich-rechtlichen Wurm, also dem Ausspähen von privaten Computern, wird die Terrorismusbekämpfung bestimmt nicht gestärkt. …Erstens würden Terroristen jeden Computer wahrscheinlich nur einmal benutzen, zweitens müßte die Software dem Staat einen Zugang offen halten, der innerhalb kürzester Zeit auch jedem zweitklassigen Hacker bekannt wäre. …Betroffen wären wiedermal die ganz normalen Bürger, die gegenüber dem Staat auch ein Recht auf Privatheit haben. Deswegen lehnen wir Online-Durchsuchungen kategorisch ab.
Ja, was denn nun?
Abgesehen von der etwas kruden Argumentation (Was ist ein öffentlich-rechtlicher Wurm?), die sicherlich dem Medium Chat geschuldet ist, ist ja die kategorische Ablehnung der Online-Durchsuchung in NRW durch den FDP-Innenminister toll umgesetzt worden.
Wir erinnern uns an Horst Engel (FDP) aus der NRW-Landtagsfraktion:
“Mit dem World Wide Web verlässt man den geschützten Wohnraum für eine unbestimmte Öffentlichkeit. Wenn Sie etwas online stellen, ist das, als ob Sie etwas ins Schaufenster hängen.”
Und der Klassiker von Ingo Wolf (NRW-Innenminister der FDP):
“Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister.
(Danke Torsten)
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: Chaos Communication Camp 2007: Vorverkauf gestartet
: Chaos Communication Camp 2007: Vorverkauf gestartet Für das Chaos Communication Camp 2007 ist der Vorverkauf gestartet. Das mittlerweile dritte Camp des Chaos Computer Club findet vom 8.–12. August in Finowfurt nahe Berlin statt. Zu Preisen von 100 bis 130 Euro sind Eintrittstickets im Vorverkauf erhältlich, auch Unterstützertickets zum Preis von 500 bzw 1500 Euro können bereits vorab gekauft werden.
Noch bis zum 22. Juli können auf einer eigenen Vorverkaufsseite die Tickets vorbestellt werden, mehr Informationen zu den Tickets auf der Veranstaltungsseite. Die Bezahlung der Vorverkaufstickets ist ausschliesslich per Überweisung möglich. Die erste Pressemitteilung zum Camp findet sich auf der Presse-Seite des Camps, viele weitere Informationen auf der Website des Camps sowie dem dort verlinkten Wiki.
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: Spiegel-Online erklärt die Vorratsdatenspeicherung
: Spiegel-Online erklärt die Vorratsdatenspeicherung Spiegel-Online erklärt die Vorratsdatenspeicherung: Der Weg zum Spanner-Staat.
Große, vernetzte Datenbanken halten fest, wer im vergangenen halben Jahr mit wem telefoniert, gemailt, SMS geschrieben hat. Sie speichern, wann und auch wo jedermann sein Mobiltelefon benutzt hat. Und sie protokollieren, wer wann im Internet herumlungert. Im kommenden Jahr ist das Realität, wenn alle Gesetzesänderungen zur Überwachung der Telekommunikation durchkommen, die die Bundesregierung gerade vorantreibt.
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: Datensicherungsroboter löscht Geheimakten der Bundeswehr
: Datensicherungsroboter löscht Geheimakten der Bundeswehr Die Bundeswehr hat einen Datensicherungsroboter. Der funktioniert so gut, dass man auf kritische Geheimakten aus der Zeit zwischen 1999 und 2003 nicht mehr zugreifen kann. Aus Akten dieser Zeit wollte der Verteidigungsausschuss im Deutschen Bundestag Informationen erhalten. Aber praktischerweise wurden diese schon 2004 gelöscht.
Tagesschau.de berichtet darüber: Bundeswehr vernichtete Geheimdaten.
Nun stellte sich heraus, dass ein Großteil dieser brisanten Daten vernichtet wurde. Am 12. Juni dieses Jahres schrieb das Bundesverteidigungsministerium an den Verteidigungsausschuss des Bundestages, dass elektronisch übermittelte Dokumente des militärischen Nachrichtenwesens Ende 2004 verloren gegangen seien und „auch nicht wieder rekonstruiert werden“ könnten. Der Datenverlust „umfasst im Wesentlichen die Daten, die in den Jahren 1999 bis 2003 aus den Einsatzgebieten gewonnen wurden“. In jenen Jahren war die Bundeswehr unter anderem in Afghanistan oder auf dem Balkan stationiert.
Heise berichtet auch: Datenpanne bei der Bundeswehr.
Es habe sich jedoch bald gezeigt, dass die Informationen nicht mehr lesbar waren – nach Angaben Wicherts habe nach einen technischen Defekt der Datensicherungsanlage Ende 2004 ein Austauschgerät installiert werden müssen. Bei dem Versuch, die gespeicherten Daten auf das Ersatzgerät zu übertragen, sei festgestellt worden, „dass ein Teil der Bandkassetten im Datensicherungsroboter nicht mehr lesbar war.“ Der Versuch, die Daten wieder zugänglich zu machen, sei gescheitert, heißt es laut dpa weiter. „Entsprechend der gültigen Vorschriften zum Umgang mit Verschlusssachen wurden die nicht mehr lesbaren Kassetten am 4. Juli 2005 vernichtet“, erklärt Wichert in dem Schreiben.
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: Das Auskunftsrecht für Rechteinhaber in der Diskussion
: Das Auskunftsrecht für Rechteinhaber in der Diskussion Bei ZDF-Heute gibt es einen aktuellen Artikel zur Debatte rund um das sogenannte Auskunftsrecht. Dies wird gerade bei der Umsetzung der sogenannten EU-Durchsetzungsrichtlinie diskutiert. Grösster Streitpunkt ist momentan der mögliche Zugriff von Rechteinhabern auf Daten, die zukünftig mit der Vorratsdatenspeicherung gesammelt werden müssen. Diese wiederum wurde damals mit dem Argument der Terrorbekämpfung eingeführt. Und nicht zur Bekämpfung von Tauschbörsen-Nutzern. Das wollen die Lobby-Verbände der Unterhaltungsindustrie jetzt durchsetzen. Und die Union setzt sich im Bundesrat, Bundestag und in der Regierung für deren Rechte ein. Und nicht für die Rechte der Bürger. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass sich die Union wie meist gegen die SPD durchsetzen wird, bzw. diese mal wieder umfällt.
Hier ist der ZDF-Artikel: Wer hat Anspruch auf die Daten von morgen?
In der deutschen Musik- und Filmbranche wecken die riesigen Datenberge von morgen heute schon Begehrlichkeiten. Damit ihr Auskunftsrecht nicht leerläuft, verlangen sie ein Zugriffsrecht auf die an sich streng zweckgebundenen Daten – am liebsten ohne Richtervorbehalt. Im Bundesrat stießen solche Forderungen auf offene Ohren. Die Bundesregierung müsse sicherstellen, „dass eine weitere Verwendung der zukünftig zu speichernden Verkehrsdaten auch zur Erfüllung zivilrechtlicher Auskunftsansprüche (…) möglich sein soll“, brachte sich der Bundesrat in Stellung. Zum Richtervorbehalt äußerte sich die Länderkammer nicht.
Daten- und Verbraucherschützer schlagen Alarm. „Schon allein die Speicherung aller Verkehrsdaten ist höchst problematisch, diese aber an Privatpersonen zur Verfolgung von Rechtsverletzern herauszugeben, geht zu weit“, erklärte Patrick von Braunmühl vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) kürzlich während einer Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages. Auch Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz, wandte sich energisch gegen die Absicht des Bundesrats, die Datenspeicherung auf Vorrat nun auch zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen zu nutzen. Damit würden sich „die schlimmsten Befürchtungen“ erfüllen, erklärte Schaar.
Hier sind zwei Zusammenfassungen der letzten Anhörung:
Heise: Experten streiten über Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte.
Heute im Bundestag: Buch- und Phonowirtschaft beklagen Produktpiraterie über das Internet. -
: Aufzeichung des Arte-Themenabend zum “Überwachungsstaat?
: Aufzeichung des Arte-Themenabend zum “Überwachungsstaat? Kleine Frage: Wo finden sich denn Aufzeichungen des Arte-Themenabend über den “Überwachungsstaat vom vergangenen Dienstag?
Update: Danke für den Hinweis in den Kommentaren. Hier ist ein Torrent. Und bei Trust-Us.ch gibt es schriftliche Zusammenfassungen und FTP-Downloadmöglichkeiten:
KONTROLLE TOTAL
Video iPod/iTunes (640x352): Kontrolle total.mp4 (337MB)
Divx (640x352): Kontrolle total.avi (429MB)WIDERSTAND.COM
Video iPod/iTunes (640x352): Widerstand.com.mp4 (176MB)
Divx (640x352): Wiederstand.com.avi (238MB)BIG BROTHER CITY
Video iPod/iTunes (640x352): Big Brother City.mp4 (173MB)
Divx (640x352): Big Brother City.avi (238MB)

